Kommentare - Parlamentswahl in Frankreich: Erste Runde im Schlagabtausch

12. Juni 2022 - 09:50 Uhr

Heute findet die erste Wahlrunde für das französische Parlament statt. In Umfragen lag die linke Volksunion um Melenchon erstmals vor Macrons Partei - denn dessen Rentenreformpläne sind unpopulär. Von Julia Borutta.

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Kommentare

zu spät

"Melenchon bezichtigt den Präsidenten sozialer Kälte und wirft ihm vor, das Parlament geringzuschätzen, selbstherrlich durchzuregieren."

Tja, besser kann man es kaum formulieren.

"Und der Volkswille, ...  Projekte Macrons aussprechen: Die Erhöhung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre."

Zu spät und selber dran schuld, bei der Wahl hatte es das Volk in der Hand, Marine Le Pen mit ihrer Partei hatten sich klar gegen eine Erhöhung des Rentenalters ausgesprochen. 

Wortwahl

"Linkspopulist Melenchon", ist diese Formulierung nicht ein bisschen ungerecht? Auf t-online wurde er gestern als "Deutschland-Hasser" tituliert.

Hmm...

Habe ich da was verpasst ?

 

Parlamentswahl in Frankreich: Erste Runde im Schlagabtausch....

Macron könnte seine Mehrheit in der Nationalversammlung verlieren. Das wäre nicht nur seiner Rentenpolitik geschuldet, die länger arbeiten bedeutet und Rentenbezieher ärmer macht, sondern auch seinen Sprüchen gegenüber ärmeren Menschen. "Wenn Sie so arbeiten wie ich, dann können Sie sich auch einen Anzug wie ich ihn habe leisten(zu einem Gewerkschafter). Oder zu einem Arbeitslosen: "Gehen Sie der Straße rauf und runter  und schon haben Sie einen Job".

Die Opposition aus Melenchon-France Insoumise, Grünen, PCF und Sozialisten ist außerdem EU-kritisch. Bestimmte Auflagen möchten man nicht mehr erfüllen und auch schrittweise aus der NATO austreten.

Da ist das Potenzial, daß  östlich des Rheins noch welche Schnappatmung bekommen.

 

Nicht nur in Frankreich nutzen Populisten die fehlenden Konzepte

Es ist die große Herausforderung für die westlich/demokratische Gesellschaft, die Schere zwischen arm und reich zu schließen. Überall haben die Menschen gesehen, dass die „fetten Jahre“ nur einem sehr kleinen Teil, eben den absoluten Gutverdienern genützt haben.

Man will den Menschen einreden, es wären ja viele Jobs geschaffen worden, nur wenn man mit diesen Jobs geradeso überleben kann, dann ist das kein Trost. Der Frust, bis hin zur Verzweiflung treibt die Menschen ins Lager der Extremisten.

Es muss endlich gelingen Steuerflucht zu bekämpfen, Finanztransaktionssteuern und angemessene Kapitalertragssteuern durchzusetzen. Kein Neidgeschwafel, es muss einfach nur Steuergerechtigkeit zwischen Arbeitnehmern und Kapitalerträgen herrschen.

Wir sind der Staat und müssen dafür sorgen, dass Wohnen, Energie, Infrastruktur und Gesundheitswesen nicht unbezahlbare Spekulationsobjekte sind.

Will man verlogene Populisten bekämpfen, müssen tragfähige Konzepte für diese Probleme her.

noch lange nicht jedes Mittel - aber trotzdem: „Pauschalisierungen“ und „Totschlagargumente“ - und vor allem Diffamierungen anstelle des Austauschs von Sachargumenten sind einer Demokratie unwürdig.

Es kommt also ganz darauf an, welchem Zweck diese „neuen Steuern“ dienen, und ob letztlich den Interessen aller. Und die politische „Ermöglichung“ einer offenen und respektvollen (d.h. den persönlichen Standpunkt aller Beteiligten einbeziehenden) Diskussion darüber:

“Macron schaltete diese Woche auf Attacke: "Melenchons Programm ist ein Programm von Verboten und Steuern. Ich hab mir die Mühe gemacht, es zu lesen", wetterte er. "Er will allein 20 neue Steuern einführen. Das ist also kein gutes Programm für unser Land."

Wahl

bin gespannt wie diese Wahl ausgehen wird und wer die Verlierer und wer die Gewinner sind.

auch gespannt wie viel zur Wahl gehen werden, heute früh in den Nachrichten wurde von unter 50% gesprochen. 

das lässt doch sehr tief blicken wie gespalten dieses Land ist und immer noch wird eine Politik gegen das eigene Volk geführt. 

Die erste Runde hat wenig Bedeutung

Ich war nie Freund des Mehrheitswahlrechts und werde es nicht mehr. Jetzt wird eine erste Runde gemacht - die zweite wählt dann konservativ. 

Demokratietheoretisch könnte man das wohl klüger, sprich näher am Volk lösen.

@10:57 Uhr von Forfuture

Es ist die große Herausforderung für die westlich/demokratische Gesellschaft, die Schere zwischen arm und reich zu schließen. ...

Es sind die oft brutale Wirklichkeit und das Ohnmachtsgefühl, die Populisten stark macht.

Es heißt also, die Wirklichkeit zu verändern - besonders für die ärmere Hälfte mehr Geld - und Mitwirkung organisieren.

Wenn Konzepte das leisten - ja, gerne. Es gab aber schon viele Schönwortkonzepte, die bei Machterhalt eben nicht umgesetzt wurden.

Das hat sehr viel Vertrauen gekostet. Bei allen Parteien.

Die Opposition aus Melenchon…

Die Opposition aus Melenchon-France Insoumise, Grünen, PCF und Sozialisten ist außerdem EU-kritisch. Bestimmte Auflagen möchten man nicht mehr erfüllen und auch schrittweise aus der NATO austreten.

 

Sie haben bei Ihrer Aufzählung die stärkste französische Oppositionsfraktion vergessen, nämlich Frau Le Pens Rassemblement National. Die vertritt die von Ihnen der französischen Linken zugeschriebenen Positionen in Reinkultur.

 

Da ist das Potenzial, daß  östlich des Rheins noch welche Schnappatmung bekommen.

 

Schnappatmung ist offensichtlich einer Ihrer Lieblingsbegriffe.

Macrons Politik des Machbaren zeigt eine gute Bilanz

Für Pragmatiker zählen die Fakten, nicht die 'gefühlten' Animositäten. Deswegen nochmal die Bilanz von Macron.
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Wirtschaftswachstum

2021: 7 % im Vergleich zu Deutschlands 2,8 %

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Arbeitsmarkt:

2017 – 2021: über 1.000.000 neue Jobs

Ausbildungsreform ähnlich dem bewährten dualen System Deutschlands

Jugendarbeitslosigkeit ist stark gesunken

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Kaufkraft

1.470 Euro pro Haushalt mehr in 5 Jahren

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Unternehmen

Aktienindex Cac plus 30 % im Vergleich zu Dax (19%)

Wettbewerbsfähigkeit hat deutlich zugenommen

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Gesundheit

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Macron ist ein anerkannter Krisenmanager, die französische Impfkampagne wurde zu einer der erfolgreichsten im Vergleich zu den 'Peers'

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Innen und Sicherheit

Macron hat 10.000 neue Polizisten versprochen. Das hat er bis Ende des Jahres erreicht.

 

//www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/vor-frankreich-wahl-

fuenf-jahre-praesident-die-bilanz-von-emmanuel-macron

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Mit populistischen Versprechungen von links und rechts kann man 'keinen Staat machen'.

Macrons Reformpolitik hat Frankreich an die Spitze gebracht

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Frankreichs stark vom Staat regulierte Wirtschaft galt jahrzehntelang als sklerotisch. Der Arbeitsmarkt war verriegelt und führte aufgrund übertriebenen Kündigungsschutzes zu einer hohen Sockelarbeitslosigkiet und insbesondere zu einer hohen Jugendarbeitslosigkeit.

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Nach Macrons liberaler Reformpolitik nimmt Frankreich bei den Investitionen einen europäischen Spitzenplatz ein und die Arbeitslosigkeit ist gravierend gesunken.

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Eine gute Sozialpolitik setzt immer auf einer Wirtschaft auf, die etwas produziert.

Eine schlechte Sozialpolitik setzt auf Umverteilung auf, bevor etwas produziert wurde und verteilt danach die Armut.

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Macrons Reformen sind nicht perfekt, aber besser als alles, was seine Konkurrenten vorgeschlagen haben.

 

@10:49 Uhr von Giselbert

Projekte Macrons ... Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre [erhöhrn].

Zu spät und selber dran schuld, bei der Wahl hatte es das Volk in der Hand, Marine Le Pen mit ihrer Partei hatten sich klar gegen eine Erhöhung des Rentenalters ausgesprochen

Gut, dass unterm Strich die Vernunft des Volkes gesiegt hat.

Nun man erkennt, wie untauglich radikale Parteien sich für die Führung eines Landes eignen, zeigen sie doch ihre wahre Fratze immer dann, wenn sie ihren Willen nicht durchdrücken können:

"Die beiden extrem rechten Parteien um Marine Le Pen und Eric Zemmour kannibalisieren sich gegenseitig".

 

11:10 Uhr von Coachcoach | Wenig konkret

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Sie wissen was Sie  nicht wollen, beschreiben aber nicht was Sie wollen.

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'Ich war nie Freund des Mehrheitswahlrechts und werde es nicht mehr.'

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Ich auch nicht. Das deutsche, personalisierte Verhältniswahlrecht ist eines der besten der Welt und muss nur noch die Frage der Mandatsexpansion in den Griff kriegen. Zweitbeste Option sind die Präferenzwahlsysteme von Australien und Neuseeland.

 

Jetzt wird eine erste Runde gemacht - die zweite wählt dann konservativ. 

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Erstens ist das unsinnige Spekulation und zweitens  w ä r e  es kein Fehler des Wahlsystems.

Im ersten Wahlgang wird vermutlich das Linksbündnis NUPES die Nase vorn haben, im zweiten hoffentlich das liberale Reformbündnis von Macron.

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Demokratietheoretisch könnte man das wohl klüger, sprich näher am Volk lösen.

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Nicht demokratietheoretsich sondern praktisch, wie oben vorgeschlagen. Ihren Lösungsvorschlag dafür haben Sie uns vorenthalten.

10:51 Uhr von Bernd Kevesligeti | Schon damit angefangen ?

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'Die Opposition aus Melenchon-France Insoumise, Grünen, PCF und Sozialisten ist außerdem EU-kritisch. Bestimmte Auflagen möchten man nicht mehr erfüllen und auch schrittweise aus der NATO austreten.'

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Dazu müsste das Bündnis eine absolute Mehrheit der Mandate bekommen, den Ministerpräsidenten stellen und das Veto des nach der Verfassung außenpolitisch starken Präsidenten überstimmen.

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'Da ist das Potenzial, daß  östlich des Rheins noch welche Schnappatmung bekommen.'

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In der 'Vorfreude' darauf, scheinen Sie diese schon bekommen zu haben.

Ruhig weiteratmen ;-).

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Sie gehören auch zu der Spezies, die so ziemlich gegen alles sind, was unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ausmacht. Ich habe aber noch nie von Ihnen gelesen, wie ein System nach Ihren Vorstellungen aussehen sollte.

 

@10:49 Uhr von Sparpaket

"Linkspopulist Melenchon", ist diese Formulierung nicht ein bisschen ungerecht? Auf t-online wurde er gestern als "Deutschland-Hasser" tituliert.

Hmm...

Habe ich da was verpasst ?

 

Wo ist der Unterschied?

von fathaland slim 11:29

Mit Le Pen hat das nichts zu tun. Oder wollen Sie das Oppositionsbündnis als rechts denunzieren ?

Und sicher wird es so sein, daß falls sich die Meinungsumfragen bewahrheiten, Sie nicht gerade erbaut sind.

von MRom TRom 12:14

Ja, Sie geben sich aber alarmiert.

Und Ihr letzter Satz ist ziemlich inhaltslos. Was läuft denn in dem Land ab ? Wer profitiert und wer nicht ? Dazu Macrons Verhalten (Sätze) gegenüber ärmeren Schichten.

Dazu der Artikel "Konzerne im Profitrausch", von Hansgeorg Hermann. Über den Reingewinn der 40 größten Unternehmen, den CAC und Bernard Arnault....

Immer wieder darf ich hier lesen,

es müsse Politik für das eigene Volk gemacht werden, und dann würde alles gut.

 

Aber was ist das denn, das eigene Volk?

 

Bin ich eigenes Volk? Wenn nein, warum nicht?

 

Bei dem, was hier offensichtlich unter „eigenes Volk“verstanden wird, gehöre ich wohl nicht wirklich dazu. Es fängt schon damit an, daß dieser Begriff vorrangig von den Anhängern einer  bestimmten Partei benutzt wird. In deren Vorstellung vom „eigenen Volk“ fühle ich mich nicht einbezogen.

11:08 Uhr von Michael Klaus Möller | 'Das Volk' hat die Wahl

+

'das lässt doch sehr tief blicken wie gespalten dieses Land ist und immer noch wird eine Politik gegen das eigene Volk geführt.'

 

Deswegen hat ‚das Volk‘ die Möglichkeit, zur Wahl zu gehen und eine andere Politik zu wählen. Das geht aber nur, wenn man sein Wahlrecht nutzt und nicht zuhause bleibt.

+

Wer nicht wählt, der wählt das Ergebnis, das am Wahlabend herauskommt. Als freie Analogie zu einem Axiom von Paul Watzlawik kann man sagen:

 

Man kann nicht  n i c h t  wählen.

+

Zumindest ist das in einer echten Demokratie so.

12:55, Bernd Kevesligeti

von fathaland slim 11:29

Mit Le Pen hat das nichts zu tun. Oder wollen Sie das Oppositionsbündnis als rechts denunzieren ?

 

Nein, das möchte ich nicht. Die Positionen, die Sie dem Oppositionsbündnis zuschreiben, sind aber  sämtlichst Positionen der französischen Weitrechten.

 

Und sicher wird es so sein, daß falls sich die Meinungsumfragen bewahrheiten, Sie nicht gerade erbaut sind.

 

Ich wäre sehr erbaut, wenn es im französischen Parlament eine linke Mehrheit geben würde. Ich fürchte allerdings, daß im zweiten Wahlgang dann wieder die Konservativen siegen werden. So wie es bisher viel zu oft gewesen ist.

@10:57 Uhr von Forfuture

Es ist die große Herausforderung für die westlich/demokratische Gesellschaft, die Schere zwischen arm und reich zu schließen. Überall haben die Menschen gesehen, dass die „fetten Jahre“ nur einem sehr kleinen Teil, eben den absoluten Gutverdienern genützt haben.

_

Wenn man das so liest, könnte man meinen, mind. die Hälfte der Bürger nage am Hungertuch. Dann wird aber kritisiert, dass immer mehr und mehr teure Immos vermietet werden. Wer mietet die eigentlich ? Und nein, für einen Kapitalanleger ist eine leerstehende Wohnung auch nicht sinnvoll. Wer fährt bzw. kauft all die teuren SUV's, die ja angeblich überwiegend durch die Gegend fahren ? Alles Dienstwagen ? Quatsch !

Ich will ja garnicht abstreiten, dass es durchaus arme Menschen hier gibt; aber in der Häufigkeit ? Und wenn ich arbeitslos wäre, würde ich zunächst auch einen schlecht(er) bezahlten Job annehmen um die Möglichkeit des Aufstiegs wahrzunehmen. Letztlich liegt es an der Bildung aber auch am Ehrgeiz.

 
 

 

@10:49 Uhr Giselbert - Realitäten anerkennen

"Melenchon bezichtigt den Präsidenten sozialer Kälte und wirft ihm vor, das Parlament geringzuschätzen, selbstherrlich durchzuregieren."

Tja, besser kann man es kaum formulieren.

"Und der Volkswille, ...  Projekte Macrons aussprechen: Die Erhöhung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre."

Zu spät und selber dran schuld, bei der Wahl hatte es das Volk in der Hand, Marine Le Pen mit ihrer Partei hatten sich klar gegen eine Erhöhung des Rentenalters ausgesprochen. 
 

 

Frankreich sollte die Realitäten auch langsam anerkennen. Es gibt nicht genug Geld um weitere Wohltaten unters Volk zu streuen. 
 

Die Staatsverschuldung ist schon relativ hoch und   Auch ansonsten muss in Frankreich viel reformiert werden. 
 

Linkspopulisten sind eine größere Gefahr für ein Land als Rechtspopulisten. 
 

 

12:05, MRomTRom

11:10 Uhr von Coachcoach

 

'Ich war nie Freund des Mehrheitswahlrechts und werde es nicht mehr.'

+

Ich auch nicht. Das deutsche, personalisierte Verhältniswahlrecht ist eines der besten der Welt und muss nur noch die Frage der Mandatsexpansion in den Griff kriegen. Zweitbeste Option sind die Präferenzwahlsysteme von Australien und Neuseeland.<<

 

Da stimme ich Ihnen völlig zu.

 

>>

Jetzt wird eine erste Runde gemacht - die zweite wählt dann konservativ. 

+

Erstens ist das unsinnige Spekulation und zweitens  w ä r e  es kein Fehler des Wahlsystems.<<

 

Hier generell auch.

 

>>Im ersten Wahlgang wird vermutlich das Linksbündnis NUPES die Nase vorn haben, im zweiten hoffentlich das liberale Reformbündnis von Macron.<<

 

Und hier nicht mehr. Macron braucht kein Regulativ von rechts, sondern von links. Alles andere würde lediglich Macrons Marktradikalität fördern und  Le Pen stärken,

1. Wahlrunde = Denkzettel für die Regierung

In der 2. Runde dann wählt man so, dass keine populistische Partei mehr Macht bekommt. 
 

Das entspricht der Tradition in Frankreich und das Wahlsystem dort finde ich gar nicht mal so blöd. 
 

Außer das man eben öfters wählen gehen darf oder muss - je nachdem wie man das persönlich empfindet…

 

so haben mit das alle meine französischen Freunde und Bekannte (inkl. Geschäftspartner) schon immer gesagt..

 

 

Am 12. Juni 2022 - 10:57 Uhr von Forfuture

>>Nicht nur in Frankreich nutzen Populisten die fehlenden Konzepte<<

Ihr Kommentar findet meine volle Zustimmung. In den vergangenen Jahren ist der Zuwachs der rechts- und linksextremen Gruppierungen oft fast ausschließlich dem menschlichen Makel zugeschrieben worden. Aber lediglich Moralapelle - nach dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf - zu formulieren anstatt zu schauen woher die Unzufriedenheit der Leute kommt und etwas gegen diese Ursachen zu unternehmen ist, als würde man auf eine eiternde Wunde immer nur ein Pflaster drauf kleben, damit man den Eiter nicht mehr sieht. Auch die Politikverdrossenheit der Leute ist kein Zufall. Manche haben das Gefühl, dass sie zwar hübsch arbeiten und Abgaben und Steuern zahlen dürfen. Wenn es aber um die Verwendung dieser Gelder geht, verwehrt man ihnen weitgehend das Mitspracherecht und behandelt sie wie unmündige Schafe. Maßnahmen für mehr Bürgerbeteiligung und gegen Korruption fände ich in allen Demokratien gut. 

Revolution fürs Gemüt, Vernunft für den Kopf

 

Zumindest galt das bei unseren französischen Nachbarn für lange Zeit. Wenn sie mal davon abgewichen sind, mussten sie es bereuen.

 

So zum Beispiel 1981. Damals bekam eine Volksfront aus Sozialisten und Kommunisten eine Mehrheit im Parlament und hatten Mitterand als Präsidenten. Wie vorhergesagt verstaatlichten sie die Wirtschaft und wie vorhersehbar geriet das zum vollständigen Desaster. Am Ende schrieben alle Wirtschaftsbereiche rote Zahlen und die Franzosen mussten sich aufgrund Devisenbewirtschaftung selbst bei ihren Urlaubsreisen einschränken.

 

Wenn das Linksbündnis unter Melenchon gewinnt, steht womöglich die Wiederholung bevor. Auf der rechten Seite des Spektrums mit Le Pen ist es auch nicht besser und der Rest der französischen bürgerlichen Parteien neben LREM ist schwindsüchtig geworden.

 

 

 

@10:57 Uhr von Forfuture

Es ist die große Herausforderung für die westlich/demokratische Gesellschaft, die Schere zwischen arm und reich zu schließen. Überall haben die Menschen gesehen, dass die „fetten Jahre“ nur einem sehr kleinen Teil, eben den absoluten Gutverdienern genützt haben.Man will den Menschen einreden, es wären ja viele Jobs geschaffen worden, nur wenn man mit diesen Jobs geradeso überleben kann, dann ist das kein Trost. Der Frust, bis hin zur Verzweiflung treibt die Menschen ins Lager der Extremisten.Es muss endlich gelingen Steuerflucht zu bekämpfen, Finanztransaktionssteuern und angemessene Kapitalertragssteuern durchzusetzen. Kein Neidgeschwafel, es muss einfach nur Steuergerechtigkeit zwischen Arbeitnehmern und Kapitalerträgen herrschen.Wir sind der Staat und müssen dafür sorgen, dass Wohnen, Energie, Infrastruktur und Gesundheitswesen nicht unbezahlbare Spekulationsobjekte sind.

Will man verlogene Populisten bekämpfen, müssen tragfähige Konzepte für diese Probleme her.

volle Zustimmung 

 

 

@10:51 Uhr von Bernd Kevesligeti

Macron könnte seine Mehrheit in der Nationalversammlung verlieren. Das wäre nicht nur seiner Rentenpolitik geschuldet, die länger arbeiten bedeutet und Rentenbezieher ärmer macht,

Sooo arm sind die Rentenbezieher in Frankreich nicht: 73,6% von letzten Einkommen. In Deutschland liegt die Quote übrigens bei 51,9%...

 

Für mich persönlich könnte …

Für mich persönlich könnte -gerade derzeit- kaum etwas weniger Belang haben, als eine Wahl wie diese.

 

 

 

Mein Zutrauen in die Politik (das Wort „Vertrauen“ möchte ich gar nicht erst verwenden) ist dermaßen im Keller, dass für mich ja bereits die hiesigen Wahlen nicht von Interesse sind.

 

 

 

In meinen Augen ist es bestenfalls zweitrangig, wer auch immer da die Mehrheiten bekommt. 

Macron

Hoffentlich gewinnt Macron und nicht die Rechten oder die Linken.

@13:08 Uhr von fathaland slim

von fathaland slim 11:29

Mit Le Pen hat das nichts zu tun. Oder wollen Sie das Oppositionsbündnis als rechts denunzieren ?

 

Nein, das möchte ich nicht. Die Positionen, die Sie dem Oppositionsbündnis zuschreiben, sind aber  sämtlichst Positionen der französischen Weitrechten.

 

Und sicher wird es so sein, daß falls sich die Meinungsumfragen bewahrheiten, Sie nicht gerade erbaut sind.

 

Ich wäre sehr erbaut, wenn es im französischen Parlament eine linke Mehrheit geben würde. Ich fürchte allerdings, daß im zweiten Wahlgang dann wieder die Konservativen siegen werden. So wie es bisher viel zu oft gewesen ist.

 

Ob Jean Luc Melenchon oder Fabien Roussel gehören nicht zur weitrechten. Ihre Positionen sind EU-und NATO-kritisch bis ablehnend. Da gibt es nichts zuzuschreiben. 

 

 

@13:02 Uhr von fathaland slim

es müsse Politik für das eigene Volk gemacht werden, und dann würde alles gut.

 

Aber was ist das denn, das eigene Volk?

 

Bin ich eigenes Volk? Wenn nein, warum nicht?

 

Bei dem, was hier offensichtlich unter „eigenes Volk“verstanden wird, gehöre ich wohl nicht wirklich dazu. Es fängt schon damit an, daß dieser Begriff vorrangig von den Anhängern einer  bestimmten Partei benutzt wird. In deren Vorstellung vom „eigenen Volk“ fühle ich mich nicht einbezogen.

 

Sie haben aber schon mitbekommen das es hie um einen Linkspopulistischen Volkstribun geht. Auch will er EU-Recht missachten, wenn es nationalen Interessen widerspricht. Ich sehe zwischen Frau LePen und Herrn Melenchon  mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Erschreckend finde ich das demokratische Parteien wie die Grünen und die Sozialisten sich von so meinen Populisten einlullen lassen.

13:12, vriegel

>>Linkspopulisten sind eine größere Gefahr für ein Land als Rechtspopulisten.<<

 

Das exakte Gegenteil ist richtig.

 

Im übrigen werden Linke generell gern als Populisten diffamiert. Wer nicht, so wie Sie, für härteste Einschnitte, die vorrangig das untere Drittel der Gesellschaft treffen, plädiert, der kann ja nur ein Populist sein...

@13:17 Uhr von fathaland slim

 

 

>>Im ersten Wahlgang wird vermutlich das Linksbündnis NUPES die Nase vorn haben, im zweiten hoffentlich das liberale Reformbündnis von Macron.<<

 

Und hier nicht mehr. Macron braucht kein Regulativ von rechts, sondern von links. Alles andere würde lediglich Macrons Marktradikalität fördern und  Le Pen stärken,

 

Melenchon ist alles andere als ein Regulativ von links. Er ist eine Kopie von LePen.

@13:11 Uhr von weingasi1

"Letztlich liegt es an der Bildung aber auch am Ehrgeiz."

Laut paritätischem Armutsbericht 2021 leben in Deutschland 16.1% der Menschen also mehr als 13 Millionen Menschen in Armut. Sicher genauso viele nur knapp darüber, wenn sie die nicht sehen, mag es an Ihrem Umfeld liegen.

Ihre unterschwellige These, jeder sei seines Glückes Schmied impliziert Faulheit und fehlendes Engagement, ist also eigentlich eine Unverschämtheit. Auch die reichlich vorhandenen, spekulativen Leerstände bei Wohnungen zeigen, dass Ihre Argumente einfach nicht stimmen, Sie evtl. die bittere Realität nicht sehen wollen!?

@13:21 Uhr von MehrheitsBürger

 

Zumindest galt das bei unseren französischen Nachbarn für lange Zeit. Wenn sie mal davon abgewichen sind, mussten sie es bereuen.

 

So zum Beispiel 1981. Damals bekam eine Volksfront aus Sozialisten und Kommunisten eine Mehrheit im Parlament und hatten Mitterand als Präsidenten. Wie vorhergesagt verstaatlichten sie die Wirtschaft und wie vorhersehbar geriet das zum vollständigen Desaster. Am Ende schrieben alle Wirtschaftsbereiche rote Zahlen und die Franzosen mussten sich aufgrund Devisenbewirtschaftung selbst bei ihren Urlaubsreisen einschränken.

 

Wenn das Linksbündnis unter Melenchon gewinnt, steht womöglich die Wiederholung bevor. Auf der rechten Seite des Spektrums mit Le Pen ist es auch nicht besser und der Rest der französischen bürgerlichen Parteien neben LREM ist schwindsüchtig geworden.

 

 

Da haben sie meine volle Zustimmung.

 

13:01 Uhr von Bernd Kevesligeti | Immer noch keine Lösungen

Was läuft denn in dem Land ab ? Wer profitiert und wer nicht ?

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Am Ende profitiert jeder, der einen Arbeitsplatz bekommt, den er vorher nicht hatte. Einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, der dadurch garantiert wird, dass er sich am Markt trägt. Der Markt ist nicht so Supektes, wie Sie in Unkenntnis seiner Funktionsweise unterstellen, sondern die 'wirtschaftsdemokratische' Zusammenfassung der Wünsche von Kunden und Verbrauchern.

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'Dazu der Artikel "Konzerne im Profitrausch", von Hansgeorg Hermann. Über den Reingewinn der 40 größten Unternehmen, den CAC und Bernard Arnault....'

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Gegen Gewinne ist nichts zu sagen. Jedes Unternehmen sollte welche machen, damit es morgen noch am Markt ist und Arbeitsplätze anbieten kann, sofern es sie re-investiert.

Nur nicht-re-investierte Gewinne muss man steuerlich anders behandeln, sprich höher besteuern.

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Jetzt haben Sie immer noch nichts dazu gesagt, wie das von Ihnen präferierte Wirtschafts- und Gesellschaftssystem aussieht. Nun ?

@13:08 Uhr von fathaland slim

12:55, Bernd Kevesligeti von fathaland slim 11:29

Mit Le Pen hat das nichts zu tun. Oder wollen Sie das Oppositionsbündnis als rechts denunzieren ?

 

Nein, das möchte ich nicht. Die Positionen, die Sie dem Oppositionsbündnis zuschreiben, sind aber  sämtlichst Positionen der französischen Weitrechten.

 

Sie sollten den Bericht mal genauer lesen. Das sind sehr wohl die Positionen der französischen Weitlinken.

Da frohlockt der linke Volkstribun: "Rein gar nichts wird mit dem Staatschef verhandeln.  Er schwadroniert auch auffällig oft von "Volkswillen" den er vertritt. Das wäre ein verhängnisvolles Programm für unser Land." Sie meint damit die Rente mit 60, den Mindestlohn von 1500 Euro, die Verstaatlichung der Autobahnen, die Ankündigung, EU-Recht zu missachten, wenn es nationalen Interessen widerspricht und die Volksentscheide für mehr direkte Mitbestimmung. Raus aus der NATO.  Aber hauptsache Links

alles wie gehabt

Hütet Euch vor den Linken, die ruinieren die Wirtschaft. Die Neoliberalen sind zwar nicht unbedingt menschenfreundlich, aber sie garantieren, dass die meisten wenigstens etwas zu essen haben.

Die Franzosen haben, wie fast alle Volkswirtschafen, ein massives Verteilungsproblem. Es ist nicht zu wenig da, sonderen das, was da ist, haben ein paar einzelne (die Leistungsträger). Und die Habenichtse werden aufgefordert, eben noch mehr zu roboten, wenn sie auch ein wenig mehr haben wollen. Geht am besten, wenn man ihnen noch erzählt, dass die Habegarnichtse eigentlich die Wohlstandsbremsen sind.

Und die Überzeugung, dass Verteilungsgerechtigkeit den plötzlichen Herztod jeglicher Volkswirtschaft bedeutet, hat man erfolgreich im Kopf der Benachteiligten verankert.

Macron wird das Verteilungsproblem nicht angehen, Le Pen schon gar nicht. Die Linken werden an der normativen Macht des faktischen scheitern, wie überall.

Man verändert eine Volkswirtschaft nun mal nicht gegen den Willen der Besitzenden.

13:17 Uhr von fathaland slim | Regulativ für Reformen

Und hier nicht mehr. Macron braucht kein Regulativ von rechts, sondern von links. Alles andere würde lediglich Macrons Marktradikalität fördern und  Le Pen stärken,

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Ich bin ein konsequenter Anhänger der sozialen Marktwirtschaft. Sie können es einen gebändigten Kapitalismus nennen.

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Eine Synthese aus Liberalismus und Sozialdemokratie, aufnahmefähig für neue soziale Bewegungen aus Ökologie, Klimaschutz und gesellschaftliche Erneuerung wäre eine Konsenspool.

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Aber pragmatisch, lösungsorientiert und vor allem am Funktionieren orientiert. Wie in den skandinavischen Ländern, die ein Vorbild sowohl für Demokratie, wirtschaftliche Effizienz und eine gute, machbare Sozialpolitik sind.

+

All das ist NUPES nicht, sondern auf Disruption und Utopie ausgerichtet. Darin erkenne ich kein Korrektiv, sondern Blockade.

@13:43 Uhr von Vector-cal.45

Für mich persönlich könnte -gerade derzeit- kaum etwas weniger Belang haben, als eine Wahl wie diese.

 

 

 

Mein Zutrauen in die Politik (das Wort „Vertrauen“ möchte ich gar nicht erst verwenden) ist dermaßen im Keller, dass für mich ja bereits die hiesigen Wahlen nicht von Interesse sind.

 

 

 

In meinen Augen ist es bestenfalls zweitrangig, wer auch immer da die Mehrheiten bekommt. 

 

Ihre Position treibt jedem Diktator und jedem Autokraten sowie allen, die es werden wollen, die Freudentränen ins Gesicht.

 

@13:36 Uhr von Tarek94

Macron könnte seine Mehrheit in der Nationalversammlung verlieren. Das wäre nicht nur seiner Rentenpolitik geschuldet, die länger arbeiten bedeutet und Rentenbezieher ärmer macht,

Sooo arm sind die Rentenbezieher in Frankreich nicht: 73,6% von letzten Einkommen. In Deutschland liegt die Quote übrigens bei 51,9%...

 

Da sehen Sie mal die Defizite. Hier wurde akzeptiert, daß das auf 51,9 Prozent sinkt. Traditionell kaum Gegenwehr. Das sollte zumindest westlich des Rheins nicht passieren.

Dazu das Gespräch mit dem Pariser CGT-Sekretär Karl Ghazi "Macrons Rechnung wird nicht aufgehen". 

 

 

@13:43 Uhr von Vector-cal.45

Für mich persönlich könnte -gerade derzeit- kaum etwas weniger Belang haben, als eine Wahl wie diese.

 

 

 

Mein Zutrauen in die Politik (das Wort „Vertrauen“ möchte ich gar nicht erst verwenden) ist dermaßen im Keller, dass für mich ja bereits die hiesigen Wahlen nicht von Interesse sind.

 

 

 

In meinen Augen ist es bestenfalls zweitrangig, wer auch immer da die Mehrheiten bekommt. 

Dann sind sie wir schon zu zweit:-) 

In Frankreich fehlen die Gaullisten

England hatte Churchill als außergewöhnlichen Staatsmann und Frankreich einen DeGaulle. Beide waren Konservative im guten Sinn des Wortes und standen für eine verlässliche und stabile Politik.

...

Den Konservativen von heute fehlen solche seriösen Vorbilder. Gerade in Frankreich ist das Absinken der Gaullisten in den Wahlen eine politische Katastrophe. Früher konnte man sich für Mitte-rechts oder Mitte-links entscheiden, ohne dass man gleich in einem anderen System aufgewacht ist. Heute gibt es rechts und links nur noch Extremes.

@13:43 Uhr von Vector-cal.45

Für mich persönlich könnte -gerade derzeit- kaum etwas weniger Belang haben, als eine Wahl wie diese.

 

 

 

Mein Zutrauen in die Politik (das Wort „Vertrauen“ möchte ich gar nicht erst verwenden) ist dermaßen im Keller, dass für mich ja bereits die hiesigen Wahlen nicht von Interesse sind.

 

 

 

In meinen Augen ist es bestenfalls zweitrangig, wer auch immer da die Mehrheiten bekommt. 

 

Das wird die französische Nichtwählerschaft sicher brennend interessieren. 

@13:21 Uhr von MehrheitsBürger

 

Zumindest galt das bei unseren französischen Nachbarn für lange Zeit. Wenn sie mal davon abgewichen sind, mussten sie es bereuen.

 
__

Das letzte Mal liegt noch garnicht weit zurück. Monsieur Hollande hat doch auch das Seinige dazu beigetragen, dass die Wirtschaft erschlaffte und er nach nur einer einzigen Wahlperiode wieder abgewählt wurde. So blöd, einen ähnlichen Fehler wissentlich so schnell erneut zu machen, sind die Franzosen hoffentlich nicht, zumal sie gerade Aufwind haben.

 

 

 

 

13:58, Bernd Kevesligeti @13:08 Uhr von fathaland slim

>>Ob Jean Luc Melenchon oder Fabien Roussel gehören nicht zur weitrechten. Ihre Positionen sind EU-und NATO-kritisch bis ablehnend. Da gibt es nichts zuzuschreiben.<<

 

Es gibt einen Unterschied zwischen EU-kritisch und EU-ablehnend. Ihre Position, die Sie auf die französische Linke projizieren, ist letzteres. Eine hartrechte Position.

 

Was die NATO betrifft, so war das Verhältnis ihres Gründungsmitgliedes Frankreich zu ihr immer ein sehr spezielles. Frankreich ist Atommacht, und ich weiß nicht, wie groß der Konsens unter der französischen Linken ist, diesen Status aufzugeben. Halten Sie eine Politik für sinnvoll, die bedeutet, aus der NATO auszutreten, die Atomwaffen aber zu behalten?

 

Genau dies ist nämlich die Forderung Le Pens und Zemmours. Frankreich, die atomare Weltmacht. Auf Augenhöhe mit China, Russland und der NATO...

@14:04 Uhr von fathaland slim

>>Linkspopulisten sind eine größere Gefahr für ein Land als Rechtspopulisten.<<

 

Das exakte Gegenteil ist richtig.

 

Im übrigen werden Linke generell gern als Populisten diffamiert. Wer nicht, so wie Sie, für härteste Einschnitte, die vorrangig das untere Drittel der Gesellschaft treffen, plädiert, der kann ja nur ein Populist sein...

Ja, ihr übliches Hohelied auf alle was Links ist. Alle Linken sind toll. PolPot, Mao, Stalin und all die anderen Massenmörder sind der Linken Ideologie entsprungen. Aber dann sind sie ja nicht mehr links. Die Geister wurden aber von dieser Seite geweckt. 

14:06, Mass Effect @13:17 Uhr von fathaland slim

>>Melenchon ist alles andere als ein Regulativ von links. Er ist eine Kopie von LePen.<<

 

Das ist aber wirklich mal eine steile These.

 

Es gibt allerdings Foristen, die sich als Linke begreifen, die mit ihren hier im Thread vertretenen Positionen dieser These ungewollt Futter geben.

@10:51 Uhr von Bernd Kevesligeti

 

Macron könnte seine Mehrheit in der Nationalversammlung verlieren. Das wäre nicht nur seiner Rentenpolitik geschuldet, die länger arbeiten bedeutet und Rentenbezieher ärmer macht …

 

Rente ab 60 Jahren muss erst mal finanziert werden. In Frankreich mit einer Geburtenrate > 2,1 aber evtl. besser möglich als anderswo in der EU.

 

 

Die Opposition aus Melenchon-France Insoumise, Grünen, PCF und Sozialisten ist außerdem EU-kritisch. Bestimmte Auflagen möchten man nicht mehr erfüllen und auch schrittweise aus der NATO austreten.

 

So sehr einig ist sich das Bündnis NUPES nicht, und das waren die Parteien «von links« (gerade) in Frankreich noch nie. Es wird auch 2022 nicht anders sein.

 

 

Da ist das Potenzial, daß  östlich des Rheins noch welche Schnappatmung bekommen.

 

Schnappatmung bekommt der Koi, wenn das Wasser im Gartenteich zu warm, oder im Teich auch eine Schnappschildkröte drin ist.

 

Schnappatmung haben außerdem immer alle die,

die ständig reflexartig was von Schnappatmung schreiben müssen.

@14:25 Uhr von MRomTRom

13:17 Uhr von fathaland slim | Regulativ für Reformen

Und hier nicht mehr. Macron braucht kein Regulativ von rechts, sondern von links. Alles andere würde lediglich Macrons Marktradikalität fördern und  Le Pen stärken,

+

Ich bin ein konsequenter Anhänger der sozialen Marktwirtschaft. Sie können es einen gebändigten Kapitalismus nennen.

+

Eine Synthese aus Liberalismus und Sozialdemokratie, aufnahmefähig für neue soziale Bewegungen aus Ökologie, Klimaschutz und gesellschaftliche Erneuerung wäre eine Konsenspool.

+

Aber pragmatisch, lösungsorientiert und vor allem am Funktionieren orientiert. Wie in den skandinavischen Ländern, die ein Vorbild sowohl für Demokratie, wirtschaftliche Effizienz und eine gute, machbare Sozialpolitik sind.

+

All das ist NUPES nicht, sondern auf Disruption und Utopie ausgerichtet. Darin erkenne ich kein Korrektiv, sondern Blockade.

Da haben sie meine 100% Zustimmung.

 

@14:13 Uhr von MRomTRom

r Markt ist nicht so Supektes, wie Sie in Unkenntnis seiner Funktionsweise unterstellen, sondern die 'wirtschaftsdemokratische' Zusammenfassung der Wünsche von Kunden und Verbrauchern.

+

'Dazu der Artikel "Konzerne im Profitrausch", von Hansgeorg Hermann. Über den Reingewinn der 40 größten Unternehmen, den CAC und Bernard Arnault....'

+

 

Jetzt haben Sie immer noch nichts dazu gesagt, wie das von Ihnen präferierte Wirtschafts- und Gesellschaftssystem aussieht. Nun ?

Erzählen Sie doch mal, was für Arbeitsplätze denn so entstehen ? Kann davon auch gelebt werden ? 

Da nützt nicht die Anbetung des Marktes als wirtschaftsdemokratisch.

Und den Weg zu einem anderen Wirtschafts-und Gesellschaftssystem, der könnte durch das Programm des Parteienbündnis NUPES. Das fängt mit Sofortmaßnahmen an, erst mal die heftigsten neoliberalen Maßnahmen zurückzudrehen oder zu stoppen (SNCF, Privatisierungen). Das ist ein langer Weg, zu einer antimonopolistischen Demokratie, er erfordert Gegenwehr und Aktivität.

 

14:25, MRomTRom @13:17 Uhr von fathaland slim

>>Ich bin ein konsequenter Anhänger der sozialen Marktwirtschaft. Sie können es einen gebändigten Kapitalismus nennen.<<

 

Dieser gebändigte Kapitalismus war eine reine Schaufensterveranstaltung. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks gibt es ihn nicht mehr. Man braucht ihn nicht mehr.

 

>>All das ist NUPES nicht, sondern auf Disruption und Utopie ausgerichtet. Darin erkenne ich kein Korrektiv, sondern Blockade.<<

 

Disruption ist eine Sache, Utopie eine andere. Ohne Utopie bleibt die Politik im täglichen Kleinklein stecken und hangelt sich konzeptlos von Sachzwang zu Sachzwang.

@14:34 Uhr von fathaland slim

Für mich persönlich könnte -gerade derzeit- kaum etwas weniger Belang haben, als eine Wahl wie diese.

 

 

 

Mein Zutrauen in die Politik (das Wort „Vertrauen“ möchte ich gar nicht erst verwenden) ist dermaßen im Keller, dass für mich ja bereits die hiesigen Wahlen nicht von Interesse sind.

 

 

 

In meinen Augen ist es bestenfalls zweitrangig, wer auch immer da die Mehrheiten bekommt. 

 

Ihre Position treibt jedem Diktator und jedem Autokraten sowie allen, die es werden wollen, die Freudentränen ins Gesicht.

 

Dann müssten sie aber auch gegen Melenchon sein. Auf den trifft es nämlich zu 100% zu.

@14:39 Uhr von melancholeriker

Für mich persönlich könnte -gerade derzeit- kaum etwas weniger Belang haben, als eine Wahl wie diese.

 

 

 

Mein Zutrauen in die Politik (das Wort „Vertrauen“ möchte ich gar nicht erst verwenden) ist dermaßen im Keller, dass für mich ja bereits die hiesigen Wahlen nicht von Interesse sind.

 

 

 

In meinen Augen ist es bestenfalls zweitrangig, wer auch immer da die Mehrheiten bekommt. 

 

Das wird die französische Nichtwählerschaft sicher brennend interessieren. 

Ob die französische Nichtwählerschaft META TS verfolgt? 

 

@14:20 Uhr von Mass Effect

12:55, Bernd Kevesligeti von fathaland slim

Mit Le Pen hat das nichts zu tun. Oder wollen Sie das Oppositionsbündnis als rechts denunzieren ?

 

Nein, das möchte ich nicht. Die Positionen, die Sie dem Oppositionsbündnis zuschreiben, sind aber  sämtlichst Positionen der französischen Weitrechten.

 

Sie sollten den Bericht mal genauer lesen. Das sind sehr wohl die Positionen der französischen Weitlinken.

Da frohlockt der linke Volkstribun: "Rein gar nichts wird mit dem Staatschef verhandeln.  Er schwadroniert auch auffällig oft von "Volkswillen" den er vertritt. Das wäre ein verhängnisvolles Programm für unser Land." Sie meint damit die Rente mit 60, den Mindestlohn von 1500 Euro, die Verstaatlichung der Autobahnen, die Ankündigung, EU-Recht zu missachten, wenn es nationalen Interessen widerspricht und die Volksentscheide für mehr direkte Mitbestimmung. Raus aus der NATO.  Aber hauptsache Links

 

Sie wissen aber schon, daß sehr viel davon allerplatteste, unverantwortliche Wahlkampfrheorik ist?

14:49, Mass Effect @fathaland slim

>>Linkspopulisten sind eine größere Gefahr für ein Land als Rechtspopulisten.<<

 

Das exakte Gegenteil ist richtig.

 

Im übrigen werden Linke generell gern als Populisten diffamiert. Wer nicht, so wie Sie, für härteste Einschnitte, die vorrangig das untere Drittel der Gesellschaft treffen, plädiert, der kann ja nur ein Populist sein...

Ja, ihr übliches Hohelied auf alle was Links ist. Alle Linken sind toll. PolPot, Mao, Stalin und all die anderen Massenmörder sind der Linken Ideologie entsprungen. Aber dann sind sie ja nicht mehr links. Die Geister wurden aber von dieser Seite geweckt. 

 

Sie kommen mit Pol Pot, Stalin und Mao, um die Linke zu diffamieren. Geben Sie sich doch bitte ein wenig mehr Mühe. So viel krachende Plattheit muss doch nun wirklich nicht sein. Kein halbwegs gebildeter Mensch kann so etwas ernst nehmen.

@14:50 Uhr von fathaland slim

>>Melenchon ist alles andere als ein Regulativ von links. Er ist eine Kopie von LePen.<<

 

Das ist aber wirklich mal eine steile These.

 

Es gibt allerdings Foristen, die sich als Linke begreifen, die mit ihren hier im Thread vertretenen Positionen dieser These ungewollt Futter geben.

 

Einen Melenchon als Demokraten zu bezeichnen ist ja wohl der Farbenblindheit geschuldet. Wenn man einen solchen Populisten das Wort redet ist man nicht anderes als der Steigbügelhalter für eine Diktatur. 

14:53, schabernack

So sehr einig ist sich das Bündnis NUPES nicht, und das waren die Parteien «von links« (gerade) in Frankreich noch nie. Es wird auch 2022 nicht anders sein.

 

So ist es.

 

Das wird aber weder von den Gegnern der Linken noch von einigen ihrer fehlgeleiteten Unterstützer verstanden.

@14:46 Uhr von fathaland slim

>>Ob Jean Luc Melenchon oder Fabien Roussel gehören nicht zur weitrechten. Ihre Positionen sind EU-und NATO-kritisch bis ablehnend. Da gibt es nichts zuzuschreiben.<<

 

Ihre Position, die Sie auf die französische Linke projizieren, ist letzteres. Eine hartrechte Position.

 

Was die NATO betrifft, so war das Verhältnis ihres Gründungsmitgliedes Frankreich zu ihr immer ein sehr spezielles. Frankreich ist Atommacht, und ich weiß nicht, wie groß der Konsens unter der französischen Linken ist, diesen Status aufzugeben. 

 

Ein schrittweiser Ausstieg aus der NATO ist da angedacht. Natürlich ist er nicht machbar mit Macron. Auch dann nicht, wenn LREM die Wahlen verliert, weil die außenpolitische Kompetenz beim Präsidenten liegt.

Und es ist doch auch so: So ein Schritt wäre ein Kontrapunkt in einer Zeit der Hochrüstung, gegen  die in den meisten Ländern erst eine Gegenbewegung in Gang kommen muss.

 

15:02, Mass Effect @fathaland slim

Für mich persönlich könnte -gerade derzeit- kaum etwas weniger Belang haben, als eine Wahl wie diese.

 

 

 

Mein Zutrauen in die Politik (das Wort „Vertrauen“ möchte ich gar nicht erst verwenden) ist dermaßen im Keller, dass für mich ja bereits die hiesigen Wahlen nicht von Interesse sind.

 

 

 

In meinen Augen ist es bestenfalls zweitrangig, wer auch immer da die Mehrheiten bekommt. 

 

Ihre Position treibt jedem Diktator und jedem Autokraten sowie allen, die es werden wollen, die Freudentränen ins Gesicht.

 

Dann müssten sie aber auch gegen Melenchon sein. Auf den trifft es nämlich zu 100% zu.

 

Was genau trifft auf ihn zu? Ich kann keinen richtigen Zusammenhang zu meinem Kommentar oder den, auf den ich antwortete, erkennen.

@14:53 Uhr von schabernack

 

Macron könnte seine Mehrheit in der Nationalversammlung verlieren. Das wäre nicht nur seiner Rentenpolitik geschuldet, die länger arbeiten bedeutet und Rentenbezieher ärmer macht …

 

Rente ab 60 Jahren muss erst mal finanziert werden. In Frankreich mit einer Geburtenrate > 2,1 aber evtl. besser möglich als anderswo in der EU.

 

 

Die Opposition aus Melenchon-France Insoumise, Grünen, PCF und Sozialisten ist außerdem EU-kritisch. Bestimmte Auflagen möchten man nicht mehr erfüllen und auch schrittweise aus der NATO austreten.

 

 

 

Da ist das Potenzial, daß  östlich des Rheins noch welche Schnappatmung bekommen.

 

 

Schnappatmung haben außerdem immer alle die,

die ständig reflexartig was von Schnappatmung schreiben müssen.

Wenn man hier in dem Forum liest, dann zeigt sich doch, wer eventuell Schnappatmung bekommt. Und zwar die Mehrheit hier, die um Macrons Position fürchtet. Wirtschaftsliberale, die anderen nicht daß schwarze unter dem Fingernagel gönnen..... 

 

@15:11 Uhr von Mass Effect

>>Melenchon ist alles andere als ein Regulativ von links. Er ist eine Kopie von LePen.<<

 

Das ist aber wirklich mal eine steile These.

 

Es gibt allerdings Foristen, die sich als Linke begreifen, die mit ihren hier im Thread vertretenen Positionen dieser These ungewollt Futter geben.

 

Einen Melenchon als Demokraten zu bezeichnen ist ja wohl der Farbenblindheit geschuldet. Wenn man einen solchen Populisten das Wort redet ist man nicht anderes als der Steigbügelhalter für eine Diktatur. 

 

Die französische Linke ist eine höchst diverse Veranstaltung. Ich unterstütze diese Linke, nicht Herrn Melenchon. Auch wenn das französische Wahlsystem sehr personalisiert daherkommt, ist Personenkult, wie in einer jeden Demokratie, völlig fehl am Platz.

 

Lesen Sie bitte meinen Kommentar, der direkt unter Ihrem steht. Vielleicht verstehen Sie dann meine Weltsicht ein wenig besser. Ich traue Ihnen das durchaus zu.

@14:20 Uhr von Mass Effect

 

Da frohlockt der linke Volkstribun: "Rein gar nichts wird mit dem Staatschef verhandeln.  Er schwadroniert auch auffällig oft von "Volkswillen" den er vertritt. Das wäre ein verhängnisvolles Programm für unser Land." Sie meint damit die Rente mit 60, den Mindestlohn von 1500 Euro, die Verstaatlichung der Autobahnen …

 

Was für ein extrem sinnloses Vorhaben, die Autobahnen in Frankreich zu verstaatlichen. Um die Städte herum kann man sie kostenlos befahren. Über Land sind sie gut, mit guten Parkplätzen und Rasthöfen.

 

Und kein anderes größeres Flächenland in Europa hat so gute Bahnverbindungen plus die TGV wie Frankreich.

@15:13 Uhr von Bernd Kevesligeti

>>Ob Jean Luc Melenchon oder Fabien Roussel gehören nicht zur weitrechten. Ihre Positionen sind EU-und NATO-kritisch bis ablehnend. Da gibt es nichts zuzuschreiben.<<

 

Ihre Position, die Sie auf die französische Linke projizieren, ist letzteres. Eine hartrechte Position.

 

Was die NATO betrifft, so war das Verhältnis ihres Gründungsmitgliedes Frankreich zu ihr immer ein sehr spezielles. Frankreich ist Atommacht, und ich weiß nicht, wie groß der Konsens unter der französischen Linken ist, diesen Status aufzugeben. 

 

Ein schrittweiser Ausstieg aus der NATO ist da angedacht. Natürlich ist er nicht machbar mit Macron. Auch dann nicht, wenn LREM die Wahlen verliert, weil die außenpolitische Kompetenz beim Präsidenten liegt.

Und es ist doch auch so: So ein Schritt wäre ein Kontrapunkt in einer Zeit der Hochrüstung, gegen  die in den meisten Ländern erst eine Gegenbewegung in Gang kommen muss.

 

 

Ausstieg aus der NATO bedeutet in Frankreich so ziemlich das Gegenteil von Ausstieg aus der Hochrüstung.

15:13 Uhr von Bernd Kevesligeti --- Nicht jede Hochrüstung

Ein schrittweiser Ausstieg aus der NATO ist da angedacht. [...]

Und es ist doch auch so: So ein Schritt wäre ein Kontrapunkt in einer Zeit der Hochrüstung, gegen  die in den meisten Ländern erst eine Gegenbewegung in Gang kommen muss.

 

Außer in Russland, natürlich. Da ist nicht nur die Hochrüstung kein Problem, sondern auch der reale Angriffskrieg, der damit begangen wird, nicht.  Ganz davon zu schweigen, dass sich in Russland auch keine Gegenbewegung organsieren darf, weil die sofort unterdrückt würde. Alles kein Problem für Sie.

 

So ist es kein Wunder, dass Sie in Frankreich auf die Protegés Putins setzen. Dort darf man sich demokratisch engagieren. In dem von Ihnen gewünschten System nicht.

 

15:27, Bernd Kevesligeti

>>Wenn man hier in dem Forum liest, dann zeigt sich doch, wer eventuell Schnappatmung bekommt. Und zwar die Mehrheit hier, die um Macrons Position fürchtet. Wirtschaftsliberale, die anderen nicht daß schwarze unter dem Fingernagel gönnen..... <<

 

Wenn Sie damit Foristen wie mich oder den Foristen, dem Sie antworten, meinen sollten, wovon ich leider ausgehe, dann machen Sie sich bei allen, die des Lesens und Verstehens mächtig sind, komplett lächerlich.

Ist es nicht so, dass, auch…

Ist es nicht so, dass, auch wenn das Wort "Volk" ein Gschmäckle hat, es doch so ist, dass Regierungen von Menschen innehalb bestimmter Landesgrenzen gewählt wurden und werden und - entsprechend ihrer eidesgemäßen Aussagen - die Interessen der Menschen innehalb der erwähnten Grenzen primär vertreten sollten?

@15:32 Uhr von fathaland slim

So kann man natürlich auch für die NATO eintreten.

Nach Medienmeldungen favorisiert dagegen Melenchon eine Volksabstimmung darüber.

@15:34 Uhr von MehrheitsBürger

Ein schrittweiser Ausstieg aus der NATO ist da angedacht. [...]

Und es ist doch auch so: So ein Schritt wäre ein Kontrapunkt in einer Zeit der Hochrüstung, gegen  die in den meisten Ländern erst eine Gegenbewegung in Gang kommen muss.

 

Außer in Russland, natürlich. Da ist nicht nur die Hochrüstung kein Problem, sondern auch der reale Angriffskrieg, der damit begangen wird, nicht.  Ganz davon zu schweigen, dass sich in Russland auch keine Gegenbewegung organsieren darf, weil die sofort unterdrückt würde. Alles kein Problem für Sie.

 

So ist es kein Wunder, dass Sie in Frankreich auf die Protegés Putins setzen. Dort darf man sich demokratisch engagieren. In dem von Ihnen gewünschten System nicht.

 

Und ich hatte gedacht es geht hier um die Vorwahlen in Frankreich? Gottchen, was bin ich naiv.. 

 

@15:28 Uhr von fathaland slim

 

 

Die französische Linke ist eine höchst diverse Veranstaltung. Ich unterstütze diese Linke, nicht Herrn Melenchon. Auch wenn das französische Wahlsystem sehr personalisiert daherkommt, ist Personenkult, wie in einer jeden Demokratie, völlig fehl am Platz.

 

Lesen Sie bitte meinen Kommentar, der direkt unter Ihrem steht. Vielleicht verstehen Sie dann meine Weltsicht ein wenig besser. Ich traue Ihnen das durchaus zu.

 

Wenn sie die Linke unterstützen und nicht Herrn Melenchon dann ist das ja wohl auch ganz ok. Auch ihrer Aussage das  das französische Wahlsystem sehr personalisiert daherkommt und Personenkult, wie in einer jeden Demokratie, völlig fehl am Platz ist hat meine absolute Zustimmung.

Das Problem das ich habe ist das dieser Volkstribun Melenchon die durchaus berechtigten Anliegen für seine eigenen Machtgelüste Missbraucht.

@15:34 Uhr von MehrheitsBürger

@15:13 Uhr von Bernd Kevesligeti

Ein schrittweiser Ausstieg aus der NATO ist da angedacht. [...]

Und es ist doch auch so: So ein Schritt wäre ein Kontrapunkt in einer Zeit der Hochrüstung, gegen  die in den meisten Ländern erst eine Gegenbewegung in Gang kommen muss.

 

Außer in Russland, natürlich. Da ist nicht nur die Hochrüstung kein Problem, sondern auch der reale Angriffskrieg, der damit begangen wird, nicht.  Ganz davon zu schweigen, dass sich in Russland auch keine Gegenbewegung organsieren darf, weil die sofort unterdrückt würde. Alles kein Problem für Sie.

 

So ist es kein Wunder, dass Sie in Frankreich auf die Protegés Putins setzen. Dort darf man sich demokratisch engagieren. In dem von Ihnen gewünschten System nicht.

Da bin ich genau ihrer Meinung. 

@15:34 Uhr von MehrheitsBürger

Ein schrittweiser Ausstieg aus der NATO ist da angedacht. [...]

Und es ist doch auch so: So ein Schritt wäre ein Kontrapunkt in einer Zeit der Hochrüstung, gegen  die in den meisten Ländern erst eine Gegenbewegung in Gang kommen muss.

 

auch der reale Angriffskrieg, der damit begangen wird, nicht.  Ganz davon zu schweigen, dass sich in Russland auch keine Gegenbewegung organsieren darf, weil die sofort unterdrückt würde. Alles kein Problem für Sie.

 

So ist es kein Wunder, dass Sie in Frankreich auf die Protegés Putins setzen. Dort darf man sich demokratisch engagieren. In dem von Ihnen gewünschten System nicht.

Wer sind denn in Frankreich die Proteges Putins ?

Aber Ihr heftiger Beitrag zeigt eigentlich, daß Sie sich doch davor fürchten, wenn es hier oder da zu einer Opposition gegen Aufrüstung kommen würde. In Anbetracht der Tatsache, daß es klar ist, wer im wesentlichen Kosten/Lasten zu tragen hat, auch nicht besonders emphatisch gegenüber ärmeren Bevölkerungsschichten.

 

@15:44 Uhr von kraai

Ist es nicht so, dass, auch wenn das Wort "Volk" ein Gschmäckle hat, es doch so ist, dass Regierungen von Menschen innehalb bestimmter Landesgrenzen gewählt wurden und werden und - entsprechend ihrer eidesgemäßen Aussagen - die Interessen der Menschen innehalb der erwähnten Grenzen primär vertreten sollten?

 

Sind Sie der Meinung, alle Menschen innerhalb von Landesgrenzen hätten identische Interessen?

@15:27 Uhr von Bernd Kevesligeti / @schabernack

 

Wenn man hier in dem Forum liest, dann zeigt sich doch, wer eventuell Schnappatmung bekommt. Und zwar die Mehrheit hier, die um Macrons Position fürchtet. Wirtschaftsliberale, die anderen nicht daß schwarze unter dem Fingernagel gönnen.....

 

Wenn ich was zu Frankreich fürchte, dann nicht um die Position von Macron, aber um das Wohlergehen vom Land. Mein Französisch ist etwas eingerostet in den letzten 10 Jahren, weil es mir beruflich nicht mehr so häufig begegnet, wie das früher mal war.

 

Ich habe mir eine Wahlkampfrede von Mélenchon im Original angehört. Der Großmeister von Schnappatmung. Plus gestikuläres Gefuchtel ohne Ende. Sehr unentspannt, und hibbelig wie Louis de Funès.

 

Als käme gleich T. Rex in die Halle auf die Bühne, und er müsse Frankreich gegen die Bestien Dinosaurier verteidigen. Fürchterlich laut, schreckliches Gefuchtel mit Händen und Armen. Ständig grimmiges Gegucke.

 

Grauenhaft anstrengend anzuhören mit Wortgetöse,

als stürzte der Himmel den Galliern auf den Kopf.

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