Kommentare - Nordirland-Konflikt: Die Mona-Lisa-Gewehre der Shankill Road

06. Dezember 2021 - 08:15 Uhr

Der Anglo-Irische Vertrag teilte vor 100 Jahren die Insel, brachte aber keinen Frieden. Bis heute gibt es in Nordirland Gewaltausbrüche - von London fühlen sich die meisten vergessen. Ein Besuch in Belfast. Von Christoph Prössl.

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Kommentare

rer Truman Welt

Die Irland Situation ist lediglich eine von so vielen in der Welt, die mir zeigen, daß die Vorstellung, gemeinsam die Welt zu retten bevor diese uns von ihrer Oberfläche tilgt, ein sehr versöhnendes Narrativ ist, allerdings vorkommen irreal. Wenn wir in der heutigen Zeit nicht einmal in der Lage sind, solche im Vergleich zu der für den Menschen definitiv tödlichen auf uns zu rasenden Klimakatastrophe ein "Fliegenschiss" ist, darf doch nicht angenommen werden, daß der Mensch solche Probleme bewältigt. Das ist nicht nur naiv, das ist infantil.
Schauen wir auf Corona, da sehen wir das typische Lösungsmodel der Menschen: Ärger, Wut, Hass und zum Schluss kommt die Gewalt. Bei der Lösung des Klimaproblems läuft es früher oder später exakt auch so.
Adios Homo Sapiens, deine Zeit läuft nun auch ab!

unseriöser Beitrag

Der Schreiberling erklärt hier sein Wunsch auf eine Wiedervereinigung verbunden mit Aufnahme in die EU.
Eigentlich schürt die Beitrittsfrage wieder Aggressionen mit EU-Gegnern.
Und es wird nicht erklärt warum es diesen Konflikt gibt.

Erst wenn eine überwiegende Mehrheit der Menschen den Zusammenschluss wollen, erst dann sollte die Frage über eine Mitglidschaft beider in der EU gestellt werden.

Dieser Nordirland Firlefanz

Dieser Nordirland Firlefanz muss beendet werden. Bietet allen, die es wollen ein Quartier in GB oder Irland an. Und der Rest soll sich doch bekämpfen. Mit Vernunft kommt man da nicht weiter. Mit Gewalt erst recht nicht.
Und vor allem sollen die nicht immer den Rest der Welt mit ihren kindereien in Beschlag nehmen. Ob katholisch oder evangelisch interessiert wirklich keinen mehr. Zumal das exakt das Selbe ist.

@ Der Nachfrager, um 08:48

"Der Schreiberling"??

Vielleicht machen Sie sich die Mühe, lesen den Artikel noch einmal genauer durch als beim ersten Mal und unterscheiden, wer was gesagt oder gefordert hat.

Und schließlich noch am Stil feilen, dann braucht man über einen derartigen Kommentar nicht mehr den Kopf schütteln.

um 09:09 von Bender Rodriguez

//Dieser Nordirland Firlefanz muss beendet werden. Bietet allen, die es wollen ein Quartier in GB oder Irland an.//

So kann man es sich auch leicht machen: Der Mensch in seiner Verwobenheit in seinem Umfeld, mit all seinen sozialen Verbindungen, seiner Verbundenheit zu seiner Heimat scheint für Sie nicht zu existieren. Sondern einfach nur Einzelpersonen, die man nach Belieben aus ihren Umfeldern reißen und wo anders hinschieben kann...
Nein, es geht nicht um "Firlefanz". Es geht um Ängste, Befürchtungen, auch Feindbilder. Um Wunden der Seele.
Das kann überwunden und die Wunden geheilt werden. Die Beziehungen Deutschland-Frankreich sind ein Beispiel dafür.
Aber Heilung und Überwindung brauchen Respekt, Anerkennung für die Positionen des Anderen. Liebe zur Heimat, die auch die Heimat des Anderen ist, dessen Liebe genauso wertvoll ist.
Ich teile die Hoffnung, daß die nachwachsende Generation durch Liebesbeziehungen und Familiengründungen der Trennung ein Ende setzen wird.

Der Bericht zeigt eine der

Der Bericht zeigt eine der verheerenden Folgen des Brexit auf. Wie gesagt: eine unter mehreren. Man darf gespannt sein, wann sich politisch wieder ein Zeitfenster und eine Konstellation ergibt, diesen kapitalen Fehler zu korrigieren durch einen neuen Beitritt zur Europäischen Union.

um 08:48 von Meinung zu unse...

//Schauen wir auf Corona, da sehen wir das typische Lösungsmodel der Menschen: Ärger, Wut, Hass und zum Schluss kommt die Gewalt. Bei der Lösung des Klimaproblems läuft es früher oder später exakt auch so.
Adios Homo Sapiens, deine Zeit läuft nun auch ab!//

"Und wenn ich wüsste, daß morgen die Welt untergeht, so würde ich heute ein Apfelbäumchen Pflanzen!"

Das möchte ich Ihrem Ausdruck der Resignation entgegensetzen.

Als die indoarischen Reiternomaden in das kamen, was wir heute "Norddeutschland" nennen, fanden sie dort eine sehr bodenständige, Ackerbau treibende Kultur vor.
Anstatt sich gegenseitig umzubringen haben sie sich durchmischt. Liebe statt Krieg gemacht. Und: Unterschiedlicher können Ethnien fast nicht sein.

Ich glaube, daß die Iren es schaffen werden. Und ich glaube, daß dieser Friedensschluß durch die Generation, die jetzt so 15j alt ist, kommen wird. Und Unterschrieben mit Küssen und Zärtlichkeit. Nicht mit schwarzer Tinte in einem Büro.

@ um 08:58 von Der Nachfrager

Bei einer Wiedervereinigung gibt es keine "Aufnahme" in die EU. Irland ist bereits in der EU, damit ist es NI automatisch. Oder habe ich verpasst, als die DDR aufgenommen wurde?

jedes mal wenn von Nordirland die rede ist...

...muss ich an Martin Sonneborns (halb ernst gemeinten) Vorschlag denken:

Die Republik Irland, Nordirland und Schottland schließen sich zu den Vereinigten keltisch gälischen Nationen zusammen. Daraus würden für Nordirland und Schottland auch die sofortige EU-Mitgliedschaften resultieren. Also genau das was sie wollen, da beide in Punkto Abspaltung nur deswegen die Füße still gehalten haben (in Schottland sogar mit einem Referendum), weil London ihnen versprochen (und dabei gelogen hat), dass es keinen Brexit geben wird.

Es würde mich extrem freuen, beide wieder im Club EU willkommen zu heißen.

um 08:58 von Der Nachfrager

"Der Schreiberling" hat sicher nicht den gesamten historischen und soziologischen Hintergrund dargelegt. Dazu reicht das Format auch nicht aus.
Aber die Kritikpunkte, die Sie nennen, kann ich beim besten Willen nicht finden in dem Text.

bitte belesen Sie sich etwas

@Am 06. Dezember 2021 um 09:28 von harry_up
Dieser Konflikt existiert schon ewig.
Und dieser Konflikt muss von den Einwohnern gelöst werden.
Eine Frage zur EU dort reinzuhauen verbietet sich.
Der Süden Irlands ist schon seit Jahrhunderten Britisch geprägt. Der Norden ist gegen Britanien.
Die Geschichte hat immer wieder gezeigt das ein gezwungenes Miteinander nicht funktioniert.
(nicht nur in diesem Fall)
Erst wenn die Menschen so weit sind, friedlich miteinander zu leben, erst dann ist eine Vereinigung möglich.
Aber ewig Gestriege gibts nicht nur dort, auch in Deutschland und im Rest der Welt gibt es noch zu viele dieser Menschen die sich in alten "Blasen" wohl fühlen.

Und der Brexit hat sehr deutlich gemacht dass das Miteinander ohne Grenzen besser wäre.
Da ist die Frage der EU-Zugehöhrigkeit fehl am Platz.

@Der Nachfrager - Sie kennen wohl die mehrheit der Nordirländer?

Für London ist die ewige verwaltete Kolonie Nordirland und dessen Bewohner lediglich ein Spielball.

Boris Johnson hat sich verzockt !

In Nordirland sind der Sprit knapp, die Regale leer sind, u.v.m
Johnson droht schon mit Artikel 16 und will auch einseitig
aus England über die Köpfe der Nordiren über dessen Zukunft hinweg endscheiden.

09:31 von paganus65

Ich teile die Hoffnung, daß die nachwachsende Generation durch Liebesbeziehungen und Familiengründungen der Trennung ein Ende setzen wird.
-------

schauen wir mal

die letzten 100 Jahre waren ja nicht so überzeugend

08:58, Der Nachfrager

>>unseriöser Beitrag
Der Schreiberling erklärt hier sein Wunsch auf eine Wiedervereinigung verbunden mit Aufnahme in die EU.<<

Welchen Beitrag meinen Sie? Der, der hier diskutiert wird, kann es nicht sein, denn da steht nichts dergleichen drin.

"Schreiberling" ist übrigens ein Schimpfwort.

09:49 von Deeskalator

Es würde mich extrem freuen, beide wieder im Club EU willkommen zu heißen.
----------

freut mich - wenn es sie freut !
bleibt zu hoffen es entspricht auch den Vorstellungen der Betroffenen

um 09:49 von Deeskalator

//schließen sich zu den Vereinigten keltisch gälischen Nationen zusammen//
Und Deutschland, Östereich, Dänemark, Schweden, Norwegen wird dann zur "Völkergemeinschaft germanischer Siedlungsraum"?

Nun ja, es hat was, was Sie "halb ernst" vorschlagen. Zumindest Respekt für die kulturellen Wurzeln. Und damit, glaube ich, fängt Versöhnung und Gemeinschaft an: Daß man die Wurzeln des Anderen als Wertvoll anerkennt.

Das würde der EU zwar vieles von ihrem Hang zur Gleichmacherei nehmen, aber insgesamt sehr, sehr gut tun und viele Spannungen entschärfen.

Ja, ganz ernst gemeint, eine solche Rückbesinnung wäre ein Friedensprojekt weit über den Nordirlandkonflikt hinaus.

09:54, Der Nachfrager

>>bitte belesen Sie sich etwas
@Am 06. Dezember 2021 um 09:28 von harry_up
Dieser Konflikt existiert schon ewig.
Und dieser Konflikt muss von den Einwohnern gelöst werden.
Eine Frage zur EU dort reinzuhauen verbietet sich.
Der Süden Irlands ist schon seit Jahrhunderten Britisch geprägt. Der Norden ist gegen Britanien.<<

Wie bitte?

Ich glaube, Sie sollten mal ein Geschichtsbuch und eine Landkarte zur Hand nehmen.

@ Der Nachfrager, um 09:54

re @ harry_up, 09:28

Ihr Ratschlag, ich möge mich etwas belesen, geht an der Sache vorbei, zumal mir die Historie hinreichend bekannt ist.

Wenn Sie einen Artikel kritisieren, sollte das auch auf der Basis dessen erfolgen, was darin be- und geschrieben wurde, ansonsten fährt man allzu bald auf Nebengleisen.

Ihre geradezu als Abscheu vor einer EU-Mitgliedschaft zu bezeichnende Einstellung halte ich für vollkommen unangebracht, wie auch Ihre scheinbar als unabänderlich betrachtete Spaltung Irlands.

Einmal so - immer so - gut so?
Nein, das sehe ich völlig anders.

@ 09:37 von SinnUndVerstand

"Der Bericht zeigt eine der verheerenden Folgen des Brexit auf."

Sehe ich ganz anders! Auch während der EU-Zeiten schwelte dieser Konflikt weiter. Ich sehe es eher positiv. Der Brexit führt dazu, dass die Probleme des Konflikts endlich an der Wurzel angegangen werden.

"diesen kapitalen Fehler zu korrigieren durch einen neuen Beitritt zur Europäischen Union."

Im Gegenteil, ein Gewinn, der Brexit wird Wege aufzeigen, wie ein besseres, positives Miteinander auch ohne dieses teure, überbordende Konstrukt funktionieren kann.

Nordirland-Konflikt: ...

Ich halte, wie schon für den Donbas, Umzugskredite für die vernünftigste Regelung - solche eine umstrittene Region zu befrieden - man kann dann ja einen Naturpark daraus machen. Wenn die Verwaltung sich so gar nicht mehr lohnt wird England irgend wann das stücken Land hoffentlich ohnehin los werden wollen - ansonsten hülfe vielleicht ein geregelter Zuzug von Iren nach Nord Irland ... Die EU könnte den Prozess begleiten und die USA bei Streitigkeiten den Gerichtsort geben...

um 09:54 von Der Nachfrager -- Verständnisfrage

Ich Zitiere Sie: "Die Geschichte hat immer wieder gezeigt das ein gezwungenes Miteinander nicht funktioniert."
UND:
"Und der Brexit hat sehr deutlich gemacht dass das Miteinander ohne Grenzen besser wäre."

Aber: Wenn man Grenzen "abschafft", wie auch immer daas aussehen soll, dann würde es ein "Miteinander" erzwingen. Denn man würde ja ein abgegrenztes "Nebeneinander" verbieten. So wie Tito in Jugoslawien.

Und davon, sagen Sie ganz zu recht, ist zu beobachten daß es eben NICHT funktioniert, im Sinne von friedvollem Zusammenleben.

Diesen Widerspruch kann ich nicht auflösen.
Die Einzige Lösung scheint mir zu sein, doch Grenzen als positiv anzusehen. Grenzen, zwischen guten Nachbarn. Nicht Grenzen zwischen Feinden.
Das ist ja das, was die EU als "Union der Vaterländer" vorantreiben will.
Im Bild der Nachbarschaft: Weder Wohngemeinschaft aller noch meterhohe Zäune. Eher kleine Gartenmäuerchen.

Ausgrenzung und Machtinstrumente: Die größten Sicherheitsrisiken

Der ehemalige Bürgermeister von Belfast:
"Die Vereinigung würde eine Möglichkeit eröffnen, wieder Teil der Europäischen Union zu werden"

Und darüber hinaus ein Exempel dafür zu statuieren, dass die Überwindung politischer - und das heißt bislang noch immer: auf Machtansprüchen Einzelner beruhende - „Trennlinien“ - der einzige Weg zu einer friedlichen Zukunft für alle ist.

Und er zeigt hiermit auf, wo hierbei die entscheidende - und bislang als unüberwindbar „geltende“ - Barriere liegt: „Bevor es ein Referendum geben kann, will er die Fragen beantworten, die aus seiner Sicht für viele Menschen zentral sind: Was würde eine Vereinigung für das Rentensystem bedeuten? Wie soll das Gesundheitssystem aussehen? "Wir brauchen einen präzisen Plan, wie das neue Irland aussehen soll":

Am Machtinstrument der Mächtigen - dem Streitobjekt und „Spaltmittel“ Geld (jedenfalls in seiner bisherigen Funktion).

"Es geht nicht darum, eine Linie auf einer Karte auszuradieren“

Sondern eine in den Köpfen.

Warum welches Abkommen und

Warum welches Abkommen und welcher Vertrag zwischen Irland, Nordirland und England welche Seite zu Gewalttätigkeiten hingerissen hat, wird leider nicht erklärt.
Warum die Verträge rund um den Brexit zu weiteren Gewalttaten zwischen den Protagonisten führt und der Berichterstattung der letzten Jahre zufolge zwangsläufig zu Gewalttaten führen muß, wird auch mit keinem Wort erklärt.
Fakt ist, dass England Irland immer nur als Kolonie behandelt und über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte genau so rücksichtslos ausgebeutet und ausgeplündert hat, wie den halben Rest der Welt.
Insofern ist England auch für jegliche Gewalttaten und Kriege mit Irland oder Teilen von Irland verantwortlich.
Sinnvoll wäre, wenn England und Irland ihre Probleme fair und gleichberechtigt miteinander klären ohne dass sich die EU einmischt. Und bis dahin bleiben die Beziehungen der EU zu England oder Irland auf dem Status Quo.

viele Stätten britischer Verbrechen in Irland

Ich selbst habe viel e Stätten englischer Grausamkeiten in Irland besucht.
Jedesmal war ich erstaunt, dass die Iren ihren Widerstand gegen England beendet haben.
Aber glücklicherweise hatten sich Nordirland und die Republik ja auch menschlich sehr weit angenähert.

um 10:01 von Sisyphos3

//"...daß die nachwachsende Generation durch Liebesbeziehungen und Familiengründungen der Trennung ein Ende setzen wird."

die letzten 100 Jahre waren ja nicht so überzeugend//

Ich höre gerade Musik über den 30jährigen Krieg von Sabaton.
Die schwedische Band arbeitet die Konflikt in ihren Texten durch und kommt beispielsweise zu der Zeile: "...and pain is all that sweden brought".

Ja, damal hätten sich viele kein Ende dieses durch konfessionellen Haß und Machtpolitik geprägen Konfliktes vorstellen können. Und doch ist Schweden heute ein Leuchtturm an Friedenswillen.

Ich kann nicht das Unheil bejammern, mich aber der Heilung in den Weg stellen. Und sei es nur dadurch, daß ich sie nicht für möglich halten will.

ja: MEINE Haltung ändert in Irland nichts. Aber sie ändert in meinem Umfeld was. Und viele Umfelder ergeben eine Gesellschaft, viele Gesellschaften eine Staatengemeinschaft.
Lassen Sie nicht die Hoffnungslosigkeit in Ihr Herz! Fangen Sie mit Hoffen an. Heute.

@Sisyphos3

ja tut es.
Sowohl aus persönlicher Erfahrung; Alle Schotten die ich kenne wollen zurück in die EU.
Als auch aus historischer Sicht, wenn es einen roten Faden in der Geschichte Schottlands, dann dass sie von England unabhängig sein wollen.

Der Wille zur EU-Mitgliedschaft resultiert aus dem Willen zur Gemeinschaft. Warum dann nicht einfach bei England bleiben?
Weil England Schottland im Gegensatz zur EU nie nach deren Meinung fragt (und wenn dann nur um dann doch zu machen was London will)

10:22, Giselbert

>> Auch während der EU-Zeiten schwelte dieser Konflikt weiter. Ich sehe es eher positiv. Der Brexit führt dazu, dass die Probleme des Konflikts endlich an der Wurzel angegangen werden.<<

Sind Sie wirklich mit der Geschichte des Nordirlandkonfliktes und dem nordirischen Friedensprozess vertraut?

Ihre Zeilen erwecken einen anderen Eindruck.

@ 10:22 von Giselbert

>>Der Brexit führt dazu, dass die Probleme des Konflikts endlich an der Wurzel angegangen werden.<<

Das Wiederaufflammen des Nordirlandkonfliktes ist wohl die schwerste Folge des Brexits. Hier wird gar nichts an der Wurzel gegangen. Welche Maßnahmen sollen das denn sein?
Selbst, wenn man ein Feind der EU ist, kann man doch nicht so blind sein, nicht zu sehen, dass die EU regionale Konflikte gemildert hat.

Der Konflikt ist zwar noch nicht wirklich gelöst

Aber befriedet,zumindest weitgehend.
Der Rest ist jetzt eine frage der Zeit.
Die Lösung ist bei der Jugend,so wie es im Artikel beschrieben ist.
Leider hat der Brexit hier wieder neue Probleme geschaffen,die eigentlich überwunden waren.

Ein Reich, in dem die Sonne niemals untergeht .....

Das existiert in den meisten britischen Köpfen immer noch. Und so werden Schottland und Nordirland mit eiserner Faust gehalten (Faustpfand), auf dass GB nicht zerfällt, wie es ja jahrhundertelang im Mittelalter der Fall war. Nur so konnte GB der EU diese eiserne Faust vor die Nase halten. Viele Grüße von Maria Stuart!

@ 11:09 von fathaland slim

"Sind Sie wirklich mit der Geschichte des Nordirlandkonfliktes und dem nordirischen Friedensprozess vertraut?
Ihre Zeilen erwecken einen anderen Eindruck."

Bringen Sie doch einfach sachliche Gegenargumente, anstatt meine Kompetenz infrage zu stellen. Oder fehlen Ihnen diese?

um 10:30 von Duzfreund

//Ich halte, Umzugskredite für die vernünftigste Regelung - solche eine umstrittene Region zu befrieden - man kann dann ja einen Naturpark daraus machen. //
Prinzip: Die Menschen, die ein Problem darstellen aus der Sicht einer anderen Macht, werden aus dem Land entfernt, um außerhalb des Landes gelegene Interessen durchzusetzen.
Vertreibung nennt man das. Der monetäre Anreiz, den Sie erwähnen, macht daraus nr eine "Vertreibung light". Aber der soll ja nur "Kredit" sein. Die Leute sollen ihre Vertreibung ja gefälligst selber zahlen. Als Strafe für was? Nach welchem Recht?

//ein geregelter Zuzug von Iren nach Nord Irland//
Und wie bewegen Sie diese Menschen, "geregelt" ihre Heimat zu verlassen? Mit Geld? Sie glauben wohl, jeden und alles kaufen zu können!

// Die EU könnte den Prozess begleiten und die USA bei Streitigkeiten den Gerichtsort geben...//
Das nennt sich "Fremdherrschaft". "Kolonialherschaft" biete ich auch als Begriff an. Mit allen menschenverachtenden Konnotation.

09:54 von Der Nachfrager

>>Eine Frage zur EU dort reinzuhauen verbietet sich.<<

Habe ich etwas nicht mitbekommen?
Plant die EU eine militärische Aktion in Nordirland?

11:05 von paganus65

Fangen Sie mit Hoffen an. Heute.
----

warum nicht

bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt

um 09:54 von Der Nachfrager

Nach einem Jahrhundert von Psychologie, Deutung von verschachtelten und tiefer liegenden Motiven besonders im Bereich von Gruppenspaltung lässt es sich leicht erklären, wozu solche Konflikte brauchbar sind und aus wessen Sicht das so bleiben sollte. Kann man gut im Verlauf dieses Threads erkennen. Warum soll es den Iren als Ganzes denn besser gehen? Wozu Gemeinschaften bilden, in denen es bestenfalls allen gut geht? So weit ich mich erinnere, haben die Jahre in der EU der Insel einiges an Stabilität und Ordnung gebracht und hinter dem Brexit tauchen nun exakt die Probleme auf, auf die Johnson gehofft hat bzw. die von den Kritikern vor Jahren befürchtet wurden. Lenkt ja auch schön ab von den lange voraussehbaren Mängeln im Inland.

Früher neigte ich oft dazu, anderen nicht zu gönnen, was ich selbst nicht hatte. Ich wünsche allen, die sich von unglücklichen, bösen und zum Missbrauch von Macht berufen fühlenden Honigumdenmundklebern
rumkommandieren lassen müssen, Mut und Kraft.

Warum?

Warum leben Menschen mit einem katholischen und einem protestantischen Hintergrund getrennt voneinander?

Weil Religion oft das Problem und nicht die Lösung ist. Dazu teilweise krimminelle Politiker und Führer die diese Spannungen für Ihre egosistischen, oft wirtschftlich festgelegten Gründe benutzen um friedliche gute Bürger weiter Auszubeuten und Bevormunden zu können.

Paganus

...
Nein, es geht nicht um "Firlefanz". Es geht um Ängste, Befürchtungen, auch Feindbilder. Um Wunden der Seele."
.
Nein. Es geht um Firlefanz.
Um einen so alten Streit, dass den keiner mehr ernst nehmen kann.
.
Mann stelle sich mal vor, der Rest von Europa wäre auch so versessen.
Wir würden uns heute noch wegen Hitler, Napoleon oder sogar Cäsar um sinnlose Flecken Erde streiten.
.
Überlassen wir diese Streithansel einfach sich selbst. Wenn die sich nicht einig werden wollen, muss mich das überhaupt nicht interessieren.

12:00, Giselbert

>>@ 11:09 von fathaland slim
"Sind Sie wirklich mit der Geschichte des Nordirlandkonfliktes und dem nordirischen Friedensprozess vertraut?
Ihre Zeilen erwecken einen anderen Eindruck."

Bringen Sie doch einfach sachliche Gegenargumente, anstatt meine Kompetenz infrage zu stellen. Oder fehlen Ihnen diese?<<

Ich habe Ihnen eine Frage gestellt. Nicht mehr und nicht weniger. Denn Ihr Kommentar scheint mir von Unkenntnis der nordirischen Geschichte geprägt. Gegenargumente gegen Unkenntnis kann es nicht geben. Hier hilft nur, sich zu informieren. Für eine Geschichtsstunde reichen tausend Zeichen nicht.

12:00 von Giselbert @ 11:09 von fathaland slim

>>Ich sehe es eher positiv. Der Brexit führt dazu, dass die Probleme des Konflikts endlich an der Wurzel angegangen werden.<<
"Bringen Sie doch einfach sachliche Gegenargumente, anstatt meine Kompetenz infrage zu stellen."

Das Gegenargument hat Ihnen 11:20 Uhr Carlos geliefert. Es zeigt wie absurd Ihre oben genannte Aussage ist.

Der Blick zurück - nicht immer vermeidbar

Bei der Betrachtung aktueller politischer Probleme kommt es auf die tatsächliche Lösung an und nicht auf lange Historikerbetrachtungen. ABER : oft kann eine Lösung doch nicht ohne einen Blick zurück gelingen; mindestens
in einem Zeitfenster von 1 bis 2 Jahrhunderten.Das gilt gewiß für den Irland-Konflikt - und dann ist nicht zu übersehen, daß die Arroganz des Britischen Imperialismus auch hier nachhaltig gewirkt hat. Das hat sich dann gepaart mit der Selbstsüchtigkeit einer irischen Elite, die dem Wohlstand den Vorzug gab vor dem Einheitsgedanken der irischen Nation. Die religiöse Spaltung hat dann den Rest besorgt - und dieses giftige Knäuel wird man nicht so schnell entwirren. Auf jeden Fall sollten wir
dieses Drama vor Augen haben, wenn wir in Deutschland Partikularinteressen blindlings verfolgen.

politisch wieder ein Zeitfenster und eine Konstellation?

von SinnUndVerstand @
Diese Zeitfenster kann nur von innen von der eigenen Bevölkerung geöfnet werden. Von außen ghet das nicht.

Also bei der DDR hat dieses "Zeitfenster" mehr als 40 Jahre gedauert und vieln Hundet Menschen das leben an den Grenzen gekostet.

Hoffen wir mal das die Mehrheit dort nicht so lange braucht.

um 13:12 von Esche999

// oft kann eine Lösung doch nicht ohne einen Blick zurück gelingen; mindestens
in einem Zeitfenster von 1 bis 2 Jahrhunderten.//

Genau das ist es.
Ein anderes Beispiel: Auch, wenn die Ergebnisse nicht Ideal sind, so ist der Prozess sicher richtungsweisend: Die Versöhnungskonferenz in Südafrika zum Ende der Apartheid.

Der historische Blick auf den Konflikt, das offene Aussprechen des begangenen und erfahrenen Unrechtes, Das Benennen des Unrechts als Unrecht: All das hat die Basis geschaffen für einen besseren Weg.

Solch einen Prozess kann man nur machen, wenn man, wie Sie es sagen, wenigstens mal 200 Jahre zurückschaut.

Das ist eben ein ganz anderer Ansatz als das hier mehrfach geäußerte: Die Menschen sind das Problem! Schaffen wir die Menschen weg, ist das Problem weg!"
Nein, die Menschen HABEN ein Problem. Die EU könnte ein guter Moderator eines echten, ehrlichen Lösungsdialoges sein. In diesem Dialog stünden dann aber auch die Machtinteressen von GB zur Disposition.

Die Zeiten ändern sich

Lange Zeit war die Republik Irland ein vom Katholizismus dominiertes Land, in dem nicht mal eine Ehescheidung möglich war.
Mütter außerehelicher Kinder wurden zum hochoffiziell in Klöstern eingesperrt und übel behandelt.
Dieser Muff hing noch bis in die Anfänge dieses Jahrtausends in der irischen Gesellschaft.
Für einen nordirischen Protestanten war das keine akzeptable Sache, in einem solchen Land zu leben.
Dazu kommt, dass sich im Laufe der Jahrhunderte viel Hass auf beiden Seiten aufbaute und die britische Verwaltung und das Militär ganz klar einseitig agierte.
Der Brexit lässt nun die alten Wunden wieder aufbrechen.
Geändert hat sich aber etwas anderes:
Die Republik Irland mutiert zunehmend zu einem modernen, weltoffenen Staat mit einem Gesellschaftsklima, in dem auch Nichtkatholiken einen Platz finden.
Die Unionisten sollten mal darüber nachdenken, ob es sich nicht doch als Bürger der Republik Irland gut leben lässt.

12:31, werner1955

>>Warum leben Menschen mit einem katholischen und einem protestantischen Hintergrund getrennt voneinander?

Weil Religion oft das Problem und nicht die Lösung ist. Dazu teilweise krimminelle Politiker und Führer die diese Spannungen für Ihre egosistischen, oft wirtschftlich festgelegten Gründe benutzen um friedliche gute Bürger weiter Auszubeuten und Bevormunden zu können.<<

Nordirland ist, historisch gesehen, eine englische Kolonie. Die mit Engländern besiedelt wurde. Engländer sind meist Protestanten, Iren meist katholisch.

Die protestantischen Nordiren sind Nachfahren der Kolonisten, die katholischen gewissermaßen die Urbevölkerung.

Es geht also gar nicht um Religion.

Wie eigentlich bei allen Konflikten, die angeblich religiös begründet sind.

Nordirland ist da sozusagen ein Lehrbuchbeispiel.

um 10:30 von Duzfreund

//man kann dann ja einen Naturpark daraus machen. //

Ich komme über diesen Vorschlag nicht hinweg.
Welche Staatstheorie steht dahinter, wenn ein Bundesbürger, ein Bürger der Bundesrepublik Deutschland, solch eine Idee äußert?
Nicht die des Grundgesetzes:
"Alle Macht geht vom Volke aus!".
Klar, die Republik Irland ist nicht Deutschland. aber: Wer unter eine solchen Verfassung wie unserer lebt, der kann doch nicht es gut finden, ein Land aus hochherrschaftlicher Anordnung heraus zu entvölkern und aus der Heimat vieler tausend Mitmenschen "Einen Naturpark" zu machen!
Dafür muß man doch vor dem Hintergrund denken, daß alles Land der Obrigkeit gehört und diese die Untertanen wie Nutzvieh hin- und herversetzen kann.
Welche Abgründe tun sich da auf!
Genau aus solchem Herrschaftsverständnis heraus wurde der Konflikt erst erschaffen. Und genau das würde den Konflikt in die nächsten Hundert Jahre verlängern!

Paganis

Dieser Freizeitpark ist keine schlechte Idee. Alke Parteien erweisen dich als unfähig, dieses Land zu regieren.
Also sollte man was besseres damit machen.
.
Wenn du das jetzt mit einem Augenzwinkern als Satire erkennst, wirs du die dahinter stehende Kritik verstehen.
.
Wenn Dieter Nuhr sowas sagt, wird applaudiert.

um 12:47 von Bender Rodriguez

//um sinnlose Flecken Erde streiten.//

Die Heimat von Menschen ist nie ein sinnloser Flecken Erde.
Als Soldate der Bundeswehr habe ich mal gelobt, genau solche Dinge, wie Sie sie vorschlagen, nötigenfalls mit Gewalt zu verhindern: Daß nämlich fremde Mächte kommen, unser Teritorium für sinnlose Flecken erklären, unsere Verbundenheit als Firlefanz bezeichnen und alsdann das Recht und die Freiheit hier zu leben nehmen wollen.

Ideen wie Ihre sind geeignet, Gewalt und Haß ins unermessliche zu verlängern.
Wenn Sie Frieden haben wollen, wo Haß herrschte, müssen Sie Menschen zuhören, Interessen auszugleichen helfen, Ängste ernstnehmen und lösen.
Sie müssen sich von Macht und Herrschaft im Denken lösen. Nur dann besteht die Hoffnung auf Frieden.
Ihre Bezeichnung "Firlefanz" klingt so hochmütig, so arrogant. Wollen Sie das so?

@ 13:02 von Tremiro

"Das Gegenargument hat Ihnen 11:20 Uhr Carlos geliefert. Es zeigt wie absurd Ihre oben genannte Aussage ist."

Das ist kein Gegenargument sondern lediglich eine unbegründete Behauptung.

Meine Aussage als absurd darzustellen entbehrt jeglicher Realität.

um 14:56 von Bender Rodriguez

//Dieser Freizeitpark ist keine schlechte Idee. Alke Parteien erweisen dich als unfähig, dieses Land zu regieren.
Also sollte man was besseres damit machen.//

Ok, verstehe: Die Unfähigkeit einer Regierung rechtfertigt die Vertreibung eines Volkes. Wo, in der Geschichte, habe ich das schonmal gehört?

Meine Familie ist zur einen Hälfte Vertrieben. Mein Vater fuhr zu dem Haus, das mal sein Elternhaus war. Er gab dem neuen polnischen Besitzer die Hand und schloß Frieden. Ganz persönlich. Ich war dabei und bezeuge es.
Mein Vater lehrte mich, daß Vertreibung IMMER ein Verbrechen ist. Auch eine "Gegenvertreibung".

Was Sie propagieren ist: Eine Vertreibung durch eine andere korrigieren zu wollen. Augenzwinkern hin, Satiere her. Auch einem Komiker würde ich da nicht applaudieren.
Das ist geschmacklos, wenn man es als Witz verstehen will.

@ 13:00 von fathaland slim

"Gegenargumente gegen Unkenntnis kann es nicht geben. Hier hilft nur, sich zu informieren. "

Ach so, dann fehlen Ihnen scheinbar doch die Argumente und Sie versuchen es nur auf die Unkenntnis anderer zu schieben.

15:08, Giselbert

>>@ 13:00 von fathaland slim
"Gegenargumente gegen Unkenntnis kann es nicht geben. Hier hilft nur, sich zu informieren. "

Ach so, dann fehlen Ihnen scheinbar doch die Argumente und Sie versuchen es nur auf die Unkenntnis anderer zu schieben.<<

O.k., dann jetzt also in aller Kürze:

Der Nordirlandkonflikt ist ein Kolonialkonflikt. Engländer haben die Insel kolonisiert. 1921 wurde die Insel geteilt, nach dem irischen Unabhängigkeitskrieg. In Nordirland waren die Iren seitdem Menschen zweiter Klasse, woraus die blutigen Spannungen dort resultierten. Es gab dann einen mühsamen Friedensprozess, der im Karfreitagsabkommen zwischen der Regierung der Republik Irland, der Regierung des Vereinigten Königreichs und den Parteien in Nordirland vom 10. April 1998 seinen vorläufigen Abschluss fand.

Durch den Brexit brechen die alten Wunden gerade wieder auf. Es gibt nämlich wieder eine Grenze zwischen Großbritannien und Irland.

Bitte informieren Sie sich weitergehend.

um 14:56 von paganus65 um 12:47 von Bender Rodriguez

Mein voller Respekt für Ihr geduldiges Ansprechen in aller Sachlichkeit und mit ausführlichen Hinweisen, wie Respekt funktionieren kann. Auch in der Welt der Vereinfacher, Rechthaber und der ,,Kenner" auf dem Hochsitz arroganter, vom kulturellen Respekt völlig entledigter Zeitgenossen.
Wären die "Streithanseln" bei uns vor 80 Jahren sich selbst überlassen worden, gäbe es heute kein Forum und nicht mal die ARD. Die Kämpfe, die Opfer und das Ziel von Unabhängigkeit von den Kolonisten (was ja immer das eigentliche Ziel über den Verwicklungen war) so ins Lächerliche zu ziehen und auf scheinbar im Vordergrund stehende Konflikte der Konfessionen zu deuten, ist das Spiel des zynischen alten Empires. Aber auch hier träumt so mancher von großen Zeiten.

@ 15:19 von fathaland slim

"... Durch den Brexit brechen die alten Wunden gerade wieder auf. Es gibt nämlich wieder eine Grenze zwischen Großbritannien und Irland. ..."

Vielen Dank für Ihre Ausführungen!

Dennoch bin ich der Überzeugung, dass der Konflikt auch während der EU-Zeiten noch lange nicht beseitigt war.
Ein konfliktfreier Umgang ist und darf nicht davon abhängig sein, ob zwei Länder gleichzeitig Mitglied in der EU sind, dazu gibt es Beispiele.
Den Brexit deshalb zu verteufeln (weil Irland nicht in der Lage ist den Konflikt beizulegen) ist die falsche Schlussfolgerung.

15:47, Giselbert @ 15:19 von fathaland slim

>>Dennoch bin ich der Überzeugung, dass der Konflikt auch während der EU-Zeiten noch lange nicht beseitigt war.<<

Natürlich nicht. Es war ein vielversprechender Anfang.

>>Ein konfliktfreier Umgang ist und darf nicht davon abhängig sein, ob zwei Länder gleichzeitig Mitglied in der EU sind, dazu gibt es Beispiele.<<

Es gibt kein Beispiel für eine ähnliche Situation, wie sie in Nordirland existiert.

>>Den Brexit deshalb zu verteufeln (weil Irland nicht in der Lage ist den Konflikt beizulegen) ist die falsche Schlussfolgerung.<<

Wie soll denn Irland den Konflikt beilegen? Was meinen Sie denn mit Irland? Die Republik Irland? Nordirland gehört politisch zu Großbritannien. Und es hat nichts mit Verteufeln zu tun, wenn man darauf hinweist, daß der Brexit die Lösung des Konfliktes um Jahre zurückgeworfen hat. Aus Gründen, die lang und breit diskutiert und ausgeführt wurden. Als EU-Gegner mag einem dieser Zusammenhang nicht schmecken, er geht davon aber nicht weg.

@ 16:36 von fathaland slim

15:47, Giselbert
>>Ein konfliktfreier Umgang ist und darf nicht davon abhängig sein, ob zwei Länder gleichzeitig Mitglied in der EU sind, dazu gibt es Beispiele.<<

@ 16:36 von fathaland slim
"Es gibt kein Beispiel für eine ähnliche Situation, wie sie in Nordirland existiert."

Ähnlich ist die Situation insofern, dass ein Teil in der EU ist, der andere nicht. Also vergleichbar mit Ländern, bei denen eines in der EU ist, das andere nicht und die trotzdem konfliktfrei miteinander umgehen.

17:01, Giselbert

>>@ 16:36 von fathaland slim
15:47, Giselbert
>>Ein konfliktfreier Umgang ist und darf nicht davon abhängig sein, ob zwei Länder gleichzeitig Mitglied in der EU sind, dazu gibt es Beispiele.<<

@ 16:36 von fathaland slim
"Es gibt kein Beispiel für eine ähnliche Situation, wie sie in Nordirland existiert."

Ähnlich ist die Situation insofern, dass ein Teil in der EU ist, der andere nicht. Also vergleichbar mit Ländern, bei denen eines in der EU ist, das andere nicht und die trotzdem konfliktfrei miteinander umgehen.<<

Ja, wenn man die Geschichte und spezielle Situation Nordirlands ausklammert und alles nur auf "zwei Länder, eins EU, eins nicht" reduziert, dann könnte man Ähnlichkeiten entdecken.

Aber auch nur dann.

um 15:31 von melancholeriker

//Mein voller Respekt für Ihr geduldiges Ansprechen in aller Sachlichkeit und mit ausführlichen Hinweisen, wie Respekt funktionieren kann.//

Ich danke Ihnen von Herzen. Es tut gut, solches zu lesen.
Und ja: Ich will mich niemals der Logik von Hass und Gewalt beugen, ihr verfallen.

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