Kommentare - Hartes Vorgehen spaltet das Parlament

27. September 2022 - 17:20 Uhr

Die Gewalt der Sicherheitskräfte gegen Protestierende im Iran sorgt für immer schärfere Kritik. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte beklagt, dass zeitweise mit scharfer Munition geschossen wurde. Das Vorgehen spaltet auch das Parlament.

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Kommentare

Mir konnten...

...die Mullahs allesamt gestohlen bleiben. Nix Gutes für die Welt - vielleicht schaffen die Iranis ja mal tatsächlich, ihr Land in ihre Hand zu bekommen.

Es würde mich freuen.

Alles Gute für diejenigen,…

Alles Gute für diejenigen, die auf die Straße gehen, um einen iranischen Staat zu schaffen, der die Menschenrechte achtet.

Revolution

"Raschidi Kutschi: "Solange wir uns nicht sachlich mit den aktuellen Themen befassen." (Bericht)

 

Bloeder Quatsch. Sowas kann man nicht sachlich ausdiskutieren. Um ein derartiges Regime zu beseitigen ist Gewalt von der Strasse die einzige Loesung. Beseitigen, nicht politisch irgendwie eingliedern (wo das hinfuehrte sieht man ja in Myanmar). Diese Gewalt muss haerter sein als die des Regimes. Die ganze Menschheitsgeschichte verlaueft in derartigen Faellen doch so. (Sicherlich kommt gleich einer mit einer Ausnahme. Ist in Foren ja immer so.) Ein dauerndes Paradies gibts so oder so nicht - aber fuer ein paar Generationen ist es weniger schlimm oder vielleicht sogar gut.  

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Disclaimer: Beiträge von "Das Ding" können Satire und Sarkasmus beinhalten. 

Religion

nach meiner Meinung nach passiert so etwas in Ländern wo Religion und Politik  nicht getrennt sind . wo Fanatiker das sagen haben werden die Menschenrecht mit Füßen getreten.

Vorgehen spaltet auch das Parlament.

Aber die anständigen demostranten und Frauen merken aktuell davon noch nicht. Das sterben auf den Straßen und Gefängnissen geht unvermindert weiter.

18:11 Uhr von das ding

"Raschidi Kutschi: "Solange wir uns nicht sachlich mit den aktuellen Themen befassen." (Bericht)

 

Bloeder Quatsch.Sowas kann man nicht sachlich ausdiskutieren.

+

Für Sie gehören erste öffentliche Zweifel in den Machtzentren am eigenen Handeln - und dazu zähle ich auch das angeführte Zitat eines Mitgliedes des inneren Ausschusses - nicht zur Destruktion der Machtstrukturen?

Das Parlament ist letztlich…

Das Parlament ist letztlich machtlos, weil Kleriker das letzte Wort im Iran haben und wie das ausfällt ist hinlänglich bekannt. Um zu radikalen Änderungen zu kommen müssten sich die Revolutionsgarden gegen das Theokratiesystem stellen, das sie beschützen sollen.

@18:32 Uhr von Michael Klaus Möller

nach meiner Meinung nach passiert so etwas in Ländern wo Religion und Politik  nicht getrennt sind . wo Fanatiker das sagen haben werden die Menschenrecht mit Füßen getreten.

 

So wie in Russland, meinen Sie?

 

@18:32 Uhr von Michael Klaus Möller

nach meiner Meinung nach passiert so etwas in Ländern wo Religion und Politik  nicht getrennt sind . wo Fanatiker das sagen haben werden die Menschenrecht mit Füßen getreten.

Mit Fanatiker haben Sie recht. Auch Staat und Religion sollten voneinander getrennt sein. Allerdings sind Diktatoren selten besonders religiös. 

Ich wünsche den Iranis, daß…

Ich wünsche den Iranis, daß noch mehr auf die Straßen gehen und die Mullahs merken, daß sie keine Macht mehr ausüben können. Und dann soll das Volk entscheiden wie es weitergehen soll. Das Volk muß es jetzt in die Hände nehmen, einen Staat hinzubekommen der die Menschen so respektiert wie es sein sollte. Das wünsche ich von ganzem Herzen!

der politischer Islam ist die Ursache

Die Ursache für diese unterdrückende Regierung ist der politische Islam, der die Scharia als oberste Instanz und Gesetzgebung anwendet.

Nur die Trennung zwischen Staat und Kirche könnt eine Wende bringen.

@18:32 Uhr von Michael Klaus Möller

nach meiner Meinung nach passiert so etwas in Ländern wo Religion und Politik  nicht getrennt sind . wo Fanatiker das sagen haben werden die Menschenrecht mit Füßen getreten.

Da machen Sie es sich zu einfach: Die schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden von areligiösen Führern vorgenommen: Hitler, Stalin, die Kims, Pol Pot. Richtig ist, dass Ideologien, zu denen auch die Religionen gehören, Menschen zu den furchtbarsten Verbrechen an anderen Menschen bewegen können. Einfach, wenn den tatsählichen, vermeintlichen oder selbst definierten Feinden der eigenen Sicht jede Daseinsberechtigung abgesprochen wird.

@18:44 Uhr von Werner40

Um zu radikalen Änderungen zu kommen müssten sich die Revolutionsgarden gegen das Theokratiesystem stellen, das sie beschützen sollen.

Da die Revolutionsgarden durch Korruption, Rauschgifthandel und Erpressung aber immer noch vollständig von dem Regime profitieren, warum sollten sie es tun? Erst wenn die Garden erkennen, dass auch ihre eigenen engsten Angehörigen und zum Schluss sie selbst schwer betroffen sind, werden sie umkehren. Schauen wir uns die Securitate in Rumänien an. Der KGB hingegen konnte sich fast unverändert in die "neue" Zeit rüberretten.

@19:02 Uhr von Giselbert

Die Ursache für diese unterdrückende Regierung ist der politische Islam, der die Scharia als oberste Instanz und Gesetzgebung anwendet.

Nur die Trennung zwischen Staat und Kirche könnt eine Wende bringen.

Im Iran spielt die Kirche aber praktisch überhaupt keine Rolle.

@18:11 Uhr von das ding

"Raschidi Kutschi: "Solange wir uns nicht sachlich mit den aktuellen Themen befassen." (Bericht)

 

Bloeder Quatsch. Sowas kann man nicht sachlich ausdiskutieren. Um ein derartiges Regime zu beseitigen ist Gewalt von der Strasse die einzige Loesung. Beseitigen, nicht politisch irgendwie eingliedern (wo das hinfuehrte sieht man ja in Myanmar). Diese Gewalt muss haerter sein als die des Regimes. Die ganze Menschheitsgeschichte verlaueft in derartigen Faellen doch so. (Sicherlich kommt gleich einer mit einer Ausnahme. Ist in Foren ja immer so.)

 

Mit "Blöder Quatsch" ist die Menschheit noch nie einen Millimeter vorwärts gekommen.

 

Und "Gewalt von der Straße", die sich durchsetzt, ist immer in Schlachtfesten und noch mehr Gewalt gemündet, siehe französische Revolution oder Oktoberrevolution. Auch Regimestürze mit Gewalt produzieren immer nur wieder gewalttätige Gegenregime (z. B. Iran der Mullahs oder der Derg-Terror in Äthiopien).

 

Also, ich denke, Kutschi hat Verstand, vielleicht sogar Herz.

@ 19:36 Uhr von freie Ukraine

"Im Iran spielt die Kirche aber praktisch überhaupt keine Rolle."

War von mir nicht korrekt ausgedrückt, meinte die Trennung zwischen Staat und Religion.

Es ist irgendwie…

Es ist irgendwie... ermutigend, dass ein Mord wie der an Amini nicht einfach so untergeht oder hingenommen wird. Und zu sehen, dass ein einziger solcher Fall reichen kann, um solche Proteste auszulösen. Der eine Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Schade ist, dass die Proteste nichts bringen werden. Es werden noch einige erschlagen und erschossen werden, noch viel mehr werden in Gefängnisse kommen und gefoltert werden, dann herrscht wieder Ruhe.

Aber dennoch, kein Regime kann sich so ganz sicher sein. Da kann ein einzelner unscheinbar wirkender Fall ausreichen...

@18:44 Uhr von Werner40 --- Das ist exakt das Problem

Das Parlament ist letztlich…

Das Parlament ist letztlich machtlos, weil Kleriker das letzte Wort im Iran haben und wie das ausfällt ist hinlänglich bekannt.

 

Das trifft es genau. Das gesamte Verfassungssystems des Iran ist auf die Macht der klerikalen Elite ausgerichtet. Deswegen wurden in die "Verfassung" (da sträubt sich mir jedesmal die Feder)  Mechanismen eingebaut hat, welche den demokratischen Einfluss minimieren.

Das beginnt schon mit der restrikitven Auswahl der zu einer Parlamentswahl zugelassen Kandiaten und geht weiter mit der Machtzuteilung der Staatsorgane und der Entscheidungsprozesse, bei denen- wie Sie richtig sagen - die Kleriker immer das letzte Wort haben.

 

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