Kommentare - Predappio in Italien: Wo Mussolini noch verehrt wird

02. Juli 2022 - 14:17 Uhr

Mussolinis Geburtsort Predappio ist eine Kultstätte für die Anhänger des italienischen Faschisten. 100 Jahre nach seiner Machtübernahme zeigt man dort den Diktator im mildesten Licht - und im Land legen die Rechtsextremen zu. Von J. Seisselberg.

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Kommentare

Der Duce

Das darf man in Italien sagen, ohne allzu sehr anzuecken. Man darf sich auch für starke Führer aussprechen und wehleidig nach Russland oder Ungarn blicken.

Heldenverehrung

„Und [der Käufer der von Mussolini erbauten Villa] macht kein Geheimnis daraus, dass er ein Mussolini-Bewunderer ist. Er liebe die Geschichte und die "großen Männer".
>> Und Mussolini sei eben "einer der Großen" und "seiner Zeit geistig 100 Jahre voraus gewesen"

 

Das Problem ist: Das glaubt der wahrscheinlich wirklich. Und dass gegen völlige Verblendung Argumente in aller Regel wirkungslos abprallen. Weil die Betroffenen sich in „ihrer Welt“ eingeschlossen und „dichtgemacht“ haben. 

Italien ist nicht das einzige Land

„Direkt nach dem Krieg gab hat es eine breite Amnestie für Faschisten und Nazi-Kollaborateure in Italien. Sie sollte das Land versöhnen, führte aber dazu, dass ein Großteil der faschistischen Führungskräfte in Verwaltung, Justiz, Polizei und Bildungswesen nahtlos in die italienische Republik wechselten.“ 

Bis auf die Amnestie war das in Deutschland auch nicht anders. Bei uns haben viele alte Nazis auch noch in der Politik und in fast allen Parteien Karriere gemacht. Kein politisches Amt in der BRD, dass nicht auch von Nazis ausgeübt wurde. Bis hin zu Ministern und Ministerpräsidenten, Bundeskanzler und Bundespräsidenten. 
Auch in anderen europäischen Ländern gibt es heute noch sogar aktive Politiker, die die Nazikollaborateure und Naziverbrechen im eigenen Land verleugnen.
 

" und im Land legen die Rechtsextremen zu."

Der rechtsorientierte Wählerkreis nimmt wohl in Italien zu, dies hat aber nichts mit Extremismus zu tun und schon gar  nichts mit dem Diktator Mussolini.

Erschütternd

„Eine Partei mit neofaschistischen Wurzeln zum Regieren bereit - 100 Jahre nach dem Beginn des Faschismus in Italien.“

 

Und da reden hier einige vom angeblich übermächtigen Faschismus in der Ukraine. Herr Melnyk gibt diesem Affen auch noch Zucker.

 

Für einen jeden Antifaschisten ist das Grund zum Verzweifeln.

@14:36 Uhr von Giselbert

Der rechtsorientierte Wählerkreis nimmt wohl in Italien zu, dies hat aber nichts mit Extremismus zu tun und schon gar  nichts mit dem Diktator Mussolini.

 

Sie haben den Artikel nicht gelesen, oder?

Mussolini sei "einer der…

Mussolini sei "einer der Großen" und "seiner Zeit geistig 100 Jahre voraus gewesen", tönt ein unverbesserlicher Anhänger, der bei uns wohl leider in den unverbesserlichen

antiquierten faschistischen Demokratiezerstörern

wie Höcke und anderen führenden Leuten der Berliner Schillstraße blaubraune Resonanz findet. Insofern bin ich skeptisch, wenn Miro Giro sagt, die Deutschen hätten da ihre "Vergangenheit besser angegangen - uns dagegen ist es nicht gelungen, unsere Vergangenheit angemessen aufzuarbeiten". Bei vielen Tönen aus der afd kann man zu anderen Einschätzungen kommen. 

Wesentlicher Unterschied: der rechtsextreme Populist Salvini war/ist näher an Regierungschancen als unsere 10%-Partei der Blaubraunen. Die Töne gerade bei Fremdenfeindlichkeit bzw. Rassismus sind leider hüben wie drüber der Alpen heute wieder erschreckend ähnlich.

 

 

gez. NieWiederAfd

@14:54 Uhr von fathaland slim

„Eine Partei mit neofaschistischen Wurzeln zum Regieren bereit - 100 Jahre nach dem Beginn des Faschismus in Italien.“

 

Und da reden hier einige vom angeblich übermächtigen Faschismus in der Ukraine. Herr Melnyk gibt diesem Affen auch noch Zucker.

 

Für einen jeden Antifaschisten ist das Grund zum Verzweifeln.

Ihr Freund Melnyk nennt Stepan Bandera offen einen „großen Mann“

deutscher, italien., französ., russ. Faschismus = Normalität

Alle 4 genannten Varianten krimineller Entartung haben Gemeinsamkeiten im Ursprung, in der Umsetzung und in der personellen Besetzung innerhalb entsprechender Organisationen.

Sie haben auch Gemeinsamkeiten in der Vergangenheitsbewältigung (sofern diese überhaupt stattfand).

Der einzige Unterschied bildet die Empfangsbereitschaft der Zielgruppe. Und dementsprechend die Radikalität und Hemmungslosigkeit. Schweizer oder Norweger sind bzw. waren in der Vergangenheit weniger anfällig für faschistische Auswüchse als Deutsche, Serben oder Russen.

Aus verschiedenen Gründen sind Figuren  wie Franco, Milosevic oder Putin  kein Unfall der Geschichte sondern eine Bereicherung für nicht wenige.

Die Huldigung von Massenmördern ist bei deren Verehrern keine politische oder nationale Entscheidung sondern vermutlich auf einen Gen-Defekt zurück zu führen. Man kann auch sagen "psychische Störung".  Oder politische Amokläufer, die nur auf die Gelegenheit warten, ihre Leidenschaft umzusetzen......

@ von nie wieder ...

Bis auf die Amnestie war das in Deutschland auch nicht anders. Bei uns haben viele alte Nazis auch noch in der Politik und in fast allen Parteien Karriere gemacht. Kein politisches Amt in der BRD, dass nicht auch von Nazis ausgeübt wurde.

 

In der DDR war das nicht anders, auch da haben sich viele Nazis nahtlos ins System eingefügt. Teilweise war der Übergang in die Stasi fleißend.

@14:36 Uhr von Giselbert

 

Der rechtsorientierte Wählerkreis nimmt wohl in Italien zu, dies hat aber nichts mit Extremismus zu tun und schon gar  nichts mit dem Diktator Mussolini.

 

Doch, gerade damit hat das was zu tun.

@14:36 Uhr von Giselbert - Der Schoß ist fruchtbar noch

Der rechtsorientierte Wählerkreis nimmt wohl in Italien zu, dies hat aber nichts mit Extremismus zu tun und schon gar  nichts mit dem Diktator Mussolini.

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Nein. Lediglich die idiotische Veranlagung ist nach 100 Jahren die gleiche.

 

@14:54 Uhr von fathaland slim

„Eine Partei mit neofaschistischen Wurzeln zum Regieren bereit - 100 Jahre nach dem Beginn des Faschismus in Italien.“

 

Und da reden hier einige vom angeblich übermächtigen Faschismus in der Ukraine. Herr Melnyk gibt diesem Affen auch noch Zucker.

 

Für einen jeden Antifaschisten ist das Grund zum Verzweifeln.

 

Putin nennt sich doch antifaschistisch und hat deswegen die Ukraine angegriffen, um den Faschismus zu bekämpfen.

 

Wir sollten deswegen diese eher dümmlichen, historischen Bezeichnungen aus Italien wie faschistisch oder antifaschistisch besser unterlassen. Entscheiden ist doch, dass man den antitotalitären Konsens unterstützt. Dann ist es in Demokratien egal, ob links, rechts oder Zentrum.

"Direkt nach dem Krieg gab…

"Direkt nach dem Krieg gab hat es eine breite Amnestie für Faschisten und Nazi-Kollaborateure in Italien. Sie sollte das Land versöhnen, führte aber dazu, dass ein Großteil der faschistischen Führungskräfte in Verwaltung, Justiz, Polizei und Bildungswesen nahtlos in die italienische Republik wechselten."

 

->

Nein. Das sollte "im Namen der Freiheit ' den Einfluss von demokratischen  Linken und Kommunisten bekämpfen.

 

Dafür wurden nicht nur italienische Faschisten wieder in gesellschaftlich relevante Positionen erhoben, sondern man kooperierte dazu auch mit der katholischen Kirche und der Mafia.

 

@ 14:56 Uhr von fathaland slim

"Sie haben den Artikel nicht gelesen, oder?"

Ich kann Ihre Schlussfolgerung nicht nachvollziehen, wahrscheinlich haben Sie meinen Kommentar nur nicht verstanden. 

 

@Uhr von fathaland slim

Und da reden hier einige vom angeblich übermächtigen Faschismus in der Ukraine. Herr Melnyk gibt diesem Affen auch noch Zucker.

Wenn ein Mann mit einer so verleugnenden Ansicht in der Ukraine Diplomat werden kann, so ist das sehr bedenklich.
Wenn Bernd Höcke als Diplomat der BRD eingestellt werden würde, hätte ich ähnliche Bedenken. 
Und die Tatsache, dass jemand wie Bernd Höcke Lehrer werden konnte, spricht ebenso gegen die Bundesrepublik, wie die Tatsache gegen die Ukraine spricht, daß Herr Melnyk dort Diplomat werden konnte.

@15:03 Uhr von leider geil

In der DDR war das nicht anders, auch da haben sich viele Nazis nahtlos ins System eingefügt. Teilweise war der Übergang in die Stasi fleißend.

Und das ist auch genauso schäbig wie in der BRD!

Sehr geehrte User, wir…

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@15:03 Uhr von leider geil

Bis auf die Amnestie war das in Deutschland auch nicht anders. Bei uns haben viele alte Nazis auch noch in der Politik und in fast allen Parteien Karriere gemacht. Kein politisches Amt in der BRD, dass nicht auch von Nazis ausgeübt wurde.

 

In der DDR war das nicht anders, auch da haben sich viele Nazis nahtlos ins System eingefügt. Teilweise war der Übergang in die Stasi fleißend.

 

->

Also in der DDR wurde deutlich massiver gegen Nazis vorgegangen, als in der BRD. 

Quantitativ und Qualitativ.

 

Nachzulesen überall, wo sich mit entsprechender Materie auseinander gesetzt wird 

@15:04 Uhr von leider geil

@14:36 Uhr von Giselbert "Der rechtsorientierte Wählerkreis nimmt wohl in Italien zu, dies hat aber nichts mit Extremismus zu tun und schon gar  nichts mit dem Diktator Mussolini."

@15:04 Uhr von leider geil "Doch, gerade damit hat das was zu tun."

Ja was denn? Diejenigen die 1945 Amnestie bekommen  haben sind mittlerweile (bis vielleicht auf wenige Ausnahmen) tot und ein Einfluss im Amt geht von diesen schon seit vielen Jahrzehnte nicht mehr aus.

Dies fällt bei mir eher in die Kategorie Geisterjäger.

@14:58 Uhr von Sternenkind

@14:54 Uhr von fathaland slim

 

„Eine Partei mit neofaschistischen Wurzeln zum Regieren bereit - 100 Jahre nach dem Beginn des Faschismus in Italien.“

 

Und da reden hier einige vom angeblich übermächtigen Faschismus in der Ukraine. Herr Melnyk gibt diesem Affen auch noch Zucker.

 

Für einen jeden Antifaschisten ist das Grund zum Verzweifeln.

 

Ihr Freund Melnyk nennt Stepan Bandera offen einen „großen Mann“

 

Sie haben meinen Kommentar vielleicht gelesen, aber ganz offensichtlich nicht verstanden.

 

Sonst würden Sie Herrn Melnyk nicht meinen Freund nennen. Im Lichte Ihrer Kommentare, die ich hier seit vielen Jahren lese, wäre es wohl eher Ihr Freund.

 

Es ist der große Verdienst von Thilo Jung und seinem Portal „Jung und naiv“, Herrn Melnyk aus der Reserve gelockt und damit eine längst überfällige Diskussion angestoßen zu haben. Sowohl hier als auch in der Ukraine, wie man an der Stellungnahme des ukrainischen Außenministeriums erkennen kann.

 

Wir brauchen mehr Leute wie Thilo Jung.

@15:15 Uhr von nie wieder spd

Und da reden hier einige vom angeblich übermächtigen Faschismus in der Ukraine. Herr Melnyk gibt diesem Affen auch noch Zucker.

Wenn ein Mann mit einer so verleugnenden Ansicht in der Ukraine Diplomat werden kann, so ist das sehr bedenklich.
Wenn Bernd Höcke als Diplomat der BRD eingestellt werden würde, hätte ich ähnliche Bedenken. 
Und die Tatsache, dass jemand wie Bernd Höcke Lehrer werden konnte, spricht ebenso gegen die Bundesrepublik, wie die Tatsache gegen die Ukraine spricht, daß Herr Melnyk dort Diplomat werden konnte.

Herr Melnyk vertritt die Meinung seines Präsidenten ansonsten würde er entlassen

@15:15 Uhr von Giselbert

@ 14:56 Uhr von fathaland slim

 

"Sie haben den Artikel nicht gelesen, oder?"

 

 

Ich kann Ihre Schlussfolgerung nicht nachvollziehen, wahrscheinlich haben Sie meinen Kommentar nur nicht verstanden. 

 

 

In Italien ist eine Partei, in der Mussolini verehrt wird, in den Umfragen stärkste Partei.

 

Es mag ja sein, daß das für Sie nichts mit Rechtsextremismus zu tun hat. Das sagt aber mehr über Sie als über diese Partei.

Adolf Hitler, Saddam Hussein…

Adolf Hitler, Saddam Hussein, Osama bin Laden, und wen haste noch nicht gesehen und von ihm gehört, werden immer noch verehrt. Genauso wie lebende Dikatoren und totalitäre Systeme heute verehrt werden, die Menschen sind halt so wie sie sind, die kann man nicht ändern!

@15:03 Uhr von leider geil

 

Bis auf die Amnestie war das in Deutschland auch nicht anders. Bei uns haben viele alte Nazis auch noch in der Politik und in fast allen Parteien Karriere gemacht. Kein politisches Amt in der BRD, dass nicht auch von Nazis ausgeübt wurde.

 

In der DDR war das nicht anders, auch da haben sich viele Nazis nahtlos ins System eingefügt. Teilweise war der Übergang in die Stasi fleißend.

 

Nur mit dem Unterschied, daß von Staats wegen der Faschismus für beendet erklärt wurde, um dem Mythos "antifaschistischer Staat" ungehemmt frönen zu können. Das Ergebnis dieser Nicht-Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit sehen wir heute. Mit Wahlergebnissen von teilweise über 20 Prozent für die blaubraune Partei, die im Osten noch radikaler ihren Rassismus pflegt, als ohnehin schon im Westen.

15:22, Sternenkind

Herr Melnyk vertritt die Meinung seines Präsidenten ansonsten würde er entlassen

 

Die Stellungnahme des ukrainischen Außenministeriums haben Sie nicht mitbekommen?

 

Sie unterstellen Herrn Selenskyi als Juden, die Rolle Banderas beim Holocaust in der Ukraine zu leugnen?

@15:22 Uhr von Sternenkind

Und da reden hier einige vom angeblich übermächtigen Faschismus in der Ukraine. Herr Melnyk gibt diesem Affen auch noch Zucker.

Wenn ein Mann mit einer so verleugnenden Ansicht in der Ukraine Diplomat werden kann, so ist das sehr bedenklich.
Wenn Bernd Höcke als Diplomat der BRD eingestellt werden würde, hätte ich ähnliche Bedenken. 
Und die Tatsache, dass jemand wie Bernd Höcke Lehrer werden konnte, spricht ebenso gegen die Bundesrepublik, wie die Tatsache gegen die Ukraine spricht, daß Herr Melnyk dort Diplomat werden konnte.

Herr Melnyk vertritt die Meinung seines Präsidenten ansonsten würde er entlassen

 

Eine Lüge. Die Stellungnahmen der Regierung zu Melnyks Äußerung nicht mitbekommen?

@15:21 Uhr von derkleineBürger

@15:03 Uhr von leider geil

 

Bis auf die Amnestie war das in Deutschland auch nicht anders. Bei uns haben viele alte Nazis auch noch in der Politik und in fast allen Parteien Karriere gemacht. Kein politisches Amt in der BRD, dass nicht auch von Nazis ausgeübt wurde.

 

In der DDR war das nicht anders, auch da haben sich viele Nazis nahtlos ins System eingefügt. Teilweise war der Übergang in die Stasi fleißend.

 

->

Also in der DDR wurde deutlich massiver gegen Nazis vorgegangen, als in der BRD. 

Quantitativ und Qualitativ.

 

Nachzulesen überall, wo sich mit entsprechender Materie auseinander gesetzt wird 

 

Ihre Glorifizierung der DDR hat vor den Tatsachen der Geschichte keinen Bestand.

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