Kommentare - US-Basketballstar Kanter: Sportler mit politischer Botschaft

19. November 2021 - 13:36 Uhr

Tibet, Hongkong, die Unterdrückung der Uiguren: Der US-Basketballstar Kanter sorgt seit Wochen mit Postings für Aufsehen, in denen er Chinas Staatsführung kritisiert. Rücksicht auf Geldgeber nimmt er nicht. Von Steffen Wurzel.

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Kommentare

Sportler mit Verantwortungsgefühl für die Freiheit

Kanter ist ein Sportler, der seine Bekanntheit dafür einsetzt,
um auf die menschenverachtende Politik der kommunistischen Einparteien-Diktatur hinzuweisen.

Bewundernswert

Es gibt noch Menschen , die sich für eine gerechte Sache einsetzen. Traurig ist aber die Tatsache , das Geld einen höheren Stellenwert hat , wie Menschenrechte.

Mutiger Sportler !

Ich finde sein Tun absolut notwendig und richtig, und bin der Meinung, dies sollten noch viel mehr Sportler/innen so veranstalten. Leider haben zu viele Länder und Politiker das Treiben der chinesischen Führung aus rein wirtschaftlichen und finanziellen Gründen zu lange still und leise toleriert, und nur sehr wenig Kritik geübt. Leider tun dies auch viel zu wenige Firmen, auch aus den gleichen Gründen, was aber insgesamt eine Schande ist. Ich bewundere den Mut dieses Spielers, und hoffe, er bekommt keine Probleme mit dem Verband.
Wie die KP mit Menschen umgeht, sieht man ja auch deutlich an der chinesischen Tennis Spielerin, die einen schweren Vorwurf erhob, und nun nicht mehr zu finden ist. Sämtliche Anschuldigungen, Kommentare und Posts sind verschwunden, und sehr wahrscheinlich gefälschte Nachrichten von der Spielerin aufgetaucht. Was für ein abartiges System, das nur eine Meinung duldet, und alles andere auslöscht, incl. Menschen ! Hauptsache es wird viel Geld verdient !

das macht Eindruck auf den

das macht Eindruck auf den chinesischen Präsidenten...ganz bestimmt.

Tibet wurde Opfer eines Eroberungsfeldzugs

Tibet hat historisch nie zu China gehört. Mao und seine kommunistische Volksbefreieungsarmee hat es von seiner Selbstbestimmung und Unabhängigkeit 'befreit' und seinem diktatorisch regierten Reich einverleibt.

Das darf nicht in Vergessenheit geraten und Kanter leistet hier dem Gedanken der Freiheit und der Selbsbestimmung einen wichtigen Dienst.

Re : Dr. Cat !

Es ist nicht nur das Geld, sondern auch das Gefühl von Macht, das zu viele antreibt, und dafür die Menschenrechte, die Meinungsfreiheit und Pressefreiheit geopfert wird.
Nun, viele Länder und noch mehr Firmen haben mit dazu beigetragen, dass China so groß wurde. Und es wurde von zu Vielen in Kauf genommen, dass sich diese korrupte Partei und Diktatur so entwickeln konnte. Aber nicht nur in China ist dies so, auch in einigen anderen Ländern haben nur ganz Wenige das große Sagen, verdienen sich dumm und dämlich, und so Manche von Außerhalb wollen ebenfalls den großen Reibach machen. Dafür wird ebenfalls sehr viel geopfert, und nicht wirklich was für Verbesserungen getan. Siehe Olympia in Peking, WM in Katar, Skifahren in Katar, um nur einiges zu nennen. Man sieht, selbst viele Sportverbände wissen um die Lage, aber kaum jemand murrt, von den Verantwortlichen !

Auf westlicher Linie

"Meine Brüder und Schwestern in Hongkong," sagte Kanter vor Kurzem bei einer Menschenrechtsdemo vor dem US-Parlamentsgebäude in Washington D.C. "Befreit Hongkong. Ihr seid keine Chinesen, ihr seid keine Briten, ihr seid Hongkonger. Bleibt stark, bleibt mutig."

Man muss sich wirklich mal vorstellen wie anmassend und fehlgeleitet dies auf viele Hongkonger Bürger wirken muss, die zum überwiegenden Teil gegen Separatismus bzw. Abspaltung von China sind. Die rassistischen Aktionen von einigen Aktivisten vor Ort heizen statements wie "ihr seid keine Chinesen" an.

"https://www.reuters.com/article/us-hongkong-protests-poll-exclusive-idU…"

Herr Kanter setzt sich selbst die richtigen Prioritäten

Denn Menschenrechte sind wirklich wichtiger als „finanzielle Interessen“

Dafür gebührt ihm der Dank und Respekt aller Unterdrückten - nicht nur in Hongkong ("Befreit Hongkong. Ihr seid keine Chinesen, ihr seid keine Briten, ihr seid Hongkonger. Bleibt stark, bleibt mutig"). Auch wenn viele das offenbar anders sehen:
„Dass er sich mit seinem Aktivismus indirekt auch mit der NBA anlegt, weil diese in China viel Geld mit Übertragungsrechten verdient, ist dem in der Schweiz geborenen Kanter egal:
"Als ich beim Saison-Auftakt im Madison Square Garden in New York meine Schuhe mit dem Aufdruck 'Befreit Tibet' anhatte, kamen noch vor dem Spiel zwei Typen aus dem NBA-Management auf mich zu", erzählt Kanter im Interview mit dem US-Fernsehsender CNN. "Du musst die Schuhe ausziehen. Wir flehen dich an! Wir kriegen hier lauter Anrufe deswegen rein!"
Anrufe von innerhalb der US-Sportindustrie etwa, die kein Interesse daran haben, sich mit dem riesigen Absatzmarkt China anzulegen"

Aber finanzielle.

Re : Klausewitz !

Es macht schon einen gewissen Eindruck, denn es wird kein Spiel mehr der Mannschaft des Spielers in China gezeigt.
Nur leider sind es zu Wenige, die sich aus der Deckung trauen, und die Verhältnisse anprangern. Es müsste die gesamte Sportwelt da ein sehr großes solidarisches Zeichen setzen, und die Chinesen von Allem ausschließen, ähnlich wie die Russen von der Leichtathletik.
Solange aber das Geld immer noch viel wichtiger ist, als der Mensch und seine Rechte, wird sich dort in solchen Ländern nicht wirklich was ändern !

Mutiger Einsatz gegen das eigene Salär

Seine Gagen wird diese Aktion mit Sicherheit nicht erhöhen. Politische Statements von Sportlern sind bei den Vereinen nicht so gerne gesehen.

Umso mehr muss man Kanter's Mut bewundern, darauf keine Rücksicht zu nehmen und für seine Meinung einzustehen.

Popularität ist immer dann gut, wenn sie sinnvoll genutzt wird

„Kanter arbeitet dabei eng zusammen mit dem Künstler und Grafiker Badiucao.
"Alle, die es wagen, in China die Wahrheit zu sagen oder etwas, das von der Meinung der Staatsführung abweicht, werden bestraft", sagt der Künstler in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender WION.
Deswegen lebt Baduicao seit Jahren im Exil in Australien und designt dort seit Jahren Poster mit bissigen Botschaften und auch Kleidungsstücke, in denen er die Menschenrechtsverbrechen in China anprangert. Beide (...) profitieren ganz offensichtlich von ihrem politischen Aktivismus. Die Bekanntheit von Badiucao und Kanter ist vor allem in den USA zuletzt deutlich gestiegen“.

„Ausnahmslos alle Berichte über die Aktivitäten des NBA-Profis werden in chinesischen Online-Medien zensiert, Kommentare von Nutzer/innen regelmäßig schnell gelöscht“

Was sonst. Transparenz und Pressefreiheit sind schließlich die mit Abstand größte weil wirksamste Bedrohung für die Macht von Diktatoren. Mut zahlt sich also für alle aus.

@ Traumfahrer 13:58

Geld und Macht korrumpiert. Dann kann man als einzelner solche Firmen ,Verbände oder Veranstaltungen ja boykottieren .

Re : Nettie !

Es sind leider IMMER die finanziellen Aspekte, die die Firmen sehen, die dafür all die Menschenrechtsverletzungen in Kauf nehmen.
Aber leider auch sehr viele Sportverbände, die nicht auf den chinesischen Markt verzichten wollen. Es wird ja in Kauf genommen, dass Olympia im Grunde nur eine Show- Veranstaltung für die chinesische KP wird, und der Sport, bzw. die Sportler/innen nur das Beiwerk sind.
Ich jedenfalls bin bespannt, wie sich die Situation mit der chinesischen Tennisspielerin entwickelt. Ob die WTA wirklich alle Turniere in China cancelt, um den Druck deutlich zu erhöhen, damit die Spielerin sich wieder öffentlich zeigen und äußern kann, oder sie in einem Gefängnis auf ihren geheimen Prozess warten muss !

Nix anderes als die

Nix anderes als die propagandistische Vorbereitung eines kalten oder heißen Krieges gegen China

@14:10 von Traumfahrer

"Es macht schon einen gewissen Eindruck, denn es wird kein Spiel mehr der Mannschaft des Spielers in China gezeigt.
Nur leider sind es zu Wenige, die sich aus der Deckung trauen, und die Verhältnisse anprangern. Es müsste die gesamte Sportwelt da ein sehr großes solidarisches Zeichen setzen, und die Chinesen von Allem ausschließen, ähnlich wie die Russen von der Leichtathletik."

Einzelmeinungen, egal wie krude sie sind, sollten durchaus geäussert werden können. Mit Ausnahme von Bühnen, auf denn man zu Gast ist, wie Olympia und andere internationale events, denn diese dienen der Völkerverständigung. Ihre Aufforderung nach einer Bewegung der gesamten Sportwelt als "solidarisches Zeichen" halte ich aus dem selben Grund für den falschen Weg. Die Russen wurden wegen Doping ausgeschlossen - etwas ganz anderes. Wobei hier etwas unklar ist ob diese Massnahme nicht auch zum Teil politisch war.

Am 19. November 2021 um 14:13 von MRomTRom

" Mutiger Einsatz gegen das eigene Salär

Seine Gagen wird diese Aktion mit Sicherheit nicht erhöhen. Politische Statements von Sportlern sind bei den Vereinen nicht so gerne gesehen.

Umso mehr muss man Kanter's Mut bewundern, darauf keine Rücksicht zu nehmen und für seine Meinung einzustehen. "

Ab einer gewissen Größe des Bankkontos, ist man eigentlich frei in seinen Entscheidungen, da spielt Gage keine Rolle mehr.
Zumindest für ein normales Leben, da kann man sich auch für bestimmte Dinge einsetzen, ohne zu fürchten das man obdachlos auf der Straße landet.
Mut ja, aber ohne jegliche Gefahr.

Olympia in China !

Was Herr Kanter anprangert, erleben deutsche Sportler/innen ja zur Zeit in China beim Training auf der Bobbahn, sie wurden erst einmal ziemlich unwürdig eingesperrt, angeblich wegen des Virus. Natürlich bin ich auch für Sicherheit, was den Virus angeht. Nur dafür gibt es sehr verlässliche Tests, und dann muss man Menschen nicht wochenlang einsperren, und ihnen fast alle vernünftigen Möglichkeiten zum Training nehmen.
Dieses Leitbuch der chinesischen Olympia- Organisation ist auch eine reine Diktatur, weil die wie die KP jeden Kontakt zur Bevölkerung verhindern will. Wohl am Wenigsten wegen des Virus. Und alle lassen sich dies gefallen. Das ist die eigentliche Schande und Bankrott- Erklärung der Verantwortlichen aus aller Welt !

13:59 von Olivia59 | Regimefreundliche Auslegung ?

Ich habe mir diese Umfrage, die Sie da posten, mal angesehen und stelle fest, dass Sie die selektiv zugunsten der Machthaber auslegen.

Sie picken einseitig die Unabhängigkeitsfrage heraus und lassen außen vor, dass eine Mehrheit der Hongkonger Bürger die Ziele der Demokratiebewegung mehrheitlich unterstützt.

Den Bürgern Hongkongs wurde unter dem Logo " Ein Land zwei Systeme" eine Lösung in Aussicht gestellt, die mehr demokratische Freiheiten beinhaltet, als die Bürger Festland-China's sie haben.

Honkgkong weiß, dass es bei Verlangen nach kompletter Unabhängigkeit von der chinesischen Regierung vom Festland abgeschnitten würde. Bei einem Landflecken, auf dem die Menschen enger als auf einer Möwenkolonie aneinander gepresst wohnen, wäre das keine wünschenswerte Option.

Die Umfrage sagt bei Gesamtbetrachtung hingegen aus, dass sich die Bürger Hongkongs sehr wohl Demokratie wünschen und sich wohler fühlen würden, wenn die auch im Gesamt-China gelten würde.

@14:29 von MRomTRom

„Regimefreundliche Auslegung ?
Ich habe mir diese Umfrage, die Sie da posten, mal angesehen und stelle fest, dass Sie die selektiv zugunsten der Machthaber auslegen.„

Ich habe überhaupt nichts selektiert und ausgelegt sondern unausgeschmückt das relevante Ergebnis bzgl. der mit dem Ruf nach „Befreiung“ aufgebrachten Frage nach Unabhängigkeit benannt. Wenn Sie so wollen haben die Hongkonger im poll regimefreundlich abgestimmt, weshalb hier von dieser einzig belastbaren Umfrage die existiert wenig bekannt ist.
Sie legen aus, indem Sie nach Beweggründen für dieses Abstimmungsverhalten im Trüben fischen – so etwas masse ich mir nicht an, auch wenn ich die Historie der Abpressung des Territoriums samt seiner Menschen von China für relevant halte. Klar ist, dass nur 12% den Konflikt China anlasten wogegen die meisten ihn für ein lokales Hongkonger Politik- und Polizeidesaster halten.
Damit lässt sich zum Verdruss einiger keine Geopolitik machen, was sie aber nicht daran hindert.

13:53 von MehrheitsBürger

Tibet hat historisch nie zu China gehört.
----------------

und ?
das kümmert doch nicht !
so wenig wie die ne ganze andere Sprache haben eine ganz andere Schrift und Kultur

@14:19 von Klausewitz

Nix anderes als die propagandistische Vorbereitung eines kalten oder heißen Krieges gegen China

Ich glaube Sie und ihre Gesinnungsgenossen in Beijing haben es viel zu gut. Bisher haben die NBA und große Basketballstars wie LeBron James einen Kotau nach dem anderen vor Beijing hingelegt. Kanter macht genau das Gegenteil von Propaganda.

Und eine tatsächliche "propagandistische Vorbereitung" würde mit der US Anerkennung Taiwans als unabhängiger Staat anfangen, begleitet von der Ausstattung der taiwanesischen Marine mit SLBM-bestückten U-Booten, als Abschreckung gegen China.

Sie hätten dann was zu meckern!

14:28 von wenigfahrer | Hat doch nichts damit zu tun

'Ab einer gewissen Größe des Bankkontos, ist man eigentlich frei in seinen Entscheidungen, da spielt Gage keine Rolle mehr. Zumindest für ein normales Leben, da kann man sich auch für bestimmte Dinge einsetzen, ohne zu fürchten das man obdachlos auf der Straße landet.
Mut ja, aber ohne jegliche Gefahr.'

Wenn man etwas auf der Kante hat, dann ist politisches Engagement wertlos, weil gefahrlos ? Kann nicht ihr Ernst sein.

Das Beispiel Colin Kaepernick, der NFL Spieler, der für sein Engagement gegen Rassismus vor Spielbeginn niedergekniete, widerspricht Ihrer Aussage. Seine Karriere hat danach einen Knick bekommen.

Kanter beweist Mut.

China verachtet die Werte der Aufklärung: Fanatische Ideologen

Erstens, ist es gerade bei China eine völlig vereinfachende Sprechweise schlicht von "dem" China zu sprechen.Das ignoriert die unglaubliche Vielfalt dieses uralten Kulturraums.

Zweitens, diese kulturelle Vielfalt einzuebnen wurde und wird von den Kommunisten Chinas beständig versucht.

Wäre es nicht unter Dèng Xiǎopíng zum Paradigmen-Wechsel "Genossen, werdet reich!" gekommen und hätte man nicht brutal-diktatorisch die Ein-Kind-Politik exekutiert, dann wäre das kommunistische Regime Chinas den Weg anderer kommunistischer Staaten gegangen. Durch langfristige überlegene Strategie die Vormacht zu erlangen, das ist wohl ein urchinesisches Epistem (Foucault): Das heutige China mag technisch und wirtschaftlich aus strategischen Gründen mit der Zeit gehen, dahinter steckt aber nur der kommunistische Fanatismus mit Schwarz-Weiß-Feindbildern vergangener Tage.

Es ist absolut wichtig und richtig, dem "Roten Drachen" unsere Werte der Aufklärung bei allen Gelegenheiten zumindest entgegenzuhalten.

us-basketballstar-kanter-sportler-mit-politischer-botschaft

Hallo, lieber Clausewitz, Sie schreiben um 13:51 Uhr, mit einem verschmitztem Lächeln, Zitat:"das macht Eindruck auf den chinesischen Präsidenten...ganz bestimmt." ZitatEnde
.
Vermutlich denken Sie jetzt (wie auch ich!), dass der chinesische Präsident bestenfalls an ein chinesisches Sprichwort denken würde :"Was kümmert es den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen....?

15:22 von Olivia59 |

'Ich habe überhaupt nichts selektiert und ausgelegt sondern unausgeschmückt das relevante Ergebnis bzgl. der mit dem Ruf nach „Befreiung“ aufgebrachten Frage nach Unabhängigkeit benannt. '

Sie wiederholen ihre Selektion auch mit dieser Aussage.
'Befreiung' als Wunsch im Sinne von Erlangung oder Bewahrung von Freiheit und Demokratie ist sehr klar aus der Umfrage abzulesen, deren relevante Komponenten Sie unterschlagen, weil es nicht das Bild passt, das Sie durch Ihre Verkürzung zu vermitteln suchen.

'Wenn Sie so wollen haben die Hongkonger im poll regimefreundlich abgestimmt, .

Das wird auch in der Wiederholung nicht weniger falsch.
Im Gegenteil haben 59 % der Hongkonger für die Demokratiebewegung gestimmt, die gegen die Übernahme der Festlandssystems protestiert haben, für das Lam steht.

'weshalb hier von dieser einzig belastbaren Umfrage die existiert wenig bekannt ist.'

Nebenbei noch etwas VT-Mythen ?

Wenn ich Sie richtig verstehe,

sollte man sich nicht äußern, da es ohnehin nichts bringt. Sie sollten in die Politik gehen, da genau dieses Verhalten dort vorherrscht: Nur nichts sagen, man könnte die Despoten Lukaschenko, Putin, Bolsonaro, Kaschinky, Orban und wie sie sonst noch heißen ja verägern und das schadet der Wirtschaft. Ob deren Verhalten Menschen bis zum Tode schädigen - was soll es?!
Ich möchte dem Sportler wünschen, dass er das Unrecht auch weiterhin Unrecht nennt und da ist es mir völlig egal, was ein Herr XI darüber denkt. Gäbe es mehr solcher Menschen, hätten die Polit-Verbrecher es zumindest etwas schwerer.

@15:35 von Sonnenmeer

"Es ist absolut wichtig und richtig, dem "Roten Drachen" unsere Werte der Aufklärung bei allen Gelegenheiten zumindest entgegenzuhalten."

Angesichts der Historie kommt es schon sehr darauf an in welcher Weise wir China von unseren Werten überzeugen wollen. Die Franzosen haben auch nach Revolution und Aufklärung dort den Sommerpalast zerlegt.

"Zweitens, diese kulturelle Vielfalt einzuebnen wurde und wird von den Kommunisten Chinas beständig versucht."
In ihrem post stellen sie China als zusammenhängenden Nationalstaat in Frage und aktuell geht es sowieso darum auf die Einheit Chinas zu zielen, die lange Zeit respektierte internationale Politik war. Das fordert genau die von ihnen genannte "Einebnung" und Repression heraus. Wenn ein Land mit 1,4 Mrd. Menschen zu einem failed state wird hat die Welt ein Problem.
Wir sollten uns strikt gegen Repression aussprechen aber diesen Zerfallsprozess nicht herbeiführen.

us-basketballstar-kanter-sportler-mit-politischer-botschaft

Also ich persönlich bin dafür, Sport und Politik nicht zu vermengen ! Es sollte - wenigstens -> eine "Nische" geben, die nix mit Politik zu tun hat : ==>den Sport !
Differenzieren !!! Sage ich....., unbedingt differenzieren !

@Klausewitz, @ONYEALI

Wenn Sie glauben es würde Xi nicht kümmern, dann irren Sie sich gewaltig. Despoten sind nämlich bei Kritik und Spott oft sehr empfindlich. Aufgrund der Vergleiche zu Pu der Bär, sind literarische Figur, die Bücher und die Filme in China bereits verboten.

Weiß Hr. Kanter von den Zuständen in Xinjiang?

Zitat: "Tibet, Hongkong, Unterdrückung der Uiguren: Der US-Basketballstar Kanter sorgt seit Wochen mit Postings für Aufsehen, in denen er Chinas Staatsführung kritisiert."

Weiß Hr. Kanter von den Zuständen in Xinjiang?

Weiß er denn davon, in regelmäßigen Abständen von uigurischen Muslime Terroranschläge und Messerattacken gegenüber der chinesischen Han-Bevölkerung verüben?

Ich bin ganz auf der Seite von Hrn. Kanter, wenn es um die Freiheitsrechte der Hongkonger geht, aber die Situation in Xinjiang gehört schon zur ganzen Bild zu diesem Thema.

@15:49 von datten

Nur nichts sagen, man könnte die Despoten Lukaschenko, Putin, Bolsonaro, Kaschinky, Orban

Etwas mehr Differenzierung wäre angebracht.
Der Erster ist, wie auch Chinas Xi Jinping, ein Despot, der Zweiter regiert sehr autoritär, und die letzten 3 sind gewählt in Staaten mit einem Demokratieniveau ähnlich unserem.

Ich möchte dem Sportler wünschen, dass er das Unrecht auch weiterhin Unrecht nennt und da ist es mir völlig egal, was ein Herr XI darüber denkt.

Das sehe ich auch so.

Hongkong hat durch Wahlen für die Demokratie gesprochen

Mehr als Umfragen sagen die realen Wahlen in Hongkong aus. Auch das bestätigt Kanter's Engagement.

'Das Pro-Demokratie-Lager, welches der Sache der Protestierenden nahe steht, konnte bei einer Rekord-Wahlbeteiligung von über 71 % 17 der 18 Distrikte von Hongkong deutlich für sich entscheiden. Sie konnten ihr Ergebnis dabei von vorher 124 auf 388 Sitze (das entspricht über 85 %) mehr als verdreifachen, während Peking-nahe Parteien nur noch 62 Sitze (ca. 14 %) errangen; ein Verlust von über 242 Sitzen. Beobachter sprechen daher von einem „Erdrutschsieg“ für die Demokratiebewegung. Obwohl die zur Wahl stehenden Bezirksräte nur wenig politischen Einfluss haben, gilt ihre Wahl als die einzig wirklich demokratische in Hongkong und das Ergebnis somit als symbolisch wichtige Bestätigung für die Protestbewegung; gerade auch, weil die Administration unter Carrie Lam zuvor immer wieder behauptet hatte, die Demonstranten würden nicht für eine Mehrheit der Bevölkerung sprechen. '

@15:45 von MRomTRom

"Sie wiederholen ihre Selektion auch mit dieser Aussage.
'Befreiung' als Wunsch im Sinne von Erlangung oder Bewahrung von Freiheit und Demokratie ist sehr klar aus der Umfrage abzulesen, deren relevante Komponenten Sie unterschlagen, weil es nicht das Bild passt, das Sie durch Ihre Verkürzung zu vermitteln suchen."

Der Sportler hat sich nicht auf demokratische Werte bezogen sondern sagte "ihr seid keine Chinesen" und meinte die Befreiung als eigenständige Nation. Das Thema war also gesetzt.

Olivia: >>Wenn Sie so wollen haben die Hongkonger im poll regimefreundlich abgestimmt.<<

MRomTRom: >>Das wird auch in der Wiederholung nicht weniger falsch. Im Gegenteil haben 59 % der Hongkonger für die Demokratiebewegung gestimmt, die gegen die Übernahme der Festlandssystems protestiert haben, für das Lam steht.<<

Mit der Entwicklung von 1 Land 2 Systeme sind laut poll nur 20% unzufrieden. Wenn sie das nicht regimefreundlich nennen weiss ich garnicht wofür sie diesen Begriff verwenden?

re 15:53 Olivia59: Zerfallserscheinungen

>>Wir sollten uns strikt gegen Repression aussprechen aber diesen Zerfallsprozess nicht herbeiführen.<<

Ich lese aus Ihren posts immer wieder eine unmissverständlich zweideutige Borütschaft heraus.
Einerseits sind Ihnen autoritistische oder diktatorische Regime ein persönlicher Graus.
Andererseits bremsen Sie jede auch nur versuchte Einflussnahme zugunsten demokratischen Bestrebungen der dortigen Bürger.

Im Zweifelsfalle entscheiden Sie sich also in Fremdstaaten zur Souveränität der dortigen Regime, im eigenen Fall aber, also hier in EU-Europa, stellen Sie sich glasklar auf die Seite aller Aktivisten, die das Wort „Freiheit“ auch nur auf ihre Plakate schreiben brauchten.

Ich würde Ihnen hier mehr Entschlossenheit wünschen, Ihre Werte „hier“ nicht von denen „dort“ zu trennen. Denn die Menschen erleben Unfreiheit hier wie dort immer gleich. Nur die Regime unterscheiden sich und da kann man sich nicht raushalten ohne sich selbst unglaubwürdig zu machen.

Am 19. November 2021 um 15:32 von MRomTRom

Ich hab nichts von wertlos geschrieben, es ging um sein Leben, was nicht in Gefahr ist.
Seine Karriere kann durchaus einen Knick erfahren haben, das kann so sein, bringt aber Ihn oder seine Familie nicht in die Gefahr auf der Straße zu enden.
Nur darum ging es, und das er Mut hat, hab ich ja geschrieben, Umstände wer was riskiert, sind für den einzelnen Menschen schon wichtig.
Sie dürfen das gerne anders sehen, ich kann auch China doof finden, das hat auch keinen Einfluss auf mein Leben, weil ich nicht dort im Land leben muss, sondern hier ;-).

re 15:58 ONYEALI: Politische Botschaften

>>Also ich persönlich bin dafür, Sport und Politik nicht zu vermengen ! Es sollte - wenigstens -> eine "Nische" geben, die nix mit Politik zu tun hat : ==>den Sport !
Differenzieren !!! Sage ich....., unbedingt differenzieren !<<

Ja ja, das sagen Putin und Xi z.B. auch! Und damit will ich gar nicht polemisieren, sondern nur deutlich machen, dass allein die Forderung, „die Politik rauszulassen“, schon hochpolitisch ist.

Man kann Politik nicht „nicht“ machen!

Und selbstverständlich ist der Sport selber bereits deshalb Politik, weil er eine enorme gesellschaftliche Bedeutung hat.

Die Frage ist also nicht, OB Politik gemacht wird, sondern WELCHE Politik gemacht wird. Und da stellt sich mir das chinesische Modell ( und auch das russische) als ein Abgrund politischer Instrumentalisierung dar.

Aber das können Sie natürlich auch anders sehen. Nur „unpolitisch“ - das geht nicht!

15:58 von ONYEAL

"Also ich persönlich bin dafür, Sport und Politik nicht zu vermengen !"

Das erzählen Sie am besten den Vertretern undemokratischer Regime, zu denen das chinesische gehört! Die setzen nämlich mit besonderer Vorliebe den Sport propagandistisch für politische Zwecke ein!

Ach ja: !

14:19, Klausewitz

>>Nix anderes als die propagandistische Vorbereitung eines kalten oder heißen Krieges gegen China<<

Krieg gegen China?

Was für ein ungeheurer Unsinn.

China ist Atommacht. Außerdem ist das Land auch konventionell hoch gerüstet.

Sie können Ihre hier sattsam bekannte Parteinahme gegen Demokratie und Menschenrechte ruhig mal stecken lassen. Niemand wird dieses Land angreifen.

@16:22 von teachers voice

">>Wir sollten uns strikt gegen Repression aussprechen aber diesen Zerfallsprozess nicht herbeiführen.<<

Ich lese aus Ihren posts immer wieder eine unmissverständlich zweideutige Borütschaft heraus.
Einerseits sind Ihnen autoritistische oder diktatorische Regime ein persönlicher Graus.
Andererseits bremsen Sie jede auch nur versuchte Einflussnahme zugunsten demokratischen Bestrebungen der dortigen Bürger."

Das haben Sie richtig erkannt. Mir erscheint es narzistisch über z.B. über die Köpfe in Honkong weg wie dieser Sportler "Befreiung" zu fordern. Als Demokraten sollte uns der Willen der betrofenen Bevölkerung interessieren. Der Kampf für unsere Werte fällt im Extremfall ziemlich Grausam aus. Im Kalten Krieg wurden an die falsche Ideologie verloren geglaubte Köpfe lieber per Zivilbevölkerungsbombardement wie in Vietnam oder Korea getötet. Soweit sind wir natürlich heute nicht - aber ich habe dies im Auge und nehme es einigen nicht ab, das es Ihnen um Taiwaner oder Honkonger geht.

15:53 von Olivia59

"In ihrem post stellen sie China als zusammenhängenden Nationalstaat in Frage und aktuell geht es sowieso darum auf die Einheit Chinas zu zielen, die lange Zeit respektierte internationale Politik war. "

So kann ich den fraglichen Post (15:35 von Sonnenmehr) beim besten Willen nicht verstehen. Der Post stellt nicht die politische Einheit der Volksrepublik China in Frage, sondern die Art und Weise, in der die Machthaber die kulturelle Vielfalt ihres Landes planieren.

Über das denkbare Argument, dass dem Staatszerfall Tür und Tor geöffnet seien, wenn man nicht der kulturellen Eigenständigkeit von Uiguren und Tibetern, wenn's nicht anders geht, mit brutalen Gewaltmaßnahmen einen Riegel vorschiebe, diskutiere ich nicht einmal.

16:06, Bubublitz

>>Weiß Hr. Kanter von den Zuständen in Xinjiang?
Zitat: "Tibet, Hongkong, Unterdrückung der Uiguren: Der US-Basketballstar Kanter sorgt seit Wochen mit Postings für Aufsehen, in denen er Chinas Staatsführung kritisiert."

Weiß Hr. Kanter von den Zuständen in Xinjiang?

Weiß er denn davon, in regelmäßigen Abständen von uigurischen Muslime Terroranschläge und Messerattacken gegenüber der chinesischen Han-Bevölkerung verüben?

Ich bin ganz auf der Seite von Hrn. Kanter, wenn es um die Freiheitsrechte der Hongkonger geht, aber die Situation in Xinjiang gehört schon zur ganzen Bild zu diesem Thema.<<

Freiheit für alle, außer für Muslime.

Die Uiguren müssen ja wahre bububöse Monster sein.

Oder aber, und das ist wahrscheinlicher, Ihre antimuslimische Hetze ist einfach nur monströs.

16:06 von Blitzgescheit

"Weiß er denn davon, in regelmäßigen Abständen von uigurischen Muslime Terroranschläge und Messerattacken gegenüber der chinesischen Han-Bevölkerung verüben?"

Aha. Sie möchten also sagen, dass Internierung, Umerziehung und Zwangsarbeit, die zehntausende von Uiguren in mehreren hundert Lagern erdulden müssen, und dass Zwangssterilisierungen und erzwungene Schwangerschaftsabbrüche etc. durch die von Ihnen genannten "Terroranschläge und Messerattacken" gerechtfertigt sind?

Schwaumeln Sie mal nicht in der Luft herum, sondern stellen Sie sich mit beiden Füßen auf festen Boden, überlegen Sie, wo oben und unten und wo vorn und hinten ist, und denken Sie darüber nach, was Sie beurteilen können und wo Ihre Urteilskraft endet.

17:00, Poliós

>>16:06 von Blitzgescheit
"Weiß er denn davon, in regelmäßigen Abständen von uigurischen Muslime Terroranschläge und Messerattacken gegenüber der chinesischen Han-Bevölkerung verüben?"

Aha. Sie möchten also sagen, dass Internierung, Umerziehung und Zwangsarbeit, die zehntausende von Uiguren in mehreren hundert Lagern erdulden müssen, und dass Zwangssterilisierungen und erzwungene Schwangerschaftsabbrüche etc. durch die von Ihnen genannten "Terroranschläge und Messerattacken" gerechtfertigt sind?

Schwaumeln Sie mal nicht in der Luft herum, sondern stellen Sie sich mit beiden Füßen auf festen Boden, überlegen Sie, wo oben und unten und wo vorn und hinten ist, und denken Sie darüber nach, was Sie beurteilen können und wo Ihre Urteilskraft endet.<<

Der von Ihnen angesprochene Forist weiß all das, was Sie schreiben, ganz genau.

Da es sich aber um Moslems handelt, hält er solche Maßnahmen wohl für gerechtfertigt.

@16:46 von Poliós

"Über das denkbare Argument, dass dem Staatszerfall Tür und Tor geöffnet seien, wenn man nicht der kulturellen Eigenständigkeit von Uiguren und Tibetern, wenn's nicht anders geht, mit brutalen Gewaltmaßnahmen einen Riegel vorschiebe, diskutiere ich nicht einmal."

Das tue ich auch nicht, da ich bereits erwähnt habe, das jeglicher Repression widersprochen werden muss. Dennoch sollten wir diese nicht durch Angriffe auf die Einheit Chinas herausfordern. Mit "gut gemeint" kann man auch viel Schaden anrichten. Was wir Putin vorwerfen, Europa auseinander zu dividieren ist doch unsererseits bzgl. China und Anrainer voll im Gange.

16:39, Olivia59

>>Mir erscheint es narzistisch über z.B. über die Köpfe in Honkong weg wie dieser Sportler "Befreiung" zu fordern. Als Demokraten sollte uns der Willen der betrofenen Bevölkerung interessieren. Der Kampf für unsere Werte fällt im Extremfall ziemlich Grausam aus. Im Kalten Krieg wurden an die falsche Ideologie verloren geglaubte Köpfe lieber per Zivilbevölkerungsbombardement wie in Vietnam oder Korea getötet. Soweit sind wir natürlich heute nicht - aber ich habe dies im Auge und nehme es einigen nicht ab, das es Ihnen um Taiwaner oder Honkonger geht.<<

Meine Güte.

In Vietnam wurde nicht für „unsere Werte“ gekämpft. Außer natürlich, man versteht unter diesem Begriff finanzielle Werte.

Mit den Werten der Aufklärung, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz lässt sich jedenfalls kein Massaker von My Lai, kein Napalm und kein Agent Orange rechtfertigen. „Unsere Werte“ wurden damals nicht von der US Army, sondern von der Protestbewegung gegen den Krieg vertreten.

@ Blitzgescheit

Weiß er denn davon, in regelmäßigen Abständen von uigurischen Muslime Terroranschläge und Messerattacken gegenüber der chinesischen Han-Bevölkerung verüben?

Davon habe ich in seriösen Medien noch nichts gelesen. Aber soll das im Ernst der Versuch werden, Umerziehungslager und Zwangsstsrilisation zu rechtfertigen?

@ Klausewitz

Nix anderes als die propagandistische Vorbereitung eines kalten oder heißen Krieges gegen China

Das Einfordern von Menschenrechten fällt also bei Ihnen anscheinend schon unter die Vorbereitung eines Angriffskrieges?

einseitige Vorurteile

Kanter verbreitet hier einseitig Vorurteile. Wer sich mit dem Thema Uiguren mal auseinandersetzt, der weiß, dass hier beide Seiten zu Wort kommen müssen, um die Situation beurteilen zu können.

16:20 von Olivia59 | Sie verrennen sich gerade

' Mit der Entwicklung von 1 Land 2 Systeme sind laut poll nur 20% unzufrieden. Wenn sie das nicht regimefreundlich nennen weiss ich garnicht wofür sie diesen Begriff verwenden? '

Für Ihre These von der 'Regime-Freundlichkeit' müssen sie das Zahlenwerk bis zur Realitätsumkehr verzerren.

Ein Land, zwei System heißt, dass die Hongkonger mehrheitlich für IHREN Systemteil votieren, der ihnen im Gegensatz zu den Festland-Chinesen - unter dem selben nationalen Dach - ein System mit demokratischen und freiheitlichen Säulen gewährt. Dafür sprechen sie sich klar aus.
Sie aber machen daraus eine Zustimmung zum Festlandsregime. Das ist nicht nur an den Haaren herbeigezogen sondern eine erkennbare Verfälschung der Realität.

Die wahren Präferenzen der Hongkonger wurden durch die Wahlen (s. mein Post von 16:20) zum Ausdruck gebracht.

17:36, Giselbert

>>Kanter verbreitet hier einseitig Vorurteile. Wer sich mit dem Thema Uiguren mal auseinandersetzt, der weiß, dass hier beide Seiten zu Wort kommen müssen, um die Situation beurteilen zu können.<<

Was sind hier Ihrer Ansicht nach beide Seiten?

Ein Uigur v/s der chinesische Diktator?

Die Uiguren haben ja keine Vertretung, da verboten.

@17:27 von fathaland slim

"In Vietnam wurde nicht für „unsere Werte“ gekämpft. Außer natürlich, man versteht unter diesem Begriff finanzielle Werte.

Mit den Werten der Aufklärung, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz lässt sich jedenfalls kein Massaker von My Lai, kein Napalm und kein Agent Orange rechtfertigen. „Unsere Werte“ wurden damals nicht von der US Army, sondern von der Protestbewegung gegen den Krieg vertreten."

Richtig. Doch hierzulande kann ich persönlich mehr erreichen, indem ich die Verteidigung dieser Werte nicht ähnlich gesinnten Leuten überlasse, die sie damals schon instrumentalisierten. Die Konzentration darauf ist angesichts der bereits eskalierten Lage dringend notwendig. Die Militarisierung der Aussenpolitik und Ignoranz gegenüber dem Willen von fremden Bevölkerungen ist kein adäquates Mittel.

Vermutlich wurde Tibet..

.. aus strategischen Gründen besetzt. Hätte China dies nicht getan, wären sicherlich dort heute mehrere US-Militärbasen stationiert.

16:37 von fathaland slim

Niemand wird dieses Land angreifen.
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warum nicht ?
wenn die doch so die Menschenrechte mißachten.
Bei Belarus oder zig anderen Staaten fackelt man nicht so lange mit Sanktionen

17:27 von fathaland slim @ Olivia59 | Vietnam und Korea

Vietnam und Korea sind zwei paar Stiefel.
Die Gleichsetzung, welche die Foristin Olivia unterschwellig platziert, grenzt an Geschichtsklitterung. Das geht so nicht durch.

'Im Kalten Krieg wurden an die falsche Ideologie verloren geglaubte Köpfe lieber per Zivilbevölkerungsbombardement wie in Vietnam oder Korea getötet.'

Südkorea wurde vom nordkoreanischen Machthaber Kim im Zuge einer alleine von ihm ausgehenden Invasion überrannt. Die UN hat sich diesem Überfall entgegen gestellt und die Nordkoreaner zurückgetrieben. Das ist die Realität.

Die Folgen dieses Krieges sind folglich von ihm alleine zu verantworten und nicht einem 'Kreuzzug' des Westens, wie hier unterstellt wird. Die Suggestion des Motives primär als 'Kampf um verloren geglaubte die Köpfe' darzustellen, ist eine weitere Verfälschung.

17:25 von Olivia59

"Mit 'gut gemeint' kann man auch viel Schaden anrichten. Was wir Putin vorwerfen, Europa auseinander zu dividieren ist doch unsererseits bzgl. China und Anrainer voll im Gange."

Na, jetzt ist es raus. Sie hätten aber auch gleich sagen können, dass Sie den Bericht über Kanter lediglich zum Anlass nehmen, um eine pauschale , wenig überzeugende und völlig deplazierte Kritik am Westen unterzubringen.

Ich kenne den Sportler nicht

Ich kenne diesen Sportler zwar nicht, finde es aber gut, dass er die chinesische Staatsführung kritisiert. China ist der gefährlichste Staat der Welt. Skrupellos, grausam und unersättlich. Ich war in China eingeladen und habe gesehen, wie versucht wird, über ausgesuchte Kongressteilnehmer an Knowhow zu kommen. Ich lass mich nie wieder abfilmen. Nie wieder. Zudem war es damals schon beunruhigend zu hören, was damals die Taiwanesen und Teilnehmer aus Hongkong sagten. Was in Hongkong passierte, wissen wir und was hier in Taiwan passiert, auch. China gehört unter dieser Staatsführung bekämpft und geächtet, wo es nur geht.

Meinungsfreiheit und Sportler

Naja, als mutig kann das nur in einer Zeit gelten, in der Sportlern die Meinungsfreiheit entzogen wird, entweder die bekommen vom Verein, den Medien oder der Politik eins auf den Deckel. Anstatt nach China zu schauen was Meinungsfreiheit angeht, könnte man ebenso da kritisch ansetzen.
Sollte Kanter fallen, so fällt er doch sehr weich.

@ Giselbert

Wer sich mit dem Thema Uiguren mal auseinandersetzt, der weiß, dass hier beide Seiten zu Wort kommen müssen, um die Situation beurteilen zu können.

Verstehe ich Sie richtig? Täter und Opfer sollen gleichberechtigt zu Wort kommen?

Wer nicht muss, will nicht im Totalitarismus leben

In der heutigen Ausgabe der FAZ ist zu lesen, wie sich die Kommunistische Partei China's ihren ideologischen Überbau neu zimmert. Für Xi wird damit eine Mao-ähnliche Position als "Steuermann" definiert.

Die Partei erhebt ihren totalitären Anspruch wieder zum Dogma, womit jede Hoffnung auf Öffnungen des kommunistischen Systems in Richtung Demokratisierung zur Illusion wird. Die Bürger des Landes werden durch ein Überwachungssystem mit Wohlverhaltenspunkten unterjocht, gegen das Orwell's 1984 eine Ferienresort wäre.

Weder die Taiwanesen, noch die Tibeter oder die Bewohner Hongkongs möchten unter diesem Joch leben. Insofern kann Kanter mit seiner Kritik gar nicht klar genug sagen, was Millionen von Bürger nicht sagen dürfen, ohne ihre Freiheit zu riskieren.

@ Olivia59

Dennoch sollten wir diese nicht durch Angriffe auf die Einheit Chinas herausfordern.

Wer greift denn die Einheit Chinas an? Wie logisch würden Sie es finden, wenn jemand den Irakkrieg rechtfertigen würde mit dem Hinweis auf die Einheit der USA?

@ um 17:25 von Olivia59 --- Kanter widerspricht

"Das tue ich auch nicht, da ich bereits erwähnt habe, das jeglicher Repression widersprochen werden muss."

Widersprechen ist aber nicht der Schwerpunkt Ihrer Beiträge.
In erster Linie widersprechen Sie dem Sportler Kanter in seiner Kritik an der Unterdrückung in China.

Niemand stellt die Einheit China's in Frage. Wenn aber Einheit auch Gebiete umfasst, die mit militärischer Gewalt einverleibt wurden wie Tibet, dann geht es nicht um nationale Integrität sondern um den Erhalt von Beute aus Eroberungsfeldzügen.

18:09, Olivia59 @17:27 von fathaland slim

>>Mit den Werten der Aufklärung, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz lässt sich jedenfalls kein Massaker von My Lai, kein Napalm und kein Agent Orange rechtfertigen. „Unsere Werte“ wurden damals nicht von der US Army, sondern von der Protestbewegung gegen den Krieg vertreten."

Richtig. Doch hierzulande kann ich persönlich mehr erreichen, indem ich die Verteidigung dieser Werte nicht ähnlich gesinnten Leuten überlasse, die sie damals schon instrumentalisierten. Die Konzentration darauf ist angesichts der bereits eskalierten Lage dringend notwendig. Die Militarisierung der Aussenpolitik und Ignoranz gegenüber dem Willen von fremden Bevölkerungen ist kein adäquates Mittel.<<

Ich sehe mich in der Tradition der Anti-Vietnamkriegs-Proteste. Das mit dem "Willen von fremden Bevölkerungen" sollten Sie etwas näher erklären, wenn Sie nicht wollen, daß der Eindruck entsteht, Sie setzten beispielsweise den Willen des chinesischen Diktators mit dem der Bevölkerung gleich.

@17:51 von MRomTRom

"Oliva: >>Mit der Entwicklung von 1 Land 2 Systeme sind laut poll nur 20% unzufrieden. Wenn sie das nicht regimefreundlich nennen weiss ich garnicht wofür sie diesen Begriff verwenden?<<

Für Ihre These von der 'Regime-Freundlichkeit' müssen sie das Zahlenwerk bis zur Realitätsumkehr verzerren.

Ein Land, zwei System heißt, dass die Hongkonger mehrheitlich für IHREN Systemteil votieren, der ihnen im Gegensatz zu den Festland-Chinesen - unter dem selben nationalen Dach - ein System mit demokratischen und freiheitlichen Säulen gewährt. Dafür sprechen sie sich klar aus.
Sie aber machen daraus eine Zustimmung zum Festlandsregime. Das ist nicht nur an den Haaren herbeigezogen sondern eine erkennbare Verfälschung der Realität."

So langsam wird´s absurd. Allein mit dem Zitat, dass nur eine Minderheit die Unabängigkeit unterstützt wurde mir neulich von 2 Usern sofort China- Regimepropaganda unterstellt. Das hat schon trollhafte Züge das nun vehement zu verkehren.

18:09, Quakbüdel

>>Vermutlich wurde Tibet..
.. aus strategischen Gründen besetzt. Hätte China dies nicht getan, wären sicherlich dort heute mehrere US-Militärbasen stationiert.<<

Ja sicher. Besetzung und Unterjochung sind gerechtfertigt, wenn dadurch der böse Ami in seine Schranken verwiesen, bzw. dies behauptet wird.

Sie sind allerdings der erste, der in Bezug auf Tibet so etwas behauptet. Nicht einmal die chinesische Führung tut das.

@ Lebowski

Anstatt nach China zu schauen was Meinungsfreiheit angeht, könnte man ebenso da kritisch ansetzen.
Sollte Kanter fallen, so fällt er doch sehr weich.

Also nur wer hart fällt, darf die Menschenrechtsverletzungen in China kritisieren?

Am 19. November 2021 um 18:09 von Quakbüdel

Vermutlich wurde Tibet..

.. aus strategischen Gründen besetzt. Hätte China dies nicht getan, wären sicherlich dort heute mehrere US-Militärbasen stationiert.
___
Ach so. Ja, wenn das so ist.....
dann hat also quasi China nur in einer Art "vorausschauender Notwehr" agiert.
Dass man da nicht längst selbst 'drauf gekommen ist. Dann haben die Tibeter ja nochmal Schwein gehabt.

@18:26 von Poliós

"Olivia: >>Mit 'gut gemeint' kann man auch viel Schaden anrichten. Was wir Putin vorwerfen, Europa auseinander zu dividieren ist doch unsererseits bzgl. China und Anrainer voll im Gange.<<

Na, jetzt ist es raus. Sie hätten aber auch gleich sagen können, dass Sie den Bericht über Kanter lediglich zum Anlass nehmen, um eine pauschale , wenig überzeugende und völlig deplazierte Kritik am Westen unterzubringen."

Das ist nun wahrlich keine Offenbarung. Die teils militarisierte Containmentpolitik der USA ist falsch. Selbst unsere Regierung ist dabei zögerlich.

17:36 von Giselbert

Kanter verbreitet hier einseitig Vorurteile. Wer sich mit dem Thema Uiguren mal auseinandersetzt, der weiß, dass hier beide Seiten zu Wort kommen müssen, um die Situation beurteilen zu können.

Es ist beruhigend, mit welcher Zuverlässigkeit Sie wirklich jedem Diktator und Autokraten zur Seite springen. Diese Leute haben in Ihnen wirklich einen treuen Beistand hier.

@ Sisyphos3

Niemand wird dieses Land angreifen.
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warum nicht ? wenn die doch so die Menschenrechte mißachten.

Sind Sie wirklich nicht in der Lage zwischen Kritik an Menschenrechtsverletzungen und militärischem Angriff zu unterscheiden?

@ 13:51 von Klausewitz

Nein, aber seine Zivilcourage beeindruckt viele andere, mich auch. Dass Sie das entwerten müssen, verwundert allerdings niemanden, der Ihre Kommentare liest, wie z.B. heute Vormittag.

Welche Ziele verfolgt Herr Kanter eigentlich?

Welche Ziele verfolgt Herr Kanter eigentlich?

Kennt ihn in Hongkong überhaupt jemand? Oder wollte er mit diesem Aufruf nur mal in die Schlagzeilen jener Blase, zu der Chinesen keinen Zutritt haben?

Wenn er etwas verändern will, sollte er die Probleme in seiner Reichweite angehen. Ich bin mir sicher, dass es in den USA mehr als genug davon gibt.

@ Olivia59

Wenn Sie so wollen haben die Hongkonger im poll regimefreundlich abgestimmt

Bei allen unabhängigen Umfragen spricht sich die chinesische Bevölkerung gegen die eigene Regierung aus.

Autoritarismus klar benennen

Die Stellungnahme von NBA-Stars ist sicher zu begrüßen. Sie sind schließlich auch freie Bürger mit einer politischen Meinung.

Der autoritäre chin. Regime, das unter den Han-Chinesen seit Jahren einen plumpen, großkotzigen Nationalismus hervorgerufen hat, trägt seit der Machtübernahme durch Xi Jumpingde-facto faschistoide Züge.

Die Zwangmaßnahmen und Masseninternierungen, nur weil man als ethnische Gruppe eine andere Religion (Islam) hat, sind nichts anderes als rassistisch.

Die Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong, die militärische Aufrüstung mit besonderem Fokus auf die Annektion Taiwans, das die freiheitlichste Demokratie in Ostasien darstellt, all das sind dunkle Aussichten.

Es herrscht viel Unwissen im Westen über die Mechanismen, die Unterdrückungsinstrumente der chinesischen Machthaber.

Ist es da verwunderlich, dass muslimenhassende Rechtsradikale und Wähler rechtsextremer Parteien im Westen zu den größten Fans der Chinesischen Machthaber gehören?

Namenskorrektur

... Korrektur ...

Der "lebenslängliche" ultranationalistische Machthaber in Beijing, der sich eine Fassade namens "KP" gönnt, heißt natürlich Xi Jinping.

@ 18:09 von Quakbüdel --- Besatzer-Argument

"Vermutlich wurde Tibet.. aus strategischen Gründen besetzt. Hätte China dies nicht getan, wären sicherlich dort heute mehrere US-Militärbasen stationiert."

Auch wenn das durch das "vermutlich" als reine Spekulation gekennzeichnet ist, macht es das nicht besser.

Die Hauptfrage wären dann immer noch, was die Tibeter wollen. Von der kommunistischen Diktatur China's besetzt werden ? Bestimmt nicht.
Dann lieber die USA als Schutzmacht, unter denen sie ihre Freiheit hätten. Aber wie gesagt, eine reine sinnlose Spekulation, die eine Diktatur nicht rechtfertigen kann.

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