Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.

Ihre Meinung zu Welt-Aids-Konferenz: Zwei Spritzen pro Jahr schützen vor HIV-Infektion

Lenacapavir, das bisher in der HIV-Therapie eingesetzt wird, soll zu 100 Prozent vor einer HIV-Infektion schützen. Dazu muss es zweimal im Jahr gespritzt werden. Noch fehlen aber Studienergebnisse. Von D. Rengeling.

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45 Kommentare

Kommentare

draufguckerin

Diese Meldung bewegt mich zutiefst. Obwohl die Ergebnisse zuverlässiger Studien noch ausstehen: Wenn diese schreckliche Krankheit endlich eingedämmt würde, wäre das ein Traum. 

Dank an die WissenschaftlerInnen, die jahrzentelang daran geforscht haben. 

Dank an alle SpenderInnen, die die Forschung finanziell unterstützt haben.

Und vor allem auch Dank an die Erkrankten, die mit ihren Körpern zur Erforschung und Behandlung der Krankheit beigetragen haben.  

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Questia

Ich schließe mich an.

Alm Huck

Ich kann mich Ihnen an dieser Stelle nur anschließen.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie 1990 das bundesweite erste sog. AIDS-Hospiz im Schwarzwald eröffnet wurde (und das auch noch ausgerechnet von Ordensfrauen der Franziskanerinnen in Gengenbach). Während meiner Pflegeausbildung konnte ich miterleben, welch wertvolle Arbeit dort geleistet wurde. Mit therapeutischen Fortschritten wandelte sich mit der Zeit das Klientel. Wenn sich die Hoffnungen bzgl. Lenacapavir bestätigen, wäre das ein echter Meilenstein. 

Schiebaer

Auch ich schließe mich an.Danke !

Lucinda_in_tenebris

Sie haben das wunderbar ausgedrückt.  Standing Ovation

stgtklaus

Endlich ohne Gummi in Puff ? Löst das denn das Problem ? Wie waren denn die Ergebnisse der Kontrollgruppe ? Denn die meisten schützen sich ja anders.

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werner1955

Löst das denn das Problem ?
Nein. 
Es hoft die Folgen zu mildern. Gut das dei Forschung hie rlangsam Fortschritte macht. Aber fast alle HIV erkranken hätte durch persönliche Verhalten diese verhindern können. 

Alm Huck

Aber fast alle HIV erkranken hätte durch persönliche Verhalten diese verhindern können. 

---Ich stimme Ihnen zu, dass es hilfreich wäre, wenn die Menschen sich mehr Gedanken über Infektionsschutz vor dem Sexualverkehr machen würden. Aber "fast alle" hätten eine Ansteckung verhindern können? Halte ich für eine sehr gewagte These. Da reicht für mich allein schon der Blick auf die vielen Kriege in der Welt, wo Frauen/ Männer teilweise systematisch vergewaltigt werden und auch angesteckt werden...

werner1955

Ok.
Dann eben sehr viel in unseren freien rechtstaatlichen Demokratien .
Besser? 

Alm Huck

Lieber werner1955,

ich habe Ihnen schon insofern zugestimmt, dass es besser wäre, wenn die Menschen sich mehr Gedanken über Infektionsschutz beim Geschlechtsverkehr machen würden. Andererseits habe ich gelernt, die Menschen als Menschen zu nehmen und damit auch so manches unvernünftiges Handeln. 

Aber wir sind uns immerhin darin einig, dass es gut ist, wenn die Forschung hier Fortschritte macht, egal ob es nun "fast alle" oder "sehr viele" betrifft. 

Alter Brummbär

Also wie bei allen anderen Geschlechtskrankheiten auch?

Alm Huck

Endlich ohne Gummi in Puff?

---Nun, es gibt da ja immer noch so nette Erkrankungen wie Syphillis, Tripper, Herpes zoster, Chlamydien, Feigwarzen etc. Müssen aber Sie entscheiden, ob Sie dieses Risiko eingehen wollen (und natürlich müssten Sie das mit den SexarbeiterInnen abklären und dann vielleicht doch eher auf dem Straßenstrich?)

Ob "das Problem" damit gelöst ist? ---Was genau meinen Sie, was das Problem ist? Und gelöst ist erst einmal gar nichts. Es ist "nur" eine Meldung, die Hoffnung macht, dass sich das Leben für viele Menschen bessern könnte.

Falls Sie mehr über die Studie wissen wollen, können Sie auch z.B. hier schauen:

https://www.aidshilfe.de/meldung/hiv-prep-lenacapavir

Kaneel

Herpes zoster ist keine Geschlechtskrankheit.

"Herpes zoster, auch unter dem Begriff Gürtelrose bekannt, wird durch das Varizella-zoster-Virus ausgelöst, das bei Erstkontakt, meist im Kindesalter, Varizellen (Windpocken) verursacht. Nach Abklingen der Varizellen verbleibt das Virus lebenslang in den Nervenzellen und kann zu einem späteren Zeitpunkt als Herpes zoster wieder auftreten ( Virus-Reaktivierung).

Typisch für Herpes zoster ist zunächst ein brennender Schmerz, gefolgt von einer zumeist halbseitigen, bandartigen Ausbreitung von Bläschen in dem zum betroffenen Nerv gehörenden Dermatom/Hautareal. Am häufigsten treten die Symptome an Rumpf und Brustkorb auf, aber sie kommen auch im Bereich des Kopfes vor. Nach Abheilen des Hautausschlages kann ein Nervenschmerz (sog. Postherpetische Neuralgie oder Postzosterschmerz) in der vormals betroffenen Hautregion noch mehrere Monate bis Jahre anhalten."

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Herpes_zoster/FAQ-Liste.html

Alm Huck

Hihi, da haben Sie recht. Das passiert, wenn man zu schnell tippt. Ich meinte die Herpes simplex Viren (Genitalherpes). Danke für die Korrektor. 

Robert Wypchlo

Die Menschen essen ja auch nicht gerne die Tafel Schokolade mit Papier. Die Menschen sind eben bequem 

KowaIski

Endlich ohne Gummi in Puff ?

Unsäglicher Kommentar.

Questia

Spritze - 

Halbjährlich eine Spritze - statt Impfung - ist wie Impfung und wäre eine tolle Perspektive.

Ich hoffe, dass die Studien Erfolg haben.

RockNRolla

Vorher aufpassen hilft auch. 

So wurde das in den 80ern auch erklärt. 

Und bei der überragend großen Mehrheit hat es auch gut geklappt.

Denn sonst hätte sich die Menschheit bis zum Jahr 2000 halbieren sollen. 

Da haben die Experten wohl etwas zu schwarz gesehen.

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Kokolores2017

"etwas zu schwarz gesehen"

Die 36 Millionen, die bisher gestorben sind oder elend dahin siechen mussten, würden wohl liebend gerne 2 kleine Piekser im Jahr in Kauf genommen haben, um sich dieses Schicksal zu ersparen.

Zudem war es ja auch so, dass Menschen, bis sie wussten, dass sie infiziert waren, schon mehrere anstecken konnten, die ihrerseits wieder Menschen ansteckten. Infizierte trauten sich oft nicht, dies ihren festen Partnern einzugestehen - was Mord gleichkommen konnte. In den Umbruchjahren Südafrikas und in kriegführenden anderen Ländern Afrikas grassierte AIDS durch Unkenntnis und auch, weil Vergewaltigungen als Kriegswaffe üblich sind.
Immer noch sterben jährlich Hunderttausende, meist in den Entwicklungsländern. Aber für Sie muss es wohl gleich die Hälfte der Menschheit sein, solange es Sie nicht betrifft, andernfalls wären die Experten wohl die Inkompetenz in Person, weil sie nicht schnell genug geforscht und Arzneimittel zur Rettung entwickelt hätten.

RockNRolla

36mio? 

Klingt nach sehr viel. 

Sind rund 800.000 im Jahr.

Bei ca 55mio Sterbefällen weltweit.

Ein riesiges Problem ist das nur für die einzelnen Betroffenen.

Die Experten redeten über eine Halbierung der Weltbevölkerung.

 

 

Coachcoach

Die konnten kein Mathe.

Spiegeleye

Da soll noch mal jemand behaupten, es gäbe zur zeit keine guten Nachrichten mehr. Freut mich wirklich! :-)

Coachcoach

Schön, Dann f..reut euch man kräftig.

Wir ja auch Zeit.

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harpdart

Was soll dieses lächerlich machen.

Es ist eine gute Nachricht, vor allem für Millionen Menschen in Afrika.

Robert Wypchlo

Ha ha ha ha ha. Nach zwei Jahren Corona-Pause, in denen praktisch kein Mensch irgendwas über AIDS geredet hat und so getan wurde, als gäbe es AIDS überhaupt nicht oder nicht mehr, hat man nach dem Ende der Maskenpflicht im Jahre 2022 nun plötzlich zwei Jahre später wieder AIDS in der Berichterstattung entdeckt? AIDS hat bereits seit dem Beginn der 1980er Jahre doch gewütet.

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Questia

@Wypcho 20:27

| "Nach zwei Jahren Corona-Pause, in denen praktisch kein Mensch irgendwas über AIDS geredet hat und so getan wurde, als gäbe es AIDS überhaupt nicht oder nicht mehr," |

Komisch. So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein. Denn gerade im Rahmen der Corona-Berichterstattung habe ich oft von dem Bezug zu Aids als bis dato bekannte tödlichste Epidemie gelesen.

Und jetzt gibt es wieder einen - durchaus postiven - aktuellen Anlass, über AIDS/HIV zu berichten.

Und mir fällt ein. Gerade vor zwei Tagen habe ich das hier im Radio gehört anläßlich der Welt-Aids-Konferenz.:

https://www.deutschlandfunk.de/sorge-um-fortschritte-im-kampf-gegen-aid…

KowaIski

Ha ha ha ha ha. Nach zwei Jahren Corona-Pause, in denen praktisch kein Mensch irgendwas über AIDS geredet hat und so getan wurde, als gäbe es AIDS überhaupt nicht oder nicht mehr

Ha ha ha? Ich finde dieses Aufmerksamkeitsdefizit eher peinlich. AIDS war immer im Fokus, wenn man sich für die Problematik interessiert hat.

R A D I O

Es gibt seit 1985 die Aids-Welt-Konferenz, seit Mitte der 1990ern alle 2 Jahre. Dieser Tage findet sie in München statt. 2022 fand sie in Montreal statt, in Juli 2020 wegen Covid virtuell.

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sebo5000

Was wollen Sie mit Ihrem Kommentar mitteilen...?

R A D I O

War eine Antwort an User Robert Wypchlo (20:27), anscheinend habe ich den  Antwortlink nicht getroffen. Damit will ich ihm sagen, dass über AIDS auch die letzten Jahre gesprochen wurde, während Corona ebenfalls. Er sich also keine Sorgen machen muss, vielleicht möchte er nun die nächsten Jahre aufmerksamer die Berichterstattung über AIDS verfolgen. Ich z.B. habe während Corona zusätzlich auch noch über Fußball, über das Mittelalter, über Juckreiz hinterm Ohr, über Kriege, über das Universum, über Adelsgeschlechter, über Literatur, über Musik und noch viel mehr Sachen Presseberichte und zur Vertiefung hier und da noch Fachliteratur und Krimis gelesen - alles freiwillig.

sebo5000

Achso, danke für die Aufklärung

Nettie

"Wir haben theoretisch eine neue Präventionsmöglichkeit mit einer Spritze alle halbe Jahre, die zu hundert Prozent vor der HIV-Infektion schützt", sagt der Arzt und Aids-Forscher Hendrik Streeck vom Universitätsklinikum Bonn.

Wenn es gelingt, alle Mitglieder gefährdeter Gesellschaftsgruppen sicher und wirksam vor dem mit einer HIV-Infektion verbundenen Verlust an Lebensqualität (durch den Zwang zur regelmäßigen Einnahme einer Unmenge starker Medikamente, um überleben können) zu schützen, sollte das „Problem der Kosten“ der Impfung auch unabhängig von den dann entfallenden Kosten für diese Medikamente vernachlässigbar sein.

Malefiz

Sorry, aber gegen was soll man sich denn noch alles spritzen lassen? Haben sich die Menschen eigentlich mal überlegt, daß es gegen die Natur ist, daß ein Mensch länger lebt als es die Natur normalerweise zuläßt wenn man sich mit allen Mittelchen vollpumpt? Es hat irgendwo schon einen Sinn mit dem WWW!

Wann, Wo, und Wie man stirbt!

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sebo5000

Hä?

Questia

@Malef 21:09

| "daß es gegen die Natur ist, daß ein Mensch länger lebt als es die Natur normalerweise zuläßt wenn man sich mit allen Mittelchen vollpumpt" |

Würden sie diese Kritik im Rahmen von Drogenmissbrauch anbringen, könnte ich sie noch nachvollziehen.

Denn diese Krankheiten, AIDS und auch Covid, sind doch gerade deswegen auf uns Menschen übergesprungen, weil wir die Natur nicht Natur sein lassen, sondern ihr unnatürlich nah auf die Pelle rücken.

Gerade in Afrika ist die Zahl der Waisenkinder groß, die ihre Eltern wegen AIDS verloren haben. Ein günstiges präventives Präparat könnte dies verhindern. 

KowaIski

Sorry, aber gegen was soll man sich denn noch alles spritzen lassen?

Gegen Wissenschaftsfeindlichkeit gibt es leider kein Medikament.

FantasyFactory

Was genau meinen Sie ?? Die sind alle selber schuld oder so........ ??? 

KowaIski

… daß es gegen die Natur ist, daß ein Mensch länger lebt als es die Natur normalerweise zuläßt …

Soll das heißen, dass es im Sinne der Natur ist, dass Menschen an Infektionskrankheiten sterben sollen?

Questia

@Malefiz 24. Juli 2024 • 21:09 Uhr

| "Sorry, aber gegen was soll man sich denn noch alles spritzen lassen" |

Sie sollen doch nicht - könnten aber.

Es gibt bestimmt Menschen, die diese Möglichkeit als Segen betrachten.

Kaneel

Es geht um Menschen, die aufgrund von Krankheiten frühzeitig sterben, die verhinderbar, therapierbar oder heilbar sind. Wollen Sie diesen die Chance auf ein "nomal" langes Leben verwehren?

KowaIski

Die Bill und Melinda Gates Stiftung hat sehr klug und mit langem Atem die Forschung an Lenacapavir gefördert - unter anderem an der Universität von Leeds in England und Princeton in New Jersey, USA. Peinlich, dass die Querdenker Bill Gates so als Feindbild in ihr einseitiges Verschwörungs-Narrativ genommen haben.

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Bernd Kevesligeti

Und Sie legen sich ins Zeug, für die Neoliberalisierung der Gesundheit. Und welche Rolle spielt Gates noch, zum Beispiel in Afrika, grüne Revolution, Saatgut ?

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