Kommentare - Draghi signalisiert Bereitschaft zum Weiterregieren

20. Juli 2022 - 15:06 Uhr

Italiens Ministerpräsident Draghi hat sich nach seinem abgelehnten Rücktrittsgesuch nun doch für eine Regierungsfortsetzung bereit erklärt. Voraussetzung sei eine geschlossene Unterstützung seiner Koalitionspartner.

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Kommentare

Der Mann hat eine undankbare Aufgabe

Draghi erscheint mir als guter Ministerpräsident, der jetzt mit seinem Team wie Perlen vor Säue geworfen wirkt. Italien hat mit ihm eine gute Chance, seine Hausaufgaben zu machen. Was die Koalitionspartner stets boykottieren und blockieren und sich auch noch toll vorkommen. Italiens Geschichte hat eine rote Leitlinie: das Land wechselt seine MP wie andere ihr Hemd. Und so kommt kaum zur Ruhe, was das Land wirklich braucht: konsequente Führung mitsamt den ganzen Typen, die am Regierungstisch sitzen und sich ihr Geld mit Politik machen für die Probleme des Landes verdienen und nicht mit dem Modus Quertreiberei und Stillstand. Eine Regierungskrise in Italien jedenfalls ist eine Blamage für weite Teile der ausscherenden Koalitionäre jenseits von Draghi.

Drahtseilakt

Draghi ist in der italienischen Regierung eine feste Konstante. Ob er die von ihm gewünschte Geschlossenheit  der Koalitionspartner erhält scheint indes fraglich.Die Fünf Sterne Bewegung und die Lega haben unter MP Draghi massiv an Wählerstimmen eingebüsst, deren Nervosität ist spürbar. Eine derart breite Koalition von rechts bis links zusammenzuhalten ist ein Kunststück, das auf Dauer nicht gutgehen kann, ein Drahtseilakt ohne Netz ond doppelten Boden. Es ist ein hohes Verdienst von Draghi, dass er trotz all dieser Widrigkeiten seine politische Verantwortung für das Land sieht und die mission impossible fortführt.

Rechte auf dem Vormarsch

Vielleicht erleben die ItalienerInnen zu lasche Regierungen, die mit Korruption und Seilschaften ihre Schäflein ins Trockene brachten. Und nun folgt ein Mann der Stunde, der den Leitfaden und die Konsequenz zielgerichteter Politik in Händen hält. Das gefällt nicht allen. Schon garnicht den Zauderern und Simpelten, die Schwarz und Weiß kennen, aber keine Zwischentöne. Die nur einfache Dinge begreifen (wollen) und Zusammenhänge übersehen und unangenehme Wahrheiten abblocken. Faschistoide und autokratische Kräfte gewinnen überall an Schwung, sobald aber der Gegner entlarvt und aufzeigt, welche halbseidenen Ansichten solche Leute vertreten- und auch noch Stimmen gewinnen, weil sie es richtig und treffend rüber bringen- dann wird gemeutert und gegengearbeitet. Italien und seine Leute sollten diese teuren politischen Akteure und Egoisten in die Opposition jagen. Da passen sie besser hin.

klar, bei Neuwahlen würde er…

klar, bei Neuwahlen würde er ganz groß rauskommen, so was von raus dass er weg wäre

Draghi will kein Diktator sein, sondern unter demokratischen

Bedingungen an der Gestaltung des Gemeinwesens arbeiten können.

Das kann er aber nur, wenn die gegeben sind bzw. er dabei die nötige Unterstützung bekommt und nicht durch ständige Machtkämpfe statt konstruktiver Zusammenarbeit davon abgehalten wird.

@15:43 Uhr von Klausewitz

klar, bei Neuwahlen würde er ganz groß rauskommen, so was von raus dass er weg wäre

 

Die demoskopischen Umfragen und Zahlen sagen etwas ganz anderes: Die breite Mehrheit steht hinter Mario Draghi und unterstützt seinen Kurs.

 

Dass den Rechtsaußen, besonders den Vasallen von Salvini, der jahrelang wie unsere Blaubraunen keinen Hehl aus seiner Putin-Anhängerschaft gemacht hat, diese Unterstützung nicht passt, verwundert nicht.

 

Und was macht man da als Rechtspopulist? Genau: Die Zahlen und Umfragen negieren oder einfach gleich das Gegenteil behaupten, getreu der Devise: Irgendwas wird schon hängenbleiben.

 

gez. NieWiederAfd 

 

War schon in der EZB Teuro-erfolgreich

So  kann  man  natürlich  auch  die  Demokratie  aushebeln,  indem  man  mit  Rücktritt  droht,  wenn  die  Anderen  nicht  nach  Draghis  Pfeife  tanzen.

In der Realität angekommen

In  der  EZB  schaute  Draghi  noch   mit  viel  Euro-Kosmetik   bedeutend  jünger  aus.

Grundsatzentscheidung

EZB-Konzeptlosgeldmarktschwemmer  Draghi  weiß  doch  längst  selber,  daß  es  ohne  BGE  nicht  weitergeht.  Doch  sein  größtes  Problem:  Wohin  dann  mit  der  Oligarchie  in  der  Demokratie  ?

@16:04 Uhr von FakeNews-Checker

In  der  EZB  schaute  Draghi  noch   mit  viel  Euro-Kosmetik   bedeutend  jünger  aus.

Sie haben das Wesentliche erfasst und das wichtigste Thema auf den Punkt gebracht.
 

 

Bravo!

 

 

gez. NieWiederAfd 

 

 

Nun ja

Unsere Schwester Giorgia Meloni. Die Vorsitzende der Fratelli d'Italia bekommt die historische Chance, neue Premierministerin zu werden. Ihre Partei liegt in Umfragen derzeit vorne! 

@15:58 Uhr von NieWiederAfd

Salvini hat das Land doch schon einmal gegen die Wand gefahren. Er ist ein Bremsklotz und Hasardeur. Die Hoffnungen ruhen auf Draghi, aber in diesem vielstimmingen Chor von rechten bis linken Parteien dürfte seine Stimme kaum vernehmbar sein. Eine mission...!

@16:00 Uhr von FakeNews-Checker

Draghi kann einem leid tun. Mit einem skrupellosenPolitiker wie Salvini und seiner Lega eine Regierung bilden zu müssen, kann eigentlich nicht gut gehen. Dessen Zielsetzung war und ist die Spaltung der italienischen Gesellschaft, ähnlich der Zielsetzung der AFD in Deutschland. Wenn es dem Land schlecht geht, dann geht es uns gut, so die Devise. Mit solchen Politikern ist kein Staat zu machen.

@FakeNews-Checker, 16:00

 

So  kann  man  natürlich  auch  die  Demokratie  aushebeln,  indem  man  mit  Rücktritt  droht,  wenn  die  Anderen  nicht  nach  Draghis  Pfeife  tanzen.

 

Was für ein Blödsinn. Dass er als MP nicht weitermachen kann, wenn seine Koalitionspartner gegen ihn arbeiten, begreift jedes Kind. In einem solchen Fall sein Amt zur Verfügung zu stellen, die einzig logische Konsequenz.

Ihr "haltet den Dieb" durchschaut jeder.

@16:17 Uhr von Sternenkind

Unsere Schwester Giorgia Meloni. Die Vorsitzende der Fratelli d'Italia bekommt die historische Chance, neue Premierministerin zu werden. Ihre Partei liegt in Umfragen derzeit vorne! 
 

Sie bezeichnen G.Meloni als Ihre Schwester?
Die Frau, die selbst einen Salvini längst rechts überholt hat und  nach eigenen Worten zum Faschismus »ein unbeschwertes Verhältnis« hat und behauptet, durch die Beachtung der Rechte Homosexueller würden die Menschen ihrer Identität beraubt?

 
Danke für den Einblick in Ihre politische Verwandtschaft.

 

gez. NieWiederAfd 

 

@15:43 Uhr von Klausewitz

klar, bei Neuwahlen würde er ganz groß rauskommen, so was von raus dass er weg wäre

 

 

Der schlechte Wunsch kann auch der Vater des Gedanken sein.

Wie hier bei Ihnen.

Ich weiß

natürlich nicht wie die Italiener denken, und was so los ist im Land, außer was in der Presse steht, ich war noch nie dort.

Aber beim Namen Draghi fallen mir immer Dinge ein, die uns heute belasten, wobei die Nachfolger nicht besser sind.

Wahlen wären wohl eher angebracht, weil mit Kitt alles nur eine Weile hält, und wenn ich an den Artikel von gestern denke, " EU-Beamte bekommen Inflationsausgleich ", dann fallen mir noch mehr Namen ein, die uns auch nicht unbedingt gut tun.

Aber da ich noch nie dort war, und mit normalen Menschen sprechen konnte, ist das immer sehr schwierig, obwohl ich jemand im Familienkreis habe, der aber schon lange aus dem Land raus ist.

Was zu retten was nicht zu retten ist, hat noch nie was gutes bewirkt.

@16:11 Uhr von FakeNews-Checker

EZB-Konzeptlosgeldmarktschwemmer  Draghi  weiß  doch  längst  selber,  daß  es  ohne  BGE  nicht  weitergeht.  Doch  sein  größtes  Problem:  Wohin  dann  mit  der  Oligarchie  in  der  Demokratie  ?

 

 

Wo haben Sie denn diesen Mist abgeguckt?

@16:17 Uhr von Sternenkind

Unsere Schwester Giorgia Meloni. Die Vorsitzende der Fratelli d'Italia bekommt die historische Chance, neue Premierministerin zu werden. Ihre Partei liegt in Umfragen derzeit vorne! 

 

 

Sie werden doch alsbald mitteilen,  woher das stammt, nicht wahr?

Draghi

Ein typischer Bänker. Sitzfleich und Drohungen.

So wie bei seinen Maßnahmen bei der Monte dei Paschi di Siena oder seinen Kontakten zur Goldmann wird er auch das überstehn und die Folgen seines Handeln und weiter Kosten den Bürger und Steuerzahlern in ganz Europa auferlegen

@16:17 Uhr von Sternenkind - eine Neofaschistin als MP?

Unsere Schwester Giorgia Meloni. Die Vorsitzende der Fratelli d'Italia bekommt die historische Chance, neue Premierministerin zu werden. Ihre Partei liegt in Umfragen derzeit vorne! 

Sie wünschen sich allen Ernstes eine Neofaschistin in Italien an der Macht...? Nun weiß ich Ihre Kommentare noch besser einzuordnen. Selbst Salvini kämpft mit ganzer Kraft gegen Meloni  an.

Zweck der Koalition

Draghi hat es geschafft, eine “breite Koalition von links bis rechts” zu führen - das ist anzuerkennen. Warum hat es funktioniert? Es gab ein gemeinsames Ziel: die Hilfsgelder der EU für Italien zu sichern. Gibt es weitere Gemeinsamkeiten dieser Regierung? Ich sehe sie nicht.

@15:47 Uhr von Nettie

Bedingungen an der Gestaltung des Gemeinwesens arbeiten können.

Das kann er aber nur, wenn die gegeben sind bzw. er dabei die nötige Unterstützung bekommt und nicht durch ständige Machtkämpfe statt konstruktiver Zusammenarbeit davon abgehalten wird.

Die Regeln der Demokratie sind einfach: Wenn ich keine Mehrheit im Parlament mehr habe, kann ich nicht regieren. Dann muessen die Wähler entscheiden. Da hilft dann auch kein Klagen und Jammern. 
wir müssen ja auch mit den Politischen Hinterlassenschaften von Mutti’s GroKos leben.

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Nun ja

Aktuell: Mit der Römerin Giorgia Meloni könnte Italien seine erste Regierungschefin bekommen. Die Vorsitzende der Rechten ist derzeit sehr beliebt. Ihre Partei liegt bei 20 Prozent, Tendenz steigend.

@18:19 Uhr von Sternenkind

Aktuell: Mit der Römerin Giorgia Meloni könnte Italien seine erste Regierungschefin bekommen. Die Vorsitzende der Rechten ist derzeit sehr beliebt. Ihre Partei liegt bei 20 Prozent, Tendenz steigend.

Ich kenne weder Frau Meloni noch Fratelli d’Italia. Wenn diese Partei die Wahl gewinnt, dann ist das der Wunsch der italienischen Wähler und sie werden regiert  - nicht wir. So funktioniert Demokratie. Wird nicht immer wieder gefordert,dass mehr Frauen in Spitzenfunktionen kommen sollen.

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