Regisseur Edward Berger nimmt den Preis für "Im Westen nichts Neues" für den besten internationalen Spielfilm entgegen.

Ihre Meinung zu Vier Oscars für "Im Westen nichts Neues"

Der Science-Fiction-Film "Everything Everywhere All At Once" und das deutsche Weltkriegsdrama "Im Westen nichts Neues" sind die großen Sieger der Oscarverleihung. Erstmals seit über 15 Jahren gewann ein deutscher Beitrag als Bester Internationaler Film.

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73 Kommentare

Kommentare

NieWiederAfd

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung. 
 

grünohneende23
schlechter Film gepampert

Dieser Film wurde von Netflix mit 25 Millionen EUR hochgepuscht, extrem beworben und elend lange ins Netz gestellt. Die Preise hat er nur im Zuge des Ukraine-Krieges bekommen.

Dabei ist er schlammig und schlecht gemacht, voller Fehler und politischer Korrektness, ein Spiegelbild der dt. Verwirrtheit und hat aber auch gar nichts mit dem tatsächlichen Verhalten beider Seiten um 1914 zu tun.

JolietJake
@09:12 Uhr von NieWiederAfd

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung. 
 

Deutschland wäre nicht Deutschland, würde sich nicht sofort jemand finden, der einen Erfolg in egal was schlecht zu reden versucht.

Pax Domino
Endlich mal wieder Oscars für Deutschland !

Für mich als Fan für Deutsche Filme war es eine Nacht zum Feiern. War life dabei und bei der Verkündung der Sieger war ich den Tränen sehr nahe.

Ich bin zwar überzeugter  Grüner und Pazifist , aber trotzdem Im Westen nichts Neues, dieser Anti Kriegsfilm hat sich die vier Oscars redlich verdient !

gz. Nie wieder Pax Domino

Glasbürger
Ob so ein Oscar gut ist?

Irgendwie weiß ich nicht, ob ein "Oscar" überhaupt für einen Film wie "Im Westen nichts Neues" taugt. So sehr ich den Machern dieses Films den Preis auch gönne, denke ich jedoch nicht, daß dieser Film in einer Reihe mit dem üblichen "Popcorn-Kino" stehen sollte. Dazu ist das Thema zu ernst und viel zu aktuell.

Der "Oscar" erinnert mich ein Stück weit an den "Friedennobelpreis". Dessen Ansehen ist angesichts seiner Preisträger auch massiv gesunken. Wenn ein Film, wie "Im Westen nichts Neues" also einen Preis der "Popcorn-Kino-Industrie" bekommt, frage ich mich, ob das nun tatsächlich eine Ehre oder nur billiges Entertainment ist.

fruchtig intensiv

Schade, dass Im Westen Nichts Neues nicht den Oscar für den besten Film erhalten hat. Ich hatte die Möglichkeit, auch den Gewinnerfilm Everything Everywhere All At Once zu schauen. Und war ziemlich enttäuscht. Aber ich sitze nicht in der Oscar Jury :-)

fruchtig intensiv

Die Oscarverleihung hat dank der Presse noch etwas Prestige. Auch wenn sich letztendlich die Filmindustrie selbst feiert und wir sind wieder nur Zuschauer.

Ein Ricky Gervais als Moderator (bzw. Host) würde dort den richtigen Pepp reinbringen (wie schon bei den Golden Globes, die erst durch seine Moderation sehenswert wurden).

Mal sehen, vielleicht 2024.

Möbius
@09:34 Uhr von fruchtig intensiv: das geht ja auch nicht

Schade, dass Im Westen Nichts Neues nicht den Oscar für den besten Film erhalten hat. Ich hatte die Möglichkeit, auch den Gewinnerfilm Everything Everywhere All At Once zu schauen. Und war ziemlich enttäuscht. Aber ich sitze nicht in der Oscar Jury :-)

 

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Seebaer1
Man weiß es nicht....

Ist der Film jetzt wirklich so überragend gut oder hatte er nur zur richtigen Zeit das richtige Thema?

Scratchpatch
Gähn

Ich habe den Film gesehen und fand ihn nicht so besonders. Krachende Bombenexplosionen, ständig aufgerissene Augen des Hauptdarstellers machen das noch nicht zum guten Anti-Kriegsfilm, zumal hier wieder das Klischee des Deutschland-Bilds bedient wird, wonach auch der 1. Weltkrieg alleine verschuldet wurde. Anscheinend wird so etwas belohnt und reicht dann für einen Oscar. Gähn. Filmemacher, die subtiler arbeiten, haben keine Chance. Am besten gar nicht mehr hingehen zur Oscar-Verleihung. 

D. Hume
@09:22 Uhr von grünohneende23

Dieser Film wurde von Netflix mit 25 Millionen EUR hochgepuscht, extrem beworben und elend lange ins Netz gestellt. Die Preise hat er nur im Zuge des Ukraine-Krieges bekommen.

Dabei ist er schlammig und schlecht gemacht, voller Fehler und politischer Korrektness, ein Spiegelbild der dt. Verwirrtheit und hat aber auch gar nichts mit dem tatsächlichen Verhalten beider Seiten um 1914 zu tun.

Ich wette, Sie haben den Film gar nicht gesehen.

Mein Glückwunsch an die PreisträgerInnen, besonders an Michelle Yeoh, die ich als sehr angenehme Schauspielerin wahrnehme.

Pax Domino
@09:24 Uhr von JolietJake

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung. 
 

Deutschland wäre nicht Deutschland, würde sich nicht sofort jemand finden, der einen Erfolg in egal was schlecht zu reden versucht.

@ JolietJake  Gebe ihnen meine 100 % ige Zustimmung.

Aber mit diesen Ausreißern muss man leben.

gz. Nie wieder Pax Domino

Tino Winkler
@09:22 Uhr von grünohneende23

Dieser Film wurde von Netflix mit 25 Millionen EUR hochgepuscht, extrem beworben und elend lange ins Netz gestellt. Die Preise hat er nur im Zuge des Ukraine-Krieges bekommen.

Dabei ist er schlammig und schlecht gemacht, voller Fehler und politischer Korrektness, ein Spiegelbild der dt. Verwirrtheit und hat aber auch gar nichts mit dem tatsächlichen Verhalten beider Seiten um 1914 zu tun.

Es ist ein Film von Menschen gemacht die das Drama zum Glück nicht mitmachen mussten. Sie wissen wie es damals „korrekt“ zuging?

Miauzi
@09:12 Uhr von NieWiederAfd

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung. 
 

Das wäre lettzlich auch die deutsche Berlinale.

 

Aber egal - ich habe mich speziell für 2 Frauen (die in meinem eigenen Alter) gefreut das sie mit einem Oskar ausgezeichnet wurden - den sie auch längst für viele ihrer anderen guten Rollen hätten bekommen können...

...Jamie Lee Curtis und Michelle Yeoh!

klug und weise
„Im Westen nichts Neues“

Übrigens: Der  Roman „Im Westen nichts Neues“ ist nicht nur ein „deutsches Weltkriegsdrama“ , sondern auch als Anitkriegsroman zu einem Klassiker der Weltliteratur geworden.   

 

Bender Rodriguez
  Ob gut oder schlecht,…

 

Ob gut oder schlecht, entscheidet einzig und allein der Cineast.  

Was nutzt es, einen superduper Film, oder Buch, zu liefern, wenn es später keinen interessiert? 

Also warten wir einfach ab, ob der Film  wirklich was kann. 

 

 

D. Hume
Scream-Queen

Auch Jamie Lee Curtis gönne ich ihre Auszeichnung als beste Nebendarstellerin.

D. Hume
@09:44 Uhr von Seebaer1

Ist der Film jetzt wirklich so überragend gut oder hatte er nur zur richtigen Zeit das richtige Thema?

In den Augen der Jury war er gut genug für die Auszeichnungen die er erhalten hat.

Miauzi
@09:30 Uhr von Glasbürger

Irgendwie weiß ich nicht, ob ein "Oscar" überhaupt für einen Film wie "Im Westen nichts Neues" taugt. So sehr ich den Machern dieses Films den Preis auch gönne, denke ich jedoch nicht, daß dieser Film in einer Reihe mit dem üblichen "Popcorn-Kino" stehen sollte. Dazu ist das Thema zu ernst und viel zu aktuell.

Der "Oscar" erinnert mich ein Stück weit an den "Friedennobelpreis". Dessen Ansehen ist angesichts seiner Preisträger auch massiv gesunken. Wenn ein Film, wie "Im Westen nichts Neues" also einen Preis der "Popcorn-Kino-Industrie" bekommt, frage ich mich, ob das nun tatsächlich eine Ehre oder nur billiges Entertainment ist.

Nun - eine Liz Taylor erhielt ihren Oskar als Beste Hauptdarstellerin für "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"

Das ist bestimmt auch kein Popcorn-Kino - sondern ambitionierte Literatur-Verfilmung!

Miauzi
@09:40 Uhr von Möbius

Schade, dass Im Westen Nichts Neues nicht den Oscar für den besten Film erhalten hat. Ich hatte die Möglichkeit, auch den Gewinnerfilm Everything Everywhere All At Once zu schauen. Und war ziemlich enttäuscht. Aber ich sitze nicht in der Oscar Jury :-)

 

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Nein - das stimmt so nicht - die Wahrscheinlichkeit ist aber äußerst gering dass ein ausländischer Film diesen Titel bekommt

Möbius
Der „SF“ genannte Film ist eigentlich Fantasy

Die Paralleluniversum Idee die dem Film zugrunde liegt, hat keine wirkliche physikalische Basis. Deshalb ist der Gewinnerfilm für mich eher in der Harry Potter Kategorie angesiedelt. 
 

 

Science Fiction ist mit den „Großen“ der 1940-1970er Jahre leider verglüht. 

Initiative Neue Asoziale Marktwirtschaft
Im Westen nichts Neues

Der Oskar für den Antikriegsfilm ist ein Zeichen gegen den Ukraine Krieg und für Frieden. 

Möbius
@09:47 Uhr von Tino Winkler: die Fakten sind bekannt, ja

Dieser Film wurde von Netflix mit 25 Millionen EUR hochgepuscht, extrem beworben und elend lange ins Netz gestellt. Die Preise hat er nur im Zuge des Ukraine-Krieges bekommen.

Dabei ist er schlammig und schlecht gemacht, voller Fehler und politischer Korrektness, ein Spiegelbild der dt. Verwirrtheit und hat aber auch gar nichts mit dem tatsächlichen Verhalten beider Seiten um 1914 zu tun.

Es ist ein Film von Menschen gemacht die das Drama zum Glück nicht mitmachen mussten. Sie wissen wie es damals „korrekt“ zuging?

 

Es gibt einen historischen Konsens - immerhin! Die Frage ist halt ob sich eine moderne Adaptation der Geschichte an den historischen Kontext hält, halten muss/soll oder nicht und wieso bzw. wieso nicht. Manchmal ist das ja auch der Dramaturgie geschuldet. Manchmal hat es Gründe die in der Gegenwartspolitik zu suchen sind.
 

 

zB „Vom Winde verweht“ würde heute ganz anders gedreht werden als in 1939 … 

Möbius
@10:00 Uhr von Miauzi: kennen Sie ein Beispiel?

Schade, dass Im Westen Nichts Neues nicht den Oscar für den besten Film erhalten hat. Ich hatte die Möglichkeit, auch den Gewinnerfilm Everything Everywhere All At Once zu schauen. Und war ziemlich enttäuscht. Aber ich sitze nicht in der Oscar Jury :-)

 

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Nein - das stimmt so nicht - die Wahrscheinlichkeit ist aber äußerst gering dass ein ausländischer Film diesen Titel bekommt

 

Deshalb gibt es doch gerade die Kategorie „Bester ausländischer Film“. 

Mauersegler
@09:40 Uhr von Möbius

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Sie zeigen sich wie immer bestens informiert. Diesen Oscar haben zahlreiche britische Produktionen erhalten sowie eine Reihe internationaler Co-Produktionen. Mit "The Artist" zum Beispiel auch ein französisch-belgischer Film, 2020 ein südkoreanischer.

 

Bender Rodriguez
@09:57 Uhr von D. Hume

Ist der Film jetzt wirklich so überragend gut oder hatte er nur zur richtigen Zeit das richtige Thema?

In den Augen der Jury war er gut genug für die Auszeichnungen die er erhalten hat.

Das hat ja nichts zu heißen.  Allein schon die Unterteilung,  bester Film und bester Film international  lässt mich diesen Titel nicht ernst nehmen.  Bester ist Bester. Egal woher. Oder man muss 'bester USA' einführen, um den Rest der Welt, auszuschließen. 

Vector-cal.45
@09:44 Uhr von Seebaer1

Ist der Film jetzt wirklich so überragend gut oder hatte er nur zur richtigen Zeit das richtige Thema?

 

 

Ich denke, eher letzteres.

 

Es gibt so viele Remakes heutzutage, m. M. n. zu viele. 

Bender Rodriguez
@10:00 Uhr von Miauzi

Schade, dass Im Westen Nichts Neues nicht den Oscar für den besten Film erhalten hat. Ich hatte die Möglichkeit, auch den Gewinnerfilm Everything Everywhere All At Once zu schauen. Und war ziemlich enttäuscht. Aber ich sitze nicht in der Oscar Jury :-)

 

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Nein - das stimmt so nicht - die Wahrscheinlichkeit ist aber äußerst gering dass ein ausländischer Film diesen Titel bekommt

Warum dann die Unterscheidung? 

Grossfamilienberater
bester Film Suedkorea 2020

Es ist nicht so, dass nur amerikanische Produktionen den Oscar fuer den "allgemeinen" besten Film erhalten koe nnen, wie manche meinen. Siehe 2020. Auch war ja " im Westen nichts Neues" hierfuer nominiert. 

Paul1959
Guter Film

Hab ihn gesehen. Das Original fand ich aber besser. Mit Nationalismus kann man das Volk trunken machen.

schabernack
@09:12 Uhr von NieWiederAfd

 

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung.

 

Alle Filmfestspiele sind zur Film-Promotion. Berlinale Goldener Bär, Filmfestivals in Venedig und in Cannes. Manchmal bekommen Filme Preise, die man gut findet, und manchmal mag man prämierte Filme nicht.

 

Hollywood ist Hollywood die Traumfabrik, und das ist halt so. Diverse Music Awards gibt es auch, und dabei ist es das Gleiche mit persönlich mögen von Prämiertem oder eben nicht. Solche alle Preise sind Anerkennung für die Künstler. Solche Preisverleihungen gucken ist fürchterlich langweilig.

 

«I say thanks to my mother and to my dog.

To my brother and to the fine weather.»

 

Gehen die Film und die Music Industry den Bach runter, versterben Kinos und Konzerte. Das ist Ihnen dann auch nix, aber Promotion taugt Ihnen nix. Was niemand kennt, das schaut oder hört sich auch niemand an.

 

Hollywood ist Hollywood, und das zu Wollyhood ohne Promotion ändern wollen, ist komplett sinnlos.

Anderes1961
@09:40 Uhr von Möbius

Schade, dass Im Westen Nichts Neues nicht den Oscar für den besten Film erhalten hat. Ich hatte die Möglichkeit, auch den Gewinnerfilm Everything Everywhere All At Once zu schauen. Und war ziemlich enttäuscht. Aber ich sitze nicht in der Oscar Jury :-)

 

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

 

Nein, das ist Quatsch. "Im Westen nichts Neues" war auch in der "Königskategorie" Bester Film nominiert. Was nicht geht, ist gleichzeitig den Oscar für Bester Film und Bester Internationaler Film zu gewinnen. Es geht nur eins von beiden. Aber in beiden Kategorien war Im "Westen nichts Neues" nominiert.

 

Vector-cal.45
@09:50 Uhr von Miauzi

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung. 
 

Das wäre lettzlich auch die deutsche Berlinale.

 

Aber egal - ich habe mich speziell für 2 Frauen (die in meinem eigenen Alter) gefreut das sie mit einem Oskar ausgezeichnet wurden - den sie auch längst für viele ihrer anderen guten Rollen hätten bekommen können...

...Jamie Lee Curtis und Michelle Yeoh!

 

 

Die grandiose Michelle Yeoh hat so einen Preis absolut verdient und mir würden zahlreiche andere asiatische Schauspieler/innen einfallen, die durchaus unterbewertet sind.

fathaland slim
@09:45 Uhr von Scratchpatch

Ich habe den Film gesehen und fand ihn nicht so besonders. Krachende Bombenexplosionen, ständig aufgerissene Augen des Hauptdarstellers machen das noch nicht zum guten Anti-Kriegsfilm, zumal hier wieder das Klischee des Deutschland-Bilds bedient wird, wonach auch der 1. Weltkrieg alleine verschuldet wurde. Anscheinend wird so etwas belohnt und reicht dann für einen Oscar. Gähn. Filmemacher, die subtiler arbeiten, haben keine Chance. Am besten gar nicht mehr hingehen zur Oscar-Verleihung. 

Kriegsschuldrelativierungen scheinen im Trend zu liegen. 

Kennen Sie eigentlich das Buch, auf dem der Film beruht? Sie sollten es lesen.

berelsbub
@09:12 Uhr von NieWiederAfd

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung. 
 

Kenne den Oskar-Hype nicht, aber in dem Bericht geht es um die Oscarverleihung. Wie ist ihre Meinung zu dieser Veranstaltung? 

Anderes1961
@10:00 Uhr von Miauzi

Schade, dass Im Westen Nichts Neues nicht den Oscar für den besten Film erhalten hat. Ich hatte die Möglichkeit, auch den Gewinnerfilm Everything Everywhere All At Once zu schauen. Und war ziemlich enttäuscht. Aber ich sitze nicht in der Oscar Jury :-)

 

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Nein - das stimmt so nicht - die Wahrscheinlichkeit ist aber äußerst gering dass ein ausländischer Film diesen Titel bekommt

 

Der letzte war 2020 "Parasite" ein großartiger koreanischer Film.

Coachcoach
Entpolitisiert -

- würde dieser Film keinen Sinn machen: Krieg ist brutal.

Nachfragerin
@fruchtig intensiv - Zuschauer

09:36 Uhr von fruchtig intensiv:

"Auch wenn sich letztendlich die Filmindustrie selbst feiert und wir sind wieder nur Zuschauer."

Das ist ja fast überall so. Andere schauen lieber Menschen zu, die Fußball spielen oder singen. Wieder andere interessieren sich für die Nobelpreise.

Es ist Unterhaltung. Mitwirken kann man da nur selten.

fathaland slim
@10:36 Uhr von Coachcoach

Entpolitisiert -

- würde dieser Film keinen Sinn machen: Krieg ist brutal.

Eine entpolitisierte Version von „Im Westen nichts Neues“ kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wie sollte das gehen?

Möbius
@10:15 Uhr von Mauersegler: nicht ganz

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Sie zeigen sich wie immer bestens informiert. Diesen Oscar haben zahlreiche britische Produktionen erhalten sowie eine Reihe internationaler Co-Produktionen. Mit "The Artist" zum Beispiel auch ein französisch-belgischer Film, 2020 ein südkoreanischer.

 

 

„The Artist“ wurde bewusst nicht in der Kategorie ausländischer Filme nominiert. Er zählt deshalb nicht per se als erster nicht-U.S. Film der „Bester Film“ wurde. Aber bei „Parasite“ aus Südkorea von 2019 haben Sie recht. Aber die genauen Hintergründe kenne ich nicht, zB ob der Film zB synchronisiert war. Es ist auf jeden Fall sehr ungewöhnlich ! 

Möbius
@10:20 Uhr von Grossfamilienberater: das ist der Punkt

Es ist nicht so, dass nur amerikanische Produktionen den Oscar fuer den "allgemeinen" besten Film erhalten koe nnen, wie manche meinen. Siehe 2020. Auch war ja " im Westen nichts Neues" hierfuer nominiert. 

 

Ja, es kommt tatsächlich darauf an ob ausländische Produktionen in der „Best Picture“ Kategorie nominiert sind, oder nicht. 

PeterK
@10:21 Uhr von Paul1959

Hab ihn gesehen. Das Original fand ich aber besser.

Sehe ich auch so, vlt. liegt das bei mir daran, dass ich den heutigen Möglichkeiten z.B. von "special effects" nicht so viel abgewinnen kann. Das lässt weniger Spielraum für eigenes "Kopfkino". 

Und ging mir bei "Nackt unter Wölfen" ebenfalls so, dass ich die alte Verfilmung deutlich besser fand.

Mit Nationalismus kann man das Volk trunken machen.

Leider...

 

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.tinchen
Jamie Lee Curtis

Es war die beste Oscar show seit ...... sehr lange Zeit.
Und ich freue mich dass Jamie Lee Curtis auch gewonnen hat. Wenn auch nur fuer Actress in a supporting role. Trotzdem, eine tolle Frau

Tina

 

fathaland slim
@10:55 Uhr von Möbius

@10:20 Uhr von Grossfamilienberater: das ist der Punkt

Es ist nicht so, dass nur amerikanische Produktionen den Oscar fuer den "allgemeinen" besten Film erhalten koe nnen, wie manche meinen. Siehe 2020. Auch war ja " im Westen nichts Neues" hierfuer nominiert. 

 

Ja, es kommt tatsächlich darauf an ob ausländische Produktionen in der „Best Picture“ Kategorie nominiert sind, oder nicht. 

Ein Film kann nur in der Kategorie gewinnen, in der er nominiert wurde.

Und wird er gar nicht nominiert, dann kann er auch gar nicht gewinnen.

schabernack
@10:52 Uhr von Möbius

 

Aber bei „Parasite“ aus Südkorea von 2019 haben Sie recht. Aber die genauen Hintergründe kenne ich nicht, zB ob der Film zB synchronisiert war. Es ist auf jeden Fall sehr ungewöhnlich !

 

«Parasite» ist der erste und einzige im Original nicht englischsprachige Film, der 2020 in der Kategorie: «Bester Film» den Oscar gewann. Auf Englisch synchronisiert war er. Der Film ist von 2019, und hatte schon vor der Oscar-Verleihung gute Besucherzahlen in den Kinos in den USA.

 

Die Oscars des aktuellen Jahres prämieren ja immer die Filme aus dem Vorjahr.

Coachcoach
@11:30 Uhr von fathaland slim

@10:20 Uhr von Grossfamilienberater: das ist der Punkt

Es ist nicht so, dass nur amerikanische Produktionen den Oscar fuer den "allgemeinen" besten Film erhalten koe nnen, wie manche meinen. Siehe 2020. Auch war ja " im Westen nichts Neues" hierfuer nominiert. 

 

Ja, es kommt tatsächlich darauf an ob ausländische Produktionen in der „Best Picture“ Kategorie nominiert sind, oder nicht. 

Ein Film kann nur in der Kategorie gewinnen, in der er nominiert wurde.

Und wird er gar nicht nominiert, dann kann er auch gar nicht gewinnen.

Da haben Sie recht

Schirmherr

Im Westen nichts Neues? Stimmt, wenn man sieht, wie alt der erste Film ist und jetzt damit einfach wieder ein Remake davon macht..

schabernack
@11:27 Uhr von .tinchen

 

Es war die beste Oscar show seit ...... sehr lange Zeit.
Und ich freue mich dass Jamie Lee Curtis auch gewonnen hat. Wenn auch nur fuer Actress in a supporting role. Trotzdem, eine tolle Frau

Tina

 

Schauen Sie sich The Oscars Show im TV an? Muss man das möglicherweise sogar tun, wenn frau in den USA wohnt, um am Tag danach nicht in der Nachbarschaft als Banause verspottet zu werden …?

 

Auf ewig unvergessen ist Jamie Lee Curtis in «Ein Fisch namens Wanda».

Mit ihren beiden Geliebten Otto der Italiener,

und Mr. Hutchinsonchensen der Brite.

fathaland slim
@11:27 Uhr von .tinchen

Es war die beste Oscar show seit ...... sehr lange Zeit.
Und ich freue mich dass Jamie Lee Curtis auch gewonnen hat. Wenn auch nur fuer Actress in a supporting role. Trotzdem, eine tolle Frau

Tina

 

Ich gönne es ihr vor allem, daß Sie so auch außerhalb des „Scream Queen“-Stereotyps wahrgenommen wird.

fathaland slim
@09:12 Uhr von NieWiederAfd

Dieser Oskar-Hype ist mir generell unverständlich. Es ist eine reine Promotion- und Verkaufsveranstaltung. 
 

Ich sehe da wenig Unterschied zur Berlinale, zu Venedig oder zu Cannes.

Wenn man da Sinn für hat, dann macht es Spaß. Wenn nicht, dann nicht.

Neutrale Stimme

Diese Diskusion ueber bester Film und bester internationaler Film ist unnoetig. Im Westen nichts neues ist nicht auf dem nivo um als bester Film nominiert zu werden. Dafuer gab es wesentlich besser Filme.

Dennoch gute Leistung.

Kaneel
@10:31 Uhr von Anderes1961

Der Titel „Bester Film“ ist ausschließlich US Produktionen vorbehalten. 

Nein - das stimmt so nicht - die Wahrscheinlichkeit ist aber äußerst gering dass ein ausländischer Film diesen Titel bekommt

Der letzte war 2020 "Parasite" ein großartiger koreanischer Film.

Shoplifters von Hirokazu Koreeda (Japan) gefiel mir als sozialkritischer Film wesentlich besser. Vermutlich war Parasite der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe.

D. Hume
@12:02 Uhr von fathaland slim

Es war die beste Oscar show seit ...... sehr lange Zeit.
Und ich freue mich dass Jamie Lee Curtis auch gewonnen hat. Wenn auch nur fuer Actress in a supporting role. Trotzdem, eine tolle Frau

Tina

 

Ich gönne es ihr vor allem, daß Sie so auch außerhalb des „Scream Queen“-Stereotyps wahrgenommen wird.

Sie ist eine klasse Schauspielerin und wird keineswegs darauf reduziert. Es ist aber nunmal ihr ikonischer Ursprung in "Halloween" von Carpenter. Ihre Mutter, Janet Leigh, war übrigens die Dame hinter dem Duschvorhang in "Psycho" von Hitchcock.

fathaland slim
@09:22 Uhr von grünohneende23

schlechter Film gepampert

Dieser Film wurde von Netflix mit 25 Millionen EUR hochgepuscht, extrem beworben und elend lange ins Netz gestellt. Die Preise hat er nur im Zuge des Ukraine-Krieges bekommen.

Dabei ist er schlammig und schlecht gemacht, voller Fehler und politischer Korrektness, ein Spiegelbild der dt. Verwirrtheit und hat aber auch gar nichts mit dem tatsächlichen Verhalten beider Seiten um 1914 zu tun.

Ich habe eher den Eindruck, daß Ihnen die pazifistische Grundhaltung dieses Films nicht behagt.

Kennen Sie eigentlich das Buch von Erich Maria Remarque, auf dem der Film beruht?

Der Film ist nah an seiner Vorlage, weshalb ich annehme, daß Ihr Urteil über das Buch wohl ähnlich ausfällt.

Kokolores2017
@09:44 Uhr von Seebaer1

Ist der Film jetzt wirklich so überragend gut oder hatte er nur zur richtigen Zeit das richtige Thema?

 

Man hört, dass er Remarques Roman oft verfälscht - also müsste man diesen noch einmal lesen und direkt mit dieser Verfilmung und womöglich mit den 2 früheren vergleichen.

Den Roman nochmal zu lesen, ist, besonders zur Zeit, sicher die beste Variante.

fathaland slim
@13:06 Uhr von Neutrale Stimme

Diese Diskusion ueber bester Film und bester internationaler Film ist unnoetig. Im Westen nichts neues ist nicht auf dem nivo um als bester Film nominiert zu werden. Dafuer gab es wesentlich besser Filme.

Wenn Sie meinen. Aber was sind denn nun Ihre Kritikpunkte an dem Film?

Dennoch gute Leistung.

Woran machen Sie das fest?

Verzeihung, aber Sie verteilen Noten und bleiben die Begründung schuldig. Deswegen meine Fragen.

 

Coachcoach
@13:25 Uhr von Kokolores2017

Ist der Film jetzt wirklich so überragend gut oder hatte er nur zur richtigen Zeit das richtige Thema?

 

Man hört, dass er Remarques Roman oft verfälscht - also müsste man diesen noch einmal lesen und direkt mit dieser Verfilmung und womöglich mit den 2 früheren vergleichen.

Den Roman nochmal zu lesen, ist, besonders zur Zeit, sicher die beste Variante.

Da stimme ich zu

fathaland slim
@11:53 Uhr von Schirmherr

Im Westen nichts Neues? Stimmt, wenn man sieht, wie alt der erste Film ist und jetzt damit einfach wieder ein Remake davon macht..

Und wissen Sie was?

Das Buch von Erich Maria Remake ist sogar noch älter als beide Filme!

 

Account gelöscht
@10:21 Uhr von Paul1959

Hab ihn gesehen. Das Original fand ich aber besser. Mit Nationalismus kann man das Volk trunken machen.

Der Film ist schwer zu ertragen - aber nicht wegen irgendwelcher formalen Mängel. Es ist der Krieg, in all seiner Brutalität, Grausamkeit, Menschenverachtung, der die junge Generation vernichtet und entmenschlicht. Als Antikriegsfilm hinterlässt er eine tiefe Wirkung, zumindest bei denen, die noch nicht durch diverse Baller- und Shooter-Spiele so abgestumpft sind und noch Schmerz empfinden können.

Der Film sollte in ARD oder ZDF zur besten Sendezeit gezeigt werden und zum Pflichtprogramm im Geschichtsunterricht der Schulen gehören. Gerade im Angesicht des Ukraine-Krieges sollten sich unbedingt jene diesen Film intensiv ansehen, die glauben, den Krieg mit immer mehr Waffen beenden zu können. 

 

Neutrale Stimme
@13:26 Uhr von fathaland slim

Diese Diskusion ueber bester Film und bester internationaler Film ist unnoetig. Im Westen nichts neues ist nicht auf 

Wenn Sie meinen. Aber was sind denn nun Ihre Kritikpunkte an dem Film?

 

Mich hat der Film -trotz seiner beeindruckenden Bildsprache- eher enttäuscht. Ich musste auch erst eine Weile darüber nachdenken, warum er mich denn eigentlich enttäuscht hat, bis ich darauf kam: Im Roman steht Paul im Mittelpunkt und unser Entsetzen resultiert (trotz aller Kriegsgräuel) daraus, zu sehen, wie er sozusagen "auf Raten" stirbt; in Bergers Inszenierung steht dagegen eher der Krieg selbst im Mittelpunkt, wie er die Soldaten "auf Raten" umbringt.

Dennoch gute Leistung.

Siehe oben

Scratchpatch
@10:26 Uhr von fathaland slim

Ich habe den Film gesehen und fand ihn nicht so besonders. Krachende Bombenexplosionen, ständig aufgerissene Augen des Hauptdarstellers machen das noch nicht zum guten Anti-Kriegsfilm, zumal hier wieder das Klischee des Deutschland-Bilds bedient wird, wonach auch der 1. Weltkrieg alleine verschuldet wurde. Anscheinend wird so etwas belohnt und reicht dann für einen Oscar. Gähn. Filmemacher, die subtiler arbeiten, haben keine Chance. Am besten gar nicht mehr hingehen zur Oscar-Verleihung. 

Kriegsschuldrelativierungen scheinen im Trend zu liegen. 

Kennen Sie eigentlich das Buch, auf dem der Film beruht? Sie sollten es lesen.

Das Buch kenne ich längst. Sehr beeindruckend. Das heißt aber nicht, dass man den Film auch toll finden muss. "Kriegsschuldrelativierungen" sind, was den 1. Weltkrieg betrifft, längst in der Forschung angekommen und das hat nichts mit irgendeiner Ideologie zu tun oder dem Leugnen von Kriegsverbrechen. Kann man zur Kenntnis nehmen oder auch nicht. 

D. Hume
@13:25 Uhr von Kokolores2017

Ist der Film jetzt wirklich so überragend gut oder hatte er nur zur richtigen Zeit das richtige Thema?

 

Man hört, dass er Remarques Roman oft verfälscht - also müsste man diesen noch einmal lesen und direkt mit dieser Verfilmung und womöglich mit den 2 früheren vergleichen.

Den Roman nochmal zu lesen, ist, besonders zur Zeit, sicher die beste Variante.

Es gibt signifikante Unterschiede zum Buch, ja. Ein Film muss aber gar nicht ein Buch eins zu eins wiedergeben wollen. Diese Pflicht besteht nicht und ist dem kreativen Endprodukt am Ende auch nicht förderlich. Ich habe das Buch auch lange nicht mehr in der Hand gehabt, nehme mir aber vor das am nächsten Wochenende zu ändern.

.tinchen
@12:02 Uhr von fathaland slim

 "Ich gönne es ihr vor allem, daß Sie so auch außerhalb des „Scream Queen“-Stereotyps wahrgenommen wird."

 

Aww, Sie war perfect als Laurie in The walking Dead, oder nicht :-)

Tina

Neutrale Stimme

Obschon sich der Film fast zweieinhalb Stunden Zeit nimmt, strafft er den Roman überraschend stark. Der demagogische Lehrer Kantorek, der Pauls ganze Klasse zum Kriegsdienst aufhetzt, fehlt beispielsweise ebenso, wie die Episoden mit ihrem sadistischen Drill-Unteroffizier Himmelstoß im Ausbildungslager. Auch die beiden Kapitel mit Pauls Heimaturlauben und seiner Entfremdung von Freunden und Familie wurden ebenso weggelassen, wie Pauls Lazarettaufenthalt, seine verzweifelten Selbstgespräche über Leben und Krieg, oder auch die Geschichte mit seiner krebskranken Mutter.

Das ist sehr schade, denn dadurch verliert die Handlung natürlich auch an Tiefe. Paul bleibt als Figur leider meistens irgendwie unnahbar -es ist fast so, als würde man ihn aus einer Art "sicherer Distanz" leiden sehen.

Berger konzentriert stattdessen nahezu die gesamte Handlung auf das Schlachtfeldgeschehen. 

Als Buch Kenner bin ich deshalb enttäuscht.

fathaland slim
@13:36 Uhr von Neutrale Stimme

Diese Diskusion ueber bester Film und bester internationaler Film ist unnoetig. Im Westen nichts neues ist nicht auf 

Wenn Sie meinen. Aber was sind denn nun Ihre Kritikpunkte an dem Film?

 

Mich hat der Film -trotz seiner beeindruckenden Bildsprache- eher enttäuscht. Ich musste auch erst eine Weile darüber nachdenken, warum er mich denn eigentlich enttäuscht hat, bis ich darauf kam: Im Roman steht Paul im Mittelpunkt und unser Entsetzen resultiert (trotz aller Kriegsgräuel) daraus, zu sehen, wie er sozusagen "auf Raten" stirbt; in Bergers Inszenierung steht dagegen eher der Krieg selbst im Mittelpunkt, wie er die Soldaten "auf Raten" umbringt.

Dennoch gute Leistung.

Siehe oben

 

Vielleicht arbeitet der Film einfach die Meta-Ebene des Buches ein wenig deutlicher heraus?

Ich glaube nicht, daß man das Buch richtig versteht, wenn man annimmt, es drehe sich um Pauls Schicksal als Einzelschicksal.

D. Hume
@13:41 Uhr von Neutrale Stimme

Obschon sich der Film fast zweieinhalb Stunden Zeit nimmt, strafft er den Roman überraschend stark. Der demagogische Lehrer Kantorek, der Pauls ganze Klasse zum Kriegsdienst aufhetzt, fehlt beispielsweise ebenso, wie die Episoden mit ihrem sadistischen Drill-Unteroffizier Himmelstoß im Ausbildungslager. Auch die beiden Kapitel mit Pauls Heimaturlauben und seiner Entfremdung von Freunden und Familie wurden ebenso weggelassen, wie Pauls Lazarettaufenthalt, seine verzweifelten Selbstgespräche über Leben und Krieg, oder auch die Geschichte mit seiner krebskranken Mutter.

Das ist sehr schade, denn dadurch verliert die Handlung natürlich auch an Tiefe. Paul bleibt als Figur leider meistens irgendwie unnahbar -es ist fast so, als würde man ihn aus einer Art "sicherer Distanz" leiden sehen.

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Als Buch Kenner bin ich deshalb enttäuscht.

Sonst schreiben Sie ohne Umlaute. Dieser Kommentar ist eine Userkritik bei Filmstarts.de. Etwas unkreativ für das Thema, wie ich finde.

draufguckerin
Erich Maria Remarque - ein großer Schriftsteller

"Im Westen nichts Neues" - den Film werde ich mir nicht ansehen, denn diese Brutalität ertrage ich nicht. Ich muss dann immer an die Menschen denken, an die jungen Männer, unsere (Ur-)urgroßväter, die nicht nur einmal, sondern teils auch zweimal zur Teilnahme an den Weltkriegen gezwungen wurden. Deren Erlebnisse, deren psychische Verfassung als Kriegsheimkehrer, hat sich fortgesetzt bis in die jede Familie. Ich möchte sagen, auch heute noch ist die deutsche Mentalität davon geprägt.

Das Buch habe ich gelesen, auch andere Bücher von Remarque. Empfehlenswert finde ich noch "Der schwarze Obelisk". Remarques Romane lassen den damaligen Zeitgeist aufleben. Für mich stehen Remarques Romane in einer Liga mit denen Thomas Manns. 

Für seinen Roman "Im Westen nichts neues" wurde Remarque für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Sicherlich ist der Film bewegend, eventuell auch teilweise effektheischend. Für mich steht er auf einer Stufe mit "Das Boot".

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Sokrates

Der Oskar Hype jedes Jahr ist eine immer wieder kehrende Selbstdarstellung der amerikanischen Filmindustrie und Gesellschaft. Die großen Filmzeiten halte ich vorbei!

schabernack
@13:41 Uhr von Neutrale Stimme

 

Obschon sich der Film fast zweieinhalb Stunden Zeit nimmt,

strafft er den Roman überraschend stark …

 

Eine Verfilmung ist auch nicht verpflichtet, den Buchinhalt einer Vorlage 1:1 wiederzugeben. Das geht bei Büchern sowieso nicht, sonst wären Filme sechs bis neun Stunden lang.

german-canadian
@13:41 Uhr von Neutrale Stimme

 

Als Buch Kenner bin ich deshalb enttäuscht.

Ich habe das Buch auch gelesen und den Film gesehen.

Ihre Kritik halte ich nicht gerechtfertigt, denn man sollte Buch und Film jeweils für sich beurteilen. Es ist schlicht unmöglich alle Facetten eines Buches in einem Film umzusetzen wenn er nicht 10 stunden dauert. Die Drehbuchschreiber und die Regie filmen das was diese für wichtig halten.

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