Kommentare - Macron gewinnt Frankreich-Wahl: Präsident auf Bewährung

25. April 2022 - 10:09 Uhr

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich hat Amtsinhaber Macron zwar gewonnen - ein Triumph ist es für ihn aber nicht, denn das Land ist tief gespalten. Wenn Macron nicht liefert, droht ihm schon bald der nächste Denkzettel. Von S. Markert.

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denn das Land ist tief gespalten.

Also in den USA war das der Regierungschef schuld.

Ist das in Frankreich auch so? Ic h glaube einfacj das zu lasche Gesetzte zuviel Alimnetiereung, wenig Abschiebungen udn zu geringe Strafen der Grund für die Spaltungen sind.

Alles hat auch sein Gutes...

Ich muss zugeben, dass ich mir einen Sieg der anderen Seite gewünscht habe.

Im Nachhinein sage ich mir aber, dass die nächsten Monate sowohl für Frankreich als auch die gesamte EU und eigentlich auch für alle anderen Länder aus den verschiedensten Gründen derart problematisch werden, dass man eigentlich froh sein kann, wenn man in dieser Zeit nicht regiert und zu gegebener Zeit wie Phönix aus der Asche steigen kann.

Wahlergebnis eindeutig

Glückwunsch an Herrn Macron. Knapp 20 % mehr Stimmen sind eine eindeutige Mehrheit.

Gekaufte Zeit für Macron

Mag aus Sicht der EU mit der Wahl von Macron auch ein "nochmal Glück gehabt"- Seufzer durch deren Reihen gehen, so darf man nicht vergessen das Frankreich intern tief gespalten ist, was diese Wahl gezeigt hat und Le Pen hat zugelegt. Macron muss nun den Spagat hinbekommen, einerseits die EU Interessen zu befriedigen und anderseits die eigenen Bürgerinnen und Bürger nicht zu verprellen. Das Problem an der ganzen Sache ist das diese Interessen vielfach diametral in der Zielrichtung auseinanderliegen. Während beispielsweise Asselborn ununterbrochen illegale Migranten in die EU hereinwinken möchte, verkommen viele französischen Städte mittlerweile zu Ghettos und sozialen Brennpunkten und vielen Franzosen reicht das nun. Macron hat es bisher nicht geschafft die illegale Migration in den Griff zu bekommen und dies ist eine Steilvorlage für Le Pen. Weiter geht´s mit den Sozialleistungen (darunter Rente). Macron möchte da kürzen was im Sinne der EU gut ist weil Frankreich dann eher ins finanztechnische EU-Fahrwasser kommt. Viele Bürger möchte aber keine diesbezüglichen Einschnitte und finden mit Le Pen da eine Fürsprecherin. Damit nicht genug. Die drei rechten Strömungen wollen sich nun für die Parlamentswahl vereinen und wenn diese Koalition erfolgreich sein sollte, wird Macron künftig der Hebel für die Umsetzung seiner Vorstellungen fehlen, oder dieser wird begrenzt werden. Wie dem auch sei; es ist eine gekaufte Zeit für Macron und er wird bei seinem Tun immer den Atem von Le Pen im Nacken verspüren.

Es ist ein wenig wie mit der Biden Wahl

Da gibt es diejenigen die aus Überzeugung Macron die Stange halten. Und dann gibt es diejenigen, die ihn nur wählten um Le Pen zu verhindern. 
 

 

Eine grosse Rolle spielen die Medien als „4. Gewalt“. Vor 50 Jahren (außer in Kriegszeiten, zB Vietnamkrieg) waren die Medien im Westen vor allem kritische Beobachter des politischen Geschehens. Das gibt es vereinzelt immer noch. In den letzten 20-30 Jahren verstehen Medien sich aber zunehmend als aktivistische Mitstreiter im demokratischen Wettkampf auf der Seite einer gesinnungsethischen Strömung mit dem Ziel der „Erziehung“ der öffentlichen Meinung. 
 

 

Selbst wenn also die persönlichen Erfahrungen jemanden zu Le Pen hätten tendieren lassen, ist es sehr schwer für manche, sich dem enormen Druck zu entziehen der von der Wahl von Kandidaten wie Trump oder Le Pen abhalten soll. 
 

Deshalb war es ja umso „schockierender“ das Clinton damals gegen Trump trotzdem verlor. 

Das ist gerade nochmal gutgegangen.

Le Pen hätte Frankreich vor eine Zerreißprobe gestellt, mit ungewissen Ausgang. Für die Nato und die EU hätte es eine ungeahnte Schwächung bedeutet, eine Schwächung, die vor allem die Franzosen schmerzlich erfahren hätten. Frankreichs Stärke resultiert aus der EU, nicht von seinen Atomwaffen. 

Im übrigen braucht Europa eine verlässliche Führung ... von der Deutschland meilenweit entfernt ist. Hier im Land wissen ja immer weniger Menschen, wer denn "dieser Kanzler Scholz oder Schulz oder" ... überhaupt ist, wie der genau aussieht ... geschweige denn wie der regiert. Im Moment ziehen die Grünen die Fäden und der Rest den Kürzeren.

Ein bißchen Marcron täte unserm unsichtbaren Kanzler und Deutschland ganz gut ... 

@10:21 Uhr von werner1955

>>"Also in den USA war das der Regierungschef schuld. Ist das in Frankreich auch so? Ic h glaube einfacj das zu lasche Gesetzte zuviel Alimnetiereung, wenig Abschiebungen udn zu geringe Strafen der Grund für die Spaltungen sind."<<

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Das gleiche Problem haben doch wir auch in Deutschland. Auch unser Land ist seit 2015 in der Migrationsfrage tief gespalten und wer was anderes sagt, verkennt die Realität. Aber die Ampel wirkt diesem Umstand ja mit der versprochenen Abschiebeoffensive entgegen. 

ARD-Studio Paris -Denkzettel-


"Auf der Place de la République stimmten Hunderte junge Menschen Anti-Macron-Lieder an. Sie wünschen sich ein sozialeres, grünes Frankreich. Die Zeit bis zu den Parlamentswahlen wird angespannt. Macron muss seine Versprechen einlösen und liefern. Sonst bekommt er im Juni einen Denkzettel."

Aber ja doch, weil dann die Fraktionen Zemmour-Le Pen oder die Linksaußen Mélenchon liefern werden?!

"Im Juni könne man Macron schlagen und eine andere Welt aufbauen"

Ob das eine bessere sozialere und grünere Welt für unsere Nachbarn und die Menschen in der Rest-EU sein würde, darf bezweifelt werden.

Dem Brexit folgt der Frexit und die EU als Scherbenhaufen, ein Triumph für Putin. Der Fehler Nord-Stream II ist nichts dagegen.  

An der real existierenden EU gibt es viel zu kritisieren, viele Fehler wurden gemacht, aber diesen Untergang hätte sie nicht verdient.

@10:28 Uhr von Kritikstar

>>"Glückwunsch an Herrn Macron. Knapp 20 % mehr Stimmen sind eine eindeutige Mehrheit."<<

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Ja, absolut betrachtet stimmt das natürlich. Relativ betrachtet, naja?

Mit 59% zu 41% für das liberale, europäische Frankreich

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Die Mehrheit für Macron fällt deutlicher aus als erwartet.

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Im 1. Wahlgang stimmen die Franzosen nach politischer Präferenz ab. Im 2. nach staatsbürgerlicher Vernunft.

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Die Motive für das Abstimmungsverhalten der Wähler beider Kandidaten sind nicht monolithisch.

Am Ende zählt aber nun das Ergebnis.

Gut so

dass mit Macron weiterhin ein "Europäer" an der Spitze Frankreichs steht und der auch zu europäischen Werten steht. 

Ein Ruck Richtung Moskau wie es LePen in Aussicht gestellt hat, wäre das Ende der Eu, einen absolut getreuen Vasallen hat Putin ohnehin in Gerhard Schröder, unserem Ex-Bundeskanzler.

In seinem Interview hat er deutlich gesagt, wo seine Interessen liegen

Diesem Menschen gehörten alle Leistungen eines europäischen Staates entzogen.

Macron hat eine große Aufgabe vor sich, das Land wieder zu vereinen, viel Glück dabei. 

@Ja, diese laschen Gesetze 10:21 Uhr von werner1955

Ich glaube einfacj das zu lasche Gesetzte zuviel Alimnetiereung, wenig Abschiebungen udn zu geringe Strafen der Grund für die Spaltungen sind.

 

Ohne Worte.

Also langsam glaube ich wirklich, die Spaltung fängt bei manchen

weit oberhalb des Halses an.

Sozusagen Kernspaltung  ;-)

"Amt auf Bewährung"?

In Demokratien ist jedes Amt ein "Amt auf Bewährung".

In Deutschland gibt es dafür Beispiele genug.

Und wieder…

wird Frankreich fünf Jahre lang linksextremistische Ausschreitungen erleben, die hunderte Verletzte und Millionen an Sachschäden verursachen. Nichts dazu gelernt. 

Richtig so

Wenn das Schiff (die EU) sinkt, dann sollte auch nicht Le Pen sondern einer der Verantwortlichen nämlich Macron in der Kapitäns-Kabine sitzen. Sonst würden die Medien nämlich behaupten, dass das Schiff wegen den Populisten wie Le Pen sinkt. Die nächsten 5 Jahre wird die EU-Währung den wirtschaftlichen und finanziell Kollaps mit Sicherheit nicht überleben. Dann würde ich Macron  gerne fragen wie es sich anfühlt der Kapitän eines sinkenden Schiffes zu sein. Selbst die Freude über das Ergebnis war bei Macron nicht so spektakulär wie vor 5 Jahren und seine Stimmung wird sich nicht bessern sondern eher verschlimmern. 

Le Pens Zug fuhr nach 'Rückwärts'

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Deutschland-feindlich, EU-feindlich, Autokratie-affin. Le Pen ist das Relikt eines überkommenen Jahrhunderts

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Eine Präsidentin Le Pen hätte Frankreich in die finsteren Zeiten des Nationalismus des vorigen Jahrhunderts zurückgeworfen. Sie hätte die europäische Kooperation in Blockade umgewandelt und Krisen ausgelöst, welche Europa schwer geschadet hätten.

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Besser, dass der Zug mit Macron nach vorne fährt

  

Jedenfalls hat er eine 2. Chance

Ich bin mal gespannt, ob es ihm gelingt, soziale Belange und Wirtschaftsinteressen positiv zu verbinden. Aber dazu ist er auch auf die Hilfe der Wirtschaftsbosse angewiesen. Und ob für diese der soziale Frieden in einem Land genügend Bedeutung hat, bezweifle ich mittlerweile. Wenn es irgendwo "mulmig" wird, wird halt die Firma stillgelegt und das Geld anderswo angelegt. Das machen mittlerweile sogar Mittelstandsbetriebe, nicht nur die großen Konzerne.

Überhaupt muss sich Europa als gesamtes überlegen, ob die Staaten und die Industrie  weiterhin so auf "Globalisierung" setzen oder versuchen viele Produktionen wieder nach Europa zu holen. Denn was nützt etwas billigere Produktion, wenn nicht mehr genug zahlungsfähige Kunden da sind.

 

De Gaulle gründete die 5. Republik

Die 3. Republik (1870-1940) hat große Ähnlichkeiten mit der heutigen Bundesrepublik.

 

In beiden Systemen spielen Proporz und Klüngel eine entscheidende Rolle. Die 3. Republik galt als „Ständestaat“. Jeder wollte mitverdienen und mit seiner Klientel berücksichtigt werden. Aufstiegschancen hatten nur diejenigen mit den richtigen Beziehungen. Das ist nicht nur leistungsfeindlich (das Gegenteil einer Meritokratie), es lähmt auch den Fortschritt, indem erfolgreich abgeschlossene Entscheidungsprozesse fast unmöglich werden. 
 

Trotzdem hätten wir sogar heute noch die 3. Republik, wenn Frankreich nicht 1940 durch die Invasion kollabiert wäre. 
 

Die gesellschaftliche Dynamik Frankreichs ist also viel größer, als die Deutschlands. Der nächste Präsident oder die nächste Präsidentin kommt deshalb wohl vom “Rassemblement National“.

Hört sich viel an ... 20%.

Und doch sind es nur rund 10% bis es "Spitz auf Knopf " steht.

Macron steht eine aufregende Amtszeit bevor, für Frankreich selbst und für die Erwartungen aus der EU. Jetzt muss er führen und liefern, nicht 100%, aber für alle ersichtlich. Sonst wird es in 5 Jahren gefährlich.

Aus Deutschland ist mehr moralische Hilfe zu erwarten. Viele sehen die Bundes-und Kanzler SPD schon heute auf "Abschiedstour". 

Der "Herr des Zauderns" hat sich das Heft des Handelns längst von den Grünen aus der Hand nehmen lassen. Und das kann gerade ein Herr Scholz nicht mehr Korrigieren. 

In dreieinhalb Jahren wird sich der Wähler nicht an Scholz' Worte und Taten erinnern ... es ist nichts hängen geblieben ... nur schmallippiges Schweigen.

Wenn 40% eine…

Wenn 40% eine Rechtspopulistin gewählt haben, dann zeigt das, dass es diesen Franzosen zu gut geht. Was glauben die wohl, wie es ihnen unter einer LePen Präsidentschaft gehen würde ? Viel schlechter natürlich. Kapieren die das nicht ?

Die Demoskopen sind die '2. Sieger' der Wahl

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Sie haben mit erstaunlicher Präszision die Wahlergebnisse vorhergesagt. Insbesondere IFOP. Für beide Wahlgänge und das ist eine Leistung.

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Die 'Gefahr', dass das die Macron-Anhänger in falscher Sicherheit wiegt, war gegeben. Aber die Enthaltungen haben sich - mit regionalen Unterschieden - in Grenzen gehalten.

Präsident der Reichen

Die Wähler hatten nicht wirklich eine Wahl, es sei denn die Wahl zwischen Pest und Cholera wäre eine solche. Der "Präsident der Reichen" hat es also geschafft und alle hierzulande sind beruhigt. Endlich, so ist zu hören, wird auch das leidige Thema "Renten" angegangen. So wird bei uns der Kopf geschüttelt wenn man erfährt, daß in Frankreich die Eisenbahner immer noch mit 54 J. abzugsfrei in Rente gehen, Seeleute mit 52,5 J., die französiche Rente beträgt im Durchschnitt 73,6 % des Durchschnittslohns bei einem durchschnittlichen Eintrittsalter von 60,8 Jahren. Das will Macron schon lange ändern, allerdings gibt es stets erbitterten Widerstand, so daß die Eisenbahner weiter mit 54 J. abzugsfrei in Rente gehen. Die Franzosen lassen sich eben nicht alles gefallen und deshalb wird Macron auch weiterhin auf Granit beißen: Die Franzosen werden sicher nicht bis 67 J. arbeiten müssen - das gefällt vielen Deutschen nicht: Es soll gefälligst allen gleich schlecht gehen! so hört man- traurig...

"tief gespalten"

Mir kommen die Tränen.

Könnten Journalisten bitte endlich dieses hohle Gewäsch von der "Spaltung" sein lassen? Was ist denn das für ein Verständnis von Demokratie, daß gefälligst alle hinter der selben Fahne im Gleichschritt zu marschieren haben? Was wir brauchen, ist mehr Spaltung, und daß wieder ein echter Diskurs über unterschiedliche politische Interessen erlaubt sein darf!

Ich bin sehr froh

über seinen Wahlsieg. Natürlich wird es schwer, weil unter den jetzigen Umständen (Krieg, Klimawandel, Corona, Umbau Energiegewinnung und Nutzung, steigende Gewaltbereitschaft, Informatinsdefizite bei gleichzeitig steigender kriminell-politischer Einflussnahme, Schmelztiegel der Nationen) “der kleine wütende Bürger“ nur verlieren kann. Dieser wird aber weniger verlieren als unter anderen Regierungen.  Nur merkt das keiner, weil es nicht meß- oder erkennbar ist. Unter den Reichen wird er sicher wenig geschätzt. Ich bin froh um jedes Land und jedes Jahr, in dem der rechtsextreme Rand keine Regierung stellt. Außerdem bin ich entsetzt, dass der Bürger erst jetzt (wegen des Krieges) aus der EU erfährt, dass Reiche für 500.000 € Goldene Pässe kaufen können und damit EU Bürger werden. Vornehmlich Russen hätten das getan. Das muss verboten werden und ab sofort ungültig. Wieso wurde sowas zugelassen? Das kann nicht gültiges Recht in Demokratien sein. Verstoß Gleichheitsgrundsatz.

@10:27 Uhr von Seebaer1

"Ich muss zugeben, dass ich mir einen Sieg der anderen Seite gewünscht habe. Im Nachhinein sage ich mir aber, dass die nächsten Monate sowohl für Frankreich als auch die gesamte EU und eigentlich auch für alle anderen Länder aus den verschiedensten Gründen derart problematisch werden, dass man eigentlich froh sein kann, wenn man in dieser Zeit nicht regiert und zu gegebener Zeit wie Phönix aus der Asche steigen kann."

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Der  faschistische Staat soll wie ein Phönix aus der Asche steigen???? 

Mit allem Drum und Dran wie im Dritten Reich? 

 

@10:27 Uhr von Seebaer1

Ich muss zugeben, dass ich mir einen Sieg der anderen Seite gewünscht habe. Im Nachhinein sage ich mir aber, dass die nächsten Monate sowohl für Frankreich als auch die gesamte EU und eigentlich auch für alle anderen Länder aus den verschiedensten Gründen derart problematisch werden, dass man eigentlich froh sein kann, wenn man in dieser Zeit nicht regiert und zu gegebener Zeit wie Phönix aus der Asche steigen kann.

 

Zum Glück hat die Rechte nicht gewonnen. Ich will mir gar nicht ausmalen was dann in Europa los wäre. Russisch als zweite Amtssprache? 

Wow ...

dies ist ja mal ein toller Erfolg für Marine LePen: 10% mehr!

 

Auch schön zu sehen, dass sich Marine LePen weiter für das französische Volk stark engagieren wird:

"... Ich sage erneut: Niemals lasse ich die Franzosen im Stich!"

 

Und die Chancen, dass sie weiter gewinnt sind groß, denn ich bezweifle sehr, dass Macron liefern wird.

 

 

 

Macron ist seit langem der einzige Reformator in Frankreich

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Ein Teil der Opposition der ‚Außen-Pole‘ des französischen politischen Spektrums kommt daher, dass Macron der einzige konsequente Reform-Politiker seit langem ist.

 

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Er hat die Ursachen der wirtschaftlichen und sozialen ‚Lähmungen‘ Frankreichs benannt und ist sie angegangen. Hartnäckig und oft mit ungeduldiger Rhetorik während seine Vorgänger beim geringsten Widerstand eingeknickt sind. Das hat ihm bei manchen den Ruf der Arroganz eingetragen, ist aber mehr seiner Konsequenz geschuldet.

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Jedenfalls hat der damit das Wirtschaftswachstum beflügelt, die Innovationskraft Frankreichs gefördert, den starren, beschäftigungsfeindlichen Arbeitsmarkt flexibilisiert und die Arbeitslosigkeit, insbesondere die krasse Jugendarbeitslosigkeit deutlich gesenkt.

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Le Pen ? Rien.

 

Bin froh....

....dass der braune Mob um Frau Le Pen nicht das Mandat bekommen hat.

Jetzt gilt es für Herrn Macron alles dafür zu tun, dass das so bleibt - das französische Volk mitzunehmen auf eine gerechtere Reise für alle...

@10:32 Uhr von H. Hummel

Le Pen hätte Frankreich vor eine Zerreißprobe gestellt, mit ungewissen Ausgang. Für die Nato und die EU hätte es eine ungeahnte Schwächung bedeutet, eine Schwächung, die vor allem die Franzosen schmerzlich erfahren hätten. Frankreichs Stärke resultiert aus der EU, nicht von seinen Atomwaffen.  Im übrigen braucht Europa eine verlässliche Führung ... von der Deutschland meilenweit entfernt ist. Hier im Land wissen ja immer weniger Menschen, wer denn "dieser Kanzler Scholz oder Schulz oder" ... überhaupt ist, wie der genau aussieht ... geschweige denn wie der regiert. Im Moment ziehen die Grünen die Fäden und der Rest den Kürzeren. Ein bißchen Marcron täte unserm unsichtbaren Kanzler und Deutschland ganz gut ... 

 

Und ein wenig mehr Le Pen täte unserer Oposition sehr gut...

@10:33 Uhr von eine_anmerkung.

"Auch unser Land ist seit 2015 in der Migrationsfrage tief gespalten und wer was anderes sagt, verkennt die Realität. "

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Nöö, SIE verkennen die Realität.

Die  Gespaltenheit, die Sie offenbar so herbeisehnen, existiert nicht.  Die meisten Menschen in unserem Land sind human und nicht anti-human.  

Präsident auf Zeit

Der Schein trügt. Dieser Präsident ist gewählt worden weil die Linken in Frankreich nicht die Rechtsradikalen von Le Pen wollten. Die Mitte gibt es kaum noch in Frankreich. Es gibt nur noch Links und Rechts. Frankreich hat sich radikalisiert. Wegen Macron. Mit große Bedenken darf man die Parlamentswahlen in einige Wochen abwarten. Und dann sehen wie und ob regiert werden kann. Mit Schrecken las ich heute das unter 30% der Franzosen sich zu Europa bekennen. Damit  an letzter Stelle in Europa. Es gibt mehr Ungarn , Polen, Tschechen, Slowaken die sich zu Europa bekennen. Das ist Realität.

Dazu 30 % der Franzosen gehen nicht mehr zur Wahl... Was wäre das Ergebnis in Frankreich gewesen hätte es eine wirklich   f r e i e   Präsidentschaftswahlen wie bei uns gegeben. 

Ich habe die größte Bedenken bezüglich eine weitere Integration  in Europa, finanziell, wirtschaftlich und gesellschaftlich bei diesen Fakten.

Macron hat hier erst Sicherheit bezüglich sein Land zu geben.

selber schuld

Möchte gerne mal wissen, wie viele von den Macron-Wählern später auf die Straße gehen, wenn die Rentenaltererhöhung zum Thema wird.

 

Tja, selber schuld, ihr habt so gewählt, wird man dann sagen müssen. Nur traurig,  dass die anderen darunter leiden müssen.

@10:31 Uhr von Möbius

Ich Da gibt es diejenigen die aus Überzeugung Macron die Stange halten. Und dann gibt es diejenigen, die ihn nur wählten um Le Pen zu verhindern.     

 

Eine grosse Rolle spielen die Medien als „4. Gewalt“. Vor 50 Jahren (außer in Kriegszeiten, zB Vietnamkrieg) waren die Medien im Westen vor allem kritische Beobachter des politischen Geschehens. Das gibt es vereinzelt immer noch. In den letzten 20-30 Jahren verstehen Medien sich aber zunehmend als aktivistische Mitstreiter im demokratischen Wettkampf auf der Seite einer gesinnungsethischen Strömung mit dem Ziel der „Erziehung“ der öffentlichen Meinung.     

 

Selbst wenn also die persönlichen Erfahrungen jemanden zu Le Pen hätten tendieren lassen, ist es sehr schwer für manche, sich dem enormen Druck zu entziehen der von der Wahl von Kandidaten wie Trump oder Le Pen abhalten soll.   

 

Deshalb war es ja umso „schockierender“ das Clinton damals gegen Trump trotzdem verlor. 

 

„Die Medien“ in einer Demokratie sind immer antifaschistisch aufgestellt.

 

Wenn Sie mit dem neuen Faschismus, der sich überall breit macht, sympathisieren, dann ist das Ihre Sache, und Sie werden hier wie in Frankreich auch Zeitungen und Internetportale finden, die diesen unterstützen.

 

Die breite Mehrheit der Presse ist anders aufgestellt, und das ist gut so.

 

Das hat wenig mit Erziehung und viel mit Ethik zu tun.

 

Faschismus ist unethisch und muss sehr kritisch beobachtet werden.

@10:46 Uhr von Werner40

Wenn 40% eine Rechtspopulistin gewählt haben, dann zeigt das, dass es diesen Franzosen zu gut geht. Was glauben die wohl, wie es ihnen unter einer LePen Präsidentschaft gehen würde ? Viel schlechter natürlich. Kapieren die das nicht ?

 

Seltsame Logik. Man wählt also rechts wenn es einem zu gut geht. Das müssen Sie erklären.

@10:21 Uhr von werner1955

"Ic h glaube einfacj das zu lasche Gesetzte zuviel Alimnetiereung, wenig Abschiebungen udn zu geringe Strafen der Grund für die Spaltungen sind."

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Um Gottes willen.  Sie ersehnen  die Unmenschlichkeit früherer Zeiten zurück? 

 

@ 10:40 Uhr von Orfee

"Richtig so

Wenn das Schiff (die EU) sinkt, dann sollte auch nicht Le Pen sondern einer der Verantwortlichen nämlich Macron in der Kapitäns-Kabine sitzen. Sonst würden die Medien nämlich behaupten, dass das Schiff wegen den Populisten wie Le Pen sinkt. Die nächsten 5 Jahre wird die EU-Währung den wirtschaftlichen und finanziell Kollaps mit Sicherheit nicht überleben. ...."

 

Interessanter Gedanke, unter diesem Aspekt habe ich es noch gar nicht gesehen. Von daher kann man (wenn man ein konservativer Wähler ist) froh sein, wenn auch die Regierung zur Verantwortung gezogen wird, welche im Vorfeld für die abwärtsgerichtete Entwicklung verantwortlich ist. 

Ein Sieg für Herr Macron

Die Demokratie hat gesiegt und Herrn Macron die Präsidentschaft  für die nächsten Jahre weiterhin gegeben.

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Herzlichen Glückwunsch  Herr Macron! (Mir wäre ein Sieg von Frau LePen lieber gewesen)

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Somit gibt es ein weiter so für seine Klientel und dringende Probleme, die öffentlich nicht benannt werden dürfen, aber Frau LePen angegangen wäre, wieder zurück in der Schublade. So löst man sie nicht, sondern verstärkt sie.

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PS. Die nächste Präsidentenwahl kommt bestimmt......

 

 

@10:43 Uhr von Möbius

Die gesellschaftliche Dynamik Frankreichs ist also viel größer, als die Deutschlands. Der nächste Präsident oder die nächste Präsidentin kommt deshalb wohl vom “Rassemblement National“.

 

Das würde sie nur, wenn die "gesellschaftliche Dynamik" in die falsche Richtung ginge.

@11:07 Uhr von Dabbljuh

Entscheidend war die Wahl vor 2 Wochen und dass Le Pen mit  Rassemblement National die zweitstärkste Partei in Frankreich wurde. Es ist eine etwas skurille Erwartung, dass ein Kandidat bei einer Stichwahl einen größeren Vorsprung als die 17% von Macron gegenüber Le Pen erreicht. Le Pen hatte vor 14 Tagen lediglich einen Vorsprung von 1,4% gegenüber Mélenchon von der Linken. Die Verteilung der Wählerstimmen ist also nicht ganz so krass wie es bei einer Stichwahl erscheint und die Lager verteilen sich nicht auf rechtsextreme und liberale Wähler. Die herbeigeredete Spaltung ist daher dem Wahlsystem in Frankreich geschuldet und entspricht nicht den tatsächlichen Verhältnissen.

10:31 Uhr von eine_anmerkung | Übliche Widersprüchlichkeit

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Der 'Anmerker' ist für die soziale Empathie adressierende Klagen über 'soziale Einschnitte' und das Rumpelblitzchen für die Hayek-basierte Ansprache von Marktwirtschaft zuständig. Klar erkennbare Arbeitsteilung in Personalunion ;-)

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Macron ist der einzige Reformer Frankreichs, der sich an der Marktwirtschaft orientiert hat. Melenchon ist noch dem alten Etatismus verhaftet, Le Pen einer populistischen Vooddoo-Ökonomie, die den U30 versprochen hat, keine EkSt bezahlen zu müssen und den Rentnern die Rente mit 60 (!). Zusammen unfinanzierbar, den Staat ruinierend

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Da ist einfach nur das Nichts.

 

 

 

 

Macron, EU, Globalisierung, Spaltung

Auf der einen Seite Investoren Aktionäre, globale Unternehmen und ihre Manager. In Frankreich Absolventen der Eliteschulen wie Macron.

Alle die gewinnen, wenn Löhne gesenkt werden, wenn man in dem Land mit den niedrigsten Löhnen produzieren lässt und an die verkauft, die noch höhere Löhne haben. Deren Arbeitsplätze vernichtet. Sie in dauernder Unsicherheit bei relativ sinkenden Löhnen hält.

Es ist das undurchdachte Projekt von Politikern, die ganz einseitig auf die setzen, die vermeintlich die Arbeitsplätze schaffen.

Es ist das Projekt, das langfristig die Demokratie aushöhlt. Ein immer größerer Teil von Bevölkerung, der dafür wählen soll selbst arbeitslos, geringe Rente, teure Mieten zu akzeptieren. Und zuschaut wie Aktionäre und Investoren einen immer größeren Teil des Ertrags dank der gewählten Politiker für sich gewinnen. Eine Mehrheit will gute Löhne, sichere Arbeitsplätze. Die Demokratie liefert nicht.

 

 

 

@10:27 Uhr von Seebaer1

Sorry, aber Ihr Kommentar erinnert mich in erschreckender Weise an die Direktive der AFD, wonach es Deutschland schlecht gehen soll, damit man daraus Vorteile ziehen kann. So sollte eine verantwortungsvolle Politik gerade nicht aussehen. Wer nicht bereit bzw. in der Lage ist, in Krisensituationen Verantwortung zu übernehmen, auf den kann man auch in ruhigeren Zeiten verzichten. Aber Sie haben Recht: Die Franzosen haben Macron eher zugetraut, dass er das Land durch diese schwierige Phase führen könnte. Sie sind  nicht auf die populistischen Sprüche von Frau Le Pen hereingefallen - und das ist gut so.

 

@10:33 Uhr von gman

>>"  An der real existierenden EU gibt es viel zu kritisieren, viele Fehler wurden gemacht, aber diesen Untergang hätte sie nicht verdient."<<

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Ich habe auch immer für die EU gebrannt, aber nicht für eine wie diese wo ich sage, besser keine EU als diese EU und das mache ich primär an Themen wie (aus meiner rein persönlichen Sicht) "Handlungsunfähigkeit zu Eindämmung der illegalen Migration", "unverantwortbare Freiheitgrade de EZB" und "keine gemeinsame Schuldenaufnahme, auch nicht durch die Hintertür" fest. Wie gesagt meine persönliche Meinung und das Schlimme ist, ich sehe keinerlei Bemühungen innerhalb der EU und Brüssel diesen "Entwicklungen" in einer für mich positiv wahrnehmbaren Sicht entgegenzuwirken. Vielleicht war die Geschwindigkeit zu dieser EU zu schnell? Vielleicht muss das Ganze erstmal auf eine Wirtschaftsunion zurückgefahren werden um sich erstmal zu festigen? Eine starke Union wäre wichtig, alleine als Bollwerk gegenüber den Supermächten und unsere EU  hat auch viel Gutes gebracht; wir sind näher zusammengerückt. Der Preis für diese EU ist jedoch aus der jetzigen Betrachtung (siehe oben) zu hoch, viel zu hoch.

@Am 25. April 2022 - 10:50 Uhr von buckgodot

Zitat: "Könnten Journalisten bitte endlich dieses hohle Gewäsch von der "Spaltung" sein lassen? Was ist denn das für ein Verständnis von Demokratie, daß gefälligst alle hinter der selben Fahne im Gleichschritt zu marschieren haben? Was wir brauchen, ist mehr Spaltung, und daß wieder ein echter Diskurs über unterschiedliche politische Interessen erlaubt sein darf!"

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"Echter Diskurs"?

So mit echten, richtigen Sachargumenten?

So wie es eigentlich in einem zivilisierten und entwickelten Land gang und gäbe sein sollte?

Was machen denn dann nur unsere grünlinken Freunde, bei denen außer den üblichen inhlatsfreien Diffamierungsvokablen nichts rumkommt?

 

Rechtsradikale Menschenhasser

Der heutige Zustand der Welt, verursacht durch Neoliberalismus und rechte „nach mir die Sintflut“- Politik in allen Bereichen soll also dazu führen das der große Zusammenbruch der Menschheit kommt, damit anschließend die Neofaschisten „wie Phönix“ aus der (selbst erzeugten) Asche steigen können. Zumindest wenn es nach dem Willen dauerkommentierender Rentner aus Ostdeutschland geht.

 

Das wird zum Glück nicht passieren.

 

Denn erstens steht das Abendland immer kurz vor dem Abgrund, wenn es nach den rechten Schwarzmalern geht. Man vergleiche das heutige Foren-Geschreibsel nur mal mit den Zetteln welche die Wehrsportgruppe Hoffmann in den 1970ern verteilt hat. Auch damals schon war Deutschland ganz kurz vor dem Untergang.

 

Und zweitens sind die Menschen nicht so dumm die Faschisten zu wählen, nur weil die sich kurz vor der Wahl schnell notdürftig den Schafspelz überwerfen, so wie jetzt Le Pen.

 

Aber träumt ihr nur weiter vom großen Untergang ;-)

 

10:43 Uhr von Möbius | Die ewige Leier von 'den Medien'

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'Eine grosse Rolle spielen die Medien als „4. Gewalt“. Vor 50 Jahren (außer in Kriegszeiten, zB Vietnamkrieg) waren die Medien im Westen vor allem kritische Beobachter'

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Sind sie nach wie vor.

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Die Dynamik ihrer Kommentierung ist der üblichen 0-Zone: unflexibel, die eweige alte Leier spielend die zu ihrer foristsichen DNA gehört. Wenn sich die Wunschergebnise nicht einstellen, sind 'aktivistische' Medien verantwortlich, die einfach nicht schreiben, was Sie sich wünschen.

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Wähler als reife Subjekte ihrer eigenen Entscheidung kommen darin dann nicht vor, weil sie - mit Ausnahme von Ihnen natürlich - nur Objekte manipulativer Verführung sind.

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Was die Dynamik der französichen Gesellschaft angeht: die ist in der politischen Sphäre groß, aber in 5 Jahren gibt es neue Player auf dem Spielfeld und der Front National (RN) wird sich nicht 'dynamisiert' haben.

 

 

Bei den Parlamentswahlen

im Juni wird sich wohl ein etwas realistischeres Stimmungsbild der französischen Gesellschaft zeigen.

 

Denn bei den Präsidentschaftswahlen war die Rechte maximal mobilisiert. Nie war sie einem Sieg so nahe. Jeder wahlberechtigte Franzose, der mit dem faschistischen Lager sympathisiert, wird wohl zur Wahl gegangen sein, während viele Linke zu Hause geblieben sind.

 

Das wird bei den Parlamentswahlen wohl anders sein.

 

Hoffentlich.

Macron bleibt, Frankreichs Probleme auch

Es hat noch einmal gereicht für Emmanuel Macron, er bleibt Frankreichs Präsident. Mit ihm bleiben auch Frankreichs Probleme, die mit 

 

Ob das als Folge von Inflation und den Verwerfungen infolge des Ukraine-Krieges künftig der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich war zumindest die Verteuerung schon ein Faktor, der Le Pen genutzt haben dürfte. Macron hat mit abenteuerlicher Schuldenpolitik den politischen Schaden für ihn zwar begrenzt. Aber das ist kein Rezept für alle Zukunft. Er wird jedoch alles versuchen, die Finanzquellen in der EU weiter kräftig anzuzapfen. Macrons demonstrative Europabegeisterung hat nämlich darin ihren materiellen Kern. Wie weit Deutschland dabei mitmacht und künftig überhaupt noch mitmachen kann, ist allerdings die Frage.

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Und natürlich hat sich nichts verändert an der islamischen Herausforderung in vielen Städten und Vierteln Frankreichs.

 

Viele kuriose 'Protestblüten'

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Für die politischen Analysten und die Politikwissenschaftler hat das Wahlergebnis einen großen Vorrat an Arbeit geliefert

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Vor allem Le Pen hat auch Stimmen angezogen, die nichts mit der ideologischen Programmatik des Front National zu tun haben, sondern einfach nur eine Projektionsfläche für Protest gegen was auch immer sind

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So haben z.B. die Übersee-Provinzen in Martinique, Guadeloupe und Guayana im ersten Wahlgang mit massiven absoluten Mehrheiten für den linken ‚Revolutionär‘ Jean-Luc Mélenchon gestimmt.

Im zweiten Wahlgang ging ein Teil von dessen Wähler in die Enthaltung, ein anderer Teil zum größeren Teil an Le Pen, die damit selbst absolute Mehrheiten eingefahren hat.

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Was sagt das aus ? Es gibt einen Teil der französischen Gesellschaft, welche die Außenpole nutzen, um gegen die Obrigkeit zu protestieren. Das Programm ist egal, der Rumms ! soll die Botschaft sein. 

Adeo60

Ein schönes Beispiel für "Das Wort im Munde drehen". Und außerdem: Frau Le Pen

war ja sehr wohl bereit, Verantwortung zu übernehmen. Es war ihr dieses Mal nur nicht vergönnt.

@11:56 Uhr von Dabbljuh

im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung, dass es nie einen günstigen Zeitpunkt für einen rechtsextremen Regierungschef gibt. Sie selbst zeigen in Ihrem Kommentar auf, dass Macron die vernünftige Lösung darstellt. Jetzt müssten Sie nur noch Ihre Zuneigung zu einer rechtsextremen Führung überdenken. Die nicht finanzierbaren Hirngespinste der Wahlversprechen von Frau Le Pen konnten dann doch nicht so viele Franzosen überzeugen. Gut so!

Schlechter Stil...

Ich find es äußerst bedenklich, dass Einige hier selbst in der Stunde ihres Triumphes gegen den politischen Gegner nachtreten.

es ist nur eine Frage der Zeit

bis in Kernländern der EU rechtspopulistische Regierungen zum Zuge kommen werden. Dies erklärt sich schlicht aus der asozialen Politik der Geldentwertung, die die Spaltung in Arm und Reich und damit das Auseinanderbrechen von Solidargemeinschaften rasch beschleunigt. Durch das Abenteuer der EU in der Ukraine und den damit verbundenen Lasten steigt das Risiko eines Zusammenbruchs der EU. Dass diese Risiken real sind, zeigt das Wahlergebnis in Frankreich. Längst bewahrt nur die Behäbigkeit der repräsentativen Demokratie die Politik vor der Empörung und dem Zorn der Bevölkerung. Die EU ist zu einem ideologischen Unterfangen verkommen, anstatt den Menschen zu dienen.

@11:12 von Blitzgescheit

Haha, jeder der rechtsradikale Meinungen nicht teilt „verbietet“ also „echten Diskurs“, und jeder der sich durch sein Wahlverhalten dagegen ausspricht das Politik für eine rechtsradikale Minderheit gemacht wird welche die Welt ins Chaos stürzen würde ist „grünlink“ - im Osten also nichts neues xD

 

Wenn du mal ernsthaft nachdenkst wirst du zu dem Schluss kommen das du deine Meinung hier völlig frei äußerst, und sie dir somit niemand verbietet.

 

Und auch wenn dir das nicht gefällt: dasselbe darf jeder andere auch tun. Sogar wenn er dabei äußern würde das er deine Meinung für Schwachsinn hält.

 

Und ganz ehrlich: ich kann jegliche Kritik nachvollziehen. Aber  wenn ich mir das von dir geschriebene durchlese, dann stelle ich fest das da außer der Aussage dass jeder der deine Meinung nicht teilt würde sie „verbietet“ irgendwie gar nichts „rumkommt“.
 

Wo sind denn deine Sachargumente?

 

 

 

 

 

 

 

Macron gewinnt Frankreich-Wahl: Präsident auf Bewährung...

Die Wahl ist gelaufen. Und es geht weiter. Weiter mit dem Kursfeuerwerk für die großen Unternehmen, für Arnault (Luxusgüterkonzern LVMH). Auch geht es weiter für die anderen. Sie werden privatisiert (SNCF). Für Sozialempfänger soll es schlechter werden (Zugang, Pflichtarbeit). Dafür mehr für Rüstung und doppelt so viel Reservisten. Und es wird weiter gehen mit den präsidialen Sprüchen gegen ärmere Bevölkerungsschichten.

Aber es wird auch weiter gehen mit den Klassenauseinandersetzungen. Wie im März, als hunderttausende streikten (acht Gewerkschaften). Denn dort sind keine Hoffmänner zugange.

Und schon im Juni könnte es, bei den Parlamentswahlen zu einer Niederlage von La Republique en Marche kommen.  

@12:03 Uhr von Dabbljuh

die Finanzquellen der EU lassen sich leicht auffinden. Suchen Sie nach "Ausgezahlte EU-Mittel pro Kopf". Da können Sie leicht erkennen, dass Frankreich und Deutschland einen negativen Saldo haben (Differenz zwischen Einzahlung und Auszahlung in den EU-Haushalt).

Nun muss Macron liefern

um die Spaltung der Franzosen wieder rückgängig machen.Nicht umsonst hat Marie le Pen so ein starkes Wahlergebnis eingefahren.

Der Young Global Leader…

Der Young Global Leader Macron sagte also:"für ein stärkeres Europa, ein unabhängigeres Frankreich, indem wir durch Investieren und einen tiefen Wandel Fortschritte für jeden erreichen, indem wir noch kreativer und innovativer werden und eine große ökologische Nation schaffen".

- Wer investiert? BigTech? Wie in Deutschland hat auch in Frankreich das große Massensterben der mittleren und kleinen Unternehmen vor zwei Jahren begonnen.

- Marcon sagte an anderer Stelle er wolle souveräne Befugnisse an transnationale Organisationen abgeben, das widerspricht doch der Idee eines unabhängigeren Frankreichs. (Übrigens hat Angela Merkel Gleiches während ihrer Kanzlerschaft auch des öfteren verlauten lassen)

- Den tiefen Wandel nannte Merkel die"vollkommene Transformation unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft, Klaus Schwab nennt es den Great Reset.

- Fortschritte für jeden, in Richtung Neue Weltordnung?

- kreativer werden, noch mehr "kreatives Chaos", um die NWO zu etablieren?

- Wie soll die ökologische Nation aussehen, etwa so, wie sie sich das Weltwirtschaftsforum vorstellt?

 

@40% sind relativ 10:46 Uhr von Werner40

Wenn 40% eine Rechtspopulistin gewählt haben, dann zeigt das,

dass es diesen Franzosen zu gut geht.

 

Für eine halbwegs intakte Demokratie wie F ist es relativ viel - vielleicht zuviel

aber auch z.T. den modernen Medien geschuldet, die es einfacher machen,

den Marktmächtigen unredliche Vorteile zu verschaffen.

- egal ob Finanz oder Autokrat-Oligarchen

 

Was das 'zugutgehen' anbetrifft,

so wirkt das ja eher auf die mangelnde 'Abwehrbereitschaft'.

Also den Unwillen auch 'seine' Demokratie auch verteidigen zu wollen,

weil ggf, zu unbequem.

@11:56 Uhr von Seebaer1 - verantwortungslos

Frau Le Pen war ja sehr wohl bereit, Verantwortung zu übernehmen. 

Im Unkehrschluss heisst das,  sie ist - und war vorher schon verwantwortungslos.  Da haben Sie recht.

@12:06 Uhr von Dabbljuh

im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung, dass es nie einen günstigen Zeitpunkt für einen rechtsextremen Regierungschef gibt. Sie selbst zeigen in Ihrem Kommentar auf, dass Macron die vernünftige Lösung darstellt. Jetzt müssten Sie nur noch Ihre Zuneigung zu einer rechtsextremen Führung überdenken. Die nicht finanzierbaren Hirngespinste der Wahlversprechen von Frau Le Pen konnten dann doch nicht so viele Franzosen überzeugen. Gut so!
Fälschlicherweise wurde dieser Kommentar als "Antwort" auf meinen eigenen Kommentar gepostet.

Wir finden immer den Wurm!

Man kann doch nur von Herzen froh sein, dass Macron gewonnen hat. Aber klar: 40% haben le Pen gewählt und 30% sind nicht zur Wahl gegangen. Was machen unsere Medien daraus: 70% gegen Macron!

.

Bei der Bundestagswahl haben nur 3/4 der Wähler gewählt. Also hat die Ampel nur 52/4*3 % = 39% und ist somit nicht regierungsfähig, oder was?

.

Auch unsere Bundesregierung hat Dinge versprochen, die sie aufgrund der Ukrainekrise und der FDP nicht umsetzen kann. Wo sind denn unsere "Gelbwesten"?

Ende gut, alles gut? Nein -…

Ende gut, alles gut? Nein - denn die Wahl zeigt klar, wie weit sich die Franzosen von Europa entfremdet haben und wie gespalten das Land ist. Macron hat nun eine allerletzte Chance, das Land zu vereinen.

Ein Kommentar von Ellen Ehni, WDR

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Frau Ehni ist eine der wenigen die nicht verblendet ist wie leider sehr viele hier, die den Wahlsieg von Macron feiern.

Durch die hohe Inflation (EZB vielen Dank dafür) sind Ihm die Hände für weitreichende Veränderungen gebunden. Breite Schichten in Frankreich und der EU werden noch ärmer werden. Die Unzufriedenheit wird wachsen und die Franzosen werden auf der Strasse Ihren Unmut zeigen.

Eine 59% zu 41 % Mehrheit ist eine Ansage

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Der erste Ansage: die Franzosen haben nur Macron präsidentielles Format zugeschrieben

Die zweite: Le Pen ist keine Präsidentin, sondern die 'ewige Le Pen' vom Front National.

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Die politische Bühne Frankreichs wird sich in den nächsten Jahren weiter verändern. Was die Parteien, die gesellschaftlichen Energiefelder und die Entwicklung Frankreichs in  Europa angeht. Mit einem Macron, der an der Spitze der europäischen Staaten neues Gewicht hat.

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Macrons Herausforderung als Führer der größten liberalen Partei Europas: er muss den Liberalismus und seine Reformenergie in der auf Beharrung ausgerichteten französischen Gesellschaft auch als organisierte Partei verankern.

Gott möge uns beistehen

...jetzt bleibt uns der Befürworter des „Digital Service Act“ (DSA) und des Großen Umbruchs erhalten...

Was das für die Franzosen und die Europäer bedeutet kann sich wohl jeder selber vorstellen.

@12:10 Uhr von Dabbljuh

die Finanzquellen der EU lassen sich leicht auffinden. Suchen Sie nach "Ausgezahlte EU-Mittel pro Kopf". Da können Sie leicht erkennen, dass Frankreich und Deutschland einen negativen Saldo haben (Differenz zwischen Einzahlung und Auszahlung in den EU-Haushalt).
 
Fälschlicherweise wurde dieser Kommentar als Antwort auf meinen eigenen Kommentar veröffentlicht.

10:39 Uhr von einweltenbummler56

ach so, und wenn eine Ultrarechte gewonnen hätte, wäre das natürlich nicht so...

Iss klar, nä?

Besser Macron...

...auf Bewährung als LePen als Präsident.

So kann dem Rechtsrutsch in Europa ein wenig Einhalt geboten werden.

Solche Strömungen braucht Europa nicht auch noch!

@11:50 Uhr von MRomTRom

Die Dynamik ihrer Kommentierung ist der üblichen 0-Zone: unflexibel, die eweige alte Leier spielend die zu ihrer foristsichen DNA gehört. Wenn sich die Wunschergebnise nicht einstellen, sind 'aktivistische' Medien verantwortlich, die einfach nicht schreiben, was Sie sich wünschen. + Wähler als reife Subjekte ihrer eigenen Entscheidung kommen darin dann nicht vor, weil sie - mit Ausnahme von Ihnen natürlich - nur Objekte manipulativer Verführung sind. 
 

 

Sie machen sich das aber sehr einfach, in dem Sie meine Beobachtungen schlichtweg zurückweisen, ohne sich damit auseinanderzusetzen.
 

Wie ich hier schon sehr oft erlebt habe, werde ich dabei auch immer wieder getrollt.
 

Jedenfalls wird die „Lenkungsabsicht“ von vielen Medienschaffenden ja garnicht bestritten. Die einen nennen es „journalistische Verantwortung“, die anderen sagen ganz offen das man dem „eigenen Team, der eigenen Seite“ zuspielen „müsse“ (zB Schönenborn). 

eigentlich lächerlich

dass die Demokratiefeinde sich hier angesichts des Wahlergebnisses schon auf der Überholspur sehen und in der unterlegenen Le Pen quasi die "Präsidentin der Herzen" zu erkennen glauben. Und dem französischen Volk werden noch "die Daumen gedrückt" für eine möglichst schlechte Zukunft, auf dass dann "wie Phönix aus der Asche" die Rechten beim nächsten Mal die Früchte ernten können.

Andererseits haben sie damit gar nicht mal so Unrecht, denn die Entwicklung in Frankreich zeigt wirklich nach unten, und es steht zu befürchten, dass der demokratiefeindliche Schwachsinn tatsächlich verfangen könnte.

Ich blicke sehr unentspannt in die Zukunft.

@10:43 Uhr von Möbius

"Die gesellschaftliche Dynamik Frankreichs ist also viel größer, als die Deutschlands. Der nächste Präsident oder die nächste Präsidentin kommt deshalb wohl vom “Rassemblement National“."

Hoffentlich haben Sie Unrecht. Das wäre das Ende der 5. Republik und der Beginn der lebenslangen Diktatur von Le Pen. Auch wenn sie nach außen hin auf gemäßigter macht als ihr im Algerienkrieg foltender Vater. Schon die Umbenennung des Front National in Rassemblement National zeigt wes Geistes Kind sie ist. 1940 gab es in Frankreich schonmal eine Organisation mit ganz ähnlichem Namen. 

12:05 Uhr von artist22

mag unglaublich klingen, aber Demokratie funktioniert nur, wenn die wahlberechtigten politisch mündig, interessiert (ganz wichtig!!) und vor allem neutral und ausreichend informiert (Pressefreiheit) sind.

Ansonsten kommen so Sachen raus wie China, Russland oder viele andere Beispiele die diese Worthülse nur auf dem Papier verwenden aber ganz eigen interpretieren.

Ob die breite Wählerschaft in D diese Kriterien erfüllt, mag ich übrigens bezweifeln. Anders kann ich mir das Zischenhoch der AFD der Vergangenheit nicht erklären und anders kann man auch nicht erklären warum die "Lobby-CDU" noch über die 5%-Hürde kommt (bei der Energie-, Bildungs-, Rüstungs- und Sozialbrennpunkt-katastrophe die sie fabriziert hat).

Da dürfte man auch in…

Da dürfte man auch in Brüssel sehr aufgetreten haben. Wenn Macron verloren hätte, hätte man sich auch in Brüssel mal Gedanken machen müssen wie es denn weiter geht.

Und Macron steht nun unter Druck, weil ja das Parlament auch noch Wahlen hat. Was ist wenn die Opposition die Mehrheit da übernimmt? Dann wird es eng mit seinen Vorhaben. Es bleibt spannend.

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