Kommentare

So ist das nunmal ..

Zitat:

Die Europäische Wirtschaft steht vor einer leichten Rezession. Zu diesem Ergebnis kommen 58 von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragte Finanz-Experten.

Die Küche servierte übrigens Buffet, darunter Lammbraten, Hummer und Weißwein...

Sie sagen für 2012 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in den 17-Euro-Staaten voraus.

Gut, das hätten Sie oder ich auch ohne Lammbraten und Hummer gewusst...

Der erwartete Abschwung sei das Ergebnis der Staatsschuldenkrise

..während die Staatsschuldenkrise das Ergebnis von .. WAS?! ist..

2013 wird sich nach Einschätzung der Experten die Wirtschaft in den Staaten der Euro-Zone stabilisieren

Wir danken übrigens Barbara und Bibi Blockberg für den hilfreichen BLick in die Kristallkugel..

So rosig und doch nicht so leicht, so eine leichte Rezession.

Da befragt die EZB wohl mangels eigener Experten fremde Finanzer.

Und prompt kommt für die tödlich eingebrochene Südflanke v.a. Griechenland der Aufschwung in Form nur
-0,1% statt wie bisher 5-7%, während wir aufatmen, dass der Abschwung nicht gar so schlimm aussieht. Da erscheint sogar 1% in DE nicht als Stagnation.

Im Mittel sind (schöngerechnete) 10,9% Arbeitslose also toll für Spanien mit >50% Jugendarbeitslosigkeit oder POR und GRE mit >20% gesamt.

So verschwinden wohl auch die hohen Inflationsraten im Süden hinter der prima Aussicht nur +1,9%, während in DE man von den 2,3 runterkommt. Da steigen doch gleich wieder die Reallöhne auch ohne Gewerkschaften.

Was ist nun -0,1% BIP für die Euro-17 in 2011? Es sind -9,24 Mrd. € weniger Wirtschaftsumsatz. Nicht viel?

Wenn nur DE 1% wächst = +25,5 Mrd.€, müssen die anderen Länder also -34,7 Mrd. beitragen.
Wächst nun noch +1% FRA(19,5), NL ((5,9),ITA (15,6), müsste der arme Rest aus 13 Ländern ~-76 Mrd. Einbußen beitragen usw.

Grotesk!!!

Ja, Deutschland bezahlt am Ende seine eigenen Exporte - nur die Waren sind weg.
Wer hat den in Deutschland von dem Euro profitiert? Ich kann dieses Pauschale "Die Deutschen hätten vom Euro profitiert nicht mehr hören. Profitiert haben doch nur die exportierenden Unternehmen und bestenfalls noch die festangestellten Arbeitnehmer (also keine Leih - u. befristete Arbeitsverhältnisse)in eben diesen Exportfirmen. Ich persönlich kenne niemand, der vom Euro tatsächlich profitiert hat. Die Lebenshaltungskosten (die Dinge, die man wirklich zum Leben benötigt) sind mit dem Euro mehr als kräftig gestiegen. Die Löhne und Gehälter jedoch nicht.
Wenn Deutschland jetzt schon durch Schuldenübernahmen die eigenen Exporte bezahlen sollen, dann sollen bitte die Exportunternehmen die Schulden von ihren Exportgewinnen bezahlen.

Die Vorteile des Euro...

...sind nicht so einfach zu erkennen, da der Vergleich mit einem D-Mark gebundenen Deutschland ja nur im Gedankenexperiment möglich ist.

Fakt ist, wir (die Deutschen) haben mit dem €-Vertagswerk sehr viele Vorteile erhalten, von denen unsere Wirtschaft die letzten Jahre profitieren konnte. Leider zu Viele wie sich herausgestellt hat.

Unsere Gemeinschaftswährung wird nämlich durch die schwächeren Länder massiv abgewertet, woduch das Produktionsgut "Arbeit" billig bleibt. Die Chinesen machen das seit Jahren künstlich indem sie Milliarden Dollar zum Festpreis kaufen.
Und der Schweizer Wirtschaft geht es momentan echt mies, weil ihre Währung eben teuer ist.
Da wir allerdings nicht die Risiken der Partnerländer übernommen hatten (2002) blieben unsere Zinsen auf Staatsanleihen niedrig. Die pure Ausbeutung von seiten Deutschlands.

Jetzt haben wir die folgen unserer einseitigen Währungsverträge zu tragen, denn die Systeme die wir ausgbeutet haben, sind vom Zusammenbruch bedroht.

die Gilde der Kaffeesatzleser

Wenn ich mich recht erinnere wurden auch 2008 Wirtschaftsexperten befragt und haben dem €-Raum stabiles Wachstum für die nächsten beiden Jahre und ein Sinken der Arbeitslosenzahlen vorausgesagt.
Vielleicht irren sie sich ja diesmal genauso und wir erleben einen richtig schönen Aufschwung.

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