Ihre Meinung zu: Welthungerhilfe: "Der Hunger ist wieder auf dem Vormarsch"

14. Oktober 2021 - 8:40 Uhr

Die Welthungerhilfe warnt vor Rückschlägen im Kampf gegen den Hunger. Ein "verheerendes Zusammenspiel" von Kriegen, Klimawandel und Pandemie verschlechtere die Lage. Auch Entwicklungsminister Müller schlägt Alarm.

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Kommentare

Das verherrende Zusammenspiel

..von Kriegen, Klimawandel und Pandemie ist nicht alleine die Ursache der Rückschläge im Kampf gegen den Hunger! Sie ist auch schlicht und ergreifend durch den Egoismus des Mensch zu verdanken. Hier ein ziemlich Krasses Beispiel: In GB sollen abertausende Zucht-Schweine Notgeschlachtet werden, weil es in GB keine LKW-Fahrer mehr gibt, die diese Arbeiten verrichten können. Diese fehlen, weil man sich für einen sozial- und wirtschaftlichen egoistischen Brexit entschieden hat! Somit fehlen die ausländischen Fahrer, die man nicht mehr im Land haben wollte! Doch damit nicht genug, statt die Tiere als Lebensmittel in Hungergebiete zu verteilen, werden diese zwangsgetötet und vernichtet, weil es ökonomisch für GB sinnvoller ist. Auch die EU braucht sich mit Ruhm nicht zu bekleckern! Ich erinnere nur an die Butterberge und die Millionen Liter Milch die bisher vernichtet worden sind! Und in vielen Fällen wird der Hunger sogar als politische Waffe eingesetzt, siehe in Somalia durch die Warlords!

Kriege, Klimawandel und Pandemie

Wurde hier nicht ein gravierender Grund vergessen?
Was ist mir der kolossalen Überbevölkerung?
Ohne eine weltweite Geburtenkontrolle (max. 2 Kinder pro Paar) wird sich das nur noch verschlimmern.
Gilt auch für den Klimawandel. Wenn sich die Weltbevölkerung bald verdoppelt hat wird der CO2-Ausstoß ebenfalls steigen.

Welthungerhilfe: "Der Hunger ist wieder auf dem Vormarsch

Und die G7 Staaten schauen mal wieder tatenlos zu. Alle Länder die eine CO2 Steuer oder Abgabe eingeführt haben, sollten diese Einnahme nutzen um Hunger in der Welt zu bekämpfen. Damit würden wir wenigstes etwas Gutes bewirken.

Ach, was geht es uns doch gut!

Ich weiß ja, dass es so ist, aber mir fällt es immer wieder schwer so etwas zu glauben:

Während 10% der Weltbevölkerung hungert und ein guter Teil davon das vllt nicht überleben wird, macht man sich hierzulande Sorgen darüber, dass der weihnachtlche Gabentisch nicht mit den richtigen Gegenständen bestückt werden kann - schließlich gibt es schlimme Lieferengpässen.

@ 09:25 Mischpoke West- Hungertod als Geburtenkontrolle..?!

„ Wurde hier nicht ein gravierender Grund vergessen?
Was ist mir der kolossalen Überbevölkerung?
Ohne eine weltweite Geburtenkontrolle (max. 2 Kinder pro Paar) wird sich das nur noch verschlimmern.
Gilt auch für den Klimawandel. Wenn sich die Weltbevölkerung bald verdoppelt hat wird der CO2-Ausstoß ebenfalls steigen.“

Die Prognosen sind doch andere. Bei ca. 10 Milliarden Menschen wird eine Umkehr einsetzen.

Und es hatte vor ein paar Jahren mal jemand ausgerechnet, dass alle Menschen der Welt hockend auf der Insel Mallorca Platz hätten. Inzwischen braucht man dafür vermutlich auch noch Ibiza.

Das zeigt aber es gäbe genug Platz. Russland hat kaum 150 Millionen Einwohner und ist weitgehend Menschenleer. Kanada mit ähnlicher Relation.

Durch den Klimawandel eröffnen sich ganz neue Siedlungsgebiete für die Menschheit.

Qatar zeigt, wie man in der Wüste autark Lebensmittel herstellen kann. Usw.

Klimaanlagen lassen sich dort mit Sonnenenergie betreiben. Also. Den Ball flach halten.

Gerne nicht erwähn ist Finanzspekulation

Sie haben vollkommen Recht.
Ich würde mir von unserer Presse auch wünschen mal ehrlich alle Faktoren zu beleuchten. Ein sehr wichtiger sind Börsenspekulanten, die ohne jede Moral auf Grundnahrungsmittel spekulieren, die dann so überteuert werden, dass sich besonders Dritte-Welt-Länder das Wenige was noch da ist dann auch nicht mehr leisten können. Raubbau an der Natur und der Export von Grundnahrungsmitteln wie Wasser aus solchen Regionen in den reichen Westen ausschließlich aus Profitgründen wäre ein anderer Punkt oder die Tatsache, dass Essen wegschmeißen immer noch nicht überall Gesetzlich verboten ist. Ich wünsche mir das in der Headline

@Beppo393

'Alle Länder die eine CO2 Steuer oder Abgabe eingeführt haben, sollten diese Einnahme nutzen um Hunger in der Welt zu bekämpfen" Am 14. Oktober 2021 um 09:29 von Beppo393

*

Diese Einnahmen werden wohl eher dafür benutzt um eigene Schulden abzubauen.

@Apollo1995

"Hier ein ziemlich Krasses Beispiel: In GB sollen abertausende Zucht-Schweine Notgeschlachtet werden" Am 14. Oktober 2021 um 09:21 von Apollo1995

*

Den Zusammenhang verstehe ich nicht.

Schweine werden in den meisten Ländern, in denen Hunger herrscht sowieso nicht gegessen. (Das hat nicht einmal mit dem Islam zu tun, in vielen Ländern gilt Schweinefleisch auch ohne Islam als unrein.)

Realität

der Hunger war nie besiegt, er ist ein Instrument der Mächtigen zur Unterdrückung.
Das im gleichen Zeitraum die weltweiten Rüstungsausgaben gestiegen sind, sollte nicht unerwähnt bleiben. Blei statt Brot ist in jedem Krisengebiet dieser Welt das Motto. Und wer Verdient daran am meisten?
Kein Mensch müsste Hungern selbst nicht wenn wir die 10.Mrd Marke überschreiten, es ist ein Grundübel der ungerechten Verteilung
wenn wir unsere Massen an Tieren mit billigen Futtermitteln aus den Tropen füttern bleibt für andere Menschen nichts über....

Am 14. Oktober 2021 um 09:42 von covid-strategie

>[..]Die Prognosen sind doch andere. Bei ca. 10 Milliarden Menschen wird eine Umkehr einsetzen. [..]<

Ob da wohl der Wunsch der Vater des Gedankens war? (Die Bevölkerung Afrikas hat sich in gerade einmal 60 Jahren verfünffacht - von 200.000.000 auf 1.000.000.000)

Ansonsten: ohne weiteren Kommentar.

RE: Beppo393 um 09:29

***Und die G7 Staaten schauen mal wieder tatenlos zu. ... um Hunger in der Welt zu bekämpfen. Damit würden wir wenigstes etwas Gutes bewirken***

Wie definieren Sie "Gutes" ?

Unsere Moral zu befriedigen etwa ? Oder um uns als humanistische Wesen darstellen zu können ?

Als exemplarisches Beispiel können wir uns Madagaskar näher anschauen.
Das Land erlangte 1960 seine Unabhängigkeit. Die Bevölkerung lag etwas über 5 Mio. Die Welthungerhilf nahm ihre Arbeit 1962 auf.
Die Bevölkerung Madagaskars hat sich bis heute verfünffacht ! Die Menschen leiden dieses Jahr, wieder einmal, an einer Hungerkatastrophe. Die stecken sich schon Lehm in den Mund, nur um überhaupt etwas in den Magen zu bekommen.

Glauben Sie oder sonst hier im Forum tatsächlich, dass die Welthungerhilfe der Menschen in Madagaskar die Not tatsächlich gelindert hat, wenn vor 60 Jahren maximal 5 Mio. Menschen leiden mussten, im Vergleich zu heute mit 25 Mio. Menschen die am verhungern sind ???

Gruß Hador

RE: Beppo393 um 09:29

***... sollten diese Einnahme nutzen um Hunger in der Welt zu bekämpfen. Damit würden wir wenigstes etwas Gutes bewirken.***

Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, dann muss das Bevölkerungswachtum gehemmt werden und der Wohlstand wachsen. Das konnten wir ja hier in Europa schon beobachten. Dafür müssen die auch die entwickelten Staaten ihren Beitrag leisten.
Aber solange Korruption und Misswirtschaft der nationalen Eliten, die fest im Sattel sitzen, weiterhin betrieben werden, sind die Erfolgsaussichten mehr als zweifelhaft.
Auch dies zeigen die politischen Indizes Madagaskars (siehe Wiki).

Allein die Bekämpfung des Hungers sorgt nur dafür, dass die nächste Hungerkatastrophe nur von einem noch höheren Niveau eintritt. Eine extrem bittere Erkenntnis !

Gruß Hador

@Hador Goldscheitel Geburtenkontrolle am richtigen Ende

Herr Goldscheitel, wenn Sie sich Madagaskar ansehen dann stellen Sie tatsächlich fest dass der Raubbau an den Natürlichen Ressourcen Boden unfruchtbar gemacht hat und das sinnfreie Abholzen und verschippern in reiche Länder das Hauptproblem ist. Leider its das advokieren für 'Geburtenkontrolle' bei den meisten Menschen ein Deckmäntelchen für eine eingefleischte rechte Gesinnung und nichts weiter. Wollten wir wirklich Geburten zum Wohle alle 'kontrollieren' sollten wir bei den Geburten von Kühen, Schweinen und Hühnern anfangen, die zweifelsfrei das Hauptproblem darstellen. Wenn sie möchten, dürfen sie aber gerne mit leuchtendem Beispiel vorangehen und Ihre These an sich selber testen. Ich schätze mal : Nein, das wird nicht passieren, weil es ja die anderen, die in Afrika sind, die sich so unerhört vermehren, richtig?

Mal einen Schritt weiter denken

"Wurde hier nicht ein gravierender Grund vergessen?
Was ist mir der kolossalen Überbevölkerung?
Ohne eine weltweite Geburtenkontrolle (max. 2 Kinder pro Paar) wird sich das nur noch verschlimmern." @Mischpoke West
.
Mit zunehmender Bildung und abnehmender Armut sinkt die Geburtenrate. Deshalb haben wir in Ländern wie Deutschland, Japan etc. eine vergreisende Bevölkerung, wo auf einen Arbeitnehmer zwei Rentner kommen. Auch nicht gerade optimal, oder?
.
Wie stellen Sie sich eine Geburtenkontrolle vor? KZs, wo Männer und Frauen getrennt leben? Oder wollen Sie selbst mit Trillerpfeife und roter Kelle die Vermehrung stoppen?

re 09:56 Hador Goldscheitel: UND statt ODER

>>Wie definieren Sie "Gutes" ?

Unsere Moral zu befriedigen etwa ? Oder um uns als humanistische Wesen darstellen zu können ?<<

Weder noch. Aber Sie haben natürlich auch recht damit, dass ein starkes Anwachsen der Weltbevölkerung die Knappheitstendenz verstärkt. Allerdings auch andersherum: Der Hunger bzw. die Armut verstärkt eben auch das Bevölkerungswachstum.

Was folgt daraus?

1) Wenn der Mensch Menschen nicht mehr hilft, ist er kein Mensch mehr. Das hat mit „moralischer Selbstbefriedigung“ absolut nichts zu tun und muss die klare Entgegnung an alle Versuche sein, die Welt durch Unmenschlichkeit besser machen zu wollen. Eine menschliche Sackgasse!

2) Wir müssen die Ursachen des Hungers gemeinsam angehen. Es hilft nichts, anderen die Verantwortung zuzuschieben. Die liegt bei allen Menschen und damit zuerst bei uns!

Es ist also humanitäre Hilfe und Solidarität genauso gefragt wie politische Maßnahmen und. Strategien.

Korruption und Misswirtschaft

Hier ist das Problem,über solche Regierungen kann auch Einfluss ausgeübt werden.
Dafür gibt es den Begriff Neokolonialismus.

um 10:08 von Hador Goldscheitel

"Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, dann muss das Bevölkerungswachtum gehemmt werden und der Wohlstand wachsen."

Wenn nicht wir in übermäßigen Maß das ökologische System Erde übernutzen würden, wäre das Bevölkerungswachstum zunächst sekundär.
Für das Bevölkerunswachstum wäre Bildung wohl das wirksamste Mittel Unsinnig ist es, diese Länder auf das Konsumniveu heben zu wollen, dass in erster Linie für das Fiasko verantwortlich ist.
Richtig ist wohl, dass allein die Hungerbekämpfung nur ein akut notwendiges Mittel ist.
Grundsätzlichen Wandel könnte nur ein Politikwechsel in der Staaten, die für die Übernutzung letztlich verantwortlich sind, bringen. Zusammenarbeit, nicht Konkurrenz ist die einzige Lösung.

Wahrheit

Warum werden bei diesem Thema immer nur Emotionen mit Bildern von leidenden Kindern angesprochen, statt mal zu sagen, wie es wirklich ist:
1: die Menschheit vermehrt sich in irrsinniger Geschwindigkeit insbesondere da wo Mangel herrscht.
2: um all diese Menschen zu ernähren wird immer mehr Land und Wasser verbraucht, das der übrigen Natur und den Ressourcen verloren geht. (Der Mensch ist nur Teil der Natur und nichts besseres)
3: wir alle wollen das Klima schützen und natürlich ökölogische Landwirtschaft
4: ökölogische Landwirtschaft verbracht z.B. zur Herstellung der gleichen Menge Getreide die doppelte Menge Land und CO2 wie konventionelle! Woher nehmen?
5: bereits jetzt ist mehr als das 1,74 Fache der Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht
(Meldung Tagesschau im September)

Es kann nur eine Schlussfolgerung geben:
Es gibt viel zu viele Menschen!!!!

@ 10:18 Bandyman- Geburtenkontrolle - Methode China..?!

„ Wollten wir wirklich Geburten zum Wohle alle 'kontrollieren' sollten wir bei den Geburten von Kühen, Schweinen und Hühnern anfangen, die zweifelsfrei das Hauptproblem darstellen. Wenn sie möchten, dürfen sie aber gerne mit leuchtendem Beispiel vorangehen und Ihre These an sich selber testen. Ich schätze mal : Nein, das wird nicht passieren, weil es ja die anderen, die in Afrika sind, die sich so unerhört vermehren, richtig?“

Auch wenn es sich im ersten Moment richtig anhört die Anzahl der Menschen begrenzen zu wollen:

„Historisch betrachtet ist es vom Glauben an die gerechte Sache bis zum Fanatismus nur ein kurzer Weg.“

Eric Gujer, NZZ

Das darf man dabei nie vergessen.

Und bei Hühnern, Kühen und Schweinen sehen Sie ein Problem..?! Eher bei der Ernährung von diesen Tieren. Zu viel Soja macht zu viel Methangas.

Das Bevölkerungswachstum ist sicher auch ein Problem

Aber dem steht allerdings entgegen, das die aktuelle Menge der Menschheit ausreichend versorgt werden kann.
Warum dem nicht so ist kann nicht auf einzelne Faktoren zurückgeführt werden.
Es ist ein Mix vieler einzelner Punkte, so traurig es ist selbst die Hilfslieferungen tragen dazu bei. Nicht falsch verstehen und schon gar nicht im antihumanistischen Sinn.
Als Beispiel dazu,Jahrzehnte lang gab es Hilfslieferungen an Äthiopien, nur erfolgte erstens nicht der zweite schritt , den Bauern zu lehren wie effektiv gearbeitet werden kann, dazu Hilfslieferungen erfolgten in Form von Weizen, dort hat man aber traditionellen mehr Reis angebaut. Die Folge viele Bauern verlwrnten den Reisanbau. Zu dem kamen immer mehr Stammesfehden und kriegerische Auseinandersetzungen, wofür selbst gespendete Technik für die Landwirtschaft benutzt wurden usw.
Es ist nur ein Beispiel und Punkt von vielen. Der Hunger kann nur bekämpft werden, wenn ein weltweites Umdenken einsetzt.

um 10:18 von Bandyman

Danke für ihren klaren Worte.

"'Geburtenkontrolle' bei den meisten Menschen ein Deckmäntelchen für eine eingefleischte rechte Gesinnung und nichts weiter. "

Bei den meisten muss es nicht rechte Gesinnung sein , sondern Gedankenlosigkeit, die sich hinter dem von der herrschenden Wirtschafttheorie massiv probagierten Dogma versteckt.
Es ist eben doch wohl so, dass das extrem individualistische Weltbild, das dieser Theorie zugrunde liegt, die Menscheit in den Abgrund treibt.

Es ist noch zu hoffen, dass sich das unter dem Druck der Fakten ändert.

RE: Bandyman um 10:18@Hador Goldscheitel Geburtenkontrolle

Ihr Versuch, mich in die rechte Ecke zu stellen geht fehl. Ist ein übliches Unterfangen, eine Diskussion diesbezüglich abzuwürgen.
Die Probleme, die sich durch den massiven Anstieg der Weltbevölkerung ergeben, sind doch da und für jeden sichtbar. Hier "des Kaisers neue Kleider zu bewundern" anstatt die Probleme zu benennen und Lösungen hierfür zu finden, kommt aus einer modernen pseudomoralischen, links orientierten Ecke, die ins Nirgendwo hinführt. Außer vielleicht ins Verderben für Millionen Menschen in Afrika, Asien ..., die wegen Unterernährung und Krankheit zugrunde gehen.

Liefern Sie lieber Lösungen, anstatt haltlose Unterstellungen !

Gruß Hador

Am 14. Oktober 2021 um 10:08 von Hador Goldscheitel

"Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, dann muss das Bevölkerungswachtum gehemmt werden und der Wohlstand wachsen."
-----
Ja, sie schnackseln halt gern.
Was wollen Sie dagegen unternehmen.

Am 14. Oktober 2021 um 10:18 von Bandyman

wenn Sie sich Madagaskar ansehen dann stellen Sie tatsächlich fest dass der Raubbau an den Natürlichen Ressourcen Boden unfruchtbar gemacht hat und das sinnfreie Abholzen und verschippern in reiche Länder das Hauptproblem ist.
#
#
Eigentor nach Ansage!!!
Die Insel Madagaskar zeigt perfekt das Problem der Überbevölkerung. Der Raubbau wird von den Einheimischen betrieben um kurzzeitige Nahrung für Ihre Tiere zu bekommen. Dazu werden die Wälder in Brand gesteckt und nicht wie Sie es gerne als Fake-News darstellen in reiche Länder verschippert.
Und Sie glauben wirklich, das durch die Kinderlosigkeit von zb Herrn Goldscheitel die Menschen in Afrika nicht mehr hungern?

@ 09:42 Bandyman- Chicago Bord of Trade

„ Ein sehr wichtiger sind Börsenspekulanten, die ohne jede Moral auf Grundnahrungsmittel spekulieren, die dann so überteuert werden, dass sich besonders Dritte-Welt-Länder das Wenige was noch da ist dann auch nicht mehr leisten können.“

Das können sie so nicht stehen lassen.

Der Verkauf auf Termin ist für viele Bauern existenziell. Sie haben dann einen garantierten Preis. Zudem hat diese Spekulation abgenommen. Viele Investoren verzichten freiwillig auf solche Spekulationen.

Mit den jetzt eingeführten ESG- Kriterien und den UNPri sind ohnehin neue Maßstäbe gesetzt worden.

Diese Dauerfeuer aus der linken Ecke, mit meistens seit Jahrzehnten überholten „Argumenten“ finde ich hier im Forum besonders oft. Egal um welche Themen es geht.

Ist es zu viel verlangt sich alle paar Jahre mal etwas weiter zu bilden..?!?

"Der Hunger ist wieder auf dem Vormarsch"

Die Vertreter eines radikalen "Marktkapitalismus" in der globalen Politik auch.

RE: teachers voice um 10:23; re 09:56 Hador Goldscheitel

***1) Wenn der Mensch Menschen nicht mehr hilft, ist er kein Mensch mehr. Das hat mit „moralischer Selbstbefriedigung“ absolut nichts zu tun und muss die klare Entgegnung an alle Versuche sein, die Welt durch Unmenschlichkeit besser machen zu wollen. Eine menschliche Sackgasse! ***

Wenn wir Menschen helfen und deren Not sich dadurch noch vergrößert, was haben wir damit erreicht, als unser eigenes Ego mit unsererem Humanitätsgedanken zu befriedigen.
Es müssen endlich tragfähige Lösugen her, damit sich die Situation verbessert. Was haben wir denn nach mehr als 60 Jahren in Madagaskar erreicht ?

***Es ist also humanitäre Hilfe und Solidarität genauso gefragt wie politische Maßnahmen und. Strategien.***

Richtig, aber sie müssen sich bedingen, sonst hift's rein gar nichts !

Gruß Hador

Welthungerhilfe:"Der Hunger ist wieder auf dem Vormarsch"

Und als Folge emigrieren viele Menschen nach Norden über das Mittelmeer.
Die Folgen des Klimawandel, von den Dritte Welt-Ländern nicht verursacht, zwingt zur Flucht. Abhängigkeiten, wie Verschuldung und daraus resultierende Auflagen (Weltbank-IWF). Aber auch bestimmte Formen des Freihandels, die EPA-Verträge. Volkswirtschaften werden herunterkonkurriert, Landwirte im globalen Süden verdrängt, wegen subventionierter Importprodukte.
Ob die bisherigen Entwicklungsmodelle eine Zukunft haben ?

um 10:25 von Naturfreund 064

Neokolonialismus ist der richtige Begriff, für das, was viele Politiker als Entwickungspolitik verkaufen.
Das soll nicht die hilfreichen Einzelinprojekte herabsetzen, aber die können die grundsätzlich Einschätzung nicht ändern.
Die Wirksamkeit solcher Bemühungen würde sich wohl sehr deutlich erhöhen, wenn sie rückhaltlos von der Politik unterstützt würden.

10:23 von DeHahn

"Mit zunehmender Bildung und abnehmender Armut sinkt die Geburtenrate." Wenn dem doch so wäre.. Man hört dies immer wieder.
Die Staaten südlich der Sahara zeigen das Gegenteil: Die Wohlhabenden und Mächtigen, gut gebildeten, haben dort die meisten Kinder. Es ist hier eine Statusfrage. Und es gibt, das wissen die meisten nicht, auch in Afrika unvorstellbar reiche Menschen.

@ Apollo 1995

Zitat: "Doch damit nicht genug, statt die Tiere als Lebensmittel in Hungergebiete zu verteilen, werden diese zwangsgetötet und vernichtet, weil es ökonomisch für GB sinnvoller ist. Auch die EU braucht sich mit Ruhm nicht zu bekleckern! Ich erinnere nur an die Butterberge und die Millionen Liter Milch die bisher vernichtet worden sind!"
#
Was sollen vom Hunger bedrohte Menschen mit frischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milch oder Butter? Mangels Infrastruktur und Kühlung wären die nach einer Wo. ein Fall für die Müllkippe.
Es ist auch wenig hilfreich, Menschen ständig "durchzufüttern" und damit abhängig zu machen. Hilfe zur Selbsthilfe, zur eigenen Ernährung, muss ein mittelfristigen Ziel sein. Am Geld kann das nicht scheitern. Das setzt wiederum halbwegs friedliche Zustände voraus, womit wir beim nächsten Thema wären ....

RE: logig um 10:33; um 10:08 von Hador Goldscheitel

***Unsinnig ist es, diese Länder auf das Konsumniveu heben zu wollen, dass in erster Linie für das Fiasko verantwortlich ist.***

Sie werden die Menschen nicht vom Wohlstandgedanken abbringen können. Daher ist das Wachstum der Weltbevölkerung zu begrenzen.
Dieser Satz könnte von einem Wohlstandmenschen stammen, der nach einem oppulenten Mahl mit vollem Magen auf seinem Sofa sitzt und sich das Dessert schmecken lässt, um dann dem armen Schlucker die Flausen auf Wohlstand ausreden möchte.

Haben Menschen nicht dasselbe Anrecht auf Wohlstand, wie jeder Europäer, Asiate usw. ?

Gruß Hador

@9:42 von covid-strategie

„Und es hatte vor ein paar Jahren mal jemand ausgerechnet, dass alle Menschen der Welt hockend auf der Insel Mallorca Platz hätten. Inzwischen braucht man dafür vermutlich auch noch Ibiza.“

Es gibt gegenwärtig knapp 8 Mrd Menschen. Nimmt man großzügig an, das ein hockender Mensch 1/2 m^2 benötigt, dann wären dass insgesamt also 4000 km^2 (wenn ich mich nicht verrechnet habe), während Mallorca eine Fläche von 3640 km^2 aufweist. Stimmt also fast, was Sie schreiben: ganz Ibiza müssen Sie gar nicht dazu nehmen.

Langfristig (im Moment noch nicht) muss allerdings wirklich etwas gegen Überbevölkerung getan werden, wenn man allen (!) Menschen ein lebenswürdiges Leben bieten möchte (im Moment verbrauchen fast nur die Industriestaaten nahezu alle Ressourcen für sich).

RE: Sozialstatt um 10:47

***"Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, dann muss das Bevölkerungswachtum gehemmt werden und der Wohlstand wachsen."
-----
Ja, sie schnackseln halt gern.
Was wollen Sie dagegen unternehmen.***

So ein Quatsch !
Haben Sie schon mal was von Verhütung gehört ?

Statt, wie hier in Deutschland und Europa ein Kindergeld zu bezahlen (was bei diesem Thema ja wie der reine Irrsinn klingt) könnte man in Afrika/Asien ein "Nicht-Kindergeld" einführen. Dazu steuerliche Regelungen, Bildung und Aufklärung wären nötig. Das ist aber Sache der Nationalstaaten. Die OECD-Staaten könnten finanziellen Hilfe leisten.

Gruß Hador

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Die Moderation

Fleischkonsum verhindert Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel

Um ein Masttier großzuziehen, benötigt man nicht nur extrem viel Wasser, sondern für den Anbau des Futters auch enorm viele Ackerflächen.
Diese Ackerflächen fehlen für den Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln für Menschen.
Es gibt Berechnungen, die besagen, dass ein Verzicht auf Fleisch oder ein zumindest sehr starkes Reduzieren des Fleischkonsums dazu führen würde, dass kein Mensch oder zumindest viel weniger Menschen hungern müssten, weil dann mehr pflanzliche Nahrungsmittel angebaut werden könnten.
Wenn man sieht, dass wir hier sogar Fleisch aus Südamerika importieren oder das Futter wie Soja von dort importieren müssen, weil für unsere gigantische Nachfrage nach Fleisch die Ackerböden für den Futteranbau zu gering sind, dann zeigt dies, dass wir viel zuviel Fleisch essen. Der Fleischkonsum hat also eine Mitschuld daran, dass Menschen auf der Welt verhungern.

Problem: Uebervergoldung.

40 Millarden Euro wuerden helfen? Also wenn's um Geld geht... 216 Milliarden Euro in Fort Knox. Glaenzt da sinnlos vor sich hin. 272 Milliarden Euro in Gold (von 60 Staaten) in der Federal Reserve Bank of New York. (Und fuer den neuesten Flugzeugtraeger blaettert die USA 13 Milliarden Dollar hin.) Es beweist die Unwilligkeit, Geld fuer Humanitaet auszugeben. Was fehlt ist der Druck der Strasse UND der richtigen (nicht rechten) Politik. Aber dafuer braucht es Wille und Kreativitaet. Das findet man schon mal garnicht bei denen, die die Ueberbevoelkerung als das Problem sehen. Dort scheint man ja im staendigen Hungerstreik - im Informationshungerstreik - zu sein. Dabei sind Loesungen (informationen) wie sand am Meer da und realistisch. Nur am Rande, will den Hungerstreik nicht weiter stoeren. Also: Fleischverzehr/produktion reduzieren. Anbau und Handel effizienter, faerer machen. In vielen Punkten ist es das Problem nur Ineffizienz, Verschwendung, Kapitalismus. Und und und...

RE: Bandyman um 10:18; @Hador Goldscheitel

***Wenn sie möchten, dürfen sie aber gerne mit leuchtendem Beispiel vorangehen und Ihre These an sich selber testen. Ich schätze mal : Nein, das wird nicht passieren, weil es ja die anderen, die in Afrika sind, die sich so unerhört vermehren, richtig?***

Da Sie mich direkt ansprechen:

Ich habe mich während meiner Tumorerkrankung dafür entschieden, keine Kinder zu zeugen, aus Verantwortung. Da ich nicht sicher sein kann, ihnen als Vater dauerhaft zur Seite stehen zu können, habe ich auf eine Vaterschaft verzichtet. Heute gelte ich als geheilt, an meiner Einstellung hat sich aber nichts geändert.

Gleichwohl engagiere ich mich in nicht unbedeutender Art und Weise für die jungen Menschen hier in Deutschland. Für die sichtbaren Schwachen, wie auch die fast unsichtbaren Schwächsten hier in unserem Land.

Dieses Glück haben wohl die wenigsten Kinder in Afrika. Stattdessen verschärft sich die Lage dort zusehens.

Gruß Hador

Prioritäten

Wenn man es noch nicht einmal schafft die Menschheit zu ernähren, nicht weil es nicht möglich wäre, sondern weil ganz offensichtlich der Wille dazu fehlt, dann erscheint der gemeinsame Kampf gegen den Klimawandel völlig illusorisch.
Der hungernde Teil der Weltbevölkerung hat zumindest andere Prioritäten und kann den preissteigernden Missbrauch von Anbauflächen für Bioheizmasse und Biosprit wohl kaum nachvollziehen.

09:47 von unbutu77

"wenn wir unsere Massen an Tieren mit billigen Futtermitteln aus den Tropen füttern bleibt für andere Menschen nichts über...."

Und wir füttern unsere Autos mit Erzeugnissen vom Acker, weil wir die mehr mögen als diese Hungernden, mir geht es jedenfalls so. Und wo wir wollen, verwandeln wir weiteres Land in Autobahnen, Logistikhallen, Landebahnen, Golfplätze, Rennstrecken usw. Die armen Menschen, wie sie hungern, die tun uns aber schon irgendwie Leid, ist schon so, das können wir trotzdem so daher sagen. Zu Weihnachten werden ich den Präsidenten von denen eine Spende zum Verteilen überweisen.

Durch Verallgemeinerung zur Verharmlosung

Warum wird nicht klar benannt, was der der derzeit wirkliche Hauptgrund für den eklatanten Anstieg des Hungers auf der Welt ist? Lockdown, Einschränkungen und unsere bisherige Strategie mit der Pandemie umzugehen. Im Artikel werden diverse Gründe genannt, dann fällt die Pandemie nicht so auf. Die Welthungerhilfe sieht das offensichtlich aber anders, wenn man recherchiert.
Die Welthungerhilfe formuliert dies deutlich auf ihrer Homepage.
Ein Vergleich:
2019 waren es 135 mio Menschen die an lebensbedrohlichen Hunger litten- 2020 155mio. Das ist ein Anstieg von 13% innerhalb eines Jahres. Die Zahl der in Armut lebenden Kinder ist von 575 mio auf 725 mio gestiegen etc. etc. Auf der Seite der Welthungerhilfe gibt es noch diverse weitere Zahlen und das Verhalten der westlichen Welt und der Umgang mit der Pandemie, wird überall als Hauptparameter benannt.
Palmer hat für eine, zwar ungeschickt formulierte, aber dennoch inhaltlich richtige Aussage zu diesem Thema deutschlandweit Prügel bezogen

Recht haben Sie @12:28 von Margitt

>>> Wenn man sieht, dass wir hier sogar Fleisch aus Südamerika importieren oder das Futter wie Soja von dort importieren müssen, weil für unsere gigantische Nachfrage nach Fleisch die Ackerböden für den Futteranbau zu gering sind, dann zeigt dies, dass wir viel zuviel Fleisch essen. Der Fleischkonsum hat also eine Mitschuld daran, dass Menschen auf der Welt verhungern. >>>

Ich gehe mit Ihrem gesamten Kommentar völlig konform!

Möchte nur ergänzen, dass Deutschland sehr viel Schweinefleisch exportiert..... vorallem nach China.

Aber Ja in Deutschland ist der Fleischverzehr enorm und eine enorme Selbstverständlichkeit. Morgens Wurst, Mittags Schnitzel, Abends Grillhähnchen (nur als Beispiel) das ist kompletter Irrsinn!

@12:33 von das ding

"40 Millarden Euro wuerden helfen? Also wenn's um Geld geht... 216 Milliarden Euro in Fort Knox. Glaenzt da sinnlos vor sich hin. 272 Milliarden Euro in Gold (von 60 Staaten) in der Federal Reserve Bank of New York. (Und fuer den neuesten Flugzeugtraeger blaettert die USA 13 Milliarden Dollar hin.) Es beweist die Unwilligkeit, Geld fuer Humanitaet auszugeben."

Das mit dem Willen bzw. den Prioritäten sehe ich ähnlich.
Gestern wurde noch vom Artenschutz berichtet, den man sich 175 Mrd./Jahr kosten lässt, was natürlich notwendig ist. Doch gemessen daran nicht im Stande zu sein weitere 40 Mrd. für hungernde Menschen aufzubringen ist grotesk.

Am 14. Oktober 2021 um 10:48 von covid-strategie

Genau dieser sogenannte Festpreis bei garantierter Abnahme der Ernte sichert eben in den meisten Fällen nicht die Existenz der Bauern.
Haben sie schon in Entwicklungsländer gesehen wie es abläuft?
Weit bevor es zur Ernte kommt kommen Großhändler zum Bauern Kauf ihnen großzügig die komplette Ernte ab, wo natürlich das Risiko einer schlechten Ernte schon eingekreist ist.
Für den Farmer, meist mit geringer Bildung ,ist es dann viel Geld was er auf einmal sieht, sie haben in der Regel kein Wissen über Marktpreise, sehen nur wieviel auf dem lokalen Markt verdient werden kann.
Da ist der Preis, da in einer Region oftmals alle Farmer dieselbe Produktpalette verkaufen, naturgemäß niedriger als der tatsächliche.
Nicht umsonst versuchen einige wenige Handelsketten Fairtrade durchzusetzen.
Es wäre sicher interessant wieviel Geld beim Kaffeebauern mehr ankommt bei der actuell schlechten Ernte und steigenden Kaffepreis hier.
Wäre doch sicher interessant mal zu Recherchieren für Journalisten

Case Study Simbabwe

Zitat: "Wir müssen Hunger- und Armutsbekämpfung endlich als vorausschauende Friedenspolitik verstehen - und ganz oben auf die Agenda der Weltpolitik setzen", forderte Müller vor dem Welternährungstag am 16. Oktober."

Hrn. Müller kann ich nur beipflichten, jedoch auch anempfehlen, über die Ursachen des Problems und, davon abgeleitet, geeignete Maßnahmen nachzudenken.

Hierzu mag das Beispiel Simbabwe dienen, das als es noch Britisch-Rhodesien hieß ein wohlhabendes Land war, das sich und weite Teil des Südens Afrikas mit Lebensmitteln versorgen konnte.

Ebenso war der Lebensstandard von Schwarzen war vor 1980 größer in British-Rhodesien deutlich höher als im heutigen Simbabwe, wo die UN pro Jahr bis zu 45 Mio. Tonnen Getreide importieren muss, um Hungersnöte zu vermeiden.

Das Problem scheint also ein betriebswirtschaftlich-organisatorisches oder vielleicht auch zivilisatorisches zu sein.

Q:

"https://www.economist.com/middle-east-and-africa/2002/06/27/from-breadbasket-to-basket-case"

12:28 von Margitt

"Verzicht auf Fleisch"- Grundsätzlich richtig, daß eine Einschränkung des Fleischkonsums sinnvoll wäre.
"Wäre, wäre, ... Fahrradkette"- so sagte es Lothar Matthäus.
Auch in dieser Frage gilt, daß es eben nur global geht.
Der Kopf sagt das Eine, der Bauch das Andere... Fleisch schmeckt einfach gut. An das Leid der Tiere denkt niemand, wenn er genüßlich "sein" Schnitzel verspeist oder "sein" Chateaubriand in einer kräftigen Rotweinsauce, dazu den Cabernet Sauvignon... Hauptsache, das Fleisch kommt vom glücklichen Metzger.
Übrigens "produzieren" wir hierzulande auch Schweinefleisch für den chinesischen und Rindfleisch für den arabischen Markt, letzteres als "Lebendtransport"- furchtbar...
Nein, mir gefallen die Haltungsbedingungen der Tiere gar nicht. Ein Umdenken erwarte ich aber nicht, schon gar nicht global, leider.

@12:47 von Blitzgescheit

"Ebenso war der Lebensstandard von Schwarzen war vor 1980 größer in British-Rhodesien deutlich höher als im heutigen Simbabwe, wo die UN pro Jahr bis zu 45 Mio. Tonnen Getreide importieren muss, um Hungersnöte zu vermeiden.

Das Problem scheint also ein betriebswirtschaftlich-organisatorisches oder vielleicht auch zivilisatorisches zu sein.

Q: "https://www.economist.com/middle-east-and-africa/2002/06/27/from-breadbasket-to-basket-case""

Wohl wahr, in diesem Fall. Doch bevor daraus jemand schliesst, dass Kolonisation/Ausbeutung eine gute Idee war, sollte man diese doch eher als die Ursache der chaotischen korrupten Zustände begreifen. Auch in Südafrika ging aus den Trümmern keine blühende Gesellschaft hervor. Wie im Artikel beschrieben hat man es bis heute nicht geschafft das Kapital bzw. den Landbesitz neu zu ordnen.

12:53 von bolligru

"Ein Umdenken erwarte ich aber nicht, schon gar nicht global, leider."

Das globale Problem hat vorallm nationale Loesungen. Tatsaechlich geht es hier um tausend kleine Schritte.. die beharrlich im ebenso Kleinen behindert werden. Was waere wenn Biden sagt, das Landwirtschaft in den USA umgebaut werden muesste? Global egal, aber die texanischen Rinderzuechter wuerden das Kapitol stuermen. Und wie oft haben in Europa Bauern mit ihren Treckern gegen Reformen prostestiert und wie oft hat der Landwirtschaftsminister etwas sinnvolles abgelehnt? Hier fehlte es immer an Mut, dann mit Beharrlichkeit in kleinen Schritten trotzdem weiterzumachen. Letzlich muessten einfach gewissen Gesetze schaerfer werden und sich total von den Lobbies freimachen. Das ist national, da faengt man an - nicht global.

12:47 von Blitzgescheit

"https://www.economist.com/middle-east-and-africa/2002/06/27/from-breadbasket-to-basket-case"

Ein Information vor einer Paywall. Das ist wahrlich blitzgescheit.

12:53 von bolligru: Umdenken könnte etwas ändern ...

< Fleisch schmeckt einfach gut. An das Leid der Tiere denkt niemand, wenn er genüßlich "sein" Schnitzel verspeist oder "sein" Chateaubriand in einer kräftigen Rotweinsauce, dazu den Cabernet Sauvignon... >
Als ich noch zu den Fleischessern gehörte, dachte ich wohl ähnlich.

Seitdem ich aber kein Fleisch mehr esse, gelüstet es mich überhaupt nicht mehr nach Fleisch. Ja, ich ekele mich mittlerweile vor Fleisch und könnte es nicht mal mehr essen.

Hingegen freue ich mich, wenn ich ein gutes vegetarisches oder veganes Gericht essen kann. Mir schmeckt das besser.
Und: Auch mein Gewissen ist besser, weil mir es wichtig ist, dass Tiere nicht leiden müssen.

Meine Behauptung ist daher, dass jeder umdenken kann und es vermutlich nicht bereuen wird, wenn er ganz auf Fleisch verzichtet.
Es dürfte sogar eine Verbesserung des Genusses beim Essen bedeuten.

Globalisierung und Spekulation Ursache f.d. Hunger.

Die Globalisierung kann durchaus positiv für weltweiter Handel und Wirtschaft sein. Für die Nahrungsmittelproduktion und Distribution hat es teilweise dramatische Folgen gehabt. Die subventionierte Massenindustrie in den Industrieländer hat zu einem drastischen Preiswettbewerb in den Entwicklungsländern geführt und damit zu einem starken Rückgang der örtliche Lebensmittelproduktion. Krieg und Distribution haben mit dazu beigetragen.

Die Spekulation konnte erst gedeihen in globalisierte Märkte, erst Massenproduktion und Massendistribution machen Spekulation móglich. Dazu kommt das die Nahrungsmittel durch die technologische Entwicklung lange haltbar geworden sind , auch dies macht Spekulation möglich.
Die Folge negative Naturentwicklungen werden durch die Spekulation dramatisch verstärkt. Aus Hunger wird Hungersnot, wird Krieg und wird Tot.

Die Lösung lehrt den Entwicklungsländer selber wieder zu produzieren, zumindest für den lebensnotwendigen Teil der Nahrungsmittel.

Nachsatz zu meinem Kommentar 12:53

In dieser Frage bin ich tiefgrün, ausnahmsweise.
Die Politik ist gefordert. Es müssen die Haltungsbedingungen der Tiere geändert werden. Transporte dürften nicht weiter als 100 km gehen. Futter müßte lokal produziert werden.
Ein frommer Wunsch, das weiß ich wohl. Die Lobbyarbeit der Großschlachtereien wird es verhindern und vor allem, die europäischen Regelungen.
Export von "Fleischabfällen" nach Afrika müßte unterbleiben und stattdessen müßten die lokalen "Produzenten" dort gefördert werden.
Vielleicht sollte der Export von Fleisch ganz untersagt werden, auch innerhalb des europäischen Raums.
Ein Umdenken ist notwendig. Das hätte gewaltige wirtschaftliche Folgen, so viel ist klar. Deshalb glaube ich nicht, es erleben zu dürfen.

um 12:53 von bolligru

"Auch in dieser Frage gilt, daß es eben nur global geht."

Dieses Argument ist wohl das abgedroschenste, das immer wieder angeführt wird. Aber Umdenken fängt beim Einzelnen an.
So ganz kann ich mich nicht der Vermutung entziehen, dass auch sie ihr Mitgefühl nicht wirklich ernst nehmen.
Es ist ja diese resignative Haltung, die gemeinsames Handeln von immer mehr Menschen entgegnsteht.

Eine wesentliche Ursache ist die Überbevölkerung

Diese Artikel lese ich nun schon seit mehr als einem halben Jahrhundert, doch die unkontrollierte Vermehrung der Menschen schreitet weiter voran. Wenn ich selbst nichts zu essen habe, kann ich nicht unentwegt Kinder in die Welt setzen, wohlwissend, dass sie verhungern werden. Das ist überaus egoistisch und völlig realitätsfern.

Natürlich spielt auch der Klimawandel eine weitere große Rolle, aber gerade im Hinblick darauf, muss ich doch sehr genau überlegen, ob ich meinen Kindern so ein Leben zumuten möchte.

Einfach nur Geld und Getreidelieferungen in diese Länder zu pumpen, hilft den Menschen dort nur sehr bedingt. Sie müssen auch selbst für ihr Auskommen sorgen und z.B. Ihre Warlords davon jagen und vor allem nicht alle in die EU flüchten wollen, wo die große Mehrheit direkt nur in die Sozialssysteme einwandert, ohne eine Perspektive zu haben. Das schwächte Handlungsfähigkeit der EU enorm und massiv die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Scheinheiligkeit

Grund des Hungers ist außer der Überbevölkerung, die aber auch auf Armut basiert, unser jahrelanger Aktien-Hyperboom.
Und dem "billigen Geld", was natürlich den Banken und Aktiengesellschaften vorbehalten ist.
Wenn die Politik (von der Wirtschaft genehmigt) dafür sorgen dürfte, dass wir erst mal Bananen und Kaffee und unsere ausländischen Zulieferer angemessen bezahlen würden, wäre schon viel getan.

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