Kommentare - Bundestag: Keine Rentenkürzung für Frührentner mit Nebenjob

02. Dezember 2022 - 08:02 Uhr

Der Bundestag hat am Abend mehrere Gesetze beschlossen: Die Hinzuverdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten fällt weg. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird verbessert. Zudem soll das Tierarzneimittelgesetz reformiert werden.

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Kommentare

Bestrafung der Tüchtigen

Man muss sich wirklich fragen, mit welcher Begründung bislang die Renten bei Hinzuverdienst gekürzt wurden. Das läuft doch auf eine Bestrafung der Tüchtigen hinaus. Da überall Arbeitskräfte, vor allem Fachkräfte, fehlen und die Migration eben nicht zu den notwendigen Arbeitskräften führt, müssen Mittel und Wege gefunden werden, das vorhandene Arbeitskräftepotential zu aktivieren. Insofern ein richtiger Schritt, den Hinzuverdienst bei Rentnern zu fördern.

 

Was vor allem aber fehlt, ist die Entlastung von Mehrarbeit, Überstunden und vor allem Vollzeitstellen. Viele Arbeitnehmer wollen nur noch Teilzeit arbeiten und keine Mehrarbeit leisten, da man z. B. bereits bei Stkl. 1/4 ab einem zu versteuernden Einkommen von rund 50.000 Euro (Stkl. V bereits 40.000 €) bereits einen Grenzsteuersatz von 40 % hat und nach SV- und KiSt-Abzug noch rund 0,37 Euro von 1,00 Euro zusätzlichem Verdienst verbleiben.

 

Wer viel arbeitet sollte tendenziell mit wenig Steuern belohnt werden, weil wir es brauchen!

Surreal, wie sich der Begriff ändert

Also wenn man in den 80er Jahren in Rente war, aber nebenbei unbegrenzt arbeitete, dann war das schon verhaltensauffällig.

Rente war früher die Zeit nach dem Berufsleben. Heute müssen viele alte Menschen weiter arbeiten, weil die Rente nicht zum Leben reicht. 

Das ist unsozial. Ausserdem ist gerade ein Begriffswandel von Rente zu beobachten. 

Das Rentner überhaupt vielfach ...

.. im Ruhestand arbeiten müssen ... das ist ein Skandal.

40 ... 50 Jahre gearbeitet und ein Fall fürs Pfandflaschen sammeln oder das Amt, toll.

Zeichen an die Jugend: Arbeiten Lohn nicht.

Da ist er Fall der Hinzuverdienstgrenze ein freikaufen vom schämen, bestenfalls.

Überfällig

Na bitte, es geht doch. Ist die gesetzliche Rente der Verdienst bereits geleisteter Arbeit, darf jetzt das „know-how“ endlich wieder ran ohne für Arbeit bestraft zu werden. Ein klitzekleiner erster Schritt. Oder ist die Erkenntnis doch nur, dass arbeitende Rentner den Staat billiger kommen als die Welle von Altersarmut. Erst wenn sich Arbeit wieder nachhaltig lohnt, werden wir wieder auf die Füße kommen. 

@08:34 Uhr von Sparpaket

Also wenn man in den 80er Jahren in Rente war, aber nebenbei unbegrenzt arbeitete, dann war das schon verhaltensauffällig.

Rente war früher die Zeit nach dem Berufsleben. Heute müssen viele alte Menschen weiter arbeiten, weil die Rente nicht zum Leben reicht. 

Das ist unsozial. Ausserdem ist gerade ein Begriffswandel von Rente zu beobachten. 

Früher konnte man sich freuen wenn man in Rente gehen kann. Heute kommt es mir so vor, das man als Rentner eine Last ist. Ich mußte auch gesundheitsbedingt mit 63 in die volle Erwerubsfähigkeitsrente. Jahre habe hat meine Gesundheit durch die "Maloche" gelitten. Was ist der Dank dafür? Wäre ich nicht verh. würde ich von der Tafel leben müßen und für eine Wohnung würde es kaum reichen. Über 42 Jahre eingezahlt für eine Hungerrente. Ich weiß, man darf nicht drüber reden aber so wie mir geht es sehr vielen.

@08:51 Uhr von H. Hummel

.. im Ruhestand arbeiten müssen ... das ist ein Skandal.

40 ... 50 Jahre gearbeitet und ein Fall fürs Pfandflaschen sammeln oder das Amt, toll.

Zeichen an die Jugend: Arbeiten Lohn nicht.

Da ist er Fall der Hinzuverdienstgrenze ein freikaufen vom schämen, bestenfalls.

Arbeiten für die Jugend lohnt sich schon, aber man kann nicht so viel verdienen um später über die Runden zu kommen.

Merkwürdig ist das schon...

..so stellt sich die frage warum jemand in Frührente geht,wenn er noch Arbeiten kann. Aber so soll wohl vor allem druck vom Kessel des berstenden Unsozialen Rentensystem genommen werden,so das der Ruf nach Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, Versicherungspflicht für Selbständige und Beamte,vor allem aber angemessen hohe Grund-/Mindestrente vom Tisch zu bekommen.

Nicht nur das,das immer noch skandalöse verhalten der Lobbypolitiker im Umgang mit einem überfälligem,rigorosen Verbot von Antibiotika in der Tier-haltung/zucht im Meldungswust nebenher erwähnt wird ist ein ebensolcher, wie die scheinbare geringschätzung des Themas, das noch Hunderttausende Töten wird.

Es verwundert scheinbar auch niemanden das es wohl bisher nicht "einfach" möglich war aus nicht genutztem Ökostrom Wasserstoff her zu stellen, -es jetzt wohl "weniger" verwaltungstechnisch Hürden gibt....

Nicht das sich Ökostrom tatsächlich rechnet,da wird die Clique der Konservativen Energiewirtschaft,Lobbyhaie Aktivieren.

Hinzuverdienst

Wenn ein Frührentner sich ein paar Euro hinzuverdient ist dies mehr als verständlich. Zu hoch sind die Abzüge, viele schämen sich zum Amt zu gehen und nach Unterstützung zu fragen. 

Wenn ich unsere Nachbarin anschaue, 46 Jahre im Einzelhandel gearbeitet, bekommt eine Rente von 920 Euro ihr bleiben nach allen Abzügen 220 Euro im Monat. Aufs Amt, nein will sie nicht sie schämt sich nun geht sie samstags und Sonntags beim Bäcker arbeiten. 

Da kann man die jungen Menschen verstehen, wenn sie sagen warum für die paar Kröten arbeiten. Es ist zwar traurig aber so ist die Einstellung. 

@08:51 Uhr von H. Hummel

.. im Ruhestand arbeiten müssen ... das ist ein Skandal.

40 ... 50 Jahre gearbeitet und ein Fall fürs Pfandflaschen sammeln oder das Amt, toll.

Zeichen an die Jugend: Arbeiten Lohn nicht.

Da ist er Fall der Hinzuverdienstgrenze ein freikaufen vom schämen, bestenfalls.

 

Der Sozialstaat ist völlig überfordert: auf rund 20 Mio. Vollzeitarbeitnehmer kommen heute schon über 20 Mio. Rentner. Wie soll das Umlageverfahren bei der Rente noch funktionieren?

Die Steuern und Abgaben für die immer wenigeren Arbeitnehmer explodieren.

 

Eine sorgenfreie Rente mit Amüsement auf einem Kreuzfahrtschiff für alle geht nicht. Wenn die Arbeitnehmer schon unter den Abzügen ächzen, dürfen sich auch Rentner an der Dämpfung der Misere beteiligen, die uns die letzten Regierungen eingebrockt haben.

 

Seit 40 Jahren ist doch klar, dass die Bevölkerungspyramide auf der Spitze steht und die Rente so nicht funktionieren kann. Wer den Sprüchen der Fachleute aus den Altparteien glaubte, ist doch selber schuld.

Die ersten vier Kommentare

... beschäftigen sich alle mit dem Thema "Rente".

Viel wichtiger in dem im Artikel beschriebenen Gesetzespaket scheint mir aber die Änderung des Tierarzneimittelgesetzes zu sein. Mit dieser Änderung besteht zum ersten Mal die Chance, dass wir großen Bakterienpandemien doch noch etwas entgegenzusetzen haben.

Ich bin ja wirklich erschrocken angesichts zehntausender europäischer (!!) Toter durch Antibiotikaresistenzen. Dass es längst ein gesundheitliches Problem ist, wusste ich; mir war aber nicht klar, ein wie großes ...

@08:51 Uhr von H. Hummel

.. im Ruhestand arbeiten müssen ... das ist ein Skandal.

40 ... 50 Jahre gearbeitet und ein Fall fürs Pfandflaschen sammeln oder das Amt, toll.

So unfair das scheinen mag, machen Sie doch einen Vorschlag, wie man es machen könnte unter Berücksichtigung dass, heute die Rente ca. 20 Jahre lang bezogen wird. Früher waren es ca. 8 Jahre. Dass der Anteil Rentner zur Gruppe derjenigen, die sie erwirtschaften müssen immer grösser wird und dass die Beiträge ins Unermessliche steigen werden. Hinzu kommt, dass es bislang nicht gewünscht ist, ein teilweise kapitalgedecktes System will man auch nicht. Wie man da rauskommen will, ohne viele Jahre 2 Systeme am Laufen zu halten, erschliesst sich mir nicht.

 

@08:51 Uhr von H. Hummel

.. im Ruhestand arbeiten müssen ... das ist ein Skandal.

40 ... 50 Jahre gearbeitet und ein Fall fürs Pfandflaschen sammeln oder das Amt, toll.

Zeichen an die Jugend: Arbeiten Lohn nicht.

Da ist er Fall der Hinzuverdienstgrenze ein freikaufen vom schämen, bestenfalls.

 

 

Nun gibt es such solche Menschen, die durch Flaschensammeln die Hinzuverdienstgrenze kaum erreichen...

 

Und auch solche, die nach Erreichen des Rentenalters gerne weiterarbeiten, ohne es finanziell nötig zu haben, einfach, weil es ihnen gefällt.

 

Aber hier ist von Frührentnern die Rede.

Da sehe ich in der gesetzlichen Neuregelung überhaupt nicht das, was Sie beklagen.

 

Es gibt

eigentlich zwei Gründe, wenn man vorzeitig in Rente geht.

Einmal ist es aus Gesundheitlichen Gründen, oder weil man nicht mehr arbeiten will und genug zum Leben hat.

Meist ist es ersteres, aber ganz so einfach bekommt in Deutschland keiner vorher Rente, der Weg ist oft lang, oder man nimmt hohe Abschläge bewusst in Kauf.

Beides sind nicht die Gruppen die unbedingt viel arbeiten möchten, Punkt zwei ist dann noch, man kann dann viel verdienen nach neuem Gesetz, die Rente zählt aber zum Einkommen, und dann schlägt die Steuer zu, und zwar kräftig.

So richtig verstehe ich das nicht, oder man will einfach mehr Steuereinnahmen generieren, denn die Meisten Rentner haben in der Regel weniger, so das keine Steuern anfallen. Das sind rund 70 Prozent aller Rentner, nächstes Jahr steigt die Zahl um rund 300 Tausend an, wegen der neuen Freibeträge, das gilt natürlich nur für Rentner die nur eine Gesetzliche Rente haben.

Bei zusätzlicher Betriebsrente, sieht das natürlich anders aus.

@09:23 Uhr von Jimi58

Also wenn man in den 80er Jahren in Rente war, aber nebenbei unbegrenzt arbeitete, dann war das schon verhaltensauffällig.

Rente war früher die Zeit nach dem Berufsleben. Heute müssen viele alte Menschen weiter arbeiten, weil die Rente nicht zum Leben reicht. 

Das ist unsozial. Ausserdem ist gerade ein Begriffswandel von Rente zu beobachten. 

Früher konnte man sich freuen wenn man in Rente gehen kann. Heute kommt es mir so vor, das man als Rentner eine Last ist. Ich mußte auch gesundheitsbedingt mit 63 in die volle Erwerubsfähigkeitsrente. Jahre habe hat meine Gesundheit durch die "Maloche" gelitten. Was ist der Dank dafür? Wäre ich nicht verh. würde ich von der Tafel leben müßen und für eine Wohnung würde es kaum reichen. Über 42 Jahre eingezahlt für eine Hungerrente. Ich weiß, man darf nicht drüber reden aber so wie mir geht es sehr vielen.

Die miese Rente ist eklig, auch bei mir.

Wenn Sie aber aber nur halbwegs ihrem Namen entsprechend spielen - so what? - dann sind Auftritte sicher.

@08:20 Uhr von AbseitsDesMainstreams

Man muss sich wirklich fragen, mit welcher Begründung bislang die Renten bei Hinzuverdienst gekürzt wurden. Das läuft doch auf eine Bestrafung der Tüchtigen hinaus. Da überall Arbeitskräfte, vor allem Fachkräfte, fehlen und die Migration eben nicht zu den notwendigen Arbeitskräften führt, müssen Mittel und Wege gefunden werden, das vorhandene Arbeitskräftepotential zu aktivieren. Insofern ein richtiger Schritt, den Hinzuverdienst bei Rentnern zu fördern.

 

Was vor allem aber fehlt, ist die Entlastung von Mehrarbeit, Überstunden und vor allem Vollzeitstellen. Viele Arbeitnehmer wollen nur noch Teilzeit arbeiten und keine Mehrarbeit leisten, da man z. B. bereits bei Stkl. 1/4 ab einem zu versteuernden Einkommen von rund 50.000 Euro (Stkl. V bereits 40.000 €) bereits einen Grenzsteuersatz von 40 % hat und nach SV- und KiSt-Abzug noch rund 0,37 Euro von 1,00 Euro zusätzlichem Verdienst verbleiben.

 

Wer viel arbeitet sollte tendenziell mit w...

 

Das Jammern der Privilegierten.

Frührente?

Was soll das? Wer 34.500 Euro im Jahr verdient braucht keine abzugsfreie Frührente. Da stellt sich mir eher die Frage, warum jemand mit einem fast durchschnittlichem Einkommen überhaupt erwerbsgemindert ist.

Es fehlen halt Fachkräfte

Betrifft mich bald auch ... herrlich, dann kann ich mehr verdienen als zu Arbeits-Zeiten. Rente läuft und ich kann parallel fast unbegrenzt dazuverdienen. Ich muss nicht arbeiten, aber meine Frau hat ein paar Jahre länger zu arbeiten - da kann ich mich meinem Hobby widmen, denn die Grundlage kommt ja aus der Rente. Das wird ein leichtes Leben ... nur ist das der Sinn von "Rente"?

Und leider MÜSSEN viele ehemalige AN dazuverdienen, weil die Rente einfach nicht reicht. Und das wird noch schlimmer! Über 16 Jahre wurde der Mindestlohn abgesenkt, so dass er gerade noch über Hartz liegt. WIe soll einer da für die Rente eine Anwartschaft generieren? Die häßliche Merz-Diskussion über das Bürgergeld zeigt die Verachtung gegenüber diesen Menschen und vor allem die klare Unternehmenssicht: "Reich wird man nicht vom vielen Einnehmen, sondern vom wenig Ausgeben" (G. Bauknecht). Und so bleiben Löhne katastrophal und man schreit nach Zuwanderung nach Billigst-Kräften??? Qatar lässt grüßen. 

Ganz im Hintertreffen

Ein weiteres Gesetz ist ähnlich wichtig: Das Tier-Arzneimittel-Gesetz. Endlich zieht die Reg. die Zügel beim großflächigen Antibiotika (Miss-) Ver-brauch in Ställen an. Das Alarmsignal, dass viele Antibiotika schon gar nicht mehr wirken, weil die Bakterien längst resistent geworden sind. Selbst die Reserve-A. sind schon abgeschwächt helfend. Das ist fatal und führt in eine extremere Sackgasse als die Rente-Diskussion. Sorge habe ich nur wegen der Kontrolle. So wie ich die Behörden kenne passiert da nichts. Viele Betriebe werden in 20 Jahre 1mal kontrolliert - das ist eine Farce! Mindestens jährliche und unangemeldete Kontrollen. Und dann stehen die vielen Subventionen halt auch auf der Streich-Liste. Es darf nicht sein, dass die Großen (die in ihren super goßen Ställen besonders viel ausbringen müssen) auch noch besonders viel Subventionen bekommen. Wallenstein's Zitat etwas anders: Die Großagrar-Industrie ernährt die Großagrar-Industrie. Ein Filz sondergleichen! 

@09:27 Uhr von Immewigger

..so stellt sich die frage warum jemand in Frührente geht,wenn er noch Arbeiten kann.

Sozialpläne von Firmen, keine Teilzeit möglich und Vollzeit kann man nicht mehr, der bisherige Betrieb z.B. Handwerk, hat keine Stellen im Büro usw. usw. Gründe gibt es genug.

 

@09:32 Uhr von V8forever

" Wenn ein Frührentner sich ein paar Euro hinzuverdient ist dies mehr als verständlich. Zu hoch sind die Abzüge, viele schämen sich zum Amt zu gehen und nach Unterstützung zu fragen. 

Wenn ich unsere Nachbarin anschaue, 46 Jahre im Einzelhandel gearbeitet, bekommt eine Rente von 920 Euro ihr bleiben nach allen Abzügen 220 Euro im Monat. Aufs Amt, nein will sie nicht sie schämt sich nun geht sie samstags und Sonntags beim Bäcker arbeiten. 

Da kann man die jungen Menschen verstehen, wenn sie sagen warum für die paar Kröten arbeiten. Es ist zwar traurig aber so ist die Einstellung. "

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In dem Fall ist es aber keine Frührentnerin, sondern mit 46 Jahren, hat sie genug gearbeitet, und dort ist das Problem, die Höhe unserer Renten.

Und solche Rentenbezüge in der Höhe, sind ja keine Seltenheit, und betrifft ja nicht nur Frauen, und als Vollrentner, durfte man ja so wie so arbeiten.

Es müsste nur Steuerfrei sein, sonst macht es keinen Sinn, unser Grundproblem ist die Höhe der Renten.

 

Keine Rentenkürzung für Frührentner mit Nebenjob....

Das Rentenbezieher noch arbeiten gehen, ist zunehmend ein Massenphänomen. In Westdeutschland gingen im Jahr 2010 600.000 Rentner noch arbeiten, im Jahr 2021 waren es 890.000. In Ostdeutschland  waren es 2010 90.500 und 2021 162.000. 

Annahmen, daß sie das machen, weil ihnen die Arbeit so gefällt, sind abwegig. Die durchschnittliche Rente beträgt etwa 1600 Euro brutto. Die Neurenten liegen bei 990 Euro. 

@10:00 Uhr von ma_tiger

Was soll das? Wer 34.500 Euro im Jahr verdient braucht keine abzugsfreie Frührente. Da stellt sich mir eher die Frage, warum jemand mit einem fast durchschnittlichem Einkommen überhaupt erwerbsgemindert ist.

Na ja,

 

36.000€ Brutto / Jahr sind 3.000 im Monat.

Davon ( noch ca. ) 50% Rente sind 1.500 / Monat.

Abzüglich Steuern etc. bleibt da nicht mehr viel…

@09:39 Uhr von DrBeyer

Der Artikel enthält mindestens sechs verschiedene Themenfelder. Ich könnte und wollte da keine Reihenfolge nach Relevanz erstellen und halte alle Änderungen für sehr wichtig. Armut ist z.B. ein Risikofaktor für eine schlechtere Gesundheit und ein kürzeres Leben.

Wenn die Hinzuverdienstgrenzen für Bezieher:innen von Erwerbsminderungsrenten und Frührentner steigen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Auszeiten für Sorgearbeit (Erziehung und Pflege) besser geregelt sind, wirkt sich das sicherlich auch auf die Gesundheit der Betroffenen aus.

Gleichermaßen begrüßenswert sind Regelungen, die die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen eindämmen. U.A. durch die beschlossenen Vorgaben beim Einsatz in der Tiermast. Darüber hinaus ist es m.M.n. unerlässlich die Entstehung durch Einleitung von ungefilterten Abwässern in den Produktionsländern zu unterbinden, bessere Hygienekonzepte in Krankenhäusern zu implementieren und die Entwicklung und Herstellung von neuen Antibiotika zu priorisieren.

Ungehemmte Tierarzneimittel führen zu Resistenzen!

Danke, liebe Wähler der Union und  der FDP: Jahrzehntelang durften Tierärzte unkontrolliert (!) und ungehemmt Antibiotika in der tierunwohlen Massentierhaltung verspritzen - ungestört durch 16 Jahre Kohl und 16 Jahre Merkel! Zur Freude der Pharmakonzerne ...

Jahrzehntelang hat die Medizin vor Resistenzen gewrnt , auch Zehntausende Tote durch Antibiotika-Resistenzen haben daran nichts an den Wiederwahlen von Kohl und Merkel geändert ...

Endlich ändert die Ampel diese fatalen Regelungen.

Danke, liebe Ampel - weiter so!

Ah, DAS ist eine gute Nachricht

Damit bin ich sofort in Frührente, aber so was von.

Und, nebenbei bemerkt: ich bin Nichtwähler, brauche mich bei der nächsten BT-Wahl also NICHT daran zu erinnern, welche Partei diese Wohltat über mich ergossen hat.

Rente AND unbegrenzter Hinzuverdienst - ein Traum wurde wahr. Das motiviert mich doch mich wegen den Einzelheiten zu informieren. Vielleicht fällt auch noch das Steuernzahlen weg?

@09:36 Uhr von AbseitsDesMainstreams

 

Eine sorgenfreie Rente mit Amüsement auf einem Kreuzfahrtschiff für alle geht nicht. Wenn die Arbeitnehmer schon unter den Abzügen ächzen, dürfen sich auch Rentner an der Dämpfung der Misere beteiligen, die uns die letzten Regierungen eingebrockt haben.

Kannst mir´n Schuh aufblasen. Wieviele (dämliche) Kommentare habe ich hier in den letzten Jahren gelesen, die den Alten ihre Renten nicht gönnten? Ich weiß es nicht mehr. Nach 20 habe ich aufgehört zu zählen - aber die Kommentatoren habe ich auf "mittelalt" eingeschätzt: keine Ahnung von nix, aber ich, ich, ich, und nur das, was sie sich unter Demokratie vorstellen ist Demokratie, und damit ein funktionierender Staat. Lächerlich und dumm - und eigentlich nur zum Ignorieren gut.

 

"... Wer den Sprüchen der Fachleute aus den Altparteien glaubte, ist doch selber schuld."

DAS sind keine Fachleute, das sind "Experten" - Leute, die immer mehr von immer weniger wissen und unfähig sind über den berühmten Tellerrand zu schauen.

 

@09:39 Uhr von DrBeyer

Ich bin ja wirklich erschrocken angesichts zehntausender europäischer (!!) Toter durch Antibiotikaresistenzen. Dass es längst ein gesundheitliches Problem ist, wusste ich; mir war aber nicht klar, ein wie großes ...

 

Sind Sie etwa zum Arzt gegangen, wenn Sie z.B. eine Erkältung hatten? Also ich bin zum Metzger meines Vertrauens gegangen und habe mir ein Putenschnitzel gekauft. Auch nach dem Braten und dem Verzehr desselben war die Erkältung nach 1 - maximal 2 Tagen weg.

@11:17 Uhr von Bernd Kevesligeti

Annahmen, daß sie das machen, weil ihnen die Arbeit so gefällt, sind abwegig. Die durchschnittliche Rente beträgt etwa 1600 Euro brutto. Die Neurenten liegen bei 990 Euro. 

Dass viele Rentner nebenher noch arbeiten (müssen)ist sicherlich der Absenkung  des R-niveaus geschuldet. Eine Rolle spielt aber sicher auch, dass die Rentner von heute zumeist wesentlich fitter sind, als unsere Eltern/Grosseltern im Rentenalter. Das hat versch. Gründe und weil das so ist, haben einige, nicht alle, halt Lust noch etwas zu tun um sich u.a. vllt mal eine Kreuzfahrt oder sonst irgendetwas zu gönnen, was sonst schwierig wäre. Ohne Zweifel ist es leider für einige schlicht notwendig, wenn sie ihren Standard erhalten wollen. Die Gründe für das Rentenniveau liegen auf der Hand und sind schon zig Mal erklärt worden.

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wie in einem der reichsten Länder der Erde, in Deutschland, mit den Rentnern umgesprungen wird. Allein die Kürzung der Renten bei einer Arbeitsaufnahme war schon mehr als rechtswidrig, weil die erarbeiteten Rentenbeträge, die dem Rentner zustanden, willkürlich gekürzt worden sind. Dessen Abschaffung jetzt als großen Erfolg zu feiern, ist mehr als schlimm und zeigt, wieviel man von den Rentnern hält. Es würde sich in Deutschland an der Haltung zu Rentnern erst etwas ändern, wenn alle Bezieher von Altersruhegeld auch Rentner wären. Jetzt gibt es eine Zweiklassengesellschaft, wo die späteren gut abgesicherten Pensionäre über die Rentner entscheiden, die oft kaum genug zum Leben haben, von einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ganz zu schweigen.

So langsam wird es etwas wild

Also wer hier noch 40 Stunden pro Woche arbeitet, scheint irgendwie der Idiot zu sein. Entweder ich gehe ich Frührente ... weil ich nicht mehr arbeiten kann oder arbeite eben in Teilzeit weiter. 

Am Ende rechnet sich es dann ggf. immer mehr ... neben Transferleistungen auch einen MiniJob zu machen, denn dann hat man immer mehr Netto, als wenn so blöd ist und die hohen Steuer und Sozialabgaben zahlt, damit man sich sowas Lustiges leisten kann, wie Frühverrentung. 

Ich freue mich... ich gehe dann mit 55 in Rente und lebe dann von Zinsen und Frührente und arbeite dann noch 5 Stunden pro Woche ... und habe dann einfach viel Zeit. 

 

 

@10:00 Uhr von Gassi

Betrifft mich bald auch ... herrlich, dann kann ich mehr verdienen als zu Arbeits-Zeiten. Rente läuft und ich kann parallel fast unbegrenzt dazuverdienen. (...) ... nur ist das der Sinn von "Rente"?

>> Und leider MÜSSEN viele ehemalige AN dazuverdienen, weil die Rente einfach nicht reicht. Und das wird noch schlimmer! Über 16 Jahre wurde der Mindestlohn abgesenkt, so dass er gerade noch über Hartz liegt. WIe soll einer da für die Rente eine Anwartschaft generieren? Die häßliche Merz-Diskussion über das Bürgergeld zeigt die Verachtung gegenüber (...)

Genau das ist das Problem: Dass viele ehemalige AN dazuverdienen MÜSSEN, statt dass sie es KÖNNEN (weil sie es gerne wollen).

@12:31 Uhr von weingasi1

 Die durchschnittliche Rente beträgt etwa 1600 Euro brutto. Die Neurenten liegen bei 990 Euro. 

Dass viele Rentner nebenher noch arbeiten (müssen)ist sicherlich der Absenkung  des R-niveaus geschuldet. Eine Rolle spielt aber sicher auch, dass die Rentner von heute zumeist wesentlich fitter sind, als unsere Eltern/Grosseltern im Rentenalter. Das hat versch. Gründe und weil das so ist, haben einige, nicht alle, halt Lust noch etwas zu tun um sich u.a. vllt mal eine Kreuzfahrt oder sonst irgendetwas zu gönnen, was sonst schwierig wäre. Ohne Zweifel ist es leider für einige schlicht notwendig, wenn sie ihren Standard erhalten wollen. Die Gründe für das Rentenniveau liegen auf der Hand und sind schon zig Mal erklärt worden.

 

 

 

Ja, so ist es. Die Rentenreformen der vergangenen Jahre tragen ihre Früchte. Aber keine Früchte für die Rentner. Auch kein Wunder bei der personellen Zusammensetzung der Rentenkommissionen (Sinn, Miegel, Rürup, Raffelhüschen, Ergo-Group). 

 

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