Kommentare

W steht wohl für Wulff

Wulff3 erreicht man, wenn man besonders viele finanzstarke Freunde hat, die völlig selbstlos ein wenig Geld an die Uni überweisen ...

Gerade die Drittmittelforschung ist ein Einfallstor für allerlei Mauscheleien.
Zwar bekommt der Student seinen Doktor, der Prof den Ruhm und die Firma die Ergebnisse und Patente, aber so eine Situation ist auch schon der Idealfall.

Handelt es sich dabei zB um Nanotechnologie, dürfte der "Spender" nicht erfreut sein, wenn ein anderer Doktorand die Risiken der Sache erforschen will.
Interessenskonflikte sind somit in allen Bereichen vorprogrammiert, in denen marktstarke und einflussreiche Konzerne die Mittel vergeben.
Die universitäre Forschung gerät in Gefahr, zur Auftragsforschung zu verkommen.

Und die honorigen Herren aus der Fakultät für Altertumwissenschaften oder Altgriechisch dürften bei dem Spiel wohl leer ausgehen.
Aber das sind ja auch weltfremde Luxuswissenschaften, die der "Markt" nicht braucht ...

Als ob die Uni-Karriere heute nicht unattraktiv genug wäre

Immer mehr Absolventen entscheiden sich gegen eine Hochschulkarriere, denn dieser Weg ist mit großen Risiken verbunden.
Das Hauptproblem ist, dass man sich z.T. über viele Jahre mit Zeitverträgen abfinden muss. Wenns schlecht läuft gibts am Ende keine Professur und auch sonst keinen festen Posten, da ein Großteil der Stellen über Drittmittel finanziert werden, welche nur für wenige Jahre bewilligt werden.

Hier am Institut kenne ich genug Beispiele von Doktoren und ehemaligen Juniorprofessoren jenseits der 40, die sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln und nur alle 2 Wochen mal ihre Familie besuchen können, weil die nicht immer mitziehen können/wollen.

"Griechenland" für Profs

Die Professoren haben ihr "Griechenland" (drastische Gehaltskürzungen) somit schon vor Jahren erlebt. Merkwürdigerweise aber nur die Profs. Da können ältere Kollegen im akademischen Mittelbau schon einmal mit höheren Bezügen heim gehen.
Leistungsbezogene Entsoldung klingt erst einmal vernünftig. Da die Gesamtmittelzuweisungen an die Unis ab fix sind, bedeutet dies aber, dass jedem "Leistungsträger" automatisch einige weniger Leistungsfähige gegenüberstehen müssen, um die höheren Zulagen gegen zu finanzieren. Die Kollegen in Berufungskommissionen kommen ins Grübeln, ob sie sich bei Neubesetzungen für den besten Bewerber entscheiden sollen, oder sich besser einen "Schwachmatiker" ins Haus holen sollen, der garantiert nicht als "Finanzmittel-Staubsauger" ihre eigenen zukünftigen Zulagen in Gefahr bringen wird.
Geisteswissenschaftler bringen plötzlich "von Natur aus" weniger Leistung, da sie beim Einwerben von Drittmitteln kaum Chancen haben, größere Summen aus der Industrie zu bekommen.

wohin die üppigen bezahlungen führen.....

sehen wir doch eindeutig bei den ärzten, rechtsanwälten, architekten et.c. und den jobs im öfffentlichen bereich die gut bezahlt werden.

das führt nur dazu das alle in diese jobs strömen und einen schlechten job machen, da das interesse am job an sich minimal, dafür das interess an der guten bezahlung maximal ist und leistung geradezu verhindert.

da lobe ich mir die skandinavischen länder, bei denen die bezahlungen für verschiedene berufe nicht so eklatant auseinanderklaffen wie in westeuropa!

was diese "genug ist nie genug" mentalität für auswüchse produziert, sieht man an berufspolitikern, managern und bankern doch wohl zur genüge.

dieser fehler im bezahlsystem (o-ton co-kommentator) führt dazu, das die leistungen immer schlechter und gleichzeitig teurer werden und bringt die schere zwischen arm und reich immer weiter zum auseinanderklaffen.

viele mies bezahlte jobs leisten wesentlich mehr für die gesellschaft als prof´s et.c.

leistung muss sich lohnen, nicht die jobs an sich!

Mich würde mal interessieren

auf welcher Grundlage die Leistung eines Hochschulprofessors gemessen wird:

- An der Anzahl geprüfter / bestanden habender / durchgefallener Studenten
- An der Anzahl der Veröffentlichungen
- An der Höhe der erhaltenen Drittmittel
- An der Menge der Vorlesungsstunden

oder an was?

Hochschulehrer, Idealisten im Dienste der Wissenschaft?

Mich interessiert, ob bei diesem Angebot ein guter Chemiker den Hochschulweg geht. Gute Chemiker sind in der chemischen Industrie gesucht und wesentlich besser bezahlt,. Es ist bezeichnend, dass das Tarifsystem für angestellte Akademiker nur Mindestbezüge ausweist, die, obwohl deutlich höher als ab den Universitäten in der Praxis überboten werden.
Sollte der Staat (also die Parteien) der Meinung sein, die Gehälter für Chemieprofessoren seien angemessen, dann sollten die Abgeordneten ihre Bezüge gemessen an diesem Maßstab halbieren.
Merke: Abgeordnete haben wir genug. An guten Naturwissenschaftlern und vor allem an denen, die sie ausbilden, herrscht ein eklatanter Mangel.

Besoldung d. Professoren: W steht ...

Auch die Professoren

sollten sich daran gewöhnen, daß bei ihnen der Gürtel

enger geschnallt wird , denn sie sind keine Kaste im

luftleeren Orkus ...

Es muß Alles bezahlt werden, auch d. Professoren,

dieser Jungakademiker, d. geklagt hat, kriegt den Hals

auch wohl nicht voll ....

MottO : Nimme was du kriegen kannst .

Reine Abzocker-Mentalität, die zum Himmel schreit..

Interessant !

Zitat:
"Außerdem besteht die Möglichkeit, sein Gehalt durch die Einwerbung privater Mittel, sogenannter Drittmittel, aufzubessern. Dies könnte zum Beispiel ein von der Wirtschaft bezahltes Forschungsprojekt sein."

Wie war das doch gleich ?
"Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing"

So kann sich die Wirtschaft schon beizeiten eindecken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ich kenne aus meiner Studienzeit

keine Profs die im Geld schwimmen. Dafür aber eine Menge, die nicht annähernd das erhalten, was ein Mitglied unserer höchsten Eliten erhalten sollte. Keine Frage, gerade die älteren Professoren können sich Zweitwohnung, schickes Auto, teure Kleidung und teure Bücher leisten - aber die brauchen sie auch, um ihren Job machen zu können. Viele der jüngeren haben aber nicht mal das. Folglich werden die Intelligentesten und Gebildetsten immer häufiger in die Wirtschaft abwandern. Dann haben wir mehr hochintelligente Manager, deren einziges Ziel es ist, möglichst viel Geld für sich oder die Firma zu verdienen, und mittelmäßig begabte Professoren, die dem Plebs helfen sollen, sich wissensmäßig gegen solche Bonzen zu behaupten. Gratulation!

@Don-Corleone

Also Sie möcht ich mal sehen, wenn Ihnen Ihr Gehalt um 23% gekürzt wird. Das da geklagt wird kann ich durchaus nachvollziehen. Und unabhängig davon, was ein Professor an Drittmitteln einwirbt bedeuten die meisten Professorenstellen eine große Arbeitsbelastung. Ich kann jetzt nur aus meinem Familienumfeld das Beispiel meines Vaters, eines Professors für Kinderheilkunde (Onkologie u. Hämatologie) nennen, der jahrelang im Schnitt um 8 abends oder später nach Hause gekommmen ist. Das ging soweit, das ich immer ganz überrascht war, wenn ich mal bei Freunden zu Abendessen war und deren Väter am Esstisch saßen. In anbetracht dieser Tatsache finde ich eine hohe Vergütung auch durchaus gerechtfertigt, vor allem weil die Professoren für die Ausbildung unserer späteren Akademiker zuständig sind, die doch händeringend gesucht werden.

Bananenrepublik

Die Kaste der Beamtenh entwickelt eine Selbstbedienenmentalität die spottet jeder Beschreibung. Das es zu solchen Auswüchsen kommt ist dem Bundestag geschuldet weil hier die überwiegende Zahl der Abgeordneten dieser Kaste angehört und wer auf dem Ast sitzt sägt sich schlecht selber ab. Allein was jetzt schon wieder mit der Abwahl des Duisburger Bürgermeisters ans Tageslicht gekommen ist ist einfach unredlich. Da wird dieser Mann noch belobigt und geht mit einem goldenen Handschlag in den Ruhestand während ein Arbeiter der rausfliegt max 1 Jahr Arbeitslosengeld bekommt.Wer soll nachher eigentlich die hohen Pensionen bezahlen denn das Verhältns zwischen Arbeiter und Beamten ist doch jetzt schon krass.

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