Kommentare - EU-Energiepolitik: Mit Kernkraft zum "Green Deal"-Ziel?

14. Dezember 2021 - 10:00 Uhr

Taugt Atomkraft als "grüne" Energie? Berlin und Paris sehen das unterschiedlich, die EU-Kommission wird sich wohl auf Frankreichs Seite schlagen. Nicht nur Klimapolitiker finden das fragwürdig. Von Jakob Mayr.

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Kommentare

Eines vorweg: Ich bin kein…

Eines vorweg:
Ich bin kein Freund von AKWs.

Aber richtig ist, dass DEU sich mit dem vorzeitigen und überhasteten Aus der Atomkraft keinen Gefallengetan hat.
Das gilt besonders dann, wenn man die Kohlekraftwerke abschaltet und nur noch emissionsfreie Energieerzeugung will.
Atom gehört nun mal dazu.
DEU steht in Europa ziemlich allein da mit seiner Klimahysterie. Klimaschutz geht nun mal nicht national.
Das scheinen manche Deutsche einfach nicht begreifen zu wollen. Sie wollen "Vorbild" sein; doch wie man sieht, will das Ausland solche "Vorbilder" nicht.

Eigentlich ja

Prinzipiell ist Atomenergie eine "grüne" Energie. Sie hat halt nur viele Mankos.
Mein persönlicher Kompromissvorschlag sieht so aus. Sobald das erste Endlager in Deutschland in den regulären Betrieb geht, können wir über eine Renaissance der Atomenergie in Deutschland sprechen. ;-)

Freund von AKWs

Ich bin ein Freund der AKWs und muss mich immer wieder wundern, wie in Deutschland über die Kernenergie gesprochen und berichtet wird. Es gibt mit dem BN800 in Russland bereits Atommeiler, die Atommüll verbrennen können. Die Reststoffe strahlen nur noch 300 Jahre. „Endlager“ von denen in Deutschland immer gesprochen und berichtet wird, braucht man nicht. In China wurde der erste Thorium-Reaktor angefahren! Absolut sicher, wirtschaftlich und Co2-beutral! Es gibt in Belgien die Atomforschungsanlage Myrrha, die ebenfalls an Transmutation forscht (https://bit.ly/3sce2mK). Alle Atommeiler der IV Generation werden sicher, wirtschaftlich und CO2 neutral sein. Stichworte hier: Dual fluid Reaktor (erfunden in Berlin => drain brain nach Kanada) oder Laufwellenreaktor. Nur ein Land verzichtet sogar auf die Forschung auf diesem Gebiet komplett: Deutschland! Gegen Gentechnik wurde in Deutschland auch immer gewettert: Hätten wir die Gentechnik nicht, gäbe es keine mRNA-Impfstoffe.

Gibt es auch andere Experten?

Mich wundert, dass die Tagesschau nur Experten zu Wort kommen lässt, die zu der Einschätzung kommen, dass Atomkraft unwirtschaftlich, unsicher und unökologisch ist. Gibt es keine anderen Experten?

Green-Deal ? --- Eher farblos und tödlich !

Wer sich hier oder an anderer Stelle über Stromerzeugung mittels Kernenergie äußert, der sollte sich zuvor ein paar Stunden im www Zeit nehmen und sich mal mit deren Funktionsweise befassen. Im Besonderen mit dem Betrieb, der Konstruktion von Siedewasserreaktoren und derem zeitlichen durch Kernstrahlung verursachten "Zerfall" seiner äußeren, meist stahlbewehrten, Hülle.
Dabei wird man erstens Erkennen, dass von vorzeitigem und überhastetem Ausstieg in DE keineswegs die Rede sein kann und zweitens der Betrieb dieser Anlagen, was ihr gefährdungsbezogenes Abschalten im Ernstfall betrifft, leider bis heute auf dem Prinzip von Try and Error funktioniert und nicht auf gesichertem On/Off.
Ich fand die Dinger auch mal umweltfreundlich, nach Fukushima habe ich für mich recherchiert, wirklich lange und vielschichtig. Diese Art der Enegiegewinnung ist vom ersten Betriebstag an je KKW nur mit Russisch Roulett zu vergleichen, auch wenn wir bisher Glück hatten und nur 2 richtig explodiert sind.

@10:35 Uhr von Hinterdiefichte

>> Ich bin ein Freund der AKWs und muss mich immer
>> wieder wundern, wie in Deutschland über die
>> Kernenergie gesprochen und berichtet wird.
Ich hoffe, Sie haben einen richtig großen Garten, wo wir mal mehrere tausend Castoren verbuddeln können. -.-

>> Es gibt mit dem BN800 in Russland bereits Atommeiler,
>> die Atommüll verbrennen können.
Und jetzt raten Sie doch mal, was die aus Atommüll produzieren. RICHTIG -> ATOMMÜLL!!! -.-

@10:45 Uhr von Hinterdiefichte

>> Gibt es auch andere Experten?

Ähh, NOPE. Jedenfalls keine ernstzunehmenden. -.-

@ 10:56 Uhr von Curieux

Zitat: „ Dabei wird man erstens Erkennen, dass von vorzeitigem und überhastetem Ausstieg in DE keineswegs die Rede sein kann und zweitens der Betrieb dieser Anlagen, was ihr gefährdungsbezogenes Abschalten im Ernstfall betrifft, leider bis heute auf dem Prinzip von Try and Error funktioniert und nicht auf gesichertem On/Off.
Ich fand die Dinger auch mal umweltfreundlich, nach Fukushima habe ich für mich recherchiert, wirklich lange und vielschichtig. Diese Art der Enegiegewinnung ist vom ersten Betriebstag an je KKW nur mit Russisch Roulett zu vergleichen, auch wenn wir bisher Glück hatten und nur 2 richtig explodiert sind.“

Dann haben Sie sich schon lange nicht mehr über Atomkraftwerke informiert. Der Thorium-Reaktor (z.B. der in China gerade in Betrieb genommene) ist z.B. ein Flüssigsalzreaktor. Bei diesem Reaktortyp ist der Kernbrennstoff in flüssiger Form gleichmäßig im Primärkreislauf des Reaktors verteilt, eine Kernschmelze im klassischen Sinne ist damit ausgeschlossen.

@Carlos12 Zitat: "Eigentlich…

@Carlos12
Zitat:
"Eigentlich ja
Prinzipiell ist Atomenergie eine "grüne" Energie. Sie hat halt nur viele Mankos."

Ähm - es ist also "grün" wenn ca. 1/3 von einer durch AKW produzierten kWH mit CO2 "behaftet" ist - also nur ein bissel weniger als bei Erdgas??
Hä?
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Leute - man vergisst bei der AKW-Technik immer die Gewinnung und Aufbereitung des Uran - da steckt das CO2 drin.
--
alleine schon deshalb kann man AKW-technik nicht als "grün" bezeichnen!!
--
über den energetischen Aufwand ein AKW "zurück zu bauen" - wir reden da von mindestens 50 Jahren für JEDES AKW - will ich erst gar nix schreiben

Reaktor-Explosionen

Hier wird von Foristen immer wieder von „Reaktorexplosionen“ gesprochen. Flüssigsalzreaktoren, wie der kürzlich in China in den Dienst gestellte Thorium-Reaktor, können nicht explodieren. Zitat Onlinelexikon: „ Bei diesem Reaktortyp ist der Kernbrennstoff in flüssiger Form gleichmäßig im Primärkreislauf des Reaktors verteilt, eine Kernschmelze im klassischen Sinne ist damit ausgeschlossen – der Kern liegt stets im gewollt geschmolzenen Zustand vor. […] Flüssigsalzreaktoren ermöglichen eine Auslegung mit einem stark negativen Temperaturkoeffizienten, was eine Leistungsexkursion wie beispielsweise bei der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Prinzip unmöglich macht. […]
Flüssigsalzreaktoren arbeiten bei Atmosphärendruck und nicht, wie Druckwasserreaktoren oder oder Siedewasserreaktoren, bei Drücken von 50 bis 150 bar, weshalb eine Dampfexplosion im Bereich des Reaktorkerns nicht möglich ist“

@saschamaus75 was alle der…

@saschamaus75

was alle der Befürworter von AKW-Anlagen vergessen...
..die Anlagen selbst - denn diese bestehen aus hundert-tausenden von Tonnen verstrahltem Baumaterial
--
in ihrem Heimat-BL wird gerade die AKW-Anlage von Greifswald zurück gebaut - man geht von ca. 80 Jahren Dauer inzwischen aus...
...jedes Bauteil muss zerlegt bzw. zerschnitten werden und wird oft von Hand "entkontamiert"
die "Reste" dieses Prozesses sind strahlender Müll - man geht da von den oben von mir genannten Mengen aus.
bei allen AKW in D-Land die abgerissen werden -> es sind Mio Tonnen von radioaktiven Bauschutt
--
übrigens - da es keine Brennstäbe sind kann man den auch NICHT "aufarbeiten" - in keinem BN800 (der ein Plutonium-Brüter ist) und auch in keinem "Transmutation"-Wunderwerk - der nur wenige Tonnen im Jahr unmsetzen kann
--
spricht man AKW-Befüworter auf dieses Thema an kommt in der Regel -> keine Reaktion

Ja schön ,und wo lassen die…

Ja schön ,und wo lassen die Franzosen ihren nuklearen Abfall? haben die ein sicheres Endlager denn sonst ist das mit dem Atomstrom nicht Umweltfreundlich sondern eine Bedrohung für alle nachfolgenden Generationen.
Und wenn sie ein Lager haben wo sollte das denn sein ?

@ 11:22 Uhr von Miauzi

Zitat: „ Leute - man vergisst bei der AKW-Technik immer die Gewinnung und Aufbereitung des Uran - da steckt das CO2 drin.“

Könnten Sie bitte Ihre Quelle nennen? Nicht jeder Atomreaktor arbeitet mit Uran. Des Weiteren: Wenn Sie zur Gewinnung & Aufbereitung von Uran Energie aus Kernkraftwerken nutzen, geht Ihre Rechnung nicht auf!

@ 11:13 Uhr von saschamaus75

Zitat: „ @10:45 Uhr von Hinterdiefichte
>> Gibt es auch andere Experten?
Ähh, NOPE. Jedenfalls keine ernstzunehmenden. -.-“

Sie wollen also sagen, dass Frankreich, China, die USA, Kanada, Belgien, Russland alle vollkommen irrationale Entscheidungen getroffen haben und nur Deutschland mit seinen Experten im Besitz der allumfassenden Wahrheit sind? Das bezweifele ich!

Atomenergie ist nicht gleich Atomenergie

Ich möchte an dieser Stelle versuchen eine sachliche Diskussion zu starten. Ich möchte niemanden überzeugen:

Feststoffreaktoren haben die allgemein bekannten Probleme (sie generieren sehr lange strahlenden Atommüll) , Gefahren (es kann zu Störfällen kommen) und werden mit sehr selten Rohstoffen (z.B. Uran) betrieben.
Dies liegt im Kern (hehe) daran dass die Technologie vom Militär entwickelt wurde um aus z.B. Uran, waffenfähiges Spaltmaterial für A-Bomben zu erhalten (daher auch die Bezeichnung "Brüter"). Der Energiegewinn bei diesem Prozess war ein Nebenprodukt.

Es existieren aber schon seit ca. 60 Jahre die technologischen Grundlagen für s.g. Flüssigsalzreaktoren welche nicht das Ziel hatten waffenfähiges Spaltmaterial zu erzeugen. Diese Reaktoren sind sicher, erzeugen weniger und kürzer zerfallenden Müll und können mit u.a. mit Thorium betrieben werden, ein Element auf das fast alle Länder zugriff haben.

Diese Faktoren sollten bei der Bewertung "Atom: Ja/nein" beachtet werden.

Dual fluid Reaktor - Rückbau nach 50 Jahren ?

@ Hinterdiefichte, Miauzi

Dual fluid Reaktor, wir sehen hier einen kleinen Forschungsreaktor, den kann ich zur Not noch direkt in einem Bor-Becken versenken oder aus dem Fenster schmeißen. Wozu brauchen die denn ihre thermischen Notfallstopfen, wenn sie sichdoch so Sicher selbst regulieren ? Außerdem beschreiben hier die Patentinhaber selbst im Konjunktiv mit müßte und falls doch einmal ...
Alles ein bischen wage, wenn sich 1000 Grad Celsius ihren Weg im Großreaktor bahnen.

Nach 50 Jahren Rückbau ? Erheblich zu spät, denn dann ist jedes Metall in Strahlungsnähe im Atomgitter schon so spröde geworden, das es einer Ernstfallbelastung nicht mehr standhält. In welchem Medium soll eigentlich das Reaktionsfluid fließen ? Metallisch wird zu schnell spröde und muß getauscht werden, keramisch ist der thermische Austausch zwischen den Kreisläufen das Problem, es könnte platzen und sich vermischen bevor die Thermostopfen auslösen, da läuft die Suppe dahin wo sie keiner haben will.
Gruß Curieux

Am 14. Dezember 2021 - 11:22 Uhr von Miauzi

Korrekt. Der Bau von Anlagen generiert CO2. Das gilt für neue AKW´s genauso wie für z.B. Offshore Windparks.
- Die Windräder müssen gebaut werden (dabei benötigt man auch seltene Elemente die nicht sehr CO2-neutral abgebaut werden)
- Die Windräder müssen dann mit Schiffen vor die Küste transportiert werden (diese Schiffe laufen mit Schiff-Diesel oder Schweröl)
-Die Windräder müssen verankter werden
-Die Windräder müssen gewartet werden und irgendwann wenn sich eine Wartung nicht mehr lohnt zurückgebaut werden

Die Summe dieser Emissionen für einen Windpark mit der gleichen Nennleistung wie ein AKW müssten gegeneinander aufgerechnet werden um zu bestimmen wie gut oder schlecht die Klimabilanz ist.

Ich möchte betonen ich widerspreche ihnen nicht das der Bau, Unterhalt und Rückbau von AKW´s keine Emissionen erzeugt, ich finde es nur wichtig im Blick zu behalten das dies auch auf alle erneuerbare Energien gilt

11:16 Uhr von Hinterdiefichte

>>
Dann haben Sie sich schon lange nicht mehr über Atomkraftwerke informiert. Der Thorium-Reaktor (z.B. der in China gerade in Betrieb genommene) ist z.B. ein Flüssigsalzreaktor. Bei diesem Reaktortyp ist der Kernbrennstoff in flüssiger Form gleichmäßig im Primärkreislauf des Reaktors verteilt, eine Kernschmelze im klassischen Sinne ist damit ausgeschlossen.
<<

Völlig ungefährlich ? Kein Land dieser Erde braucht noch Atomwaffen, wenn es in der Lage ist, mit konventionellen Waffen die Atomkraftwerke anderer Länder hochgehen zu lassen. Von Terrorismus ganz zu schweigen.

Am 14. Dezember 2021 - 12:02 Uhr von Klärungsbedarf

ZITAT: Völlig ungefährlich ? Kein Land dieser Erde braucht noch Atomwaffen, wenn es in der Lage ist, mit konventionellen Waffen die Atomkraftwerke anderer Länder hochgehen zu lassen. Von Terrorismus ganz zu schweigen. ZITAT ENDE

Hier müssten sie spezifizieren wie das "hochgehen lassen" funktionieren soll. In einem Flüssigsalzreaktor liegt eine Fluridsalz-Schmelze vor in der das Spaltmaterial (z.B. Thorium) gelöst wird. Ähnlich wie sie Zucker in Wasser lösen. Diese Schmelze ist nur bei über 900°C flüssig und nur im flüssigen Zustand kann die Kernspaltungsreaktion stattfinden und die Temperatur aufrechterhalten.

Sollten sie nun z.B. eine Bombe auf die Reaktorzelle werfen wird diese das Medium aus dem Isolierten Bereich befördern, dabei sinkt die Temperatur schlagartig unter 900°C (Umgebungstemperatur max. 50°C im Sommer egal wo auf der Welt), die Salzschmelze erstarrt und beendet die Kettenreaktion des Spaltmaterials.

Ich sehe zumindest so nicht wie ihre Argument bestand halten soll.

@Hinterdiefichte Zitat: …

@Hinterdiefichte
Zitat:
"Nicht jeder Atomreaktor arbeitet mit Uran. Des Weiteren: Wenn Sie zur Gewinnung & Aufbereitung von Uran Energie aus Kernkraftwerken nutzen, geht Ihre Rechnung nicht auf!"
Sie meinen die paar Thorium-Reaktoren?
Das Element "begleitet" Uran in dessen Erz und fällt bei der Gewinnung von Uran an als "Beifang".
Es wird also mit dem gleichen Aufwand bergmännisch aus Gruben oder Tagebauen gewonnen und aufbereitet - hat letztlich die gleiche CO2-Bilanz.
Übrigens - bitte wo werden z.B. in einem Uran-Tagebau in Mali (oder Kasachstan) die Kipper und Bagger mit AKW-Strom betrieben?
--
@Fingolfin
keine WKA muss wegen dauerhafter Radioaktivität aufwendig dekontaminiert werden
keine WKA erzeugt bei der Strom-"Produktion" radioaktive Abfälle
und da es bisher keinerlei Endlager gibt reicht MIR das völlig aus für eine NICHT-Anwendung von AKW-Technologie

11:29 Uhr von Miauzi

Zitat: „ in ihrem Heimat-BL wird gerade die AKW-Anlage von Greifswald zurück gebaut - man geht von ca. 80 Jahren Dauer inzwischen aus... spricht man AKW-Befüworter auf dieses Thema an kommt in der Regel -> keine Reaktion“

Können Sie bitte Quellen für Ihre Behauptungen nennen. Der Reaktor in Obrigheim wird seit 2008 zurückgebaut. Der Rückbau wird 2025 abgeschlossen sein - also nach 17 Jahren!

@Curieux Zitat: "Nach 50…

@Curieux
Zitat:
"Nach 50 Jahren Rückbau ? Erheblich zu spät, denn dann ist jedes Metall in Strahlungsnähe im Atomgitter schon so spröde geworden, das es einer Ernstfallbelastung nicht mehr standhält."

haben Sie überhaupt meinen Beitrag verstanden?
Ich habe geschrieben das der Rückbau eines AKW selbst 50 Jahre dauert (nachdem es stillgelegt wurde!) - nicht das man es 50 Jahre lang betrieben soll.
(die Neutronen-Versprödung kenne ich selbst)
--
übrigens geht es bei den von mir genannten Abfallmengen nicht um das Reaktorgefäss und die Bestandteile des primären Kühlkreislaufes - die machen nur eien winzigen Teil aus!
--
Zum Rückbau vom AKW Greifswald gibt es eine TV-Doku der ARD - da geht man umfänglich auf die diversen Probleme eines solchen Unterfangens ein...
..und irgendwann muss man ein AKW still-legen - keine Anlage hat eine unendliche Betriebsdauer!

Zitat: "Die Windräder müssen…

Zitat:
"Die Windräder müssen gewartet werden und irgendwann wenn sich eine Wartung nicht mehr lohnt zurückgebaut werden"

das kann nur jemand schreiben der sich noch nie näher mit dieser Materie beschäftigt hat...
...schon Anfang der 90er Jahre betrug der Anteil der Wartungskosten weniger als 5% der Einnahmen durch den Stromverkauf - heute sind die WKA deutlich effizenter als damals - sprich der Anteil ist noch viel geringer!

@ 11:43 Uhr von Fingolfin

Zitat: „ Ich möchte an dieser Stelle versuchen eine sachliche Diskussion zu starten. […] Es existieren aber schon seit ca. 60 Jahre die technologischen Grundlagen für s.g. Flüssigsalzreaktoren welche nicht das Ziel hatten waffenfähiges Spaltmaterial zu erzeugen. Diese Reaktoren sind sicher, erzeugen weniger und kürzer zerfallenden Müll und können mit u.a. mit Thorium betrieben werden, ein Element auf das fast alle Länder zugriff haben.“

Das gleiche versuchte ich in den letzten Jahren und auch heute hier anzubringen. Trotzdem begegnen Ihnen die anderen Foristen mit „Reaktorexplosionen“, „Endlagern“ und 300.000 Jahre strahlendem Atommüll. Wie Sie und ich wissen: Alles in Bezug auf einen Thoriumreaktor falsche Aussagen! Eine Versachlichung scheint so gut wie unmöglich! Ich versuche es trotzdem weiter!

Am 14. Dezember 2021 - 11:49 Uhr von Curieux

Die Salzschmelze in Flussigsalzreaktoren (welche die Grundlage für Dual Fluid Reaktoren sind) sind reine Fluridsalzschmelzen. Diese Umspülen (angereichert mit Spaltmaterial) einen Wärmetauscher in dem Wasser zirkuliert das durch die entstehende Wäre bei der Kettereaktion zum Antrieb von Turbinen und somit Stromerzeugung dient.

Der "thermische Stopfen" ist ein Stopfen am Bodenauslass der Reaktorkammer (nicht des Wärmetauschers) der aus festem Flurid besteht und extern gekühlt wird damit er in festem Zustand verbleibt.

Bei einem Störfall würde die Kühlung des Stopfen ausfallen (da sie aktiv aufrecht erhalten werden muss) und der Salzstopfen würde sich verflüssigen, damit öffnet sich das Ventil und der Reaktorinhalt wird in ein großes Auffangbecken abgelassen.
Dadurch würde die Temperatur der Schmelze rapide unter ca. 900°C fallen, die Schmelze erstarrt und beendet dadurch die Kettenreaktion.

Ich verstehe in diesem Licht ihren Beitrag nicht ganz oder haben sie evtl. noch Informationen?

@ 12:02 Uhr von Klärungsbedarf

Zitat: „ Völlig ungefährlich ? Kein Land dieser Erde braucht noch Atomwaffen, wenn es in der Lage ist, mit konventionellen Waffen die Atomkraftwerke anderer Länder hochgehen zu lassen. Von Terrorismus ganz zu schweigen.“

Bitte informieren Sie sich über Flüssigsalzreaktoren wie z.B. den Thoriumreaktor. Die Horrorszenarien, die Sie hier skizzieren sind dort unmöglich!

Am 14. Dezember 2021 - 12:35 Uhr von Miauzi

ZITAT: das kann nur jemand schreiben der sich noch nie näher mit dieser Materie beschäftigt hat...
...schon Anfang der 90er Jahre betrug der Anteil der Wartungskosten weniger als 5% der Einnahmen durch den Stromverkauf - heute sind die WKA deutlich effizenter als damals - sprich der Anteil ist noch viel geringer! ZITAT ENDE

Gibt es einen Grund warum sie so abfällig die Vermutung äußern das ich mich nicht mit der Materie beschäftigt habe?

Sie ignorieren 3 von 4 meinee Aussagen zur Emission die das Aufstellen und betreiben von Windparkanlagen und wählen den der ihre Meinung am genehmsten ist.

Ich widerspreche ihrer Aussage auch nicht das die Wartung oder der Rückbau von Windanlagen nur einen kleinen Teil der KOSTEN verursachen. Ich sprach von Emissionen den die zugrundeliegenden Frage ist wie klimaschädlich sind AKW im vergleich zu z.B. Offshore Windpark und bei dieser Bewertung kann man nicht nur die Wartung und den Rückbau betrachten wenn die Werte vergleichbar sein sollen.

Am 14. Dezember 2021 - 12:35 Uhr von Hinterdiefichte

ZITAT: Eine Versachlichung scheint so gut wie unmöglich! Ich versuche es trotzdem weiter! ZITAT ENDE

Dann wünsche ich ihnen weiterhin Erfolg. Ich benötige keine "Pseudodiskussion" über die Meinung von anderen Menschen. Jede Meinung ist gleichwertig und somit kann eine Diskussion über Meinung nie von Erfolg gekrönt sein.

MfG

Atomkraft-Ja Bitte!

Wären wir ungefähr zwei Drittel weniger Menschen in der EU oder auch der Bunderepublik Deutschland, würden sich die grünen Träume realisieren lassen. Sind wir aber nicht!
Wir müssen jetzt letztmalig mit CO2-neutraler Vollversorgung abgesichert in einen bevölkerungstechnischen Sinkflug gehen, bis die emporstrebenden tatsächlichen Leistungspotenziale erneuerbarer Energien zur Versorgung der Menschen erreicht werden. Und analog zu diesem Level muß dann Bevölkerungspolitik gesteuert werden.
AKWs, Gas- und Kohlekraftwerke, aber auch Wind-und Solaranlagen werden ja nicht gebaut, um Aktivisten zu ärgern....
Wenn sich Europa energetisch in eine grüne Pseudo-Elite und eine unterversorgte Mehrheit trennt, kann das nur destabilisierend sein.
LG
Karsten

Zitat: "Sie ignorieren 3 von…

Zitat:
"Sie ignorieren 3 von 4 meinee Aussagen zur Emission die das Aufstellen und betreiben von Windparkanlagen und wählen den der ihre Meinung am genehmsten ist."

gebe ich gerne zurück - da Sie ja offensichtlich beim Thema "AKW-Rückbau" auch mich komplett ignorieren
ist Ihnen der radioaktive Bauschutt der zu hundert-tausenden Tonnen anfällt nicht genehm beim Vergleich mit den WKA-Technologie??
*sarkasmus*

Das Anhäufen von Atommüll ist kein „signifikanter Schaden“?

„Demnach verursacht Kernenergie praktisch keine Treibhausgase und richtet im Vergleich zu anderen Energieträgern keine signifikanten Schäden an.“

Außer wenn mal wieder etwas Unvorhersehbares wie eine Naturkatastrophe auftritt (oder auch „nur“ menschliches oder technisches Versagen). Dann aber richtig.

Außerdem führen viele Flüsse immer weniger (Kühl-) Wasser, das durch die Abwärme der Reaktoren noch zusätzlich aufgeheizt wird. Was natürlich nicht nur den darin lebenden Fischen schadet.

Am 14. Dezember 2021 - 12:22 Uhr von Miauzi

ZITAT; @Fingolfin
keine WKA muss wegen dauerhafter Radioaktivität aufwendig dekontaminiert werden
keine WKA erzeugt bei der Strom-"Produktion" radioaktive Abfälle
und da es bisher keinerlei Endlager gibt reicht MIR das völlig aus für eine NICHT-Anwendung von AKW-Technologie ZITAT ENDE

Radioaktivität ist nie dauerhaft sie entsteht durch den Kernzerfall welcher an die Halbwertszeit gekoppelt ist. Final zerfallen alle radiaktiven Elemente irgendwann eine stabilen Zustand (meist Eisen).
Das diese Halbwertszeiten bei gewissen Abfallprodukten hunderttausende Jahre betragen ist einer der Gründe warum bei Feststoffreaktoren die Frage der "Endlagerung" gestellt werden muss.

Bei Flüssigsalzreaktoren liegt kein hochstrahlendes Material vor, es ist in einer erstarrten Salzschmelze gebunden und könnte somit in einem Bunker für ein paar hundert Jahre gelagert werde, nach deren Ablauf das Material kein erhöhtes Risiko mehr darstellt.

Ihre Meinung das es keine AKW geben darf...ist ihre Meinung.

@11:36 Uhr von Hinterdiefichte

>> Sie wollen also sagen, dass Frankreich, China, die USA,
>> Kanada, Belgien, Russland alle vollkommen irrationale
>> Entscheidungen getroffen haben

Jepp, und der Grund nennt sich GIER. -.-

Am 14. Dezember 2021 - 13:02 Uhr von Miauzi

ZITAT: "Sie ignorieren 3 von 4 meinee Aussagen zur Emission die das Aufstellen und betreiben von Windparkanlagen und wählen den der ihre Meinung am genehmsten ist."

gebe ich gerne zurück - da Sie ja offensichtlich beim Thema "AKW-Rückbau" auch mich komplett ignorieren
ist Ihnen der radioaktive Bauschutt der zu hundert-tausenden Tonnen anfällt nicht genehm beim Vergleich mit den WKA-Technologie??
*sarkasmus* ZITAT ENDE

Ganz ohne Sarkasmus:
Ich habe ihrer Aussage zum Rückbau von alten Fesstoff-Kraftwerken mit keinem Beitrag widersprochen. Ich habe auch ihrer Aussage zu "AKW" bauen erzeugt CO2-Emissionen nicht widersprochen (mein Beitrag ist weiterhin klar sichtbar vorhanden).
Ich habe mit keinem Beitrag den Bau von Reaktoren gefordert. Ich habe Informationen zu Flüssigsalzreaktoren gegeben an den Stellen wo Personen bewusst oder unbewusst falsche Aussagen getroffen haben. Ich habe an keiner Stellen meine Meinung als Fakt dargestellt.

Somit beende ich den Diskurs mit ihnen.

@ 12:50 Uhr von Fingolfin

Zitat: „ - 12:35 Uhr von Hinterdiefichte
ZITAT: Eine Versachlichung scheint so gut wie unmöglich! Ich versuche es trotzdem weiter! ZITAT ENDE
Dann wünsche ich ihnen weiterhin Erfolg. Ich benötige keine "Pseudodiskussion" über die Meinung von anderen Menschen. Jede Meinung ist gleichwertig und somit kann eine Diskussion über Meinung nie von Erfolg gekrönt sein.
MfG“

Da habe Sie Recht. Allerdings werden „Fakten“ und „Meinungen“ insbesondere beim Thema „Atomkraft“ munter vermischt. Dass die Atomreaktoren der IV-Generation, wie z.B. der Thorium-Reaktor, wirtschaftlich, sicherer und CO2-neutral sind, ist ein Fakt. Trotzdem „meinen“ einige Foristen, man bräuchte „Endlager“, die Reaktoren könnten „explodieren“ und man produziere damit 300.000 Jahre lang strahlenden Atommüll!

Kleineres Uebel zur Zeit

AKWs sind riskant, hat schon Leben gekostet. Wesentlich mehr Menschen sterben, und das regelmaessig, konstant, durch Luftverschmutzung der Kohlekraftwerke. Seltsam, das das in Kauf genommen wird. Um die Klimakatastrophe wirklich strukturell aufzuhalten, muessen die "F"-Gase, Methan, Lachgas und dann CO2 gedrosselt (CO2 ist nicht der Haupttaeter!) werden. Das geht durch einen gleichzeitigen Mix, u.a Energieherstellung AKW plus ALLEN anderen gruenen Energieideen, Windkraft, Solar etc., 75 Prozent Fleischverzicht, Konsumverhalten aendern, Umbau von ALLEN Produktionsmethoden - auch Landwirtschaft - zwecks radikalen Umweltschutz (Von Umweltschutz kann man nicht mehr reden. Es geht ums "Reste retten" und den Patienten stabilisieren) und ein paar eigentlich recht logische Sachen mehr. Rein theoretisch alles machbar, in einem Atemzug muss man beginnen. AKW's zu bauen ohne diesen Rundumschlag zu tun ist allerdings verlogen. Dann lieber keine AKW's.

12:38 Uhr von Hinterdiefichte

>>
Bitte informieren Sie sich über Flüssigsalzreaktoren wie z.B. den Thoriumreaktor. Die Horrorszenarien, die Sie hier skizzieren sind dort unmöglich!
<<

Nun ja, einen wirtschaftlich arbeitenden Thoriumreaktor gibt es bis heute nicht. Schauen Sie sich einfach mal auf youtube Harald Lesch zu dem Thema an. Ich bin kein Physikprofessor - der kann Ihnen die Gesamtproblematik besser erklären.

@ 13:37 Uhr von Klärungsbedarf

Zitat: „ 12:38 Uhr von Hinterdiefichte
>>
Bitte informieren Sie sich über Flüssigsalzreaktoren wie z.B. den Thoriumreaktor. Die Horrorszenarien, die Sie hier skizzieren sind dort unmöglich!
<<
Nun ja, einen wirtschaftlich arbeitenden Thoriumreaktor gibt es bis heute nicht. Schauen Sie sich einfach mal auf youtube Harald Lesch zu dem Thema an. Ich bin kein Physikprofessor - der kann Ihnen die Gesamtproblematik besser erklären.“

Ob Harald Lesch auf youtube als Professor oder Aktivist auftritt, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Herr Lesch ist ja auch der „Meinung“, dass man Europa mit Strom versorgen könne, der in Solarthermieanlagen in den Wüsten Afrikas erzeugt wurde. Fakt ist, dass in China soeben ein Thoriumreaktor ans Netz gegangen ist, den China dann nach erfolgreichen Tests in Massenproduktion herstellen möchte. Durch die Massenproduktion dieser Reaktoren steigt die Wirtschaftlichkeit enorm!

13:51 Uhr von Hinterdiefichte

"Fakt ist, dass in China soeben ein Thoriumreaktor ans Netz gegangen ist, den China dann nach erfolgreichen Tests in Massenproduktion herstellen möchte. Durch die Massenproduktion dieser Reaktoren steigt die Wirtschaftlichkeit enorm!"

Hab mich mal informiert:
Das Gefahrenpotential nenen der Wirtschaflichkeit anscheinend auch: http://www.bund-rvso.de/thorium-reaktor-fluessigsalz-klein.html

Wirtschaftlich? Bis zum kommerziellen Einsatz könnten noch einige Jahrzehnte vergehen. Das ist aber zu spaet. Dann ist die Erderwaermung entweder schon mit generell anderen Methoden aufgehalten worden (muss) oder eben nicht - und dann ist es alles eh egal. Oder auch nicht: In den dann stattfindenden Kriegen und dem Terror sind Thoriumreaktoren schoene Ziele, vorallem wenn sie massenweise vorkommen. Siehe Link.

13:51 Uhr von Hinterdiefichte

>>
Herr Lesch ist ja auch der „Meinung“, dass man Europa mit Strom versorgen könne, der in Solarthermieanlagen in den Wüsten Afrikas erzeugt wurde. Fakt ist, dass in China soeben ein Thoriumreaktor ans Netz gegangen ist, den China dann nach erfolgreichen Tests in Massenproduktion herstellen möchte. Durch die Massenproduktion dieser Reaktoren steigt die Wirtschaftlichkeit enorm!
<<
Die Solarthermieanlage in Afrika hatten wir ja schon. Da könnte man sehr schnell wirtschaftlich etwas umsetzen. Wird nur von Lobbies (Wirtschaftsaktivisten) behindert. Man hätte das auch schon vor 50 Jahren machen können.

Die Chinesen sind ja nicht die Ersten, die mit Thorium testen und die Chinesen versprechen oft viel. Jedenfalls kann man heute keinen wirtschaftlich zu betreibenden Thorium-Reaktor bestellen und mit schönen Aussichten löst man keine aktuellen Probleme. Selbst Thorium-Befürworter rechnen noch mit mindestens 30 Jahren bis zu einem wirtschaftlichen Betrieb.

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