Recycling-Kupfer in einem Lager von Aurubis

Ihre Meinung zu Energiewende: Rohstoffrecycling für die Energiewende

Für die Energiewende braucht es gewaltige Mengen Rohstoffe. Deren Abbau schadet oft Umwelt und Menschen. Doch es gibt Lösungen: Dafür müssen Politik und Wirtschaft lernen, in Recyclingkreisläufen zu denken. Von Carsten Schollmann.

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
51 Kommentare

Kommentare

Miauzi

Recycling erfordert viele Dinge damit es überhaupt durchführbar ist...

...und je komplexer ein Produkt aufgebaut ist - desto mehr Energie ist auch dazu notwendig.

Energie - deren Kosten und Verfügbarkeit - ist hier der Flaschenhals selbst.

Es mag ja ein Auto mit einer Kunststoff-Hülle leichter sein und weniger Antriebs-Enerie verbrauchen als eine aus Stahl ... nur läßt sich letztere deutlich besser recyclen bzw. dies überhaupt erst zu.

Nur genau diese Umstände sind seit Anfang der 1980er bekannt - bei mir wurde die Frage "Stahl-versus-Kunststoff" schon im Studium behandelt - gerade auch in Hinsicht auf die "Wiederverwertbarkeit" - die bei mit Fasern verstärkten Kunststoffen faktisch gar nicht gegeben ist.

Und billige Energie wiederum kann auch ganz schnell ein bereits vorhandenes Wiederverwertungssystem kippen - siehe das System der Glas-Pfand-Flaschen - bei der es mehr profit brachte die neu herzustellen als zurück zu nehmen und aus zu waschen

 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Denkerist

"Es mag ja ein Auto mit einer Kunststoff-Hülle leichter sein und weniger Antriebs-Enerie verbrauchen als eine aus Stahl ... nur läßt sich letztere deutlich besser recyclen bzw. dies überhaupt erst zu."

Aber die Trabis fahren heute noch, ohne Korrosionserscheinungen an der Karosse. nein, man sollte wirklich vieles neu denken!

dr.bashir

Der Markt regelt alles

Die bei uns regierende Marktideologie verhindert eine Kreislaufwirtschaft so lange die Ausbeutung von Rohstoffen irgendwo auf der Welt billiger und einfacher ist. Und Gesetze, die mehr Recycling erzwingen würden sind sicherlich "Folterinstrumente einer Verbotspartei". Mit solchen Phrasen sorgt die interessierte Lobby schon dafür, dass das nix wird.

Das ist im Großen bei der Industrie so; aber auch im Kleinen, bei den Verbraucher. Man sieht ja, wohin uns freiwillige Selbstverpflichtungen undinsuffiziente Pfandsysteme und beim Plastik gebracht haben - wir sind Weltmeister im Wegwerfen von Einwegflaschen und To-Go-Bechern. Und ein Blick in den Elektronikcontainer auf dem Wertstoffhof zeigt, dass wir als Gesellschaft zu viel Geld haben. Aber wenn es gut läuft, wird das Zeug von Kindern auf afrikanischen Müllkippen recycelt.

So regelt das "der Markt".  

 

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
mispel

Und Gesetze, die mehr Recycling erzwingen würden sind sicherlich "Folterinstrumente einer Verbotspartei".

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz gibt es schon recht lange. Es wurde 1996 verabschiedet. Von einer schwarz-gelben Regierung.

 

Man sieht ja, wohin uns freiwillige Selbstverpflichtungen und insuffiziente Pfandsysteme und beim Plastik gebracht haben - wir sind Weltmeister im Wegwerfen von Einwegflaschen und To-Go-Bechern.

Der Markt zwingt niemanden Einwegflaschen und To-Go-Becher zu kaufen. Das macht der Verbraucher von ganz alleine. Mir scheint Sie adressieren den falschen.

Anna-Elisabeth

Und diese afrikanischen Kinder erreichen wegen all der Gifte in unserem Wohlstandsmüll oft nicht einmal das Erwachsenenalter.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Da haben sie leider wahr!

Astrominer

Systemkonstrukte, die auf intellektuellen Kontrollphantasien gründen, werden niemals die hohe Problemlösungseffizienz des emergenten Phänomens "Markt" haben. Das hat auch nichts mit "Ideologie" oder den allseits bemühten "Lobbys" zu tun, sondern mit sozialen Dynamiken und am Ende einer ziemlich dicken Prise Mathematik.

Recycling wird bereits längst eingepreist und ist z.B. bei PET zunehmend Standard. Und nicht immer lohnt sich Recycling. Ein verbrannter To-Go-Becher aus Plastik kann als Brennmaterial für die Fernwärmeheizung manchmal einen größeren Ertrag bringen, als wenn er als Pappbecher dann unter viel Energieeinsatz recyclet werden muss.

Will sagen: Was "sinnvoll" ist, ist auf Grund der Komplexität nicht mit einem Spruch von oben zu entscheiden, sondern das sollten die Menschen selber lernen dürfen. Und ein Markt bietet diesen Experimentierraum. Diese Freiheit schafft erst die Effizienz, die unseren heutigen Lebensstandard (Gesundheit, Bildung, Teilhabe) möglich macht.

Sisyphos3

Recycling ?

 

so was aber auch !

seit Jahrzehnten sammelt man Altpapier, Glas, Batterien

es gibt den Gelben Punkt für Plastik

wo leben Menschen die so was schreiben

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
Möbius

Wie lange lebt ein E-Auto ? Wie lange eine Windkraftanlage ? 

 

Nicht lange. Deshalb muss man schauen das man die Rohstoffe wieder herauskriegt. Wird ja heute schon bei Windrädern so gemacht.

Sisyphos3

habe ich das nicht rübergebracht ?

Windräder ......schön wenn das gemacht würde !

die Rotoren werden aktuell zwischengelagert statt geschredert etc.

Questia

Risiko-Auslagerung nicht neu

TS-Beitrag: "...Doch die Energiewende sei mit einem hohen Risiko verbunden, dass Umweltauswirkungen in andere Länder verlagert würden. ..."

Habe ich da etwas nicht mitbekommen? Ist es nicht schon seit längerem so, dass unsere Lebensweise mit dem Risiko der Umweltauswirkungen in anderen Ländern verbunden ist?

Unser, angeblich wertvoller, Müll landet in aller Herren Länder. Auch dort, wo "wir" noch keinen Fuß hin gesetzt haben. Aber unser Fußabruck ist auch dort sicht- und spürbar.

https://www.tagesschau.de/wissen/klima/arktis-plastikmuell-deutschland-…

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/plastikmuell-insel-trindade-atl…

gman

Richtig ist auch: 

Für Rohstoffrecycling braucht es gewaltige Mengen Energie!

Es ist daher völlig unverständlich in D und der EU auf einen guten Teil Energie aus EE zu verzichten.  Das Klimaziel und die Versorgungssicherheit mit Energie und Rohstoffen haben hohe Priorität. 

 Sonne und Wind werden in D für den wachsenden Strombedarf + Batterieautos und Wärmepumpen & Co. nie reichen.

 Wir müssen so oder so importieren, wir bleiben ein Energieimportland.

 Aus welchem Grund verzichten wir auf Alternativen? Es geht nicht um Autos alleine!

 MDR:"Das CO2 muss aus der Atmosphäre gewonnen werden, der benötigte Strom muss Ökostrom sein. Produziert würden die E-Fuels deshalb im Ausland, sagt Becker.   Er beschreibt geeignete Orte: "Das sind die windigen Wüsten dieser Welt, wo es sehr viel Sonnenenergie und Wind gibt. …Das kann die Sahara oder die Wüste Namib oder in Australien sein. Dort werden sicherlich die Anlagen stehen, die diese E-Fuels herstellen."

9 Antworten einblenden 9 Antworten ausblenden
Questia

@gman • 15:57 Uhr | Darum |

| "...Aus welchem Grund verzichten wir auf Alternativen? Es geht nicht um Autos alleine!..." |

ZDF-Beitrag: "..."Man könnte das machen", nur gebe es keine Anlagen, sagt Maximilian Fichtner vom Helmholtz-Institut in Ulm. Die weltweit größte Anlage für E-Fuels werde momentan in Patagonien in Chile aufgebaut und soll bis Ende des Jahrzehnts eine Menge liefern, die etwa einem Prozent des derzeitigen Kraftstoffbedarfs in Deutschland entspricht....Wenn man den Blick dann noch auf andere Länder weite, bräuchte man 5.000 Anlagen wie in Chile, um den Bedarf zu decken....".  aus https://www.zdf.de/nachrichten/politik/e-fuels-verbrenner-aus-eu-fdp-10…

 

gman

"nur gebe es keine Anlagen, sagt Maximilian Fichtner vom Helmholtz-Institut"

Das ist für mich  kein wirkliches Argument. 

Es gibt auch keine Stromspeicher für den wachsenden Bedarf. Wenn, dann nur als tolle Blaupausen.

Trotzdem wird damit immer wieder gerechnet.

Der Bau ist mindestens so schwierig und aufwendig wie Anlagen für E-Fuels.

Es gibt allerdings genügend potenzielle Standorte für weit größere Anlagen für E-Fuels.

saschamaus75

>> wir bleiben ein Energieimportland

 

Hää??? oO

Deutschland war im Jahr 2021 erneut(!!!) Netto-Stromexporteur mit insgesamt 17,4 TWh

Und ich kann mir nicht vorstellen, daß DAS 2022 anders war. -.-

saschamaus75

>> "Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Rund 

>> 70 Prozent des Energieaufkommens wird durch

>> Importe diverser Energieträger gedeckt."

 

Richtig, "Energieträger"! -.-

Und die daraus in Dtl. produzierte Energie ist soviel, daß diese EXPORTIERT werden kann. oO

 

Ich hoffe, Sie merken, wo Ihr Logikfehler liegt? 

Sisyphos3

mithilfe von Kohlestrom und überschüssigem Solarstrom

ersteres  ist ja wohl nicht das Ziel ??

Möbius

Wenn Sie auf E-Fuels abheben …die sind doch ohnehin längst Teil der Rechnung, aber eben für kommerzielle Anwendungen. Auch 2045 wird man in Deutschland in der Industrie ganz sicher jede Menge Erdgas verbrennen, weil anders die benötigte Prozesswärme nicht erreichbar ist. Nur dass das CO2 aufgefangen und mit Wasser elektrochemisch zu Biosprit reduziert wird. 

 

Flugzeuge, Schiffe, LKW und viele andere „dürfen“ dann mit E-Fuels betankt werden. 

gelassenbleiben

leider ist ein Fehler in Ihrer Rechnung: wenn CO2 aus Erdgasverbrennung aufgefangen wird, müste es durch CCS wieder dem Kreislauf entzogen werden, wenn es stattdessen als eFuel wieder dezentral verbrannt wird, ist in der Summe CO2 freigesetzt worden. Oder anders gesagt eFuels dürfte nur aus CO2 hergestellt werden, dass der Atmosphäre entzogen wird, damit der Prozesd CO2 neutral bleibt. Letzteres klappt leider noch nicht, auch nicht bei Porsche in Chile.

Sisyphos3

 Sonne und Wind werden in D für den wachsenden Strombedarf + Batterieautos und Wärmepumpen & Co. nie reichen.

 

 

das wü´rde ich so nicht sagen

wenn die endlich mal mit Energiespeichern anfangen täten

ob als Wasserstoff synthetischer Sprit, konventionell mit Pumpspeicherwerken

DünneBerg

Vorweg empfehle ich die Arte-Doku "Kobalt, die dunkle Seite der Energiewende".  Die Doku ist Zweiteilig, der erste Teil handelt vom Kobsltabbau in der Dem. Rep. Kongo und im zweiten Teil um Nicklabbau in Finnland. Fazit Kobalt: Die Menschen im Kongo werden betrogen und krank, das ganze Gebiet um die Abbauregion tot und die Fließgewässer vergiftet. In Finnland berichtet Jan Natunen Biochemiker Präs Mining Watch (Fin) vom Nickelabbau. Gewässer wurden schon vergiftet, im Land der tausend Seen, deren Süßwasservorkommen vielleicht einmal gebraucht werden. Fazit Nickel lt. Natunen: Beim Nickelabbau enthält 1t Abraum 9% Schwefel. Schwefel+Luft+Wasser ist Schwefelsäure. für eine Autobatterie benötigt man 50t Abraum, das sind dann 300kg konzentrierte Schwefelsäure, und das Beste, es fallen nicht nur einmalig die 300 kg konzentrierte Schwefelsäure an, sondern der Prozess läuft tausende von Jahre. Wieviele sich ein E-Car kaufen würden wenn 50t Säureproduzierender Abraum dazugeliefert würde?

Wegelagerer34

Da kommen ja ganz neue Erkenntnisse ins Spiel. In Kreisläufen denken, das ist ja geradezu revolutionär. Fast alles auf der Erde funktioniert seit Milliarden Jahren in Kreisläufen. Gestört werden diese erst seit wenigen hundert Jahren durch den Menschen. Genausolange redet man auch davon, diese Kreisläufe wiederherzustellen, aber beim Reden ist es weitgehend geblieben. Die Störung durch Verschwendung und Profitgier hat erhebliche Ausmaße aangenommen. Und natürlich kann der Klimawandel nur durch erneute und noch viel tiefgreifendere Verschwendung (Transformation) bekämpft werden. Deshalb gibt es ihn ja, aus Sicht der Politik und der Industrie. 

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Questia

Wegelagerer34, 16:02 Uhr | Natürliche und unnatürliche Kreisläufe|

| "...Erde funktioniert seit Milliarden Jahren in Kreisläufen. Gestört werden diese erst seit wenigen hundert Jahren durch den Menschen. Genausolange redet man auch davon, diese Kreisläufe wiederherzustellen,..." |

Meine Einschätzung dazu: Die Erde braucht die Menschen nicht, um "ihre" natürlichen Kreisläufe wieder herzustellen. Ganz im Gegenteil. Je weniger Mensch da mitmischt, um so besser.

Wir haben uns außerhalb der Natur gestellt und sehen uns nun damit konfrontiert, dass auch die Ergebnisse der unnatürlichen Produktion endlich und wertvoll sind.

Alter Brummbär

Für die Energiewende brauchen es gewaltige Mengen Rohstoffe. Deren Abbau schadet oft Umwelt und Menschen. Doch es gibt Lösungen: Dafür müssen Politik und Wirtschaft lernen, in Recyclingkreisläufen zu denken. 

Endlich wird das Thema gewaltige Mengen Rohstoffe, was gerne vergessen wurde, angesprochen.

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
Anna-Elisabeth

Tja, die Haare in der deutschen Öko-Naturschutz-Klimasuppe lassen sich immer schwerer verbergen. Nichts von dem, was man hier lesen kann ist wirklich neu. Auch beim Recycling der Windrad-Flügel bisher keine Idee, wohin mit diesem nicht abbaubaren Müll, aber beschleunigt neuen produzieren.

Questia

Anna-Elisabeth,16:46 Uhr | Zur Erheiterung |

| "...Recycling der Windrad-Flügel bisher keine Idee,..." |

Möbel aus Windkrafträdern: https://wings-for-living.de/

Questia

Elemente der Hoffnung

TS-Beitrag: "...Es braucht also mehr Ideen. Technische Innovationen etwa, um relativ seltene Rohstoffe durch besser verfügbare Alternativen zu ersetzen. Ein Beispiel: Batterien ohne Lithium,..."

Dazu erinnere mich an Berichte, die Batterien mit Magnsium als Alternative zeigten.  https://www.elektroniknet.de/power/energiespeicher/festkoerperbatterie-…;

Magnesium gehört n.m.M. nicht zu den seltenen Erden und ist sogar im Meerwasser verfügbar.  https://faszinationchemie.de/wissen-und-fakten/news/magnesium-das-viels…

3 Antworten einblenden 3 Antworten ausblenden
spax-plywood

Das ist auch nicht das Problem der Verfügbarkeit, ein Magnesiummineral ist der Dolomit und die gleichnamigen Dolomiten zeigen dass es sehr viel davon gibt, sondern die außerordentlich energiefressende Gewinnung, etwa der Pidgeon Prozess.

Questia

pax-plywood , 16:34 Uhr | Mehr? |

So'n Mist.

Jetzt würde mich aber interessieren, ob die Gewinnung der seltenen Erden, alles in Allem, denn günstiger wäre.

Sisyphos3

es wird viel geschwätzt

selten Erden werden üblicherweise als Magnetwerkstoffe verwendet

Denkerist

Der beste Weg ist es aber, langlebige Produkte herzustellen. Aber das möchte überhaupt niemand. Warum muss alles nach 2 Jahren kaputtgehen. Warum steht die geplante Obsoleszenz nicht unter Strafe?

4 Antworten einblenden 4 Antworten ausblenden
werner1955

Das können wir dann zeitnah als Kunden doch selbst entschieden. Mein Auto ist 13 Jahre und mrin Handy 7 Jahre alt

Schweriner1965

Okay Auto habe ich keins, aber bei Smartphones ist das Problem das Sicherheitsupdate. Das gibt es leider nicht endlos sondern nur ein paar Jahre. Ich würde mein aktuelles Smartphones aiuch gerne für immer behalten.

Questia

@Denkerist,16:27 Uhr | Steuerung durch Steuern |

| "Der beste Weg ist es aber, langlebige Produkte herzustellen...." |

Ich hatte mal in einer öffentlichen Diskussionsrunde vorgeschlagen, dass die Höhe von Abgaben (Zölle und Steuern) auf Produkte auch berücksichtigen sollten, ob und wie eine Reparaturfähigkeit/-Möglichkeit gegeben ist. Was repariert werden kann, würde mit weniger Abgaben belastet.

Dieser Vorschlag wurde schnell abgebügelt: Das sei nicht durchsetzbar.

Ich finde, das sollte so nicht stehen bleiben. Durch die Reparaturen entstünden Arbeitsplätze, auch hier vor Ort.

Möbius

Strafe ist ein großes Wort. Geplante Obsoleszenz gibt es vor allem deshalb damit sich die Leute bald wieder ein Auto, Handy, Computer oder Elektrogerät kaufen gehen. Das kurbelt die Wirtschaft an .. muss man sich halt leisten können. 

NieWiederAfd

Die Intensivierung der Kreisläufe seltener Rohstoffe ist für den Ausbau der Erneuerbaren unverzichtbar. Das wissen Fachleute schon längst. Aber es hat manchmal den Eindruck, dass die notwendigen Innovationen eher von der Fridays4future-Generation bei 'Jugend forscht'-Projekten entstehen als in den Unternehmenslaboren und -logistikabteilungen.

 

Nettie

Um nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen und somit die allgemeine Existenzgrundlage auch in Zukunft sichern zu können, werden ‚Politik und Wirtschaft‘ in der Tat gar nicht umhin kommen, in Recyclingkreisläufen zu denken. Nicht nur wegen der begrenzten Verfügbarkeit und der aktuellen ‚Lieferengpässe’ bei vielen Rohstoffen. Schließlich kennt die Natur keinen Abfall (‚Müll‘).

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
gelassenbleiben

es lohnt sich bald auch alte sogar historische Erzabbauhalden (zB im Harz) durch biotechnologische Methoden aufzuarbeiten. 

Moderation

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe Nutzerinnen und liebe Nutzer,

die Kommentarfunktion für diese Meldung wird vorübergehend um 16:50 geschlossen.

Bitte haben Sie einen Moment Geduld, es geht bald weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation

rjbhome

mir fehlt der Punkt, einfach weniger zu verbrauchen. Solange das System auf mehr (und neue Produkte ) aufgebaut ist, kann es nicht funktionieren, bzw. nur im kapitalistischen Zyklus  noch mehr für die Reichen und nich mehr Dreck für die Armen

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
werner1955

Aber im Kapitalismus sind Änderungen möglich. Im Kommuniss noch viel weniger .

werner1955

Da das Rohstoffrecycling immer noch dazu führt das grüner Punkt im Auslsnd landet gebe ich alles auser Papier und Glas in die Verbrennung. Das spart dann Gas in der MVA.

Win/Win für die Umwelt und für mich.

1 Antwort einblenden 1 Antwort ausblenden
Möbius

Ich bin da schizophrener unterwegs: ich sammle die Plastikbehälter, wohlwissend das diese meist verbrannt statt recycled werden. Allerdings bleibt dann auch mehr Platz in der Restmülltonne …

Werner40

Anders als fossile Rohstoffe können Metalle wie z.B. Lithium, so sie einmal abgebaut wurden, unendlich wiederverwendet werden. Das ist der phantastische Unterschied zu Erdöl/-gas.  

2 Antworten einblenden 2 Antworten ausblenden
spax-plywood

Nichtsdestotrotz erfordert das Recycling Energie, Säuren und andere Chemiekalien, Lösemittel, und eine 100% ige Rückgewinnung ist auch nicht immer machbar. Und dann muss das Recyclat auch wieder in Verbindungen gebracht werden, die die Batterie braucht. Das sind zum Teil just die, die beim Recycling zersetzt wurden.

Alter Brummbär

ganz so unendlich funktioniert das nicht

Moderation

Die Kommentarfunktion wird bald geschlossen

Liebe User,

wir werden die Kommentarfunktion um 17:45 Uhr schließen.

Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare noch zu Ende.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation

wenigfahrer

Alles gut beschrieben, wir selber entsorgen alles in die richtige Tonne, und geben das andere auf dem Altmetallhof ab, das alles kostet sogar Geld, was dann aber passiert, entzieht sich unserer Kontrolle, wie man in Afrika sehen kann.

Und bevor man so jammert, sollte man erst mal die heimischen Rohstoffe die hier auch genannt wurden abbauen, warum wird das nicht gemacht, schafft Arbeitsplätze und macht uns etwas unabhängiger.

Sogar Gas hätte wir für viele Jahre selber, wollen aber nicht, also ist das reden wie schlecht das in anderen Ländern ist, mit dem Abbau, nur ein scheinheiliges Argument, wir könnten es doch selber abbauen und besser machen, wir wollen aber nicht zeigen wie gut wir sind, oder was?.

Nettie

„Es braucht also mehr Ideen. Technische Innovationen etwa, um relativ seltene Rohstoffe durch besser verfügbare Alternativen zu ersetzen. Ein Beispiel: Batterien ohne Lithium, dafür mit Natrium.“

In einem richtig aufgestellten (‚ausbalancierten‘) Wirtschaftssystem wäre ausgeschlossen, dass die (neue Ideen und technische Innovationen) bzw. deren Umsetzung - sowie alles, was zur allgemeinen Zukunftssicherung notwendig ist an fehlender ‚Finanzierbarkeit‘ scheitern können.