In New York sind die Ratten los

01. Dezember 2021 - 10:55 Uhr

Ratten gehören schon immer zu New York - inzwischen nimmt die Plage jedoch überhand. Die Stadt bekommt die Schädlingsinvasion nicht in den Griff. Bewohner gehen nun selbst auf die Jagd. Von Antje Passenheim.

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Kommentare

Das Problem ist, dass der

Das Problem ist, dass der Müll täglich abgeholt wird, es keine Mülltrennung gibt und der Müll in Plastiksäcken und nicht in Mülltonnen auf die Strasse gestellt wird.

Bei dem Foto hat man mehr den

Bei dem Foto hat man mehr den Eindruck, die Menschen hauen vor den Ratten ab ...
Naja, in einer Stadt, in der der Müll so gewaltig ist (Fastfoodmüll, etc.), muss man sich nicht wundern, dass Ratten so zahlreich sind. In der Kanalisation müssen ja extrem viele Ratten unterwegs sein, und nicht nur die ...
Aber nachdem bestimmt viele New Yorker*innen auch Schusswaffen haben, können sie ja Schießübungen auf Ratten veranstalten.

New York

Ratten sind sehr intelligente Tiere. Solange sie Nahrung finden, werden sie da bleiben.

Küchenabfälle im AW-Kanal

Gibt es in Amerika nicht die Küchenhexler, die im Ausguss der Küchenspüle integriert sind.
Ich habe gelernt, größere Essensrestemengen und Küchensbfälle gehören nicht ins Klo und damit auch nicht in den Kanal.

Und so lange @11:10 von Dr. Cat

>>>Ratten sind sehr intelligente Tiere. Solange sie Nahrung finden, werden sie da bleiben.>>>

So lange Menwchen Nahrungsmittel wegschmeißen, ob angegessen, nicht gemocht, oder schlecht geworden.
Haben es Ratten verdammt gut! Manchmal wird das "lecker Essen" auch direkt im Klo entsorgt, auch das mögen Ratten.

Und na ja, diese "Lebensart" gilt für Alle Nationen, welche es "sich leisten können", Nahrung aus profanen Gründen in Massen wegzuwerfen.....auf die Straße, ins Klo, in den Müll....

Bei den Fortpflanzungsfähigkeiten von Ratten ...

.. ist die Bejagung allein sinnlos. Ratten vermehren sich dort besonders gut, wo die Ernährungslage gewährleistet, viele Würfe mit vielen Nachkommen durchzubringen.
Also muss zuerst die Ernährung durch peniblen Umgang mit Speiseresten ec. unterbunden werden ... im Zusammenspiel mit strikter Hygiene.
Erstgenanntes ist in den USA ein generelles Problem. Die Müllbehälter bleiben vielfach nach der Leerung geöffnet zurück, es wird nur noch "nachgeworfen". Lediglich wo Müll größere Raubtiere wie Bären oder Eisbären anlockt, sind die Bestrimmungen rigoros, drohen empfindliche Strafen.
Aber: Auch in Deutschen Städten wie Berlin oder Magdeburg ist die Verbreitung dieser Nager wieder im Kommen...
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/ratten-in-deutschland-proble…

Ballern? @ 11:08 von Wolf1905

>>>Aber nachdem bestimmt viele New Yorker*innen auch Schusswaffen haben, können sie ja Schießübungen auf Ratten veranstalten.>>>

Weiß nicht ob das so "üblich" für New Yorker/Innen ist, in Texas habe ich das durchaus erlebt (als Austauschschüler/In)

"Bewohner gehen nun selbst auf die Jagd."

Eine Ratte kann bis zu 12 Mal im Jahr bis zu 20 Junge werfen. Diese werden mit 3-5 Monaten geschlechtsreif. Alles vorausgesetzt, sie finden genug zu essen.

Dass da 5 Menschen mit 6 Hunden Jagd auf die machen und pro Nacht 2 Ratten finden, von denen sie eine erlegen dürfte keine Auswirkungen haben.
(Vermutlich war die eine Ratte auch noch überfressen und hatte Herzprobleme und wäre sowieso bald gestorben.)

PS. Bei uns wird 1-2 Mal im Jahr ehrenamtlich Müll gesammelt, der sich teilweiser bis in den Bach "verirrt" hat.
Es gibt Termine und jeder kann sich anmelden.

Vielleicht tauschen auch die 5 Menschen Mal die Hunde gegen Müllsäcke. Irgendwo kann man den Müll sicher auch in New York selbst abliefern.

New York?

Ich empfehle, sich mal abends an das Maybachufer in Kreuzberg/Neukölln zu setzen. Da kann man den possierlichen Tierchen beim munteren Spielen zusehen.

Oder mein Garten, im Landkreis Osnabrück, den ich rattenkulinarisch so uninteressant wie möglich halte. Aber die Nachbarin ist eine große Vogelfreundin und streut überall Sonnenblumenkerne. Jetzt im Winter darf ich in der Dämmerung keine Türen offen lassen. Sonst habe ich bald neue Mitbewohner.

Sie sind wirklich überall, die kleinen Schnuckel.

@ Parsec 11:15

Die Küchenhexler gibt es . Aber die sind nicht für große Stücke ausgelegt.

11:15, Parsec

>>Gibt es in Amerika nicht die Küchenhexler, die im Ausguss der Küchenspüle integriert sind.<<

So was hatte mein Onkel Rolf in Düsseldorf in den 60ern. Das fand ich als Kind ganz toll.

@ Kristallin 11:17

Da haben Sie Recht. Der Mensch züchtet sich seine Probleme. Vor allem die, die alles im Überfluss haben.

Sieht nach einem Eigentor aus.

Wenn das Budget der Städtischen Abfallbetriebe gekürzt wird und dadurch die notdürftig verpackten Essensreste tagelang an der Straße gelagert werden, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Ratten nicht lange bitten lassen.

Selbst hier kann man beobachten, dass die Gelben Säcke für den Plastikabfall von Ratten, aber auch anderen hungrigen Vierbeinern, manchmal auch von Krähen oder Elstern geöffnet werden, selbst wenn sie nur eine Nacht am Straßenrand liegen.

Nicht nur in New York!

Bei uns in den Städten mit den gelben Müllsäcken besteht auch die Gefahr der Rattenvermehrung, denn wenn diese über ein bis zwei Tage nur so herumliegen, bis sie abgeholt werden, ist es für die Ratten gleichzeitig Weihnachten und Ostern zusammen.
Und auch das Wegwerfen von Essensresten ist ein großes Problem.

@ Kristallin, um 11:17

re @ 11:10 von Dr. Cat

Da haben Sie wohl vollkommen Recht.

Diese Rattenplage ist auch aus meiner Sicht ein deutliches Wohlstandsproblem.

Und dazu, wie so oft, ein "Gedankenlosigkeitsproblem".

Gehen beide gern Hand in Hand...

Ratten sind eben sehr anpassungsfähige, weil intelligente Tiere:

„Zu New York haben die Nager schon immer gehört. Biologen unterscheiden sogar Uptown- von Downtown-Ratten“

Und das werden sie - leider ganz im Gegensatz zu vielen vertrauten (und im Gegensatz zu ihnen allgemein geschätzten) Tierarten wohl auch weiterhin.

„Doch seit Corona läuft einfach alles quer, sagt Rattenfänger Reynolds: "Sie reagieren auf Essen, Unterkunft, Wasser - wenn diese drei Dinge woanders hingehen, ziehen auch die Ratten um." Und genau das ist passiert. Als zu Beginn der Pandemie die Restaurants geschlossen wurden, landeten viele Ratten auf der Straße. Sie verließen Keller und Kanalisation, um ihr Dinner in den vielen provisorisch gebauten Außenrestaurants zu suchen“

Dass seit Corona alles „quer“ läuft, kann man wohl sagen.

„Dann wurde auch noch das Budget der städtischen Abfallbetriebe gekappt“

Das ist wohl ein typisches Beispiel für „am falschen Ende gespart“.

Hoffentlich sind die Menschen in ihrer Gesamtheit doch intelligenter als Ratten und behalten die Oberhand.

Nur eine Frage

der Zeit bis sich eine Tierschutzorganisation meldet und gegen das Töten der Ratten ist!

New York ist überall

Im Mai sah ich hier in Salzgitter zwei Ratten vor einer Häuserzeile in Richtung Müllcontainer huschen und informierte zwei Mitarbeiter der Stadtreinigung, die gerade in der Nähe waren.
Der eine konnte leider kein Deutsch, der andere meinte, dass sei Sache des Hauseigentümers, er würde meine Meldung aber weiterleiten.
Anderes Beispiel: vor vielen Jahren, als Bonn noch die Hauptstadt war, wohnte ich berufsbedingt eine Zeit lang in Dottendorf, ein kleines Appartement, nichts Aufwendiges.
Da sah ich einmal nachts um halb eins, wie eine Ratte filmreif elegant aus dem Kanaldeckel hoppste.
Ratten gibt es überall.

11:32, harry_up

>>Selbst hier kann man beobachten, dass die Gelben Säcke für den Plastikabfall von Ratten, aber auch anderen hungrigen Vierbeinern, manchmal auch von Krähen oder Elstern geöffnet werden, selbst wenn sie nur eine Nacht am Straßenrand liegen.<<

Im Landkreis Osnabrück haben wir gelbe Tonnen. Die sind in dieser Beziehung entschieden sicherer.

Ich kompostiere einen Teil meines Herbstlaubes in Plastiksäcken. Selbst die reißen die Tierchen auf. Obwohl Eichenlaub nun wirklich nicht nahrhaft ist. Aber sie haben wohl gelernt, daß ein Plastiksack oft ein Buffet beinhaltet. Also schauen sie nach.

Sehr intelligente Tiere.

Ratten und anders Getier

Wenn man sieht wie vers. Menschen mit Abfällen Wildschweine füttern, direkt an Wohngebieten und deshalb diese Wildschweine in die Wohngebiete eindringen wird mir ganz anders.

Die Frage die ich mir immer wieder stelle, wer kontrolliert und was noch wichtiger ist was passiert denn dann mit diesem Gutmenschen, wie wird er bestraft.

Also bitte bei uns in Deutschland vor der eigenen Haustüre nachschauen.

Ratten gehören schon immer zu New York

vermutlich zu jeder Stadt von Paris bis Kalkutta
überall liegt Müll rum, wo die was fressbares/verwertbares finden

Es ist zuweilen erschreckend,...

...wie dicht Überfluss und Armut beisammen wohnen.

Da wurde noch kürzlich über Menschen in New York berichtet, bei denen sich die Mäuse im Brotschrank quasi Blutblasen laufen, und dann können sich Ratten auf offener Straße ihr Menü aus weggeworfenen Lebensmitteln (ich sage bewusst nicht "-resten") bequem zusammensuchen.

Ich werfe im ganzen Jahr kaum einmal eine Brotscheibe oder andere Lebensmittel weg.
Das ist wohl die Folge einer sehr wachsamen diesbezüglichen Erziehung, aber auch die einer vernünftigen Einkaufsplanung.

11:17 von Kristallin

Und na ja, diese "Lebensart" gilt für Alle Nationen, welche es "sich leisten können", Nahrung aus profanen Gründen in Massen wegzuwerfen.....auf die Straße, ins Klo, in den Müll....
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wenn das jetzt wirklich die Gründe wären, (Nahrung wegwerfen)
frage ich mich weshalb es in Indien so viele Ratten gibt
oder im Mittelalter bei uns

11:37, harry_up

>>Diese Rattenplage ist auch aus meiner Sicht ein deutliches Wohlstandsproblem.<<

Rattenplagen sind eigentlich typisch für ärmere Länder. Je schlechter die Müllabfuhr funktioniert, desto mehr freuen sich die pelzigen Kulturfolger.

Und überall, wo Hühner im Freien gehalten werden, freuen sie sich umso mehr. Denn die Hühner werden ja gefüttert.

Ein befreundeter Landwirt hatte sie auf dem Heuboden. Da half nur noch Gift. Über vierhundert Stück war die Strecke.

Possierlich @11:45 von fathaland slim

>>>Sehr intelligente Tiere.>>>

Ja auch recht possierlich und können handzahm werden. Ich hatte eine Zeit lang Zier-Ratten (2-3) natürlich entsprechend gehalten!

Die waren zahm, schmusig u verspielt. Leider Leben Ratten nicht so lange (als Haustier) und außerdem bekommen Zier-Ratten oft Krebs.

Dirt in da Streets @11:55 von Sisyphos3

>>>wenn das jetzt wirklich die Gründe wären, (Nahrung wegwerfen)
frage ich mich weshalb es in Indien so viele Ratten gibt
oder im Mittelalter bei uns>>>

Fäkalien auf den Straßen!

Ratten futtern auch Fäkalien und Tiermist und auch Kadaver.....

Noch Fragen?

12:00, Kristallin

>>Possierlich @11:45 von fathaland slim
>>>Sehr intelligente Tiere.>>>

Ja auch recht possierlich und können handzahm werden. Ich hatte eine Zeit lang Zier-Ratten (2-3) natürlich entsprechend gehalten!

Die waren zahm, schmusig u verspielt. Leider Leben Ratten nicht so lange (als Haustier) und außerdem bekommen Zier-Ratten oft Krebs.<<

Ja, Ratten als Haustiere waren eine Zeit lang sehr beliebt. Die Lebensspanne ist ungefähr die eines Goldhamsters. Älter als drei Jahre wird kaum eine Ratte. Wild lebende Tiere werden durchschnittlich nicht älter als ein Jahr.

@ Nettie 11:40

Zu Ihrem letzten Satz . Das kann man manchmal bezweifeln.

Ein Lied zum Thema:

„Rats and Roaches in my Kitchen“ von Silas Hogan. Aus Baton Rouge, Louisana. Auch die Version von Larry Garner, ebenfalls aus Baton Rouge, ist anhörenswert. Larry ist so alt wie ich, fünfundvierzig Jahre jünger als Silas Hogan, den ich noch kennenlernen durfte.

@ Sisyphos3 11:55

In Indien hat es zum Teil mit Ihrer Religion zu tun , das andere hat schon User Kristallin geschrieben.

@ Nettie 11.40

"Hoffentlich sind die Menschen in ihrer Gesamtheit doch intelligenter als Ratten und behalten die Oberhand."

Ich hoffe auch! Allerdings zweifele ich doch, nur zwei Stichworte: Umgang mit Corona-Pandemie, Klimawandel...Ignoranz ist Dummheit.

12:03, Kristallin

>>Fäkalien auf den Straßen!

Ratten futtern auch Fäkalien und Tiermist und auch Kadaver.....

Noch Fragen?<<

Eigentlich sind Ratten mehr oder weniger Vegetarier, zumindest bevorzugen sie frische pflanzliche Kost. In meinem Garten haben sie meine Endiviensalatsämlinge fast komplett abgefressen. Ich habe die verbleibenden dann in transportable Container gepflanzt und anderswo hingestellt. Noch haben sie sie nicht gefunden. Es ist ganz erstaunlich, aber Ratten bewegen sich meist auf festen Wegen. Fünfzig Meter entfernt ist mein Salat jetzt schon seit fast drei Monaten vor ihnen sicher, und ich freue mich auf die Ernte zu Weihnachten. Mal sehen...

@ Wohlergehen 13:15

Die Hoffnung habe ich aufgegeben.

11:58 von fathaland slim

«Rattenplagen sind eigentlich typisch für ärmere Länder. Je schlechter die Müllabfuhr funktioniert, desto mehr freuen sich die pelzigen Kulturfolger.

Und überall, wo Hühner im Freien gehalten werden, freuen sie sich umso mehr. Denn die Hühner werden ja gefüttert.»

In 10/2018 musste nach 83 Jahren am gleichen Standort der größte Fischmarkt der Welt in Tokyo umziehen. 43 Hektar groß waren die Hallen. Am Rand des Nobelviertels "Ginza" gelegen. Dort sehr schicke Läden, Bars, Restaurants.

Man schätzte bis zu 100.000 Ratten, die es sich auf dem Gelände und in der nahen Kanalisation gemütlich gemacht hatten mit Leckerlis Fischabfälle. Anwohner und Geschäftsleute in Ginza hatten Panik, dass die Ratten kommen, wenn man den Fischmarkt stilllegt.

Kammerjäger haben dann den Rattentod geplant. Kanäle absperren, Zäune mit 3 m hohen Wellblechwänden verstärken. Ratten umzingeln, einkesseln, an der Flucht nach Ginza hindern.

Ca. 40.000 Ratten hat man eingefangen, vergiftet, und erschossen.

@ Nettie, 11:40

Der Vergleich der Intelligenz Mensch-Ratte hat schon was... :-)

@ fathaland slim, um 11:58

re @ 11:37, harry_up

Wohl wahr, was Sie schreiben.

Ich bezog mich auf die Plage in New York, wo ich fest davon ausgehe, dass dort weder Hühner in nennenswerter Zahl gehalten werden, noch Landwirte ihre Gehöfte betreiben. :-)

Allesfresser @ 13:24 von fathaland slim

>>>Eigentlich sind Ratten mehr oder weniger Vegetarier, zumindest bevorzugen sie frische pflanzliche Kost...>>>

Sie sind an sich Allesfresser...
Und vertilgen natürlich erstmal am liebsten frisch u pflanzliches.

Aber Kanalratten, sind schon wesentlich weiter, mangels "Frischkost", eben Essensreste, Fäkalien (menschl Fäkalien, lecker für Ratten, wegen der gewürzten Speisen der Menschen) Tja und Kadaver, Pferdemist ect ..... werden auch munter angeknabbert.

Ich gab meinen Ratten zwischendurch was Katzentrockenfutter, wegen des "Proteinbedarfs". So sagen es Ratgeber zur Zier-Ratten Haltung.

Huhn auf dem Dach @13:39 von harry_up

>>>....dass dort weder Hühner in nennenswerter Zahl gehalten werden, noch Landwirte ihre Gehöfte betreiben. :-)>>>

Auf so manchem NY Hochhausdach, werden Obst u Gemüse angepflanzt und zum Teil auch Hühner gehalten. ;)

Das ist so ein Trend, bei Öko New Yorker /Innen.

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