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Ihre Meinung zu BGH-Urteil gegen Facebook nach Datendiebstahl

Im Streit um Schadensersatzansprüche nach einem Datendiebstahl bei Facebook hat der Bundesgerichtshof die Rechte der Betroffenen gestärkt. Die Entscheidung betrifft auch Tausende Klagen an Landes- und Oberlandesgerichten.

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27 Kommentare

Kommentare

Malefiz

Ein absolut gerechtes Urteil. Mehr muß man dazu nicht schreiben.

Der beste Datenschutz wäre aber sich nicht bei Facebook, bzw. META oder andere Social Medias registrieren zu lassen und oder auch nicht alles von sich preis zugeben! Der beste, bzw. schlechteste Datenschutz sitzt immer noch vor dem PC!

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saschamaus75

>> Der beste Datenschutz wäre aber sich nicht bei Facebook, bzw. META oder andere Social

>> Medias registrieren zu lassen

 

So sehr ich ansonsten Ihre Kommentare schätze, aber auch Ihnen scheint irgendwie nicht klar zu sein, daß meta.tagesschau.de ebenfalls eine SocialMedia-Plattform ist. =)

 

rolato

Meta tagesschau ist kein Vergleich, oder geben Sie oder jemand anders privates hier preis? Hier habe ich noch nichts dergleichen wahrgenommen, oder nicht mitbekommen.

Leser_Home

Mag zwar begrifflich stimmen, jedoch wenn man sich die Masse der hinterlegbaren Daten betrachtet, so sind beide in keiner Weise auch nur annähernd zu vergleichen!

Malefiz

Okay, im Grunde haben sie dabei recht.  meta.tagesschau.de hat bei mir eine andere Sinnhaftigkeit, da geht es um ernstere Themen!

M.Pathie

Am Tag, an dem in den USA jemand für "Medienaufsicht" unter Mump benannt wird, der de facto den Schutz vor Hassrede und Hetze abbauen wird, ist dieses Urteil ein kleiner Trost: Der Schutz persönlicher Daten und die eigene Kontrolle darüber ist in unserer Rechtsprechung weiterhin ein hohes Gut, bestätigt das heutige Urteil.

perchta

Wer sich in 'die Fänge' kommerzieller Anbiter von 'sozialen' Netzwerken begibt, der ist doch implizit schon lange fast damit einverstanden, dass seine persönlichen Daten durch das Netz vagabundieren. Herr Zuckerberg hat übrigens schon vor Jahren gesagt, dass so etwas wie Privatsphäre altmodisch ist und der Verganegenheit angehört.

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AuroRa

der ist doch implizit schon lange fast damit einverstanden, dass seine persönlichen Daten durch das Netz vagabundieren

Nope. Das BGH stimmt mir sogar zu. 

artist22

"Herr Zuckerberg hat übrigens schon vor Jahren gesagt, dass so etwas wie Privatsphäre altmodisch ist und der Verganegenheit angehört."

Klar, der Herr Zuckerberg entscheidet darüber, was fast einverstanden bedeutet. Sie sind wohl auch damit fast einverstanden, dass ihre Privatsphäre mich fast nicht mehr interessiert.  

perchta

Ja, es bestimmen die Herren Zuckerberg , Musk, Bezos und andere vom gleichen Schlag.

BTW.: Ich wüsste jetzt nicht, was Sie an meiner Privatsphäre interessieren sollte. Und Nein, ich mache bei dem ganzen 'sozialen' Blödsinn nicht mit.

M.Pathie

Zitat: "... implizit schon lange fast damit einverstanden..." Das hat das Geschmäckle von "selber schuld". Unser Rechtsstaat funktioniert da dankenswerterweise anders und formuliert klar das Gezndrecht auf informationelle Selbstbestimmung. 
Dass Mr.Zuckerberg das interessehalber anders sieht und sich mit Daten von Usern, die wie er "Privatsphäre altmodisch" finden die eigenen Gewinne versüßen will, steht diesem Grundrecht diametral entgegen.

Questia

@perch 16:38

| "Herr Zuckerberg hat übrigens schon vor Jahren gesagt, dass so etwas wie Privatsphäre altmodisch ist und der Verganegenheit angehört." |

Das kann er ja sagen -  damals (2010). Das bedeutet aber doch nicht, dass die Nutzenden seiner Produkte das auch so sehen. Und deswegen hat er seine Meinung mittlerweile auch geändert - seit min. 2019.

Und er scheint mir doch selbst "altmodisch" zu sein. Seine Privatsphäre scheint im lieb und teuer

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article120904532/Zuckerberg-zahl…

saschamaus75

>> Wer sich in 'die Fänge' kommerzieller Anbiter von 'sozialen' Netzwerken begibt, der ist doch

>> implizit schon lange fast damit einverstanden, dass seine persönlichen Daten durch das Netz

>> vagabundieren

 

Ähh, ich wäre nicht damit einverstanden, wenn z.B. meta.tagesschau.de, de.wikipedia.org, 40k-fanworld.de oder wiki.piratenpartei.de meine persönlichen Daten weitergeben würde. -.-

 

wenigfahrer

Wegen 100 Euro wird sich das für viele nicht lohnen, ich bin nicht betroffen weil nicht bei FB oder sonstigen bin, also wünsche ich den Betroffenen viel Glück.

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Questia

@wenig 16:52

| "Wegen 100 Euro wird sich das für viele nicht lohnen, ich bin nicht betroffen weil nicht bei FB oder sonstigen bin, also wünsche ich den Betroffenen viel Glück." |

Ihr Glück könnten die Betroffenen mittels Sammelklage finden. Dieses neue Rechtsmittel ist geradezu prädestiniert für solche "viel-Kleinvieh-macht-auch-Mist-Fälle".

Questia

Wichtig - 

Das sehe ich als ein wichtiges Grundsatzurteil. Es ermöglicht den Betroffenen jetzt ihre Schäden zu beziffern. Die, die schon eingetreten sind und die, die noch eintreten könnten und werden.

"Betroffene () haben nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vergleichsweise niedrige Hürden, um Schadensersatz zu bekommen. Sie müssen nur nachweisen, dass sie Opfer des Vorfalls waren. Es sei weder nötig, dass die Daten nachweislich missbraucht wurden. Noch müssten die Betroffenen Belege dafür liefern, dass sie nun in besonderer Weise beeinträchtigt sind." 

Zufriedener Optimist

Warum immer noch so viele Menschen FB und WA nutzen ist mir angesichts besserer Alternativen schleierhaft!

Völlig unverantwortlich finde ich wenn dies öffentliche durch Steuern finanzierte Einrichtungen machen… auch die ÖR könnten mit gutem Beispiel voraus gehen und Alternativen nutzen.

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Questia

@Optimi 17:49

| "Warum immer noch so viele Menschen FB und WA nutzen ist mir angesichts besserer Alternativen schleierhaft!" |

Besonders bzgl. WhatsApp ist der soziale Druck recht hoch. Wer da nicht mitmacht, ist schnell isoliert.

Eine Bekannte berichtete: Schulische Kommunikation ist ohne WhatsApp nicht möglich. Es besteht quasi ein Zwang zu dessen Nutzung, um über Unterrichtsausfälle, Stundenpläne, Hausaufgabenverteilung etc. informiert zu sein.

Das Argument mit der Nutzung durch Steuern finanzierte Einrichtungen zieht m.E. nicht, weil das bei anderen (kostenlosen) Anbietern auch nicht anders wäre. 

Silverfuxx

Im Grunde ja ein gutes Urteil, denn Facebook sollte auch sowas verhindern.

'Sowas' ist allerdings ja eigentlich nichts 'gehacktes', sondern alle für sich offen zugängliche Daten, die nur passend miteinander verknüpft worden sind, wenn ich das richtig verstehe.

Von daher sähe ich wiederum eher Facebook im Recht. Und wer seine Handynummer irgendwo öffentlich präsentiert, ist selber schuld und gehört bestraft. Weil das ist schon ziemlich dämlich. Zumal, wenn man der auch noch den Namen zuordnen kann.

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TeddyWestside

Seh ich auch so, hatte vorhin auch fast das gleiche geschrieben....

Lucinda_in_tenebris

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.  Datensicherheit und Internet sind allerdings zwei konträre Begriffe. Das sollte  endlich jeder verstehen, der es nutzt.

TeddyWestside

Ich bin ja normalerweise immer für Verbraucherschutz, für Privatsphäre und gegen große Konzerne, aber dieses Urteil (oder besser die Klage) versteh ich nicht. 

Nach allem was ich gehört habe, ging es nicht um einen Hack oder Ransomware, also keine Sicherheitslücke, sondern um Daten, die (by design) öffentlich zugänglich waren. 

Ich versteh weder, warum diese Daten von einer dritten Partei nochmal veröffentlicht wurden, noch versteh ich welches Problem die Kläger damit haben. Sie haben ja offensichtlich facebook genutzt und dort ihre Privatsphäreeinstellungen so gelassen, dass eh jeder darauf zugreifen konnte...

 

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Questia

@Teddy 18:25

| "Nach allem was ich gehört habe, ging es nicht um einen Hack oder Ransomware, also keine Sicherheitslücke, sondern um Daten, die (by design) öffentlich zugänglich waren." |

In dem Video-Beitrag wird der Datenzugriff noch genauer beschrieben. Außerdem soll die Vorinstanz klären, ob die jew. Betroffenen der Datenweitergabe zugestimmt hatten.

Nettie

„Sie müssen nur nachweisen, dass sie Opfer des Vorfalls waren. Es sei weder nötig, dass die Daten nachweislich missbraucht wurden. Noch müssten die Betroffenen Belege dafür liefern, dass sie nun in besonderer Weise beeinträchtigt sind“

In ständiger Sorge leben zu müssen, dass sie irgendwann missbraucht werden könnten, sollte allein schon tatsächlicher Schaden genug sein.

SirTaki

Der BGH hat ein Machtwort gesprochen. Gut so.

Fehlen jetzt noch Organisationen, Parteien, Regierung,  die diese Datenschleuder nicht noch als Kontaktbörse zu füttern und hätscheln.

Es gibt andere Social Media, die besser aufgestellt sind.

 

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