Kommentare - "Partygate"-Affäre: Der Vorwurf lautet "Lüge"

21. April 2022 - 21:33 Uhr

Einen Rücktritt hat der britische Premier Johnson bisher abgelehnt. Doch nun wird ein Ausschuss die Affäre um illegale Feiern während des Corona-Lockdowns untersuchen. Es geht um die Wahrheit. Von Imke Köhler.

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Kommentare

erstaunlich wohin man schaut

 

nur Lügen

sind Politiker so naiv zu glauben das kommt nicht raus

oder rechnen sie damit es wird akzeptiert

womit sie nicht mal so unrecht damit haben werden

Wähler haben ein kurzes Gedächtnis

Das Parlament belügen wäre keine Lappalie

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Es müssen in der parlamentarischen Demokratie Regeln gelten und eingehalten werden. Wenn Boris Johnson sie verletzt hat, dann muss er dafür gerade stehen. Parties in der Lockdown-Zeit feiern ist das eine und dafür gibt es eben ein Strafmandat.

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Wissentlich das Parlament belügen geht allerdings nicht.

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Der Untersuchungsausschuss muss jetzt seine Arbeit tun und nach Vorlage des Ergebnisses müssen das Unterhaus oder Boris Johnson eine Entscheidung treffen.

So oder so.

 

Der 5. Mai wird die erste Klippe

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Der Großteil der Tories wird noch zu Johnson stehen, weil sie keine Alternative zu ihm haben oder weil sich die möglichen Nachfolger gegenseitig neutralisieren.

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Am 5. Mai finden in weiten Teilen des Vereinigten Königreichs Kommunalwahlen statt. Sollten sich 'Partygate' und das sinkende Vertrauen der Wähler in Johnson in den Wahlergebnissen niederschlagen, dann könnte es in seiner eigenen Partei für ihn eng werden. Aber dazu müsste es eine Niederlage geben und diese müsste deutlich ausfallen.

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Die 'Ethik-Latte' legt Boris bei sich bekanntlich nicht zu hoch an. Zurücktreten wird er von sich aus nicht.

@22:19 Uhr von MRomTRom

 

 

Wissentlich das Parlament belügen geht allerdings nicht. 

 

warum geht das nicht ?

sie sehen doch auch bei uns, dass das geht

Maskenskandal,  bei der von der Leyen werden Handydaten gelöscht,

der Scholz erinnert sich bei WireCard an nichts mehr

und das Schlimmste es gibt Leute (warum auch immer)

die haben noch Verständnis dafür

End of game

Boris Johnson hat es mit der Wahrheit noch nie so genau genommen. Er folgte damit seinem Vorbild Donald Trump, der dann aber abgewählt wurde - und diesen Umstand abermals in eine Lüge kleiden wollte. Es ist gut, dass man sich in den Parlamenten um Wahrhaftigkeit bemüht und die bewusste Lüge sanktioniert. Johnson hat nachweislich und mehrfach  gelogen, als er vor dem Unterhaus versicherte, es habe während des Lockdowns keine Parties oder Regelverstöß in No. 10 Downingstreet gegeben. Schwer vorstellbar, dass diese Äußerungen irrtümlich erfolgt sein könnten. Als Hausherr sollte er gewusst haben, was sich in den eigenen vier Wänden abspielt, zumindest hätte er seine Aussagen prüfen und ggf. korrigieren müssen. Die Parties sind verklungen, die Aufräumarbeiten haben begonnen. Gut möglich, dass Johnson bald aus dem Spiel genommen wird.

Partygate-Affäre: Der Vorwurf lautet Lüge

Jedenfalls wird es bei Premier Boris Johnson bestimmt nicht langweilig. Irgendwas ist bei ihm immer los. Erst war es der lange ewige Brexit, den eigentlich Johnson und seine beiden Vorgänger nicht so richtig wollten, aber dann doch im Januar 2020 abwickeln sollten. Und dann diese Party auf dem Höhepunkt der Pandemie und zur Zeit der Trauer des verstorbenen Prinz Philip, von der Johnson nun behauptet, dass es eigentlich doch keine Party gewesen sei. Was auch immer in England als Party verstanden wird.

Trumps kleiner Bruder

verlässt sich darauf, dass er mit weiteren Lügen schon irgendwie durchkommen wird. So wie sein großer Bruder eben auch.

Er verlässt sich dabei nicht nur auf sich, sondern auch auf die Schafsherde, die ihm mit abgeschaltetem Denken schon immer gefolgt ist. In seiner eigenen Gedankenwelt spielen Wahrheit und Lüge ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.

Leider zeigen die Ereignisse der letzten Jahre, das er wohl recht hat. Die Heerscharen, die ihm und anderen seiner Sorte folgen, orientieren sich an allem möglichen, aber nicht an charakterlichen Merkmalen. Das ist der eigentliche Grund für die Verkommenheit aller Gesellschaften in der heutigen Zeit.

@22:12 Uhr von hallo1

  nur Lügen sind Politiker so naiv zu glauben das kommt nicht raus oder rechnen sie damit es wird akzeptiert womit sie nicht mal so unrecht damit haben werden Wähler haben ein kurzes Gedächtnis

 

Ihre Selbstauskünfte sind wie gewohnt erschöpfend und ausschweifend. Aber Rückschlüsse auf andere lässt das genauso wenig zu wie auf das Personal in der Politik.

 

Glaubwürdig zu sein gilt auch für die Untertanen. Ich erinnere mich da auch an ein Verständnis für die 46% Wähler von Trump in den USA, dessen Rekord in allen Lügenklassen bis in alle Ewigkeit gültig sein wird. Sie sehen, ich habe ein gutes Gedächtnis. 

 

 

wenn schon

ich gehe davon aus das niemand exakt sagen kann wie häufig er/sie in diesem leben bereits gelogen hat. allein schon um keinen stress zu kriegen. ich für mich könnte nicht mal ansatzweise eine schätzung abgeben, die der tatsächlichen anzahl nahekommt.

freilich hat er gelogen. er musste es ja auch. würde er die wahrheit sagen, wäre er augenblicklich untragbar und müsste sofort zurücktreten.
er hat dutzende parties veranstaltet, der guten laune wegen. und? das bleibt natürlich unter uns.
wie es halt immer unter uns geblieben ist. das da was nach aussen sickert ist ja ein ausnahmefall.
und dann auch noch wegen so einer lappalie . es waren ja lediglich coronavorschriften. es ging ja nichtmal um was gravierendes, was dann wohl hochverrat wäre.
geht es nicht immer nur ums verbergen in allen fällen. deswegen hältst du dich bedeckt mit details.
da liegt dann der teufel drin - da drehen sie dir den strick. jede einzelheit bleibt unter uns - ehrenwort.
so muss es auch sein. weil es ja eigentlich leider der filz ist der die gesellschaft so zusammenhält wie sie ist.
gute nacht.

We can do it. Wir schaffen das.

Trumps kleiner Bruder hat doch bestimmt noch irgendeinen Trumpf in seinem Ärmel. Und wie geht es jetzt mit Boris und seinen Halbwahrheiten oder Unwahrheiten weiter? Gibt es jetzt ein Amtsenthebungsverfahren?

Wasser predigen ...

... selber Wein saufen. Zu Recht nehmen ihm die Briten das übel.

Partygate-Affäre: Der Vorwurf lautet Lüge

Die Vorwürfe gegen Johnson wegen wilder Partys scheinen ja nicht so einfach abzustreifen zu sein. Da kommt der doch niemals wieder heraus, oder? Weiss seine Mutter von der Geschichte?

@22:19 Uhr von MRomTRom

+ Es müssen in der parlamentarischen Demokratie Regeln gelten und eingehalten werden.

Die gibts ja. In GB genau so wie bei uns.

Aber das Verhalten geht oft so:

Regeln gelten immer für andere und für Mich und meine Partei nur wenn ich keine Nachteile habe.

Schäubles Schwarzen Koffer, Kohls Erinnernugslücken, Ramlos Rücktrittsversprechen, Cumex, Wircard, Weihnachtsgeld / Coronaprämien, Copy/Paste, Urlaube in Südfrankreich usw.

Warum nur

nehmen einige Politiker es mit der Wahrheit nicht so genau.Johnson ist da kein Einzelfall.Es gibt viele Beispiele.Die Liste wäre recht lang hier.

@22:37 Uhr von frosthorn

Er verlässt sich dabei nicht nur auf sich, sondern auch auf die Schafsherde,
Schreiben Sie jetzt über die Politik in GB oder die der Ampel in unserem Land.

Aber eigentlich kann man das land weg lassen. Oder kennen Sie ein land wo sich Politiker an Ihre eigen Reglen und Gesetzte halten?
Mir fällt da keines seit den letzetn 70 Jahren ein.

 

22:37, frosthorn

>>Trumps kleiner Bruder<<

 

Boris Johnson ist gebildet, schlagfertig, witzig, zur Selbstironie fähig und beherrscht die englische Sprache.

 

Das unterscheidet ihn von Trump.

 

Ideologisch liegt er auf der gleichen Linie, und schamloses Lügen war immer schon sein Markenzeichen. 

 

Was die beiden verbindet.

 

Nee, als Trumps kleinen Bruder würde ich ihn nicht bezeichnen. Trotz der ähnlichen Haarfarbe.

 

>> Die Heerscharen, die ihm und anderen seiner Sorte folgen, orientieren sich an allem möglichen, aber nicht an charakterlichen Merkmalen. Das ist der eigentliche Grund für die Verkommenheit aller Gesellschaften in der heutigen Zeit.<<

 

Wohl eher ein Symptom als der Grund.

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