Zahl der Arbeitslosen im November leicht rückläufig

30. November 2021 - 11:05 Uhr

Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt im November robust - die Arbeitslosenzahlen sind rückgängig. Doch die vierte Corona-Welle dürfte laut Bundesagentur für Arbeit Spuren hinterlassen: BA-Chef Scheele spricht bereits von einem "schweren Winter".

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Kommentare

Wie soll man als gebildeter

Wie soll man als gebildeter Leser sowas glauben? Die Arbeitslosen werden immer wieder umbenannt und fallen so aus der Ststistik raus.
Bei mir ist immer noch jeder Aufstocker, ABM Teilnehmer, kurz alle ,deren Geld trotz Arbeit nicht zum Leben reicht, in diese Gruppe rein zu rechnen. Egal ob die gerade krank sind oder nicht.
Wie sehen die tollen Zahlen dann aus?

Zahl der Arbeitslosen

Die wahre Zahl der Arbeitslosen ergibt sich aus der Berechnung zum EU-Eintritt ! Damals wurden , mit H. Scholz , die Arbeitslosen schlicht halbiert indem man einen anderen Namen vergab ! Die Hälfte der Arbeitslosen hießen ab da die Unvermittelbaren ! Die sind also daher nicht arbeitslos ! So ist der wahre Stand der Arbeitslosen so um 5,5 Millionen.
Denn die Unverittelbaren beziehen natürlich auch AL-Geld. Bei den Staatsschulden sind Ähnlichkeiten damals aufgetaucht.

Zahl der Arbeitslosen im November leicht rückläufig...

Und wo sind sie jetzt, die leicht rückläufigen ? Von 2,317 Millionen Arbeitslosen ist da die Rede. Laut der Seite "Statista" gibt es aber in diesem Jahr 3,834 Millionen Hartz-4-Empfänger. Also gibt es viele, die arbeiten gehen und so wenig verdienen, daß sie mit Hartz aufstocken müssen.
Für diejenigen, die pendeln müssen, wird sich die Lage noch verschärfen, weil bei steigenden Energiepreisen auch die Fahrpreise steigen und das vom Lohn runter geht. Was bedeutet das bei einem Lohn, knapp über Hartz ?

Arbeitslose?

Wieso haben wir Arbeitslose, wenn überall Arbeitskäfte gesucht werden? Ist gar unsere Bildungssystem ungeeignet, passende Mitarbeiter bereitzustellen? Ist H4 vielleicht ein Fehler, weil es nicht fördert - sondern bereits Jugendlichen H4 zukommen lässt - ohne jeglichen Willen zu einer Ausbildung?

/// Am 30. November 2021 um

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Am 30. November 2021 um 11:21 von Bender Rodriguez
Wie soll man als gebildeter

Wie soll man als gebildeter Leser sowas glauben? Die Arbeitslosen werden immer wieder umbenannt und fallen so aus der Ststistik raus.
Bei mir ist immer noch jeder Aufstocker, ABM Teilnehmer, kurz alle ,deren Geld trotz Arbeit nicht zum Leben reicht, in diese Gruppe rein zu rechnen. Egal ob die gerade krank sind oder nicht.
Wie sehen die tollen Zahlen dann aus?///
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Genauso. Denn es wird auf gleicher Basis verglichen.

11:46 von Denkerist

Wieso haben wir Arbeitslose, wenn überall Arbeitskäfte gesucht werden?
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Arbeitslos man sagt ja auch "Arbeitssuchend" setzt doch nicht zwingend voraus, dass derjenige auch Arbeitswillig ist.
Ohnehin das beliebte Beispiel des Bäcker, der gesucht wird, aber nur Mezger auf dem Arbeitsmarkt sich befinden
oder die Stelle sich in Flensburg befindet, er aber mit Familie in Reit im Winkel wohnt

" Ist H4 vielleicht ein Fehler, weil es nicht fördert "
sollten Arbeitsplätze in genügender Zahl vorhanden sein,
dann ist Hartz4 definitiv zu hoch

Alles nicht so einfach :-)

Kurzarbeit und geringe Arbeitslosenzahlen

Wovon sprechen wir hier? Kurzarbeit in laufenden, an sich florierenden Betrieben heißt Risiko der Einbuße und Geldverlust. Arbeitslosigkeit gesunken ist das Gegenteil von diesem Prozess. Denn Arbeitskräfte werden gesucht, viele schulen sogar um, um endlich verfügbare, planbare und existenzsicherende Arbeitsplätze zu finden, die auch mehr krisenfest sind als die Dienstleistungsbranche mit den fatalen Ausfällen seit Pandemiebeginn. Jetzt wäre Zeit, die Nachfrage nach Umschulung massiv zu finanzieren und damit in Lohn und Brot zu bringen, wo Menschen eher Aushilfsarbeiten oder saisonal abhängige Jobs haben. Handwerk, Produktion und Pflege brauchen Menschen- da sollte diese Pandemie die Chance bieten, Lehrstoffvermittlung und Headhunterfunktion des Staates zu mobilisieren. Fit für die Zukunft macht man sich nicht mit Einsparungen und Diskussionen um den heißen Brei. Junge Menschen wie jene, die ihren Beruf wechseln wollen, haben wir zu viele, um sie warten zu lassen. Sie brauchen Zukunft.

Ein super Ergebnis, dafür,

Ein super Ergebnis, dafür, dass wir schon seit Längerem in einer Pandemie-Situation leben. Die Bundesregirung hat mit ihren Massnahmen zum Arbeitsplatzerhalt während der Corona-Pandemie alles richtig gemacht.

11:28 von Peter Kock

Die Hälfte der Arbeitslosen hießen ab da die Unvermittelbaren ! Die sind also daher nicht arbeitslos !
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zumindest war die neue Definition ehrlicher

Da arbeitslos ja nicht zwingend arbeitssuchend, gar arbeitswillig voraussetzt

@Rodriguez, 11:21 Uhr

Über die Definition darüber, wer nun als "arbeitslos" gezählt wird, kann man sich sicherlich streiten. Gleichwohl zeigen die Zahlen, die ja grds. nach den gleichen Parametern erstellt werden, eine Entwicklung auf - und um diese geht es letztlich. Wenn die Zahl der Arbeitslosen also - trotz der schwierigen Zeiten - leicht zurückgegangen ist, dann ist dies ein gutes Zeichen.

@Bender Rodriguez

Am 30. November 2021 um 11:21 von Bender Rodriguez
Wie soll man als gebildeter

Wie soll man als gebildeter Leser sowas glauben? Die Arbeitslosen werden immer wieder umbenannt und fallen so aus der Ststistik raus.
Bei mir ist immer noch jeder Aufstocker, ABM Teilnehmer, kurz alle ,deren Geld trotz Arbeit nicht zum Leben reicht, in diese Gruppe rein zu rechnen.[...]
Wie sehen die tollen Zahlen dann aus?"

Nö. Ihr Post fängt mit einer Falschbehauptung an. Die letzte Änderung der Definition, wer als Arbeitssuchender gilt, liegt schon etliche Jährchen zurück. Als das geändert wurde, dachte ich auch, es sei ein Beschönigen von Statistiken, stellte dann aber schnell fest, daß die jetzige Definition ein realistischeres Bild abgibt: Arbeitsuchende sind gemäß § 15 Satz 2 SGB III Personen, die nach einer Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Daß Menschen zu wenig Geld zum Leben haben ist ein anderes Problem, hat aber mit der Definition nichts zu tun.

@Denkerist

"
Am 30. November 2021 um 11:46 von Denkerist
Arbeitslose?

Wieso haben wir Arbeitslose, wenn überall Arbeitskäfte gesucht werden? Ist gar unsere Bildungssystem ungeeignet, passende Mitarbeiter bereitzustellen? Ist H4 vielleicht ein Fehler, weil es nicht fördert - sondern bereits Jugendlichen H4 zukommen lässt - ohne jeglichen Willen zu einer Ausbildung?"

Selbst wenn es auf dem Arbeitsmarkt so aussähe, daß es auf 1 Arbeitnehmer 100 Stellenangebote gäbe, wird es immer Arbeitslose geben. Warum das so ist, darauf können Sie mit ein wenig Denken ziemlich leicht selbst drauf kommen. Wenn nicht, können Sie mich ja noch mal fragen, dann erkläre ich es Ihnen gerne.

Hartz 4 ist ein anderes Problem. Hat zunächst mal nichts mit den Zahlen zu tun.

@Denkerist, 11:46

Wir alle wissen: Es werden jeden Menge Auszubildende gesucht. Das Handwerk hat in der Tat (wieder) goldenen Boden. Leider werden aber auch mittelmäßige Abiturienten von ihren Eltern zu einem Studium überredet. Bei diesem Auslesewettbewerb bleibt dann so mancher auf der Strecke. Statt über die Ausbildung die ersten Rentenpunkte zu sammeln und Geld zu verdienen, droht so manchem Studienabbrecher die Arbeitslosigkeit. Die Gesellschaft sollte sich davon verabschieden, die Ausbildungsberufe als minderwertig im Vergleich zu einem Studium anzusehen. Ein falsch verstandenes Statusdenken führt oft schnurstracks in den sozialen Abstieg.

@Denkerist, 11:46

Wir alle wissen: Es werden jeden Menge Auszubildende gesucht. Das Handwerk hat in der Tat (wieder) goldenen Boden. Leider werden aber auch mittelmäßige Abiturienten von ihren Eltern zu einem Studium überredet. Bei diesem Auslesewettbewerb bleibt dann so mancher auf der Strecke. Statt über die Ausbildung die ersten Rentenpunkte zu sammeln und Geld zu verdienen, droht so manchem Studienabbrecher die Arbeitslosigkeit. Die Gesellschaft sollte sich davon verabschieden, die Ausbildungsberufe als minderwertig im Vergleich zu einem Studium anzusehen. Ein falsch verstandenes Statusdenken führt oft schnurstracks in den sozialen Abstieg.

Anderes

Nö. Ihr Post fängt mit einer Falschbehauptung an. Die letzte Änderung der Definition, wer als Arbeitssuchender gilt, liegt schon etliche Jährchen zurück. ..."
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So weit aus dem Fenster gelehnt.
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Das zeigt nur, dass du der neuen zählende auf den Lein gegangen bist.
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Arbeitssuchende, die sich weiterbilden, haben dennoch keine Arbeit. Und ob krank oder nicht, spielt keine Rolle. Auch mit 39Fiber kann ich Stellenanzeigen lesen.
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Wie lange dieses Änderung zurück liegt, ist völlig egal.
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Auch hier

sollte der Staat sich mal ehrlich machen.
Die Zahlen werden sicher stimmen, nur die Kriterien stimmen nicht ganz.
Wir haben neben den als Arbeitslos gezählten, einige Millionen die aus dieser Statistik herausfallen.
Das sind H4 die vorher ja mal Arbeitslos waren, alle über 58 die bestimmte Kriterien haben, dann die Unterbeschäftigung und noch andere Gruppen.
Ich hab jetzt nicht extra nachgesehen, aber in allen Jahren vorher, war das dann eine Summe die 3-3,5-4 fach höher war.
Es sind also sehr viele Menschen die Staatliche Unterstützung bekommen, ob selber verschuldet oder nicht, ist dabei nicht das Kriterium.
Alle diese Menschen könnten sicher einer Beschäftigung nachgehen, nicht alle, einige fallen auch aus Gesundheitlichen Gründen raus, ist auch klar.
Das wäre beim veröffentlichen von Zahlen, eine wichtige und ehrliche Angabe, nicht das man jedes mal danach suchen muss.

@ Tagesschau

Warum wird im Zusammenhang mit den Arbeitslosenzahlen nicht immer auch die Anzahl freier Arbeitsplätze angegeben, die von der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden?
Davon gibt es nämlich eindeutig zu wenige.
Irgendwann im letzten Jahr wurde deren Anzahl hier mit knapp 1,1 Millionen angegeben.
Insofern müssten natürlich Sanktionen gegen Arbeitgeber verhängt werden, anstatt Arbeitslose mit Harz4 und anderen Schikanen in die Armut zu treiben.
Die übergroße Mehrheit der Arbeitslosen ist nicht für ihre Arbeitslosigkeit verantwortlich.
Deshalb müssten eine Sanktionierung dieser Menschen verboten sein.

@ um 11:46 von Denkerist

„Wieso haben wir Arbeitslose, wenn überall Arbeitskäfte gesucht werden? Ist gar unsere Bildungssystem ungeeignet, passende Mitarbeiter bereitzustellen? Ist H4 vielleicht ein Fehler, weil es nicht fördert - sondern bereits Jugendlichen H4 zukommen lässt - ohne jeglichen Willen zu einer Ausbildung?“
Einerseits lässt unser miserables Schulsystem zu, daß jährlich 50.000 Jugendliche ohne Schulabschluss zu den Arbeitslosen hinzugefügt werden.
Andererseits ist vom Fördern von Arbeitslosen jeglichen Alters keine Spur zu finden.
Sonst hätten in den letzten Jahrzehnten ja Hunderttausende von Arbeitslosen zu Pflege - und anderen Fachkräften weiterqualifiziert werden können. Vorausgesetzt dabei würden hervorragende Arbeitsbedingungen herrschen und auch anständige Löhne schon in der Ausbildung gezahlt.
Und natürlich trägt die Wirtschaft maßgeblich zur Arbeitslosigkeit bei, da sie keine Arbeits - oder Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt, bzw das über Jahrzehnte hinweg nicht getan hat.

@Tagesschau Es gibt keinen Fachkräftemangel

Bitte recherchiert doch mal, bevor ihr über einen angeblichen Fachkräftemangel berichtet.

Wenn Bachelor und teilweise sogar Master Absolventen für 45.000€/Jahr arbeiten müssen, kann kein Fachkräftemangel vorliegen. In unserem Betrieb gab es dieses Jahr wieder eine Nullrunde für alle. So wirbt man doch nicht um eine Mangelware.

Zahl der Arbeitslosen ....

Was heißt das?? Die Zahl der Arbeitslosen, ist das die Zahl der Unbeschäftigten, der Unterbeschäftigten, der Unterbezahlten, der Unbeschäftigbaren ... was immer das bei allen Taschenspielereien sein soll - es werden weniger, das klingt gut, für Menschen und für den Staat. Da machen Unternehmen wider auf, da schöpfen Beschäftiger wieder Mut - Mut finden und Auf machen, das sind Dinge, die uns gefallen sollten, sie passen voll ins liberale Paradigma.
Lasst uns Hoffen, das irgend etwas besser wird, denn alles andere hilft auch nicht.

Am 30. November 2021 um 13:50 von dito

" Wenn Bachelor und teilweise sogar Master Absolventen für 45.000€/Jahr arbeiten müssen, kann kein Fachkräftemangel vorliegen. In unserem Betrieb gab es dieses Jahr wieder eine Nullrunde für alle. So wirbt man doch nicht um eine Mangelware. "

Nun ist 45 Tsd ja nicht wenig, was machen die Studierten dort in der Firma?.
Und Fachkräftemangel, bezieht sich oft auf Werker, nur zum Teil auf die nächst höhere Stufe.
Facharbeiter alle Bereiche, Handwerker und im Medizinischen Bereich fehlen Kräfte, und mal ganz grob zu umreißen.
Kopfarbeiter brauchen bestimmte Bereiche sicher auch, aber die meisten werden dort gebraucht wo Hände nötig sind, die sich auch mal dreckig machen, um es mal salopp auszudrücken.
Helfer haben wir im Überfluss, so die Feststellung der Industrie.

@Bender Rodriguez

"
Am 30. November 2021 um 12:59 von Bender Rodriguez
Anderes

Nö. Ihr Post fängt mit einer Falschbehauptung an. Die letzte Änderung der Definition, wer als Arbeitssuchender gilt, liegt schon etliche Jährchen zurück. ..."
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So weit aus dem Fenster gelehnt.
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Das zeigt nur, dass du der neuen zählende auf den Lein gegangen bist.
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Arbeitssuchende, die sich weiterbilden, haben dennoch keine Arbeit. Und ob krank oder nicht, spielt keine Rolle. Auch mit 39Fiber kann ich Stellenanzeigen lesen.
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Wie lange dieses Änderung zurück liegt, ist völlig egal.

Mein einziges Fenster ist zum Balkon hin, ca. 90 cm über dem Boden. Da schadet es nicht, wenn ich mich sehr weit hinauslehne.

Sich weiterbildende Arbeitssuchende haben Arbeit. Nämlich sich weiterzubilden. Ein Fulltime-Job. Dann stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

Und nein, wenn Sie behaupten, daß dauernd die Definition geändert würde, was nun mal faktisch falsch ist, dann spielt das sehr wohl eine Rolle, wann das war und wie oft.

@ um 13:50 von dito

„Es gibt keinen Fachkräftemangel. Wenn Bachelor und teilweise sogar Master Absolventen für 45.000€/Jahr arbeiten müssen, kann kein Fachkräftemangel vorliegen. In unserem Betrieb gab es dieses Jahr wieder eine Nullrunde für alle. So wirbt man doch nicht um eine Mangelware.“

>> Vor ca 4 Jahren wurde im ZDF ein Bericht zu diesem Thema gesendet.
Darin hieß es, dass für die Arbeitgeber bzw die Wirtschaft ein Fachkräftemangel dann vorliegt, wenn sich weniger als 2-3 Bewerber auf eine freie Stelle melden.
Insofern hat es solch einen Mangel nie gegeben.
Außer im Pflegebereich. Aber da wurde der Fachkräftemangel von den Arbeitgebern und ohne merklichen Widerstand der Politik, vorsätzlich und organisiert über Jahrzehnte angerichtet. Somit müsste die Pflegeindustrie und die Politik auch ganz allein und ebenfalls mit Vorsatz dafür sorgen, dass sich mehr Menschen zur Pflegefachkraft ausbilden lassen.
Bisher scheint das deren Absicht nicht zu sein. <<

@Hans_Silberblick

"
Am 30. November 2021 um 14:17 von Hans_Silberblick
Neu Am 30. November 2021 um 12:42 von Anderes1961

Ein 60jähriger, den kein Unternehmen aus Altersgründen mehr nehmen will, ist kein Arbeitsloser?"

Wie kommen Sie denn jetzt auf die steile These? Ein 60jähriger, der sich arbeitssuchend gemeldet hat, und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, ist statistisch gesehen natürlich ein Arbeitsloser. Woraus wollen Sie lesen, daß ich etwas anderes behauptet hätte?

Warum dieser 60jährige keine Arbeit mehr findet, ob deshalb, weil ihn kein Arbeitgeber mehr will (was eigentlich Altersdiskriminierung ist), oder aus persönlich bedingten Vermittlungshemmnissen, wie es so unschön im Beamtensprech heißt, spielt für die Statistik keine Rolle. Für das persönliche Schicksal des 60jährigen schon. Aber das persönliche Schicksal geht nun mal nicht in die Statistik ein.

Anderes1961

Nach §53a SGB II gelten über 58-jährige Leistungsbeziehende von Hartz IV nicht als arbeitslos, wenn sie seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet waren und ihnen während dieser Zeit kein Angebot auf dem ersten Arbeitsmarkt unterbreitet wurde.

15:10 von Anderes1961

Wie kommen Sie denn jetzt auf die steile These? Ein 60jähriger, der sich arbeitssuchend gemeldet hat, und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, ist statistisch gesehen natürlich ein Arbeitsloser. ///

In der Statistik fehlen zudem alle Personen ab einem Alter von 58 Jahren, die mindestens seit zwölf Monaten Arbeitslosengeld II beziehen und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Tagesschau 4.9.20

11:46 von Denkerist

Ja genau so ist es und mit dem neuen Bürgergeld wird es noch besser. Unser Bildungssystem ist Müll, die begehrtesten Ausbildungsplätze leider nicht in der Zahl vorhanden, wie unsere Kinder gerne hätten, nämlich möglichst viel Geld in möglichst wenig Arbeitszeit verdienen. Und alle anderen sind unattraktiv und schlecht bezahlt. Dann lieber Bürgergeld kassieren.

@Hans_Silberblick

Am 30. November 2021 um 15:58 von Hans_Silberblick
Anderes1961

Nach §53a SGB II gelten über 58-jährige Leistungsbeziehende von Hartz IV nicht als arbeitslos, wenn sie seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet waren und ihnen während dieser Zeit kein Angebot auf dem ersten Arbeitsmarkt unterbreitet wurde."

Mea culpa. :-) Da haben Sie Recht, daß hatte ich im Eifer des Gefechts übersehen. Ob das jetzt sinnvoll ist, die einfach aus der Statistik rausfallen zu lassen, wage ich jetzt auch nicht zu beurteilen.

Aber ich denke, hier hat man wohl statistisch der faktischen Altersdiskriminierung Rechnung getragen, weil man glaubt, solche Menschen lassen sich kaum noch vermitteln (was leider meistens stimmt). Ich weiß jetzt auch nicht, in welcher Größenordnung solche Fälle liegen. Von daher ist es für mich auch schwierig zu beurteilen und mir eine Meinung dazu zu bilden.

Wie Scheele weiter sagte,

Wie Scheele weiter sagte, entwickeln sich derzeit auch Verfestigungstendenzen in der Arbeitslosigkeit, dies zeige sich insbesondere in der Langzeitarbeitslosigkeit. Vier von zehn Jobsuchenden seien länger als ein Jahr arbeitslos. Vor allem Menschen ohne Berufsausbildung seien "die wirklich Leidtragenden in dieser Pandemie".
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Und diese werden in keiner Statistik erwähnt.
Die ganzen Messebauer oder andere die vor fast zwei Jahren Ihren Arbeitsplatz verloren haben sind aus jeder Zählung schon längst rausgefallen.
Wer in den letzten zwei Jahren sein Arbeitsplatz verloren hat, findet nur mit viel Glück einen neuen.

@ Hans_Silberblick. 15:58

"Nach §53a SGB II gelten über 58-jährige Leistungsbeziehende von Hartz IV nicht als arbeitslos, wenn sie seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet waren und ihnen während dieser Zeit kein Angebot auf dem ersten Arbeitsmarkt unterbreitet wurde."

Ihre Aussage ist absolut korrekt. Allerdings ist hierzu das Einverständnis des Leistungsbeziehers erforderlich. Schreibt ein ehemaliger langjähriger Projektleiter im Jobcenter.

14:19 von Anderes1961 ..Auch mit 39Fiber...

Wer mit 39 Fiber nix besseres zu tun hat als vorm Rechner oder über ner Zeitung zu hocken, der ist ein Simulant.
Aber das spielt keine Rolle, denn es geht darum, ob das heißt ja das man der Arbeitsverwaltung nicht zur Verfügung steht, für den Fall das Vermittlungsvorschläge bekommt, denn mit 39 Fiber rennt man nicht irgendwo hin, sich vorzustellen.
Aber das ist ohnehin alles abstruser Blödsinn und darum geht es auch nicht. Sinkende Zahlen hier, heißt steigende Zahlen dort und das ist die Botschaft, nicht mehr.

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