Kommentare - Nahost-Konflikt: Die Feuerpause hält

08. August 2022 - 07:59 Uhr

Die vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und dem Islamischen Dschihad hat gehalten. Beide Seiten sehen ihre Ziele erreicht. Eine dauerhafte Lösung in dem Konflikt scheint allerdings nicht in Sicht. Von Tim Aßmann.

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Perspektiven

Eine gute Nachricht zum Wochenanfang. Beide Seiten (Israel und Hamas) zeigen deutlich Grenzen auf und signalisieren gleichzeitig ihr Interesse an einem langfristigen Ausgleich. 

Und ja, bereits damit ist sehr viel gewonnen. Weil auf beiden Seiten die schlimmsten Scharfmacher eingebremst sind. 

Der Schlüssel zum Frieden liegt in großen Symbolen und kleinen Schritten.

Wichtig ist jetzt für beide Seiten, das Momentum zu nutzen und möglichst viele kleine Schritte zu gehen. Denn die Scharfmacher ruhen nicht.

Status Quo!

Das ist der seit Jahrzehnten anhaltende Status Quo: aufflammene Gewalt => gegenseitiger Beschuss => Waffenstillstand => halherzige Gespräche => trügerische Ruhe => aufflammende Gewalt=> .....

Es ist kein Wille zu erkennen, diesen Status Quo mit einem gemeinsamen Ansatz (z.B. Anerkennung Israels/Zweistaatenlösung)  zu verändern.

Beispiel Siedlungs-Politik

Israel weicht davon nicht ab, holt sich ein Gebiet nach dem anderen - obwohl es den Palästinensern gehört. Ist mir klar, dass die sich wehren. Ebenso das Wasser: der Jordan ist lerr, wenn er Israel verlässt. Fair ist das nicht, sondern egoistisch. Konfliktpotenzial at its best.

„Die Feuerpause hält“

Hoffentlich ist es nicht nur eine „Pause“.

„Eine dauerhafte Lösung in dem Konflikt scheint allerdings nicht in Sicht“

Das „scheint“ nur so.  Weil diejenigen, die „maßgeblichen“ Einfluss darauf haben, dass die in Sicht kommt daran kein Interesse haben. Obwohl sie überall bzw. auf allen „Seiten“ in der absoluten Minderheit sind.

@08:12 Uhr von teachers voice

Eine gute Nachricht zum Wochenanfang. Beide Seiten (Israel und Hamas) zeigen deutlich Grenzen auf und signalisieren gleichzeitig ihr Interesse an einem langfristigen Ausgleich. 

Ich sehe das eher wie Peter P:

Das ist der seit Jahrzehnten anhaltende Status Quo: aufflammene Gewalt => gegenseitiger Beschuss => Waffenstillstand => halherzige Gespräche => trügerische Ruhe => aufflammende Gewalt=> .....

Von einem wirklichen Interesse sind beide Seiten eher noch weit entfernt. Eher wird es wohl so sein, wie Chris Blattman in einem Interview mit der "Zeit" über den Konflikt zwischen Indien und Pakistan erklärt: 

Aber ein wirklicher Krieg ist für beide undenkbar, er wäre einfach viel zu teuer. (https://www.zeit.de/wissen/2022-08/chris-blattman-ukraine-krieg-frieden…)

Und so wird es wohl in einem gegenseitigen Provozieren und diplomatischen Gratwanderungen bleiben; von einer Annäherung ist zumindest nichts zu sehen.

Gefährliche Vereinfachungen

 @08:46 Uhr von Gassi

Israel weicht davon nicht ab, holt sich ein Gebiet nach dem anderen - obwohl es den Palästinensern gehört.

Die israelische Regierung hat schon vor Jahren sämtliche dieser Siedlungen im Bereich des Gaza-Streifens aufgelöst, zum Teil gegen starken Widerstand der Siedler. Warum hat dieses Zeichen zum Frieden auf palästinensischer Seite nicht zur Deeskalation geführt?

Ist mir klar, dass die sich wehren. Ebenso das Wasser: der Jordan ist lerr, wenn er Israel verlässt. Fair ist das nicht, sondern egoistisch. Konfliktpotenzial at its best.

Konfliktpotenzial, welches hier aber keine Rolle spielt, wenn Sie den Artikel lesen. Zumal es bereits internationale Kooperationsprojekte in der Region gibt.

Ach ja, die Wasserknappheit im Einzugsgebiet des Jordan bis hin zum Toten Meer ist stark bedingt durch den menschengemachten Klimawandel, zu dem die betroffene Region nun wirklich wenig beigetragen hat.

Die Feuerpause hält

So lange der Iran mit den Islamischen Dschihad weiter zündelt, wird das nichts. Der Iran macht die ganze Gegend unsicher, sei es im Libanon, Afghanistan, Irak oder sonst wo. Überall dort werden Terrorgruppen von dem Iran aus unterstützt. Der Islamischen Dschihad hätte ohne die Unterstützung von dem Iran nicht die Waffen. Das geht ja schon seit Jahren so, darum wird es keinen Frieden geben, weil der Iran nicht will und weiter dort zündelt.

@wie- Ein Zeichen reicht nicht, wenn der Wille fehlt.

@09:06 Uhr von wie- 

"Die israelische Regierung hat schon vor Jahren sämtliche dieser Siedlungen im Bereich des Gaza-Streifens aufgelöst, zum Teil gegen starken Widerstand der Siedler. Warum hat dieses Zeichen zum Frieden auf palästinensischer Seite nicht zur Deeskalation geführt?"

Weil ein Zeichen nicht ausreicht, um einen Krieg zu beenden.

Soweit ich mich erinnere, wurden diese Siedlungen auch nur geräumt, um Gaza besser einmauern und abschotten zu können. Die Zersiedlung des Westjordanlandes ging weiter.

@09:01 Uhr von Anita L. - völlig falscher Vergleich

 

Aber ein wirklicher Krieg ist für beide undenkbar, er wäre einfach viel zu teuer. (https://www.zeit.de/wissen/2022-08/chris-blattman-ukraine-krieg-frieden…)

Und so wird es wohl in einem gegenseitigen Provozieren und diplomatischen Gratwanderungen bleiben; von einer Annäherung ist zumindest nichts zu sehen.

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Das ist absoluter Quatsch.  Auf Indien / Pakistan mag das ja zutreffen - aber Israel und Gaza ist nicht im geringsten vergleichbar.

Israel könnte Gaza innerhalb 1/2 Tag einnehmen. Dann wäre Ruhe.  Aber der Verlust von auch nur 1 einzigen Israeli bei Strassenkämpfen wäre den Einsatz und v.a. das Ergebnis nicht wert....

Niemand ist an Gaza interessiert. Auch nicht die Ägypter.  Die Israelis hatten ja bereits Gaza in Besitz.  Wurde aber wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen.

 

 

 

 

@08:46 Uhr von Gassi

Israel weicht davon nicht ab, holt sich ein Gebiet nach dem anderen - obwohl es den Palästinensern gehört. Ist mir klar, dass die sich wehren. Ebenso das Wasser: der Jordan ist lerr, wenn er Israel verlässt. Fair ist das nicht, sondern egoistisch. Konfliktpotenzial at its best.

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Die meisten Palestinenser schaffen nichts als Hass auf Israel, Israel als freies Land muß sich gegen seine aggressiven Nachbarn verteidigen. Der Iran unterstützt massiv alle Gegner von Israel obwohl das Land am Ende ist und nur noch vom Öl leben kann eventuell gibt es noch einige Rauschgiftgeschäfte. Das blenden Sie einfach aus.

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Einseitige Schuldzuweiseungen. Wieso?

@09:06 Uhr von wie- 

"Die israelische Regierung hat schon vor Jahren sämtliche dieser Siedlungen im Bereich des Gaza-Streifens aufgelöst, zum Teil gegen starken Widerstand der Siedler. Warum hat dieses Zeichen zum Frieden auf palästinensischer Seite nicht zur Deeskalation geführt?"

 @09:58 Uhr von Nachfragerin

Weil ein Zeichen nicht ausreicht, um einen Krieg zu beenden.

Welcher Krieg? Und warum deeskaliert bzw. deeskalierte die palästinensische Seite nicht auf den israelischen Rückzug?

Soweit ich mich erinnere, wurden diese Siedlungen auch nur geräumt, um Gaza besser einmauern und abschotten zu können.

Dann erinnern Sie sich leider falsch.

Die Zersiedlung des Westjordanlandes ging weiter.

Die Siedlungspolitik ist betrüblich, aber für den aktuellen Konflikt im Gaza-Streifen nicht relevant.

Grundsätzlich anzuerkennen ist, dass Israel während der letzten vier Jahrzehnte im Saldo bedeutende einstmals besetzte Gebiete aufgegeben und an die einstigen Eigentümer zurückgegeben hat.

@teachers voice - Der Wille zur Deeskalation fehlt.

 @08:12 Uhr von teachers voice:

"Beide Seiten (Israel und Hamas) zeigen deutlich Grenzen auf und signalisieren gleichzeitig ihr Interesse an einem langfristigen Ausgleich."

Die Hamas war an dieser Eskalation der Gewalt gar nicht beteiligt.

Diesmal hat Israel die verbalen Drohungen des Islamischen Dschihads zum Anlass genommen, um Gaza zu bombardieren. Die Gewaltbereitschaft ist also nach wie vor sehr hoch.

Der vor dem Beginn der vereinbarten Waffenruhe durchgeführte Luftangriff zeugt von einem fehlenden Willen zur Deeskalation.

@08:12 Uhr von teachers voice

Eine gute Nachricht zum Wochenanfang. Beide Seiten (Israel und Hamas) zeigen deutlich Grenzen auf und signalisieren gleichzeitig ihr Interesse an einem langfristigen Ausgleich. 

Und ja, bereits damit ist sehr viel gewonnen. Weil auf beiden Seiten die schlimmsten Scharfmacher eingebremst sind. 

Der Schlüssel zum Frieden liegt in großen Symbolen und kleinen Schritten.

Wichtig ist jetzt für beide Seiten, das Momentum zu nutzen und möglichst viele kleine Schritte zu gehen. Denn die Scharfmacher ruhen nicht.

Ach und wie oft wurde das schon alles versucht? Seit über 80ig Jahren bekommen die das nicht hin. Dabei wurde absolut nichts gewonnen. Nur die Waffen wurden moderner, der gegenseitige Hass ist aber immer noch der Gleiche!

Und wie sie schon schreiben,

"Denn die Scharfmacher ruhen nicht!"

Bis...

zum nächsten mal in einer Woche in einem Monat oder einem halben Jahr, solange die Weltgemeinschaft dem Iran es erlaubt Raketen nach Gaza und in den Libanon zu schmuggeln wird sich an dem Katz und Maus Spiel nichts ändern....

@09:58 Uhr von -Der Golem-

 

Aber ein wirklicher Krieg ist für beide undenkbar, er wäre einfach viel zu teuer. (https://www.zeit.de/wissen/2022-08/chris-blattman-ukraine-krieg-frieden…)

Und so wird es wohl in einem gegenseitigen Provozieren und diplomatischen Gratwanderungen bleiben; von einer Annäherung ist zumindest nichts zu sehen.

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Das ist absoluter Quatsch.  Auf Indien / Pakistan mag das ja zutreffen - aber Israel und Gaza ist nicht im geringsten vergleichbar.

Israel könnte Gaza innerhalb 1/2 Tag einnehmen. Dann wäre Ruhe.  Aber der Verlust von auch nur 1 einzigen Israeli bei Strassenkämpfen wäre den Einsatz und v.a. das Ergebnis nicht wert....

Niemand ist an Gaza interessiert. Auch nicht die Ägypter.  Die Israelis hatten ja bereits Gaza in Besitz.  Wurde aber wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen.

Sehr geehrter Golem, ich empfehle, das verlinkte Interview mit Herrn Blattman zu lesen, dort erfahren Sie, was er alles unter "zu teuer" versteht. 

@09:58 Uhr von -Der Golem-

 

Aber ein wirklicher Krieg ist für beide undenkbar, er wäre einfach viel zu teuer. (https://www.zeit.de/wissen/2022-08/chris-blattman-ukraine-krieg-frieden…)

Und so wird es wohl in einem gegenseitigen Provozieren und diplomatischen Gratwanderungen bleiben; von einer Annäherung ist zumindest nichts zu sehen.

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Das ist absoluter Quatsch.  Auf Indien / Pakistan mag das ja zutreffen - aber Israel und Gaza ist nicht im geringsten vergleichbar.

Israel könnte Gaza innerhalb 1/2 Tag einnehmen. Dann wäre Ruhe.  Aber der Verlust von auch nur 1 einzigen Israeli bei Strassenkämpfen wäre den Einsatz und v.a. das Ergebnis nicht wert....

Womit Sie Herrn Blattmans Theorie eigentlich bestätigen. "Es ist das Ergebnis nicht wert".

Niemand ist an Gaza interessiert. Auch nicht die Ägypter.  Die Israelis hatten ja bereits Gaza in Besitz.  Wurde aber wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen.

 

@-Der Golem- Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen.

09:58 Uhr von -Der Golem-:

"Israel könnte Gaza innerhalb 1/2 Tag einnehmen. Dann wäre Ruhe."

Das hat Israel 2014 schon versucht. Nach sieben Wochen waren über 2000 Menschen tot - die meisten davon palästinensische Zivilisten, darunter 500 Kinder und 250 Frauen.

Wie nachhaltig die damit geschaffene Ruhe war, zeigen die späteren Gewalttaten beider Seiten.

@10:16 Uhr von Nachfragerin - Glückwunsch

 
Der vor dem Beginn der vereinbarten Waffenruhe durchgeführte Luftangriff zeugt von einem fehlenden Willen zur Deeskalation.

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Wenn Sie das seit 100 Jahren (!) bestehende Nahost-Problem auf Luftangriffe Israels gegen Gaza oder die Wasserentnahme aus einem Rinnsal namens Jordan reduzieren wollen, dann können Sie auch Putins Krieg gegen die Urkraine auf die Korruption in der ukrainischen Regierung reduzieren.

Glückwunsch zu so viel Weitsicht.

 

@10:21 Uhr von Anita L. - Klotz am Bein

 
Sehr geehrter Golem, ich empfehle, das verlinkte Interview mit Herrn Blattman zu lesen, dort erfahren Sie, was er alles unter "zu teuer" versteht. 

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Der Zugang zu diesem Link funktioniert nicht.

Aber ich kann mir schon denken, was gemeint ist. 

Wenn Israel das Armenhaus Gaza "adoptieren" sollte oder müsste - dann  wäre das ein finanzieller Klotz am Bein, den so ein kleines Land nicht schaffen würde.

Dann schon eher das Westjordanland. Da kann man (für beide Seiten) mehr daraus machen - was auch seit etlichen Jahren geschieht (Industrie, Wasser, Gewerbe....)

 

@10:16 Uhr von wie- (re @09:58 von Nachfragerin)

 

Soweit ich mich erinnere, wurden diese Siedlungen auch nur geräumt, um Gaza besser einmauern und abschotten zu können.

Dann erinnern Sie sich leider falsch.

Das nennt man „selektive Wahrnehmung“. In diesem Fall wohl eher bewusste Irreführung.

@Nettie - israelische Siedlungen

>>Soweit ich mich erinnere, wurden diese Siedlungen auch nur geräumt, um Gaza besser einmauern und abschotten zu können.<<

11:55 Uhr von Nettie:

"Das nennt man ,selektive Wahrnehmung'. In diesem Fall wohl eher bewusste Irreführung."

Offensichtlich fehlt Ihnen der Wille, mich sachlich auf meinen Irrtum hinzuweisen und diesen mit Fakten richtigzustellen. Das ist schade.

Die Mauer um Gaza wurde 1994 gebaut, die Siedlungen 2006 geräumt.

Der Grund bleibt derselbe: Diese Siedlungen inmitten eines vom Feind beherrschten Gebietes sind leichte Ziele. Sie lassen sich nicht gegen Angriffe schützen und sind schwerer zu versorgen.

@wie- Die Radikalen brauchen den Konflikt zum Machterhalt.

10:16 Uhr von wie-:

"Welcher Krieg?"

Der zwischen der israelischen Armee/radikalen Siedlern und den radikalen Palästinensern.

"Und warum deeskaliert bzw. deeskalierte die palästinensische Seite nicht auf den israelischen Rückzug?"

Aus demselben Grund, weshalb Israel die rein verbalen Drohungen des Islamischen Dschihads mit tödlichen Bombenangriffen beantwortet: Die Radikalen beider Seiten haben kein Interesse an einer nachhaltigen Deeskalation.

"Die Siedlungspolitik ist betrüblich, aber für den aktuellen Konflikt im Gaza-Streifen nicht relevant."

Erklären Sie das mal den Palästinensern.

PS: Ein Bruch des Völkerrechts ist übrigens nicht "betrüblich", sondern illegal.

Am 08. August 2022 - 11:55 Uhr von Nettie

@10:16 Uhr von wie- (re @09:58 von Nachfragerin)

Soweit ich mich erinnere, wurden diese Siedlungen auch nur geräumt, um Gaza besser einmauern und abschotten zu können.

Dann erinnern Sie sich leider falsch.

 

Der Rückzug war wohl  auch dem Umstand geschuldet, dass der Schutz der Siedler sehr teuer war.

 

Wenn ich mir dazu folgenden Beitrag durchlese:

https://www.aerztederwelt.org/unsere-projekte/naher-osten/palaestinensi…

Da auch das Auswärtige Amt die Projekte unterstützt, dürften die Aussagen seriös sein.

 

Die Bezeichung "Gefangnis" ist sicherlich nicht unzutreffend.

 

Das Trump die völkerechtswidrige Einnahme der Golanhöhen anerkannt hat, mag auch der Situation geschuldet sein, dass diese für Israel strategisch wichtig sind, aber es ist, so wie die Besetzung der Krim, ein Bruch des Völkerrechts. 

Balken statt Splitter

 @12:26 Uhr von Nachfragerin

10:16 Uhr von wie-:

"Welcher Krieg?"

Der zwischen der israelischen Armee/radikalen Siedlern und den radikalen Palästinensern.

Kriege gibt's nur zwischen Staaten.

"Und warum deeskaliert bzw. deeskalierte die palästinensische Seite nicht auf den israelischen Rückzug?"

Aus demselben Grund, weshalb Israel die rein verbalen Drohungen des Islamischen Dschihads mit tödlichen Bombenangriffen beantwortet: Die Radikalen beider Seiten haben kein Interesse an einer nachhaltigen Deeskalation.

"Rein verbale Drohungen", ernsthaft?

"Die Siedlungspolitik ist betrüblich, aber für den aktuellen Konflikt im Gaza-Streifen nicht relevant."

Erklären Sie das mal den Palästinensern.

Warum? Erhält Ihre Argumentation dadurch mehr Relevanz?

PS: Ein Bruch des Völkerrechts ist übrigens nicht "betrüblich", sondern illegal.

Ja, ja, immer irgendwie den großen Balken finden wollen, obwohl Gegenstand des zu kommentierenden Artikels ein ganz bestimmter Splitter ist. Rechtsbrüche begehen alle Beteiligten.

@12:26 Uhr von Nachfragerin

 
 

PS: Ein Bruch des Völkerrechts ist übrigens nicht "betrüblich", sondern illegal.

 

Etwas Illegales ist immer betrüblich, zumindest für den, der davon betroffen ist.

 

@-Der Golem- Verwechseln Sie mich?

- 10:32 Uhr von -Der Golem-

"Wenn Sie das seit 100 Jahren (!) bestehende Nahost-Problem auf Luftangriffe Israels gegen Gaza oder die Wasserentnahme aus einem Rinnsal namens Jordan reduzieren wollen, dann [...]"

Verwechseln Sie mich? In meinem Beitrag steht kein einziges Wort über Wasser oder den Jordan.

Die Luftangriffe Israels sind auch nur einer von vielen Beiträgen, die den Fortbestand des Konflikts sichern.

Für einen Krieg braucht es mindestens zwei gewaltbereite Parteien.

Frieden schaffen auf beiden Seiten

Solange Djihadisten ihr Unwesen treiben können, werden auch die nicht zu ihnen gehörenden Menschen darunter leiden. Und solange Kinder dort wie in Israel in Angst voreinander und vor den Mächtigen in ihren Staatsgebilden aufwachsen, werden Frieden und Vertrauen in weiter Ferne bleiben. Ich gehe davon aus, dass es viele Staaten im Hintergrund gibt, die es darauf anlegen, Israel und die Palästinenser gegeneinander auszuspielen und die Djihadisten aus den unterschiedlichsten Motiven fördern, mit Geld versorgen und bestärken. Wenn zahlreiche Staaten mehr und enregisch Frieden schaffen wollten, dann wären die Chancen besser. So aber bleibt es bei Lippenbekenntnissen und eben Hintermännern, die Gaza und andere Gebiete als Unruheherd am Leben halten wollen.

@wie- Zusammenhänge

12:40 Uhr von wie-:

"Kriege gibt's nur zwischen Staaten."

Was wollen Sie mit solchen falschen Wortklaubereien erreichen? (Duden/wikipedia hätten geholfen.)

"'Rein verbale Drohungen', ernsthaft?"

So steht es zumindest im Artikel, den wir hier kommentieren: "In der vergangenen Woche hatte der Islamische Dschihad Israel immer wieder mit Attacken gedroht. Am Freitag griff dann Israel an."

Vielleicht waren es auch visuelle Drohungen.

">>Erklären Sie das mal den Palästinensern.<<

Warum? Erhält Ihre Argumentation dadurch mehr Relevanz?"

Ich wollte Sie darauf hinweisen, dass Palästinenser nicht nur im Gazastreifen leben und sich der Konflikt somit auch nicht auf den Gazastreifen beschränkt.

"Ja, ja, immer irgendwie den großen Balken finden wollen, obwohl Gegenstand des zu kommentierenden Artikels ein ganz bestimmter Splitter ist."

Ja, genau. Ich beschränke mich nicht auf den kleinen Splitter, sondern versuche den großen Zusammenhang zu sehen.

Das ist die Grundvoraussetzung für eine objektive Betrachtung.

Schuldfragen: bitte ganzheitlich, nicht einseitig

 @12:53 Uhr von Nachfragerin

Die Luftangriffe Israels sind auch nur einer von vielen Beiträgen, die den Fortbestand des Konflikts sichern.

Na, na, na. Israel befindet sich seit dem Tag seiner Gründung in einer höchst prekären Sicherheitslage. Von einem regelrechten "Plan" aller - demokratisch gewählten - israelischen Regierungen, dass der spätestens am 14.05.1948 begonnene Konflikt fort besteht, ist mir nichts bekannt. Allerdings gehört solch ein Bestreben zum Kern so mancher politischer Programme aus Seiten der Staaten und gewisser "Organisationen" in direkter Nachbarschaft von Israel.

Allerdings: wahrgenommen ist, dass Sie in Ihren bisherigen Beiträgen immer nur einseitig auf irgendwelche "Untaten" begangen von Israelis verweisen.

Für einen Krieg braucht es mindestens zwei gewaltbereite Parteien.

Tatsächlich: nein. Was aber nicht heißt, dass die angegriffene Partei kein Recht hat, sich mittels Gewaltmitteln dem Aggressor entgegen zu stellen.

@13:35 Uhr von wie-

 @12:53 Uhr von Nachfragerin

Die Luftangriffe Israels sind auch nur einer von vielen Beiträgen, die den Fortbestand des Konflikts sichern.

Na, na, na. Israel befindet sich seit dem Tag seiner Gründung in einer höchst prekären Sicherheitslage. ....

Vielleicht hängt das mit der Art der Gründung und dem vorhergehenden Geschehen zusammen? 

Und die Art, wie man mit Bedrohungen umgeht, ist auch wählbar.

Manche beachten dabei Menschenrechte - oder versuchen es.

Objektive Betrachtung: wünschenswert

 @13:10 Uhr von Nachfragerin

"'Rein verbale Drohungen', ernsthaft?"

So steht es zumindest im Artikel, den wir hier kommentieren: "In der vergangenen Woche hatte der Islamische Dschihad Israel immer wieder mit Attacken gedroht. Am Freitag griff dann Israel an."

Vielleicht waren es auch visuelle Drohungen.

Dann konsultieren Sie bitte mit ganzheitlichem und objektiven Ansatz Wikipedia/Duden zur Vorgeschichte Ihrer Friedensaktivisten mit Namen "Islamischer Dschihad", gerne auch zu den Zielen von deren finanziellen Förderern. Und gerne auch zu Art und Inhalt der "verbalen Eskalation". Die präemtive israelische Reaktion war dagegen durchaus angemessen. Denn Aufgabe der israelischen Regierung ist ja, das Wohl und Leben der Bevölkerung in Israel zu schützen. Oder etwa nicht?

Generaldebatte mit 1.000 Zeichen: zielführend?

 @13:41 Uhr von Coachcoach

Die Luftangriffe Israels sind auch nur einer von vielen Beiträgen, die den Fortbestand des Konflikts sichern.

Na, na, na. Israel befindet sich seit dem Tag seiner Gründung in einer höchst prekären Sicherheitslage. ....

Vielleicht hängt das mit der Art der Gründung und dem vorhergehenden Geschehen zusammen? 

Was gibt es an einer UN-Resolution auszusetzen?

Und die Art, wie man mit Bedrohungen umgeht, ist auch wählbar.

Durchaus. Und was genau ist nun Ihre Kritik, Kritik gegenüber wem?

Manche beachten dabei Menschenrechte - oder versuchen es.

Durchaus. Nehmen wir einen aktuellen Fall als Beispiel: Wie werden Menschenrechte beachtet, wenn Hunderte von wenig zielgenauen Raketen auf die Zivilbevölkerung eines Nachbarlands abgefeuert werden?

Und warum verschanzen sich die radikalen Israel-feindlich gesinnten Organisationen in Gaza Stadt in inmitten von Wohnvierteln oder nutzen Schulen und Moscheen als Waffenlager?

@12:14 Uhr von Nachfragerin - Haus mit Pool in Gaza

Die Mauer um Gaza wurde 1994 gebaut, die Siedlungen 2006 geräumt.
Der Grund bleibt derselbe: Diese Siedlungen inmitten eines vom Feind beherrschten Gebietes sind leichte Ziele. Sie lassen sich nicht gegen Angriffe schützen und sind schwerer zu versorgen.

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Würden Sie ein Haus mit Pool heute in Kabul oder in Mali bewohnen wollen?

Waren Sie schon einmal im Prominentenviertel auf dem Karmel?

 

@wie- unvollständige Wahrnehmung

13:35 Uhr von wie-

"Allerdings: wahrgenommen ist, dass Sie in Ihren bisherigen Beiträgen immer nur einseitig auf irgendwelche 'Untaten' begangen von Israelis verweisen."

Ich helfe Ihrer Wahrnehmung mal etwas auf die Sprünge:

>>Wie nachhaltig die damit geschaffene Ruhe war, zeigen die späteren Gewalttaten beider Seiten.<< (10:26 Uhr)

>>Die Radikalen brauchen den Konflikt zum Machterhalt.<< (12:26 Uhr)

>>Für einen Krieg braucht es mindestens zwei gewaltbereite Parteien.<<  (12:53 Uhr)

"Tatsächlich: nein."

Tatsächlich doch. Wenn eine Seite keine Waffen einsetzen würde, gäbe es keinen Krieg.

"Was aber nicht heißt, dass die angegriffene Partei kein Recht hat, sich mittels Gewaltmitteln dem Aggressor entgegen zu stellen."

Nach dem Luftangriff Israels sehen sich die Palästinenser im Recht, Israel anzugreifen. Da die Kampfjets unerreichbar sind, werden ziellos israelische Städte beschossen. Das wiederum motiviert Israel für weitere Luftangriffe, die ebenfalls Zivilisten treffen. Alles ganz rechtmäßig?

Schuldfragen: für einige ganz klar geklärt

 @14:09 Uhr von Nachfragerin

"Allerdings: wahrgenommen ist, dass Sie in Ihren bisherigen Beiträgen immer nur einseitig auf irgendwelche 'Untaten' begangen von Israelis verweisen."

Ich helfe Ihrer Wahrnehmung mal etwas auf die Sprünge: [...]

Nun denn, ein "Auge um Auge"-Spiel: als Nachweis genügt der Verweis auf Ihren Beitrag 10:26 Uhr.

"Tatsächlich: nein."

Tatsächlich doch. Wenn eine Seite keine Waffen einsetzen würde, gäbe es keinen Krieg.

Dann bleibt die militärische Besatzung - oder "spezielle Militäroperation". Fälle, die hier nicht gegeben sind.

"Was aber nicht heißt, dass die angegriffene Partei kein Recht hat, sich mittels Gewaltmitteln dem Aggressor entgegen zu stellen."

Nach dem Luftangriff Israels sehen sich die Palästinenser im Recht, Israel anzugreifen. Da die Kampfjets unerreichbar sind, werden ziellos israelische Städte beschossen. Das wiederum motiviert Israel für weitere Luftangriffe, die ebenfalls Zivilisten treffen. Alles ganz rechtmäßig?

Gutes Beispiel für Ihre "Objektivität"

@wie- präventive Reaktion?!

@13:43 Uhr von wie- 

"Die präemtive israelische Reaktion war dagegen durchaus angemessen."

Falls das "präventive Reaktion" werden sollte, verweise ich abermals auf den Duden: Eine Reaktion ist Antwort, Echo, Entgegnung oder Erwiderung. So etwas gibt es nicht präventiv.

"Denn Aufgabe der israelischen Regierung ist ja, das Wohl und Leben der Bevölkerung in Israel zu schützen. Oder etwa nicht?"

Die bloßen Drohungen von Islamisten sind keine Rechtfertigung für Bombardements mit 44 Toten und hunderten Verletzten, unter denen die meisten Zivilisten waren.

Diese Militäroperation war eine mutwillige Provokation, die von der Gegenseite erwartungsgemäß beantwortet wurde. Dabei wurden 20 Israelis - zum Glück nur leicht - verletzt.

Sie nennen das Schutz der Bevölkerung. Ich nenne das Eskalation und Kriegsverbrechen.

Vereinfachungen sind dem Konflikt unangemessen

 @14:32 Uhr von Nachfragerin

"Die präemtive israelische Reaktion war dagegen durchaus angemessen."

Falls das "präventive Reaktion" werden sollte, verweise ich abermals auf den Duden: Eine Reaktion ist Antwort, Echo, Entgegnung oder Erwiderung. So etwas gibt es nicht präventiv.

"Präemtiv" nicht "präventiv", Terminologie kennen.

"Denn Aufgabe der israelischen Regierung ist ja, das Wohl und Leben der Bevölkerung in Israel zu schützen. Oder etwa nicht?"

Die bloßen Drohungen von Islamisten sind keine Rechtfertigung für Bombardements mit 44 Toten und hunderten Verletzten, unter denen die meisten Zivilisten waren.

Bitte beachten Sie die Chronologie.

Diese Militäroperation war eine mutwillige Provokation, die von der Gegenseite erwartungsgemäß beantwortet wurde. Dabei wurden 20 Israelis - zum Glück nur leicht - verletzt.

Sie nennen das Schutz der Bevölkerung. Ich nenne das Eskalation und Kriegsverbrechen.

Ja, ja, Ihr Verständnis von "Objektivität". Ach ja: welcher Krieg zwischen welchen Staaten denn?

@14:32 Uhr von Nachfragerin - klassische Merkmale

 
Sie nennen das Schutz der Bevölkerung. Ich nenne das Eskalation und Kriegsverbrechen.

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Ihre ganze Rhetorik, Ihre Wortwahl, Ihr Tonfall und v.a. Ihre 100%ige Einseitigkeit sind klassische Merkmale von anti-israelischen Agitatoren.

 

Die Feuerpause hält

Danke, besonders an Israel.
Wer seit 70 jahren immer wieder mit Überfällen, Angriffen aller Nachbarn und Terrorgruppen leben muss, für den ist das keine leichte Aufgabe.

@wie- - massive Verständnisprobleme

14:25 Uhr von wie-:

"Nun denn, ein "Auge um Auge"-Spiel: als Nachweis genügt der Verweis auf Ihren Beitrag 10:26 Uhr."

Ich zitiere erneut aus diesem Beitrag:

>>Wie nachhaltig die damit geschaffene Ruhe war, zeigen die späteren Gewalttaten beider Seiten.<<

Damit ist die Schuldfrage auch eindeutig beantwortet: Beide Seiten tragen zum Fortbestand dieses Konflikts bei.

Beide Seiten. Haben Sie mich jetzt verstanden?

@14:46 Uhr von werner1955 - 2000 Jahre Training

Danke, besonders an Israel.
Wer seit 70 jahren immer wieder mit Überfällen, Angriffen aller Nachbarn und Terrorgruppen leben muss, für den ist das keine leichte Aufgabe.

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Es sind mehr als 70 Jahre Abwehrkampf.

Etwa 100 Jahre in der Region und etwa 2000 Jahre weltweit.

 

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Kommentarfunktion für dieses Thema wird nun geschlossen. Danke für Ihre rege Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@08:12 Uhr von teachers voice

"Der Schlüssel zum Frieden liegt in großen Symbolen und kleinen Schritten.

Wichtig ist jetzt für beide Seiten, das Momentum zu nutzen und möglichst viele kleine Schritte zu gehen. Denn die Scharfmacher ruhen nicht."

 

Ich würde Ihnen ja gerne zustimmen doch die letzte „Lösung“ für den Konflikt kam in Form eines Netanyahu-Trump Plans für die maximal mögliche Expansion Israels. Die Schritte gehen immer in die falsche Richtung.

Zeitgleich werden an Universitäten 2 oder Einstaaten-Utopien rauf und runter diskutiert.

Ich sehe überhaupt keinen Ansatz für neue Verhandlungen in den nächsten Jahren. Dieses Unrecht können Palästinenser nicht widerstandslos aussitzen, obwohl dies der Forderung nach „Frieden“ unter Besatzung innewohnt.

Über die angemessenen Mittel zum Widerstand lässt sich diskutieren aber es bleibt nun mal eine Okkupation, die auf militärischer Macht fusst.

@14:47 Uhr von Nachfragerin

14:25 Uhr von wie-:

"Nun denn, ein "Auge um Auge"-Spiel: als Nachweis genügt der Verweis auf Ihren Beitrag 10:26 Uhr."

Ich zitiere erneut aus diesem Beitrag:

>>Wie nachhaltig die damit geschaffene Ruhe war, zeigen die späteren Gewalttaten beider Seiten.<<

Damit ist die Schuldfrage auch eindeutig beantwortet: Beide Seiten tragen zum Fortbestand dieses Konflikts bei.

Beide Seiten. Haben Sie mich jetzt verstanden?

Nicht beide „Seiten“ gleichermaßen. Die derjenigen, die diesen Konflikt durch ihr aggressives Handeln „ausgelöst“ hat trägt schon deshalb mehr als die „andere“ zum Fortbestand dieses Konflikts bei. Und trägt daher auch die größere Verantwortung dafür, dass er beendet wird. Und zwar im allgemeinen Interesse. Also auch im eigenen.

@08:37 Uhr von Peter P1960

"Es ist kein Wille zu erkennen, diesen Status Quo mit einem gemeinsamen Ansatz (z.B. Anerkennung Israels/Zweistaatenlösung)  zu verändern."

 

Alle Palästinenser, die sich auf die UN Resolution verweisen, die ihnen einen eigenen Staat zusagt erkennen Israel an, da in dieser Teilungsresolution natürlich auch der Staat Israel verankert ist.

@15:40 Uhr von Nettie + Nachfragerin - 2 Seelen wohnen........

 Beide Seiten tragen zum Fortbestand dieses Konflikts bei.Beide Seiten. Haben Sie mich jetzt verstanden?

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Nicht beide „Seiten“ gleichermaßen. Die derjenigen, die diesen Konflikt durch ihr aggressives Handeln „ausgelöst“ hat trägt schon deshalb mehr als die „andere“ zum Fortbestand dieses Konflikts bei. Und trägt daher auch die größere Verantwortung dafür, dass er beendet wird. Und zwar im allgemeinen Interesse. Also auch im eigenen.

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Ich bin mir nicht sicher, ob es sich bei der @Nachfragerin "nur" um eine antiisraelische Agitatorin handelt oder ob sie auch von Pazifismus geprägt ist.

Wenn beides zutrifft, dann umso schlimmer.

Okkupation: nur wo und durch wen aktuell?

 @15:26 Uhr von Olivia59

Über die angemessenen Mittel zum Widerstand lässt sich diskutieren aber es bleibt nun mal eine Okkupation, die auf militärischer Macht fusst.

Spannender Aspekt. Gaza war einst völkerrechtlich ägyptisches Territorium und die West Bank zählte bekanntermaßen zum jordanischen Staatsgebiet. Keines der ehemaligen "Mutterländer" scheint diese Regionen "zurück haben zu wollen". Ganz anders offenbar im Fall der hier schon erwähnten Golanberge, welche auch Herr Assad jr. gerne von Israel übergeben sehen möchte. (Neben so einigen anderen jüngst verloren gegangenen Gebieten.)

Nun, stellt sich bezüglich Gaza und West Bank die Frage, wer dort militärische Macht aussübt. Vielleicht der Iran, als Schutzmacht der Hamas und Förderer anderer hoch gerüsteter militanter Gruppierungen der Region? Schia gegen Sunni, auch hier?

Welche - demokratische und faire wie freie - Wahl zum Mitentscheid über die Zukunft hat eigentlich die Bevölkerung in Gaza und West Bank?

@13:51 Uhr von wie-

"

Na, na, na. Israel befindet sich seit dem Tag seiner Gründung in einer höchst prekären Sicherheitslage. ....

Vielleicht hängt das mit der Art der Gründung und dem vorhergehenden Geschehen zusammen? 

Was gibt es an einer UN-Resolution auszusetzen?"

 

Man kann den Teilungsbeschluss, wie ich das tue, anerkennen und trotzdem kritisieren. historisch erklärt er sich nur aus den Verbrechen der NS Zeit, das überhaupt so viele Juden aus Europa dorthin fliehen mussten.

Die Teilung erfolgte im imperialen Stil der alten Kolonialzeit.... Linen auf Landkarten, über die Bevölkerung hinweg. Die Aggression der Anrainerstaaten entschuldigt dies nicht. Dennoch ist die Teilung ursächlich für den heutigen Israel/Palästina Konflikt.

Spiele von Männern um Dominanz?

 @15:40 Uhr von Nettie

Nicht beide „Seiten“ gleichermaßen. Die derjenigen, die diesen Konflikt durch ihr aggressives Handeln „ausgelöst“ hat trägt schon deshalb mehr als die „andere“ zum Fortbestand dieses Konflikts bei. Und trägt daher auch die größere Verantwortung dafür, dass er beendet wird. Und zwar im allgemeinen Interesse. Also auch im eigenen.

Tja, eben das "wer hat angefangen" lässt sich eben nicht eindeutig ausmachen, zumal es die Fraktion der "Palästinenser" als Definition einer Gruppe der Beteiligten während der ersten Jahrzehnte des Konflikts überhaupt nicht gab.

Vielleicht als Aspekt: die Mehrheit der Bevölkerung der Region ist sicherlich an Frieden, Versöhnung, wirtschaftlicher Entwicklung und Stabilität interessiert. In der Tat könnten in der Fortdauer des Konflikts ideologisch-dogmatische Partikularinteressen und Machtdemonstration wie Machterhalt eine Rolle spielen. Spannend, dass praktisch ausschließlich Männer hier die Entscheidungen bestimmen müssen.

Konflitklösung: durchaus machbar

 @14:47 Uhr von Nachfragerin

Damit ist die Schuldfrage auch eindeutig beantwortet: Beide Seiten tragen zum Fortbestand dieses Konflikts bei.
Beide Seiten. Haben Sie mich jetzt verstanden?

a) Es gibt sie nicht, die eine einfache Lösung. Ergo ist auch manichäisches Schwarz-Weiß nicht möglich.

b) Es gibt sie nicht, nur diese beiden Seiten. Denn zahlreiche Stakeholder intervenieren in diesem Konflikt.

c) Es gibt sie, die Einzelakteure - überwiegend Männer -, die für eigene Partikularinteressen im Fortbestand des Konflikts ihre ökonomische und soziale Macht sehen. Die Mehrheit der Bevölkerung fragt nach Frieden.

d) Ich favorisiere die Ein-Staat-Lösung, z.B. als Bundesstaat, siehe Hannah Arendt: eine Verfassung, ein Recht, ein Territorium, eine Suche nach dem politischen Kompromiss ohne Vorrangstellung von Herkunft, Religion, sozialer Stellung, persönlich erlittenen Opfern. Aber immer orientiert auf Ausgleich, Traumabewältigung, gemeinsamen - auch religiösen - Werten sowie gemeinsamer Historie.

@14:43 Uhr von -Der Golem-

 09:58 Uhr von Nachfragerin:
Sie nennen das Schutz der Bevölkerung. Ich nenne das Eskalation und Kriegsverbrechen.

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Ihre ganze Rhetorik, Ihre Wortwahl, Ihr Tonfall und v.a. Ihre 100%ige Einseitigkeit sind klassische Merkmale von anti-israelischen Agitatoren.

 

Solange diese Rhetorik nicht die politische Ebene verlässt kann ich daran nichts Verwerfliches erkennen.

In Israel hat die Rechte, die als entscheidendes Merkmal eben nicht auf eine Einigung und 2-Staatenlösung aus ist, längst übernommen.

Dazu muss man klare Worte finden, auch wenn dies aus unserer deutschen Position heraus äusserst ambivalent ist, aber man möchte eben auch nicht die falschen Lehren aus der Geschichte zeihen und rechtsnationalistische Politik entschuldigen.

@15:49 Uhr von Olivia59 - super

"Es ist kein Wille zu erkennen, diesen Status Quo mit einem gemeinsamen Ansatz (z.B. Anerkennung Israels/Zweistaatenlösung)  zu verändern."

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Alle Palästinenser, die sich auf die UN Resolution verweisen, die ihnen einen eigenen Staat zusagt erkennen Israel an, da in dieser Teilungsresolution natürlich auch der Staat Israel verankert ist.

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Super.  Dann ist ja alles bestens.

 

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