Photovoltaikanlagen stehen vor dem Hauptsitz des Unternehmens SMA Solar Technology.

Ihre Meinung zu Steht die deutsche Solarindustrie vor einem Comeback?

Nach der großen Pleitewelle in der Solarbranche vor rund zehn Jahren verschafft die Energiewende der Industrie wieder Rückenwind. Zu den Gewinnern zählt der Solartechnikhersteller SMA Solar.   

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89 Kommentare

Kommentare

ich1961

Das hört sich alles gut an und ich wünsche den deutschen Unternehmen viel Erfolg.

Und wenn dann noch die Auflagen (für die Privatbetreiber) abgebaut werden, steht einem Erfolg ja wohl nichts mehr im Wege.

 

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werner1955

die Auflagen?

Also ich wpnsche mir das zuerst mal die seit 30 jahren vorhandenen massiveb Subventionen abgebaut werden. Erneuerbare Energieförderung nur noch wenn Sie in DE produziert werden und mit einem eigen Speicher für einige 50% der Betriebszeit ausgerüßtet sind.  

Nettie

"Steht die deutsche Solarindustrie vor einem Comeback?"

Wäre gut, wenn das möglich gemacht würde. Gilt übrigens nicht nur für die deutsche, sondern überall dort, wo der Einsatz ihrer Produkte sinnvoll ist.

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Neutrale Stimme

In den USA haben sie den Anscluss was Solar Panels betrifft verpasst. Wir haben mitlerweile einen gesaettigten Markt von Anbietern. Im Inverter Markt  gibt es noch bedarf und SMAG, Fornius etc. koennen sich hier behaupten. 

Leider hat man die Solar Industry vernachlaessigt und hinkt jetzt hinterher. 

Werner40

Solarzellen sind low tec = China. Inverter sind high tec = z.B. SMA

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nelumbo

Es kommt bereits viel High Tec aus China. Und es wird mehr. Deutschland ist eher auf die Perfektionierung der Technik von gestern spezialisiert. Solange bis diese obsolet wird. Aus Deutschland kamen perfekte Schreibmaschinen, Röhrenfernseher, Kameras mit Film, Autos mit Verbrennermotor. Der Überhang zur nächsten Technologiestufe wurde durch die Bank verpennt. Bzw. man hat nicht mehr in D investiert. Mittelfristig wird es auch keine deutsche Automobilindustrie mehr geben. Auf unserern Straßen werden nur noch asiatische Autos fahren. 

schabernack

Auf unseren Straßen werden nur noch asiatische Autos fahren.

Das wird nicht geschehen, und das Totenlied auf die Deutsche Automobilindustrie wird nicht erklingen.

heribix

Dann sollten Sie mal mit Menschen sprechen die in der Autoindustrie arbeiten, wie es da gerade aumsieht.

schabernack

Solarzellen sind low tec = China. Inverter sind high tec = z.B. SMA.

So sehr High Tech sind Gleichstrom - Wechselstrom  Umrichter auch nicht. Das ist ja keine neue Erfindung, die es erst seit wenigen Jahren gibt. Mehr High Tech als Solarpaneele.

Die 90% Weltmarktanteil der Chinesen bei den Paneelen machen schon viel Umsatz und Gewinn, und man braucht mehr Paneele pro Solarfeld als Umrichter.

DünneBerg

Stehen immer noch hohe Löhne, teure Energie, Fachkräftemangel, manglende Infrastruktur, Bürokratie, und..... , wie bei jedem Unternehmen entgegen.

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Anna-Elisabeth

Wobei ich die hohen Löhne als das geringste von den genannten Problemen betrachte. Fachkräfte verdienen auch anderswo mehr als eine Butterbrot und ein Ei.

Advocatus Diaboli 0815

Das sind prinzipiell gute Nachrichten jedoch sind gerade kleinere PV-Anlagen noch verhältnismäßig teuer so dass es oft viele Jahre braucht bis diese sich amortisieren. Einerseits ist der Preis für den Wechselrichter immer noch sehr hoch. Aber auf der anderen Seite könnte auch der Staat noch mehr tun PV attraktiver zu machen indem man, wie in den Niederlanden, für PV-produzierten Strom den Zähler einfach rückwärts laufen ließe anstatt umständlich eine viel zu niedrige Einspeisevergütung zu bezahlen. Das würde die Nachfrage sicherlich noch erheblich steigern.

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Sisyphos3

Einerseits ist der Preis für den Wechselrichter immer noch sehr hoch

 

Ansichtssache

mein Wechselrichter war nach 7 Jahren defekt (Blitzschlag)

der neue kostete die Hälfte

 

Neutrale Stimme

Wuerde mich mal interessieren warum es in Deutschand so teuer ist. Mit einen Sued Dach hat man in den USA ein ROI von 5-6 Jahren. Hier (USA) kostet das Watt installiert $1.85.  

asimo

Eine Plugin-Anlage amortisiert sich nach 5-8 Jahren, eine von einem nicht zu teuren Solartechnik installierte Aufdachanlage im 10 kWp-Bereich sollte sich in ca. 12 Jahren amortisieren  (ohne Speicher), Rechengrundlage: Einspeisung ca. 7 kkwh (Einahmen von ca. 500 EUR) Eigenverbrauch ca. 2kkwh (Ersparnis von ca. 600 EUR). Anlagenpreis ca. 12kEUR. Bei der Installation sollte auf eine Installationnin verschiedene Himmelsrichtungen geachtet werden, um den Eigenverbrauch maximal zu halten.

Ein Speicher und/oder e-Auto bzw. Wärmepumpe kann das in die ein oder andere Richtung verschieben.

Advocatus Diaboli 0815

Diese Zahlen kann ich so bestätigen. In meinem Fall habe ich leider nur Kapazität für ca 5 kwp wonach ich (aufgrund eh schon relativ geringem Stromverbrauch auf 17 Jahre komme. Und hier schlägt der in der relation teure wechselrichter zu buche. Damit rechnet sich pv hier nicht wirklich. 

asimo

Immerhin wird sich aber eine Plug in-Anlage rechnen, ist zwar nur ein kleiner Beitrag, aber zwei Module in verschiedenen Ausrichtungen. Ringen schon was. Wer ein wenig handwerklich geschickt ist, kann selbst installieren und spart schnell. Eine Anlage mit  nominell ca. 750 wp kostet etwa 700 EUR incl. Kabel und ein wenig Montagematerial aus dem Baumarkt, man kann damit ca. 500kwh Eigenverbrauch ernten, macht bei 30 CN Strompreis also 150 EUR/ Jahr. Das Ding rechnet sich in 5 Jahren. Bei mir kommt‘s hin. Ca. 20% des Stroms verschenke ich. Die 759 Wp sind etwas mehr als offiziell erlaubt, aber die Anlage liefert mit verschiedener Ausrichtung auch nicht mehr als 500w gleichzeitig.

Demnächst kommt hoffentlich die große Dachanlage (50 kWp) als Gemeinschaftsprojekt im Reihenhaus (Mieterstrom an uns selbst). Skaliert gut ( sollte sich binnen 10-12 Jahren amortisieren).

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Neutrale Stimme

Es gibt mehrere Gruende, warum man diese Aussage in Frage stellen koennte. Zunaechst einmal ist es wichtig anzumerken, dass die Entwicklung von Solarzellen eine internationale Angelegenheit ist und viele Laender, einschließlich China und den USA, erhebliche Fortschritte in diesem Bereich gemacht haben. Daher ist es unangemessen, die deutsche Forschung als alleinige treibende Kraft bei der Entwicklung von Solarzellen der naechsten Generation anzusehen. 

Schließlich sollte man bedenken, dass es bei der Entwicklung von Solarzellen nicht nur um die Technologie selbst geht, sondern auch um die Produktion und die Wirtschaftlichkeit. Es ist unklar, ob die deutschen Unternehmen in der Lage sein werden, mit den Konkurrenten aus anderen Laendern zu konkurrieren, wenn es um die Massenproduktion von Solarzellen der naechsten Generation geht. Daher ist es wichtig, dass Deutschland nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Produktion und der Wirtschaftlichkeit eine führende Rolle spielt.

mispel

Ich schrieb "eine" führende Rolle, nicht "die" führende Rolle. Darüber hinaus habe ich nirgends behauptet, dass eine Massenproduktion unwichtig ist, sondern ich wollte nur die Wichtigkeit der Forschung erwähnen, auf die im Artikel nicht eingegangen wurde. Mir ist klar, dass die Massenproduktion in einem Land mit hohen Löhnen und Energiekosten schwierig ist. 

nelumbo

Es mag sein, dass Deutschland vorne mit dabei ist wenn es um Perovskit Solarzellen geht.  Aber produziert werden diese in Zukunft auch nicht in Deutschland, sondern genau dort, wo jetzt Silizium-Solarzellen produziert werden, und aus genau denselben Gründen.

Bauer Tom

"Steht die deutsche Solarindustrie vor einem Comeback?"

Deutschland koennte in vielen Bereichen vor einem Comeback stehen. Vorher muesse man allerdings die "Energiewende" mal gruendlich ins Visir nehmen. Diesmal unter logischen Aspekten.

Passiert das nicht, sehe ich schwarz.

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DünneBerg

Sehe ich auch so. Wer nur auf CO2 sieht, und über Naturschäden durch die Energiewende hinwegsieht, macht keinen guten Job. 

Mit  Solarbranche wird man den wirtschaftlichen Aderlass, dem Deutschland entgegngeht nicht entgegenwirken können.

kurtimwald

Die Energiewende ist auf internationale, wissenschaftliche Fakten und Technologien ausgerichtet. Durch die Abkehr von schädlicher Energiegewinnung werden zwar auch Naturschäden hingenommen werden müssen, diese sind allerdings signifikant geringer als die Naturschäden durch bisherige Energiegewinnung.

Bauer Tom

"Die Energiewende ist auf internationale, wissenschaftliche Fakten und Technologien ausgerichtet"

Das ist nicht ganz  unumstritten.

Es ist zumindest sehr efektiv, wenn man Deutschland wieder in einen Arbeiter- und Bauernstaat wandeln will.

DünneBerg

Bei uns vielleicht, in anderen Ländern sind sie zB durch Erzabbau f. Batterien exorbitant. Klima ist erdweit, deswegen ist es inakzeptabel bei halbseidenen Regierungen in Afrika, Asien und Südamerika Deals zu machen, die Lebensgrundlage der heimischen Bevölkerung vernichten. Es ist im vollem Gange.

Wo Sie das herhaben, daß die Energiewende auf internationale Fakten und Technologien ausgerichtet ist? Wissen sie, Politiker lügen einem kaltlächeld ins Gesicht. Allein in D zu wenig Stromspeicher, keine Strom-Trassen, zu wenig Windräder, grüner Wasserstoff in weiter Ferne. Alles ist auf Hoffnung, wie nannte es Graichen, eine musksche Firmenphilosophie ausgerichtet, quasi eine selffulfilling prophecy. Sehr wissenschaftlich.

werner1955

Genau so ist es. Eine "Energiewende" die auch nach mehr als 30 jahren nicht ohne den Subventionstropf auskommt muss geändert werden. Neue Solaranlagen dürfen nur noch mit Speicher der dIhre Produktion für 12 Std, aufnehmen kann gefördert werden. 

rjbhome

Wie bereits erwähnt sind Solarzellen mittlerweile Massenware und werden importiert , bei den Wechselrichtern wird das auch dorthin gehen . Trotzdem schön, dass zumindest für einen (kleinen, hochwertigen) Teil noch in Deutschland produziert wird.  c bin ggspannt, wann SMA den gleichen Weg wie Viessmann geht

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werner1955

Solange alle auch die im Ausland produzierten die Förderung bekommn sehr bald. Steuergelder nur für Produkte die zu 65% hie in unserem Land Produziert werden. 

Sisyphos3

hat man es nicht selbst im Griff ?

also meine Solaranlage stammt von einem deutschen Hersteller

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schabernack

hat man es nicht selbst im Griff ?

Deutsche Hersteller von Solarpaneelen können gar nicht mehr die Stückzahlen produzieren, für die auch nur in Deutschland Nachfrage besteht.

Sisyphos3

auch das ist wahr

aber als ich meine Anlage kaufte gab es noch deutsche Anbieter

waarum hat sich das geändert 

wahrscheinlich weil der Kunde die billigen aus Fernost favorisierte

deutsche / französische Hersteller den kürzeren zogen

Bauer Tom

"aber als ich meine Anlage kaufte gab es noch deutsche Anbieterwaarum hat sich das geändert"

 

Ich denke, es ist so gekommen, weil Deutschland als Industriestandort nicht mehr atraktiv und compatible ist und es wird immer heftiger und effektiver daran gearbeitet, den Standort gar nicht mehr als Option zu sehen.  

Es ist mehr als offensichtlich das unsere (eure) Regierung voellig ueberfordert ist mit marktwirtschaftlichen Themen.

asimo

Man hat es nur begrenzt im Griff. Sie haben ihre Anlage installiert, als es noch zahlreiche deutsche Anbieter gab, im Moment ist es aber schwierig. Meine erste, kleine Solaranlage von AE Solar, auch eine deutsche Firma. produziert aber nicht hier. Der Inverter ist Chinaware, in dem Leistungssegment gibt es keine Made in Germany. 

Derzeit plane ich eine größere Gemeinschaftsolaranlage (Reihenhaus) mit 50kwp, invertetechnik Made in Germany gibt es hier eine Menge, aber Module von MeyerBurger sind kaum lieferbar… ist nicht ganz so einfach. Aber ja, als Solarworld und Co pleite gingen, hatten auch die Kunden eine Mitschuld. Die Hauptschuld trug aber diecPolitik, diecsich so richtig schön hat von China abzocken lassen….

Sisyphos3

schrieb ich es nicht ?

als ich mir meine Anlage kaufte gab es noch deutsche Solarhersteller

klar haben sie recht wenn sie sagen die Politik trägt die Schuld

aber auch der einzelne

sich über das Streben der Tante Emma Läden zu mokieren und beim Aldi kaufen .....

weil es billiger ist !

silgrueblerxyz

Das könnte auch heute noch in größerem Masse so sein.

Wenn die Chinesen anfangs die chinesische Solarindustrie fördern mussten, sieht mir das nicht so aus dass die Wirtschaftentwicklung dort ohne Hilfe so durchgestartet wäre. Wenn wir für uns wichtige Technologien nicht mehr fördern, werden wir abhängig vom Ausland (z.B. Gasstop, coronalieferausfälle) und können unser Leben nicht mehr autark führen. In einer solchen Lage wird  das Wettbewerbspreisargument zum existenzgefährdenden Wirtschaftsrisiko.  

Vaddern

Das haben wir hier an dieser Stelle ja schon einige Male thematisiert. Die christlich-demokratische Politik hat damals mit Hilfe der so Technologieoffenen Liberalen die Solarindustrie in Deutschland, Weltmarktführer, zerstört und dabei ca. 80.000 Arbeitsplätze vernichtet. 

Laut Artikel waren es ja gar mehr. Das erscheint noch schlimmer vor dem Hintergrund, dass bei Versuchen, die heilige Kuh Autoindustrie zu Innovationen zu bewegen, immer mit der Keule, das vernichte Arbeitsplätze, gedroht wird. 

Die Gleichen, die Beides zu verantworten haben, heulen dann rum, dass wir in der Solarindustrie nun gänzlich von China abhängig seien. 

Was soll man dazu sagen? Das regelte der innovative Markt (eben nicht „der“ Markt).

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DünneBerg

Ich halte das ein Stückweit für eine Mär. Es sind zwar Subventionen ausgelaufen, aber Sie glauben doch nicht wirklich Deutschland hätte China  bei PV die Stirn bieten können. Der Staat hat auch zu überprüfen, ob Subventionen noch gerechtfertigt sind.

mispel

Die christlich-demokratische Politik hat damals mit Hilfe der so Technologieoffenen Liberalen die Solarindustrie in Deutschland, Weltmarktführer, zerstört und dabei ca. 80.000 Arbeitsplätze vernichtet. 

 

Diese Arbeitsplätze sind ja nur durch extrem hohe Subventionen enstanden und mit den Einspeisevergütungen hat man diejenigen belohnt, die sich eine solche Anlage leisten konnten. Irgendwann muss sich eine Technologie eben selbst erhalten, sonst regelt das der Markt. Und der Vergleich mit der Autoindustrie hinkt insofern, als dass diese keine Subventionen braucht.

werner1955

nun gänzlich von China abhängig seien?

Ein Industrie die jahrelang mit massiven Subventionen nur möglich war und immer noch nicht marktgerecht liefern kann ist es selsbt schuld. Einig richtige ist das es alimntierte Stuerzahler Förderuneg nur gibt wenn das Produkt zu "65%" aus unserem Land kommt.  Die 65 ist ja ein guter Wert der grünen. denn kann man dann übernehmen. 

asimo

Was soll „noch immer nicht marktgerecht“ heißen? Aktuelle HJT-Module von MBT  erreichen eine Lebensdauer(90+) von weit jenseits der 25 Jahre (und das sieht bei den chinesischen TopCon-Modulen anders aus….). Einmal aufstellen, ein jahrelang Strom produzieren. Der ROI ist sehr gut, die Firma kann nicht so schnell produzieren, wie ihr die Module abgekauft werden.

Vaddern

Sie meinen wahrscheinlich die Kernkraft, oder?

Neutrale Stimme

Zunaechst einmal ist es unangemessen, die gesamte Verantwortung für den Niedergang der Solarindustrie in Deutschland auf die christlich-demokratische Politik und die Liberalen zu schieben. Die Gruende dafuer waren vielschichtig und umfassten auch internationale Wettbewerbsfaktoren, sinkende Preise und Ueberkapazitaeten auf dem Markt.

Des Weiteren ist die Behauptung, dass die Solarindustrie in Deutschland eine Weltmarktfuehrer war, nicht korrekt. Zwar hatte Deutschland in der Vergangenheit eine starke Position in diesem Bereich, aber es gab auch andere Laender wie China, die in den letzten Jahren eine fuehrende Rolle in der Solarindustrie eingenommen haben.

Es ist auch nicht wahr, dass die gleichen Akteure, die angeblich die Solarindustrie in Deutschland zerstoert haben, sich nun ueber die Abhaengigkeit von China beklagen. Tatsaechlich gibt es in Deutschland eine breite Debatte ueber die Foerderung erneuerbarer Energien und die Reduzierung der Abhaengigkeit von fossilen Brennstoffen.

Vaddern

Sorry, aber Ihre Ausführungen sind nicht korrekt. Und der Hinweis, dass die Gründe vielschichtig waren, ist ein typisches Mittel zur Streuung von Desinformation.

Neutrale Stimme

Eine solche Behauptung ohne weitere Begruendung oder Fakten ist nicht sehr hilfreich und ich bitte um eine genauere Erlaeuterung Ihrer Sichtweise. Wenn Sie bestimmte Faktoren oder Ereignisse nennen koennten, die meine Aussagen widerlegen oder praezisieren wuerden, waere das hilfreich fuer eine weitere Diskussion. 

zöpfchen

Was für ein schlecht recherchierter Artikel. Deutschland hatte und hat eine starke Position bei den Wechselrichtern, ist aber in der Herstellung von Solarpaneelen wegen zu hoher Kosten gescheitert. 

Die guten Zahlen von SMA (Wechselrichter) sind also nicht verwunderlich, bedeuten aber keineswegs ein Comeback. Es gibt überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass Deutschland wieder in die Herstellung von Solar-Paneelen einsteigt. 

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asimo

Mittlerweile ist die Fertigung extrem automatisiert, so dass Lohnkostenvorteil nur noch eine geringe Rolle spielen. Meyer Burger baut hier eine Produktion von Zellen und Modulen auf. Oxford Solar baut ebenfalls eine Zell- und Modulfertigung auf. Module werden von einigen hier gefertigt, das lohnt sich häufig schon logistisch. Ein Ziel sollte sein, dass die EU eine Zellproduktionskapazität von gut 50% des Eigenbedarfs hat. Dazu kommt auch die Siliziumproduktion bzw. die Produktion von Solarglas. Die ganze Kette sollte signifikant in der EU (wieder) aufgebaut werden, um nicht erneut in eine Abhängigkeitsfalle zu tappen. 

Neutrale Stimme

Es ist fraglich, ob die Aussage, dass der Lohnkostenvorteil in der Solarindustrie nur noch eine geringe Rolle spielt, vollstaendig zutreffend ist. Zwar hat die Automatisierung in der Produktion zu einem Rueckgang der Lohnkosten beigetragen, aber die Loehne sind immer noch ein wichtiger Faktor bei der Standortwahl für die Produktion von Solarzellen und Modulen. Insbesondere wenn man die Kosten für Rohstoffe und Energie beruecksichtigt, sind niedrige Lohnkosten oft ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Schließlich ist es nicht automatisch sinnvoll, die gesamte Wertschoepfungskette in Europa aufzubauen. Einige Schritte, wie die Produktion von Silizium oder Solarglas, erfordern spezielle Kenntnisse und Rohstoffe, die in Europa  sehr gering verfuegbar sind. Eine sinnvolle Strategie sollte daher eine ausgewogene Mischung aus inlaendischer Produktion und internationaler Zusammenarbeit sein, um die Wettbewerbsfaehigkeit der europaeischen Solarindustrie zu staerken.

 

 

 

werner1955

erneut in eine Abhängigkeitsfalle zu tappen?

Das würde sofort entschiedn besser werden wenn nur Produkte die zu 65% oder zu 100% in der EU produziert würden. 

werner1955

Leider richtig so. Auch sollten Solaranlagen nur noch mit Speiche gefördert werden, Wir haben jetzt schon fast das dreifache an grüner Stromerzeugung bei aktuellem Verbrauch. 

gelassenbleiben

„Deutschland … ist aber in der Herstellung von Solarpaneelen wegen zu hoher Kosten gescheitert.“ Richtig ist die Kosten waren überall hoch, in Deutschland wurde die Solarbranche aber nicht subventioniert, im Gegensatz zur Situation in anderen Ländern (zB China)

https://www.n-tv.de/politik/Koalition-stimmt-Solar-Kuerzung-zu-article5…

Heute gibt es aber wieder gut innovative Ansätze von deutschen (?) Unternehmen bezüglich leichter, dünner und besser einsetzbar (Folien, Fensterscheiben etc)

asimo

Nicht um die Solarindustrie zu fördern, sondern die PV-Anlagenbetreiber. Die Hersteller wurden nur indirekt gefördert, da die Kunden über die Vergütung des Stroms die Investitionskosten leicht zurückbekamen. China hat das erkannt und die Hersteller subventioniert, so dass diese ihre Module günstiger anbieten konnten. Die Solaranlagenbezreiber haben hauptsächlich auf die Rendite geschaut und die billigeren, außereuropäischen  Module gekauft… Firmen wie Solarwold ode Q-Cells haben auf diese Misstände wieder und wieder hingewiesen, aber weder konnte China die Subvention eindeutig nachgewiesen werden (tja, Staatsfirmen) noch war die Förderung des PV-Stroms nur für innergemeinschaftluch hergestellte Anlagen kompatibel mit dem EU-Recht. Dazu kam die völlig verquere Politik der CDU. Die deutsche Energiewende kann es sich zu gute halten der PV-Technik weltweit zumDurchbruch verholfen zu haben. Aber kaum etwas wurde mit Ansage so gegen die Wand gefahren, wie die PV-Politik der CDU

werner1955

diese Misstände,

würden verschwinden wenn es Förderungen und einspeisegarantien nur für in De oder der EU produzierten Ankagen gezahlt würden. 

AbseitsDesMainstreams

Immer wenn hohe Subventionen im Spiel waren, ging es SMA gut. Früher Stromeinspeisung nach EEG, jetzt die grüne Energiewende. Ohne staatliches Geld klappt im "grünen" Sektor nix, weil am Markt vorbei gewirtschaftet wird oder "Experten" aus dem eigenen Netzwerk eingestellt werden.

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werner1955

Vollkommen richtig. Seit über 30 jahren ist der grüne Strom immer noch nicht ohne Subentionstropf überlebensfähig. Das führt zu den höchsten Strompreise für Bürger und zu den höchsten CO2 Werten. 

 

sebo5000

Ach Werner, Ihren  "Subentionstropf" habenSie  jetzt erneut zum x-ten mal wiederholt...richtiger werden Ihre Behauptungen dadurch auch nicht...sind Sie es nicht langsam selbst leid....? 

werner1955

Was ist an dem "Subentionstropf" falsch? Oder wir heute ein Windrad ohne Förderung und garantierter Einspeisevergütung gebaut? 

sebo5000

An Ihrer Aussage bzgl. des "Subentionstropf" (was soll das eigentlich  sein) ist so ziemlich alles falsch und den Rest Ihres Beitrags verstehe ich aufgrund Ihres Schreibstils einfach nicht....

Account gelöscht

Schon im Jahr 2014 gab es zu 2012 einen Rückgang um 56 Prozent bei der deutschen Solarindustrie. 

Aber für die Zukunft befürchten die Landwirte Probleme. Denn rund 60 Prozent der Flächen sind gepachtet. Photovoltaikanlagen auf Freiflächen können pro Jahr und Hektar mehrere tausend Euro einbringen. Mit den landwirtschaftlich genutzten Flächen sind es 500 Euro.  

Mancher landwirtschaftliche Betrieb befürchtet in Bedrängnis zu geraten. Denn Habeck setzt auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen, Wiesen und Feldern.

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werner1955

mehrere tausend Euro einbringen?

tun diese Solaranlage das nur durch massive Alimntierung durch die Strokunden und Steuerzahler, Auch auch die 500€ der landwirte werden zum überwiegenden teil aus AGRA Subventionen erzeugt. 

Account gelöscht

Ja, dass ist natürlich so möglich. Und deshalb könnte es auch zu Problemen für Landwirte kommen.

asimo

Agri-PV ist hier das Mittel der Wahl. Aufgeständerte Module teilverschatten die Anbaufläche und halten die Wasserverdunstung zurück, das ist bei der zunehmenden Dürre ein Vorteil. Die Flächen können doppelt genutzt werden. Die interessanteste AgriPV-Lösung kommt von Tubesolar, die PV-Folien in Glasröhren verbauen. Leider ist diese innovative Firma aus Augsburg gerade akut insolvenzbedroht….

gelassenbleiben

„Schon im Jahr 2014 gab es zu 2012 einen Rückgang um 56 Prozent bei der deutschen Solarindustrie. “

Der Rückgang der PV industrie in D war ja damals hausgemacht und gewollt. Der damalige Umweltminister hat sich ja darüber gefreut: https://www.n-tv.de/politik/Einbruch-bei-der-Photovoltaik-article719357… und Altmaier verteidigte seine Forderung, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht ungebremst weitergehen könne. Niemand könne beispielsweise Interesse an Solardächern und Windräder ohne Stromnetze haben. "Da ist in der Vergangenheit einiges versäumt worden."

FDP will Vollbremsung

Aus heutiger Sicht kann man da nur noch Staunen

asimo

Meyer Burger ist ein Schweizer Unternehmen. Der CEO und die größten Produktionsstandorte sind aber deutsch. Meyer Burger ist technisch weit vorn, aber relativ teuer. Und vor allen: bisher ein azwerg verglichen mit den chinesischen Firmen. Das besondere an MB ist, dass sie Zellen und Module bestellen und das exklusiv auf eigenen Maschinen (ehemals war MB Ausrüster von Solarfirmen).

Es gibt weitere deutsche Unternehmen, im PV-Bereich wäre z.B. Tubesolsr zu nennen, die innovative AgriPV anbieten. Dazu nutzen sie Röhren mit PV-Folien, das ist leicht und ist relativ leicht über Feldern zu installieren Leider kreist über Tubesolar gerade das Insolvenzgespenst…

Oder AE-Solar, eine bayrische Firma, allerdings ist deren Produktion nicht in Deutschland…

werner1955

Solarindustrie vor einem Comeback?

Wo zu? Heute morgen haben wir -1.923 MWh aus Dänemark importiert und wieder eine kleine Menge Atomstrom aus Frankreich. 

Wir haben aktuell mehr als 145MW grüne Stromerzeugung bei ca 65 MWH verbrauch. Was wir jetzt viel dringender brauchen sind große Speicher. 

Wie sollen die Wärmepumpen und EPKWs nachts geladen oder betrieben werden.  Heute Nacht haben wir ca 8.000 MWh aus vielen Ländern importiert, Selbst belischer Atomstrom muss dann aushelfen. 

 

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quas

Sie beschreiben lediglich den Status quo. Was wäre den ihrer Meinung nach langfristig die Alternative zu einer Energieversorgung aus Erneuerbaren?

Weiterhin Gas und Öl teuer einkaufen? Schonmal darüber nachgedacht wohin das Geld fließt und was damit gemacht wird?

Glauben sie, dass in Deutschland auch nur ein AKW gebaut worden wäre ohne direkte und indirekte Subventionen? Selbst der Abbau von Braunkohle wird ja massiv subventioniert.

gelassenbleiben

Sie haben völlig recht und darf ich ergänzen zu Ihrem Punkt „Schonmal darüber nachgedacht wohin das Geld fließt und was damit gemacht wird?“ das dies auch für den Grossteil des Urans gilt, auch des Urans, wS in F genutzt wird, Stichwort Rosatom

gelassenbleiben

meines wissens beträgt der Snteil der erneuerbaren an der deutschen Stromherstellung inzwischen >50%. 

Letztes Jahr haben wir in der Summe Strom an Frankreich exportiert, bei der jetzigen Trockenheit in F, wird das dieses Jahr wohl auch wieder so sein. Speichertechnologien gibt es heute schon diverse, sie müssen nur und da gebe ich Ihnen recht, jetzt installiert werden. Ist halt alles liegengeblieben unter Merkel

Möbius

Nein, tut sie nicht. 

Questia

@zöpfchen•15:56 Uhr |Fakten statt Annahme|

| "...Es gibt überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass Deutschland wieder in die Herstellung von Solar-Paneelen einsteigt. " |

Da stimme ich Ihnen zu, denn es gibt bereits einige Hersteller in D. Die Suche nach "solarpanele hersteller deutschland" ergibt u.a. dieses Ergebnis:

https://echtsolar.de/deutsche-solarmodule-hersteller/

https://solar.red/deutsche-pv-module/

https://gruenes.haus/solarpanel-solarmodul-hersteller/

Also braucht es gar keine Annahme, wenn denn die Fakten für sich sprechen

 

wenigfahrer

Es kommt auf den Preis an, und an welchem Standort dann wirklich produziert wird.

Wichtig wäre das jeder seinen Strom selber nutzen kann, ohne Hürden oder Einspeisungen an den Staat.

Und für Mieter ist das alles uninteressant, die haben keine Möglichkeiten oder Zugriff, ob Vermieter durch die Anschaffungen die Miete erhöhen, lasse ich mal im Raum stehen.

Interessant für Eigenheime und Leute die viel Geld haben.

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quas

Eigenheim ja, aber viel Geld?

Eine 10kWp Anlage hat vor dem Ukraine Krieg ca 15t€ incl. MwSt gekostet. Damit kann man im Jahr 10000kWh erzeugen, das reicht bei einer 4-köpfigen Familie für Haushaltstrom und Strom für WP.  So eine Anlage läuft mind. 25 Jahre, pro Jahr hätte man also Kosten von ca. 600€ falls man das holländische oder schwedische Einspeisemodell (Zähler läuft rückwärts) hätte. Selbst wenn man das Geld aufnehmen würde und mit 5% verzinsen würde, wäre es noch deutlich günstiger als den Strom bei den derzeitigen Preisen einzukaufen.