Kommentare - Großbritannien und die EU: Die Brexit-Debatte ist zurück

23. November 2022 - 20:55 Uhr

Die überzeugten Brexit-Anhänger werden unruhig: Will die neue Regierung Sunak näher an die EU rücken? Der Premier dementiert - aber neue Zahlen fachen die Debatte an. Von Christoph Prössl.

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Kommentare

Der Brexit war ein Fehler

Spätestens seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine ist jedem in UK klar, dass der Brexit ein Fehler war. Je einiger Europa ist, desto besser für die Wirtschaft und die Verbraucher und desto stärke die europäische Position gegen äußere Feinde.

For the Union

So viele gestandene Briten, die ich kenne, sind für die Mitgliedschaft in der EU und für die kritische aber solidarische Zusammenarbeit mit den anderen europäischen Nationen. Ich wette, es gäbe mittlerweile bei weitem keine Mehrheit mehr für diesen unsäglichen Brexit. Jetzt sind eben mehr Fakten bekannt und die rechten Populisten können nicht mehr so viel bewirken.

Der Weg führt

über kurz oder lang wieder zurück in die EU.

Ich sage so innerhalb von 10 Jahren ist GB zurück in der EU.

Das war mir gleich klar.

Thema vielschichtig

 

Wir sollten die "Brexit"- Frage nicht auf den Bereich Wirtschaft verkürzen.

 

Gewiss, die Wirtschaft giert nach billigsten Arbeitskräften, auch durch Zuwanderung, und man weiß dort genau: Der Preis für Arbeit (Lohn) richtet sich nach Angebot und Nachfrage.

"Die Inflation liegt derzeit bei 11,1 Prozent."- so lesen wir im Artikel. Und, wie hoch ist sie bei uns in D., im wirtschaftlich stärksten Land Europas? Sicher ist die hohe Inflation NICHT Folge des Brexit.

 

Wir sollten auch nicht unterschlagen, daß die Ereignisse von 2015 die Stimmung in GB kippen ließen. Das Thema "illegale Migration" ist auch heute wieder ein wichtiges in GB. Siehe u.a.: "https://www.tagesschau.de/ausland/europa/migrationsabkommen-aermelkanal…": hier u.a.: "Rishi Sunak vertritt eine harte Einwanderungspolitik" und: "Er unterstützt das Vorhaben, Migranten in das ostafrikanische Land Ruanda abzuschieben - ohne Rücksicht auf den Asylstatus"

 

Also: Das Thema ist sehr vielschichtig.

Das ist mir so was von egal

Wie lange geht uns der Brexit schon auf den Geist? Das ist mir mittlerweile so was von egal: Da findet doch keine Diskussion zwischen informierten Bürger<.innen statt - da wird Blödsinn verzapft.

Gerne können die Briten noch weiterdiskutieren bis Bier kommt: Das ist mir egal.

Irland soll sich meinetwegen vereinigen, Schottland unabhängig werden und England Republik - egal.

Aber nicht wiederkommen bitte!

@21:17 Uhr von Naturfreund 064

über kurz oder lang wieder zurück in die EU.

Ich sage so innerhalb von 10 Jahren ist GB zurück in der EU.

Das war mir gleich klar.

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Glaub ich weniger, schon aus Stolz machen die keinen Rückzieher. Der Austritt von GB war eine nervenzehrende Angelegenheit, das will so schnell keiner mehr und gerade mal 20% der Brexitiers, haben ihre Meinung revidiert, das ist zu wenig für einen Kurswechsel.

Also innerhalb von 10 Jahren wird das garantiert nix, vlt. in 20-30 Jahren.

 

London...

Hat sich nach meiner Meinung mit dem Verlassen der EU einen sehr großen Fehler gemacht. Das Vereinigte Königreich ist nicht mehr das große Empire mehr. Sondern nur noch eine kleine Insel am Rande von Europa. Im Vereinigte Königreich ist man nicht einigen Schottland Nordirland und der Großraum London hat sich für den Verbleib gestimmt. Wales und das kleine England haben gegen den Verbleib bei der EU  gestimmt haben. Hoffentlich sehen die Mitglieder vom House of Commons ein das es ein Fehler war. 

Nun - vor 60 Jahren starte…

Nun - vor 60 Jahren starte bei der BBC eine Serie die mich als Kind in vielen Dingen beeinflusst hatte...

..in D-Land wurde es unter "Mit Schirm, Scharm und Melone" ausgestrahlt.

Da traf das alte England in Form des Gentlement Steed auf das neue England in Form von Dr. Gale (Honor Blackman) und Misses Emma Peel (Diana Rigg).

Was vor 60 jahren noch witzig und unterhaltsam war - entpuppt sich heute als Synonyn für eine komplett zerrissene Gesellschaft.

Ein Teil lebt noch im Britischen Empire - das längst vergangen ist - möchte es aber wieder zu alter Grösse führen...

...ein anderer Teil möchte gerne in der Moderne ankommen - kann sich aber kaum gegen die ewig gestrigen durchsetzen.

Aber im Gegensatz zur Serie vor 60 Jahren arbeitet man inzwischen gegeneinander und nicht mehr miteinander.

Es war ein Fehler

der Austritt aus der EU und das merken die Briten so langsam denn die Wirtschaft ist geschwächt und war da auch nicht vorbereitet.Hatten sich doch alles besser vorgestellt.2015 die große Flüchtlings Welle auf die EU war mit ein Grund für die Britten die " Schotten " dicht zu machen und aus der EU raus zugehen.

21:25, bolligru

Wir sollten auch nicht unterschlagen, daß die Ereignisse von 2015 die Stimmung in GB kippen ließen. 

 

Das wird immer wieder behauptet, ist aber falsch.

 

GB als Nichtmitglied des Schengenraums war von den „Ereignissen von 2015“ überhaupt nicht betroffen.

 

Die Fremdenfeindlichkeit auf der Insel bezog sich auf EU-Bürger, die aufgrund der vereinbarten Freizügigkeit derselben nach GB kamen. Es gab Ausschreitungen gegen Polen, die man mit Fug und Recht als pogromartig bezeichnen konnte.

lasst die mal

Brexit war inszeniert von einer Gruppe mächtiger Finanziers ,die such die Medien beherrschen,  v.a. Murdoch. Die Bevölkerung hat nichts davon. Das ist aber in anderen Ländern ähnlich, es geht immer um Mscht und Ausplünderung der arbeitenden Bevölkerung. Ob mit oder ohne Brexit, mit oder ohne Krieg. Die Bevölkerung hat kein Interesse, wird aber leider zu oft durch Medienpropaganda verleitet und verliert immer

21:34 Uhr von ein Lebowski

Ich weiß nicht, woher die Zahlen stammen, daß ein wie auch immer großer Teil heute anders denkt. Dabei dürfte es auch Menschen geben, die vorher dagegen waren und jetztpro Brexit sind. Aber, das ist normal, daß Meinungen geändert werden.

Mit entscheidend für die Abstimmung war auch, daß ein Großteil der Briten sich nicht länger von Brüssel alle möglichen und unmöglichen Vorschriften machen lassen wollte. Insb. wollte man auf die Souveränität in Fragen der Einwanderung nicht länger verzichten und genau das ist auch heute noch ein wichtiges Thema. (siehe meinen Beitrag oben, 21,25Uhr,

u.a.: "Rishi Sunak vertritt eine harte Einwanderungspolitik" und: "Er unterstützt das Vorhaben, Migranten in das ostafrikanische Land Ruanda abzuschieben - ohne Rücksicht auf den Asylstatus"- Das wäre innerhalb der EU sicher NICHT machbar, auch wenn Dänemark (sozialdemokratisch regiert) vermutlich zustimmen würde.

Da zeigt der neue britische…

Da zeigt der neue britische Premier ja mal so etwas wie Realitätsorientierung. Kennt man von den Tories schon lange nicht mehr.

 Es wird wohl zu spät kommen: Schottland driftet raus, und Labour liegt deutlich vor den Conservatives.

 

 

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