Kommentare - Taliban in Afghanistan: Doch keine Schule für Mädchen

23. März 2022 - 11:33 Uhr

Die Taliban-Ankündigung währte nicht lange: Wenige Stunden nach der Öffnung von weiterführenden Schulen für Mädchen in Afghanistan haben die Taliban diesen Beschluss wieder rückgängig gemacht. Die UN-Gesandte Lyons äußerte sich besorgt.

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Kommentare

Ach ja, nee

Wieder ein Land bei dem man bei der geplanten Zerstoerung zusehen muss. 

 

Man muss sich allmaehlich Gedanken machen, ob man immer den .........einziehen sollte.

nicht überrascht

Die Taliban haben natürlich nie beabsichtigt, Frauen und Mädchen an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Das haben sie nur vorgeschoben, damit die "Welt" sich beruhigt und Gelder fließen. Wer geglaubt hat, die Taliban würden ihre Dogmen, die aus dem Mittelalter stammen, ändern, ist grenzenlos naiv.
Sie machen exakt das, was man erwarten durfte.

Schulbildung Problem für islamische Länder

Das mit der islamischen Kultur einhergehende Patriarchat zieht seine Macht aus der Tatsache, dass ein großer Teil der Ehen durch die Familien der Brautleute arrangiert werden. Nicht nur in Afghanistan, sondern auch in Ländern wie Ägypten oder Türkei. 
Gute Beziehungen zu den Clanältesten erhöhen  die Chancen für eine hübsche Braut. Am allerwichtigsten aber ist, dass sich die Muslima diesem System weitgehend widerspruchsfrei unterwerfen. Das ist umso leichter, je weniger Schulbildung die Frauen haben. 

Oje ...

dies tut einem in der Seele weh, zu sehen wie hier lernwillige und wissbegierige Mädchen degradiert werden. 

 

Aber was will man von einem Terroristenregime anderes erwarten. Keinen Cent Entwicklungshilfe für die Taliban, dies kommt doch nicht der Bevölkerung zugute und stärkt nur das Regime!

@11:40 Uhr von IBELIN

"Ach ja, nee

Wieder ein Land bei dem man bei der geplanten Zerstoerung zusehen muss. 

Man muss sich allmaehlich Gedanken machen, ob man immer den .........einziehen sollte."

.

Sie meinen wohl eher, ob man das Scheckbuch einziehen sollte, denn genau das hat man getan.

Afghanistan war von der Unterstützung und den von uns geschaffenen Strukturen abhängig - 75% auslandsfinanziert.

Nun hat man sich nahezu komplett aus der Verantwortung gestohlen und manche sind vielleicht sogar froh, das die Taliban nichts Besseres zustande bekommen.

Angesichts der Armut und Not, aus der heraus sogar manche ihre Kinder verkaufen ist das Schulproblem tatsächlich zweitrangig, wenn auch inakzeptabel.

Nicht einig

Meiner Meinung nach sind sich die Taliban untereinander nicht einig . 

Die Taliban erweisen sich als genau ...

... so glaubwürdig wie Putin.

Und so ... wird man sie zukünftig wohl auch behandeln. Wenn's sein muss, lernt die Welt sehr schnell ... 

@12:03 Uhr von Tarek94

Keinen Cent Entwicklungshilfe für die Taliban, dies kommt doch nicht der Bevölkerung zugute und stärkt nur das Regime!
"Tagesschau", 10.09.2021: "Katar pflegt enge Beziehungen zu den Taliban"
Die Entwicklungshilfe für die Taliban aus Katar wird aufgrund der Gaskäufe Herr Habecks möglicherweise jetzt erst recht sprudeln?

11:40 von IBERLIN

>>Ach ja, nee Wieder ein Land bei dem man bei der geplanten Zerstoerung zusehen muss. 

Man muss sich allmaehlich Gedanken machen, ob man immer den .........einziehen sollte.<<

+

Die Schulverweigerung für Mädchen ist ein Verbrechen.

+

Aber haben wir da nicht erst 20 Jahre lang ...? Hat offenbar nichts gebracht. Meinen Sie, 20 weitere Jahre das Gleiche würde die Taliban dann endlich so verständig machen wie wir es von ihnen erwarten? Oder wohin gehen Ihre allmählichen Gedanken?

 

Die Afghanen wollen das so…

Die Afghanen wollen das so. Sie haben in 20 Jahren nichts geändert. Und eine komplett ausgebildete Armee hat sich 3 bärtigen Jungs mit Bettlaken auf dem Kopf ergeben..

Widerstand sieht völlig anders aus.

.

Wir müssen dieses Land sich selbst und seiner Tradition überlassen.

Wir können da nichts ändern.

 

@12:03 Uhr von Tarek94

Keinen Cent Entwicklungshilfe für die Taliban, dies kommt doch nicht der Bevölkerung zugute und stärkt nur das Regime! "Tagesschau", 10.09.2021: "Katar pflegt enge Beziehungen zu den Taliban" Die Entwicklungshilfe für die Taliban aus Katar wird aufgrund der Gaskäufe Herr Habecks möglicherweise jetzt erst recht sprudeln?

 

Katar hatte schon vor dem Besuch des Herrn Habecks gute Beziehungen zu den Taliban und wenn wir so denken, dürften wir mit überhaupt niemandem mehr Handel treiben, weil immer irgendjemand mit irgendjemandem gute oder auch nur Handelsbeziehungen hegt. 

20 Jahre und 0

20 Jahre Krieg gegen Taliban, hunderttausende Zivile-Tote, tausende tote NATO-Soldaten und mehr als 1 Billion $ Kriegskosten ... dabei ist alles wie vorher.

Ich sehe die NATO hier als richtig gescheitert. Wäre ab 2001/02 Verhandlungen mit der Taliban nicht besser gewesen? Ich finde die NATO machte dieselben Fehler wie die Russen, alles immer militärisch zu klären..

@11:40 Uhr von IBELIN

Wieder ein Land bei dem man bei der geplanten Zerstoerung zusehen muss.    Man muss sich allmaehlich Gedanken machen, ob man immer den .........einziehen sollte.

 

Sie sehen in Afghanistan gerade das Ergebnis von jahrelangem Nichteinziehen des ... 

Länder lassen sich innenpolitisch nur innenpolitisch ändern. Mit Gewalt von außen kommt man nicht weit. 

Solche Berichte handeln ja…

Solche Berichte handeln ja immer nur von den Städten, wo eine Entwicklung stattgefunden hat. Aber dort leben nur ca. 25% der Afghanen. Der Rest lebt auf dem Land unter extrem ärmlichen Verhältnissen und weiterhin archaisch. Die Analphabetenquote in Afghanistan gehört immer noch zu den höchsten weltweit. Auch hier zeigt sich, dass der Westen total versagt hat. Wenn man nun einen Bericht darüber bringt, dass Mädchen der Besuch von Schulen in Kabul untersagt wird, dann sollte man doch auch erwähnen, dass der größte Teil der Bevölkerung wahrscheinlich noch nie eine Schule von innen gesehen hat. Afghanistan ist eben nicht nur Kabul, noch nicht mal annähernd.

13:11, Anita L.

>>

@12:03 Uhr von Tarek94

 

Keinen Cent Entwicklungshilfe für die Taliban, dies kommt doch nicht der Bevölkerung zugute und stärkt nur das Regime! "Tagesschau", 10.09.2021: "Katar pflegt enge Beziehungen zu den Taliban" Die Entwicklungshilfe für die Taliban aus Katar wird aufgrund der Gaskäufe Herr Habecks möglicherweise jetzt erst recht sprudeln?

 

Katar hatte schon vor dem Besuch des Herrn Habecks gute Beziehungen zu den Taliban und wenn wir so denken, dürften wir mit überhaupt niemandem mehr Handel treiben, weil immer irgendjemand mit irgendjemandem gute oder auch nur Handelsbeziehungen hegt.<<

 

 

Wieder einmal bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihnen hundertprozentig beizupflichten.

11:48 Uhr von zöpfchen ... Apfel & Birne

"Das mit der islamischen Kultur einhergehende Patriarchat zieht seine Macht aus der Tatsache, dass ein großer Teil der Ehen durch die Familien der Brautleute arrangiert werden."

Apfel mit Birnen vergleichen, mal wieder. Die Bildung in islamischen Länder ist teilweise besser als in mancher EU-Staat oder als in Südamerika. Afghanistan ist und war NIE ein Land oder Staat! Aber das verstehen die Menschen im Westen leider nicht. 

@11:55 Uhr von Olivia59

„…Afghanistan war von der Unterstützung und den von uns geschaffenen Strukturen abhängig - 75% auslandsfinanziert. Besseres zustande . (Heute) …manche ihre Kinder verkaufen ist das Schulproblem tatsächlich zweitrangig…

____
völlig richtig. Aber wir können ja nicht ad infinitum die Afghanen unterstützen, nur damit die nicht ihre Kinder verkaufen. 
 

 

Was für eine naive Frage, Frau Lyons!

 

Frau D. Lyons als Leiterin der Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan sollte die Antwort doch kennen:

 

Diese "erzgläubigen" Analphabeten- Gewehrträger haben schlicht Schiss, dass die Mädels am Ende ihrer Ausbildung das können, was die Masse dieser Bartgestalten nicht kann:

 

Lesen, Schreiben, Denken, Protestieren, Leiten, Führen, Regieren...

@11:40 Uhr von IBELIN

 

 

Wieder ein Land bei dem man bei der geplanten Zerstoerung zusehen muss.    Man muss sich allmaehlich Gedanken machen, ob man immer den .........einziehen sollte.

 

also in der Ukraine haben die Bürger nicht den .... eingezogen

in Afghanistan ging man mit wehenden ins Lager der Taliban

zumindest könnte sich der Eindruck aufdrängen

@13:24 Uhr von Googol

"Das mit der islamischen Kultur einhergehende Patriarchat zieht seine Macht aus der Tatsache, dass ein großer Teil der Ehen durch die Familien der Brautleute arrangiert werden."
« Apfel mit Birnen vergleichen, mal wieder. Die Bildung in islamischen Länder ist teilweise besser als in mancher EU-Staat oder als in Südamerika. »

_____

nix Äpfel nix Birnen. Arrangierte Ehen , dessen Dreh- und Angelpunkt ungebildete Frauen (in der Burka) sind. Das sollte man nicht verharmlosen. 
Aber wenn das mit der Bildung in Afghanistan so gut klappt, wie Sie meinen, dann können wir ja. Zur Tagesordnung übergehen. 

@11:42 Uhr von wibo

 

 

Die Taliban haben natürlich nie beabsichtigt, Frauen und Mädchen an der Gesellschaft teilhaben zu lassen.

 

ja,

die Taliban

könnte nicht die vage Möglichkeit bestehen,

dass >die Taliban< das Volk repräsentieren

 

 @ 12:17 Uhr von Bender Rodriguez

"Die Afghanen wollen das so. Sie haben in 20 Jahren nichts geändert. Und eine komplett ausgebildete Armee hat sich 3 bärtigen Jungs mit Bettlaken auf dem Kopf ergeben..

Widerstand sieht völlig anders aus.

.Wir müssen dieses Land sich selbst und seiner Tradition überlassen.

Wir können da nichts ändern."

 

Bittere Erkenntnis, aber so ist es halt. Wie Widerstand  aussehen kann erleben wir gerade in der Ukraine und in Afghanistan waren die Chancen gegen die Taliban zu gewinnen wesentlich größer.

Absolut blauäugig

war es mit diesen zurückgebliebenen Paschas überhaupt zu verhandeln, geschweige denn auch nur einen Cent auf deren „Zusagen“ zu geben. Wie naiv kann man eigentlich sein? Wer wirklich geglaubt hat, die Taliban wären auch nur ansatzweise zu Kompromissen oder irgendeiner Art gesellschaftlichen Veränderung bereit, dem ist nicht zu helfen.

 

Unfassbar. Extrem bitter in erster Linie für die Frauen und Mädchen in Afghanistan, aber auch für Andersdenkende und Minderheiten, die nicht auf Linie der Taliban sind. Die Menschenrechte in diesem Land sind nun wieder mal komplett ad acta gelegt und die Turban-und-Bart-Fraktion aus dem Mittelalter darf wieder Morden und tyrannisieren  wie sie will. 

 

Entweder man sagt ehrlich, dass die Lage in dem Land keinen (mehr) interessiert, oder man marschiert dort konsequenterweise (und mit zu erwartenden Verlusten) massiv ein um die Taliban komplett zu vernichten, inklusive ihrem Gedankengut in den Köpfen der jüngsten dort. 

12:16 Uhr von proehi

Die Schulverweigerung für Mädchen ist ein Verbrechen.

 

dass ne Frau fragen muß ob sie ein Bankkonto eröffnen darf

einer Tätigkeit nachgehen

ein Schwuler schwul sein darf, öffentlich dazu stehen

nur gut dass das bei uns seit jahrhunderten als Selbstverständlichkeit gilt

@13:11 Uhr von Anita L.

wenn wir so denken, dürften wir mit überhaupt niemandem mehr Handel treiben, weil immer irgendjemand mit irgendjemandem gute oder auch nur Handelsbeziehungen hegt. 
 

„Frauen haben in Katar wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Bürgerrechte. Sie können ohne einen Vormund – Vater, Bruder oder Ehemann – keinen Vertrag unterzeichnen und auch nicht verreisen. Zum Beispiel. Und das ist noch das Geringste. Sie haben sich „züchtig“ zu bekleiden, also zu verschleiern. Und auch das Haus nicht ohne männliche Begleitung zu verlassen, und sei es auch ein minderjähriger Sohn. Wenn sie krank sind, darf kein männlicher Arzt sie berühren, eher müssen sie sterben. Undsoweiterundsofort.

Gewalt gegen Frauen und Kinder ist in diesen Ländern ein selbstverständliches Herrenrecht.“ Alice Schwarzer, März22

Ich finde die Verletzung und der Entzug von Menschenrechten für die Hälfte der Bevölkerung sollte Grund genug sein, mit Katar und den UAE keinen Handel zu treiben. 

Haben  es  sich  also  die …

Haben  es  sich  also  die  Talibans  noch  mal  anders  überlegt.   Wer  hätte  das  gedacht  ?

P. S.

Und zu Habeck (Grün? Freiheit und Menschenrechte?) und seinem devoten Gekrieche vor den Scheichs, die in Wirklichkeit doch auch nur das weltliche und wirtschaftliche Gesicht von Scharia und Islamismus sind, sage ich jetzt ….
 

nein, lieber doch nichts. Gibt dann wahrscheinlich eh wieder mal nen roten Balken.

@13:35 Uhr von Giselbert

"Die Afghanen wollen das so. Sie haben in 20 Jahren nichts geändert. Und eine komplett ausgebildete Armee hat sich 3 bärtigen Jungs mit Bettlaken auf dem Kopf ergeben.. Widerstand sieht völlig anders aus. .Wir müssen dieses Land sich selbst und seiner Tradition überlassen. Wir können da nichts ändern."   Bittere Erkenntnis, aber so ist es halt.

Absichtlich nicht gegendert, vermute ich. Ob es die „Afghaninnen so wollen“ scheint Ihnen wohl genau so egal zu sein wie den Taliban? Sicher müssen innenpolitische Maßnahmen von innen kommen und nicht von außen aufgedrückt werden. Doch auch hier werden die Frauen einfach übergangen. Merkt hier niemand, dass sogar hier im Forum die männliche Perspektive dominiert? Allein schon die Wortwahl „den … einziehen“ ist Zeugnis davon. 

 

@13:25 Uhr von zöpfchen

"völlig richtig. Aber wir können ja nicht ad infinitum die Afghanen unterstützen, nur damit die nicht ihre Kinder verkaufen."

.

Die Dauer der Unterstützung ist verhandelbar. Der abrupte Rückzug aus der Verantwortung hingegen ist indiskutabel. Man hat 20 Jahre Krieg sowie Unterstützung finanziert und damit die besagten Abhängigkeiten geschaffen. Wie lange so ein Strukturwandel dauert und wozu die Taliban überhaupt in der Lage sind – schwer zu sagen.

Kulturelle Toleranz für @13:42 Uhr von AuroRa

„wenn wir so denken, dürften wir mit überhaupt niemandem mehr Handel treiben, weil immer irgendjemand mit irgendjemandem gute oder auch nur Handelsbeziehungen hegt.    „Frauen haben in Katar wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Bürgerrechte. Sie können ohne einen Vormund – Vater, Bruder oder Ehemann – keinen Vertrag unterzeichnen und auch nicht verreisen. . Gewalt gegen Frauen und Kinder ist in diesen Ländern ein selbstverständliches Herrenrecht.“ Alice Schwarzer, März22

« Ich finde die Verletzung und der Entzug von Menschenrechten für die Hälfte der Bevölkerung sollte Grund genug sein, mit Katar und den UAE keinen Handel zu treiben. »

_____
ich finde, dass wir differenzieren sollten. Ist die Einhaltung von Menschenrechten mit dem lokalen kulturellen  Wertekanon vereinbar? Und da würde ich für Katar und die meisten muslimischen Länder sagen: ganz klar nein. 

In diesen Fällen sollten wir flexibel sein, denn alles andere hiesse ja mangelnder Respekt vor der lokalen Kultur. 

@13:42 Uhr von AuroRa

„Frauen haben in Katar wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Bürgerrechte. Sie können ohne einen Vormund – Vater, Bruder oder Ehemann – keinen Vertrag unterzeichnen und auch nicht verreisen. Zum Beispiel. Und das ist noch das Geringste. Sie haben sich „züchtig“ zu bekleiden, also zu verschleiern.

 

ich erinnere mich an Zeiten da durfte das hierzulande ne Frau auch nicht so selbstverständlich Verträge schließen

und in meiner Jugendzeit, ne Frau die im Lokal ein Bier getrunken hat ...

und züchtig kleiden

ich erinnere mich an so Sprüche wenn ne Frau vergewaltigt wurde

nachts geht man auch nicht durch den Park oder zieht sich aufreizend an

also bitte, erst mal vor der eigenen Haustür fegen

bevor man hier den "Empörten" raushängt

13:42 von Sisyphos3

>>12:16 Uhr von proehi

Die Schulverweigerung für Mädchen ist ein Verbrechen.

dass ne Frau fragen muß ob sie ein Bankkonto eröffnen darf

einer Tätigkeit nachgehen

ein Schwuler schwul sein darf, öffentlich dazu stehen

nur gut dass das bei uns seit jahrhunderten als Selbstverständlichkeit gilt<<

+

Ich stimme Ihnen in sofern zu, dass sich gesellschaftliche Entwicklungen nicht überall gleichzeitig und identisch vollziehen. Unabhängig davon bleibt allerdings die Nichtgewährung von Menschenrechten ein Verbrechen. Oder sehen Sie das anders?

@13:44 Uhr von Vector-cal.45

Und zu Habeck (Grün? Freiheit und Menschenrechte?) und seinem devoten Gekrieche vor den Scheichs, die in Wirklichkeit doch auch nur das weltliche und wirtschaftliche Gesicht von Scharia und Islamismus sind, sage ich jetzt ….   nein, lieber doch nichts. Gibt dann wahrscheinlich eh wieder mal nen roten Balken.

 

Was genau hat das nun explizit mit den Grünen zu tun? Denken Sie ernsthaft, dass sich andere Politiker:innen der  derzeit im Bundestag vertretenen Parteien anders verhalten hätten?

@13:42 Uhr von Sisyphos3

Die Schulverweigerung für Mädchen ist ein Verbrechen.   dass ne Frau fragen muß ob sie ein Bankkonto eröffnen darf einer Tätigkeit nachgehen ein Schwuler schwul sein darf, öffentlich dazu stehen nur gut dass das bei uns seit jahrhunderten als Selbstverständlichkeit gilt

 

Ironie oder Ihr Ernst? Frauenwahlrecht 1918, Bankkonto/Arbeit 1970er, Schwulenrechte erst nach 1990er und selbst heute noch fraglich…. Diese sensiblen Werte sind noch frisch und drohen jederzeit wieder entzogen zu werden
 

 

@  13:50 Uhr von AuroRa

"Absichtlich nicht gegendert, vermute ich. Ob es die „Afghaninnen so wollen“ scheint Ihnen wohl genau so egal zu sein wie den Taliban?"

 

Nein, natürlich ist es nicht egal und ich wünsche diesen Frauen Freiheit und Gleichberechtigung. Aber was schlagen Sie vor?

 

Es genügt manchmal nicht, nur in die Opferrolle zu schlüpfen. Auch den Frauen steht es frei zur Waffe zu greifen und sich gegen die Unterdrücker die Taliban zu wehren.

 

@13:53 Uhr von zöpfchen

 

 

In diesen Fällen sollten wir flexibel sein, denn alles andere hiesse ja mangelnder Respekt vor der lokalen Kultur.

 

auch steckt man da  in einem gewissen Dilemma  

wenn so ein Saudi hier herkommt mit 5 Frauen 2 davon 14

soll man den einsperren

auf die Gefahr hin dass die im Gegenzug ein Schwulenpärchen steinigen

welches in Riad oder Dubai Urlaub macht

 

@13:55 Uhr von Sisyphos3

„Frauen haben in Katar wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Bürgerrechte. Sie können ohne einen Vormund – Vater, Bruder oder Ehemann – keinen Vertrag unterzeichnen und auch nicht verreisen. Zum Beispiel. Und das ist noch das Geringste. Sie haben sich „züchtig“ zu bekleiden, also zu verschleiern.   ich erinnere mich an Zeiten da durfte das hierzulande ne Frau auch nicht so selbstverständlich Verträge schließen und in meiner Jugendzeit, ne Frau die im Lokal ein Bier getrunken hat ... und züchtig kleiden ich erinnere mich an so Sprüche wenn ne Frau vergewaltigt wurde nachts geht man auch nicht durch den Park oder zieht sich aufreizend an also bitte, erst mal vor der eigenen Haustür fegen bevor man hier den "Empörten" raushängt

Den „Empörten“ kann ich gar nicht heraushängen lassen, da weiblich - sorry! Weil die feministischen Wellen erst vor Kurzem zu einer Verbesserung hierzulande beigetragen (indem erkämpft) wurden, darf die Lage der Frauen dort also nicht kritisiert werden? Können Sie sich denn auch noch an die Zeit in DE erinnern, als Mädchen und Frauen verkauft werden durften? Etwa nicht? 

@13:53 Uhr von zöpfchen

In diesen Fällen sollten wir flexibel sein, denn alles andere hiesse ja mangelnder Respekt vor der lokalen Kultur. 
 

- Ihre Flexibilität erinnert mich an die flexible Sprachwahl Putins. „Krieg“ wird genauso wenig legitimiert wenn man ihn „Spezialoperation“ nennt, wie Menschenrechte geschützt werden, wenn der Entzug von Menschenrechten als „Kultur“ bezeichnet wird. 

keine Taliban Mädchenschule schade

Es tut mir wirklich leid aber jetzt mußte ich lachen. Obwohl das furchtbar ist. Die Taliban möchten keine Mädchenschule und auch der Putin ist gar kein Lieber. Solange wir (Deutschen, Europäer, Demokratien der Welt) dermaßen blauäugig sind, werden uns die Feinde der Demokratie auslachen und mit uns machen, was sie wollen.

@14:03 Uhr von AuroRa

 

 

Ironie oder Ihr Ernst? Frauenwahlrecht 1918, Bankkonto/Arbeit 1970er, Schwulenrechte erst nach 1990er und selbst heute noch fraglich

 

was meinen sie wohl wie ich das gemeint haben könnte !

in einem Land wo die Menschen sich so überheblich über "zurückgebliebene" Kulturen auslassen

wenn bei ihnen selbst die Druckerschwärze noch nass ist

   

@14:04 Uhr von Giselbert

"Absichtlich nicht gegendert, vermute ich. Ob es die „Afghaninnen so wollen“ scheint Ihnen wohl genau so egal zu sein wie den Taliban?"   Nein, natürlich ist es nicht egal und ich wünsche diesen Frauen Freiheit und Gleichberechtigung. Aber was schlagen Sie vor?   Es genügt manchmal nicht, nur in die Opferrolle zu schlüpfen. Auch den Frauen steht es frei zur Waffe zu greifen und sich gegen die Unterdrücker die Taliban zu wehren.  
 

- Was ich vorschlage, habe es ich doch bereits erwähnt: Nicht noch zusätzlich Geld geben, das nicht an Bedingungen geknüpft ist / dort keine Rohstoffe einkaufen, keine Wirtschaftsbeziehungen führen. Das wäre schonmal ein Anfang. 

@14:04 Uhr von Giselbert

 Es genügt manchmal nicht, nur in die Opferrolle zu schlüpfen. Auch den Frauen steht es frei zur Waffe zu greifen und sich gegen die Unterdrücker die Taliban zu wehren.  
 

Frauen, die von Kleinauf den Männern unterstellt sind, im schlimmsten Fall geschlagen und vergewaltigt werden, schlüpfen in keine Opferrolle, sondern sie sind lupenreine Opfer. Ihre Polemik lässt tief blicken. 

@13:57 Uhr von proehi

 

Unabhängig davon bleibt allerdings die Nichtgewährung von Menschenrechten ein Verbrechen. Oder sehen Sie das anders?

 

für mich in meinem Land/Kulturkreis ist das ein Verbrechen

nur was soll ich tun wenn in einem anderen Land das anders gesehen wird

denen meine Meinung einbläuen ?

wie zu Zeiten der Kolonisation wo wir den "unzivilisierten" Völkern unsere Sicht der Dinge nahe brachten

und jetzt kommen sie mir nicht damit das wäre was anderes gewesen

auch da war man hierzulande von der Richtigkeit seiner Ideologie überzeugt

Irgendwann werden wir lernen

uns aus den Angelegenheiten anderer Länder rauszuhalten ,hinterher ist es immer schlimmer wie vorher.Einmischung vom Westen führt nur zu Krieg und Zerstörung und anschliessender Stärkung der Extremisten.Den Menschen ist ihr Gott wichtiger als in Freiheit zu leben und das sollte respektiert werden.

Rpckständigkeit

Es ist schon erschreckend, wie Rückständig die Menschheit in manchen Teilen der Erde ist.

Es scheint wie eine Zeitreise zu sein, die aus unserer Sicht nur eine Richtung kennt: Vergangenheit.

 

@11:40 Uhr von IBELIN

"Wieder ein Land bei dem man bei der geplanten Zerstoerung zusehen muss.    Man muss sich allmaehlich Gedanken machen, ob man immer den .........einziehen sollte."

.

.

 

Man sollte sich auch allmaelich Gedanken machen, ob man wirklich seine Finger immer in Angelegenheiten stecken muss, die einen nichts angehen.

12.16 von prohehi

"Aber haben wir da nicht erst 20 Jahre lang ...? Hat offenbar nichts gebracht. Meinen Sie, 20 weitere Jahre das Gleiche würde die Taliban dann endlich so verständig machen wie wir es von ihnen erwarten? Oder wohin gehen Ihre allmählichen Gedanken?"

 

Staerke ist nicht militaerische Staerke. Stark ist man, wenn man unabhaengig ist. Die Globalisierung hat uns dazu gebracht, Kompromisse schliessen zu muessen, die ungesund sind. Abhaengigkeit ist Schwaeche. 

@14:08 Uhr von AuroRa

 

 

Weil die feministischen Wellen erst vor Kurzem zu einer Verbesserung hierzulande beigetragen (indem erkämpft) wurden, darf die Lage der Frauen dort also nicht kritisiert werden? Können Sie sich denn auch noch an die Zeit in DE erinnern, als Mädchen und Frauen verkauft werden durften? Etwa nicht?

 

Revolution ist eben nichts für Warmduscher

wenn Menschen mit ihrer Lebenssituation unzufrieden sind sollten sie sich um eine Änderung bemühen

hier ... in Arabien ... überall

und kritisieren !

nicht jede Kultur liebt das deutliche Wort wie bei uns üblich,

selbst unsere europäischen Nachbarn halten uns deshalb für grob und wenig sensibel

ach ja zum Thema Frauen verkaufen

ja daran kann ich mich erinnern wo sich Frauen verkaufen, heute noch

(in Schweden zum Beispiel strafbar/hierzulande steuer/sozialversicherungspflichtig)

 

@13:11 Uhr von Anita L.

 Katar hatte schon vor dem Besuch des Herrn Habecks gute Beziehungen zu den Taliban und wenn wir so denken, dürften wir mit überhaupt niemandem mehr Handel treiben, weil immer irgendjemand mit irgendjemandem gute oder auch nur Handelsbeziehungen hegt. 

Folgt man dieser Argumentation, dann kann man das Gas auch gleich billiger aus Russland kaufen?

@14:20 Uhr von AuroRa

trotzdem sollte man wenn man unzufrieden ist seine Änderungswünsche artikulieren sich wehren

oder ist es besser zu warten bis einer an der Haustür klingelt <gibts Wünsche<

abgesehen davon - sie werden es kaum glauben - könnte es ja Vorstellungen geben

die sich gar nicht bewußt sind dass Änderungsbedarf besteht

 

  

Menschen- und Kulturrechte ? @14:13 Uhr von AuroRa

"In diesen Fällen sollten wir flexibel sein, denn alles andere hiesse ja mangelnder Respekt vor der lokalen Kultur."

"Ihre Flexibilität erinnert mich an die flexible Sprachwahl Putins. „Krieg“ wird genauso wenig legitimiert wenn man ihn „Spezialoperation“ nennt, wie Menschenrechte geschützt werden, wenn der Entzug von Menschenrechten als „Kultur“ bezeichnet wird."

________

Ich will nicht verhehlen, dass mich der Entzug von Menschenrechten in muslimischen Kulturen traurig macht. Aber ich denke wir müssen anerkennen, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Islam nicht vorgesehen ist.
Kulturelle Flexibilität heisst damit, dass man anerkennt, dass die Gültigkeit der Menschenrechte für Muslime nicht einfach dekreditiert werden darf, egal wo sie leben. Das wäre einfach kulturelle Arroganz.

 

@14:16 Uhr von Sisyphos3

    Ironie oder Ihr Ernst? Frauenwahlrecht 1918, Bankkonto/Arbeit 1970er, Schwulenrechte erst nach 1990er und selbst heute noch fraglich   was meinen sie wohl wie ich das gemeint haben könnte ! in einem Land wo die Menschen sich so überheblich über "zurückgebliebene" Kulturen auslassen wenn bei ihnen selbst die Druckerschwärze noch nass ist    
 

Verletzungen der Menschenrechte bleiben Verletzungen der Menschenrechte - völlig egal, wie lange die Definition der Menschenrechte und deren „Einführung“ zurückliegt. Weil wir in DE in den 90ern noch eingeschränkte Frauenrechte hatten, legitimiert nicht die heutigen Zahlungen von Milliarden in Länder, deren Menschenrechtsverständnis „anders“ ist als bei uns. Kein Handel mit diesen Ländern zu treiben ist ein sinnvoller Anfang. 

@14:23 Uhr von Bauer Tom

"Wieder ein Land bei dem man bei der geplanten Zerstoerung zusehen muss.    Man muss sich allmaehlich Gedanken machen, ob man immer den .........einziehen sollte." . .   Man sollte sich auch allmaelich Gedanken machen, ob man wirklich seine Finger immer in Angelegenheiten stecken muss, die einen nichts angehen.

Die größten Befürworter von Interventionen in fernsten Ländern verweigern interessanterweise den Militärdienst und bleiben lieber im komfortablen Deutschland...

@14:30 Uhr von Sisyphos3

ach ja zum Thema Frauen verkaufen ja daran kann ich mich erinnern wo sich Frauen verkaufen, heute noch (in Schweden zum Beispiel strafbar/hierzulande steuer/sozialversicherungspflichtig)  
 

Ein Grund mehr das nordische Modell auch in DE einzuführen. Übrigens ist Menschenhandel auch in DE illegal.

Und auch dieses von Ihnen liebevoll ausgesuchte Beispiel rechtfertigt nicht den Handel mit Ländern, die es mit den Menschenrechten „anders“ halten als wir.

Auch in diesem Land scheint…

Auch in diesem Land scheint die geistige Verkommenheit kein Fremdwort zu sein. Die Taliban scheinen noch im Steinzeitalter zu leben!

Manche "Kulturen" wollen einfach keine Veränderung

Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, stockkonservative oder extremreligiöse Kulturen zu Veränderungen zu bewegen.

Es ist ja schon in unserer demokratischen und offenen Kultur schwierig genug, ständig Überzeugungsarbeit zu leisten.

@14:38 Uhr von zöpfchen

"In diesen Fällen sollten wir flexibel sein, denn alles andere hiesse ja mangelnder Respekt vor der lokalen Kultur." "Ihre Flexibilität erinnert mich an die flexible Sprachwahl Putins. „Krieg“ wird genauso wenig legitimiert wenn man ihn „Spezialoperation“ nennt, wie Menschenrechte geschützt werden, wenn der Entzug von Menschenrechten als „Kultur“ bezeichnet wird." ________ Ich will nicht verhehlen, dass mich der Entzug von Menschenrechten in muslimischen Kulturen traurig macht. Aber ich denke wir müssen anerkennen, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Islam nicht vorgesehen ist. Kulturelle Flexibilität heisst damit, dass man anerkennt, dass die Gültigkeit der Menschenrechte für Muslime nicht einfach dekreditiert werden darf, egal wo sie leben. Das wäre einfach kulturelle Arroganz.  
 

 

Ich erkenne sehr wohl an, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Islam derzeit als nicht existent eingestuft wird. Nichtsdestotrotz hat die willkürliche Gewaltanwendung, Missbraucht und Mord an Frauen absolut gar nichts mit der kulturellen Unterordnung der Frau zu tun, sondern ist ein Bruch der Menschenrechte. 

 

Selbst wenn dem NICHT so wäre, müssen wir dieses System nicht mitfinanzieren. 

 

@13:50 Uhr von AuroRa

Aurora, das kam von mir. Und es ist ganz bestimmt nicht gerendert. Den  da bin ich noch strikter, als die Taliban: es ist Unsinn.   Und Ich beteilige nich nicht an Unsinn.

Vor allem  inkludiert Afghanen  wie schon immer, auch weibliche Afghanen . Und ja, auch diese wehren sich nicht besonders gegen diese Bevormundung.  

.

Sie hätten 20 Jahre ihren Söhnen was anderes beibringen können. 

 

@13:34 Uhr von zöpfchen >Äpfel und Birnen vergleich

"Das mit der islamischen Kultur einhergehende Patriarchat zieht seine Macht ...  Aber wenn das mit der Bildung in Afghanistan so gut klappt, wie Sie meinen, dann können wir ja. Zur Tagesordnung übergehen."

>>Apfel mit Birnen! Wenn Sie Afghanistan (ein Land seit 40 Jahren im Krieg) als Maßstab für die Bildung von 55 muslimische Staaten setzen, das zeichnet von mangelnder Kenntnisse. 

Ich bin mir sicher, dass die Bildungsstandards in Katar, Iran oder Oman um ein vielfaches höher sind als einige EU-Staaten.

@ zoepfchen. 14:38

"Ich will nicht verhehlen, dass mich der Entzug von Menschenrechten in muslimischen Kulturen traurig macht. Aber ich denke wir müssen anerkennen, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Islam nicht vorgesehen Ist" Zitat Ende.

.

Was macht Sie glauben, dass dem so ist? Wenn Sie sich die Ursprungslehren der wichtigsten Religionen ansehen und die Bücher hierzu lesen, dann werden Sie feststellen, dass diese im Laufe der Jahrhunderte durch führende Religionspatriarchen bewusst verfälscht wurden. Egal ob Christentum (siehe Konzilium 325 n. Chr) oder in der islamischen Lehre oder auch im Judentum. Dies letztlich, um den "einfachen Gläubigen" zur Demut zu zwingen. Teufel, die Verurteilung Andersdenkender als Kriegsgrund und Mittel zum Zweck der Eroberung "ungläubiger Völker". In der unverfälschten islamischen Lehre ist die Frau keineswegs rechtlos. Übrigens, wussten Sie, das Jesus im Islam als Prophet gilt? Allerdings nur an 27.Stelle..aber immerhin

@15:28 Uhr von Bender Rodriguez

Aurora, das kam von mir. Und es ist ganz bestimmt nicht gerendert. Den  da bin ich noch strikter, als die Taliban: es ist Unsinn.   Und Ich beteilige nich nicht an Unsinn. Vor allem  inkludiert Afghanen  wie schon immer, auch weibliche Afghanen . Und ja, auch diese wehren sich nicht besonders gegen diese Bevormundung.   . Sie hätten 20 Jahre ihren Söhnen was anderes beibringen können.   
 

 

Gendern mag für Sie Unsinn sein: Wenn Sie „Afghanen“ schreiben, verstehe ich konsequenterweise jedoch nur die männlichen Exemplare. Alles andere ist Unsinn.

Wenn Frauen in radikal islamistischen Ländern versuchen, ihren Söhnen, wie Sie schreiben „was anderes beizubringen“, haben sie möglicherweise keine 20 Jahre dafür, sondern werden bei Entdeckung ermordet, verschleppt, „sind plötzlich verschwunden“… 

@15:21 Uhr von Parsec

Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, stockkonservative oder extremreligiöse Kulturen zu Veränderungen zu bewegen. Es ist ja schon in unserer demokratischen und offenen Kultur schwierig genug, ständig Überzeugungsarbeit zu leisten.

Aber solche stockkonservative oder extrem religöse Kulturen wollen allen anderen klar machen, daß nur ihre Lebensweise die richtige wäre! Wobei sie ihre Religion immer wieder in ihrem Wahnsinn von Fanatismus und Extremismus mißbrauchen um ihre eigene Bevölkerung zu unterjochen und zu drangsallieren. Wo liegt denn da der Sinn darin? Die Welt und deren Menschen bleibt nun mal nirgendswo stehen und ist ständig von Änderungen betroffen. Man muß seinen Glauben nicht aufgeben, sofern er richtig ausgelegt wird, und kann trotzdem mit allen gut auskommen und sich weiter entwickeln!

14:21 Uhr von Sisyphos3

>>...und jetzt kommen sie mir nicht damit das wäre was anderes gewesen

auch da war man hierzulande von der Richtigkeit seiner Ideologie überzeugt<<

+

Keine Bange, ich komme Ihnen nicht. Ich denke, unsere Möglichkeiten beschränken sich darauf, den Taliban etwas von dem zu bieten was sie brauchen und dafür zu fordern was wir wollen. Sehr begrenzt und kompliziert und jedenfalls ohne Gewalt.

@15:36 Uhr von Opa Klaus

Die Religionen wurden schon immer von verschiedenen Menschen oder Gruppen für Ihre niederen Beweggründe missbraucht. 

Schickt doch...

... noch n bisschen Knete, vielleicht gehts dann wieder fürn paar Tage.

@13:42 Uhr von AuroRa

Ich finde die Verletzung und der Entzug von Menschenrechten für die Hälfte der Bevölkerung sollte Grund genug sein, mit Katar und den UAE keinen Handel zu treiben. 

 

Da gebe ich Ihnen unumwunden Recht, Aurora, jedoch ist die Situation auf der außenpolitischen Seite nicht so einfach. Im aktuellen Fall fehlen zum Beispiel die Alternativen. Russland, das Krieg führt, ist ein noch größeres NO-GO, und andere Länder, die die wegfallenden Energierohstoffe in der benötigten Menge liefern können, gibt es offenbar nicht. 

Außerdem gebe ich Sisyphos3 Recht, und das passiert nicht oft: So lange kann auch Deutschland noch nicht auf stabile Menschenrechte schauen. Jedoch hat sich die deutsche Gesellschaft nicht aufgrund von Wirtschafts- und anderen Sanktionen gewandelt (der Prozessist noch lange nicht abgeschlossen), sondern der Anreiz kam aus der Gesellschaft selbst. 

@14:34 Uhr von Tarek94

 Katar hatte schon vor dem Besuch des Herrn Habecks gute Beziehungen zu den Taliban und wenn wir so denken, dürften wir mit überhaupt niemandem mehr Handel treiben, weil immer irgendjemand mit irgendjemandem gute oder auch nur Handelsbeziehungen hegt. 

 

Folgt man dieser Argumentation, dann kann man das Gas auch gleich billiger aus Russland kaufen?

 

Nein, Tarek, denn zusätzlich zu dem mehr als fragwürdigen innenpolitischen Gebaren hat Russland außerdem und völlig ohne Not einen Krieg gegen einen anderen Staat begonnen. Wir können bestimmt nicht verhindern, dass andere Länder, wie zum Beispiel China, die VAE oder auch Katar, weiter Handel mit Russland Areiben (siehe oben), aber deswegen müssen wir das nicht auch tun. 

5:21 Uhr von Parsec

"Manche "Kulturen" wollen einfach keine Veränderung. Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, stockkonservative oder extremreligiöse Kulturen zu Veränderungen zu bewegen. (...)."

.

Ich kann das talibanische unmoeglich als Kullur bezeichnen. Taliban ist nicht Islam. Eine Kultur, die wirklich eine ist, will durchaus Veraenderung, sonst waere es keine. Der Islam war schon vor den Kreuzzuegen eine hochentwickelte tolerante Kultur, genaueres dazu wurde immer wieder hier im Forum erwaehnt. Kulturen entwickeln sich nicht nur vorran sondern auch wieder zurueck, das waere dann ein Vergessen, kann oft an Einfluss auesserer Maechte bis hin zu Eroberungen liegen. Wenn man die Afghanen mit dem Talibanismus alleine laesst, dann guckt man zu, wie ihre Kultur, inklusive Glaube, in die Steinzeit degeneriert. Kann man machen. Nur kann man nicht einfach behaupten, das die das auch so wollen, auch wenn es das Zugucken dann erleichtert, weil ist ja "Lauf der Natur".

re 15:28 Bender Rodriguez: Stellschrauben

>>Sie hätten 20 Jahre ihren Söhnen was anderes beibringen können. <<

Interessanter Gedanke - und überhaupt eine sehr interessante Diskussion. Wenn ich das hierzu mal ein bisschen „lehrerhaft“ ausdrücken darf: Diesmal haben tatsächlich alle Kommentare in gewisser Weise Recht. 

Natürlich kann man eine Entwicklung nicht „erzwingen“. Aber ebenso natürlich geht uns auch die Entwicklung in „anderen Ländern“ - manche betrachten diese wohl als „Kulturen“ - etwas an.

Der - „unser“ - militärische Einsatz zur Schaffung einer „entwickelten“ Gesellschaft kam ja nur durch die Umstände des damals - komplett unstrittig - völlig irrationalen Amerikanischen Krieges zustande. Und war der Versuch, hieraus noch etwas „Vernünftiges“ zu schaffen. Das ging - wieder unstrittig - „schief“. Und man könnte dies auch schärfer ausdrücken...

Jetzt aber gilt es, Entwicklung zu „ermöglichen“. Und da haben wir zwar keine Wundermittel an der Hand, aber ganz viele kleine Stellschrauben zur Verfügung. Vielleicht sollten wir uns an denen wieder üben.

 

 

@13:29 Uhr von harry_up

  Frau D. Lyons als Leiterin der Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan sollte die Antwort doch kennen:   Diese "erzgläubigen" Analphabeten- Gewehrträger haben schlicht Schiss, dass die Mädels am Ende ihrer Ausbildung das können, was die Masse dieser Bartgestalten nicht kann:   Lesen, Schreiben, Denken, Protestieren, Leiten, Führen, Regieren...

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Genau so ist es.Die Angst der Männer die keine Schulbildung haben ist riesengroß wenn die Frauen schlauer sind als sie.

15:53 Uhr von Anita L.

"So lange kann auch Deutschland noch nicht auf stabile Menschenrechte schauen."

.

Zeitraeume koennen glaube ich nicht einfach so verglichen werden um Urteile zu faellen. Aber wenn doch, dann kann Schnelligkeit sogar ein Qualitaetsmerkmal sein. Bedenken Sie, EIN einzelner Mensch kann in 20 Jahren revolutionaeres, fortschrittliches erdenken. Nun muss die Umgebung nur noch nachziehen, und da ist wieder ganz anderes im Spiel, was vielleicht nichts mit Zeit zu tun hat.

Genau das

ist f. mich ein Grund, jegl. Finanzhilfe f. Afghanistan kritisch zu betrachten bzw. zu verweigern: Wer es sich leisten kann und will, 50% der Bevolkerung [alle Frauen u. Mädchen] vom Wirtschaftsleben und Bildung auszuschliessen, hat sicherlich genug Geld ! Im Übrigen sehe ich auch in Berichten aus dem Land keine Finanzprobleme, im Gegenteil: Für Waffen, Munition, Technicals (militär. mod. Fahrzeuge) und deren Sprit ist ja offenbar bei Weitem genug Geld vorhanden . . .

MfG. B.W.

@15:53 Uhr von Anita L.

 jedoch ist die Situation auf der außenpolitischen Seite nicht so einfach. Im aktuellen Fall fehlen zum Beispiel die Alternativen. Russland, das Krieg führt, ist ein noch größeres NO-GO, und andere Länder, die die wegfallenden Energierohstoffe in der benötigten Menge liefern können, gibt es offenbar nicht.  Außerdem gebe ich Sisyphos3 Recht, und das passiert nicht oft: So lange kann auch Deutschland noch nicht auf stabile Menschenrechte schauen. Jedoch hat sich die deutsche Gesellschaft nicht aufgrund von Wirtschafts- und anderen Sanktionen gewandelt (der Prozessist noch lange nicht abgeschlossen), sondern der Anreiz kam aus der Gesellschaft selbst. 

Die Frage ist doch eher: Warum machen wir aus einem innenpolitischen Thema (Abhängigkeit von Öl, Gas, Kohle) ein außenpolitisches? Weil uns unsere Wirtschaft wichtiger ist als Menschenrechtsverletzungen. 
 

Die Verletzung von Menschenrechten ist für mich No-Go-genug, um diesen Ländern kein Geld zu geben. Die Argumentation, dass es in Ordnung wäre, Systeme wie diese zu unterstützen, da „sie es nicht anders wollen“ / „Kultur“ / „Anreiz muss aus der Gesellschaft selbst kommen“, empfinde ich als billigen Versuch, sich aus dem schlechten Gewissen um das Wissen zu befreien, dass dieses Geld u.a. genutzt wird, um Menschen zu foltern, zu missbrauchen, zu töten. Wenn diese Systeme dies für nötig erachten, sollen sie das ohne unser Geld machen. 
 

 

@15:36 Uhr von AuroRa   Wenn…

@15:36 Uhr von AuroRa

 

Wenn du dir unter "Afghanen " keine Frauen vorstellen kannst, ist das dein  Ding. Ich werde trotzdem niemals gendern. Zumal das den Afghanen überhaupt nichts bringt. Und zum Thema nichts beiträgt.

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Btt, 20 Jahre haben in der gesamten Bevölkerung kein bisschen umdenken bewirkt. Demnach ist es nutzlos, da weiter zu machen. Überlassen wir sie  ihrer Folklore. Mehr kann man nicht machen. 

 

 

 

@16:09 Uhr von das ding

"So lange kann auch Deutschland noch nicht auf stabile Menschenrechte schauen." . Zeitraeume koennen glaube ich nicht einfach so verglichen werden um Urteile zu faellen. Aber wenn doch, dann kann Schnelligkeit sogar ein Qualitaetsmerkmal sein. Bedenken Sie, EIN einzelner Mensch kann in 20 Jahren revolutionaeres, fortschrittliches erdenken. Nun muss die Umgebung nur noch nachziehen, und da ist wieder ganz anderes im Spiel, was vielleicht nichts mit Zeit zu tun hat.

 

Tja, und da sagen Sie also, dass die Umgebung "nur noch nachziehen muss". Das zu entscheiden oder gar zu erzwingen, steht uns aber nicht zu, wenn Sie mich fragen. Und es geht ja auch immer wieder schief, wenn das eine Land dem anderen vorschreiben will, wie es zu leben hat. Übrigens konnte EIN einzelner Mensch schon seit Menschengedenken Revolutionäres und Fortschrittliches erdenken, aber gerade beim Nachziehen durch die Umgebung haperte es schon immer. 

Davon unberührt bleibt die Tatsache, dass Deutschland in seinen außenpolitischen und Außenhandelsbeziehungen nicht allein ethisch-moralische Prinzipien zu Grunde legen kann, auch wenn wir das lieber nicht wahrhaben wollen. Wie sagte Brecht? Erst kommt das Fressen, dann die Moral. In unserem Fall sind das Fressen fossile Energieträger, die wir nicht haben, auf die wir so schnell aber nicht verzichten können und die wir von unserem bisherigen Partner nicht mehr beziehen wollen, weil er eine Grenze überschritten hat, die einfach zu weit von dem schmalen Grat der Abwägung zwischen Bedürfnis und Moral entfernt ist. 

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