Kommentare - Ehemaliger Deutsche-Bank-Chef Kopper gestorben

12. November 2021 - 15:27 Uhr

Er zog jahrzehntelang die Strippen an wichtigen Schaltstellen der Wirtschaft: Ex-Deutsche-Bank-Chef Kopper ist im Alter von 86 Jahren gestorben. In Erinnerung bleiben werden nicht nur seine Verdienste, sondern auch seine "Peanuts"-Bemerkung.

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Kommentare

Im Grunde hat das ja gestimmt

Im Grunde hatte Hilmar Kopper mit seiner Bemerkung zu den Peanuts natürlich recht. Aber das darf man ja nicht so laut sagen.
Möge er in Frieden ruhen.

Erdnüsse sind jedenfalls

Erdnüsse sind jedenfalls besser vor Inflation geschützt als der Euro.

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"Im Grunde hatte Hilmar Kopper mit seiner Bemerkung zu den Peanuts natürlich recht. Aber das darf man ja nicht so laut sagen."

50 Mio sind natürlich keine Peanuts. Das stimmt nur aus seiner Perspektive und in Relation zu den irren Beträgen des spekulativen Investmentbankings, das er für den Standort Deutschland mit vorangetrieben hat. In der Finanzkrise 2007 ging es dann wirklich um einen Berg von Peanuts.
Libor-Zinsmaipulation und CumEx Betrug war wohl erst nach seiner Zeit.

Peanuts? also Erdnüsse?

Koopers Zitat von den Peanuts im Zusammenhang mit der Schneider-Pleite im Jahre 1995 bleibt legendär, wirkt aber gleichzeitig etwas verstaubt, wenn man so betrachtet, womit seine ganzen Nachfolger (Breuer, Ackermann, Fitchen, Cryan) so alles durchgekommen sind und sich auch noch mit einem Freispruch erster Klasse sowie einem goldenen Handschlag belohnen liessen. Da war ja Kooper irgendwie noch harmlos. Dass die Deutsche Bank gefährlich lebt, hat nicht zuletzt 1989 der Fall Herrhausen deutlich gemacht, aber die protzige Haltung als Global Player, die sich abkoppelt von dem "kleinen Mann" hat die Deutsche Bank keineswegs attraktiver gemacht.

@16:59 von Olivia59

>> 50 Mio sind natürlich keine Peanuts

Für die Banken geht es aber immer nur um 1% der Kreditsumme. D.h., bei 50 Mio € erleidet die Bank einen reellen(!) Verlust von 'nur' 500.000 €, und das sind für eine Bank halt Peanuts. -.-

@Robert W. 16:59

Das Abkoppeln vom kleinen Mann ist z.Z. bei der noch mit Staatsknete gehaltenen Commerzbank besonders gut sehen, als "Kunde" (Stichwort Filialschließungen). Anlauf für die nächste Runde Größenwahn ist im Gange.

Staatsmann

Die Deutsche Bank hatte immer Vorstandsvorsitzende von staatsmännischem Format. In diese Reihe gehört auch Hilmar Kopper als würdiger Nachfolger des überragenden Alfred Herrhausen oder auch eines Hermann Josef Abs.

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