Kommentare

Die Griechen sind froh oder sollten froh sein?

Der Kommentator Wabnitz scheint mit "den" Griechen, die froh wären, eine Zukunft zu haben, die Politiker zu meinen, aber nicht die Bevölkerung.

Wo sind denn die Stimmen, die ich gehört hätte in den letzten Wochen, die den momentanen Kurs etwas abgewinnen?

Kann es auch sein, dass das Wunschdenken des Kommentators ist, "die" Griechen sollten froh sein?

Ich selbst in Deutschland bin nicht froh, wenn ich vermuten muss, dass dieser Präzedenzfall auch bald in anderen Ländern gilt, zB Sparpakete in Deutschland. Das ist doch absehbar und das System ist einfach am Ende.

Die Medien sollten das nicht auf die leichte Schulter nehmen, als ob es so weiter gehen könnte. Die Schulden sind nicht vom Tisch, und auch bei uns sind Kommunen längst pleite und wir werden jedes Jahr auch ohne Griechenlandrettung immer mehr Zinsen zahlen.

Wird man uns dann auch so belügen, beweihräuchern, man solle doch froh sein, wenn das Leben unmöglich wird?

nicht vergessen

Gestern waren nicht nur Randalierer und Brandstifter unterwegs, sondern auch ca. 100.000 griechische Bürgerinnen und Bürger, die friedlich dagegen protestiert haben, dass ihre Demokratie den Interessen von Großbanken geopfert wird.

Und während heute Dutzende Abgeordnete aus ihren Parteien rausgeworfen wurden, weil sie gegen das Sparpaket gestimmt haben, stellt sich der nicht gewählte Präsident dieses Landes hin und bezeichnet die Randalierer als eine Gefahr für die Demokratie. Der Mann hat vielleicht Humor …

Blick in die Zukunft

Werden die Griechen im April eine wirklich linke Regierung wählen?
Wird diese Reg. Banken und Wirtschaft verstaatlichen?
Wird die NATO zum Erhalt der "Demokratie" einmarschieren?
Gibt es Unterstützung aus Venezuela oder Kuba oder gar aus China?
Ich hätte gern die Zeitung vom 13.2.2013!

Wut

Die Griechen haben gar keinen Grund, auf die da oben wütend zu sein. Sie wurden ja von denen da oben jahrelang zu Unrecht beschenkt. Und jeder hats gerne genommen. Die Rentner mit doppelt so hohen Renten wie bei uns hier. Die Pensionäre mit Pensionen, von denen unsere nur träumen können. Die Unternehmer, die keine Steuern zu bezahlen hatten wegen der Korruption. Und diesem Staat überweisen wir regelmäßig Euros, damit sie sich ihren Lebensstandard weiterhin leisten und die Bankschulden bezahlen. Wenn zeitweise kein Geld fließt, sind wir gleich wieder die Nazies. Ja sind den Frau Merkel und Herr Schäuble noch ganz gescheit? Ich zweifle daran sehr.

demokratie

Vielleicht hätte doch das Volk abstimmen sollen.
Aber davor haben ja alle Politiker Angst.

Demokratie? Was ist das?

Ich habe sie erleben dürfen in den 70ern.

Wo ist sie geblieben?
Gewichen einer weltweiten Diktatur des Kapitals!

Das Wort "Investoren" müsste m.E. zum Unwort des Jahrhunderts erklärt werden!

Vorbei die Zeiten, als noch mit ehrlicher Arbeit der Lebensunterhalt verdient werden konnte/musste!

Ghandismus und glamorama haben uneingeschränkt recht in ihren Kommentaren.

Es heißt immer pauschalierend "Die Griechen".

Denke nicht, dass es das Gros der griechischen Bevölkerung gewesen ist, die diese Tragödie verursacht hat.

Waren dies nicht Investoren, die jetzt wieder ungestraft davonkommen?

@Ghandismus, Sie fragen, ob man uns auch so belügen wird.

Ich kann Sie beruhigen. Man macht es bereits und das seit geraumer Zeit.

Geht von ganz "unten" bis ganz "oben"!
Sitze in einem Kommunalparlament und darf es ständig erleben.

Ach ja, wie lange müssen wir hier und woanders uns noch die Seele aus dem Leib brüllen, bis man uns versteht?

Gier und Zins

Die meisten Menschen glauben, die derzeitige Entwicklung beruhe auf Unfähigkeit der Politiker und Gier der Märkte.

Dass die Misere von der monetären Seite, also vom Gebrauch des Geldes kommt, geht unseren Mainstreamökonomen nicht in den Sinn.

Der Zinseszinseffekt lässt Geldguthaben exponentiell anwachsen. Im gleichen Maß müssen auch die Schulden ansteigen. Wer sich in diesem System verschuldet ist ganz egal.

Ebenso kumuliert auch das Sachkapital, ganz gleich, ob wir den Gewinn als Rendite, Mehrwert oder Zins bezeichnen.

Am Ende der Akkumulation von Geldansprüchen steht im Kapitalismus die Zahlungsunfähigkeit der Schuldner.
Spätestens dann bricht das System zusammen.

Die Gläubiger können sich damit trösten, im Laufe der Zeit mehr Zinserträge gehabt, als Geld verliehen zu haben, denn das ist irgendwann weg.

10 Jahre Euro

Wahrlich eine Erfolgsgeschichte und wie länderverbindend!
Statt einen Jubeleuro prägen zu lassen, hätte man den armen Griechen lieber ein paar Notgroschen schenken sollen. In der Haut des Normalbürgers Griechenlands möchte ich wahrlich nicht stecken.

Die EU, nach unten treten, nach ob buckeln

Telepolis: Stelios Chrysostomidis: Schauen Sie, viel Geld ging in der Korruption und den Schmiergeldern verloren. Das waren Unsummen, Milliarden. Die griechische Politik versteckt sich nun hinter eigens dafür geschaffenen Amnestiegesetzen. An im europäischen Ausland sitzende, an der Korruption beteiligte Firmen kommen wir nicht dran. Wäre es nicht endlich mal an der Zeit, dass die in alles andere und besonders in die Bürgerrechte und Steuerschrauben eingreifende EU hier mal zugreift? Schließlich könnte man, wenn man wollte, die zu Unrecht dem Staatssäckel entzogenen Gelder und Kapitalanlagen sehr leicht konfiszieren, wenn man nur den Willen dazu hätte.

Zeit: Schöne Waffen für Athen
Griechenland ist nach Portugal der größte Abnehmer deutscher Waffen

2010 betrug der griechische Rüstungsetat fast sieben Milliarden Euro. ...
Unter Griechenlands EU-Partnern gibt es nur wenige, die sich öffentlich dafür aussprechen, die griechischen Rüstungsvorhaben umgehend und für lange Zeit zu stoppen.

völlig richtg Archimedes

Es ist ja eigenlich nur die Frage, WANN und nicht OB es auch bei bei uns zum finanziellen Zusammenbruch kommt.

@ Fauchie

Doppelt so hohe Renten wie in Deutschland? Pensionen von denen unsere hochversorgten staatlich alimentierten Penisonäre träumen können? Woher hast du denn deine Weisheiten?

Die Durchschnittliche Rente in Griechenland lag im Jahre 2007 (direkt vor der Krise und allen folgenden Sparpaketen) bei 617 Euro (im Vergleich dazu in Deutschland 947€ in 2007). ⅔ der griechischen Rentner hatten in dem Jahr eine Rente von unter 600€.

Und nun überdenk deine Aussage noch mal, und frag dich was nach den vielen Sparprogrammen noch von den Zahlen von 2007 übrig bleibt.

Nicht ohne Grund hat sich die Zahl der Obdachlosen in Griechenland vervielfacht, und werden Kinder vermehrt von ihren Eltern an Soziale Einrichtungen ähnlich den SOS-Kinderdörfern oder Pflegefamilien überlassen weil sie diese nicht mehr ernähren können.

DIe Troika aus EU, IWF und Weltbank zwingen mit ihren Sparauflagen das Land in die Knie und beerdigen die eh schon geringen Sozialen Standards in Griechenland.

@Archimedes

"Der Zinseszinseffekt lässt Geldguthaben exponentiell anwachsen."

Die Inflation läßt Geldguthaben exponentiell an Wert verlieren.

Da würden Sie mir doch zustimmen?

Und an all die Kritiker des Zins-Systems. Wenn ich Geld habe, und mir eine Videothek kaufe, und die DVDs verleihe, wollen Sie dann von mir die DVDs OHNE LEIHGEBÜHR bekommen?

Wenn ich Geld habe, und ein Haus kaufe und es vermiete, WOLLEN SIE DANN OHNE MIETZINS ZU ZAHLEN UMSONST DORT WOHNEN?

Wenn ich Geld habe, und Sie wollen es von mir ausleihen, weil SIE eine Videothek kaufen wollen (vielleicht können Sie so etwas besser als ich, wer weiß...), WOLLEN SIE DANN DAS GELD UMSONST VON MIR BEKOMMEN, UND ICH SOLL NACH 10 JAHREN FROH SEIN, wenn ich den Nominalbetrag von Ihnen zurückerhalte, während die Inflation 40% des Wertes verringert hat?

DAS IST DOCH NICHT IHR WERTER ERNST?

Wo bleibt die Demokratie?

Man sieht es ja schon lange aber gerade angesichts der Gewalt auf den Straßen ist es wirklich nicht mehr zu übersehen: es gibt in Griechenland ein massives Demokratiedefizit.
Das rechtfertigt nicht die Gewalt aber es erklärt sie.

Frage ?

Hier steht ja eigendlich nur noch die Frage im Raum,wenn Griechenland ganz an die Wand gespielt ist,wär folgt als nächster Staat?Und wo nehmen die in der EU dann das Geld her.Oder stehen die dann mit Sammelbüchsen an jeder Straßenkreuzung?

Jahrelang: EU/DE, gr. Politik und Volk: Augen zu und durch?

Im Grunde genommen haben die gr. Politiker ihr Volk jahrelang im Unklaren gelassen über die Quellen ihres Wohlstands. Schon vor dem Eurobeitritt 2001 waren genug Schulden da.
Bereits damals wären Schuldenschnitte bzw. Umschuldungsverhandlungen mit den privaten Gläubigerbanken nötig gewesen.
Der Eurobeitritt - hier schlossen die dt. Aufpasser und das damals nicht befugte Eurostat die Augen auch vor den Bilanzverfälschungen- brachte Aufschub.
- Erhalt des Ratings und billigere Zinsen
- v.a. der dt. Exportmotor erhöhnt den Außenwert des Euro bis 1,60$ 2007 und damit leistungslos die Importkaufkraft
- Chinas WTO-Beitriit mit USA/EU-Hilfe verdrängt die gr. Exporte, verbilligt per Dumping aber die Importe gg. $ für den Konsum weiter
- die Staats(vettern)wirtschaft weitet sich aus und verteilt so die Kredite auf die privaten Haushalte - bis fast auf dt. Konsumniveau (16.100€:15.300€ 2010 = 96%)
- die staatlich geduldete Steuerhinterziehung erhöht Kaufkraft und Lebensstandart dabei weiter.

@Smokings

"Allerdings halte auch ich Zins für nicht so problematisch, Zinseszins, durch Schulden mit Schulden bezahlen entstehend ist allerdings ein Problem."

Das ist aber nicht Schuld des "Systems" oder der "bösen Banken". Die Schuld liegt beim verantwortungslosen Schuldner, der sich sagt "nach mir die Sintflut".

Und mein Vergleich weiter oben ist eigentlich sehr klar und einleuchtend. Sie müssen nur akzeptieren, daß Waren in unserer heutigen Gesellschaft einen Wert haben, den man als Geldbetrag ausdrücken kann. Sie müssen nur akzeptieren, daß man Waren mit Geld kaufen und verkaufen kann. Dann werden Sie verstehen, daß man selbst Geld nicht umsonst verleihen möchte.

Tun Sie das etwa? Dann bitte ich um Ihre Kontaktdaten, ich möchte mir gerne EUR 100.000 zinslos bei Ihnen ausleihen. In 10 Jahren gebe ich Ihnen den Nominalbetrag (d.h. genau Ihre 100.000 Euro) zurück. Einverstanden?

Sie waren doch bestimmt schon mal im Supermarkt. Bezahlen Sie da mit Viktualien oder im Tauschgeschäft?

Eben.

Ich bin kein Kritiker des

Ich bin kein Kritiker des Zins-Systems.
Kann halt nur mathematisch nicht funktionieren. Die Erde dreht sich ja trotzdem weiter ;-)
außer man
glaubt an den maya-kalender lol

@Archimedes: Wealth of Nations bitte lesen

Sie schreiben: "Die meisten Menschen glauben, die derzeitige Entwicklung beruhe auf Unfähigkeit der Politiker und Gier der Märkte."
Zum ersten Teil: Die erste Beobachtung sollte bzgl. der griechischen Politiker unstrittig sein. Sie haben die Misere verursacht und auch zu verantworten. Wer sich mit Staatsschulden die Wähler gefügig macht, der ist eben verantwortungslos. Wenn der Wähler dies nicht durchschaut, dann ist er ....
Zum zweiten Teil: Wenn Sie eine ökonomische Ausbildung hätten oder sich intensiver mit ökonomischen Sachzusammenhängen befasst hätten, dann wüssten Sie, dass unsere Marktwirtschaft auf dem egoistischen Prinzip jedes einzelnen beruht. Als Literatur empfehle ich Ihnen den Klassiker von Adam Smith "The Wealth of Nations". Danach ist die "Gier" der Wirtschaftssubjekte nicht negativ, sondern eine positive Eigenschaft!
Was passiert ist: Die Spieler (Beispiel griech. Politiker) haben sich an die Spielregeln vernünftigen wirtschaftens nicht gehalten.
Ferner behaupten Sie: "... die Misere vom Gebrauch des Geldes kommt..."
Sie wollen wohl zur Tauschwirtschaft der Steinzeit zurückkehren. Völliger Unsinn.
Zum Zinseszinseffekt habe ich Ihnen empfohlen, sich doch mal in die Fachliteratur einzulesen. Sie schreiben immer noch diesen Quatsch.

Wenn man nur richtig hinschaut.....

....wird jeder erkennen, was EU und Demokratie............ bedeutet...Verelendung, Billiglohn, Hartz4, Minirenten, Arbeitslosigkeit, zusammengefasst Verarschung der kleinen Bürger.

Das Kapital aus Reichen, Superreichen, Banken samt ihrer Zocker, Politiker, Promis, rümpfen nur die Nase und wollen nicht verstehen, dass nicht nur sie ein Leben haben.

Wo kommen nur all diese Verallgemeinerungen her wie z.B. die Griechen, die Deutschen, die faulen Arbeitslosen, die Beamten, der dumme unwissende Bürger, u.s.w., mal nachdenken.

Wir wissen es zwar alle besser, aber bedienen und genau all der Vorurteile und hacken auf denen herum die nichts für ihr bescheidenes Leben können.

Zeigt doch mal den griechischen Bürger der Waffen aus der BRD kauft, der sich Millionen erschwindelt hat, den der gezockt hat, den der sich weigert Steuern zu zahlen und sein Vermögen lieber im Ausland bunkert.

Hätte von euch allen denn einer nicht einen Job angenommen der sehr gut bezahlt wird !?

@Archimedes - Geld ist böse?

Geld ist eine kulturelle Errungenschaft. Ohne Geld hätten wir Tauschhandel und Arbeitsteilung nur in vorantiken Dimensionen. Ihren Blogbeitrag jedenfalls hätten Sie garantiert nicht geschrieben.

Ein Geldsystem generell und pauschal abzulehnen ist so dämlich, dass man darüber gar nicht diskutieren muss. Anders sieht es mit dem Zins aus. Den braucht man nicht unbedingt und einige Religionen ächten ihn sogar.

Allerdings wäre Wirtschaft und auch Privatleben ganz schön zäh ohne die Möglichkeit, Kredite zu bekommen. Und Kredite bedingen Zinsen, sonst finden sich keine Kreditgeber. Und die Sparer wären auch nicht zufrieden mit 0%.

Um aber auf GR zurückzukommen: Da der bisherige Wohlstand auf Pump finanziert war, macht es für die Bevölkerung keinen Unterschied, wenn Archimedes Zins und Geld abschafft: Der Lebensstandard sinkt empfindlich. Das, was GR selbst erwirtschaftet reicht nur für eine frugale Existenz, böser Kapitalismus her und gierige Banken hin.

übles Spiel

Regierungen wie zB. die Deutsche, verleihen Geld, das sie garnicht haben (das genaugenommen garnicht existiert) und zeigen mit dem Finger auf die Griechen....
Dieses Schauspiel könnte fast lustig sein, wenn- ja wenn am Ende dieser Kette nicht mit dem einzigen wirklichen Kapital dieser Staaten bezahlt werden müßte....mit der Arbeitskraft und Lebensenergie der Menschen...
Griechenland ist nur der Anfang und nicht so weit weg, wie es manchem scheint.

Immer weiter, immer höher, immer schneller ...

.
.
Das geht nicht gut. Dieser Turbo-Kapitalismus und die Globalisierung zerstören Demokratien und wird der Menschheit noch viel Leid bringen.

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

(Ghandi)

In Griechenland muss

sich das Geld nur dort holen, wo es unrechtmäßig sitzt:
bei Steuerhinterziehern und sonstigen Betrügern.
Mit Sicherheit nicht beim gemeinen Rentner oder geringverdienenden Arbeitnehmer, auch wenn das zahlenmäßig mehr bringt, weil es davon so viele gibt.
Nur leider kommen die Wahlkampfspenden von anderer Seite und das gemeine Volk ist einfacher beeinflussbar...

Mr. Reight1961

Als Ökonom sind sie also der klassische Haushälter also der Wirt oder Wirtschafter.

Na, wenn sie nichts anderes gelernt haben, können sie ja auch nicht den Arbeiter, kleinen Beamten und den normalen (kleinen Bürger) mit all seinen Sorgen und Nöten verstehen.

Sorry

@ Dana

Im Gesamtsystem entsprechen die Schulden den Guthaben. Verleiht nun die Bank dem Kreditnehmer Geld wird das zum Zurückzahlen notwendige Geld nur durch Kreditaufnahme (eines anderen) geschöpft und zwar von der Bank selbst (Giral). ---> Die Geldmenge steigt expotienziel an.
Wir brauchen nun also das "Wachstum" um der Geldmenge einen entsprechenden Wert gegenüberzustellen. Ansonsten gibt es Inflation.
Steigt jetzt die Geldmenge aber an ohne, dass dem ein Wachstum gegenüber steht (endliche Erde) muss die fehlende Geldmenge durch Verschuldung trotzdem erzeugt werden. Die Inflation ist dabei irrelevant. Auf der anderen Seite steigen die Guthaben um den gleichen Betrag. Das Reichtum verschiebt sich. (Arm-Reich-Schere).
Die Politik, die dafür verantwortlich wäre, tut genau Nichts dagegen (Abhängigkeit Finanzindustrie). Wie gesagt das geht ne Weile gut MUSS aber im Crash(Reset) enden.
Zu Ihren Bsp: Niemand soll Güter mit Verlust verleihen. Das hat Nichts mit dem Geldsystem an sich zu tun.

diese " einigung " wird nochmal 130 mrd verheizen.

Das war kein guter tag für das griechiche volk.
Nur eine kleine atempause vor den nächsten kürzungen.
Das zinssystem muss abgeschafft werden weil es eine spirale ist die egal ob erfolg oder mißerfolg sich immer schneller dreht und zum zusammenbruch führen muss.
Statt zinsen muss eine art beteiligung stattfinden die sich an den gewinnen und auch an den verlusten orientiert.
Es kann nicht angehen dass jemand der geld hinlegt und nichts weiter tut sich ein grosses stück vom real erwirtschafteten herausnimmt.
Nur wer real und längerfristig engagiert ist und auch das risiko akzeptiert soll auch am gewinn partizipieren,alles andere ist nicht akzepatel weil es uns allen schadet.
Man legt geld bei der bank für 2-4% an.Bank verleiht es für 6%-12% leiht sich von der bundesbank geld für 1% das ist ein schöner gewinn.Aber sie legt es in unternehmen an und gewinnt im durchnitt mind.8%.
Das gefährlichere sind die stimmrechte die bestimmen über Arbeitsplatzabbau oder verlegungen und andere dinge.

systemfrage

der fehler ist nicht bei der politischen bevölkerung zu suchen, sondern bei der tatsache, dass eben diese mit immanenten existenzbedürfnissen die rachen von menschen tilgen sollen die mehr geld haben als sie je ausgeben können. solange zahlungsverpflichtungen über der demokratie sprechen kann man auch nicht von eben dieser sprechen. in diesem sinne: arbeiter aller länder, vereinigt euch....

@Smokings

Ich stimme Ihrer prinzipiellen Aussage zu, dass auch deutsche Politiker der Versuchung nicht widerstehen können, über Wahlgeschenke, die in der Konsequenz zu einer höheren Neuverschuldung führen, Wähler für sich gefügig zu machen. In Griechenland hatten wir nun über sehr viele Jahre den Extremfall. Deshalb sehen wir nun dort auch den ersten "Gau".
Zum Schuldenschnitt: Ist Ihnen entgangen, dass neben dem 130 Mrd. Hilfspaket die privaten Gläubiger auf 100 Mrd. ihrer Forderungen "freiwillig" verzichten (müssen)?
Allzu gerne wird dies von den Kommentatoren mit dem klaren Feindbild "Banken" übersehen.

Ich war Gestern ab 17.30 am

Ich war Gestern ab 17.30 am Syntagma Platz, oder genauer gesagt, ich habe ab 17.30 Uhr versucht da hinzukommen. Ich bin Deutscher und lebe in Griechenland. Wenn ich die Berichterstattung der deutschen Medien sehe, glaube ich, dass ich im falschen Film bin.
Habe ich das nur geträumt, oder habe ich wirklich mit Hunderttausenden friedlichen Menschen auf dem Syntagma Platz gestanden, und wurde dann, ohne das es auch nur einen Hauch von Gewalt gab, mit Tränengas beschossen. In Menschenmengen welche flüchten wurde immer weiter Tränengas geschossen. Wo waren die „Radikalen“, welchen in das Parlament mit „Knüppeln“ wollten ?
Das Parlament wurde von Hunderten Polizisten einer Sondereinheit, welche mit Tränengas wie die Umzugswägen des Kölner Karnevals um sich geworfen haben, bewacht. Wie dumm müsste man sein, um zu glauben, dass man mit einem Knüppel da rein käme ?
Die Videos im YouTube Profile „Athen12022012“ (http://www.youtube.com/user/athen12022012) zeigen ein anderes Bild.

@Iniquitous

Die Zusammenbruchtheorie existiert schon seit Karl Marx und hat sich als falsch erwiesen. Fakt ist: Der Kommunismus ist zusammengebrochen.
Wenn die "Spieler" in einem marktwirtschaftlichen System sich an die grundlegenden Spielregeln des wirtschaftens unter Wettbewerbsbedingungen halten, dann kann von Zusammenbruch keine Rede sein.
Mit anderen Worten: Wenn Staaten sich nicht blind im Ausland verschulden und Grundprinzipien der Finanzwirtschaft beachten, dann funktioniert das marktwirtschaftliche System. Den von vielen fast herbeigesehnte Zusammenbruch der Marktwirtschaft sehe ich nicht. Eine vernünftige Alternative, die realistisch und nicht von verteilungsutopien geprägt ist, sehe ich ebenfalls nicht. Viel wirres Blabla gibt es, aber mehr auch nicht.

Mr.Reights1961

Mal als Ökonom gefragt. Was Glauben sie wurde jetzt in Griechenland gerettet ?

Banken, das Kapital oder Politiker und Reiche ?

Oder sieht für sie die Rettung so aus für die kleinen Bürger, oder wenn sie so wollen ,,die Griechen,, !?

Das darf so nicht bleiben!

Wir unterstützen ein Sparpaket, das die Kleinen und Mittleren in Griechenland dafür bestraft, was die Großen verbockt haben. Wenn so die EU ist, dann will ich die EU nicht!
Es muss doch nachvollziehbar sein wer Gesetze zu wessen Gunsten gemacht hat oder wer sinnvolle Gesetze übertreten hat. Solche asozielen Menschenfeinde sollte man weltweit suchen und bestrafen. Die ärgern mich mehr als die Taliban. Eine Verschärfung der unsozialen Verhältnisse in Griechenland und die Umverteilung in diesem Land kann von uns nicht gewollt sein.
Das wird sich doch auch auf unsere Verhältnisse als Arbeitnehmer ausweiten.

@Fauchie, @BlueFalcon

Vielen Dank BlueFalcon, diese Frage wollte ich Fauchie auch schon stellen. Diese und ähnliche "Fakten" (Griechen zahlen keine Steuern, arbeiten nur bis 50, haben ein großartiges Sozialsystem, ...) werden bei der Griechenlanddiskussion ständig wiederholt aber niemand nennt die angeblichen Quellen. Aus diversen beruflichen Griechenlandaufenthalten kenne ich eher das Gegenteil: Leute deutlich über 70 waren die Wirte meiner Pensionen oder Verkäufer auf dem Markt.
Als Alternative für belastbare Fakten kann ich nur den "European Economic Forecast" der EuroStat(zuletzt im Herbst 2011 erschienen) empfehlen. Dieser listet unter anderem auf dass es die "unfähigen" griechischen Politiker (@ Mr.Right1962) geschafft haben die staatliche Neuverschuldung von 16,2% des Brutosozialproduktes im Jahr 2008 auf fast die Hälfte (Prognose: 8,5-9%) im Jahr 2011 zu senken. Wenn man bedenkt dass das BSP in diesem Zeitraum sicher nicht gewachsen ist, finde ich das schon sehr beachtlich.

Platon ist nicht System relevant

Warum haben eigene Länder in der EU so viel, der Sparpaket
bringt Hunger und Tod für Alt und Jung. Man rettet den Euro auf Kosten von Menschen. Das verlorene griechische Kapital liegt genau in den europäischen reichen Länder.
Was für eine Moral gibt es davon, Platon ist nicht System relevant....

@abcde

Na ja, es ehrt Sie vielleicht, daß sie auch auf das Mitleidsgedusel hereinfallen. Vielleicht lesen Sie mal den heutigen Focus Money online. Es ist nichts ungewöhnliches, daß Eigentümer länger arbeiten. Das ist in Griechenland nicht anders als bei uns. Mein Nachbar ist auch schon Jahrzehnte auf dem Wochenmarkt und arbeitet dort immer noch. Warum wohl? Der hat schon ein paar Häuser vermietet, seine Kinder studieren alle oder sind schon fertig. Fakt ist, den Griechen ging es zu gut, deswegen sind sie schon seit Jahren pleite und leben vom Fleiß der anderen. Im Prinzip haben sie auch nie etwas anderes gemacht.

Mit weniger auskommen müssen

Die Griechen müssen jetzt lernen mit weniger auszukommen...leider. Noch schlimmer ist es, dass die neuen Generationen die Arbeiten möchten, keine Arbeit finden...

Ich hoffe es werden Arbeitsplätze in GR erschafft, denn die Griechen sind generell gut ausgebildet und lernen auch schnell, dass bewiesen sie oft genug im Ausland

Sichtweise mal umdrehen

Vorweg, wir haben wunderschöne Zeiten in
Griechenland erlebt und dort einen lieben Freund
gewonnen (Taxifahrer in Athen, 64 Jahre alt).
Dieser kluge Mensch hat vor fast 3 Jahren das
heutige Szenario vorausgesagt und auch schlüssig
begründet. Er meint heute noch, Europa hätte damals
seiner Regierung schon auf die Finger klopfen
müssen.
Und nun die andere Sichtweise:
Fast beschämt äussert er heute, die Leute die in
Griechenland das Sagen haben, würden im umgekehrten
Falle für Deutschland keinen Finger rühren.

Und Ehrlosigkeit geht halt für ihn, einen stolzen
Griechen (der jetzt noch arbeiten muss), gar nicht.

Möcht´ ich mal so stehen lassen.

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