Kommentare

man staunt nur noch

aber gerade die ARD sollte sich da nicht zu weit über die brüstung hängen. doch auch in der öffentlichen anstalt gibt es tatsachen, über die man gerne den mantel des schweigens ausbreitet, oder den roten balken benutzt.. ich verweise nur an die tollheiten im behuf des WDR intendanten burow

Der Springer-Verlag...

...mit der "Bild" als bestem Beispiel ist mit Sicherheit die Speerspitze des unseriösen Journalismus in Deutschland. Doch habe ich zu oft auch angeblich ernsthafte Journalisten und andere Medienmacher - auch öffentlich-rechtliche - mit zweifelhaften Methoden arbeiten sehen. Ich halte diese deshalb für wenig geeignet, solche Enthüllungsstories zu verzapfen.
Wenn das, worum es hier geht, den Tatsachen entspricht, ist es keine Story, sondern ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Springer Presse

Naja, es weiss ja jeder, das die Springerpresse, sehr grenzwertig ist.
Die journalistische Leistung beschränkt sich dort meistens auf Sensationshascherei, ohne die Hintergründe zu hinterfragen.

Kein Skandal: selbst Dirk Ippen mistraut "Ippen Investigativ"

Der Mehrheitsgesellschafter Dirk Ippen habe sich klar gegen eine Veröffentlichung ausgesprochen.

Wenn Dirk Ippen sich so klar gegen eine Veröffentlichung ausspricht, dann ist offensichtlich, dass er erhebliche Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Berichts seines eigenen Teams "Ippen Investigativ" hegt.

Damit sei die journalistische und redaktionelle Unabhängigkeit des Recherche-Teams verletzt worden, dies widerspreche dem Grundsatz, Redaktion und Verlag voneinander zu trennen.

Nein.
Er rechnet mit einer Verleumdungsklage. Er, und nicht das Recherche-Team, müssten das dann bezahlen.
Solange "Ippen Investigativ" keine Unwahrheiten verbreitet, hat sie nichts zu befürchten.

Medienskandale gibt es in Deutschland sehr viele. Nur ist dies nicht eins davon.

Die Macht des Springer-Konzerns

ist ein Skandal.

Die Feststellung ist alles andere als neu, aber sie ist nach wie vor gültig.

Die Bildzeitung ist ein populistisches Kampagneninstrument. Wenn der im Artikel angeführte Ausspruch Matthias Döpfners wirklich stimmen sollte, so wäre das der Beweis dafür, daß dieser Verlag sich mit Leuten gemein macht, deren Bestreben die Verächtlichmachung der freiheitlichen Demokratie ist.

Exemplarisch lässt sich hier die Problematik der Presse- und Meinungsfreiheit unter kapitalistischen Bedingungen studieren.

Der konservative(!) Journalist Paul Sethe schrieb 1965, zwei Jahre vor seinen Tode, an den „Spiegel“:

»Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Frei ist, wer reich ist. Das Verhängnis besteht darin, daß die Besitzer der Zeitungen den Redakteuren immer weniger Freiheit lassen, daß sie ihnen immer mehr ihren Willen aufzwingen.«

Mittlerweile sind es wohl weniger als 200, dank der seitdem stattgefundenen Konzentration.

Angst, Hass, Ti... und der Wetterbericht

Da hat jemand aber sehr mächtige Freunde.
Und der Ippen-Verlag scheint ja genug Geld zu haben, wenn Redakteure erst intensiv recherchieren und dann den Beitrag nicht bringen dürfen.
Ich denke mir, jeder sollte von sich aus wissen, welch Geistes Kind die "Bild" ist.
Ob mit oder ohne Herrn Reichelt, die treffendste Analyse kommt von den Ärzten und findet sich in ihrem Hit "Lasse redn".
Wer die "Bild" liest, der ist selbst schuld.

Wenn Herr Ippen …

… in seinen Blättern etwas nicht veröffentlichen möchte, ist das zunächst seine Sache - und hat im vorliegenden Fall natürlich schon ein „Geschmäckle“.
Konsequenz kann nur sein, dass man die Blätter seines Verlags eben nicht mehr kauft.
Ansonsten scheint die „4. Gewalt“ aber prima zu funktionieren, denn sonst könnten wir hier von den Vorgängen nicht lesen.

Die "Regelung" öffentlicher Angelegenheiten ist offenbar Sache

"hochrangiger" Vertreter

"Nach rund einem halben Jahr sei es so weit gewesen, dass die Geschichte veröffentlicht werden konnte. Das Unternehmen Axel Springer und Reichelt selbst seien - so wie es der journalistischen Sorgfaltspflicht entspricht - mit den Vorwürfen konfrontiert worden.
Doch der Bericht erschien nicht. Im Hintergrund sollen Vertreter von Axel Springer Kontakt zu hochrangigen Ippen-Verlagsleuten aufgenommen und versucht haben, auf sie einzuwirken, eine Veröffentlichung zu verhindern"

Grund für das Nichterscheinen ist offenbar nicht mangelnde journalistische Sorgfalt, sondern politischer "Einfluss":

"zitiert die "New York Times" - ohne die Quelle zu nennen - aus einer angeblichen E-Mail vom Springer-Vorstandsvorsitzenden Döpfner, in der er geschrieben haben soll, die Vorwürfe gegen Reichelt müssten sehr vorsichtig behandelt werden. Denn Reichelt sei "wirklich der letzte und einzige Journalist in Deutschland, der noch mutig gegen den neuen DDR-Autoritätsstaat rebelliert"

13:36, État DE gauche

Wirklich interessant, wie Sie hier die Macht von Pressekonzernen schön schreiben.

Es passt aber zu Ihren steilen Thesen zur "modernen, freiheitlichen Demokratie".

Am 18. Oktober 2021 um 13:25 von Karl Maria Jose...

Am 18. Oktober 2021 um 13:25 von Karl Maria Jose...
man staunt nur noch

aber gerade die ARD sollte sich da nicht zu weit über die brüstung hängen. doch auch in der öffentlichen anstalt gibt es tatsachen, über die man gerne den mantel des schweigens ausbreitet, oder den roten balken benutzt.. ich verweise nur an die tollheiten im behuf des WDR intendanten burow

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Den roten Balken gibt es nur, wenn gegen die Netiquette verstoßen oder sachfremde Beiträge zu den Berichten geschrieben werden. Ebenso werden Anfeindungen nicht veröffentlicht. Alles in den AGBs zu lesen -.-
Aber wahrscheinlich fühlen Sie sich so oder so immer schlecht von der "Anstalt" behandelt (sonst würde nicht immer wieder "wenn einem es denn erlaubt ist so was zu sagen" von Ihnen kommen)

13:54, Edelfräulein Marylin

>>Kritische Beiträge werden in viele Medien nicht veröffentlicht. Mein letzter Beitrag hier ist grad so 20 Minuten alt und wurde ohne Begründung gesperrt.<<

Sie sind keine Journalistin, sondern schreiben hier, wie wir alle, digitale Leserbriefe. Wenn sie nicht veröffentlicht werden, geschieht das immer ohne Begründung.

>>Ich vermute, weil er den Anhängern von B90/Die Grünen in diesem Betrieb gegen den Strich geht und/oder ich den Grünen zu viel Distanz zu ärmeren Schichten der Bevölkerung und wenig Kompetenz attestiert habe, der FDP nicht nur in dieser Frage, sondern in allen wichtigen politischen und wirtschaftlichen, insbesondere bei solchen, wo es nun zukünftig um die Finanzierung des nötigen Wandels geht.<<

Uns hier als Opfer von Zensur o. ä. darzustellen zeugt von egozentrischer Selbstüberhöhung.

>> Die amerikanische Medienlandschaft wird schon ihre Interessen gegen diesen neuen Konkurrenten (Springer) auch kennen. <<

Amerikanische Medienlandschaft? Neuer Konkurrent?

???

13:58, Egleichhmalf

>>Wenn Herr Ippen …
… in seinen Blättern etwas nicht veröffentlichen möchte, ist das zunächst seine Sache - und hat im vorliegenden Fall natürlich schon ein „Geschmäckle“.
Konsequenz kann nur sein, dass man die Blätter seines Verlags eben nicht mehr kauft.
Ansonsten scheint die „4. Gewalt“ aber prima zu funktionieren, denn sonst könnten wir hier von den Vorgängen nicht lesen.<<

Zum Glück haben wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der den kapitalistischen Mechanismen entzogen ist.

Klingt nach Erpressung

Der Hauptgesellschafter hat ja eigentlich, selbst im Klagefall gegen das Buch, nichts zu befürchten,
ausser Publicity die die Verkäufe und damit sein Einkommen hochtreibt.
Womit also hat man ihn dazu gebracht weniger Geld haben zu wollen?

Wer hat ihn dazu gebracht?

Am 18. Oktober 2021 um 13:54 von Edelfräulein Marylin

Am 18. Oktober 2021 um 13:54 von Edelfräulein Marylin
Kritische Beiträge werden in

Mein letzter Beitrag hier ist grad so 20 Minuten alt und wurde ohne Begründung gesperrt. Ich vermute, weil er den Anhängern von B90/Die Grünen in diesem Betrieb gegen den Strich geht und/oder ich den Grünen zu viel Distanz zu ärmeren Schichten der Bevölkerung und wenig Kompetenz attestiert habe, der FDP nicht nur in dieser Frage, sondern in allen wichtigen politischen und wirtschaftlichen, insbesondere bei solchen, wo es nun zukünftig um die Finanzierung des nötigen Wandels geht.
___________

Vielleicht hat in Ihrem Beitrag was nicht gepasst welches den AGB entspricht:
https://meta.tagesschau.de/richtlinien

Ernsthaft ?

Da recherchiert das Team des einen Verlags, ob die Wiedereinsetzung des Chefredakteurs eines anderen Verlags so in Ordnung gewesen ist ? Und dann wird was von `einvernehmlichen Beziehungen´, Sexueller Nötigung und Drogen am Arbeitsplatz eingestreut ?
So sehr ich ja ganz weit vorne mit dabei wäre, wenn es gegen die Springer-Presse geht, aber dieser Quatsch hier ist nun wirklich albern. Wen die Bild zu ihrem Chef macht, ist erstmal deren Sache. Und es ist die Bild, da kann man wohl kaum erwarten, dass jener Chef ein... sympathischer Mensch ist. Und wäre er es gewesen, hätte ihn seine `Arbeit´ sicher korrumpiert.

Wenn die Ippen-Leute das veröffentlichen wollen, sollen sie es an die SZ oder die Zeit verkaufen. Das Theater hier ist uninteressant. Wenn ich ein Verlagshaus besitzen würde, würde ich auch darauf gucken, was wir veröffentlichen. Und was nicht. Wäre schließlich meins.

@AfD-Presseabteilung II

"
Am 18. Oktober 2021 um 13:36 von État DE gauche
Kein Skandal: selbst Dirk Ippen mistraut "Ippen Investigativ"

Der Mehrheitsgesellschafter Dirk Ippen habe sich klar gegen eine Veröffentlichung ausgesprochen.

Wenn Dirk Ippen sich so klar gegen eine Veröffentlichung ausspricht, dann ist offensichtlich, dass er erhebliche Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Berichts seines eigenen Teams "Ippen Investigativ" hegt.

[...] "
Bevor Sie solche unwahren Behauptungen in die Weltgeschichte hinausposaunen, sollten Sie vielleicht erst mal lesen, worum es geht. Der Bericht von Ippen Investigativ war von den Hausjuristen intensiv geprüft worden und presserechtlich wasserdicht.

Auf DWDL.de heißt es außerdem: "Pikant: Laut "Übermedien" sollen Vertreter von Axel Springer Kontakt zu "hochrangigen Ippen-Verlagsleuten" aufgenommen und versucht haben, auf sie einzuwirken, eine Veröffentlichung zu verhindern. Offenbar mit Erfolg."

@ fathaland slim

Die Macht des Springer-Konzerns
ist ein Skandal.

Genau so wenig ein Skandal wie die Macht aller anderen privaten Medienkonzerne, egal wie sie politisch ausgerichtet sind. Diese sind für eine funktionierende 4. Gewalt unerlässlich.

Wirklich interessant, wie Sie hier die Macht von Pressekonzernen schön schreiben.

Der Inhalt ist wirklich interessant: Es geht nämlich nicht um schön schreiben, sondern um Wahrheit und Fakten woran selbst Dirk Ippen offensichtlich Zweifel hat. Und darum Menschen nicht zu verleumden.

Es passt aber zu Ihren steilen Thesen zur "modernen, freiheitlichen Demokratie".

Es passt zur modernen, freiheitlichen Demokratie.

Die deutschen Medien müssen

Die deutschen Medien müssen sich vorwerfen lassen, dass Sie mittlerweile kaum noch in Ihren Meinungen zu unterscheiden sind. Der sogenannte Mainstream verbreitet die Meinung des Staates ohne die Dinge wirklich zu hinterfragen, was gerade in der Coronakrise deutlich wurde. Tanzt ein Medienvertreter wie Reichelt aus der Reihe, versucht ihn der eigene Berufsstand massiv zu schaden. Wem wundert es, wenn das Ausland das heutige Deutschland mit den Zuständen wie in der DDR vergleicht.

Ohne Wissen von Axel Springer...

...hört sich an, wie ein Befehl des amerikanischen Präsidenten zu einer CIA- Geheimaktion aus einem Tom Clancy-Roman. Macht, aber wenn' s rauskommt, weiß ich von nichts. Natürlich wurde da hinter den Kulissen versucht, die Veröffentlichung zu verhindern. Warum gebe ich sonst die Genehmigung, wahrscheinlich monatelang in einer Sache zu recherchieren, um dann kurz vor der Veröffentlichung diese zu verhindern? Wäre zwar keine Verschwendung öffentlicher Gelder, aber eine wirtschaftliche Fehlleistung, es sei denn, bei den Recherchen kam nichts Berichtenswertes raus. das scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein.
Also Klüngel an allen Fronten, sogar bei der Presse. Da freuen sich bestimmte Kreise, die jetzt mit gutem Recht von der Vertuschungspresse reden können. Gar nicht gut.

@Egleichhmalf

"
Am 18. Oktober 2021 um 13:58 von Egleichhmalf
Wenn Herr Ippen …

… in seinen Blättern etwas nicht veröffentlichen möchte, ist das zunächst seine Sache - und hat im vorliegenden Fall natürlich schon ein „Geschmäckle“.
Konsequenz kann nur sein, dass man die Blätter seines Verlags eben nicht mehr kauft.
Ansonsten scheint die „4. Gewalt“ aber prima zu funktionieren, denn sonst könnten wir hier von den Vorgängen nicht lesen."

Nur eben nicht bei Ippen invstigativ. Darum geht es.

@Edelfräulein Marylin

"Mein letzter Beitrag hier ist grad so 20 Minuten alt und wurde ohne Begründung gesperrt. Ich vermute, weil er den Anhängern von B90/Die Grünen in diesem Betrieb gegen den Strich geht und/oder ich den Grünen zu viel Distanz zu ärmeren Schichten der Bevölkerung und wenig Kompetenz attestiert habe..."

Kommentare in solchen Leserforen haben nichts mit Pressefreiheit zu tun. Und kritische Beiträge werden hier z.B. auch veröffentlicht, in großer Zahl ebenfalls, wenn sie gegen die Grünen gerichtet sind.
Aber ich kann Sie vielleicht trösten: ich habe vor noch nicht mal 1 Stunde auch einen roten Balken bekommen, wie schon oft, warum ist mir wieder einmal nicht klar, aber der war nicht Grünen-kritisch.
Das dürfte bei Ihnen also nicht der Grund gewesen sein.

14:16 von Schrammelvatti

14:16 von Schrammelvatti

Sehr guter Kommentar. Danke.
Auch ich habe - auch immer ohne irgendwelche Erklärungen - schon rote Balken bekommen. Meist ergibt sich bei nochmaligem Lesen, der Grund. Aber manchmal ergibt sich da nichts
( z.B. wenn ich jemandem nur recht geben möchte).

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