Kommentare - Seeschifffahrtsbranche will Klimaziele verschärfen

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Otto Hahn

Wir waren 1958 schon so weit.. die Otto Hahn ging in Betrieb.....schnell, leise, ohne CO2 Ausstoss...

Wie wäre Erdgas

Dafür gibt es Motoren und die sind zwar nicht ganz Abgasfrei aber bestimmt 100x besser als Schweröl. Und für die nächsten 20- 30 Jahre eine Alternative und bis dahin sollten Emissionsfreie Antriebe zu entwickeln sein.

Warum kein Batteriestrom?

Warum können große Containerschiffe nicht mit Batteriestrom fahren? Platz für große Batterien haben die doch.
Und wenn der Konsum vernünftigerweise aus Klimagründen zurückgefahren wird, müssen auch nicht mehr so viele Container durch die Weltgeschichte geschippert werden. China wird die Klimaziele auch wesentlich schneller erreichen können, wenn wir nicht jeden Mist, womöglich noch aus Plastik, dort produzieren lassen. Das spart auch Container.

Global denken, lokal kaufen - jedenfalls wo immer möglich

wäre die zielführendste Möglichkeit

Wenn auch nicht unbedingt für die internationale Schifffahrt. Wenn jeder - und nicht nur eine Branche - nach dieser Devise handeln würde, wäre das zwar "schlecht für die Wirtschaft" (nach heutigem allgemeinen Verständnis derselben), aber nicht nur gut fürs Klima, sondern alle. Auch für die vielen Menschen, die sich dann plötzlich beruflich umorientieren müssten. Sie hätten dann schließlich die Möglichkeit, ihre Zeit auf etwas Sinnvolleres als die Produktion von nicht selten völlig überflüssigen "Gütern" und oft ebenso überflüssige Transportwege zu verwenden. Und ihren eigenen Lebensunterhalt mit dem globalen Gemeinwohl und -wesen zuträglicheren und menschen-, klima- und umweltfreundlicheren Tätigkeiten zu sichern und so zur Steigerung der allgemeinen Lebensqualität beizutragen.
Schließlich sind weder Geld noch Arbeit Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum hoffentlich guten, der Sicherung eines friedlichen zukünftigen Gemeinwesens dienenden Zweck.

16:15, sonnenbogen

>>Wir waren 1958 schon so weit.. die Otto Hahn ging in Betrieb.....schnell, leise, ohne CO2 Ausstoss..<<

Ja sicher.

Aber warum nur die Seeschifffahrt?

Einen Reaktor in jedes Auto! Jedes Haus mit Kernenergie beheizen! Jeder Küchenherd ein kleines Tschernobyl!

Das wird ein Spaß!

16:35, nie wieder spd

>>China wird die Klimaziele auch wesentlich schneller erreichen können, wenn wir nicht jeden Mist, womöglich noch aus Plastik, dort produzieren lassen.<<

Ich glaube nicht, daß China auch nur das geringste Interesse daran hat, weniger zu produzieren und zu exportieren.

@sonnenbogen Zitat: "Otto

@sonnenbogen
Zitat:
"Otto Hahn
Wir waren 1958 schon so weit.. die Otto Hahn ging in Betrieb.....schnell, leise, ohne CO2 Ausstoss..."

und unbezahltbare Transportkosten für die Fracht - damals wie heute
warum wohl werden Atom-Reaktoren ausschliesslich bei Militärschiffen und zivilen Eisbrechern eingesetzt ??

@albexpress Zitat: "Wie wäre

@albexpress
Zitat:
"Wie wäre Erdgas
Dafür gibt es Motoren und die sind zwar nicht ganz Abgasfrei aber bestimmt 100x besser als Schweröl. Und für die nächsten 20- 30 Jahre eine Alternative und bis dahin sollten Emissionsfreie Antriebe zu entwickeln sein"

Der Schwer-Öl-Motor läuft auch mit Erdgas - da muss man nicht mal gross was umbauen.
--
wenn es um Schwefel-Dioxid-Emmissionen geht - die mit einen grossen Anteil an der "Versauerung" der Weltmeere tragen - wäre ja schon normaler Diesel aka Heizöl EL (extra leicht) ausreichend.
damit führ man auch bis weit in die 70er Jahre.
Nur war den Reedern das irgendwann zu teuer - da setzte man lieber auf "BunkerC" - was nix anderes als der Abfall/Rest des Rohöl-Raffinerierungs-Prozesses ist!
man kann auch Teer-Öl dazu sagen - denn bei Zimmertemperatur ist das fest wie Asphalt
--
Erdgas aka Methangas muss man halt "verflüssigen" um ausreiched grosse Mengen zu speichern für eine Seereise

Seefahrt und

Seefahrt und Klimaneutral???
Muhaha - wieso neue Technologien.
Schon mein eigener Grossvater ist auf einem FRACHT-SEEGLER gefahren - Salpeter-Route nach Chile
ja - war vor 120-130 Jahren
--
davon mal abgesehen - schon mal was vom Magnus-Effekt gehört
geht übigens in beide Richtungen - sinnvoll ist aber die Version wo man die Rotor-Säulen durch den Wind Antriebsenergie für die Schiffs-Schraube erzeugt
und
nun ratet mal wann da die ersten Versuche dazu stattfanden
Na - wer weiss es??
--
gibt dazu auch TV-Dokus über aktuelle Projekte

@Bender Rodriguez

„ Wie wäre es mit Segeln.
Und ohne Globalisierung?“

Da landen wir vielleicht ohnehin automatisch irgendwann, wenn nicht bald passiert.
Ein Punkt ist ganz sicher, dass kaum ein Kunde gewillt ist, auf irgendwas länger als 1,2 Tage zu warten. Das hat seinen Preis.

Ich habe da leider keine Vorstellung von den technischen Möglichkeiten auf See, aber sollte nicht auch sowas wie ein Hybridantrieb möglich sein? Mit eigenen Solarzellen und Speichern auf dem Schiff? Das wäre vermutlich lange nicht so effektiv wie Schweröl oder anderes, aber relativ sauber.

um 16:45 von Nettie

Ihre Theorie wird von einem Fehler begleitet.
Wo hin gehend sollen sich die vielen Menschen beruflich umorientieren?

@Nettie

„ Auch für die vielen Menschen, die sich dann plötzlich beruflich umorientieren müssten. Sie hätten dann schließlich die Möglichkeit, ihre Zeit auf etwas Sinnvolleres als die Produktion von nicht selten völlig überflüssigen "Gütern" und oft ebenso überflüssige Transportwege zu verwenden.“

Wenn jeder bei sich selbst damit anfangen würde, dann wäre das Problem gelöst, zumindest irgendwann.
Gestern und heute hatten wir in der Schule eine mini-Diskussion über Plastikspielzeug in Geburtstagskisten. Da war alles an Meinungen dabei, die wenigsten dachten (leider) an den Umweltaspekt.

@fathaland slim

„ Ich glaube nicht, daß China auch nur das geringste Interesse daran hat, weniger zu produzieren und zu exportieren.“

Definitiv nicht! Der Kunde hat aber auch kein Interesse daran darauf zu verzichten.

Oje ...

"..., ein dominanter sauberer Antrieb hat sich bisher nicht etabliert. "

Methanol bisher nur als fossile Variante und Ammoniak erzeugt Lachgas, welches 265 Mal so stark zum Treibhauseffekt beiträgt wie CO2.

Das sind ja glänzende Voraussetzungen um ein genaues Datum zu nennen (Ironie aus).

Der beste Transport ist immer noch derjenige der nicht stattfindet, vielleicht sollte man hier auch mal ansetzen.

@ 16:15 von sonnenbogen

"Wir waren 1958 schon so weit.. die Otto Hahn ging in Betrieb.....schnell, leise, ohne CO2 Ausstoss..."

Da finde ich die Variante Atomreaktor an Land und damit klimaneutrales Methanol herstellen sicherer.

Schritte

Immerhin wird mal dieses Problem zumindest angegangen.

Zunächst mal müsste - sozusagen ad hoc - das Schweröl geächtet werden. Das ist schlicht eine unzumutbare Schweinerei - auch ganz ohne Klimawandel!

Dann müssen die Reedereien Nägel mit Köpfen machen und - wie im Bericht beschrieben - anspruchsvolle, aber erreichbare Ziele bei der Zulassung neuer Schiffe vorgeben.

Schließlich müssen auch die Abnehmerhäfen ihre Einfuhrbedingungen aufstellen und durchsetzen. Hier wäre insbesondere die EU gefordert - Dreck- und CO2-Schleudern werden nicht mehr in die Häfen gelassen.

Denkbar wäre auch eine Kennzeichnungspflicht auf den importierten Waren. Transportiert nach Zertifikat XY...

Klingt einfach - wäre es auch! Was gar nicht geht, ist das Warten auf die „Anderen“. Die haben nämlich in diesem Bereich i.d.R. ganz andere Interessen und damit Prioritäten.

optimale Erderwärmung und Klimawandel dank Agenda 2010

Egal ob Dumpinglöhner, Armutsrentner oder Hartzvierling: Wer nicht jeden Cent bei Aldi, Lidl, Netto oder Rewe dreimal umdrehen will, der kauft besser gleich direkt am anderen Ende der Welt in China seine Grundversorgung versandkostenfrei per freeshipping ein. Dann reicht das Geld am Monatsende auch noch für die Stromwucherkosten in Deutschland, und all die Diskriminierungen in der deutschen Tafel-Elendswarteschlange und sonstige Realitäten in Deutschland bleiben einem so erspart. Und dem Klima wünscht man so nur noch gute Nacht.

17:27 von Miauzi

«Nur war den Reedern das irgendwann zu teuer - da setzte man lieber auf "BunkerC" - was nix anderes als der Abfall/Rest des Rohöl-Raffinerierungs-Prozesses ist!
man kann auch Teer-Öl dazu sagen - denn bei Zimmertemperatur ist das fest wie Asphalt.»

Würde man das Zeug nicht als Schiffsantrieb verbrennen.
Müsste man es als Sondermüll entsorgen.

« Erdgas aka Methangas muss man halt "verflüssigen" um ausreichend grosse Mengen zu speichern für eine Seereise.»

Die abgas-besten Großschiffe mit Fossilem Antrieb, die heutzutage auf den Meeren fahren, ist die Flotte der ca. 200 LNG-Tanker.

17:07 von fathaland slim

Na jedenfalls haben sie Humor, das ist doch schon was. Ein paar Pluspunkte haben sie als mein politische Gegner auf jeden Fall gesammelt. Bringt zwar nichts, aber gut zu wissen. Oder?

16:35 von nie wieder spd

Warum können große Containerschiffe nicht mit Batteriestrom fahren?
----------------

und der Strom dazu kommt aus der Steckdose ?

der umweltfreundlich erzeugte Strom reicht doch jetzt schon nicht
bei uns gerade mal bei 43 % in China bei 30 % in vielen Schwellenländer noch geringer.
Also kommt oder Strom aus Kohlekraftwerken,
was haben wir dann erreicht ?

Ich glaube alles.

Die Klimaziele verschärfen mit immer mehr Überseetransporte.
Ich glaube doch alles.

@Gytha Zitat: "@fathaland

@Gytha
Zitat:
"@fathaland slim
„ Ich glaube nicht, daß China auch nur das geringste Interesse daran hat, weniger zu produzieren und zu exportieren.“
Definitiv nicht! Der Kunde hat aber auch kein Interesse daran darauf zu verzichten."

ich sage mal ja und nein
-> seit Jahren lagern die Chinesen (die Unternehmer) selbst arbeits-intensive Arbeiten in aus ihrer Sicht "Billiglhnländer" aus
TV-Bericht dazu ist schon mindestens 5 Jahre alt - ging um einen Schuh-Hersteller der u.a. für ein auch in D-Land (im Fetisch-Bereich) bekanntes US-Label arbeitet
denn wurden die Lohnkosten in China selbst zu hoch - also gingen sie nach Afrika -> Ätiophien
bauten dort eine grosse Fabrik und liefern von dort in alle Welt
--
inzwischen investieren die Chinesen in Portugal um Textilfabriken hier in/für Europa zu bauen - Lohnkosten sind aus ihrer Sicht niedrig genug
--
davon mal abgesehen - es ist seit Jahrzehnten üblich für Zulieferer ihre Werke neben denen zu bauen für die sie produzieren (Knorr-Bremse)

Am 03. November 2021 um 17:32 von Miauzi Seefahrt und

"davon mal abgesehen - schon mal was vom Magnus-Effekt gehört
geht übigens in beide Richtungen - sinnvoll ist aber die Version wo man die Rotor-Säulen durch den Wind Antriebsenergie für die Schiffs-Schraube erzeugt
und
nun ratet mal wann da die ersten Versuche dazu stattfanden
Na - wer weiss es??
--
gibt dazu auch TV-Dokus über aktuelle Projekte"
Erraten kann ich das nicht.
Habe auf die Schnelle etwas von 1924 gefunden.

Am 03. November 2021 um 17:46 von Gytha

"Gestern und heute hatten wir in der Schule eine mini-Diskussion über Plastikspielzeug in Geburtstagskisten. Da war alles an Meinungen dabei, die wenigsten dachten (leider) an den Umweltaspekt."
Zugegeben :
Damals in der Schule hätte ich diesen Gedanken auch nicht gehabt.
Heute wäre das mein erster Gedanke.

die 15 dreckigsten Frachtschiffe

machen so viel Dreck wie 750 Mill Autos

auch dem technischen Laien sollte einleuchten,
dass es einfacher ist an 15 Schiffen was zu ändern,
als den Aufwand an 750 Mill Autos

Dann fragt man sich über die Sinnhaftigkeit.
Muß der globale Handel solche Dimensionen haben ?
Wie sinnvoll sind Kreuzfahrten ?
über den Diesel PKW erregt man sich, mit Recht oder auch nicht
aber wieviel Abgase bläst so ein Koloss in die Luft,
denke auf dem Deck mitten im Atlantik ist ne höhere NOx Konzentration
als am Stuttgarter Neckartor zum Feierabendverkehr
und wieso muß der Diesel zur Stromerzeugung im Hafen laufen,
der im Gegensatz zu den Anlagen an Land keinen Abgas/Russ Vorschriften unterliegt

17:32 von Miauzi

«Muhaha - wieso neue Technologien.
Schon mein eigener Grossvater ist auf einem FRACHT-SEEGLER gefahren - Salpeter-Route nach Chile
ja - war vor 120-130 Jahren.»

Einige wenige größere Frachtsegler für Interkontinentale Schifffahrt aus neuerer Produktion gibt es. Die können aber never ever solche Containermegen pro Schiff transportieren wie die heutigen Containergiganten.

«davon mal abgesehen - schon mal was vom Magnus-Effekt gehört
geht übigens in beide Richtungen - sinnvoll ist aber die Version wo man die Rotor-Säulen durch den Wind Antriebsenergie für die Schiffs-Schraube erzeugt ...»

Auch damit kriegt man solche Riesenschiffe nicht vorwärts.
Genau wie beim Segler besteht die Abhängigkeit vom Wind, wie stark der weht. Totale Flaute über längere Zeiträume dürfte nicht so häufig sein. Aber auch die regelmäßige Taktung der Fahrtzeit der Schiffe kaum noch möglich.

Für die große Masse der Seeschiffe muss man sich schon überlegen, wie man mit mehr als nur Wind besser fährt.

was ich früher gut fand

da wurden grosse kampfschiffe mit muskelkraft angetrieben. es sollten sich doch auch heute viele starke menschen finden, die nach trommelschlag gemeinsam für den vortrieb sorgen

17:07 von fathaland slim 16:15, sonnenbogen

>>Wir waren 1958 schon so weit.. die Otto Hahn ging in Betrieb.....schnell, leise, ohne CO2 Ausstoss..<<

Einen Reaktor in jedes Auto! Jedes Haus mit Kernenergie beheizen! Jeder Küchenherd ein kleines Tschernobyl!

#
Ich kann mich noch sehr gut an die Lobhudelei
von Atom ,auch fürs das Auto ,erinnern. Vieles stand im Taschenbuch Cosmos was ich als 14 jähriger immer gelesen habe.

Es ist wie immer

Das erinnert mich an das Thema Autos. Auch dort versucht man nur alt gewohntes auf biegen und brechen zu erhalten und verhindert dadurch einen effektiven Klimaschutz.

Was wir brauchen ist weniger. Weniger Produktion, weniger Transport, weniger kapitalistische Globalisierung. Ja es braucht einen Wechsel des Wirtschaftssystems, weg vom Kapitalismus!

Am 03. November 2021 um 17:40 von hesta15 um 16:45 von Nettie

Zitat: "Ihre Theorie wird von einem Fehler begleitet.
Wo hin gehend sollen sich die vielen Menschen beruflich umorientieren?"

Zum Beispiel Landwirtschaft und Gartenbau. Wenn man diese ökologischer (ohne Gifte, ergo u. U. Unkraut jäten), kleinteiliger (Feldrandstreifen für Vögel und Insekten, Vermeidung von Bodenerrosion) gestalten will, wird man dort auch wieder mehr Arbeitskräfte benötigen.
Weitere Beispiele Handwerk, Reparatur, Recycling.
Bauwesen: Rückbau statt Abriss (wo Erhalt nicht möglich), um Baustoffe in hoher Qualität zur Wiederverwendung zu gewinnen und Downcycling weitestgehend zu vermeiden.

Am 03. November 2021 um 19:48 von schiebaer45

"Ich kann mich noch sehr gut an die Lobhudelei
von Atom ,auch fürs das Auto ,erinnern. Vieles stand im Taschenbuch Cosmos was ich als 14 jähriger immer gelesen habe."

Weihnachten bei Hoppenstedts nicht vergessen....

19:39 von Karl Maria Jose...

«was ich früher gut fand … da wurden grosse kampfschiffe mit muskelkraft angetrieben. es sollten sich doch auch heute viele starke menschen finden, die nach trommelschlag gemeinsam für den vortrieb sorgen.»

Interkontinentale Galeerenschifffahrt gab es nie.
Die Alten Römer blieben immer schön im Mittelmeer.

Christoph der alte Columbus nahm Segel nach Westindien, wo er hin wollte. Dann war Amerika im Weg, was er gar nicht wusste. Erik der Rote der alte Wikinger hatte auch schon Segel früher noch. Noch früher haben Südseevölker Segel benutzt, um den Pazifik zu überqueren, und die Osterinsel nahe Südamerika zu besiedeln.

Die Galeerenschifffahrt heißt heute Deutschland Achter, und acht Hünen hintereinander mit nur einem Ruder jeder. Sie holen ohne Trommler nun immer die Goldmedaille bei Olympia. Auf der Themse rudern einmal pro Jahr die Galeerenschiffer von Oxford / Cambrige gegeneinander um die Wette. Auch ohne Trommler.

Segeln ist schneller als fürchterlich anstrengendes Rudern.

17:40 von Hesta15

@Nettie 16:45
//Ihre Theorie wird von einem Fehler begleitet.
Wo hin gehend sollen sich die vielen Menschen beruflich umorientieren?//

Der Forist Nettie weist schon in die richtige Richtung, weil auch das Konsumverhalten ein Aspekt ist, der zur Klimaproblematik gehört, wenn Produkte mit geringem Verbraucherwert um die halbe Welt transportiert werden. Das führt natürlich zu Regulierungen, die bestimmte Menschen zum querdenken provoziert. Dass Menschen beruflich immer mobiler werden müssen, ist ein Grundproblem unserer Zeit und hat zunächstmal nichts mit Klima zu tun. Wenn wir Produkte mit geringerer Wertschöpfung wieder im eigenen Land produzieren (wenn sie wirklich gebraucht werden), dann gibts auch neue Arbeitsplätze.

20:35 von schabernack

Ja aber solch Ruder- Achter, viel Gepäck kann man da nicht mitnehmen.

Das kann weg

Wir brauchen solche Schiffe und solche Transportkapazitäten nur, wenn sich nichts ändern soll.
Wegen des Klimawandels muss sich aber vieles ändern.
Vor allem müssen wir auch unser Wirtschaftssystem ändern, dass ja bisher eigentlich nur davon lebt, die Erde und deren Bewohner zu zerstören.
Also weg mit solchen Schiffen und mit dem Unsinn, den sie transportieren.

@ naiver Positivdenker, um 21:06

“Mein Bauch sagt mir und auf den kann ich mich verlassen...“

Bauchumfang? :-)

Flettner Rotor, Oceanbird

Frachter mit Motorantrieb sind meiner Meinung noch nicht besonders grün. Wie steht es mit moderenen Fracht Segelschiffen? Natürlich wird Windantrieb alleine nicht genügen. Aber warum nicht den Flettner Rotor mal wieder testen oder die neueste Segelschiff Version "Oceanbird" testen? Ich bin nicht der große Subventions-Fan, aber wenn Windenergie das Frachtschift 10% bis 20% weniger Treibstoff braucht, dann finde ich das einen Gewinn für die ganze Welt. Und die Forschung an neuem Militärspielzeug wie Munitionstransport-Mulis ist bestimmt teurer und bringt weniger gegen die Erderwärmung.

re 20:10 Ravenbird: Wie immer?

>>Was wir brauchen ist weniger. Weniger Produktion, weniger Transport, weniger kapitalistische Globalisierung. Ja es braucht einen Wechsel des Wirtschaftssystems, weg vom Kapitalismus!<<

Unter Kapitalismus versteht man sinnvollerweise den einen Extrempunkt einer Wirtschaftsordnung, in dem alles, wirklich alles allein von den Kapitalgebern (Kapitalisten) bestimmt wird. Das andere Extrem stellt als Antipode der Kommunismus dar, in dem alles, wirklich alles von der Gesamtgesellschaft bestimmt wird.

Und dazwischen kann man die mannigfaltigen Zwischensysteme wie z.B. unsere Soziale MW ansiedeln, für die Einen ein fast reiner Kapitalismus, für die Anderen schon ein fast reiner Kommunismus.

Welche Wirtschaftsordnung sehen Sie denn hier und in der Welt? Und welche würde denn Ihr Problem des „Weniger“ lösen?

20:44 von Barbarossa 2 | @schabernack

«Ja aber solch Ruder- Achter, viel Gepäck kann man da nicht mitnehmen.»

Besser gar kein Gepäck im Ruder-Achter mitführen.
Sonst scheidet man schon im Vorlauf aus wegen zu viel Gewicht.
Der Steuermann muss auch immer klein und leicht sein.

Zu Schulzeiten war ich im Alter von 14 bis 18 Jahren in der Ruder AG. Das Boot zum Wanderrudern auf kleineren und größeren Flüssen ist immer der Vierer mit Steuermann. Zwei Ruder pro Ruderer. Die heißen "Skulls", ein Ruder pro Ruderer nennt man "Riemen".

Das war schon schön, gerudert sind wir u.a. auf Rhein, Donau, Mosel, Neckar, Rhone. Schön anstrengend war das auch, und in praller Sonne so was wie Galeere ohne Trommler.

Heute ist das Kanu mein Boot, und wir haben uns aus Schweden ein großes Kanu aus Alu mitgebracht. Gut für 4 Erwachsene. Bestens für 2 Erwachsene mit 2 bis 4 Kindern.

Weniger anstrengend als Rudern und mehr komfortabel.
Aber eher was für kleinere Flüsse.
Über den Atlantik oder nach China kommt man damit erst recht nicht.

Zitat: "Würde man das Zeug

Zitat:
"Würde man das Zeug nicht als Schiffsantrieb verbrennen.
Müsste man es als Sondermüll entsorgen."

jup - die Schiffe sind halt fahrende Sondermüll-Berbrennungsanlagen
darum ist der Dreck ja auch so billig im Einkauf für die Schiffeigner
--
Gastanker - war bekannt - passen halt nur wenig Container oder Bannanen drauf
*gggg*

Zitat: "Ja es braucht einen

Zitat:
"Ja es braucht einen Wechsel des Wirtschaftssystems, weg vom Kapitalismus!"

nun ist der aber nicht nur ein Wirtschafts- sodndern auch ein gesamtgesellschaftliches System
und
95% der Bundesbürger finden (selbst demokratischen) Sozialismus doof
--
tja - unter diesen Umständen gibt es halt nur ein "weiter so" - in 5 Jahren ist es dann halt immer noch "1 Minute vor Mitternacht"
oder so
*sarkasmus*

@schabernack Zitat: "Die

@schabernack
Zitat:
"Die Galeerenschifffahrt heißt heute Deutschland Achter, und acht Hünen hintereinander mit nur einem Ruder jeder."

also bitte - es heisst "Riemen" und nicht "Ruder" - und man "pullt"
*ggg*

Warum nicht 2100

oder noch später.

Ich würde sage, die Einreise in dei EU ab 2030 klimaneutral oder draußen bleiben. Ab 2031 gilt das für alle Produkte, egal wie sie umgeleitet werden

@stgtklaus Zitat: "Warum

@stgtklaus
Zitat:
"Warum nicht 2100
oder noch später.
Ich würde sage, die Einreise in dei EU ab 2030 klimaneutral oder draußen bleiben. Ab 2031 gilt das für alle Produkte, egal wie sie umgeleitet werden"

also auch für das Uran - das die ganzen AkW der EU als "Brennstoff" brauchen?
Na denn...

Am 03. November 2021 um 20:10 von Ravenbird

Was wir brauchen ist weniger. Weniger Produktion, weniger Transport, weniger kapitalistische Globalisierung. Ja es braucht einen Wechsel des Wirtschaftssystems, weg vom Kapitalismus!
__
Na, dann fangen Sie doch schon mal an mit dem Umkrempeln. Ich denke nur, allzu weit werden Sie mit der Krempelei nicht kommen.
Davon abgesehen, befinden Sie sich, sollten Sie in DE wohnen, ja nun doch in einem Sozialstaat. Auch wenn nicht alles zu aller Zufriedenheit läuft, so hat sich das System bislang über recht viele Jahre bewährt. Für das, was Sie anstreben, gibt es nicht einmal eine Blaupause.

21:32 von Mauzi

//nun ist der aber nicht nur ein Wirtschafts- sodndern auch ein gesamtgesellschaftliches System
und
95% der Bundesbürger finden (selbst demokratischen) Sozialismus doof//

Ich glaube, dass die Klima-Problematik nicht mit Ideologien, sondern nur mit Pragmatismus zu lösen ist. Das ist so komplex, dass wir (die Menschen) vielleicht am Ende die Sinnlosigkeit von Ideologien erkennen. Eine Chance, einen Gewinn aus der Problematik zu ziehen.

Am 03. November 2021 um 21:43 von stgtklaus

Ich würde sage, die Einreise in dei EU ab 2030 klimaneutral oder draußen bleiben. Ab 2031 gilt das für alle Produkte, egal wie sie umgeleitet werden
__

Wenn SIE das sagen, wird das wohl auch so kommen. 100 pro.

21:42 von Miauzi / @schabernack

«also bitte - es heisst "Riemen" und nicht "Ruder" - und man "pullt".»

Es heißt Ruder.
Mit den Gattungen Skull und Riemen.

Es heißt Tier.
Mit den Gattungen Bär und Affe.

"Pull" meint "zieh das Ruder durch".
"Pullen" kann man auch ohne Boot am Kiosk mit Flaschbier.

@schabernack, was waren Sie

@schabernack,

was waren Sie denn nun in Ihrer Jugend -> Vorwärts- oder Rückwärts-"Fahrer"

habe ja ein paar Jahre in Berlin-Grünau gewohnt - da haben die Kinder schon "komischen" Schulsport
und dann necken die sich immer auf den Nachhause-Weg
fimdet man auch noch bei den Erwachsenen - doe dort aufgewachsen sind
*ggg*

Am 03. November 2021 um 19:39

Am 03. November 2021 um 19:39 von Karl Maria Jose...
was ich früher gut fand
da wurden grosse kampfschiffe mit muskelkraft angetrieben. es sollten sich doch auch heute viele starke menschen finden, die nach trommelschlag gemeinsam für den vortrieb sorgen.

... und das Ganze als Fitnessurlaub verkaufen.
- Vielleicht doch lieber Konsumverzicht und Zeitgewinn und nur noch Regional.

19:39 von Karl Maria Jose...

was ich früher gut fand, da wurden grosse kampfschiffe mit muskelkraft angetrieben.
es sollten sich doch auch heute viele starke menschen finden,
die nach trommelschlag gemeinsam für den vortrieb sorgen
--------------

muß ja nicht Rammgeschwindigkeit im Kriegsfall sein,
es genügt ja wenn der Käpten Wasserski fahren will

16:29 von albexpress

sollte man glauben
aus dem Diesel kriegt man ja auch den Schwefel raus.
Warum nicht aus dem Schweröl,
ebenso Abgasreinigungsanlagen.
Im Gegensatz zu PKW´s, wo es Schwierigkeiten gibt,
durch den permanenten Lastwechsel und in der Warmlaufphase
entfällt das doch beim Schiff,
das fährt tagelang gleichmäßig

Re: 21:16 von teachers voice

Also ich habe schon einiges durchaus Kluges von Ihnen gehört. Aber Kapitalismus ist eben nicht nur die extreme Ausprägung unseres gegenwärtigen Wirtschaftssystem. Das sollte aber jemand der sich teacher nennt wissen. Es ist ein Wirtschaftssystem das auf Ungleichheit und Ausbeutung basiert, lokal, regional und global. Und eine Alternative zum Kapitalismus muss auch nicht der Kommunismus sein, es geht durchaus auch anders. Was wir in meinen Augen brauchen ist ein Wirtschaftssystem das auf zwei Dinge ausgerichtet ist. Zum einen die Befriedigung natürlicher Bedürfnisse und zum anderen die Nachhaltigkeit und somit auch auf den Klimaschutz. Ein Wirtschaftssystem das ein gutes Leben (nicht Reichtum) für Alle bringt und nicht nur für Wenige so wie es jetzt ist.

Dafür braucht es keinen Kommunismus, auch wenn ich zugebe das mir ein freiheitlicher Kommunismus ohne Staat sehr lieb wäre, dass wird aber wohl noch eine Weile dauern bis die Menschheit so weit ist.

Am 03. November 2021 um 21:52 von weingasi1

Ja ich wohne in Deutschland, ja ich schränke mich bei verschiedenen Sachen die ich für sinnvoll halte ein. Unser schönes System das Sie da preisen, ist aber auch nur auf Kosten anderer möglich. Auf Kosten von Menschen die eben nicht die Bevorzugten des Systems sind, auf Kosten von unzähligen Menschen im Ausland und auf Kosten von nachfolgenden Generationen die das was wir seit der Industrialisierung verbrochen haben jetzt auslöffeln dürfen.

Ja es ist immer einfach wenn man sagen kann 'Es ist so schön wie es ist', zumindest wenn man davon profitiert. Aber was sagen sie denen die dafür bezahlt haben und noch bezahlen werden?!

Ja es gibt keine Blaupausen, weil man Jahrzehntelang alle wirklich interessanten alternativen Ansätze unterdrückt oder ins lächerliche gezogen hat, weil sie allzu leicht zur Gefahr für das bestehende System hätten werden können!

20:10 von Ravenbird

Was wir brauchen ist weniger. Weniger Produktion, weniger Transport,
------------

dann auf !
keiner hindert sie daran auf Konsum zu verzichten
kleinere Wohnung, Heizung runterdrehen, Pulli anziehen und ein kaltes Schlafzimmer ist ohnehin gesünder,
Auto abschaffen und den öffentlichen Nahverkehr nur in Ausnahmefällen (kostet ja auch Ressourcen)
Also wie gesagt, nur zu

22:08 von Miauzi / @schabernack

«was waren Sie denn nun in Ihrer Jugend ->
Vorwärts- oder Rückwärts-"Fahrer".»

In der Jugend zu Schulzeiten war ich Rückwartsfahrer. Zum normalen oder verpflichtenden Schulsport gehörte Rudern nicht. Das war zusätzlich freiwillig in einer Ruder AG am Nachmittag, die ein ruderbegeisterter jüngerer Lehrer eingerichtet hatte und leitete. Die Boote hat der Förderverein am Gymnasium bezahlt. Sie lagen in den Bootshäusern zweier Kölner Ruderclubs. Die Vierer am Rhein, die Einer am "Decksteiner Weiher". Dort ist auch die Kölner Regattastrecke.

Nach der Schulzeit ging das nicht mehr mit Rudern in dieser AG. Man war ja kein Schüler der Schule mehr. Ich habe das dann dran geben. Mehr attraktiv als das Rudern selbst war immer die Gemeinschaft und die Wanderfahrten mit Zelten.

Wir waren auch mal in Berlin mit den Booten. Rudern auf der Spree und so. Sehr nahe dran an die Glienicker Brücke konnte man ran rudern.

Das mit Kanu Vorwärtsfahren kam später.
Müsste ich erst überlegen, wann genau.

Schabernack

"Es heißt Tier.
Mit den Gattungen Bär und Affe."

Es heißt Kanu.
Mit den Gattungen Kajak und Kanadier.

Aber 6 Schabernacke im Kajak, da lacht sich sogar der Inuit ins Kanu.

22:27 von Sisyphos3

«muß ja nicht Rammgeschwindigkeit im Kriegsfall sein,
es genügt ja wenn der Käpten Wasserski fahren will.»

Wasserski hinter der Galeere fährt der Käpt'n nur dann, wenn Asterix und Obelix mit auf der Galeere an den Rudern sitzen. Das ist historisch ja auch bildlich in den Büchern der Gallier belegt.

Darstellung: