Kommentare - UN-Klimakonferenz in Glasgow: Ein echter Plan gegen die Entwaldung?

02. November 2021 - 19:18 Uhr

100 Staaten haben in Glasgow einen Pakt geschlossen, um die Zerstörung der Wälder ab 2030 zu stoppen. Gastgeber Johnson brachte die Initiative auf den Weg und preist sie als beispiellos. Doch die Vereinbarung ist wenig verbindlich. Von C. Prössl.

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Ja, aber …

"Wenn die Staatengemeinschaft das 1,5-Grad-Ziel erreichen wolle und vom Klimawandel betroffene Länder unterstützen wolle, dann müssten die Wälder weltweit geschützt werden", sagte Johnson.
Grundsätzlich stimmen Fachleute dieser Aussage zu. Beim Roden von Wäldern werden große Mengen CO2 freigesetzt. Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, begrüßte die Vereinbarung. "Wir haben ohne den Schutz der Wälder überhaupt keine Chance, unseren Planeten auf ein 1,5-Grad-Ziel-Pfad zu bekommen und die Temperaturerhöhungen so zu begrenzen. Dazu brauchen wir die Wälder, weil sie Kohlendioxid einspeichern."

Das ist so klar, dass hier sogar Einigkeit herrscht. Aber: „Aber die Initiative ist nicht verbindlich (…)“

„Unverbindliche“ Vereinbarungen kann man getrost vergessen. Das zumindest hat die Erfahrung nun wirklich zur Genüge gezeigt.

Boris Johnson bläst sich

Boris Johnson bläst sich leider zu sehr auf mit seinem Eigenlob; die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes geht fast ungebrochen weiter, und es ist ein Hohn, dass sich Präsident und Außenminister in Brasilien streiten können, ob man die illegale (!) Rodung 2030 oder 2035 beenden will. Noch deutlicher gesagt: Es ist ein Schlag ins Gesicht.

Lippenbekenntnisse

Wenn man hört, dass ausgerechnet Brasilien gegen die Vernichtung der Wälder eintritt, dann klingt das in meinen Ohren reichlich zynisch. Immerhin werden dort noch immer massenhaft Regelnwälder im Amazonasgebiet vernichtet, nicht nur abgeholzt, sondern vor allem niedergebrannt, um Weideflächen zu schaffen. Dieser Unfug sollte sofort gestoppt werden, ansonsten bleibt es offenkundig bei puren Lippenbekenntnissen.

Eine kleine Chance vielleicht

für Brasilien.
Bolsonaro steht im Moment ziemlich unter Druck.
Die nächsten Wahlen in Brasilien sind vielleicht eine kleine Hoffnung,für eine Besserung der Situation im Regenwald.
Meine ganze Sympathie bei dieser Angelegenheit gehört übrigens denjenigen,denen der Regenwald wirklich gehört,wenn er überhaupt jemanden gehört.
Damit meine ich die Indigenen.
Die Indigenen,über sie sich Bolsonaro nur abfällig äußert.
Dabei das die Menschen,Welche unseren ganzen Respekt verdienen.

Ja, warum denn nicht gleich damit...

...anfangen und die Wälder dieser Erde zu retten?

---

Na, weil wir ja alle noch soviel Zeit zur Verfügung haben,
bis uns das Klima aber mal so richtig um die Ohren fliegt.
-
Autoritäre Länder oder große Schwellenländer wie z.B. Indien
ballern ja immer noch wie blöd mit Kohlkraftwerken rum, um ihren Energiedurst zu stillen.
-
Aber auch Länder wie die USA oder China, werden wohl auch nicht mal so richtig Gas geben, um zum Klimaschutz beizutragen.
-
In aller erster Linie geht Klimaschutz doch so:
- Erst kommt die Wirtschaft, die darf nicht unter den Maßnahmen leiden
und somit keinen Profit mehr erwirtschaften;

- Dann will jedes Land seine eigenen Maßnahmen an den Start bringen;

-Und dann ist da ja noch der Faktor Mensch.
Will und kann dieser denn die Klimaziele mittragen und auch was
hier am wichtigsten ist, diese umsetzen?
-
Ich bezweifle das sehr, daß die Spezies Mensch dafür wirklich geeignet ist,
das Weltklima zu retten.
-
Na dann bis 2030!

Dann beschließt mal schön

Für mich wie immer das reinste Blabla. Papier ist zudem geduldig und es wurde schon einmal solch ein Beschluss zum Schutz des Regenwaldes verabschiedet. Passiert ist dann nichts. Wir werden immer mehr Menschen, brauchen somit immer mehr Ressourcen, wie z.B. Holz für den Bau von Häusern, Möbeln usw. Dazu sind Monokulturen wie z.B. der Anbau von Soja oder Ölpalme in solchen Regionen ein lukratives Geschäft. Wäre schön, wenn alles umgesetzt wird, was in Glasgow beschlossen wird. Ich glaube es aber wegen der Vorkomnisse in der Vergangheit nicht.

Knall nicht gehört?

>>100 Staaten haben in Glasgow einen Pakt geschlossen, um die Zerstörung der Wälder ab 2030 zu stoppen.<<

AB 2030?

Es geht auch nicht nur um CO2, es geht auch um die kühlende Wirkung.

*Dass es im Wald kühler ist, spürt zwar jeder, der zum Beispiel in der Kreuzhorst spazieren geht oder im Küchenhorn bei Wolmirstedt. Doch es ist nicht allein der Schatten – im Wald ist es deutlich kühler als zum Beispiel unter einem Sonnenschirm. Und: Je älter die Bäume, je dichter ihre Kronen, desto stärker ist der Effekt.

***Maßgeblich sind dafür mehrere Faktoren.

Erster Faktor: Bäume spenden Schatten. „Beschattung während heißen Sommertagen führt zu stark reduzierten Tageshöchsttemperaturen im Wald/unter Bäumen“, erklärt Zellweger.

Zweiter Faktor: Verdunstung – das Wasser, das aus den Blättern austritt verdunstet und kühlt die Blätter und die Umgebung.....
Das heißt: Wälder werden in ihrer Funktion als Klimaanlage in Zukunft immer mehr Bedeutung bekommen.***

„Nature Ecology & Evolution“ 2019

In der FAZ erschien ...

... dazu ein interessanter Gedanke.

Es gibt nämlich gar kein ungenutztes Land, auf dem man Bäume pflanzen kann.

Wir haben 8.000.000.000 Menschen auf der Erde und jeder Fleck wird genutzt.

Da ist es nicht opportun, Hirten und andere Nutzer vom Land zu vertreiben, um dort Bäume zu pflanzen.

Einfach den Artikel mal nachlesen.

@ Adeo

Mich wundert immer, wenn wir uns aus dem Fenster lehnen und andere Länder beschimpfen.

Wo ist denn unser Urwald?

Abgeholzt und zum Salz kochen verbrannt

Es wird nicht viel passieren!

Verzichten dann Brasilien auf den Soja-Anbau und Indonesien auf den Anbau von Palmöl-Plantagen, ich glaube nicht!

Am meisten leid tun mir in Brasilien die Indigenen, die aufgrund der Abholzung des Urwaldes am meisten darunter leiden müssen und irgendwann ist ihre Kultur dann völlig zerstört. Aber der rechte Bolsonaro hat doch an den Indigenen überhaupt kein Interesse.

Außerdem könnte D etwas dagegen tun, nämlich aus Brasilien überhaupt kein Soja mehr beziehen.

Am 02. November 2021 um 20:43 von Einfach Unglaublich

"Mich wundert immer, wenn wir uns aus dem Fenster lehnen und andere Länder beschimpfen.

Wo ist denn unser Urwald?

Abgeholzt und zum Salz kochen verbrannt"

Diese Länder müssen doch nicht Fehler,die bei uns in der Vergangenheit gemacht worden sind nachmachen.
Überhaupt,immer dieses gegeneinander aufrechnen,das bringt uns bei der ganzen Problematik überhaupt nicht weiter.

@Heidemarie Bayer um 20:52

>> Außerdem könnte D etwas dagegen tun, nämlich aus Brasilien überhaupt kein Soja mehr beziehen. <<
-> sicherlich; aber mit der Konsequenz, dass man den dortigen Sojabauern ihre Lebensgrundlage entzieht (wenn sie keinen Ersatzabnehmer finden); also „zwei Seiten einer Medaille“.
Und die Frage ist dann auch, ob D das Soja dann aus einem Land importiert, das umweltfreundlicher agiert als Brasilien.

Gut so

für mich bleibt jetzt eine Frage offen, die nicht im Artikel erwähnt wurde, es wird gebaut, es wird gewohnt, wir verbrauchen Papier und so weiter.
Das alles mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz, den es ja dann nach 2030 nicht mehr gibt, oder wie darf man das verstehen.
Das man keine Brandrodung mehr macht, für Felder, verstehe ich, da kann man eventuell auf andere Flächen ausweichen.
Aber wie wird der Rest geklärt.

echter Plan

Hat es noch nie wirklich gegeben und wird es auch in Zukunft nicht geben.

Ich mache jetzt das weiter wo's ic immer gemacht habe.

Friedlich, Gewaltfrei und sparsam Leben.

Ab 2030 .... nicht

Ab 2030 .... nicht verbindlich. Alles klar dann! Genau die gleichen Verzögerungstaktiken, die man schon seit Jahrzehnten von diesen Herrschaften gewohnt ist.

@21:10 von Wolf1905 @Heidemarie Bayer um 20:52

//>> Außerdem könnte D etwas dagegen tun, nämlich aus Brasilien überhaupt kein Soja mehr beziehen. <<
---
-> sicherlich; aber mit der Konsequenz, dass man den dortigen Sojabauern ihre Lebensgrundlage entzieht (wenn sie keinen Ersatzabnehmer finden); also „zwei Seiten einer Medaille“.//

Mit dem Argument könnte man praktisch in allen Bereichen den Klimaschutz konterkarieren. Was wir hier in Deutschland ja auch gerne in anderen Bereichen tun: Arbeitsplätze. Sei es in der Kohle-, Auto-, Waffenindustrie oder in der Landwirtschaft. Oder der teilweise giftige Billigschiss aus China.

Was Waldbrände noch übrig lassen

Man braucht den Wald nicht mehr abholzen. Denn der stirbt bis 2030 von ganz alleine aus.

Ab 2030!

Ab 2030???
Ein "Witz".
Gibt es dann den Regenwald noch?

Deutlich vor 2030 werden wir Wissen, daß wir 2021 noch eine Chance hatten.
Da hilft dann auch kein Jammern mehr.

Kann das Volk diese Politiker fristlos entlassen?

einfach lächerlich

Die lsberrhabarber Truppe verkündet grosses und allein in Deutschland werden täglich 30 Fussballfelder abgehackt.
Dazu die Nummer mit Tesla in Grünheide etc.
Zusammengefasst, Politiker =Lügner

All diese Klima-Placebos

Kürzlich im SPIEGEL gelesen:

***Das dreckige Geheimnis

Die Armeen der Welt sind Klimasünder, allen voran das US-Militär. Bisher gibt es für sie keine Emissionsgrenzen. Nun sollen auch sie ihren CO2-Ausstoß zügeln - doch geht das überhaupt?...

Wer einen Leopard 2-Kampfpanzer im Gelände 100 Kilometer weit ausrücken lässt, der ist an die 530 Liter Diesel los. Der ultramoderne Tarnkappenkampfjet F-35 verfeuert 6000 Liter Kerosin pro Stunde. Etwa doppelt so viel schlucken gar die Langstreckenbomber der U.S. Air Force....
Allein im Jahr 2017, so haben Wissenschaftler zusammengetragen, musste das Pentagon für die Tanks all seiner Schiffe, Panzer, und vor allem die vielen Tausend Flugzeuge 34 Millionen Liter Öl kaufen - pro Tag wohlgemerkt.....***

Gute Nacht, Klima. Mach's gut - ohne uns.

@21:48 von Pessimist001 Ab 2030!

//Ab 2030???
Ein "Witz".
Gibt es dann den Regenwald noch?

Deutlich vor 2030 werden wir Wissen, daß wir 2021 noch eine Chance hatten.
Da hilft dann auch kein Jammern mehr.

Kann das Volk diese Politiker fristlos entlassen?//

Manchmal habe ich den Eindruck, dass sehr viele Politiker mit ihrem Klima-Geschwafel nur das Volk beruhigen wollen, weil sie längst wissen, dass der Klima-Zug schon vor Jahren abgefahren ist.
Anders kann ich mir diese Entscheidungen, dieses ewige Verschieben auf später nicht erklären. Reine Dummheit kann es doch nicht sein?

Die Vernichtung des Regenwaldes

oder die Vernichtung des Waldes als solches ist nicht nur ein brasilianisches Problem,aber gerade in Brasilien wird deutlich wie es läuft.
Die Agrarlobby ist eine der drei Stützen von Bolsonaro.
Für die ist der Regenwald unbenutztes,verschwendetes Land.
Indigene sollten sich nicht so anstellen und einfach in die Städte ziehen,so die Argumentation von der Agrarlobby und von Bolsonaro.
Bei so etwas können mir eigentlich nur noch die Tränen kommen.

Mit den Absichtserklärungen ist

wie mit Diäten, es sind sehr viele, man wiederholt sie so oft man muss, sie wirken nie, aber alle glauben daran mit dem guten Gefühl, das richtige zu tun.

„Ein echter Plan gegen die Entwaldung?“

Es geht nicht darum, darüber zu streiten ob der Plan „echt“ ist oder nicht. Nur darum, ob er funktioniert bzw. funktionieren kann. Und der „Plan“ lautet ganz unbescheiden:
Das Überleben der Spezies Mensch (also aller) auf diesem Planeten sichern.
Geht ohne das gleichzeitige Überleben anderer Arten bzw. die Sorge um die Wahrung „menschenfreundlicher“ klimatischer und Umweltbedingungen bekanntlich nicht.

Am 02. November 2021 um 19:25 von SinnUndVerstand

Ja der Urwald am Amazonas befindet sich nun mal größtenteils auf brasilianischem Staatsgebiet, aus diesem Grund ist es nun mal völlig normal, dass die Brasilianer das unter sich klären. Wir haben die Urwälder Europas ja auch vor einigen hundert Jahren fast komplett abgeholzt.
Das ist kein Hohn, sondern Völkerrecht!

Am 02. November 2021 um 19:25 von Adeo60

Nur mal zur Info:
In Afrika und Asien werden rein Flächenmäßig 10x so viele Urwälder abgeholzt wie in Südamerika-wer spricht hier über Malaysia oder den Kongo?
Und wie wollen sie den "Unfug" stoppen-UN Truppen nach Brasilien schicken und die demokratisch gewählte Regierung wegputschen?
Was denken Menschen wie sie, wie diese Welt funktioniert-die freiwillige Verpflichtung ist doch wenigstens ein Anfang-aber nein die Lösungen müssen "sofort und radikal" sein-das funktioniert nun mal nicht.

@ Einfach Unglaublich

Mich wundert immer, wenn wir uns aus dem Fenster lehnen und andere Länder beschimpfen.

Hier können Sie aber keine einzige Beschimpfung eines Landes lesen.

@22:05 von Naturfreund 064

//Indigene sollten sich nicht so anstellen und einfach in die Städte ziehen,so die Argumentation von der Agrarlobby und von Bolsonaro.
Bei so etwas können mir eigentlich nur noch die Tränen kommen.//

Sie wissen es sicher, aber ich erinnere dennoch an die Indigenen in Chile:

//Lithiumabbau für E-Autos raubt Dörfern in Chile das Wasser
Weltweit steigt die Nachfrage nach Lithium, doch der Abbau führt zu Konflikten. In den Dörfern der Atacama-Wüste in Chile wird das Wasser für Menschen und Felder immer knapper.//

Wir sollten den Anteil an der Umweltzerstörung anderswo, den wir mit unserem Wohlstand verursachen, nicht vergessen.

Das ist laengst ueberfaellig

Man muss das Abholzen der Regenwaelder und anderer Urwaelder umgehend beenden.

Die nachhaltige Nutzung von Holz darf nur innerhalb streng definierter Kriterien erfolgen.

Der Anbau von Baeumen zur Holznutzung muss gefoerdert werden.

Warum erst 2030 erschliesst sich mir nicht. 9 Jahre Zeit fuer Holzraeuber. Ist schon wie Beihilfe.

Am 02. November 2021 um 22:00 von Anna-Elisabeth

„Manchmal habe ich den Eindruck, dass sehr viele Politiker mit ihrem Klima-Geschwafel nur

das Volk beruhigen wollen,

weil sie längst wissen, dass der Klima-Zug schon vor Jahren abgefahren ist.
Anders kann ich mir diese Entscheidungen, dieses ewige Verschieben auf später nicht erklären.

Reine Dummheit kann es doch nicht sein?“

Beides,

sowohl als auch.

Mehr Geld als mit Drogenverkauf, machen FCKW Schmuggler.

Die illegalen Importe in die EU sollte mal gestoppt werden.
(Millionen Tonnen)

Siehe auch
„Warum der Schmuggel mit Kältemitteln in der EU boomt.“

Rückkehr des Regenwaldes

Wie lange wird es wohl dauern, bis der Regenwald wieder entsteht, wenn man die Landwirtschaft beendet, das Land unter Schutz stellt und sich selbst überlässt?

Hier muss ich Johnson

Recht geben.
#
Boris Johnson hatte schon vor Beginn der Klimakonferenz COP26 in Glasgow deutlich gemacht, dass es im Kampf gegen den Klimawandel auf den Erhalt der Wälder weltweit ankommt.
#
Und das könnte auch eine Schlüssel Lösung sein.Wir brachen die Wälder und ein abholzen muss gestoppt werden.

Am 02. November 2021 um 22:00 von Anna-Elisabeth

Ja dann stellen sie sich mal hin und teilen den Bürgern mit, dass sie ab sofort kein Fleisch mehr essen dürfen, die PKW stehen lassen müssen und Heizen mit fossilen Brennstoffen ab sofort verboten ist.
Da werden die (wenn nicht vorher geteert und gefedert) sicher keine Wahlen gewinnen.
Die große Mehrheit der Menschen auf dieser Erde will auf nichts verzichten-sondern eher das Gegenteil-das können sie gut oder schlecht finden-ändert aber nichts.

@23:00 von Hanno Kuhrt 22:00 von Anna-Elisabeth

//Die große Mehrheit der Menschen auf dieser Erde will auf nichts verzichten-sondern eher das Gegenteil-das können sie gut oder schlecht finden-ändert aber nichts.//

Das ist mir klar. Oder erkennen Sie in meinen Kommentaren einen Hauch von Optimismus?

neue Höhepunkte

Das beste: Die illegale Abholzung soll gestoppt werden. Zunächst musste ich das mehrmals lesen, um wirklich sicher zu sein, dass das wirklich so im Artikel steht, dann hielt ich mir minutenlang den Bauch vor Lachen! Einfach zu gut!

Am 02. November 2021 um 21:10 von Naturfreund 064

Diese Länder müssen doch nicht Fehler,die bei uns in der Vergangenheit gemacht worden sind nachmachen.
Überhaupt,immer dieses gegeneinander aufrechnen,das bringt uns bei der ganzen Problematik überhaupt nicht weiter.
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Trotzdem steht es uns nicht zu anderen Ländern vorzuschreiben, wie sie mit ihren Ressourcen umzugehen haben. Der Großteil der brasilianischen Bevölkerung lebt nun mal von dieser Art der Bewirtschaftung. Ohne Lösungen, die die Bevölkerungsexplosion auf der Erde eindämmen bringt uns die ganze Diskussion auch kein Stück weiter, denn die wollen alle essen, konsumieren und Energie nutzen können.
Sich hinzustellen und zu sagen ihr seid schlecht, weil ihr den Regenwald niederbrennt und geschützte Tiere ausrottet ist zu einfach.

@23:00 von Hanno Kuhrt

//Ja dann stellen sie sich mal hin und teilen den Bürgern mit, dass sie ab sofort kein Fleisch mehr essen dürfen, die PKW stehen lassen müssen...//

Ich hatte weiter oben aus dem SPIEGEL zitiert. Während ich das getippt habe, habe ich gedacht: Und wir machen uns Gedanken über Kurzstreckenflüge...

Andererseits: Wenn wir nicht einmal Tempo 130 hinkriegen, wozu sich dann überhaupt noch mit dem Thema herumschlagen.

@Hanno Kurth

"Da werden die (wenn nicht vorher geteert und gefedert) sicher keine Wahlen gewinnen.
Die große Mehrheit der Menschen auf dieser Erde will auf nichts verzichten-sondern eher das Gegenteil-das können sie gut oder schlecht finden-ändert aber nichts."

Ja, die Mehrheit- ist nun mal so...

Die Mehrheit hat schon oft genug beträchtlichen Schaden angerichtet- ist nun mal so...

Leider sind die Menschen nicht stark genug, gegen Mehrheiten sich zu behaupten, die ihre Intelligenz an der Garderobe abgegeben hat.

Kann man aber nichts gegen tun, sagen Sie. Also rasen wir Menschen vollkommen verdient gegen die Mauer.

Am 02. November 2021 um 23:23 von Anna-Elisabeth

Nein Optimismus erkenne ich nicht-aber immer die Forderungen nach radikalen und schnellen Lösungen.
Es ist wie es ist und da muss man auch mit den kleinen Schritten leben können, die die Menschheit in Richtung Klimaschutz geht. Selbst wenn Holland bei der nächsten Sturmflut untergeht oder die Malediven im Meer verschwinden, werden die Brasilianer noch Regenwald abholzen, Inder und Chinesen neue Kohlekraftwerke bauen, weil sie Milliarden an Menschen irgendwie versorgen müssen, denen es wesentlich schlechter geht als uns.

23:00, Hanno Kuhrt

>>Ja dann stellen sie sich mal hin und teilen den Bürgern mit, dass sie ab sofort kein Fleisch mehr essen dürfen, die PKW stehen lassen müssen und Heizen mit fossilen Brennstoffen ab sofort verboten ist.<<

Wer tut denn so etwas?

23:39 von Hanno Kuhrt

um das geht es !
Jeder hat so seine Prioritäten, wobei wir immer von uns auf andere schließen,
Klimaschutz ist vielleicht bei uns in der Agenda vorn,
in der übrigen Welt ?

@ Joao Adelante

"Wie lange wird es wohl dauern, bis der Regenwald wieder entsteht, wenn man die Landwirtschaft beendet, das Land unter Schutz stellt und sich selbst überlässt?"

Das ist eine gute Frage, denn der Regenwald ist mit sich selbst positiv rückgekoppelt. Er selbst begünstigt das Klima, das er benötigt.
U.a. im Amazonasbecken ändert sich das Klima. Überlässt man die Flächen sich nun selbst, ist es fraglich, ob sich da wieder ein System wie zuvor einstellen wird, bzw. das kann seeehhhrrrr lange dauern.

Doof gelaufen. Es ist eben schon lange nicht mehr 5 vor 12, es ist schon einiges nach 12! Aber allte tun so, als ob man noch immer alles wieder heilen kann. kann man nicht. Mit wirklich radikalen Maßnahmen, kann man die Folgen aber noch abmildern. Nach knapp 40 Jahren Erfahrung bezüglich des Umweltschutzes bin ich aber pessimistisch, dass da was passiert...

23:31 von Anna-Elisabeth

Andererseits: Wenn wir nicht einmal Tempo 130 hinkriegen,
----

ist das ne fixe Idee von ihnen, Tempo 130
man könnte ja auch ein sparsameres Auto fahren,
den Verkehr so gestalten dass es keine Staus gibt
das wäre für den Spritverbrauch erheblich effizienter
auch den Menschen mitzuteilen dass es mehr als 2 Fahrzustände gibt
Vollgas ... Vollbremsung
ja man könnte auch weniger Autofahren
aber es ist natürlich einfacher seinen Willen aufzwingen
so ne richtig kleine Verbotsgesellschaft schaffen

22:49 von Joao Adelante

Wie lange wird es wohl dauern, bis der Regenwald wieder entsteht, wenn man die Landwirtschaft beendet, das Land unter Schutz stellt und sich selbst überlässt
------

denke je eher man damit beginnt,
desto schneller geht es

22:49 von schiebaer45

Wir brachen die Wälder und ein abholzen muss gestoppt werden.
.......

das ist ja teil des Problems
"wir" glauben sie zu brauchen
die Brasilianer eher nicht
zumindest entsteht der Eindruck
und es ist ja nicht nur der Urwald
es sind ja auch die Goldwäscher die ganze Landstriche mit ihrem Quecksilber versauen
das Umweltbewußtsein ist eben nicht überall

21:48 von Pessimist001

sie setzen voraus dass die Menschen weltweit wie sie ticken

ist das so ?
haben die nicht vielleicht ganz andere Sorgen ?
Sorgen die wir gar nicht begreifen ... es in unserer Welt nicht gibt
morgen was zum Essen haben, Dach über dem Kopf, wie den Arzt für die Kinder bezahlen oder das Schulzeug

@23:00 von Hanno Kuhrt @22:00 von Anna-Elisabeth

//Die große Mehrheit der Menschen auf dieser Erde will auf nichts verzichten-sondern eher das Gegenteil-das können sie gut oder schlecht finden-ändert aber nichts.//

Sind Sie sicher? Ich hatte Eltern, die zugunsten ihrer Kinder auf sehr vieles verzichtet haben. Viele Eltern haben das getan. Und das würden ganz gewiss auch heute viele Eltern wieder tun, wenn sie die Zukunft der Kinder sichern wollen.

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