Neuer Bundestag: "Die Debattenkultur wird sich ändern"

25. Oktober 2021 - 19:26 Uhr

Größer, jünger, bunter - der neue Bundestag ist anders. Auch das bisherige Machtgefüge im Parlament ändert sich. Welche Folgen das hat, erläutert Politologin Kropp im Interview.

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Kommentare

Buntere Debattenkultur

Weder langweilig, noch beleidigend noch verlogen will ich Debatten im Bundestag erleben. Ob es bunter wird oder jünger, ist für mich noch kein Qualitätsbeweis. Das wird sich erst noch herausstellen, ob es ein Palaverclub ist oder ein Wechsel erfolgt. Und ich denke, die meisten Leute erwarten nicht nur Geschachere und Schlagabtausch, sondern Taten und Tatsachen nach einer Diskussion. Plus einem transparenten und verlässlichen Verfahren und Politikern mit Fachwissen, Engagement und Redlichkeit. Das wäre ein Wandel zum Guten. Ich will nicht behaupten, dass alles schlecht und nur schlechte Leute im alten Bundestag waren. Aber Miesepeter, Lügenbarone und Fakedrescher haben wir genug gehabt. Aus vielen Parteien, vielen Ecken und mit vielen Haken und Ösen.

Natürlich wird sich die

Natürlich wird sich die Debattenkultur ändern, wenn zwischen den Debatten immer wieder Mami zum Windelwechseln im Plenarsaal vorbei kommen muss und auch die Angebote der Lobbyisten werden sich von Reisen und Geldbeträgen mehr zu Lollys und kleinen Bömbchen für die Bundestagskinder ändern.

Erkenntnisse einer Politologin

"Auch das bisherige Machtgefüge im Parlament ändert sich - mit Folgen, wie Politologin Kropp im tagesschau.de-Interview erläutert."
Eine erstaunliche Feststellung einer Politologin, dass sich das Machtgefüge nach den vorliegenden Wahlergebnissen im Parlament ändert.
Und Folgen soll es auch haben. Wer hätte das gedacht?
Müssen solche, nach dem Wahlgang am 26.09. Selbstverständlichkeiten, von einer Politologin Kopp wirklich bei ARD-TS gebracht werden.

Es wird sich finden

Ein neuer Stil wird auch davon abhängen, wie sich die Union in der Opposition profilieren wird und wie sie nach 16 Jahren Regierungszeit diese für sie wirklich völlig neue Rolle annimmt.
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Wie das zusammen wirken der Parteien im BT abläuft.Die CDU/CSU wird sich auch mit ihrer Opposition Rolle erst einmal eingewöhnen müssen.

Ich bin gespannt und voller Hoffnung

Viele junge Politiker – sehr erfreulich. Die jüngeren Menschen haben zu Recht umfassende Veränderungen gefordert und ich wünsche ihnen nun viel Glück bei der Umsetzung.
Es gibt aktuell nicht die übergroßen und damit bestimmenden Parteien, dies macht vieles schwieriger, aber gibt eben auch Raum für eine neu Art der Politik. Ich hoffe so sehr, es werden Chancen genutzt.
Es wird sehr spannend mitanzusehen, wie es sich entwickelt und hoffe sehr, die gut geölten Verbindungen der alten Strippenzieher verlieren an Bedeutung. Ob daraus Gutes entsteht liegt nun in der Hand der Abgeordneten und wünsche mir, ihr Gewissen, dem sie verpflichtet sind, ist gut ausgeprägt und führt die Politik wieder auf den Weg zum Wohle des Landes. Bei allzu vielen altgedienten Akteuren war dies wohl verloren gegangen.

Toller Journalismus

Ein tolles Interview mit Politologin Kropp in der Tagesschau. Viele Fakten, viel toller, neutraler und qualitastiver Journalismus. Sowas sucht man bei sozialen Medien oder in rechtsgerichteten Blogs und Meinungsblasen vergebens.

Jede Fraktion ein Vizepräsident

Ich hoffe, dass die AFD endlich einen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft präsentiert, der auch für den Rest des Parlaments wählbar ist. Also bitte keinen Rechtsradikalen.

Am spannendsten wird sein,

Am spannendsten wird sein, dass die bisherigen Lager-Linien nicht mehr gelten. Und vor allem die fdp und die Grünen als ehemalige Gegenpole werden jetzt kooperieren (müssen) und zeigen, dass sich erhebliche Unterschiede nicht automatisch in Unversöhnlichkeit und gegenseitiger Entwertung enden müssen. Das wird die Debattenkultur hoffentlich positiv verändern.

Bin mal gespannt,

wie die "Gespräche" im geführt werden, wenn es um die Themen geht, bei denen die AFD und die CDU doch grundsätzlich/eigentlich, ähnlicher Meinung sind.
Wird interessant werden.

„Kropp: Die Größenunterschiede zwischen den Parteien haben deutlich abgenommen und die Mittelgroßen an Selbstbewusstsein und an relativer Stärke im Parlament hinzugewonnen.
>> Da kann man schon davon ausgehen, dass sich das in einer Debattenkultur niederschlägt, in der die beiden kleinen beziehungsweise mittelgroßen Parteien Grüne und FDP selbstbewusster gegenüber SPD und CDU auftreten - auch innerhalb einer Ampel-Koalition“

Davon gehe ich auch aus.

„Das [neben der AfD Platz nehmen zu müssen] ist (…) in der Praxis als äußerst unangenehm beschrieben worden, gerade von weiblichen Abgeordneten - die häufig mit Bemerkungen überzogen wurden, die dem "Hohen Haus" nicht angemessen sind.
Auf der anderen Seite möchte man nicht mit einer antiparlamentarischen Fundamentalopposition in Verbindung gebracht werden“

Nicht? Deren Verhalten macht doch mehr als deutlich, dass es der AfD um Sabotage an der Demokratie geht. Also darum, jede konstruktive Diskussion um all(en)gemeine Themen zu ersticken.

Kann durchaus

möglich sein, neue Personen sind auch andere Reden im Bundestag, es sind aber auch noch viele ältere und bekannte vorhanden.
Und die Drei Parteien haben genug Stimmen, um Ihre Vorhaben durchzusetzen, da ich aber selten die Debatten verfolge, bin ich nicht sicher ob ich den Unterschied gleich sehe.
Aber wir werden ja sehen was die Neuen so machen, Namen sind mir ja meist unbekannt.
Schaun mer mal.

von schiebaer45

Ich kann mir nicht vorstellen, das es einen neuen Stil im Bundestag gibt. Die CDU/CSU ist mit allen Wassern gewaschen. Ich fürchte, das die Debatten viel schärfer und heftiger geführt werden. Das kennt man gerade von diesen Parteien. Man braucht doch nur den vergangenen Wahlkampf zu Rate ziehen. Im Übrigen wünsche ich mir ein Handyverbot. Jeder Abgeordnete daddelt mit dem Handy und hört offensichtlich keinem Redner richtig zu. Das ist einfach eine Unsitte.

Beste Grüße

Ich freue mich wieder…

Ich freue mich wieder über die lebhaften Beiträge „meiner“ AfD und kann es kaum erwarten bis die Parlamentarier der AfD wieder den Finger in die Wunde legen werden. Ich fühle mich durch diese Partei bisher sehr gut vertreten.

@schiebaer45, 20:07 Uhr

Ich bin sicher, dass die Union eine sachlich-konstruktive Arbeit in der Opposition leisten und sich damit sehr deutlich von der AFD abheben wird. Diese wird - auch aufgrund der zunehmend rechtsextremistischen Tendenzen - weiter an Einfluss und Zustimmung verlieren. Wie peinlich muss es sein, wenn keine der im Bundestag vertretenen Parteien neben der AFD platziert werden möchte.

Anwesenheitspflicht

Warum gibt es im Bundestag keine Anwesenheitspflicht? Oftmals werden die Debatten vor leeren Rängen geführt und besonders die Grünen glänzen nach meiner Wahrnehmung oftmals durch Abwesenheit. Ich kann mir nicht vorstellen das die ganzen Parlamentarier in wichtigen Ausschusssitzungen tätig sind wie immer als Entschuldigung gesagt wird. Ein Schlag ins Gesicht des Wählers und der Bevölkerung wie ich meine?

Niemand will ...

... neben der AFD sitzen. Schade.

@Am 25. Oktober 2021 um 21:13 von Adeo60

°°°Wie peinlich muss es sein, wenn keine der im Bundestag vertretenen Parteien neben der AFD platziert werden möchte.°°°

Warum soll das denn peinlich sein?
Vielleicht ist es auch einfach nur eine Auszeichnung.

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