Kommentare - Streaming in den USA erstmals vor klassischem Fernsehen

28. August 2022 - 16:39 Uhr

Der Fernseher als abendliches Lagerfeuer, das gehört in den USA seit Jahrzehnten dazu. Doch nun hat Streaming erstmals die herkömmliche Verbreitungswege Antenne oder Kabel überholt. Von Marcus Schuler.

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Kommentare

das ist diese Art von "Diensten"

 

wo mir garantiert keiner dient. Sondern mir nur das Geld aus der Tasche zieht. Aber den Verbrauchern kann man anscheinend keinen größeren Gefallen tun.

Ach was...

soso...

Aber das ist doch nur logisch und allgemein bekannt. Auch in Deutschland schauen immer weniger das "lineare Fernsehen", sondern picken sich besten/schlimmsten-Falls das heraus, was sie sehen wollen.

Das lässt sich auch nicht mehr aufhalten. So, wie zunächst die Printmedien mehr und mehr verdrängt wurden bzw. sich ans Umdenken gewöhnen mussten, so ergeht es nun dem TV. Es wird irgenwann vielleicht in eine Art Dauer-Livestream übergehen mit großer Mediathek. Irgendwann ganz ohne Funkfrequenzen.

Streaming

Streamen ist hier wie drüben, immer mehr das bevorzugte Mittel der Wahl, aber im Titelbild ist alles Pay TV und das mag ich nun gar nicht unterstützen.

Erwartbar

Das war doch durchaus vorhersehbar. 

Der Trend geht hin zur Unabhängigkeit von festen Sendezeiten. "Ich gucke es mir dann an, wenn ich Zeit und Lust habe und kann frei entscheiden, was ich mir anschaue."  Das dürfte für viele der Hauptpunkt sein. Ob das Angebot besser ist als im TV kann ich nicht beurteilen, weil ich keine Streaming-Anbieter nutze. Aber auch mein Fernseher bleibt seit Jahren kalt.

Wenn, dann schaue ich mir manche Sendungen im Livestream oder aus den Mediatheken von Sendern an. So gesehen bin ich dann doch ein "Streamer".

Streaming

Bei Spielfilmen streamen wir mittlerweile auch schon mehr als wir im analogen TV schauen. Filme kommen eben oft nicht dann, wenn man sie sehen will. Und die Zeit von Videokassetten ist gottseidank vorbei. Alles entsorgt.

Kulturwandel

Früher saß die Familie gemeinsam vorm Fernseher und sah einen Film bzw. Nachrichten an. Inzwischen können ja junge Menschen kein "Massenprodukt" ertragen, will heißen, fernsehen tun die überhaupt nicht mehr. Für ihr individuelles "Streamen" geben die Gern pro Monat mehr als die Rundfunkgebühr aus, und bald sitzen die zu dritt mit Virtual-Reality-Brillen da, und jeder sieht einen anderen Film. Hauptsache gaaaaanz individuell jeder nach seiner Facon.

@16:49 Uhr von frosthorn

wo mir garantiert keiner dient.

Hoffentlich. Streaming ist ja auch Selbstbedienung.

Die „Individualisierung“ - oder vielmehr: Vereinzelung -

schreitet voran. Und mit ihr auch die Vereinsamung:

„Das abendliche "Lagerfeuer" um den Fernseher sei längst erloschen, sagt Medienbeoachter Carter. Wer Netflix und Co. streame, sitze meist alleine vor dem Bildschirm. Und das kann oft auch ein Tablet oder ein Smartphone sein.“

Nur die „Geschäftstüchtigkeit“ nimmt niemals ab:

„Die Vorstellung, dass man durch Streaming Geld spart, ist aber ein Mythos. Und je mehr diese Dienste ihre Preise erhöhen, desto mehr werden die Menschen erkennen, dass es ein Mythos ist."

Und da alles „finanziert werden“ muss (angeblich durch die weitere „Ankurbelung“  des „Konsums“), ist das hier nur folgerichtig bzw. „unvermeidlich“:

„Die Werbung beim Streaming kommt“.

"Und das [diese „Entwicklung“] wird wahrscheinlich auch so bleiben"

Muss es (bzw. sie) aber nicht.

wenn ich mir die Entwicklung

der konventionellen Fernsehsender so anschau, sei es nun öffentlich-rechtlich oder privat, dann kann ich mir vorstellen, in welche Richtung das mit den Streaming-Diensten gehen wird. Zur Gewinnmaximierung wird an der Kostenschraube gedreht.

Irgendwann wird man also Kochshows streamen können oder Quiz-Sendungen.

Verlockend.

Zersplitterung des Contents

Die Streamingdienste haben die Mission Gewinne zu erzielen. Und das machen Sie mit auf die Masse der Konsumenten zugeschnittene Unterhaltung.

Es werden Filme und Serien produziert, die nur de eigenen Abonnementen zur Verfügung stehen. Die Minderheit wird zwei oder mehr Streamingdienste in Anspruch nehmen. Die klassischen Pausenhof- oder Kantinengespräche über angesagte Sendungen werden abnehmen, einfach, weil nicht alle die gleichen Streamingdienste nutzen und die Filme sehen, wenn sie rauskommen.

Und die klassische Zweit und Dritt-Verwertung wird auch abnehmen. Ich gehe bisher nicht davon aus, dass Netflix-Serien irgendwann auf deutschen Privatsendern auftauchen.

Kurzum, immer mehr werden immer weniger Serien und Filme gemeinsam gesehen haben und kennen.

@17:00 Uhr von harpdart

Aber auch mein Fernseher bleibt seit Jahren kalt.

Das ist ein Vorteil moderner Monitore.

 

@17:00 Uhr von KowaIski

Bei Spielfilmen streamen wir mittlerweile auch schon mehr als wir im analogen TV schauen. Filme kommen eben oft nicht dann, wenn man sie sehen will.

 

Ja, genau das ist der "Zeitgeist". Alles muss zur Verfügung stehen, und zwar genau dann, wenn es mir passt. Nicht mal die Nachrichten kommen dann, wenn ich aufs Knöpchen zu drücken geruhe, sondern die haben feste Zeiten und ich muss womöglich auch darauf warten! Nein, mich noch an irgendwelchen äußeren Bedingungen auszurichten, das kann man von mir "mündigem Bürger" (haha) nicht verlangen.

Und natürlich muss auch alles, was ich vielleicht zu meiner Entspannung tue (da zählt Fernsehen für mich dazu), genau in die zeitlichen Lücken passen. Sonst ist es ja keine Entspannung.

@17:05 Uhr von frosthorn

... dann kann ich mir vorstellen, in welche Richtung das mit den Streaming-Diensten gehen wird. Zur Gewinnmaximierung wird an der Kostenschraube gedreht.

Klingt vernünftig.

 

Video killed the Radio Star

Wie in diesem alten Hit ging es immer weiter durch neue Entwicklungen in der Unterhaltungsindustrie. Vermutlich wird es dann irgendwann entweder keine TV-Sender mehr geben oder sie ändern vollkommen ihr Angebot.

Es muss aber sichergestellt werden, dass die Bevölkerung ein Grundangebot zu günstigen Preisen nutzen kann, sonst gibt es nur noch Informationsfreiheit für die, die es sich leisten können. 

Streaming in den USA erstmals vor klassischen Diensten....

Ganz gewiss gehören die Streamingdienste zu den großen Gewinnern in der Pandemie. In der Bundesrepublik surft die Bertelsmann-Tochter RTL Group erfolgreich auf der Welle. Vom Januar 2021 bis  zum September 2021 stieg der Umsatz auf 162 Millionen Euro (3,4 Millionen Abos). Im Jahre 2020 waren es im gleichen Zeitraum 124 Millionen Euro (bei 1,8 Millionen Abos).

Ziel der RTL Group sind bis Ende 2026 zehn Millionen Abonnenten für die Streamingplattform RTL + und das niederländische Pedant Videoland.

@17:09 Uhr von heinzi123

Und die Kommilitonen usere Sohns nutzen auch kaum mehr TV. Wenn dann Netflix. Es kommen ja auch nur noch Wiederholungen.
 

Auf Netflix kann man endlos wiederholen. Vielleicht stehen die Kommilitonen darauf.

 

@17:03 Uhr von DeHahn

Früher saß die Familie gemeinsam vorm Fernseher und sah einen Film bzw. Nachrichten an. Inzwischen können ja junge Menschen kein "Massenprodukt" ertragen, will heißen, fernsehen tun die überhaupt nicht mehr. Für ihr individuelles "Streamen" geben die Gern pro Monat mehr als die Rundfunkgebühr aus, und bald sitzen die zu dritt mit Virtual-Reality-Brillen da, und jeder sieht einen anderen Film. Hauptsache gaaaaanz individuell jeder nach seiner Facon.

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Versteh ich, dass du was vermisst, aber wozu sich auf Sendezeiten einlassen, wenn das auch sofort geht.

PS:  Diese Virtual-Reality-Brillen sind seit etwa 25 Jahren auf dem Markt und finden keinen Absatz, die Tendenz spricht für sich.

@17:05 Uhr von frosthorn

Ich gebe Ihnen völlig recht – mehr noch: Durch die zunehmende Kommerzialisierung wird der Sinn der veröffentlichten Meinung als Informationsquelle zur Meinungsbildung als so etwas wie die Vierte Gewalt in einer Demokratie bewußt ausgehebelt. Zugleich werden Individuen digitalisiert, werden Menschen zu Datenpaketen – beeinflußbar und instrumentalisiert (s. z.B. in einem gewissen Sinn schon die Rolle von Cambridge Analytica beim Brexit). Die soziale Vereinsamung ist ein Nebeneffekt und führt zur Aufgabe menschlicher Solidarität und des Menschen als sozialem Wesen. Das Jahrhundert der Aufklärung war ein Beginn – dies scheint mir das traurige Gegenteil ...

 

@heinzi123

"kaum mehr TV. Wenn dann Netflix. Es kommen ja auch nur noch Wiederholungen."

Dieses Argument kenne ich schon aus der Zeit bevor es Privatsender gab. Aber bei den Privatsendern ist es nicht anders. Ein Beispiel: "Stirb langsam 1 - X" läuft bei einem Sender jedes Jahr um Weihnachten. 

Und 24 Stunden durchgehend senden ohne Wiederholung dürfte unmöglich sein. 

Vielleicht sollten die TV-Sender nachts Sendepausen machen. Spart Geld und Energie. Wer in dieser Zeit etwas anschauen möchte macht es dann via Internet. 

 

Ich farge mich, wozu die ständige Unterhaltung gut sein soll

Mein Großvater (als Linker knapp der Verfolgung im 3ten Reich engangen) pflegte zu sagen: "Fernsehen ist eine Propagandamaschine". Ich frage mich, was er wohl zur Interneunterhaltung gesagt hätte.

- 17:07 Uhr von Carlos12

Die Streamingdienste haben die Mission Gewinne zu erzielen. Und das machen Sie mit auf die Masse der Konsumenten zugeschnittene Unterhaltung.

Klingt vernünftig. So soll es sein.

@17:33 Uhr von KowaIski

Die Streamingdienste haben die Mission Gewinne zu erzielen. Und das machen Sie mit auf die Masse der Konsumenten zugeschnittene Unterhaltung.

Klingt vernünftig. So soll es sein.

 

Für Sie scheint ja etwas umso vernünftiger zu sein, je mehr Geld dabei den Besitzer wechselt. Vielleicht sollten wir nichts anderes mehr tun, als reihum unser Geld von einem zum anderen weiterzugeben. Dann ist der Umsatz maximal, auch wenn nirgendwo auch nur eine Schraube reingedreht wird.

 

@ 17:12 Uhr von frosthorn

Ja, genau das ist der "Zeitgeist". Alles muss zur Verfügung stehen, und zwar genau dann, wenn es mir passt.

Stimmt. Und da brauch ich auch keine  Bevormundung.

Endlich hat Fernsehen…

Endlich hat Fernsehen nachgezogen. Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Kino und Schule konnten das schon seit Jahrzehnten, zum Teil schon seit Jahrhunderten, das Zeitversetzte.

@17:12 Uhr von frosthorn

Bei Spielfilmen streamen wir mittlerweile auch schon mehr als wir im analogen TV schauen. Filme kommen eben oft nicht dann, wenn man sie sehen will.

 

Ja, genau das ist der "Zeitgeist". Alles muss zur Verfügung stehen, und zwar genau dann, wenn es mir passt. Nicht mal die Nachrichten kommen dann, wenn ich aufs Knöpchen zu drücken geruhe, sondern die haben feste Zeiten und ich muss womöglich auch darauf warten!

Nein, mich noch an irgendwelchen äußeren Bedingungen auszurichten, das kann man von mir "mündigem Bürger" (haha) nicht verlangen.

 

Es ist ja nicht jeder Rentner und kann seine Berufszeiten nach den gewünschten Fernsehterminen ausrichten.

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Das habe ich schon vor 35 Jahren gelöst.

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Sendungen die mir wichtig waren - inklusive Nachrichten - habe ich mit meinem Videorekorder während meiner Abwesenheit aufgenommen: da konnte  ich die Uhrzeit vorher bestimmen, wann der Videorekorder aufnimmt. 

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Heute kann ich im Internet zu jeder beliebigen Zeit die Nachrichten im Nachhinein abrufen.

Streamingdienste

Ich verstehe nicht warum hier so viele gegen Streamingdienste wettern. Sie sind nichts anderes als die modernere Art der Videotheken. Niemand ist gezwungen sie zu nutzen. Auch e-books finden immer mehr Verbreitung. Der Anteil von Handys ist auch höher als der von Festnetztelefonen. Das ist der normale Zeitgeist.

@17:04 Uhr von Nettie

Die Individualisierung schreitet voran. Und mit ihr auch die Vereinsamung:

 

Obwohl ich Ihre Beiträge normalerweise sehr schätze, halte ich Ihren letzten Satz für eine Plattitüde.

.

Um nicht zu sagen, alberne Plattheit.

.

Mit der Individualisierung schreitet keineswegs die Vereinsamung voran, sondern im Gegenteil: sie schwindet dadurch.

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Wer mit sich nichts anfangen kann, wenn er nicht von außen unterhalten wird, wird eben gerade nicht individuell, sondern ein Massenmensch, der mit dem Individuellen nichts anfangen kann. 

@17:03 Uhr von DeHahn

Früher saß die Familie gemeinsam vorm Fernseher und sah einen Film bzw. Nachrichten an. Inzwischen können ja junge Menschen kein "Massenprodukt" ertragen, will heißen, fernsehen tun die überhaupt nicht mehr. Für ihr individuelles "Streamen" geben die Gern pro Monat mehr als die Rundfunkgebühr aus, und bald sitzen die zu dritt mit Virtual-Reality-Brillen da, und jeder sieht einen anderen Film. Hauptsache gaaaaanz individuell jeder nach seiner Facon.

 

 

Ist das ein Problem der Anbieter oder nicht viel eher ein soziologisches von der Kompromissbereitschaft bis hin zur Aufmerksamkeitsspanne? 
 

 

 

Ich schaue mir gerne mit den Kids zusammen eine alberne cartoon Sendung an, einfach nur um mit ihnen zusammen Spaß zu haben. Ich stelle dann meistens Fragen und sie erklären mir, worum es geht :-) 
 

 

Manchmal schauen wir alle zusammen eine Natur-Doku. Das wäre beim althergebrachten TV meist nicht möglich.

 

Die Qualität und auch die Neutralität beim ÖRR ist m. E. sehr stark gesunken.

@17:45 Uhr von frosthorn

Für Sie scheint ja etwas umso vernünftiger zu sein, je mehr Geld dabei den Besitzer wechselt.

Quatsch. Hab ich nie gesagt.

 

@Sausevind, 18:17

 

Mit der Individualisierung schreitet keineswegs die Vereinsamung voran, sondern im Gegenteil: sie schwindet dadurch.

 

Wissen Sie, wenn 30 Leute mit mir im Bus sitzen und alle auf ihr Smatphone glotzen, bin ich immer ganz begeistert, wie individuell die doch alle sind.

Mir ist es sogar wichtig, ab und zu die Nachrichten mit meiner Partnerin zusammen anzuschauen. Obwohl es viel individueller wäre, wenn ich das um 3h mit meinem Handy mache und sie es mit ihrem um 6h.

Aber vielleicht sind wir beide irgendwann so individuell, dass wir erst gar nicht mehr miteinander zu reden brauchen.

@18:17 Uhr von Sausevind

Die Individualisierung schreitet voran. Und mit ihr auch die Vereinsamung:

 

Obwohl ich Ihre Beiträge normalerweise sehr schätze, halte ich Ihren letzten Satz für eine Plattitüde.

.

Um nicht zu sagen, alberne Plattheit.

.

Mit der Individualisierung schreitet keineswegs die Vereinsamung voran, sondern im Gegenteil: sie schwindet dadurch.

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Wer mit sich nichts anfangen kann, wenn er nicht von außen unterhalten wird, wird eben gerade nicht individuell, sondern ein Massenmensch, der mit dem Individuellen nichts anfangen kann. 

Ich meinte „Individualisierung“ hier nicht im sozialen, sondern im technischen bzw. wirtschaftlichen Sinne. Also auf die Nutzung der allgemeinen Ressourcen bezogen.

Umweltschutzgedanke

Wieviel Energie benötigt es eigentlich 1 Mio Streams zu bedienen oder 1 Satellitenkanal zu belegen? Kommt wohl was zusammen - lineares Fernsehen der Umwelt zuliebe! 

@18:25 Uhr von Vector-cal.45

Früher saß die Familie gemeinsam vorm Fernseher und sah einen Film bzw. Nachrichten an. Inzwischen können ja junge Menschen kein "Massenprodukt" ertragen, will heißen, fernsehen tun die überhaupt nicht mehr. Für ihr individuelles "Streamen" geben die Gern pro Monat mehr als die Rundfunkgebühr aus, und bald sitzen die zu dritt mit Virtual-Reality-Brillen da, und jeder sieht einen anderen Film. Hauptsache gaaaaanz individuell jeder nach seiner Facon.

[...]

Manchmal schauen wir alle zusammen eine Natur-Doku. Das wäre beim althergebrachten TV meist nicht möglich.

 

Die Qualität und auch die Neutralität beim ÖRR ist m. E. sehr stark gesunken.

 

Bitte nicht schon wieder den Bullshit von der "Neutralität" der ÖR. Fangen Sie jetzt auch noch an, verfassungsfeindlich zu werden? Reicht wenn die Blaubraunen Fans das tun. Die im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit gilt für alle. Auch für Medien und für den ÖRR. Wer für den ÖRR "Neutralität" fordert  ist ein Verfassungsfeind.

Demokratie braucht Informationen

Es ist doch gut, wenn die Bürger eigenständig entscheiden, welche Informationsquellen sie nutzen. In einer Demokratie ist die Informationsvielfalt elementar und dazu gehört die freie Quellenwahl. Monopolistische Strukturen im Medienmarkt stören aus meiner Sicht die Grundlagen unserer Demokratie.

Jeder wie er oder sie will

Für mich sind diese Abos nix. Ich habe bei Netflix und Amazon Prime schon die kostenlosen Probemonate ausprobiert und mal tatsächlich in der Zeit eine Serie runtergeschaut. Aber ich finde da nicht jeden Monat erwas, das mich interessiert. Also wozu Abo? Das was bei Amazon als pay per view angeboten wird, habe ich tatsächlich schon ein paar Mal gekauft. Das ist mir lieber, weil eben selten 

Und je mehr Streaminigdienste es gibt, desto unattraktiver wird das für mich. Mal hat der eine was, mal der andere. Und mehrere Abos geht gar nicht.

@18:50 Uhr von AbseitsDesMainstreams

Es ist doch gut, wenn die Bürger eigenständig entscheiden, welche Informationsquellen sie nutzen. In einer Demokratie ist die Informationsvielfalt elementar und dazu gehört die freie Quellenwahl. Monopolistische Strukturen im Medienmarkt stören aus meiner Sicht die Grundlagen unserer Demokratie.

 

Welchen Streamingdienst nutzen Sie denn bitte, der Ihnen eine "Informationsvielfalt" bietet? Da habe ich wohl was übersehen.

@18:34 Uhr von frosthorn

 

Mit der Individualisierung schreitet keineswegs die Vereinsamung voran, sondern im Gegenteil: sie schwindet dadurch.

 

Wissen Sie, wenn 30 Leute mit mir im Bus sitzen und alle auf ihr Smatphone glotzen, bin ich immer ganz begeistert, wie individuell die doch alle sind.

Mir ist es sogar wichtig, ab und zu die Nachrichten mit meiner Partnerin zusammen anzuschauen. Obwohl es viel individueller wäre, wenn ich das um 3h mit meinem Handy mache und sie es mit ihrem um 6h.

Aber vielleicht sind wir beide irgendwann so individuell, dass wir erst gar nicht mehr miteinander zu reden brauchen.

 

Man kann auch zu Zweit individuell sein. Sich zum Beispiel aus den Mediatheken der Sender oder den Streamingdiensten etwas gemeinsam anschauen und dann darüber reden. Nur so als Tipp. :-)

@19:00 Uhr von frosthorn

Es ist doch gut, wenn die Bürger eigenständig entscheiden, welche Informationsquellen sie nutzen. In einer Demokratie ist die Informationsvielfalt elementar und dazu gehört die freie Quellenwahl. Monopolistische Strukturen im Medienmarkt stören aus meiner Sicht die Grundlagen unserer Demokratie.

 

Welchen Streamingdienst nutzen Sie denn bitte, der Ihnen eine "Informationsvielfalt" bietet? Da habe ich wohl was übersehen.

 

Ja, da haben Sie was übersehen. Auf den Streamdiensten gibt es ebenso Dokumentationen wie in den Mediatheken der Fernsesender. Okay, die Dokus der Streamingdienste sind häufig sehr banal.

 

In den Mediathken der Sender - das sind auch Streamingdienste - finden Sie dagegen reichlich Dokus, Informationssendungen, Reportagen und vieles mehr, dafür halt weniger Filme.

@18:54 Uhr von dr.bashir

Für mich sind diese Abos nix. Ich habe bei Netflix und Amazon Prime schon die kostenlosen Probemonate ausprobiert und mal tatsächlich in der Zeit eine Serie runtergeschaut. Aber ich finde da nicht jeden Monat erwas, das mich interessiert. Also wozu Abo? Das was bei Amazon als pay per view angeboten wird, habe ich tatsächlich schon ein paar Mal gekauft. Das ist mir lieber, weil eben selten 

Und je mehr Streaminigdienste es gibt, desto unattraktiver wird das für mich. Mal hat der eine was, mal der andere. Und mehrere Abos geht gar nicht.

 

Ich nutze sowohl Netflix als auch Prime. In Ihrem letzten Absatz liegt allerdings des Pudels Kern. Denn der Streamingmarkt droht zu zersplittern, was für den Verbraucher sehr teuer werden kann in Zukunft. Fast jedes Filmstudio, das was auf sich hält, will was vom Kuchen abhaben und macht seinen eigenen Streamingdienst. Will man künftig ein vielfältiges Angebot haben, bliebe einem nichts anderes übrig als gefühlte 10 Abos, wo vorher ein oder zwei genügten.

@18:50 Uhr von AbseitsDesMainstreams

 

Es ist doch gut, wenn die Bürger eigenständig entscheiden, welche Informationsquellen sie nutzen. In einer Demokratie ist die Informationsvielfalt elementar und dazu gehört die freie Quellenwahl.

 

Beim Streamer gibt es Serien, Movies, und Sport. Keine Nachrichten. Wo wollen'se dann Informationsvielfalt beim Streamer her bekommen.

 

Die freie Quellenwahl ist eh nicht eingeschränkt. Sie können sich auch in Deutschland so viele Streamer gleichzeitig abonnieren, bis Ihnen die Kiste verglüht.

@18:25 Uhr von Vector-cal.45

Die Qualität und auch die Neutralität beim ÖRR ist m. E. sehr stark gesunken.

ÖRR-Bashing gehört hier einfach nicht zum Thema.

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@17:25 Uhr von harpdart

"kaum mehr TV. Wenn dann Netflix. Es kommen ja auch nur noch Wiederholungen."

Dieses Argument kenne ich schon aus der Zeit bevor es Privatsender gab. Aber bei den Privatsendern ist es nicht anders. Ein Beispiel: "Stirb langsam 1 - X" läuft bei einem Sender jedes Jahr um Weihnachten. 

Und 24 Stunden durchgehend senden ohne Wiederholung dürfte unmöglich sein. 

Vielleicht sollten die TV-Sender nachts Sendepausen machen. Spart Geld und Energie. Wer in dieser Zeit etwas anschauen möchte macht es dann via Internet. 

 

 

@19:20 Uhr von Anderes1961

Will man künftig ein vielfältiges Angebot haben, bliebe einem nichts anderes übrig als gefühlte 10 Abos, wo vorher ein oder zwei genügten.

Sie können doch auch jeden Monat zu einem anderen Streamingdienst wechseln. Und im Laufe des Jahres so alles Interessante gucken. Und wenn Serien dabei sein sollten, deren Veröffentlichung sich über mehrere Wochen hinzieht, warten Sie einfach ab, bis alles veröffentlicht ist und wechseln beim nächsten Mal dorthin. So müssen Sie immer nur 1 Streamingdienst pro Monat bezahlen. 

@17:00 Uhr von KowaIski

 

Bei Spielfilmen streamen wir mittlerweile auch schon mehr als wir im analogen TV schauen. Filme kommen eben oft nicht dann, wenn man sie sehen will. Und die Zeit von Videokassetten ist gottseidank vorbei. Alles entsorgt.

 

Ja und …? Dann kaufen Sie sich für 50 € bis 100 € eine DVBT-HD2-Box, und schließen die an Ihr TV an. Die Box hat einen USB-Anschluss für eine Externe Festplatte, und eine Digitale TV-Zeitschrift für 14 Tage im Voraus.

 

Das, was Sie sehen wollen würden, aber nicht können wegen Zeitpunkt, das lassen Sie sich von der «Record» Funktion aufnehmen, und gucken das, wenn Sie Zeit dazu haben.

 

Ist wie der Video-Recorder von Opa von früher, aber ohne Rückspulen, und ohne Bandsalat. Kinderleicht zu bedienen, nur die Box muss eingeschaltet sein, das TV nicht. Die Festplatte wird von der Box mit Strom versorgt. That's it.

@18:25 Uhr von Vector-cal.45

Die Qualität und auch die Neutralität beim ÖRR ist m. E. sehr stark gesunken.

Im Gegenteil, das finde ich gar nicht. Es gibt keine neutralere Informationsquelle.

@17:13 Uhr von harpdart

"Es muss aber sichergestellt werden, dass die Bevölkerung ein Grundangebot zu günstigen Preisen nutzen kann, sonst gibt es nur noch Informationsfreiheit für die, die es sich leisten können."

 

Die einschlägigen news Sender sind ja alle kostenfrei. Offensichtlich haben die aber auch mit sinkenden Zuschauerzahlen zu kämpfen. Eigentlich dachte ich ja, das die US Öffentlichkeit politisch zu mediengetrieben ist aber selbst FOX news und erst recht CNN haben recht niedrige Quoten.

Scheint doch eine kleine bubble zu sein, die sich für Inhalte interessiert, wenn man das Gesendete denn überhaupt als informativ anerkennt.

Bei meiner Familie dudelt tatsächlich CCN den Tag über im Hintergrund, ununterbrochen im Affekt. 

 

@Abseits

"Es ist doch gut, wenn die Bürger eigenständig entscheiden, welche Informationsquellen sie nutzen. In einer Demokratie ist die Informationsvielfalt elementar und dazu gehört die freie Quellenwahl."

Soweit richtig. Nur: welche Informationen stellen Streamingdienste zur Verfügung. Den Nutzern geht es um Serien. Die Dienste wollen möglichst viel Geld verdienen. Das können die nicht mit Nachrichten oder Hintergrundinformationen. All die Journalisten, der ganze technische Aufwand für gute und breite Informationen kostet die nur viel Geld. 

Medienvielfalt ist wichtig, ÖR ist wichtig. 

Streamingdienste sind Freizeit und Unterhaltung. 

 

@18:50 Uhr von AbseitsDesMainstreams

Es ist doch gut, wenn die Bürger eigenständig entscheiden, welche Informationsquellen sie nutzen.

Es geht hier aber weniger um Informationen, sondern um Streaming von Unterhaltung.

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