Ihre Meinung zu: Warum die EZB die Inflation für vorübergehend hält

28. Oktober 2021 - 7:04 Uhr

Die Europäische Zentralbank hält die hohen Inflationsraten für vorübergehend und sieht keinen Handlungsbedarf. Die Kritik an dieser Sicht wird immer lauter. Schätzt die EZB die Lage falsch ein? Von Klaus-Rainer Jackisch.

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Kommentare

Ich bedauere das Ausscheiden

Ich bedauere, dass Jens Weidmann abtritt, der klar für die originären Aufgaben, die die EZB hat - nämlich die Preisstabilität - eingetreten ist.
Wenn die EU noch weitere Länder vornehmlich aus Osteuropa mit im Euro haben möchte (z. B. Bulgarien, Rumänien, etc.) ist es um die Stabilität des Euro geschehen, er wird schwächer werden; da viele Rohstoffpreise auf US $ Basis zu bezahlen sind, wird die Inflation noch weiter ansteigen.
Die EZB orientiert sich leider nur noch an den schwächeren Mitgliedern im Euro-Raum.
Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Rufe nach der alten DM lauter werden, und dass man mit seiner eigenen Währung auch gut fahren kann, beweisen z. B. die Schweiz oder auch die skandinavischen Länder (Ausnahme Finnland, die haben ja den Euro).

Kein Land in Sicht

Die Analyse von Professor Heinemann ist überaus treffend. Es gibt wenig Anlass zum Hoffen auf ein Sinken der Inflationsrate. Neben der im Artikel genannten Faktoren sehe ich besonders die weltweite Lieferkrise sowie die Verknappung von Halbleitern, wobei sich zumindest zweiteres noch bis 2023 ziehen wird.

Es wundert mich, wie wenig die Verknappung von Halbleitern als Risiko für eine neue Wirtschaftskrise diskutiert wird, dabei sind die Auswirkungen schon jetzt gigantisch. Egal ob neue Autos, weiße Ware, Grafikkarten (nach wie vor unter Druck wg. Crypto Währungen), Computer, Smartphones, Unterhaltungselektronik, die Liste der betroffenen Branchen ist lang.

Die eigentlich notwendige Anpassung des Leitzins hätte schwerwiegende Folgen für den Süden Europas. Fertig ist das perfekte Deadlock. Jens Weidmann wird sehr fehlen.

Ach was....

Wir leben in einer Zeit wo Strom aus der Steckdose kommt, und Geld "gedruckt" werden kann ... alles kein Problem.
Bahnfahren wird ja auch modern, und eine Pandemie ist so langsam am abklingen....
Es gibt schon viele Sanktionen gegen feindliche Staaten ....der Rest wird schon vom Markt gelöst....

Willkommen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts... war auch so ein goldenes!

Die werden sich noch wundern

Die nächsten Tarifverhandlungen dürften sich gewaschen haben. Die Gewerkschaften wollen natürlich die Mehrkosten für ihre Mitglieder wieder herein holen. Das wiederum wird die Inflation weiter anheizen und zu neuen Preissteigerungen führen.

Die Zeit des knappen und billigen Geldes muss vorbei sein. Nur wer gegensteuert wird die Inflation bekämpfen können.

Nicht auf Gejammer der Sparer hören

Unterm Strich ist die Politik der EZB richtig. Die im Artikel genannten Hauptgründe für den Anstieg der Inflationsrate sind kein Anlass, für ein Gegensteuern. Wenn Produkte teurer werden, weil sie wieder in der EU gefertigt werden hat dies deutlich mehr Vor- als Nachteile. Bei Energiekosten muss man andere Hilfsmittel einsetzen, als die EZB-Geldpolitik. In DE ist es ja in erster Linie das Gejammer der Sparer, die Geld ohne Mühe vermehrt haben wollen. Wer Geld hat und es vermehren will, muss sich halt damit beschäftigen und es investieren. Wir stehen vor gewaltigen Investitionen gegen den Klimawandel, da ist die aktuelle Geldpolitik der richtige Weg.

Banken und Versicherung müssen Wege finden, Gewinne zu erwirtschaften, nun, dies ist ihr Geschäft, sie haben lange genug ihr Geld im Schlaf verdient.

Einem Beamtenpaar eine Hypothek mit 7% Zinsen zu verkaufen ist natürlich ein Träumchen, in innovative Geschäftsideen zu investieren haben sie verlernt, wird Zeit es wieder zu lernen.

Sollte man die Überschrift

Sollte man die Überschrift des Artikels nicht ändern in "Warum die EZB mit ihren Äusserungen erreichen will, dass die Bürger die entschädigungslose Wertminderung ihrer Ersparnisse, Einkommen und Renten möglichst lange hinnehmen, ohne aufzumucken"? Was für ein Zufall aber auch, daß diese Geldpolitik die Finanzierung aller möglichen Ausgaben verantwortungslos wirtschaftender EU-Staaten erleichtert.
Frdl. Gruß, Zuschauer49

Kein Handlungsbedarf?

Welche Handlung wäre denn überhaupt möglich, wenn die EZB die Inflation ernst nehmen würde?
Sie kann und wird auch mit Sicherheit mehr Geld drucken. Das war es aber auch schon.
Zinsen erhöhen geht nicht.

Bester Mann für die EZB wäre Jens Weidmann gewesen!

Ich bin immer noch felsenfest davon überzeugt, daß Jens Weidmann der beste Mann gewesen wäre für den Chefposten der EZB nach Draghi und nicht Christine Lagarde.

Aber man ist ja da Macron gefolgt der Christine Lagarde favorisierte und dafür von der Leyen den Chefposten in Brüssel zukommen ließ.

Staatsfinanzierung

durch Ankeihekäufe ist das Hauptübel der Misere.
Schon bei guter Wirtschaftslage lagen die Zinsen vor der Pandemie nahe Null.
Der Grund: würde die EZB die Zinsen heraufsetzen, müssten das die Staaten bei der Verzinsung ihrer Anleihen nachvollziehen. Dann wären viele Staaten finanziell am Ende, weil sie das nicht mehr zahlen könnten.
Das System Währungsunion ist leider gescheitert. Die EZB betreibt deshalb diese indirekte Staatsfinanzierung

Anleihen kaufen, Geld in den Markt pumpen,

koste was es wolle.
Es finden sich immer neue Argumente.
Steigt die Inflation, ist sie nur vorübergehend oder noch nicht hoch genug.
Man kauft sich Zeit mit immer mehr Schulden bis die Zeit abgelaufen ist.

Lenkung über Gesellschafts- nicht über Geldpolitik

Nimmt man die ökologisch erforderliche Wende ernst, muss sich das Konsumverhalten ändern, also nicht 5 billige Pullover kaufen, sondern einen hochwertigen, nachhaltig gefertigten. Vom eigenen Auto auf Carsharing und Nahverkehr umsteigen wird zu einem Wandel der Autoproduktion führen. Umstrukturierung der Energieerzeugung wird ebenfalls Verschiebungen zur Folge haben. Dies hat natürlich Einfluss auf die Inflationsrate, ist aber unumgänglich. All diese Gründe stehen aber nicht für eine klassische Inflation und sind daher auch nicht mit EZB-Geldpolitik zu kontrollieren. Wer sich unnötigen, klimaschädlichen Luxus gönnen will, muss dafür mehr bezahlen, na und? Wer wegen fehlendem Nahverkehr, oder anderen zwingenden Gründen auf ein Auto angewiesen ist, dem muss bei Bedarf(!) über staatliche Unterstützung geholfen werden. Wer in Zeiten des Umbaus der Energieversorgung im Verhältnis zum Einkommen zu stark belastet wird, ebenso. Hier ist nicht Geld- sondern soziale Gesellschaftspolitik gefragt.

Die USA sind ein riesiger Geldstaubsauger

Wegen ihres Handelsbilanzdefizits und der erzielbaren Kapitalrenditen üben die USA eine gigantische Sogwirkung auf Kapital aus.

Meist sind es asiatische oder arabische Investoren die ihr Geld in die USA „tragen“. Und die FED sorgt auch dafür, dass das so bleibt. Und die Inflation sich nicht negativ auf den Dollarkurs auswirkt, weil dies die Rendite schmälern würde. Die Zeichen stehen deshalb in USA auf Zinserhöhungen.

Und diesem Trend wird sich die EZB garnicht widersetzen können. Sobald also die FED die ersten Zinsschritte macht, wird die EZB hinterherdackeln, egal wie sehr man lieber bei der Nullzinspolitik bleiben würde.

Und das ist gut so. Denn was aktuell passiert ist eine gigantische Umverteilung von Wohlstand weg von den Leuten die abhängig beschäftigt sind, höhere Preise, Mieten und Abgaben zahlen müssen und hin zu den Reichen, die ihr Geld zu Traumrenditen im Ausland arbeiten lassen können und die die Möglichkeit haben ihre Einnahme- der Ausgabeseite anzupassen.

@Sparpaket

"Der Grund: würde die EZB die Zinsen heraufsetzen, müssten das die Staaten bei der Verzinsung ihrer Anleihen nachvollziehen. Dann wären viele Staaten finanziell am Ende, weil sie das nicht mehr zahlen könnten."

Nicht nur die Staaten sondern ALLE Schuldner könnten ihre Schulden nicht mehr bezahlen und es gibt viel mehr insolvente Unternehmen und Kreditausfälle, die wiederum die Banken belasten.
Null-Zins Politik ist ebenso eine Belastung für die Banken. Egal was die EZB tut, es gibt keinen Weg raus.

Wer

in Bitcoins bezahlt kriegt im Moment alles billiger im Vergleich zu vor 4 Jahren...

"Rücksichtnahme auf die hochverschuldeten Staatshaushalte"

Zitat: "Denn in den vergangenen Jahren trat für die EZB neben das Primat der Preisstabilität auch ein anderes wichtiges Ziel, das offiziell niemals zugegeben würde: die Rücksichtnahme auf die hochverschuldeten Staatshaushalte vor allem in den südeuropäischen Ländern."

Ja, wie sehr wir doch auf die hochverschuldeten Staatshaushalte Griechenlands, Spaniens, Italiens, Portugals und auch Frankreichs Rücksicht nehmen müssen, was mich ja zunächst wundert, weil Frau Merkel doch 2014 gesagt hatte, dass die Eurokrise gelöst sei.

Rücksichtnahme auf die hochverschuldeten Staatshaushalte im Süden kommt natürlich nicht umsonst: bezahlt wird diese "Rücksichtnahme" mit stetigen Kaufkrafverlusten von Arbeitnehmern, Sparern und Rentnern im Norden.

Wie praktisch, dass diese so verständnisvoll sind und indirekt für die Schulden der südeuropäischen Staaten aufkommen.

"Schätzt die EZB die Lage falsch ein?"

Das würde ich mit einem klaren ja beantworten und dies nicht erst seit heute. Mir scheinen die letzten Jahre der EZB-Geldpolitik für völlig verfehlt.

Da gewinnt der Spruch an Bedeutung:

Sie wissen nicht was Sie tun, aber das mit ganzer Kraft.

unverständlich

Für mich auch unverständlich wie man eine Lagarde zur Präsidentin machen konnte, war sie doch vorher Direktorin beim IWF.

Hier sehe ich bestehende Interessenskonflikte.

"In einer Untersuchung wurde

"In einer Untersuchung wurde nachgewiesen, dass die Verfechter der lockeren Geldpolitik im EZB-Rat überwiegend aus den hochverschuldeten Ländern kommen"

Wen wundert es? Letztendlich findet hier eine Staatsfinanzierung durch die EZB statt, was eigentlich illegal ist.

Da habe ich

diese Woche schon andere Einschätzungen gelesen, und das Herr Weidmann das Handtuch schmeißt ist sicher nicht Grundlos.
Und das kann ja auch so nicht ganz stimmen, weil nämlich schon im nächsten Jahr der CO2 Preis weiter steigt, also noch mal was auf alle Produkte darauf kommt.
Einige schreiben oder schätzen die Lage anders ein, auf Grund der hohen Verschuldung ist die EZB in einer Sackgasse.
Wenn durch Verteuerung von Energie, alle Kosten rund um Produktion und Transport steigen, auch Rohstoffe sich verteuern, kann nichts billiger werden.
Das ist wohl eher eine Beruhigungspille, weil die EZB die Zinsen nicht anheben will, wegen einiger Staaten.
Den Artikel sollten wir aufheben, in 3-6 Monaten werden wir sehen ob es stimmt.

@ 09:01 von Sparpaket

"... Das System Währungsunion ist leider gescheitert. Die EZB betreibt deshalb diese indirekte Staatsfinanzierung"

Sie haben völlig recht.

Und durch die extremen Laufzeiten in Verbindung mit der Inflation eine der größten Umverteilungen die je stattgefunden hat. Wobei hier D als Verlierer rausgeht.

Herr Jackisch,

stellen Sie wirklich die Unabhängigkeit der Bundesbank in Frage?

"Denn immer deutlicher wurde, dass zwei der drei Partner der möglichen Ampel-Koalition wenig geneigt sind, Weidmanns harte Linie zu unterstützen. Da warf der 54-jährige Bundesbankpräsident das Handtuch und verkündete überraschend seinen Abschied zum Jahresende."

Krise

Die LZB ist ein Motor der Krise. Es kann nicht zielführend sein, Milliarden der Spekulation zur Verfügung zu stellen und so die Blase solange aufzublasen, bis sie platzt.
Da Scheitern ist abzusehen, offen ist wieviel Schaden diese Politik noch anrichten wird.
Es stellt sich massiv die Frage, ob es richtig ist, eine "unabhängige Institution" zu haben, die der demokratischen Kontrolle entzogen ist, aber Richtung und Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik im Wesentlichen bestimmt.
Eine der Widersprüche, die die Glaubwürdigkeit unserer Demokratie untergraben.

Am 28. Oktober 2021 um 08:37 von Forfuture

Wenn Produkte teurer werden, weil sie wieder in der EU gefertigt werden hat dies deutlich mehr Vor- als Nachteile.
#
#
Welche Produkte meinen Sie?

Rechtsstaatlichkeitsprinzip von höchster Wichtigkeit!

Zitat: "So zog in Spanien die Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt wegen des Zusammenbruchs im wichtigen Tourismus-Sektor von rund 95 auf etwa 125 Prozent an. In Griechenland liegt sie mit knapp 210 Prozent weiter am höchsten, auf dem zweiten Platz folgt Italien mit 160 Prozent."

Das verstehe ich nicht.

Erst gestern war in einem Artikel über Polen zu lesen, dass die Einhaltung von EU-Recht und das Rechtsstaatsprinzip die Grundlage der europäischen Gemeinschaft seien, was ich nur zustimmen kann.

Warum sieht man zu, dass die EU und diverse EU-Länder seit Jahren systematisch gegen EU-Verträge verstoßen - in diesem Fall Art. 126 AEUV - wo die Maastrichter Stabilitätskriterien kodifiziert sind?

Warum die EZB die Inflation für vorübergehend hält....

In dem Artikel ist von knapp über 4 Prozent Inflation in Deutschland die Rede. Und ob das vorübergehend oder nicht ist, die Bevölkerung, die Rentner oder Lohnabhängigen müssen das tragen.
Interessant wird die Frage, ob die Gewerkschaften in der nächsten Tarifrunde einen Ausgleich fordern und auch durchzusetzen bereit sind.
Oder ob deren Vorsitzende ins Kanzleramt laufen ?

BGE-Finanzierung statt Geldmarktschwemme für die Katz

Wie falsch und sinnlos die ganze EZB-Politik ist, zeigt der nach wie vor Null Leitzins trotz jahrelanger Geldmarktschwemmung für die Katz.

um 09:01 von Sparpaket

Die Notwendigki einer indirekten Staatsfinanzierung durch die LZB, die sie behaupten, macht deutlich, dass die LZB praktisch handlungsunfähig ist und die Blase den Finnzmarkt weiter aufblasen muss, bis die Blase platzt.

Die Folgen sind unabsehbar.

@forfuture um 08:37

>>Nicht auf Gejammer der Sparer hören: Unterm Strich ist die Politik der EZB richtig…<<
-> nein, falsch!

>> Wenn Produkte teurer werden, weil sie wieder in der EU gefertigt werden hat dies deutlich mehr Vor- als Nachteile.<<
-> kommt drauf an, was für Produkte es sind. BionTech plant ein Werk in Afrika - das ist der richtige Weg!

>> Wer Geld hat und es vermehren will, muss sich halt damit beschäftigen und es investieren. <<
-> Ja! Aber da finden Sie hier im Forum nicht viele Anhänger Ihres Tipps.

>> Wir stehen vor gewaltigen Investitionen gegen den Klimawandel, da ist die aktuelle Geldpolitik der richtige Weg. <<
-> Ja! Gewaltige Investitionen, die aber umso teurer werden, je schwächer der Euro wird und die Preissteigerungsrate so hoch ist! Genau deshalb Politik für Preisstabilität!

>> Banken und Versicherung müssen Wege finden, Gewinne zu erwirtschaften…<<
-> genau! Mit negativen Zinsen…?

>> Einem Beamtenpaar eine Hypothek mit 7% Zinsen zu verkaufen.. <<
-> Was soll das denn?

rer Truman Welt

Und wieder ein neues Märchen!
Vor einem Jahr wurde behauptet, dass Inflation auch in Zukunft kein Thema sein wird, sondern eher Gefahr einer Deflation bestehen könnte, weshalb der Markt Hunderte Milliarden in Deutschland und Billionen in Europa sogar benötigt.
Ich verkündete, dass das kompletter Blödsinn ist und wir aufpassen müssen, keine zweistellige Inflationsraten zu generieren.
Wie war die Inflationsrate der Großhandelspreisee im September?

Jetzt das nächste Märchen! Blödsinn!
Die hohe Inflationsrate wird unser ständiger Begleiter bleiben! Vorübergehend ist sie überhaupt nicht!

Der Grund der Märchen:
schon die Eindämmung der Geldschöpfung würde Sraaten in die Liquiditätsenge treiben, höhere Zinsen in den unmittelbaren Bankrott!
Die EZB kann gar nicht anders als Geld zu produzieren und damit Inflation.
Alles andere ist eine völlig falsche Behauptung !

Warum die EZB die Inflation für vorübergehend hält

Die EZB MUSS die Inflation für vorübergehend halten, um die Wirtschaft der EU mit Niedrigzinsen am Laufen zu halten.
Dass die 0-Zins-Politik vor allem die kleinen Sparer seit Jahren empfindlich trifft, interessiert weder die EZB noch die Regierungen der EU-Staaten.
Dass die Inflationsrate nach den enormen Preissteigerungen der letzten Monate ZURÜCKGEHEN MUSS, ist logisch, da sich der Wert immer auf den VORJAHRESMONAT bezieht.

Beispiel:
Kostet ein Produkt heute € 2,69 und im Oktober 2022 € 2,74 ist dies eine Preissteigerung von knapp 1,9%.
Dass aber dieses Produkt 2012 noch € 1,99 gekostet hat, bedeutet bis heute eine Preissteigerung von über 35% !!!

Solche Tatsachen aber interessieren bei der Berechnung der Inflationsrate nicht; da zählt nur der VORJAHRESMONAT.

Zusammensetzung des EZB-Rates

Zitat: "So weit lagen die Werte selten auseinander. Im EZB-Rat hat aber jedes Land eine gleichberechtigte Stimme. "

Dass im EZB-Rat, der die Geldpolitik für den Euroraum festlegt, jedes Land eine gleichberechtigte Stimme hat, ist ein Teil der Fehlkonstruktion der Eurowährungssystem, da überschuldete Länder, die in der Mehrzahl sind, natürlich ein Interesse daran haben, sich über eine ultra-lockere Geldpolitik auf der Kosten der weniger verschuldeten Staaten gesund zu stoßen, anstatt einen Anreiz zu haben, an ihren realen wirtschaftlichen Problemen zu arbeiten. Somit befördert die aktuelle Zusammensetzung des EZB-Rats einen akzelerierenden Prozess.

"Gleichberechtigt" ist sowieso nicht zutreffend, da Malta genauso wie D einen EZB-Rat hat und die Bevölkerungsanzahl oder Wirtschaftskraft nicht berücksichtigt werden.

um 08:37 von Forfuture

"das Gejammer der Sparer"

Diese Wortwahl zeigt, wessen Geistes Kind sie sind.

Je mehr und intensiver wir dem Investitionswahn folgen, um so dramatischer wird der nächst Crash.

Wer garantiert jetzt die Geldwertstabilität ?

Das man Jens Weidmann hat ausscheiden lassen, ist ein Fehler. Er war die Garantie für einen stabilen Euro in der EZB und ein kritischer Beobachter der zunehmende Geldschwemmenpolitik dieser EZB, die zunehmend ihre ursprüngliche Vorgaben vernachlässigt. Leider hat diese Politik auch zunehmend Befürworter erreicht in der deutschen Politik, so auch nach den letzten Bundeswahlen. Sowohl bei den Grünen als auch bei der SPD gibt es zunehmend Befürworter dieser inflationäre Politik, aber wie sonst kann man die Schuldenmacherei verbergen.
Wieder und wieder muss man es sagen, die hier die Rechnung zahlen sind die mittelständische- und niedrige Einkommen. Schon vor EINEM JAHR war diese inflationäre Politik deutlich. Sie wurde einfach verneint. So wie wir jetzt hören das im kommenden Jahr die kurzfristige Inflation vorbei sei. Die Lohnspirale muss wohl kommen will die Bevölkerung keine reale Einkommensverluste erleiden.

Ja, ja, "vorübergehend"!

Es fing schon mit der Absenkung der Zinsen an. Endpunkt: Negativzins für Guthaben. Da das noch nicht ausreichte, verordnete die EZB 2% Inflation pro Jahr. Ergebnis: die kleinen Sparguthaben wurden geschrumpft, aber auch die Riesenschulden des Staates. So konnten Spekulanten Immobilien anhäufen und die Mieten hochtreiben. Deren "Rendite" ist höher als 2%. Und nun gibt´s noch mal einen kräftigen Schluck aus der Pulle bei >4% Inflation, wodurch die Arbeitnehmer noch weiter geschröpft werden.
.
Das ist natürlich genau so vorübergehend, wie´s der Soli war. Amen.

Am 28. Oktober 2021 um 09:52 von Bernd Kevesligeti

Interessant wird die Frage, ob die Gewerkschaften in der nächsten Tarifrunde einen Ausgleich fordern und auch durchzusetzen bereit sind.
Oder ob deren Vorsitzende ins Kanzleramt laufen ?
__
Was bitte sollen die denn im Kanzleramt, bei vermutlich Herrn Scholz ?
Es gibt, falls Ihnen das nicht bekannt ist, eine Tarifautonomie. Das bedeutet, dass Politik aussen vor ist. Mit recht !

Ich habe das Vertauen in die EZB verloren

Die ultralockere Geldpolitik, die es den überschuldeten Südeuropäern (bei Rekord Inflation) weiter Billigkredite ermöglicht, ist ein Skandal . Dem Kleinsparer, der nicht auf riskante Wertpapiere setzen kann und will und sein sauer Erspartes wenigstens wertstabil halten will, bricht das finanziell den Hals.
Draghis lockere Geldpolitik war Anfangs durchaus berechtigt aber spätestens mit dem letzten Konjunkturaufschwung wären höhere Zinsen nicht nur verantwortungsvoll sondern auch dringend erforderlich gewesen.
Ich hätte auch noch konkret div. Amtsinhaberinnen zu kritisieren, aber das wird hier regelmäßig geblockt.

@FritzF - Geld in den Markt pumpen, koste was es wolle

Ist Volkswirtschaftlich richtig :-)

Denn ohne Geldumlauf werden keine Waren gekauft
und die Produktion sinkt als auch Steuereinnahmen,KV-RV Beiträge.

Dafür steigen Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen

@ 09:12 von Forfuture

Sie versuchen hier geradeaus aus der Not eine Tugend zu machen ein riesiges Problem schön zu reden. Ihr Kommentar könnte auch aus der EZB-Ratssitzung stammen. Fakt ist, dass die Inflation die ökologische Wende behindert, gar im ganzen gefährdet. Denn wer sich unnötigen, klimaschädlichen Luxus heute gönnt, wird es auch in der Zukunft tun können. Und die übrigen werden für die ökologische Wende kein Geld haben. Der CO2-Austoß ist übrigens auf Vorkrisenniveau wieder gestiegen. Carsharing funktioniert bei den Berufstätigen, die regelmäßig und pünktlich zur Arbeit kommen müssen einfach nicht. Diejenigen, die mit Nahverkehr oder Fahrrad zu Arbeit kommen könnten, tun es auch heute bereits.
Und selbstverständlich handelt es sich derzeit um eine "klassische Inflation", was Sie darunter auch verstehen mögen.

Am 28. Oktober 2021 um 08:37 von Forfuture

In DE ist es ja in erster Linie das Gejammer der Sparer, die Geld ohne Mühe vermehrt haben wollen. Wer Geld hat und es vermehren will, muss sich halt damit beschäftigen und es investieren. Wir stehen vor gewaltigen Investitionen gegen den Klimawandel, da ist die aktuelle Geldpolitik der richtige Weg.
___
Mit wird ja manchmal Zynismus vorgeworfen.
Den unterstelle ich Ihnen jetzt, was die Beurteilung der Sparer anbelangt. Diejenigen (kleinen)Sparer, die Sie ansprechen, sind diejenigen, die vllt für ein Häuschen, dessen Instandhaltung, vllt Modernisierung, oder auch ihren Lebensabend sparen. Die Rente gibt das ja in vielen Fällen nur unzureichend her. Diejenigen, die Sie damit strafen und treffen wollen, die "sparen" nicht, die investieren auf andere Art bzw. lassen ihr Geld im Ausland arbeiten, was unserer Wirtschaft somit fehlt.

Erst gestern

meldeten sich 2 Nobelpreisträger zu Wort und kritisierten die Strategie von Christian Lindner ebenso fanden sie es grundfalsch, dass Lindner Finanzminister werden will.
Diese "Schuldenökonmen" haben uns mit ihren Modellen die ganze Suppe eingebrockt, die das perpetuum Mobile der maßlosen Erhöhung der Geldmengen ohne Konsequenzen anpreisen. Studien, die sich die hoch verschuldeten Länder nur zu gern zu eigen gemacht haben. Und mit Frau La Garde hat die EZB den Bock zum Gärtner gemacht.

Trau, schau wem

Die EZB sitzt in einem Elfenbeinturm, wenn sie nicht auf Rat und Expertenwissen außerhalb ihrer eigenen Institution setzen will. Unsere höchsten deutschen Gerichte haben schon mehrfach zart infrage gestellt, ob die EZB nicht Kompetenz und Rahmen ihrer Zuständigkeit überschreitet. Auch ein europäisches Konstrukt zur Währung und Geldpolitik hat Tücken und Schwächen. Und manchmal kommt der leise Verdacht, dass man nicht alle Leute dort gleichermaßen gut qualifiziert und umsichtig nennen kann. Reibungsflächen und Spannungen bestehen, aber sie werden selten wirklich öffentlich ausgetragen. Das macht auch Misstrauen und Vorbehalte wach. Da ist wohl noch manche Entscheidung und Einschätzung abzuklopfen und zu prüfen, ob das wirklich die beste aller Lösungen ist. Oder nur den anderen Ländern und nationalen Instanzen gezeigt werden soll, wer die dickeren Muskeln hat.

Wie nett, dass wir so viel Rücksicht nehmen

Zitat: "Denn in den vergangenen Jahren trat für die EZB neben das Primat der Preisstabilität auch ein anderes wichtiges Ziel, das offiziell niemals zugegeben würde: die Rücksichtnahme auf die hochverschuldeten Staatshaushalte vor allem in den südeuropäischen Ländern."

Ja, wie sehr wir doch auf die hochverschuldeten Staatshaushalte Griechenlands, Spaniens, Italiens, Portugals und auch Frankreichs Rücksicht nehmen müssen, was mich ja zunächst wundert, weil Frau Merkel doch 2014 gesagt hatte, dass die Eurokrise gelöst sei.

Rücksichtnahme auf die hochverschuldeten Staatshaushalte im Süden kommt natürlich nicht umsonst: bezahlt wird diese "Rücksichtnahme" mit stetigen Kaufkrafverlusten von Arbeitnehmern, Sparern und Rentnern im Norden.

Wie praktisch, dass diese so verständnisvoll sind und indirekt für die Schulden der südeuropäischen Staaten aufkommen und sich dann auch noch einreden lassen, dass wir vom Euro profitieren.

09:28 von Blitzgescheit

"Rücksichtnahme auf die hochverschuldeten Staatshaushalte im Süden kommt natürlich nicht umsonst: bezahlt wird diese "Rücksichtnahme" mit stetigen Kaufkrafverlusten von Arbeitnehmern, Sparern und Rentnern im Norden".
Yep. Ein Bundesgesetz, das eine Vermögenssteuer nur für die Arbeitnehmer, Sparer und Rentner einführt (weil nur diese darauf angewiesen sind, ihre Einkünfte voll für ihren teurer werdenden Lebensunterhalt aufzuwenden - reiche Leute investieren z.B. in Immobilien, schaffen Rücklagen, stecken ihr Geld in Urlaube, Flugreisen usw.), mit der Maßgabe, dass die Erträge aus dieser Allgemeinen Vermögenssteuer anderen EG-Staaten zugutekommen, würde zu einem Aufruhr sondergleichen führen. Wie schlau, diese Inflationspolitik von der EZB führen zu lassen.

Frdl. Gruß, Zuschauer49

Mehr als tausend Worte...

Wenn ein Mann wie Weidmann das Handtuch wirft sagt das wirklich alles aus.
Wenn er auch nur den Hauch einer Chance auf eine vernünftige Geldpolitik der EU in der nahen Zukunft gesehen hätte wäre er mit Sicherheit geblieben.
Ein viel schlechteres Omen als seinen Weggang kann es kaum geben.

Am 28. Oktober 2021 um 08:37 von Forfuture

Banken und Versicherung müssen Wege finden, Gewinne zu erwirtschaften, nun, dies ist ihr Geschäft, sie haben lange genug ihr Geld im Schlaf verdient.
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Wird schwierig, wenn man ihnen die Geschäftsgrundlage entzieht, oder sollen sie ins volle Risiko gehen und am Ende bleiben wiederum die "kleinen" Sparer und Versicherungsnehmer auf der Strecke ?
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Wir stehen vor gewaltigen Investitionen gegen den Klimawandel, da ist die aktuelle Geldpolitik der richtige Weg.
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Dann tut Politik gut daran, den Bürger nicht überzustrapazieren. Im Moment ist die Bereitschaft etwas für den Umweltschutz zu tun, relativ gross. Das kann sich ganz flott wieder ändern. Darben wollen die wenigsten, auch wenn man von Foristen mitunter das Gegenteil annehmen könnte.
Wenn's ans "Eingemachte" geht und tatsächlich Verzicht geübt werden soll, ist das mit der Bereitschaft ganz schnell vorbei, entsprechende Politik wird keine Mehrheiten mehr erzielen und ohne Bereitschaft der meisten Bürger gibt das nix !

Was soll die EZB auch sagen?

Was soll die EZB auch sagen? Leute gebt Euer Geld aus könnt sein das es morgen nichts mehr Wert ist. Dann würden die Leute den Banken die Türen einrennen und Ihr Geld haben wollen, was innerhalb von Stunden zum kompletten Kollaps des Geldsystems führen würde. Das gesamte System muss neu gedacht werden hin zu einem System von dem alle profitieren und nicht nur die 10% der Bevölkerung. Das Neoliberale System was wir jetzt haben wird die Probleme nicht lösen können da es auf reine Profitmaximierung ausgelegt ist und Soziale und Ökologische Projekte keinen Profit abwerfen. Wenn wir nicht langsam anfangen wirklich was zu ändern werden wir unsere Erde bald nicht wiedererkennen.

warum-die-ezb-die-inflation-fuer-voruebergehend-haelt

Lieber Giselbert, Sie schreiben um 09:47, Zitat:"Und durch die extremen Laufzeiten in Verbindung mit der Inflation eine der größten Umverteilungen die je stattgefunden hat. Wobei hier D als Verlierer rausgeht." ZitatEnde
.
Volle Zustimmung meinerseits !
Weshalb "läuft" dies so ? Weil in unserer Regierung -->absolut "keine Leute vom Fach" das Sagen haben...!

von weingasi1 10:24

Genau, es gibt die Tarifautonomie. Aber die Gewerkschaftschefs liefen in den letzten Jahren häufig ins Kanzleramt. Ob R. Hoffmann oder vorher M. Sommer. Auch kann gesagt werden, daß das der Konfliktbereitschaft geschadet hat.
Die Politik soll aussen vor sein, sonst bleiben die Beschäftigten auf der Inflation sitzen.

@10:24 von weingasi1

"die Gewerkschaften...eine Tarifautonomie. Das bedeutet, dass Politik aussen vor..." Das liegt genauso wenig bei der Wahrheit wie München an der Nordsee.

Am 28. Oktober 2021 um 10:19 von DeHahn

Es fing schon mit der Absenkung der Zinsen an. Endpunkt: Negativzins für Guthaben. Da das noch nicht ausreichte, verordnete die EZB 2% Inflation pro Jahr. Ergebnis: die kleinen Sparguthaben wurden geschrumpft.
__
Ich bin ja selten mit Ihnen einer Meinung aber hier muss ich Ihnen recht geben. Diese Zinspolitik nutzt vor allem den Staaten, die sich, hauptsächlich aus politischem Kalkül (das sind dann u.a. die, die ihren Rentnern, obwohl weder die Finanzen, noch das System solches hergeben, höhere Renten zahlen als DE) bis ins Bodenlose verschuldet haben. Damit werden eigentlich Tag für Tag die Stabilitätskriterien, die man bei der Einführung des Euro aus guten Gründen eingerichtet hat, ad absurdum geführt. Wie sich die jüngeren Leute halbwegs gegen Altersarmut absichern sollen, was ihnen ja immer dringend ans Herz gelegt wird, u.a. mit Wohneigentum, oder "Sparplan", den es ja kaum noch geben kann, erschliesst sich mir nicht. Ausser mit hohem Risiko, zumal für den Laien.

Am 28. Oktober 2021 um 09:59 von Meinung zu unse...

Vor einem Jahr wurde behauptet, dass Inflation auch in Zukunft kein Thema sein wird, sondern eher Gefahr einer Deflation bestehen könnte, weshalb der Markt Hunderte Milliarden in Deutschland und Billionen in Europa sogar benötigt.
#
#
Es gibt doch schon eine Deflation. Waren wie Kleidung zB werden immer billiger, einfach mal in den Internet Katalogen nachsehen.
Das jetzt Verbrauchsgüter teurer werden, ist der Geldmenge die ua auch die EZB unnötig auf den Markt geworfen hat mit geschuldet.
Das frische Geld ist nicht beim Verbraucher angekommen, sondern wurde sofort zur Spekulation eingesetzt.
Die Blase ist dadurch nur weiter gewachsen.

Drei ANtworten auf Fragen von Foristen

um 09:51 von tagesschlau2012

Gilt doch grundsätzlich für alle Produkte deren Produktion wieder in die EU verlagert wird, von Medizin, über Lebensmittel, Kleidung bis zum Maschinenbau. Bringt Arbeitsplätze = Wohlstand, sichert Lieferketten und verringert bedrohliche Abhängigkeiten

um 10:02 von logig:

Völliger Unsinn: Sein Geld zu investieren, heißt nicht in Aktien zu spekulieren! Z.B. nachhaltige, langfristige Anlage in ökologisch/sozial ausgerichtete ITF´s, Finanzierung von genossenschaftlich organisiertem Wohnungsbau, oder regionaler, klimaneutraler Energieerzeugung, wie Biogasanlagen etc. und viele weitere Möglichkeiten, bitte nachdenken, nicht diffamieren!

um 09:57 von Wolf1905

Wenn Banken höhere Zinsen wollen, müssen sie moderate Risiken eingehen, die hier als Beispiel genannte, gesicherte hochverzinste Hypothek ist nun nicht möglich. War bis Corona lange selbstständig und weiß wie Banken gute Geschäftsideen mit unsinnigen Sicherheitsforderungen abgewürgt haben.

09:28 von Blitzgescheit

so ähnlich habe ich das hier auch versucht, darzulegen!

09:15 von Möbius

"Und diesem Trend wird sich die EZB garnicht widersetzen können. Sobald also die FED die ersten Zinsschritte macht, wird die EZB hinterherdackeln, egal wie sehr man lieber bei der Nullzinspolitik bleiben würde."

Die EZB wird sich trotzdem an der Nullzinspolitik festklammern. Unter Trump wurde der amerikanische Leitzins mal etwas erhöht und da ist die EZB auch nicht mitgegangen. Denen wird immer wieder ein neuer Grund einfallen den Leitzins nicht zu erhöhen und das wird solange weitergehen, bis dort jemand wie Jens Weidmann sitzt und wenn wir Pech haben, ist das Kind dann schon so tief in den Brunnen gefallen, das es keine Zinssteigerungen mehr geben kann, ohne das die meisten EU- Staaten hinterher Bankrott ist.

@Möbius 9:15

Genau so wird es kommen. Ansonsten würde das Geld in die USA abfließen und das muss verhindert werden.

Nullzins für die Südländer?

Ich möchte darauf hinweisen, daß in keinem G7-Land die Zinsen höher sind.

Es geht nicht um Geld, sondern die richtige Bewertung des damit

„Bezahlten“

Und darum, die politischen Bedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft mit dem aktuell „Vorhandenen“ vernünftig bzw. menschenwürdig leben können und keiner in die Situation kommt, sich das wegen politischer „Fehlbewertungen“ nicht mehr „leisten“ zu können. Vor allem aber geht es darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft das - ein menschenwürdiges Leben führen können - auch in Zukunft können werden.

Und das grundlegende Problem ist derzeit, dass die politischen Entscheidungen, die für o.g. Bewertung des Vorhandenen (der zur Verfügung stehenden Wirtschaftsgüter) maßgeblich sind einigen Wenigen „zukommen“.
Während alle anderen sich damit arrangieren bzw. irgendwie zusehen müssen, wie sie mit den Auswirkungen, die diese ungleichen „Bewertungsrechte“ auf ihre Chancen zur Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben haben zurechtkommen. Und ob sie preisbedingt außen vor bleiben müssen.

Am 28. Oktober 2021 um 10:58 von Forfuture

Gilt doch grundsätzlich für alle Produkte deren Produktion wieder in die EU verlagert wird, von Medizin, über Lebensmittel, Kleidung bis zum Maschinenbau. Bringt Arbeitsplätze = Wohlstand, sichert Lieferketten und verringert bedrohliche Abhängigkeiten
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Nochmals die Frage an Sie.
Welche Firmen und Produkte werden wieder in die EU verlagert?
Außer Absichtserklärungen aus dem Jahr 2018 ist nichts zu finden.

11:15, V.Scho

>>@Möbius 9:15
Genau so wird es kommen. Ansonsten würde das Geld in die USA abfließen und das muss verhindert werden.<<

Die EZB hat die Leitzinsschwankungen der FED des letzten Jahrzehnts nicht mitgemacht. Das könnte sich in Zukunft wohl dann ändern, wenn die US-Notenbank den Zins um mehrere Prozentpunkte erhöhen würde. Darauf deutet allerdings bisher wenig hin.

Am 28. Oktober 2021 um 10:52 von Kröterich

@10:24 von weingasi1

"die Gewerkschaften...eine Tarifautonomie. Das bedeutet, dass Politik aussen vor..." Das liegt genauso wenig bei der Wahrheit wie München an der Nordsee.
__
Sie wollen die Tarifautonomie, also eine Vereinbarung, die zwischen Gewerkschaften, für die Arbeitnehmerseite und den Unternehmen getroffen wird, in Abrede stellen ? Mir wäre dagegen völlig neu, dass die Politik (ausser im ÖD, weil sie da ja quasi Arbeitgeber ist )bestimmt, welche Tariflöhne bezahlt werden. Sie bestimmt lediglich den Mindestlohn, den es nicht zu unterschreiten gilt. Davon abgesehen, vereinbaren die Tarifpartner die Löhne. Also bleibt München in Bayern und die Nordsee bleibt auch, wo sie ist.

@Wer in Bitcoins bezahlt kriegt im Moment 9:28 von sonnenbogen

"alles billiger im Vergleich zu vor 4 Jahren..."

Und im nächsten Moment ist sein ganzes DigitalGeld zu >70%
wieder bei den Profiteuren (2%) verschwunden.

Tolle Idee. Betonung auf toll.
Denn da ist nix mit 'Stop Loss' o.ä, da du dort wo du 'darfst'
bzw. 'kannst', diese Absicherungen nicht gehen.

Ich versuche seit 3 Jahren vergeblich in BC einzusteigen, als Minireserve.
Und ich kenn mich mit den 'Akteuren' ein bisschen aus.
Jedesmal (4x) kurz vor meiner errechneten Einstiegsschwelle
begann wieder eine 'überraschende' Achterbahnfahrt die das verhinderte.
Ich kann nur jedem abraten da zu spekulieren, der im Zweifel
nicht selbst eine BC-Plattform aufmachen könnte.

Die sind nämlich zu >90% undurchsichtig bis unseriös.
Gilt selbst für Marktfüher Bitcoin,
der wohl in der Hand von etwa ein Dutzend 'Investoren' ist.

wer hätte das gedacht

die strafzinsen bleiben uns mit -0,5% erhalten. Danke Madame lagarde

artist22

Es ist mir ein Rätsel, wie man sich mit den "Akteuren" auskennen will wenn man vom Bitcoin selbst so gar keine Ahnung hat. Anderenfalls würden Sie nicht so einen Unfug über ihn schreiben. Bleiben Sie beim Sparbuch. Da ist auch die Einstiegsschwelle nahezu gleichbleibend.

EZB

das immer mehr Kompetenzen an Europa uebertragen werden sehe ich nicht als Vorteil. Der Euro kommt uns teuer zu stehen. Das Dogma um gleiche Lebensbedingunen in ganz Europa ist angesicht der Aufnahmen von "armen Staaten" nicht zu erreichen, Wenn also der Lebensstandart nicht von unten nach oben gefuehrt werden kann hilft der umgekehrte Weg um Glechheit zu schaffen , dh. die reichen Staaten werden nach unten gezogen.
Es gibt Wohlstand wenn deutsche Betriebe Europa ueberneheen und Arbeid schaffen, die Erloese hingegen werde wenn ueberhaupt nur minnimal versteuert. Das schafft soziale Ungleichheiten.
Wenn also Europa nun Finanzen, Recht , Gesundheit uebernimmt sollte gefragt werden wer es steuert, zu welchen Gunsten, mit welcher Intenstion. Wie demokratisch ist eigentlich diese Europa. Sind z.B. das Stimmrecht des Buergers ob nun duetscher oder z.B. luxemburger gelichgewichtig? Was hat das Parlament zu bestimmen?
Das Europa mit allen Vorteilen aber auch grossen Maengeln vertaue ich nic

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