Griechische Regierung beschließt weitere Einsparungen

19. Februar 2012 - 02:15 Uhr

Griechenland bangt um die Zusage der Euro-Gruppe für das 130-Milliarden-Euro-Hilfspaket. Die Regierung in Athen hat nun weitere Einsparungen beschlossen, um die Bedingungen der Geldgeber zu erfüllen. Finanzminister Schäuble geht davon aus, dass Athen am Montag grünes Licht bekommen kann.

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Kommentare

werden gekürzt. Na, was für eine Leistung! Die Durchschnittsrente in Deutschland liegt *unter* 1300 Euro. Also entweder haben die Griechen unheimlich hohe Renten oder es werden damit nur die 'Besserberenteten' getroffen. Falls letzteres zutrifft ist es zwar schonend für die breite Masse, aber damit auch wirkungslos.

Das Problem der Griechen ist, dass sie nicht wettbewerbsfähig sind. Die Preise sind zu hoch. Damit die Preise runter gehen, müssen drastische Einschnitte über die breite Masse der Bevölkerung verteilt werden. Nicht schön, aber die einzige Möglichkeit - außer Griechenland tritt aus dem Euro aus oder aber wir finanzieren das Leistungsbilanzdefizit der Griechen bis in alle Ewigkeit.

In Griechenland sind die Preise unverändert. Das es geht zeigt Irland mit -16%.

Siehe auch dazu den sehr guten Beitrag von Dr. Sinn in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/im-gespraech-o…

Mir ist bislang nicht vermittelt worden, wie weitere Einsparungen die griechische Wirtschaft ankurbeln oder zumindest wettbewerbsfähiger machen sollen. An der Ursache des Problems, den ungleichen Leistungsbilanzen innerhalb der Eurozone, wird nicht gerüttelt, stattdessen das Land weiter in die Rezession gezwungen. So sind die Milliarden aus den Hilfspaketen, die ohnehin nicht für die griechische Zivilbevölkerung sondern für ausländische Banken gedacht sind, im Bankenabfluss versenkt. Abgesehen davon empfinde ich es als empörend, wie mit der griechischen Souveränität umgegangen wird. Ist die deutsche Demokratie mehr wert als die griechische? Der deutsche Souverän mehr wert als der griechische? Vielleicht sollte Griechenland den isländischen Weg einschlagen und den ausländischen Banken die (Zinses)zahlungen vorenthalten. Die Austeritätspolitik, von der die Rentenkürzung nur einen Teil darstellt, führt (s. andere Daten) zwangsläufig zum zeitverzögerten Bankrott - gut für deutsche Banken.

Auf die Renten hat man leicht Zugriff, der Zugriff auf die Milliarden der Reeder als Beispiel für die Reichen im steuerohnmächtigen GR ist nicht beabsichtigt und nicht gewollt. Nach nunmehr zweijährigem Hick-Hack könnte ein neues Steuerrecht mit radikalem Zugriff auf das Vermögen säumiger Zahler längst fertig sein.
Die 130 Mrd sind nur ein Aufschub und nicht die Lösung des Problems. Denn nur dann könnte man die Milliarden der EU als Rettung bezeichnen.

@"Die allermeisten, die jetzt von den Reform- und Sparmaßnahmen betroffen seien, könnten nichts für den Reformstau in ihrem Land oder den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit"

Ehrenwert von Herrn Schäuble.

Nur , die ALLERMEISTEN in Griechenland haben eben auch gehandelt .

HANDELN= Tun , Dulden oder Unterlassen.

Da gibt es nichts schön zu reden , bei allem Verständnis.

Mögen die Griechen künftig ihre Demokratie gestalten , wie sie es für richtig halten , ihr "Boot" wählen , dass sie tragen soll.

Grüsse aus der Provinz

Ulrich

Ich hoffe, dass man Griechenland kein Geld mehr überweist. Nur ein Austritt aus dem Euro, Einführung der alten Währung mit entsprechender Abwertung, um den Export anzukurbeln, ist zielführend. So bitter ms ist, aber SO, wie JETZT verfahren wird, gibt es keine Rettung mehr für Griechenland.

Sollten uns lieber Gedanken machen, wer am meisten davon profitiert. Wieso wir Griechenland in die Enge treiben müssen, genau jetzt.
Heute Griechenland, Morgen Spanien und Übermorgen Deutschland? Genau die Mittel, die bei Griechenland angewendet werden sind auch später in Bezug auf Deutschland anzuwenden.
Wer glaubt 2 Billionen Euro Schulden lassen sich einfach so tilgen der irrt sich gewaltig. Es Bedarf eines hohen Wachstums über mehrere Jahre, damit nur die Zinsen bezahlt werden können.
Die Finanzimperien im Hintergrund ziehen die Strippen, wie im Augsburger Puppentheater. Uns bleibt nur tatenlos zuzuschauen, wie das Geld immer mehr an Wert verliert. Sondersteuern auf Immobilien, die eigentlich als sichere Anlage gelten, werden folgen. Irgendwie wird der Staat schon gezwungen werden die Mittel zur Tilgung zu erbringen.

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