US-Umweltbehörde sagt "ewigen Chemikalien" den Kampf an

19. Oktober 2021 - 15:10 Uhr

Sie sind in Pizzakartons oder Kaffeebechern, sind sehr langlebig und reichern sich in der Natur und im Körper an: per- und polyfluorierte Chemikalien. In den USA sollen sie nun eingedämmt werden, die EU bereitet ein Verbot vor.

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Kommentare

Es wird wohl nicht lange dauern,

bis die Industrie "Alternativen" entwickelt, die dann möglicherweise noch schädlicher sind.
Erster Schritt vor einem Verbot: Auf jedem Kaffeebecher sollte, wie auch auf Zigarettenpackungen, ein grausiges Bild zu drucken sein, daß mehr als 50% der Fläche bedeckt. Gleiches sollte für sonstige Verpackungen gelten, die den gleichen Stoff enthalten.
Ps.: Kaffee aus Pappbechern finde ich auch so schon abscheulich!

wie so oft ...

Auch für PFAS kommt das Verbot mal wieder viiiiiiiiiiel zu spät.

Hier gibt es viele Beispiele wo die Regierung in der Vergangenheit ihrem Auftrag nicht gerecht wurde und versagt hat.

Sei es Asbest, PCB, Lindan, Glyphosat ........ auch hier kamen die Verbote zu spät.
Ach stimmt, Glyphosat darf ich ja nicht einmal mit aufzählen, ist ja in D noch zugelassen, da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

@15:23 von Giselbert

>>Sie kommen in zahlreichen Produkten zum Einsatz, sind in der Natur extrem langlebig und bergen Risiken für die Gesundheit: sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFAS. Die US-Umweltbehörde EPA will die Verwendung der auch als "ewige Chemikalien" bekannten Stoffe nun eindämmen. <<

Für mich stellt sich nicht die Frage nach einem Verbot dieser gesundheitsschädlichen Chemikalien, sondern die Frage, warum diese Stoffe überhaupt erst zugelassen wurden!?

@15:23 von Giselbert

So viele Köpfe haben wir nicht, die wir schütteln müssten....

Gerade weil diese

Gerade weil diese Kunststoffe langlebig sind, eignen sie sich für Nachhaltigkeit und Mehrwegsysteme. "Öko"-Kunststoffe, die sich bei Sonnenlicht zersetzen und auflösen, sind großer Murks, schädigen die darin verpackten Waren und sorgen damit für noch mehr Müll, indem man die dadurch verdorbenen Waren dann auch noch mit vernichten muß. So eine Sauerei hab ich schon selber erlebt und verwende seither keine "Öko"-Kunststoffe mehr, die bei Licht oder an der Luft zudem zu gesundheitsschädlichen Mikroplastikstaub zerfallen.

15:23, Giselbert

>>Sei es Asbest, PCB, Lindan, Glyphosat ........ auch hier kamen die Verbote zu spät.
Ach stimmt, Glyphosat darf ich ja nicht einmal mit aufzählen, ist ja in D noch zugelassen, da kann man nur mit dem Kopf schütteln.<<

Glyphosat ist im Vergleich zu den anderen Stoffen, die Sie aufzählen, fast schon ein Lebensmittel.

Zu spät, wenn ich an die

Zu spät, wenn ich an die Politik alleine der letzten zwanzig Jahre anschaue, haben diese Chemikalien längst ihr schlimmes Werk getan.
Wenn man nun noch an die weiteren, in den USA aktuell weit verbreiteten Problemen, wie weit verbreitete Tabletten-,Drogen- und Alkoholabhängigkeit denke…

Besser Langlebigkeit statt all der "Öko"-Plastikmüllberge

Nicht diese langlebige Kunststoffe sind das Problem, die man recyclen kann. Das eigentliche umwelt- und gesundheitsschädliche Problem sind die "Öko"-Kunststoffe, die bei Licht-, Wasser- oder Lufteinwirkung zu Mikroplastikstaub zerfallen. Diese Zersetzung kann sogar schon während des Gebrauchs passieren, so daß der ganze Einkauf auf die Straße fällt, wenn man "Öko"-Einkaufstüten mehrmals verwenden will, aber die Einkaufstüte sich bereits zersetzt und dabei Mikroplastikfeinstaub eingeatmet wird.

@15:42 von Karl Maria Jose...

"aber alles wird gut, wenn der toni denn nun bauernminister/in wird"

Das wissen wir natürlich noch nicht, aber schlimmer als bisher, kann es in Beziehung auf Umweltschutz und Lobbyhörigkeit ja nicht werden.

Wenn "toni" denn Minister wird und es tatsächlich besser macht, dann können wir beide froh sein. Auch Gegner der Grünen profitieren davon, wenn kein Gift mehr im Kaffeebecher oder Pizzakarton ist.

15:54 von Kambrium2

nicht zu vergessen die abhängigkeit von fastfood wie fritten, bürger als auch sahne und cremetorten. selbst die fluggesellschaften fordern eine gesunde ernährung

15:55 von dr.bashir

aber es sind doch fast ausschl. junge/aufgeklärte leute , die becher/karton durch die gegend tragen. ich hab noch nie einen kaffee im pappbecher getrunken. und auch die pizza esse ich lieber beim italiener, wenn ich sie nicht selbst zubereite

in Deutschland fragt man sich nur immer ...

Warum ist das nicht schon längst passiert? Die Antwort ist einfach: 15 Jahre Kohl und 16 Jahre Merkel haben das Land rückständig gemacht, dass man es kaum glauben mag. Nicht allein auf meinen Asienreisen fällt mir immer wieder auf, dass fast alles in Deutschland vorgestrig wirkt und kaum etwas funktioniert. Der Klüngel hat das Land zerfressen.

15:23 von Giselbert

//Ach stimmt, Glyphosat darf ich ja nicht einmal mit aufzählen, ist ja in D noch zugelassen, da kann man nur mit dem Kopf schütteln.//

Glyphosat ist aber ein gutes Beispiel, wie unsere Politik mit gefährlichen Chemikalien umgeht. Sie erinnern sich an die Ich-bin-Schmidt-Rede in der ARD, des damaligen Bu-Landwirtschaftsministers (CSU)?
Im November 2017 stimmte Schmidt im Alleingang einer Verlängerung der EU-weiten Zulassung des umstrittenen Herbizides Glyphosat um fünf Jahre zu, obwohl er zuvor mit Umweltministerin Barbara Hendricks eine Enthaltung abgesprochen hatte. Die Stimmen Deutschlands waren ausschlaggebend für die Verlängerung der EU-Zulassung von Glyphosat durch die Ministerrunde.
Ganz schwierig mit Verboten in der EU, wenn große Geschäftsinteressen dagegen stehen. Auch deshalb brauchen wir dringend den Politikwechsel.

@ Karl Maria Jose

Dann setzen Sie sich für ein hinreichendes Bürgergeld ein, damit auch junge Leute mal zum Italiener gehen können, anstatt wie bisher vom Pappteller essen zu müssen. Sonst wird das nix mehr mit dem Schutz von Umwelt, Erdressourcen und Klima.

Zwei Artikel

die mich mal nicht betreffen, Kaffee trinke ich sehr selten, und dann aus meiner Tasse, Pizza backe ich selber.
Aber das Zeug ist ja sicher auch bei anderen Artikeln zu finden, ein Verbot ist in Ordnung, und wie ich die Industrie kenne, erfinden die schnell etwas neues, der Kunde zahlt das doch.
Viele schreiben hier was von Glyphosat, das kann weg, aber wird durch neue andere Mischungen ersetzt werden, das ist die Gefahr dabei.
Auch der langhaarige und bärtige neue, wird das nicht verhindern ;-).

Und noch sowas: EVOH

Darf ich die geschätzte Aufmerksamkeit auch auf EVOH lenken:

Verpackungsfolien für Lebensmittel enthalten oft eine sehr dünne Schicht dieser Sauerstoffsperre, manchmal eingepackt zwischen sehr dünnen Schichten von wasserdampfundurchlässigem Kunststoff, das dann auf jeden Fall eingepackt zwischen etwas dickeren Schichten von robusten, aber gas-/dampfdurchlässigen Trägerkunststoffen. Das alles in der einen dünnen Folie, die wir aufreißen, die Wurst entnehmen und die wir dann wegwerfen. Solche Multilayerfolien sind nur schwer sinnvoll zu recyclen.

EVOH ist extrem langlebig. Selbst wenn dereinst die anderen Schichten einmal zerfallen sein werden, bleibt dieser Stoff noch lange erhalten.

Das Zeug ist, soweit ich weiß, gesundheitlich ungefährlich. Aber ich finde, kein künstlicher Stoff sollte sich für Ewigkeiten in der Umwelt ansammeln. Es gibt Alternativen aus Cellulose, die biologisch abbaubar sind.

Eine weitere Aufgabe für die Umweltpolitik...

16:57 von FakeNews-Checker

du meinst freibier für alle? mal zum italiener kann jeder, aber nicht jeden tag fastfood kaufen, weil man/frau/divers zu faul/dumm ist selbst was zuzubereiten

Am 19. Oktober 2021 um 16:57 von FakeNews-Checker

Dann setzen Sie sich für ein hinreichendes Bürgergeld ein, damit auch junge Leute mal zum Italiener gehen können, anstatt wie bisher vom Pappteller essen zu müssen. Sonst wird das nix mehr mit dem Schutz von Umwelt, Erdressourcen und Klima.
__
Vllt sollten sich gerade junge Leute mal mit dem Gedanken an Arbeit möglicherweise sogar dass es andere Formen des Essens und Trinkens gibt als "to go" befassen.
Ich kann verstehen, dass man in Bezug auf alte Bürger, die sich über die Maßen einschränken müssen oder Menschen nach vielen Berufsjahren plötzlich aus nicht verschuldeten Umständen arbeitslos werden, an ein Bürgergeld denken könnte. Aber bei jungen Menschen ? Wenn sie arbeiten, sollte mal ein Essen beim Italiener drin sein. Kostet weniger als 2 "Latte" bei Starbucks. Man könnte vllt auch mal selbst etwas zubereiten. Muss ja kein Chateaubriand sein. Ich sehe bei Starbucks vorwiegend junge Leute. Die Getränke kosten je ca. € 4,00.

@wenigfahrer Glyphosat

Wikipedia zu Glyphosat: „Es wirkt nicht-selektiv gegen Pflanzen, dies bedeutet, dass alle damit behandelten Pflanzen absterben. Ausnahmen bilden Nutzpflanzen, die gentechnisch so verändert worden sind, dass sie eine Herbizidresistenz gegenüber Glyphosat besitzen.“

Bedeutet, Glyphosat ist eine Einbahnstrasse zu genveränderten Anbauprodukten. Glyphosatverseuchte Äcker tragen also keine „natürlichen“ Pflanzen mehr, sondern töten sie ab. Wir alle nehmen es übrigens täglich zu uns. Selbst in Muttermilch wurde Glyphosat inzwischen nachgewiesen.

Somit ist ihr Post ein exzellentes Beispiel für das Unwissen, das viele Deutsche vor sich herschieben, wenn es um ihre Lebensmittel geht. Ignoranz für die Art und Weise, wie trickreich Chemikalien in die Äcker gepumpt werden, und somit unsere Gesundheit belasten.

Ihre selbstgebackene Pizza, die sie für völlig unbedenklich halten, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Glyphosatverseucht.

Hier kann ich tatsächlich einmal voll zustimmen.

Ich finde diese ganze "to go" Manie entsetzlich und weiss wirklich nicht, warum man ständig mit einem Getränk vor dem Gesicht durch die Gegend laufen muss.
Ich sehe manchmal Leute, die sich unterhalten und dauernd trinkt einer aus irgendeiner Flasche aber soo kurz, das kann nicht als Durstlöschaktion begriffen werden.
Dass man im Sommer oder beim Sport eine Getränkeflasche mit sich führt, leuchtet mir ein. Dass man aber auf Schritt und Tritt einen Kaffeebecher in der Hand hat, der dann kurze Zeit später, mit Glück in einem Abfalleimer, häufig aber irgendwo landen.
Das sind in der überwiegenden Zahl junge Leute, die sich dann freitags über die Umweltschäden, die ihnen hinterlassen werden aufregen. Man sollte dieses übermäßige to go Verhalten einfach einschränken. Sieht ohnehin lächerlich aus und mindert die Müllberge.

@AufgeklärteWelt um 16:20

in Deutschland fragt man sich nur immer ...
>> Warum ist das nicht schon längst passiert? Die Antwort ist einfach: 15 Jahre Kohl und 16 Jahre Merkel haben das Land rückständig gemacht, dass man es kaum glauben mag. Nicht allein auf meinen Asienreisen fällt mir immer wieder auf, dass fast alles in Deutschland vorgestrig wirkt und kaum etwas funktioniert. Der Klüngel hat das Land zerfressen. <<

Sie haben in Ihrer Aufzählung die 7 Jahre Schröder Regierung (SPD und die Grünen) vergessen.

Sie haben also die Erfahrung gemacht, dass in Asien fast alles besser funktioniert? Asien ist ein großer Kontinent, mit dem Osten von Russland, Nordkorea, Philippinen, Indonesien, China … und da klappt alles besser als bei uns? Ehrlich gesagt, glaube ich nicht!
Sie picken sich aus Asien die Staaten raus, die auch Wohlstand haben, wie Singapur, Japan, Südkorea…

15:42 von Karl Maria Jose...

>>aber alles wird gut, wenn der toni denn nun bauernminister/in wird<<

Das ist schön dass Sie grüne Poltiker für kompetent halten.

Ich habe von zu Hause

gelernt gegessen und getrunken wird nicht auf der Strasse.Entweder zu Hause und dann richtig oder in ein Cafe b.z.W. Restaurant.Halte es für eine Unsitte mit Brot oder Kaffee im Pappbecher durch die Gegend zu laufen.Mag sehr altmodisch sein.

18:47 von weingasi1

Dass man aber auf Schritt und Tritt einen Kaffeebecher in der Hand hat, der dann kurze Zeit später, mit Glück in einem Abfalleimer, häufig aber irgendwo landen.
Das sind in der überwiegenden Zahl junge Leute, die sich dann freitags über die Umweltschäden, die ihnen hinterlassen werden aufregen.

Denke mal, die jungen Menschen, die sich sehr bewusst und engagiert für Umweltschutz einsetzen, sind nicht die, die Sie adressieren. Zudem: in keiner Alterskohorte sind die Menschen alle gleich.

Verstehe nicht, dass diese Chemikalien nicht längst aus dem Verkehr gezogen wurden. Und hoffentlich befindet sich davon nichts in den Masken.

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