Kommentare - App-Klage: Kompromiss "eine medienpolitische Entscheidung"

08. Februar 2012 - 08:03 Uhr

Die Intendanten der ARD haben bei einem Treffen über die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Online-Angebote beraten. Hintergrund ist die Klage von Zeitungsverlegern gegen die tagesschau-App. Gesucht wird ein Kompromiss. Dabei gehe es um eine "medienpolitische Entscheidung", so die ARD-Vorsitzende Piel.

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Kommentare

Beispie Depublishing

Bitte lasst euch nicht wieder über den Tisch ziehen. DI eBürger zahlen GEZ und vollen öffentliche Berichterstattung

GEZ Gebühr mal richtig genutzt

Da werden die GEZ Gebühren mal ordentlich verwendet, da wird eine APP erstellt die übersichtlich und umfangreich ist, da wird eine APP erstellt die besser ist als von anderen Interessengruppen wie Bild, Focus, etc.

Und was ist die logische Konsequenz?

Die wo es nicht besser machen wollen, wollen das das bessere verschwindet, man ist ja nicht mehr dafür da den Bürger umfangreich zu informieren, darum geht es ja nicht mehr, es geht nur noch um den eigenen Geldbeutel, da wird versucht Konkurrenten aus dem Weg zu räumen, ...

Schlimm sowas, ich für meinen Teil hoffe das die Tagesschau APP so bleibt wie sie ist, man kann sich hinlegen und einfach den Livestream laufen lassen, da gibts noch andere Informationen die einen gerade interessieren, weil sie aktuell sind, ach echt praktisch.

Liebe Tagesschau, macht das es so bleibt.

Zaldure

Also ich nutze das App.

Also ich nutze das App. Allerdings auch das von Magazinen wie Stern/Spiegel/Focus. Ich nutze auch die Webpräsenzen. Eigentlich nutze ich jede Möglichkeit um an aktuelle Nachrichten zu kommen und ich gestehe, dass mir die Meldungen meiner Tageszeitung im Briefkasten morgens meist schon bekannt sind.
Das was diese App nicht leisten kann sind regionale Meldungen. Das ist der Grund warum ich die Tageszeitung noch abonniert habe - und weiterhin abonnieren werde.
Schlussendlich zahle ich GEZ und die Präsenz via App halte ich für legitim.

Das Gezeter der Branche dagegen nicht. Wir befinden uns im dritten Jahrtausend aD. Da muss auch die Printmedienbranche langsam mal umdenken.

Ich muss ehrlich sagen, dass

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht mehr wüsste wofür ich noch GEZ zahlen sollte, wenn der Internetauftritt der Tagesschau auch noch beschnitten wird. Für die ZDF Mediathek oder soetwas sicher nicht. Da sollte man dann vielleicht darüber nachdenken, andersherum, wie andere Anbieter auch, ein Abo anzubieten und nicht jedem Internetnutzer in Dt. ohne Fernseher ausgiebige Nutzung der Öffentlichen Medien, mit Ausnahme dessen was sie am besten können - Nachrichten - vorzuwerfen.
Ich würde nur ungern auf irgendwelche Käseblätter umsteigen.

lächerlicher Streit

Soviel Streit um ein paar Verknüpfungen zu Topmeldungen des Tages ins Internet für das Smartphone - lächerlich. Aber schön zu wissen, dass beide Seiten nun aufeinander zugehen und den Dialog üben (müssen - da es dafür erst einen Richter brauchte). Wenn jetzt ARD und Verlage ihren Streit hinter den Kulissen austragen und Informationen erst dann herausgeben, wenn es auch welche gibt, und Artikel wie diesen einfach in der Schublade liegen lassen, dann dürfte bald alles gut und friedlich sein, die ganze Geschichte im Sand verlaufen...

Ausgerechnet die WAZ. Die ist

Ausgerechnet die WAZ. Die ist inzwischen selbst im online-Bereich tätig und bedient sich dazu wohl auch eines Ablegers der Firma Euroweb, nennt sich WAZ online Service. Wenn man dazu mal googelt, findet man sehr interessante, erhellende oder vielleicht soll man besser sagen erschreckende Ergebnisse im Hinblick auf den Umgang mit Kunden. Siehe zum Beispiel: referenzkunden.info

@roebellian: Bald nur noch kostenpflichtige Inhalte

Da man wissen sollte, das die Tagesschau z.B. via iPhone ohne APP nicht zu empfangen ist, finde ich diesen Streit ganz und gar nicht lächerlich.

Das Gesetz wurde aufgrund von Druck der BILD, Burda und Co-Verlage verabschiedet.

Wenn Lobbyverbände zulassen, dass kostenlose Inhalte verschwinden, dann finde ich es nicht Richtig, dass solche Meldungen in die Schublade verschwinden.

Wo ist die sonst so hoch gelobte Freiheit? Dies gleicht meiner Ansicht nach einer Zensur! Bekanntlich regen wir uns darüber auf, wenn dies in anderen Ländern vorkommt.

Die Folgen für die

Die Folgen für die Nachrichtenwelt im Internet wären fatal, wenn das GEZ finanzierte Medienangebot wegfiele. Denn dann würden die "privaten" Seiten mal so richtig zeigen, wie Geld verdient wird. Entweder man wird mit Werbung zugemüllt oder an darf nur noch Kurzberichte lesen, weiteres ist kostenpflichtig. Ich hoffe mal dass sich die Verlagslobby nicht wie die meisten anderen Lobbys durchsetzen wird und wir weiterhin ein großes Onlineangebot genießen können.

Die Zeitungen sterben zwar

Die Zeitungen sterben zwar langsam, aber anscheinend doch schnell genug um rechtliche Schritte einzuleiten um sich diesen Markt zu sichern. Statt kompetente interessante Angebote bereitzustellen einfach erstmal klagen..

Verlassen?

Ich möchte mich nicht auf eine politisch gefärbte oder kommerziell ausgeschlachtete Berichterstattung (die teilweise kaum den Namen verdient) von Bild, WAZ usw. verlassen.
Ich würde mir sogar eine deutliche Ausweitung der Berichte der Tagesschau wünschen.

Gesetzlichen Informationsauftrag

Es geht hier nicht einfach um "Medienpolitik", wie Frau Piehl wohl unbefangen meint, sondern um den gesetzlichen Informationsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien als wichtigen Bestandteil unserer Demokratie.

Es ist im übrigen ungeheuerlich, dass das Interesse der zahlenden Zuschauer und der noch relativ unabhängigen Journalisten bei ARD und ZDF erneut zugunsten der primär auf Gewinn ausgerichteten Verleger mit Füßen getreten werden soll.

HIER muss unsere Verfassung geschützt werden.

Folgen der privatisierung

Da sieht man wieder, wozu privatisierung gut ist. Private versuchen, der gesellschaft werte wegzunehmen. Deren wunsch, öffentliche konkurrenz zu verhindern, ist verständlich - liegt aber nur im interesse dieser unternehmen. Unser interesse als bürger kann aber nicht sein, dass die medienlandschaft künstlich verarmt wird, nur damit diese unternehmen mehr profite machen.

Hier müsste politisch entschieden werden - aber die privaten gelten ja nach wie vor für viele als heilsbringer...

Medienpolitische Entscheidung

Ich hoffe, die "medienpolitische Entscheidung" fällt zugunsten der Martphone-/Internetnutzer aus.
Die Klage der Privaten ist eine Frechheit sondersgleichen. Ich würde den Prozess weiterführen und nicht im Hintergrund faule Kompromisse schließen. Auch das Gericht muss dann Farbe bekennen, obgleich Richter gerne die gütliche Einigung suchen, weil sie dann kein Recht sprechen müssen, was aber ihre eigentliche Aufgabe ist.

Die Zeitungen in ihrer heutigen Form werden aussterben

Eigentlich braucht es weder eine Tagesschau-App noch eine ZDF-App noch sonstige Apps, da man alle Nachrichten auch über den „normalen“ Browser erhält. Wer sich eine solche App auf sein Smartphone holt, dem fehlen offenbar Kompetenzen im Umgang mit Browsern wie Firefox, Safari, IE … :-)
In meinem Firefox sind die Schlagzeilen der Tagesschau immer als erstes zu lesen und werden stets aktuell gehalten … :-)
Welche Zeitung will den öffentlich rechtlichen Medien die Webseiten verbieten? Es käme auch niemand auf die Idee Autos oder Smartphones zu verbieten … :-)
Zeitungsverleger wie Musikverlage und Filmproduzenten haben hier einfach viel zu spät die Zeichen der Zeit erkannt und verschlafen. Das Urheberrecht bietet auch nicht unbedingt die Handhabe über klare und unzweifelhafte Definitionen Reportern und Musikern hier wirklich behilflich zu sein … :-)

Nur dafür zahle ich GEZ

Die Tagesschau-App ist das einzige, wofür ich Gebühren zahle, TV und dergleichen besitze ich nicht.

Schluss mit dem Kuh-Handel

Ich empfinde es als unerträglich, dass Piel und Herres nach allem, was bereits vorgefallen ist, immer noch eine "Einigung" mit dafür weder demokratisch noch sonstwie legitimierten Zeitungsverkäufern in Hinterzimmern anstreben. Die Sache gehört (mitsamt "Depublizierung" etc.) endlich vor's Bundesverfassungsgericht! Sonst nirgendwohin.

Standhaft-Bleiben

Ich nutze die App tagtäglich, sogar stündlich. Das liegt auch daran, das ich die Berichte der Tagesschau und Tagesthemen regelmäßig verfolge. Bildet für mich eine Einheit, da ich die Tagesschau in der ARD Mediathek gucke. Fände es schade wenn die App ihre Qualität verlieren würde!

Wo führt das hin?

Die Tagesschau ist eine der wenigen Portale, auf der man noch relativ objektive Berichterstattung bekommt. Trotz nicht-veröffntlichen von manch kritischen Kommentaren hier, ist die Redaktion wenigstens nicht so sehr von Werbekunden abhängig. Wenn die privaten das Durchsetzen wird es sicher immer weiter und weiter greifen.
Die Bevölkerung hat gar nichts davon. Das wäre wieder ein Beispiel für Lobbypolitik zu Lasten des Volkes, für große Konzerne.

Schon wieder Geheimverhandlungen!

Gerade setze ich mich noch mit dem ACTA-Übereinkommen auseinander (www.register.consilium.europa.eu/pdf/de11/st12/st2196.de11.pdf und www.vorwaerts.de/trackback/13724) undlese ich schon wieder von Geheimverhandlungen mit medien-und damit demokratiepolitischem Bezug. Das soetwas hinter verschlossenen Türen besprochen wird, ist unerträglich.

Ich hoffe, dass auch die Journalistengewerkschaften sich des Themas mit dem nötigen Nachdruck annehmen und die Öffendlichkeit das wissen lassen. Dabei muss es auch um den Personalschlüssel für Online-Journalisten gehen, um derend Arbeitsplätze es ja hier auch geht. Für politisch ernsthaft Engagierte ist es eine Zumutung, für Stellungnahmen bei tagesschau.de 8 Stunden oder noch weniger Zeit zu haben.

ich hoffe nicht,

ich erwarte ganz einfach, dass die verantwortlichen von ard und zdf sich wenigstens diesmal beinhart dafuer einsetzen, dass rechte, interessen und programmvermoegen der gebuehrenzahler nicht schon wieder privaten gewinnanspruechen geopfert werden, alles natuerlich unter dem deckmantel der wettbewerbsgleichheit.

ich muss bereits auf von mir bezahltes programmvermoegen fuer dieses pack verzichten, weil es aus den onlineangeboten von ard und zdf entfernt wurde, aber kein auch nur annaehernd adaequater ersatz dafuer durch die ach so gebeutelten privatmedien bereitsteht.

allerdings sind ard und zdf in einer misslichen situation, denn zu lange haben leute wie ex-programmdirektor struve mit den verantwortlichen des privatfunks wie kogel gekungelt.

jeder gebuehrenzahler sollte z.b. mal versuchen, von ard und zdf auskunft ueber den seinerzeitigen deal mit kirch zu erlangen, fussball-wm-rechte gegen olympiaarchiv von ard und zdf. da ist es dann mit transparenz vorbei.

also, die app bleibt!!!

Ich bin intensiver Nutzer von

Ich bin intensiver Nutzer von Tagesschau.de und erwaege die Nutzung der Mobile-App und ich lese auch Zeitungen und andere Printmedien. Ich schaetze (oder schaetzte) die Tagesschau gerade fuer Ihre Hintergrundberichte in Textform und habe das nie als Konkurrenz zu Printmedien empfunden. Jetzt zwingen uns die Verlage Position zu beziehen und eine Seite zu waehlen, indem sie statt selbst bessere Produkte anzubieten eine gute Informationsquelle wie die ARD weiter einschraenken wollen. Ich persoenlich habe meine Wahl getroffen; ich werde keine deutschen Zeitungen oder Nachrichtenmagazine mehr kaufen. Es kann nicht angehen, dass mein Geld verwendet wird um die ARD zu bekaempfen und im Uebrigen den Standard der Berichterstattung weiter auf das Niveau von Oberflaechlichkeiten absinken zu lassen. An die Damen und Herren Verleger; machen sie besseren Journalismus wenn Sie verkaufen wollen. Es wird langfristig nicht reichen nur das bessere Angebot der ARD kaputtzuklagen, um Ihre Jobs zu retten.

Die Ausweitung der

Die Ausweitung der "Grundversorgung" durch den ÖRR auf das Internet ist doch das Problem. Das Internet war da, und irgendwann beschliesst ein ÖRR, dass wir allein schon für einen Internetanschluss eine Gebühr zahlen (an die GEZ).
Hätten die Verlage dasselbe getan, hätte man drüber gelacht und es wäre zu Recht abgebügelt worden. Wieso hat der ÖRR dieses Recht, obwohl er nichtmal für die Infrastruktur aufkommt (ich zahle ja auch noch an die Telekom / den ISP).

Nein, die einzig gerechte Lösung ist auch in diesem Fall: Es wird das bezahlt, was gewünscht / genutzt wird (eigentlich ein Grundprinzip ...). D.h. so wie ich ein Abo für eine Zeitung erwerben kann, muss die GEZ-Teilnehmernummer einfach mit einem Passwort kombiniert werden.
Die Gerichte / ÖRR sagen, das sei mit Grundversorgungsauftrag nicht vereinbar. Kritiker sagen, die inzwischen wohl 9-10 Milliarden im Jahr sind Abzocke und die neue Haushaltsabgabe eine de facto Steuer.

Lasst die öffentlich-rechtlichen doch endlich mal in Ruhe!

Ich finde die Diskussion um die Tagesschau-App und andere in diesem Umfeld geführten Diskussionen unerträglich. ARD und ZDF sind für mich - auch wenn es spießig klingt - die Garanten für eine objektive und qualitätvolle journalistische Arbeit. Von den privaten Sendern und von den privaten Zeitungsverlagen kann ich das schon nicht mehr behaupten. Da werden ganze Seiten und Rubriken von anderen Zeitungen gekauft und eingebaut, PR-Artikel eingearbeitet, ohne diese zu kennzeichnen, Grenzen von Werbung und journalistischer recherche verschwimmen - kein Wunder, dass die Privaten ihre Felle davon schwimmen sehen. Für mich ist Tagesschau.de die wichtigste Informationsquelle über den Tag hinweg. Wenn da etwas wegfällt werde ich deswegen nicht zu den Privaten wechseln. Ich kann nur hoffen, dass diese Diskussion in der Öffentlichkeit geführt wird, sichtbar für alle, was hier passiert und wer dabei die Strippen zieht!

@clausi Nein, wir lassen sie

@clausi
Nein, wir lassen sie nicht in Ruhe. Internet ist grundsätzlich ein textnahes Medium, das haben schon andere erkannt.
Wieso die ÖRR hier bevorzugt werden (gesetzlich gesicherte Finanzierung : 9-10 Milliarden (!) im Jahr, trotzdem noch teilweise Werbung), erschliesst sich mir nicht. Die freie Presse zu sichern, steht auch im GG.
Wieso gibt es z.B. keine Qualitätsprüfung der Sendungen, wie bei der BBC?
Das BVerG hat selbst erkannt, dass die ÖRR als Institution die Tendenz zum Selbsterhalt und Vergrösserung hat (sinngemäss, kann ich gerne raussuchen).

Die ganzen Argumente gegen

Die ganzen Argumente gegen die App sind doch an den Haaren herbei gezogen.
Die Textform ist die minderwertigere Form die man dann wählt wenn einem die Bandbreite fehlt.
Der Mehrwert einer Zeitung im Vergleich zur Tagesschau ist nicht, das es Text ist, sondern der Umfang.
Will man also die Verlage schützen könnte man die Textlänge beschränken.
Ich nutzte die Tagesschau App derzeit in Sri Lanka, die Tagesschau als Video im Netz schauen wäre bei den bezahlbaren Bandbreiten eine Qual.
Ich zahle meine Rundfunkgebühren auch wenn ich im Ausland bin.Und wenn die ARF bereit ist mich auch hier mit Nachrichten zu versorgen, sollten ihr das keine Verlage verbieten.
Oder sind die Verlage bereit mir die Mehrkosten zu erstatten damit ich mir die Tagesschau als Video ansehen kann?
Dimitri Junker

keine Berlusconisierung erwünscht

Wir wollen keine Berlusconisierung unserer Medienwelt.
Die Öffentlich-Rechtlichen sollen in Ihren wertvollen Diensten nicht beschnitten werden.

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