Kommentare - Ukraine-Krieg: Nutzt Tönnies die Not der Flüchtlinge aus?

31. März 2022 - 08:12 Uhr

Der Fleischkonzern Tönnies wirbt an der polnisch-ukrainischen Grenze unter den Geflüchteten Arbeitskräfte für seine Standorte in Deutschland an. Das stößt auf scharfe Kritik. Von Robert Bongen und Sebastian Friedrich.

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Kommentare

Tönnies = Kotzen (bei mir)

Sind eben unsere demokratischen Oligarchen. Kommt billig arbeitendes Menschenfleisch, wird es auch gern genommen.

Was soll das denn?

Ich finde den Herrn auch nicht besonders sym- oder gar empathisch. Was mir aber sauer aufstößt ist, daß die Kommentarfunktion zum öffentlich-rechtlichen Pranger mutiert. Überlasst das doch lieber den (A)sozialen Klickmedien. Dafür sollte das Forum hier zu schade sein ! Meine Meinung.

Habgier...

kennt keine Moral.

Sagt der Reiche auf dem Sterbebett, wenn er doch nur sein Gold mitnehmen könnte...

Sagt der Priester: ... das nützte nichts, es würde schmelzen.

Seltsame Fragestellung

Das ist eine seltsame Fragestellung: Egal wer bei bei Tönnies für  € 11 die Stunde arbeitet, tut das nicht, obwohl er/sie wirtschaftlich sicher ist und gut dasteht. Kritisiert hier die TS den Kapitalismus? So funktioniert doch unsere Wirtschaft!

"Geschmacklos"...-

 

...genau dieser Begriff ging mir sofort beim Lesen der Überschrift durch den Kopf.

 

Und eben diesen benutzte Frau Bultschneider von der Interessengemeinschaft WerkFAIRvertäge, die das Vorgehen von Tennis m. E. zu Recht heftig kritisiert.

 

Da setzen verzweifelte Frauen (bitte am liebsten ohne "lästigen Anhang") ihren Fuß auf deutschen Boden, und schon kreist Tönnies wie eine sorry: Schmeißfliege um sie herum und gibt auch noch vor, was Gutes zu tun.

 

Nein, das ist von moralischer Seite aus meiner Sicht verwerflich und zeigt, dass diese Firma - verkörpert durch den Chef - nichts gelernt hat während der Coronazeit.

unseres kapitalistischen Systems ihm bieten, um seinen eigenen Nutzen zu mehren - und damit, um seinen eigenen „Vorteil“ auszubauen.

 

Und „verkauft“ der Allgemeinheit das als „Gemeinnützigkeit“.

 

Da ist er weder der Einzige, noch ist das etwas Neues; und das nicht nur in der Fleischbranche:

„Bis Kriegsbeginn habe sich Tönnies als Putin-Freund bekannt. "Sich am Elend zu bereichern und es als gute Tat zu verkaufen, ist in der Fleischbranche nichts Neues. 2015 bei der Flüchtlingswelle haben wir Ähnliches erlebt".

 

Aber es wird immer ekelhafter.

 

 

Sowas passiert, weil der…

Sowas passiert, weil der Staat auch hier deutlich zeigt, dass er mit jeglicher vernünftigen Organisation völlig überfordert ist. 
Ob bei den Flüchtlingen von 2015, der Pandemie oder nun den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, es ist einfach nur eine Schande, was die Politik(er) der letzten Jahrzehnte aus der BRD gemacht haben. 
Viele Politiker behaupten, dass die Absichten Putins ja schon lange klar waren, was dann ja auch für die Fluchtbewegungen gilt, aber kein Politiker hat vorgebaut. 
Die Flüchtlinge von 2015 konnte man sogar über Monate bis Jahre auf ihrem Weg nach Europa beobachten. Die waren nämlich zu Fuß unterwegs, über Tausende von Kilometern. Vorbereitung fand nicht statt. Und nun wieder dasselbe. 
Aber auch hier ist Geiz nach wie vor geil. Und dann wird’s teuer. 
Im TV wird gerade über den Andrang bei den Tafeln berichtet. Teilweise   verzigfacht. Die Flüchtlinge werden hier nun zu Bettlern. Oder arbeiten bei Tönnies. Ist eh egal. 

was sollen die künstlichen Aufreger

Heil selbst spricht davon die Flüchtlinge so schnell wie möglich ins Arbeitsleben integrieren zu wollen.

 

Und jetzt ist mal ein Unternehmen da, welches eine Vorbildfunktion übernimmt und jetzt sucht man nach Haaren in der Suppe.

 

Zahlt Mindestlohn, holt die Flüchtlinge sofort in Polen ab, auf die reguläre Fahrt müssten sie tagelang warten. Besser geht nimmer.

widerwärtig

einfach nur widerwärtig. Mir fehlen die Worte. Noch bevor wirkliche Hilfe rchtig anlaufen kann, stehen schon die Aasgeier bereit.

@08:41 Uhr von nie wieder spd

Was machen denn nun die fast ebenso bedauerlichen Arbeitskräfte aus Rumänien? Braucht die nun niemand mehr?
Hoffentlich lässt Tönnies noch ein paar Leute für die Spargelernte übrig. 

@08:19 Uhr von Werner Musterfrau

Sind eben unsere demokratischen Oligarchen. Kommt billig arbeitendes Menschenfleisch, wird es auch gern genommen.

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Die anderen dt. Oligarchen von Gutfleisch, Mühlenhof, Lidl usw. sind genauso skrupellos, wenn es um menschliche Aktiva geht.

Karl Marx: für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.

Unglaublich!

Unglaublich! Will er die Angeworbenen dann in Coronazeiten in Massenunterkünften unterbringen wie zuvor? Kein Fleisch mehr von Tönnies!

 

 

Die Kehrseite der Medaille

Mich würde interessieren, wieviele derer, die sich hier über Hern Tönnies ereifern, Fleisch essen. Sich über die Mechanismen aufzuregen, welche die Billigpreise für Fleisch bei den Discountern ermöglichen, selbst aber durch Konsum und Einkaufsverhalten die tierquälerischen Produktionsbedingungen zu unterstützen ist in meinen Augen Doppelmoral.

Den Tiern in den Mastfabriken und Schlachthöfen geht es erheblich schlimmer als den Arbeitern in den Fleischfabriken.

Nutzt Tönnies die Not der Flüchtlinge aus?

Ja und er ist nicht der einzige, viele bekommen jetzt ein glitzern in den Augen und der Fachkräftemangel, ist sofort beendet, für 10 Euro plus, minus die Stunde.

Einfach nur wiederlich.

Hallo   Solche Berichte sind…

Hallo

 

Solche Berichte sind doch Ausdruck der Pressefreiheit.

 

Mindeslohn beträgt 9,82 Euro, also 11 Euro, ist doch eine super Entlohnung..

 

Unterkunft wird abgezogen, Werksbett ca. 200 Euro im 10 qm Loft (Dienstwohnung).

 

Für die Unterbringung mit Kindern bieten die Dienstwohnungen keinen Platz.

 

Frauen, natürlich, die Männer sind doch in der Ukraine.

 

Tönnies hält sich an die bestehenden Gesetze.

 

Wo wäre jetzt der Hebel anzusetzen?

Richtig, bei der Gesetzgebung, vereinfacht bei der Regierung.

Diese setzt den Volkswillen(?) um, billiges Fleisch?

 

 

 

 

@08:32 Uhr von harry_up

 

Nein, das ist von moralischer Seite aus meiner Sicht verwerflich und zeigt, dass diese Firma - verkörpert durch den Chef - nichts gelernt hat während der Coronazeit.

 

Unbelehrbare Hyäne, Herr Tönnies der Fleischking. Und diesem Missbrauch von Werkverträgen ist auch noch immer nicht die Mähne geschoren durch ein Gesetz.

Heuchelei

Tönnies nutzt die Möglichkeiten die das kapitalistische System und die spezielle Gesetzeslage in Deutschland bietet (zB Leiharbeit, die man als eine landestypische Form der Arbeitnehmerausbeutung ansehen kann, eine andere sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Subunternehmer). 
 

 

Daran ist nicht Tönnies schuld, sondern der deutsche Staat. 
 

 

Im vorliegenden Fall ist das besonders heuchlerisch, da seit Jahren bereits ein großer Teil der Arbeitskräfte in der Fleischindustrie aus der Ukraine kommen.

 

 

Auf Herrn Heils Ankündigung mit der Anerkennung von ukrainischen Abschlüssen gebe ich nichts. Die Erfahrung zeigt, wer die in der Wirtschaft benötigten Skills (Software Entwicklung) hat, der braucht nicht mal einen Abschluss, wer aber zB Lehrer, Jurist oder Arzt, Apotheker oder Ingenieur ist der darf in Deutschland entweder seine Ausbildung wiederholen oder muss halt zB Taxifahren ... 
 

 

Schon kurios

Die Syrer, Iraker und Afghanen durften unabhängig von ihrer Ausbildung zumeist nicht arbeiten. 
 

Die Ukrainerinnen dürfen, und müssen sich sogleich den Realitäten der kapitalistischen Ausbeutung stellen.. ob man den Geflüchteten mit der Arbeitserlaubnis einen großen Gefallen getan hat ?

Das ist nicht in ordnung

Man kann nicht einfach die Arbeiter und Löhne  die ALLE westlichen Firmen in der Ukraine genutzt haben in die EU transferieren.

v a. In Deutschland muss ausgiebig Steuergeld und Krankenkassenbeitrag der deutschen Bevölkerung für ausgiebige Leistungen von Ukrainern genutzt werden, inkl. Bargeldersatz, denn schließlich sind ja vorwiegend wohlhabende Ukrainer geflohen.  Die armen können dich das garnicht leisten

Hä? Kritik an Initiative? …

Hä? Kritik an Initiative? 

Es hieß doch, die Flüchtlinge bräuchten schnell Arbeit. Hier kriegen die eine. Auch schon wieder nicht recht.

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Wenn Wurst keine adäquate Arbeit ist, wo sähen denn die Krutiker die Flüchtlinge lieber? Alle in netten einfachen und überbezahlten bürojobs? Vielleicht in einer Bank? 

Der Krieg und die Krise gehören zum Kapitalismus

Mehrwert wird im Kapitalismus dadurch generiert, dass die eingesetzte Arbeitskraft mit weniger entlohnt wird als für die Kapitalisten (also die Besitzer*innen der Produktionsmittel) dabei rausspringt.

Je verzweifelter die Arbeitskräfte, desto besser. Je mehr (woanders) kaputt ist und neu aufgebaut werden kann, desto höher die Profite.

Irgendwer versucht immer,…

Irgendwer versucht immer, sich zu profilieren, und darunter Parteien, von denen man den Eindruck hat, sie wollten unser Gesellschaftssystem destabilisieren.

Da ist dringender Bedarf an Arbeitskräften, da sind Flüchtlinge, die das Nichts vor sich haben. Sie kriegen Arbeitsplatz und Unterkunft angeboten, dort, wo sie gerade angekommen sind, und der Kommentar ist: "Die Beschränkung seines Hilfsangebots auf Einzelpersonen, die sich verpflichten, in seinen Fleischfabriken zu arbeiten". Dieser Kommentar macht mich sprachlos, sollte Tönnies Vierjährige oder Greise anwerben?! 

Und was ist von der Hetze selbsternannter Hilfsorganisationen zu halten? Sind sie neidisch, daß nicht sie es sind, die den Menschen ihren Stolz wiedergeben können (tun sie nicht), indem diese gesucht werden und von Anfang an auf eigenen Beinen stehen können?

Unterschiede

Zitat von Möbius (09:09 Uhr) : "Die Ukrainerinnen dürfen, und müssen sich sogleich den Realitäten der kapitalistischen Ausbeutung stellen"

Vor allem aber wollen die Ukrainerinnen wirtschaftlich so schnell es geht auf eigenen Füßen stehen und niemandem zur Last fallen. Die Ausbildungen, die die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine mitbringen sind erheblich viel besser als die der Immigranten, die sonst hierher drängen.

Und vor allem wollen die Ukrainerinnen schnellstmöglich wieder nach hause und sich hier nicht auf ewig festsetzen sowie als Brückenkopf für nachziehende Großfamilien fungieren.

Den Umstand, daß man für sein Geld tatsächlich auch arbeiten muß, anstatt es bedingungslos hinterhergeworfen zu bekommen, als kapitalistische Ausbeutung zu verunglimpfen, übergeht die Tatsache, daß in anderen Wirtschaftssystemen die Ausbeutung in Summe und Durchschnitt deutlich schlimmer ist. Sie findet nur auf anderen Ebenen statt um die Ineffizienz der Wirtschaft zu kompensieren.

Frauen mit Kindern werden ausgebeutet

Tönies nutzt die meist jungen Frauen mit Kindern aus. Die Frauen sollen arbeiten und ihre Wohnung selbst finanzieren. 

 

Die Bundesregierung hat die gleiche Haltung. Die Frauen müssen ihren Lebensunte4halt selbst verdienen. 

 

 

@09:19 Uhr von mokky

@09:19 Uhr von mokky

>>Der Krieg und die Krise gehören zum Kapitalismus<<

Dann hätten wir ohne Kapitalismus keine Kriege mehr ?

>>Mehrwert wird im Kapitalismus dadurch generiert, dass die eingesetzte Arbeitskraft mit weniger entlohnt wird als für die Kapitalisten (also die Besitzer*innen der Produktionsmittel) dabei rausspringt. <<

Die Frage ist, was ist, wenn es nicht so wäre ? Woher soll dann das Geld für die Produktionsmittel und die vielen Steuereinnahmen kommen ? Übrigens kann jeder sein eigener Kapitalist werden. Dafür reicht schon ein Stand auf dem Flohmarkt. Ich selbst bin "eingesetzte Arbeitskraft" ,habe aber trotzdem noch eine eigene Firma.

 

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