Kommentare - Pflegekräfte sollen ab September mehr Geld erhalten

08. Februar 2022 - 16:17 Uhr

Die Mindestlöhne für Pflegekräfte sollen ab 1. September in mehreren Schritten deutlich steigen. Bundesgesundheitsminister Lauterbach bezeichnete die Vereinbarungen als "Mindeststandards" und einen "ersten wichtigen Schritt".

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Kommentare

Als Dankeschön

Gibts mehr Geld und gratis die Impfpflicht als Zugabe.

Das wird teuer. Glaubt ja…

Das wird teuer. Glaubt ja wohl niemand, dass das die Arbeitgeber bezahlen. Die brau hen ihre 400% reibach. Und der Abstand zur Fachkraft muss ja auch gewahrt werden. Wenn diese 25% mehr bekommt, steigt eben alles an.
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Oder.....
Wir versuchen die ganzen Abkassierer aus den Systemen zu bekommen.
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Man braucht keine 3000 Pflegeduenste mit 3000 Chefs, 30000 Sekretären und 300000 Schreibkräften.

Mehr Geld für Pflegekräfte

Lese ich, dass manche Einrichtung sich nicht mal einem Tarifvertrag angeschlossen hat, beantwortet das viele Fragen nach ordentlicher Bezahlung. Klar, außertariflich kann auch mehr Lohn sein als Tarif vorsieht. Aber das ist die Ausnahme. Viele Arbeitgeber rechnen Knopf auf Spitz und haben noch Investoren und Anleger im Hinterzimmer sitzen, die Rendite sehen wollen. Und manche Betreiber sehen die Hilfskräfte der Pflege als Brosamenempfänger, die für richtig viele Stunden und Knochenarbeit im Akkord bitter wenig bekommen. Mindestlohn scheint da eine Lösung. Kehrseite der Medaille: Tariflöhne steigen weiter, wer nicht im Vertrag ist, hat immer noch nichts davon. Und wer nun etwas mehr bekommt als zuvor (immer noch recht wenig), wird dadurch nicht weniger Zeit und Kraft aufwenden. Und über allem schwebt die dicke Frage: und wer soll das auf Dauer alles bezahlen? Die Bewohner? Die Steuerzahler? Pflege ist Zuschussgeschäft. Aber kein will´s wissen. Wer´s am Ende zahlt? Gute Frage.

Die Gehaltserhöhung kommt zu…

Die Gehaltserhöhung kommt zu späht und st zu gering.

Corona hat gezeigt wie Systemrelevant Pflegekräfte sind.

Die exzessiven Exportüberschüsse destabilisieren die Weltwirtschaft und erzeugen weltweit strukturelle Verschuldung. Kräftige Lohnerhöhungen sind vor diesem Hintergrund alternativlos. Deutschland muss endlich selbst einen wachsenden Anteil zu der globalen Nachfrage beitragen.

Soziale und ökonomische Rahmenbedingungen machen eine deutlich höhere Gehaltserhöhung notwendig.

Gutes Signal an die Pflegekräfte

Aber gilt das für alle oder nur für die Geimpften? Das Aussetzen der Impfpflicht ist ein absolut fatales Signal - da könnte man ja gleich die Führerschein- und Alkokol-Kontrollen so mal eben aussetzen? Oder das Bezahlen der Märchensteuer? Der Staat macht Gesetze, nur um sie gleich SELBST zu brechen? Gerade in diesen Berufen müsste doch klar sein, wie hilfreich Impfungen sind ud wie furchbar die Folgen OHNE, eben auf ITS sind. Wenn natürlich diese Auszahlungen an die Impfung gekoppelt würde, dann wäre die Pflicht gleich durchgesetzt und der Nachweis automatisch geregelt. Am Geldbeutel sind die Leute am besten steuerbar. "Was, du verzichtest freiwillig auf mehr Lohn? Wie blöd ist das denn?" Denn alles Geschwalle von niedrigschwelligen Angeboten und "man müsse die Gegener erreichen" ist unnütz, denn wer nicht will, der macht nicht. Also MUSS er - oder er hat richtige Nachteile: eben weniger Geld. So einfach könnte das sein!

Das ist der erste kleine Schritt.

Der zweite ist absenken des Renteneintrittsalters.
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In allen Berufe, in denen Fachkräftemangel herrscht kann man aufgrund der gesundheitlichen Belastungen nicht bis zu Rente durcharbeiten.
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Das bedeutet Rentenkürzung.

Solange ...

... sich nicht die Arbeitsbedingungen signifikant zum Besseren wenden, wird auch die Flucht vieler Pflegekräfte anhalten. Denn mit höheren Löhnen geht meist auch ein erhöhtes Arbeitspensum einher. Mit höheren Gehältern fängt man vllt. etwas Nachwuchs, die dann ernüchtert nach ein paar Jahren das Weite suchen. In div. anderen Staaten verdient man als gelernte Pflegekraft gleich bis weitaus mehr, bei bedeutend weniger Stress- und Arbeitsaufkommen.

Wie in eingen anderen Branchen auch...

...bleibt den Arbeitgebern wohl gar nichts anderes mehr übrig, als mehr zu bezahlen und auch andere Verbesserungen für die Beschäftigten umzusetzen.
Der so beliebte Spruch "jeder ist ersetzbar" hat wohl doch nicht gestimmt, auch wenn es erst einer Pandemie bedurfte, um einigen Chefs klarzumachen, dass Personal nicht nur ein Kostenfaktor ist, den man beliebig reduzieren kann.
Um im Zweifel die Dividenden zu erhöhen.

Sirtaki

Pflege ist Zuschussgeschäft. Aber kein will´s wissen. Wer´s am Ende zahlt? Gute Frage.
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Ich könnte kein Problem damit, das mit Steuern zu finanzieren. Wie Schule oder Studium auch. Dann packen wir da nich Kindergarten und Hort dazu. Dann hat das alles Hand und Fuß.
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Was ich allerdings nicht einsehen könnte, wäre wenn hier 90% der Mittzel im private Kassen von Anlegern und Betreibern gingen.
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Der Chef von einem Altersheim hat mehr Kohle, als ein Sparkassenchef.
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Das geht nicht.

Am 08. Februar 2022 - 16:33 Uhr von Tada

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Zitat: In allen Berufe, in denen Fachkräftemangel herrscht kann man aufgrund der gesundheitlichen Belastungen nicht bis zu Rente durcharbeiten.
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In meiner Branche herrscht ausgesprochener Fachkräftemangel. Es handelt sich um ganz typische (sehr qualifizierte) Büroberufe.
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Da kann man prima bis zur Rente arbeiten.

Tada 16:33

In allen? Wie kommst du darauf? Es liegt einzig am Geld.

Pflegekräfte sollen ab September mehr Geld erhalten....

Eine richtige Maßnahme ist die Erhöhung der Mindestlöhne. Hoffentlich führt das dazu, daß Pflegekräfte in ihrem Beruf bleiben. Allein im ersten Corona-Jahr kündigten 9000 von ihnen (aerzteblatt März 2021). Und wenn die Diakonie mit zieht ist das auch bemerkenswert, pochen die Kirchen doch immer auf ein Sonderrecht, daß weniger Recht für die Beschäftigten bedeutet (Betriebsrat & Mitbestimmung).
Im Koalitionsvertrag war von einem Bonus für die Pflegekräfte in Höhe von einer Milliarde Euro die Rede. Der sich so volksnah gebende Karl Lauterbach rückte im Januar davon ab und verkündete, daß nur ein Teil des Pflegepersonals diesen Bonus bekommen soll.

„Soll“ und „empfohlen“

War nicht eine Ausrede des letzten Gesundheitsministers und des aktuellen Arbeitsministers, dass die Bezahlung Sache der Tarifpartner sei und sie da überhaupt nix machen können wollen?
Wieso geht das jetzt doch und warum nicht viel weiterreichende Verbesserungen?
Müssen sich die Arbeitgeber an Empfehlungen halten? Nein, müssen sie nicht.
Auch die Urlaubsverlängerung ist nur „empfohlen“.
Von notwendiger Arbeitszeitverkürzung keine Spur.
Was aber noch schlimmer ist, ist, dass es bisher keinerlei Maßnahmen gibt, um die Ausbildungsplätze zu vervielfachen und auch da schon mit attraktiven Gehältern und zB einer 30 Stundenwoche zu werben. 18,25€/Std sollten schon Auszubildende in diesen Berufen bekommen.
So wird das nichts mit 100 oder 200.000 Nachwuchspflegekräften.
Was ist da also geplant?

Am 08. Februar 2022 - 16:30 Uhr von Bender Rodriguez

Man braucht keine 3000 Pflegeduenste mit 3000 Chefs, 30000 Sekretären und 300000 Schreibkräften.
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Das System besteht aus unterschiedlichen Strukturen. Da sind die Krankenhäuser in privater Hand. Das sind ca. 1/3. Daneben gibt es die gemeinnützigen u. kommunalen Träger, die i.d.R. keinen Gewinn machen.
Die ambulanten Pflegedienste würden von einem Gewinn, wie Sie ihn aufzeigen, nicht in ihren kühnsten Träumen rechnen. Sie brauchen die Akzeptanz der KK'n und die der zu Pflegenden bzw. deren Angehörigen. Die Preise sind ziemlich ausgereizt, die Konkurrenz zumind. in den Städten gross.
Die haben auch kein "überflüssiges" Personal, das was sie haben, ist eigentlich zuwenig, um mal einen Engpass auszugleichen, das Telefon muss besetzt sein und die Dienste müssen über jeden Handgriff dokumentiert werden. Ich glaube, Sie machen sich von den Pflegediensten falsche Vorstellungen.
Richtig ist, dass die Mehrkosten, die die KK'n dadurch haben werden, sich auf die Beiträge niederschläg

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel

18,25€ pro Stunde sind ca 3000€ brutto oder 2000€ netto.
Das ergibt eine Rente von 960€. Wenige € mehr, als die ca Grundrente beträgt.
Hoffentlich sagt man das den zukünftigen Auszubildenden, wenn man noch genug findet.
Nach 44 Jahren Arbeitnahme und 21 Jahren davon als Pflegekraft habe ich zuletzt, bei einem gut bezahlenden kirchl Arbeitgeber, mit Zuschlägen für Nachtarbeit und Schichtarbeit und Wochenenddienste durchschnittlich 2600€ netto bekommen.
Meine baldige Rente beträgt netto knapp 1040 €.
Danke für nichts.

Am 08. Februar 2022 - 16:33 Uhr von Tada

Der zweite ist absenken des Renteneintrittsalters.
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In allen Berufe, in denen Fachkräftemangel herrscht kann man aufgrund der gesundheitlichen Belastungen nicht bis zu Rente durcharbeiten.
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Das bedeutet Rentenkürzung.
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Gilt auch für etliche Handwerksberufe oder z.B. LKW-Fahrer. Wenn all diese Arbeitnehmer früher ohne Einbusse in Rente gehen gehen können sollen, müssen Sie auch sagen, wer es bezahlt. Die Rentenkasse ist ein Umlageverfahren d.h. wenn man einem Teil der Zahler mehr zugesteht, bekommen andere dafür weniger.

Da geht noch mehr

Das sind gute Ansatzpunkte, leider zeitlich sehr verzögert (die Debatte gibt es ja nun schon lange genug) und zu lasch.

Mehr bezahlte Urlaubstage sind zu begrüßen, um dem Dauerstress etwas zu entkommen und die Gesundheit aufrecht zu erhalten. Schwere und stressige Arbeitsstunden sind aber weiterhin zu viel. Wenn der Job attraktiver wird und gut bezahlt wird, gibt es auch wieder mehr Bewerber. Dann muss vielleicht auch nicht jede Pflegekraft Vollzeit aufbringen oder die Wochenstunden könnten reduziert werden und mehr Tarifverträge könnten ausgehandelt werden.

Der höhere Lohn geht zum großen Teil sowieso an den Staat zurück. Reiche Menschen arbeiten eher nicht in der Pflege. Das Geld wird nirgends geparkt, wir sprechen vom Mindestlohn. Gleichzeitig ist es gut für die Rente und der Staat senkt spätere Ausgaben. Leider viel zu wenig um attraktiv zu sein.

Warum nur so zögerlich? Mehr Geld, mehr Freizeit, bessere Gesundheit der Angestellten und damit bessere Versorgung für alle.

mehr Geld erhalten

Gut so.
Und woher soll das kommen?
Kürzen wir dafür unsinnige Subventionen oder falsche Kriegskosten? Nein, Arbeitnehmern und Steuerzahler werden zahlen.

Wolfes74

Solange ...
... sich nicht die Arbeitsbedingungen signifikant zum Besseren wenden, wird auch die Flucht vieler Pflegekräfte anhalten.

Mal rein aus Interesse, wie wollen sie denn die Arbeitsbedingungen verbessern?
Ich höre nur allzuoft, mehr Geld ist nicht die Lösung aber wenn ich dann nach Alternativen frage kommt meist nicht mehr viel Sinnvolles. Und ja mehr Geld ist nicht die Lösung sondern ein Anfang

naja..

..mehr Gehalt bedeutet nicht unbedingt, dass man mehr rausbekommt..

Stichwort Kalte Progression..

Außerdem steigen andere Kosten (Strom,etc.) weiter an..

Wichtig wäre eine Anhebung der Einstiegsgehälter..alte Pfleger wie ich verdienen gar nicht so schlecht..

Am 08. Februar 2022 - 17:37…

Am 08. Februar 2022 - 17:37 Uhr von werner1955
mehr Geld erhalten Und woher soll das kommen?

Die Senioren die im Heim Leben muessen dafuer bezahlen,deren versicherung, Fam usw, also mal keine panik.

nie wieder spd..

"Zum Leben zu wenig.."

Da können aber die Arbeitgeber nicht unbedingt was dafür..

es hängt davon ab, was man vom Leben erwartet..

Pflege war in der Zeit, als ich lernte (1982-85), eher noch Berufung..man wusste, dass man damit nicht reich wird..

Am 08. Februar 2022 - 17:16…

Am 08. Februar 2022 - 17:16 Uhr von nie wieder spd

meine baldige Rente beträgt netto knapp 1040 €.
Danke für nichts.

In den meisten Laender der Erde ist das nichts sehr viel.

Altenpflegekräfte werden die…

Altenpflegekräfte werden die Gewinner sein und das freut mich sehr! Für die Krankenschwester/ Pfleger wird sich finanziell nichts ändern.

Ja woher soll das Geld kommen ...

... wenn Klinikkonzerne den Gewinn einstecken und Pflegepersonal sparen und die deutsche SPD weiterhin Betten abbaut und der Krankheitsminister glaubt, dass gesunde Pflegekräfte zwangsgeimpft werden müssen?
Etliche meiner Kollegen haben sich bereits Arbeitslos gemeldet, weil sie sich nicht 3 oder 4 oder 5 Mal nachimpfen lassen wollen! Etliche Pflegekräfte sind mit Corona trotz Impfung erkrankt worden und zweifeln an der Wirkung der Impfung, warum?
Weil sie nachweislich bei KEINEN ungeimpften Arbeitskollegen angesteckt haben, die es gar nicht mehr gibt!
Geld allein tut es nicht:
Ich arbeite schon lange keine 100% mehr als Intensivpflegefachkraft, das tue ich mir und meinen Patienten und meiner Familie schon lange nicht mehran. WARUM?
Weil weniger arbeiten mehr Lebensqualität bringt und mehr Freude am Beruf!!

Gassi

Gerade in diesen Berufen müsste doch klar sein, wie hilfreich Impfungen sind ud wie furchbar die Folgen OHNE, eben auf ITS sind
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Es werden aber auch andere Sachen gesehen.

Pflegekräfte sollen mehr Geld bekommen

Diejenigen, auf die wir vielleicht alle einmal angewiesen sein werden, müssen ihr Leben im Niedriglohnbereich fristen.
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Preisfrage:
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Investment-Banker, Unternehmens-Berater, Aktienanalysten, Pflegepersonal
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Wer trägt am meisten bei zu einer menschenwürdigen Gesellschaft und wie wird wer für seine Tätigkeit entlohnt?

17:05 Uhr von nie wieder spd „Soll“ und „empfohlen“

"War nicht eine Ausrede des letzten Gesundheitsministers und des aktuellen Arbeitsministers, dass die Bezahlung Sache der Tarifpartner sei und sie da überhaupt nix machen können wollen?
Wieso geht das jetzt doch und warum nicht viel weiterreichende Verbesserungen?
Müssen sich die Arbeitgeber an Empfehlungen halten? Nein, müssen sie nicht."

Was die "Ausrede des letzten Gesundheitsministers" betrifft: An dem Gesetz wird schon länger als seit den letzten Wahlen gearbeitet, das hat Herr Spahn bereits auf den Weg gebracht.
Was die Verbindlichkeit der Tariflöhne betrifft: Soweit ich weiß, werden die Pflegekassen in Zukunft nur noch Pflegekosten für die Einrichtungen übernehmen, die sich an die Tarife halten(Tariftreuepfllicht).

@ Initiative Neu… um 16.32 Uhr, Was genau fordern Sie?

Die Gehaltserhöhungen für Pflegekräfte stellen Sie in einen globalen Zusammenhang: "... Die exzessiven Exportüberschüsse destabilisieren die Weltwirtschaft und erzeugen weltweit strukturelle Verschuldung. Kräftige Lohnerhöhungen sind vor diesem Hintergrund alternativlos. Deutschland muss endlich selbst einen wachsenden Anteil zu der globalen Nachfrage beitragen."
Was genau fordern Sie? Mehr Konsum zwecks Ausgleichs der Exportüberschüsse?

@ von 91541matthias

Hallo Kollege. In welchem Bereich der Pflege sind Sie beschäftigt? Seit 21 Jahren arbeite ich mit Schwerst - Mehrfach - Behinderten Menschen.
Nennen Sie doch bitte mal Ihr Gehalt. Ich hatte zuletzt mit allen Zulagen ca 2.600 netto, Steuerklasse 1. Bei einem kirchlichen Arbeitgeber, der einigermaßen gut bezahlt. Aber nach einem Tarifvertrag, der für neue Kollegen schon vor 15 Jahren um einige Hundert Euro gesenkt wurde.
Meine Rente wird demnächst 1040€ netto betragen. Die Zusatzversorgung ca 200€ netto.
Zumindest bei der Ernte wäre noch reichlich Luft nach oben. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Die bessere Bezahlung ist…

Die bessere Bezahlung ist den Pflegekräften von Herzen gegönnt, aber hat schon mal jemand darüber nachgedacht, dass das letztlich der/die zu Pflegende letztlich bezahlen muss, sei es direkt mit erhöhten Gebühren, die dann noch mehr von den kleinen Renten abknappsen, sei es durch Einsparungen an anderer Stelle die dem Kranken mit mangelnden Leistungen zur Einsparung um damit die höheren Gehälter zu zahlen? Natürlich sind die Probleme hauptsächlich mit der in Deutschland unfairen Berentung zusammen, durch die deutsche Rentner ein Drittel bis zu 70% weniger haben als z. B. Schweizer oder Österreicher. Das ganze ist der Dank dafür , dass unsere Rentner in ihren Berufsleben so produktiv waren, dass andere sich ihre fetten Renten aufbauen konnten, den Dank dafür sieht man ja jetzt.

@ Wolfes74 um 16:37 Uhr, Arbeitsbedingungen

"Solange sich nicht die Arbeitsbedingungen signifikant zum Besseren wenden, wird auch die Flucht vieler Pflegekräfte anhalten."
Soweit ich es verstanden habe, sollen in dem Tarifvertrag eine 5-Tage-Woche und zusätzliche Urlaubstage für Vollzeitbeschäftigte vereinbart worden sein. Das ist auf jeden Fall eine Verbesserung: Bisher war es üblich, jedes zweite Wochenende Dienst zu machen, d.h. man hatte alle 14 Tage eine 7-Tage-Woche.
Ich hoffe, dass Wochenenddienste jetzt mindestens durch Freizeit ausgeglichen werden müssen.

Der erste Schritt ist immer der wichtigste - weil er den Anfang

markiert:
„Bundesgesundheitsminister Lauterbach bezeichnete die Vereinbarungen als "Mindeststandards" und einen "ersten wichtigen Schritt"“
Der Mindeststandard, der künftig(!) „sogar“ für die Beschäftigten in der Pflege gelten soll:
„Beschäftigte in der Pflege haben bei einer Fünf-Tage-Woche künftig mindestens 29 bezahlte Tage Erholungsurlaub pro Jahr“
ist in anderen Branchen nicht nur schon lange Standard; dort sind 30 Tage in der Praxis längst die Regel.

Die Grundsatzfragen werden nicht gestellt

Was ist uns der Mensch wert. Warum haben wir damit begonnen, Gesundheit den Gewinnen von Firmen zu unterwerfen. Der MENSCH steht im Mittelpunkt, nicht Gewinnoptimierung. Das machen wir bei der Feuerwehr und der Polizei doch auch nicht?!
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Das beginnt bei den massenhaft privatisierten Krankenhäusern und setzt sich bei Pflegestationen fort.

Am 08. Februar 2022 - 18:42…

Am 08. Februar 2022 - 18:42 Uhr von KeinedemokratieBRD

Etliche meiner Kollegen haben sich bereits Arbeitslos gemeldet, weil sie sich nicht 3 oder 4 oder 5 Mal nachimpfen lassen wollen! Etliche Pflegekräfte sind mit Corona trotz Impfung erkrankt worden und zweifeln an der Wirkung der Impfung, warum?

In meinem bereich haben 2 den Job verlassen ,wegen Antivacc,und ehrlich gesagt auf beide kann ich gut verzichten,da Sie von Team Arbeit keine Ahnung haben.

Arbeitslos Melden ??? was fuer ein Luxus,da Trauemen die meisten Menschen von.

5 mal Impfen? wo giebts das? Und wenn Sie den unterschied von geimpften und ungeimpften nicht kennen,Sie arbeiten im Pflegebereich ?

Niemand hat gesat das man nach der Impfung keine Covid mehr griegen kann,ist ja bei der Krippe Impfung auch so.

@ 18:44 Uhr Feininger- Preisfrage?

„ Preisfrage:
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Investment-Banker, Unternehmens-Berater, Aktienanalysten, Pflegepersonal
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Wer trägt am meisten bei zu einer menschenwürdigen Gesellschaft und wie wird wer für seine Tätigkeit entlohnt?“

Alles anstrengende Berufe. Die Erstgenannten arbeiten zudem oft Erfolgsabhängig und können schnell ihren Job verlieren.

Als Ausgleich kann man da auch wirklich gut verdienen.

Aber ich sehe das auch so, das soziale Berufe viel zu schlecht bezahlt werden in Deutschland.

Als Pfleger würde ich in die Schweiz gehen zum arbeiten…

Am 08. Februar 2022 - 20:49…

Am 08. Februar 2022 - 20:49 Uhr von Eislöwe
Die Grundsatzfragen werden nicht gestellt

Hier muss ich Ihnen zustimmen,aber von einer total Commercialen situation im Krankenbereich wie zb USA sind wir noch einiges entfernt von,da machen Krankenhaueser Webung im TV um kunden anzulocken,der krankenwagen fragt erst mal wie das bezahlt wird usw.

Am 08. Februar 2022 - 20:49 Uhr von Eislöwe

Der MENSCH steht im Mittelpunkt, nicht Gewinnoptimierung. Das machen wir bei der Feuerwehr und der Polizei doch auch nicht?!
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Das beginnt bei den massenhaft privatisierten Krankenhäusern und setzt sich bei Pflegestationen fort.
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Zunächst einmal : ca. 1/3 der Krankenhäuser wurde privatisiert; die anderen befinden sich immer noch in der Hand der Kommunen oder gemeinnütziger Träger. In DE gibt es sooo viele KK's, dass sich etliche einfach nicht lohnen können. Diese wurden dann teilw. von Investoren übernommen, mit den bekannten Ergebnissen. Schauen Sie bitte die KK-Dichte in Nachbarländern an. Ich würde weniger aber dafür qualitativ bessere KK's befürworten. Dann stimmt auch der Pflegeschlüssel. Ausserdem geht natürlich immer mehr zu fordern, das ist auch ok, man muss nur wissen, dass das Krankenkassenmitglied das bezahlen wird müssen.
Im übrigen hat man auch die Polizei strukturell stark "modifiziert", weiss eigentlich jeder. Die FW'en auch !

Dass die Bezahlung…

Dass die Bezahlung tatsächlich steigen wird, geschieht erst dann, wenn es flächendeckend für alle Beschäftigten verbindliche Tariflöhne geben wird. Dass dies längst überfällig ist, weiß jeder, der jemals einen Angehörigen in der Pflege hatte.
Viel wichtiger aber wäre es, die Arbeitsbedingungen an die von der Mehrzahl anderer Arbeitnehmer anzupassen. Bei einer 5-Tage-Woche sind heutzutage in fast allen Arbeitsbereichen, zumindest in denen mit gültigen Tarifverträgen, 30 Tage das Übliche. Also muss verstärkt auf die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge gedrungen werden. Für ein "Vergeltsgott" zu arbeiten wird heutzutage von keinem anderen Berufszweig mehr erwartet.
Erleichterung brächte auch die Überarbeitung der Dokumentationspflicht, die viel zu viel Zeit verschlingt. Wie oft hier eh beschönigt wird, kann ich nicht beurteilen, aber ich vermute mal, dass es anders manchmal gar nicht machbar ist. Vorteil: es bliebe auch mehr Zeit für die eigentliche Pflege.

@ 17:16 Uhr von nie wieder spd

"Nach 44 Jahren Arbeitnahme und 21 Jahren davon als Pflegekraft habe ich zuletzt, bei einem gut bezahlenden kirchl Arbeitgeber, mit Zuschlägen für Nachtarbeit und Schichtarbeit und Wochenenddienste durchschnittlich 2600€ netto bekommen.
Meine baldige Rente beträgt netto knapp 1040 €.
Danke für nichts."
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Diakonie und Caritas haben doch ihre Zusatzversorgungskassen. Da hat Ihr Arbeitgeber dann 21 Jahre für Sie einbezahlt. Diese Zusatzrente macht etwa 50 % der gesetzlichen Rente on-top aus. Warum verschweigen Sie die? Ich schätze bei Ihren 21 Jahren dürfte das rund 300 €uro/Monat Zusatzrente sein.

@18:41 Uhr von Nelke785

//Altenpflegekräfte werden die…
Altenpflegekräfte werden die Gewinner sein und das freut mich sehr! Für die Krankenschwester/ Pfleger wird sich finanziell nichts ändern.//
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Gewinner? Sie meinen wohl den einmaligen Dreier im Lotto.
Es freut mich, dass Sie das freut.
Es wäre ja auch schäbig, wenn jetzt Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger den viel schlechter bezahlten Kolleginnen in den Heimen nicht einmal eine höchst mäßige Gehaltserhöhung gönnen würden. Mindestens ebenso wichtig wäre aber, dass die Heime auch mehr Fachpersonal einstellen und nicht weiter mit der Ausbeutung des völlig unterbezahlten Hilfspersonals versuchen, Kosten zu sparen.

@ 18:38 Uhr von 91541matthias

Ja, Pflege ist möglicherweise Berufung.
Aber „reich“ wird man auch mit den meisten anderen Berufen nicht.
Das Durchnittsgehalt beträgt laut NTV vom 09.12.2020 34.000€ = 2.833,33€/Monat, laut tageschau.de vom 21.12.2020 = monatlich 2600€ brutto.
Wenn davon noch alle überproportionalen Gehälter von über 10.000€ brutto/Monat abgezogen werden, dürfte sich das bei 2000€ brutto/Monat einpendeln, was zu einer Rente unter 1000€ führt. Für Millionen von Arbeitnehmern ist Armut normal und fürs Alter vorprogrammiert.
Die meisten davon sind ebenso Systemrelevant, wie Pflegepersonal, bekommen aber momentan noch kleinere Krümmel.

@ 20:49 Uhr von Eislöwe

„Der MENSCH steht im Mittelpunkt, nicht Gewinnoptimierung. Das machen wir bei der Feuerwehr und der Polizei doch auch nicht?!“
Und auch nicht bei den Politikern. Die bekommen ihr gutes Geld, egal ob sie das Gesundheitssystem durch Privatisierung ruinieren und deshalb der Pandemie hinterherlaufen oder schlecht umsetzbaren Gesetze ausknobeln oder Waffen in Krisengebiete verhökern.
Vielleicht müssen wir dort mal ein Qualitätsmanagement einführen, mit monatlichen Arbeitsnachweisen und Fortschrittskontrolle.

Grüße an WELTOFFEN

Kennen sie den Unterschied zwischen einer Impfung "gegen ihre Krippe" und einer Impfung gegen Covid 19 Virus? Jeder Impfstoff gegen Grippe durch lauft mindestens 5 bis 6 Jahre eine "Probephase" und da die Grippeviren ständig mutieren, "schützt" diese Impfung wohl nur zu 60%. Doch kennen sie bei der Grippeimpfung irgendeine gefährliche Nebenwirkung? Fehlanzeige!
Eine "Impfung" mit einem Stoff wie es Moderna und Co. auf den Markt bringen dürfen ist allein schon deshalb nicht zulässig, weil es sich NICHT um eine "sprich" normale Impfung handelt sondern um eine "Therapie".
COVID-Impfstoff ist ein Betriebssystem, sagt Moderna
Der COVID mRNA-Impfstoff ist ein Betriebssystem, das Ihre DNA und damit Sie selbst auf der Ebene Ihres essentiellen Bauplans programmieren kann. Ist das eine Übertreibung? Nein, ist es nicht. Moderna erklärt auf ihrer Website, dass ihre mRNA-Technologieplattform eine „Software des Lebens“ ist und „sehr ähnlich wie ein Betriebssystem auf einem Computer funktioniert.

Ein richtiger Schritt

um den Pflegenostand zu beheben, fehlen nur noch die Fachkräfte, die bereit sind, sich andauernd impfen zu lassen, auch mit neuartigen Impfstoffen. Für mich hat das so ein wenig den Beigeschmack von gekauften Versuchskaninchen...

***Auch die Vorständin der…

***Auch die Vorständin der Diakonie Deutschland, Maria Loheide, begrüßte die Vereinbarungen. "Für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Altenpflege ist allerdings zwingend erforderlich, die Personalausstattung zu verbessern und das Personalbemessungsverfahren konsequent umzusetzen", mahnte sie weitere Schritte an.***
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Das ist der wichtigste Punkt. Mehr Urlaub bedeutet immer auch eine Mehrbelastung der arbeitenden Kollegen. Deshalb kann das allein auch nicht helfen. Und je kleiner die Truppe, desto größer die Probleme, wenn in der Urlaubszeit auch noch jemand wegen Krankheit ausfällt.

Reform statt Kosmetik

Die Altenpflege stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Ebenso wie die Kinderbetreuung das tut. Wir wären gut beraten, die Trägerschaft in diesen Bereichen neu zu ordnen und den Staat mit Gründung eines neuen Bundesamtes zu betrauen. Ansonsten wird man auf Regierungsebene von Zwischenlösung zu Zwischenlösung mäandern.

Lösungsvorschlag

Zu viele Krankenkassen. Pharmabranche darf Mondpreise eigenmächtig festlegen (im Vergleich zu so ziemlich überall sonst). Durch die Verwirtschaftlichung des Leidens von Menschen dürfen "Profite" generiert werden - also von allen zu zahlende Solidarbeiträge in Privatvermögen umgewandelt werden. Bestimmte Arbeitgeber dürfen sowas wie organisierte Selbst-Interessenvertretung der Arbeitnehmer unterbinden. Diejenigen, die die eigentliche Arbeit machen stehen ganz unten in der finanziellen "Nahrungskette".
Das Gesundheitswesen insgesamt als "Wirtschaftszweig" zu betreiben und ausgerechnet da Geld "verdienen" zu wollen, wo es doch per definitionem darum geht, Mittel an "Bedürftige" zurück zu geben, wenn ein Versorgungsfall auftritt, ist das Grundproblem. Wie wärs, das Gesundheitssystem komplett zu verstaatlichen, alle Schmarotzerei in diesem Bereich gesetzlich zu unterbinden und den Pflegenden Beamtengehälter zukommen zu lassen?

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