Kommentare - EZB könnte stärker gegen die hohe Inflation vorgehen

28. Juni 2022 - 21:57 Uhr

Europas Währungshüter stemmen sich gegen die enorme Teuerung. Nun signalisiert EZB-Chefin Lagarde: Auch schnellere und größere Zinserhöhungen als bislang geplant sind denkbar, sollte sich der Preisauftrieb beschleunigen.

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Kommentare

Ach....

"Es könne Umstände geben, unter denen eine "allmähliche" Zinsanpassung nicht mehr ausreichend seien, sagte Lagarde."

Ja, das war ungefaehr Mitte 2020 .....

Fed als Vorlage?

Irgendwie, so habe ich den Eindruck, macht die EZB immer das Gleiche wie die Fed, nur etwas später und weniger ausgeprägt, ist mein oberflächlicher Eindruck, kann das sein?

Ich verstehe immer nur Zinsen......

Frau Lagarde (nomen est omen) beschäftigt sich anscheinend im Fulltime-Job mit der Anhebung von Zinsen um 0,25% - vermutlich auch nachts.

Ich frage mich allerdings, inwiefern diese 0,25% Zinsen den Preis für Knäckebrot, Motorenöl und Seniorenwindeln zurück auf den Normalstand bringen sollen.

Kann mir jemand den Zusammenhang erklären?

>> Europas Währungshüter…

>> Europas Währungshüter stemmen sich gegen die enorme Teuerung. Nun signalisiert EZB-Chefin Lagarde: Auch schnellere und größere Zinserhöhungen als bislang geplant sind denkbar, sollte sich der Preisauftrieb beschleunigen. <<
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Gegen die hohe Inflation kann man mit moderaten Zinsanhebungen sowieso nichts ausrichten, weil die Inflation v. a. wegen dem Krieg in der Ukraine geschuldet ist (Energie- und Lebensmittelverteuerung). Und eine zu starke Anhebung würgt auch die Konjunktur, die derzeit schon leidet (Lieferkettenproblem), noch weiter ab - ein echtes Dilemma im Euroraum, der auch noch heterogen ist (Stichwort Probleme der Schulden der Südländer).

Die Inflation sei "unerfreulich hoch"...

Allerdings! Und man fragt sich, warum die EZB das erst heute erkennt? Selbst die FED hatte schon letzten Monat Leitzinzerhöhungen erwogen. Oder ist die heutige Ankündigung der EZB nur die Antwort darauf?

 

Möglich, aber dann muss man wieder fragen, ob die EZB zu einer eigenen Geldpolitik imstande ist, oder nur auf das "Go" aus Washington D.C. wartet? Man hätte viel früher reagieren können und müssen, denn schließlich ist die Inflationsrate seit März stetig nach oben geschnellt - Teils bedingt durch den Ukraine-Krieg, teils durch Hersteller und Händler, die daraus Profit ziehen und letztlich natürlich auch noch durch die (Nach-) Wirkungen der Corona- Pandemie.

Noch immer ist die globale Lieferkette gestört, können Schiffe nicht rechtzeitig an Bestimmungshäfen ankommen, weil sie entweder in Zwischenhäfen aufgrund Personalmangels nicht ent- oder beladen werden können, oder einfach der Platz fehlt, sei es am Kai für die Schiffe, oder im Lager für die Container...

stärker

Hoffentlich schnell und kräftig. Aber trotzdem wie so oft zuspät.

Zinserhöhungen

Ich mit meinem "Hausfraueninstinkt"  würde dann natürlich wieder mehr zum Sparen neigen und andere Geldanlagen kritischer sehen. Für Häuslebauer mit laufenden Krediten ist die Erhöhung leider keine gute Nachricht. Der Aktienmarkt wird durch die Zinserhöhung etwas nachgeben, vermutlich aber nur vorübergehend. Ich vermute, dass die Inflation kurzfristig etwas gebremst werden kann, aber wenn letztlich lebensnotwendige Waren die jedeR braucht ( d.h. Lebensmittel und Energie für Wärme, Treibstoff,Produktion) richtig knapp und teuer werden, dann steigen sämtliche Preise inflationär. 

Total versagt.....

"Alle sechs Wochen tritt der EZB-Rat zu einer geldpolitischen Sitzung zusammen und erörtert, was zu tun ist, um die Inflation bei 2 % zu halten."

Mit so einem Trainerstab steigt man in die Regionalliga ab....

@22:53 Uhr von Gnom

Die Inflation sei "unerfreulich hoch"...

Allerdings! Und man fragt sich, warum die EZB das erst heute erkennt? Selbst die FED hatte schon letzten Monat Leitzinzerhöhungen erwogen. Oder ist die heutige Ankündigung der EZB nur die Antwort darauf?

 

Möglich, aber dann muss man wieder fragen, ob die EZB zu einer eigenen Geldpolitik imstande ist, oder nur auf das "Go" aus Washington D.C. wartet? ...

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Gleicher Gedankengang.

 

@22:46 Uhr von -Der Golem-

Frau Lagarde ... Anhebung von Zinsen um 0,25%...

Ich frage mich allerdings, inwiefern diese 0,25% Zinsen den Preis für Knäckebrot, Motorenöl und Seniorenwindeln zurück auf den Normalstand bringen sollen.

Kann mir jemand den Zusammenhang erklären?

Die EZB muss per Definition nicht nur die von Ihnen genannten Dinge im Auge halten, sondern auch die privaten Rentenversicherungen (finanziert über Staatsanleihen) und das Häuschen von Hans-Peter (finanziert über Schulden).

Vor allem wegen dem erstgenannnten Punkt war die "Bankenrettung" nie eine Rettung von "raffgierigen Griechen, die von den armen Deutschen gefüttert werden", oder auch die "Absicherung der frühen Renten der Franzosen", wie Ihnen die AfD Anhänger vorgeben wollen.

Es war (und ist noch immer) schlicht und ergreifend alternativlos. Und eine Änderung dieser gegenseitigen Abhängigkeiten muss vorsichtig gemacht werden. Die Lage ist noch immer fragil und die Inflation ist nur wenig vom Zinsniveau getrieben. Auch wenn der Blitz das nicht

 

@22:53 Uhr von Gnom

...

 

Möglich, aber dann muss man wieder fragen, ob die EZB zu einer eigenen Geldpolitik imstande ist, oder nur auf das "Go" aus Washington D.C. wartet? Man hätte viel früher reagieren können und müssen, denn schließlich ist die Inflationsrate seit März stetig nach oben geschnellt - Teils bedingt durch den Ukraine-Krieg, teils durch Hersteller und Händler, die daraus Profit ziehen und letztlich natürlich auch noch durch die (Nach-) Wirkungen der Corona- Pandemie.

Noch immer ist die globale Lieferkette gestört, können Schiffe nicht rechtzeitig an Bestimmungshäfen ankommen, weil sie entweder in Zwischenhäfen aufgrund Personalmangels nicht ent- oder beladen werden können, oder einfach der Platz fehlt, sei es am Kai für die Schiffe, oder im Lager für die Container...

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Wie ändert die Zinsanhebung das Hauptproblem - die Lieferketten - , das Sie ja selbst erkannt haben?.

 

@23:07 Uhr von AufgeklärteWelt

und zerstört so die Geldwertstabilität des Euro. Nein, danke!

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Kriegen sie Rente? Dann haben sie gar nichts verstanden.

 

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