Kommentare

Bis 2030

Wie immer nur heiße Luft und er ist noch nicht mal bindend der Beschluss. So langsam beschleicht mich der Verdacht, das die meisten Staatlenker gar nicht wollen . Wir haben keine Zeit mehr, es auf die lange Bank zu schieben, wenn wir nachfolgenden Generationen noch eine eigener Maßen bewohnbare Welt hinterlassen wollen .

Flora und Fauna

Gemeinhin wird bei "Artenschutz" vorwiegend an den Tierschutz gedacht.
Wer sich in der der Natur in Deutschland auskennt, dem fällt aber auf, daß der Artenschwund bei Pflanzen beträchtlicher ist. Wo gibt es noch Wiesen, wo außer Löwenzahn noch etwas blüht? Wo sind die Knabenkräuter ud andere Orchideen geblieben? Wo Glockenblumen, Skabiosen und Himmelschlüssel? Auch die Pilzwelt ist dank des Sickstoffeintrags aus der Luft z.B. in den Wäldern um München stark zurückgegangen und das Brombeergestrüpp zum Bodendecker geworden!

Atratos

Das gibt's hier im Odenwald alles noch.

Mehr Artenschutz würde ja nicht nur geringeres Wachstum, sondern negatives Wachstum, sprich Rückgang, bedeuten.

Und genau das geht nicht.
Das ist mit Kapitalismus nicht vereinbar.

Es wird also nur gelabert, damit es so aussieht, als kümmere man sich.

@ atratos 15:35

Ich gebe Ihnen Recht, allgemein wird Artenschutz nur auf den Tierschutz reduziert , dabei gehört das ganze Öko System dazu . Aber man merkt , das viele ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben . Manche Tiere und Insekten sind spezialisiert auf eine Pflanzenart und wenn die nicht mehr da ist stirbt diese Gattung aus .

Richtiger Ansatz

Dass Natur- und Artenschutz zunehmend international gedacht wird, ist sicher der richtige Ansatz. Nur EIN Beispiel: Unsere nationalen Schutzbemühungen für den Kranich, der bei uns vor allem in Feuchtgebieten von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg brütet, wären sinnlos, wenn in Spanien die Überwinterungsgebiete der Art verloren gingen. Anders gesagt: Indem wir die Steineichenwälder in der spanischen Extremadura schützen, pflegen und erhalten, schützen wir auch den Kranich in Deutschland.

Willensbekundungen ("Die Vertragsstaaten bekunden damit zunächst wieder ihren guten Willen") und die ständige Wiederholung längst allgemein bekannter Tatsachen "Auch warnen sie vor den Gefahren für die Lebensgrundlagen der Menschen") ändern nichts daran, dass diese Gefahren in immer schnellerem Tempo immer stärker zunehmen, was ob der jährlich neuen "Rekord"-Wetterextreme und deren immer drastischeren zerstörerischen Auswirkungen inzwischen jeder gemerkt haben dürfte.

Und die "Resultate" dieser Konferenzen dürften Besorgnisbekundungen wie diese: "Es wird die "große Sorge" geäußert, dass die Krise des Verlusts der Artenvielfalt, des Klimawandels, der Landzerstörung und Wüstenbildung, der Schädigung der Meere und Umweltverschmutzung "die Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Nahrungssicherheit verstärkt"
als das entlarven, was sie sind: Leere Worte, die allen klar machen müssten, dass sie sich selbst (mit ihren Mitbürgern) um ihre Zukunftspläne kümmern müssen um eine zu haben.

Ohhhh

"Land- und Seenutzung müssten geändert werden, der Schutz von Ökosystemen verbessert, der Klimawandel abgeschwächt, die Umweltverschmutzung verringert und Raubbau verhindert werden, heißt es darin weiter."

Das habe ich schon in der Schule gelernt. Das war vor über 20 Jahren. So viel Zeit ist bis 2030 aber nicht mehr.

"Einem UN-Bericht zufolge müssen die weltweiten Ausgaben für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur in diesem Jahrzehnt verdreifacht werden, um ein massenhaftes Artensterben zu verhindern."

Wenn das nur helfen würde, aber das wird es nicht. Jeder Extraeuro, der da rein fließt, wird vom Bezahlenden als Ablasshandel verstanden werden wie in den letzten Jahren auch. Mein Auto verbraucht weniger? Dann kann ich mir ein größeres Leisten.

Dieser Gipfel ist für mich der zweite große Indikator dass es schon zu spät ist.

Der Klimawandel - aus welchen

Der Klimawandel - aus welchen Gründen auch immer - fordert anscheinend die Politiker so sehr heraus, dass es zu rigidesten Maßnahmen führt. Ich wette, nur dort, wo es ihnen nicht so weh tut, also beim Steuerzahler und nicht den Unternehmen. Solange die Politik durch und durch korrupt ist (wir brauchen uns darüber nicht unterhalten), wird das auch mit dem Artenschutz nichts. Die kriegen ja nicht mal Glyphosat sofort verboten. Es ist eine seltsame Veranstaltung.

@ Carpe noctem 16:11

Sicher ist es der richtige Ansatz. Eine Frage : Sind nur die Steineichen geschützt oder das komplette System ?

@ OrwellAG 16:21

Das Problem ist meines Erachtens, das Dogma, das vorherrscht : Jährliche Steigerung gleich Wohlstand und Wirtschaft bringt Wohlstand. Es ist einfach nur difiniert durch überwiegend Materiellen Sachen . Eine neue Skalierung muss her .

16:24 von Dr. Cat

Hallo Dr. Cat,
es werden nicht nur die Steineichen geschützt, sondern der Lebensraum als Ganzes. Diese Lebensräume nennt man in Spanien "Dehesa". Das sind extensiv genutzte Weidewälder, in denen - unter anderem - frei laufende Schweine mit Eicheln gemästet werden. Glücklicherweise produziert ein gesunder Baum jährlich etwa 50 Kilogramm Eicheln, sodass für die Kraniche noch jede Menge übrig bleibt. So ist das Überleben im Winter gesichert. Dass der Kranichbestand in Deutschland wieder zugenommen hat, ist auch diesem Umstand geschuldet.
Der Schutz der Dehesas erfolgt unter anderem über das europäische Schutzgebietssystem "Natura 2000".

15:35, atratos

>>Auch die Pilzwelt ist dank des Sickstoffeintrags aus der Luft z.B. in den Wäldern um München stark zurückgegangen und das Brombeergestrüpp zum Bodendecker geworden!<<

Das „Brombeergestrüpp“ ist ein wertvolles Biotop, das unzähligen Tierarten Schutz und Nahrung bietet.

Bodendeckend wuchs Rubus fruticosus agg. schon immer.

15:35 von atratos

Dass der Pflanzenschwund beträchtlicher ist als der Artenschwund in der Fauna, wird man kaum sagen können, weil wir gar nicht wissen, was zum Beispiel alles an Insektenarten verschwindet.

Sicher verschwinden auch Pflanzen, aber Knabenkraut, Glockenblumen, Skabiosen und Himmelschlüssel (Sie meinen wahrscheinlich die echte Schlüsselblume) würde ich nicht dazuzählen. Die sehe ich doch sehr häufig. Ganz im Gegensatz etwa zur Kornblume, die man einst in jedem Getreidefeld fand.

Tolle Überlegungen, dann kommt das Aber

Wie oft lesen und hören wir die Absichtserklärungen aus allen Winkeln der Welt. Man will, man muss, sollte, könnte, würde. Von den großen Ankündigungen bleibt meist nicht mehr als ein schaler Geschmack. Und die Bemühungen dieser Treffen konzentrieren sich wieder auf die üblichen Entschlossenen, die aber nicht die weltumspannende Gemeinschaft sind, sondern einzelne. Wirtschaft, Versorgung der Bevölkerung, Zaudern bestimmen dann nach Belieben die Politik. Die einen brechen ihre Gesellschaft um, die anderen pusseln ein bischen vor sich. So wird der Artenerhalt sicher nichts. Ernsthaftigkeit und Bereitschaft zurückzustecken, den hohen Anspruch des Menschen in alle Richtungen zu kappen und endlich eine vernünftige Brücke zwischen den Lebensfeldern von Mensch, Natur und Umwelt zu schaffen, hat kaum eine Chance, wenn man nicht auch Bildung und Unterrichtung zu den Menschen als verpflichtende Teilnahme bringt. Es gibt zu viele Einzelne, die sich nicht angesprochen fühlen oder kneifen.

@ Carpe noctem 16:41

Da für die Information. Hoffentlich wird nicht noch extensiver genutzt und die Bäume bleiben gesund.

Hoffentlich

TS: "Auf die Konferenz in Kunming folgen im Januar weitere Verhandlungen, bevor die neue Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt - dann mit konkreten Zielen - bei einem Treffen vom 25. April bis 8. Mai wieder in Kunming verabschiedet werden soll."

Ich hoffe innigst, dass es zu gutem und handfesten Ergebnissen kommt.

"Umweltverbände kritisieren, dass die Bundesregierung rund 67 Milliarden Euro für umwelt- und naturschädigende Subventionen pro Jahr ausgibt - unter anderem für Landwirtschaft und Fischerei."

Wenn das so stimmt, weshalb tut sie das?

Einfach und günstg

Am einfachsten und am günstigsten wäre es, wenn 'wir' erst einmal weniger veschwenderisch wären (zb. wievile Lebensmittel werden pro Kopf bei uns weggeworden?), denn dann würden 'wir' weniger Natur brauchen, zerstören müssen. Aber das passt ja nun leider überhaupt nicht zum geforderten Wachstum von Wirtschaft und Wohlstand - einem überkommen Ansatz (an dem 'man' aber trotz besseren Wissens festhält) - wie alle bald werden lernen müssen.

15:33 von Dr. Cat

"Wie immer nur heiße Luft und er ist noch nicht mal bindend der Beschluss. So langsam beschleicht mich der Verdacht, das die meisten Staatlenker gar nicht wollen ."

,.,.,

Aus dem Artikel geht für mich anderes hervor.

Der Verdacht, der MICH beschleicht:
manche User - hier im Forum sogar die meisten - denken grundsätzlich destruktiv.

Alle positiven Ansätze werden ins Negative verdreht.

Statt zarte Neuanfänge zu unterstützen, werden sie zertrampelt.

Die Pyramide

Wissen
Wollen
Können
Tun
.
Es hat lange gedauert, bis die Probleme überhaupt zur Kenntnis genommen wurden.
Nun redet man halt einige Jahre darüber, was man will.
Dann dauert´s wieder einige Jahre um zu ermittel, welche Mittel man dafür braucht.
Hoffen wir, dass endlich das Tun nicht zu spät kommt!

@16:52 von Oppenheim

"Die einen brechen ihre Gesellschaft um, die anderen pusseln ein bischen vor sich. So wird der Artenerhalt sicher nichts. Ernsthaftigkeit und Bereitschaft zurückzustecken, den hohen Anspruch des Menschen in alle Richtungen zu kappen und endlich eine vernünftige Brücke zwischen den Lebensfeldern von Mensch, Natur und Umwelt zu schaffen, hat kaum eine Chance, wenn man nicht auch Bildung und Unterrichtung zu den Menschen als verpflichtende Teilnahme bringt."

Wer verfügt denn über die Bildungsinhalte? Es ist doch noch nicht einmal geklärt ob eine moderne Zivilisation selbst bei optimalen Umstrukturierungen überhaupt umweltneutral leben kann. Die schon heute Überzeugten wissen jedenfalls nicht wie sie selbst umweltneutral leben bzw. konsumieren können. Mit reiner Ideologie macht man keinerlei Fortschritte.

zweierlei Wachstum

@ 15:45 von Bender Rodriguez

"Mehr Artenschutz würde ja nicht nur geringeres Wachstum, sondern negatives Wachstum, sprich Rückgang, bedeuten.

Und genau das geht nicht.
Das ist mit Kapitalismus nicht vereinbar."

Ich weiß nicht, ob ich sie richtig verstehe. Ich antworte darauf, wie ich Sie verstehe.

Ja, Sie haben recht. Beide Arten von Wachstum sind nebeneinander nicht möglich. Das Grundprinzip des Kapitalismus und auch und die Verwechslung von Wohlstand mit Konsumismus steht dem entgegen.
Entsprechend der sogenannten "Tragik der Allmende", der ausschließlich Blick aufs Iindividualinteresse ruiniert letztlich das Ganze.

@Am 13. Oktober 2021 um 17:06 von Sausevind

> [..] Statt zarte Neuanfänge zu unterstützen, werden sie zertrampelt. <

Für zart Neuanfänge ist es schon viel zu lange viel zu spät!

@ „Brombeergestrüpp“

"Das „Brombeergestrüpp“ ist ein wertvolles Biotop, das unzähligen Tierarten Schutz und Nahrung Das „Brombeergestrüpp“ ist ein wertvolles Biotop, das unzähligen Tierarten Schutz und Nahrung bietet."

Hier ist sie wieder, die von mir gegeißelte Einseitigkeit zugunsten der Tierwelt! Außerdem: die Verbreitung niederliegender Brombeerarten im Schattenbereich unserer Hochwälder beobachte ich erst seit den letzten Jahrzehnten, seit die mehrfache Gülleentsorgung im Jahr von Großställen gang und gäbe ist. Eine Tierart, die evt. vom Brombeerdickicht profitieren könnte ist der Zaunkönig, eine Erholung dessen Population konnte ich aber nicht beobachten. Nennen Sie doch bitte einige Tierarten, die davon profitieren!

Zustimmung

@ 16:38 von Dr. Cat

"Das Problem ist meines Erachtens, das Dogma, das vorherrscht : Jährliche Steigerung gleich Wohlstand und Wirtschaft bringt Wohlstand. Es ist einfach nur difiniert durch überwiegend Materiellen Sachen . Eine neue Skalierung muss her ."

Ich denke, Sie treffen es richtig mit dem Wort Dogma. Nicht mehr wie früher "ex cathedra", es ruht eher auf einer "säkularen Religion".

Hoch lebe Edward Bernays!

Das ist alles nur PR in eigener Sache, was die Länder dort erklären.
Und bevor man wieder mit dem Finger auf andere zeigt : die europäische Kommission hat Deutschland verklagt, weil es systematisch zu wenig Naturschutzgebiete ausgewiesen hat.
Stand auch hier auf tagesschau.de am 18.02.2021.

Zumindest den Bienen wäre einfach zu helfen,

denn diese stehen total auf die vorallem männlichen Cannabispflanzen (und werden dabei nicht high). Eine Legalisierung würde daher auch bedeuten, dass wir den Bienen effektiv helfen können, ohne dafür eine Lizenz zum Anbau zu brauchen.

Keine Pestizide und dazu mehr Grünflächen zwischen den Äckern, ja sogar die Böden und die Grundwasserqualität würden profitieren. Mal abgesehen davon, dass die Pflanze nach der Blüte für viele andere Dinge genutzt werden kann und sehr schnell wächst, ohne große Anforderungen zu stellen.

Kurz und knackig hier zu lesen:

https://www.jetzt.de/umwelt/cornell-universitaet-bienen-moegen-hanfpflanzen

Da können Politiker vom Artenschwund reden,

soviel wie sie wollen, wenn halb Schleswig Holstein mit Mais für Biogasanlagen bepflanzt werden.
Das hilft der Artenvielfalt bestimmt nicht.
Dazu noch die riesigen Solarparks , die 2 meterhoch eingezäunt werden.
Wer nun mehr Artenvielfalt will muß diesen Wildwuchs Einhalt gewähren.

der Witz des Tages

gerade China mit der traditionellen Heilmedizin ist für das Aussterben und Ausrotten von tausenden Tierarten verantwortlich

@ Sausevind 17:06

Ich würde ja gerne positiv denken, nur das Problem ist , wann hört seit der ersten Klimakonferenz Absichtserklärungen und Ankündigungen und was ist , nichts. Wieviele angebliche positive Ansätze sollen den noch kommen ? Zarte Neuanfänge? Es ist nicht destruktiv, wenn man sagt , es ist keine Zeit mehr für Gelaber, sondern es muss jetzt Zeitnah was umgesetzt werden . Die Forscher haben doch schon alles festgehalten .

@R. B., 17:20 (re @ 15:45 von Bender Rodriguez)

"Mehr Artenschutz würde ja nicht nur geringeres Wachstum, sondern negatives Wachstum, sprich Rückgang, bedeuten.
Und genau das geht nicht.
Das ist mit Kapitalismus nicht vereinbar."
---
"Ich weiß nicht, ob ich sie richtig verstehe. Ich antworte darauf, wie ich Sie verstehe.
Ja, Sie haben recht. Beide Arten von Wachstum sind nebeneinander nicht möglich. Das Grundprinzip des Kapitalismus und auch und die Verwechslung von Wohlstand mit Konsumismus steht dem entgegen.
Entsprechend der sogenannten "Tragik der Allmende", der ausschließlich Blick aufs Iindividualinteresse ruiniert letztlich das Ganze"

Ich würde es kurz und knapp so zusammenfassen: Kapitalismus und das Überleben der "höheren Arten" (zu denen bekanntlich der Mensch zählt) sind nicht vereinbar.

@ R.B. 17:37

Es wurde sich immer mehr dem Mammon verschrieben und suggeriert wie toll es ist . Nur die Kehrseite der Medaille hat man nicht gezeigt. Wie heißt es so schön , der Tanz um das Goldene Kalb .

@ Nettie 18:24

Und was folgern wir daraus ? Die "höhere Art " Mensch wird sich zum Schluss selber ausrotten. Entschuldigung Sie meinen Sarkasmus. Vor allem was wir für Leid bringen , ist unvorstellbar, den Mitgeschöpfen und auch anderen Menschen.

17:36 von atratos

Tierarten, die von Brombeergestrüpp profitieren

Sie hätten das leicht auch selbst finden können, aber bitteschön:

https://www.nabu-dietzenbach.de/2016/07/17/die-brombeere-stacheliger-nac...

16:50 von fathaland slim

«Das „Brombeergestrüpp“ ist ein wertvolles Biotop, das unzähligen Tierarten Schutz und Nahrung bietet.
Bodendeckend wuchs Rubus fruticosus agg. schon immer.»

Kennt man als Biologe diese ganzen Lateinischen Namen für Pflanzen und Tiere immer auswendig für sofort parat? So was wüsste ich auch gerne …

Steht "agg." beim Brombeergestrüpp am Ende für "aggressivum" …?

So kam mir das Zeug mit den Dornen (oder Stacheln) jedenfalls immer vor, wenn wir Kinder mit den Erwachsenen Brombeeren pflücken waren für Marmelade und Brombeergelee.

17:21 von perchta

"Für zart Neuanfänge ist es schon viel zu lange viel zu spät!"
*
Hurra, wir leben noch.
Dann wird es noch nicht zu spät sein, denn ändern können wir den Raubbau des Menschen noch!
Wer allerdings pessimistisch den Kopf in den Sand steckt, von dem ist auch keine Hilfe zu erwarten.
Ich glaube an die überwiegende Vernunft, den gesunden Menschenverstand!
Wer aufgibt, gibt sich verloren!

EU-Agrarpolitik ist ein Problem für den Artenschutz

Europas Problem beim Artenschutz heißt vor allem "EU-Agrarpolitik", denn die ist in gewisser Weise schizophren:
Einerseits haben wir mit "Natura 2000" ein Schutzgebietssystem, durch das für den Artenschutz eine Menge erreicht werden konnte.
Andererseits profitieren von der EU-Agrarpolitik finanziell vor allem große und intensiv geführte Betriebe, auf deren Flächen die Artenarmut eklatant ist.
Im Ergebnis heißt das: Hier die (relativ kleinen) artenreichen Schutzgebiete - dort (großräumige) intensive und artenarme Land- und Forstwirtschaft.
Viele seltene Arten können sich so nur noch in Schutzgebieten halten, eine Ausbreitung von dort in andere Gebiete (gilt v. a. für Pflanzen) ist schwer bis unmöglich. Eine Bestandserholung ist so nicht machbar.
Ein Lösungsansatz wäre eine vernünftige Finanzierung extensiver Landnutzungsformen - mit deren Hilfe seltene und spezialisierte Arten wieder die Chance bekommen, aus ihrem "Schutzgebietsgefängnis" zu entkommen und andere Räume zu besiedeln.

18:53 von davidw.

<< 17:21 von perchta
"Für zart Neuanfänge ist es schon viel zu lange viel zu spät!"
*
Hurra, wir leben noch.
Dann wird es noch nicht zu spät sein, denn ändern können wir den Raubbau des Menschen noch!
Wer allerdings pessimistisch den Kopf in den Sand steckt, von dem ist auch keine Hilfe zu erwarten.
Ich glaube an die überwiegende Vernunft, den gesunden Menschenverstand!
Wer aufgibt, gibt sich verloren! <<

.-.-.-.

Danke.

Auch zieht einen diese permanente destruktive Einstellung selber runter.

Ich muss manchmal von hier flüchten; man geht daran ja schier kaputt.

@Sausevind

„ Der Verdacht, der MICH beschleicht:
manche User - hier im Forum sogar die meisten - denken grundsätzlich destruktiv.“

Man hat das halt alles schon zu oft gehört und passiert ist relativ wenig. Gestern aus 1.Hand erfahren, dass Flächen an einem Fluss. die der hiesige Naturschutz kaufen wollte, jetzt an einen Bauunternehmer als Ausgleichsfläche gehen, weil der CDU-Ratsherr dagegen gestimmt hat, die Flächen dem Naturschutz zu übergeben. Wenn das schon im Kleinen nicht funktioniert, wie soll das weltweit gehen?
Und zum Brombeergestrüpp, natürlich ist auch das gut für Tiere, aber nicht, wenn es alles andere überwuchert und erstickt.

Warum steht im Artikel in der Liste zuerst

Der Artenschutz und erst dann der Klimaschutz?.
Weil es einfach Sinn macht und logisch ist. Allerdings kann man mit Artenschutz kein Geld aus den Leuten pressen, kaum jemand kratzt es wenn irgendwo eine Ameisen oder Fliegenarten aus stirbt. Aber den Leuten zu suggerieren wir werden "verbrennen, ertrinken oder von Klimafluchtlingen über rannt" das lockert schon eher die Bereitschaft zu zahlen.
Nur ohne eine Vielzahl von Arten sowohl in Fauna als auch Flora garantiert ein überlebenden. Der Klimaschutz allein eher weniger. Artenschutz geht aber nur mit , und das geht schnell ohne neue Techniken schneller Ausstieg aus extensiver Landwirtschaft, Umkehr in der Landwirtschaft zu einer Kreislaufproduktion unter Einbeziehung neuer Umwelt und Natur freundlicher Methoden.
Wir können lange diskutieren, so lange Wälder abgeholzt, in Europa der Boden ausgebeutet wird plus verseucht ändert sich nichts. Wie das geht ist einfach kostet nichts und hilft allen.

@Dr. Cat, 18:38

"Und was folgern wir daraus ? Die "höhere Art " Mensch wird sich zum Schluss selber ausrotten"

Nur, wenn sie so weitermacht wie bisher und die Verantwortung für ihr eigenes Schicksal in die Hände anderer legt indem sie weiter zulässt, dass die darüber "bestimmen".
Und die meisten Menschen wollen das m.E. nicht, sondern sehen sich gezwungen, Gesetzen, an deren Erlassung sie in keinster Weise beteiligt waren (damit sind hier also ausschließlich politische und nicht Naturgesetze gemeint) zu folgen, um kurzfristig überleben zu können. Wenn sie sich weiter zwingen lassen, werden sie das allerdings höchstens noch selbst eine Weile können, ihre Nachkommen von den dann herrschenden Lebensbedingungen her wahrscheinlich nicht mehr.

Am 13. Oktober 2021 um 18:56 von Carpe noctem

Absolut richtig und dafür haben sowohl die EU als auch einzelne Mitgliedsstaaten entsprechende Gesetze und Institutionen geschaffen die diesen Status zementieren.
Immer wieder liest man zu den unterschiedlichsten Problemen, man läßt sich von Fachleuten und Wissenschafter beraten, hier wahrscheinlich nur von Agro. Ökonomen und nicht von Biologen

@ Nettie 19:16

Da gebe ich Ihrer Meinung recht . Es muss eine große Reformation geben auf allen Ebenen.

Weltgemeinschaft will Artenschwund besser bekämpfen

Neues Thema ?
Klima ausgelutscht !
Wo ist den Platz für Tiere (Pflanzen),
wenn der Mensch sich so breit macht, auf dem Planeten

19:55 von Sisyphos3

Sie wissen doch, daß das Thema Überbevölkerung tabu ist. Dabei wird in jeder Tierdokumentation erklärt, daß die Tiere vom Menschen verdrängt werden.

Am 13. Oktober 2021 um 20:31

Am 13. Oktober 2021 um 20:31 von Barbarossa 2
19:55 von Sisyphos3

Sie wissen doch, daß das Thema Überbevölkerung tabu ist. Dabei wird in jeder Tierdokumentation erklärt, daß die Tiere vom Menschen verdrängt werden."

Und der Mensch wird sich, wie jeder andere Parasit auch, selbst die Lebensgrundlage entziehen.

Das Problem wird SICH also irgendwann von alleine lösen.

17:21 von perchta

>>Für zart Neuanfänge ist es schon viel zu lange viel zu spät!<<
+
So pessimistisch muss man nicht sein.
Allerdings stimmt: Im Natur- und Artenschutz muss man dicke Bretter bohren und braucht eine verdammt hohe Frustrationstoleranz. Es lohnt sich dennoch.

um 17:59 von Ingo hamann " Da

um 17:59 von Ingo hamann
"
Da können Politiker vom Artenschwund reden,
soviel wie sie wollen, wenn halb Schleswig Holstein mit Mais für Biogasanlagen bepflanzt werden.
Das hilft der Artenvielfalt bestimmt nicht.
Dazu noch die riesigen Solarparks , die 2 meterhoch eingezäunt werden.
Wer nun mehr Artenvielfalt will muß diesen Wildwuchs Einhalt gewähren.
"

->
Wer fordert denn so eine Umsetzung?
Also Braunkohletagebau betreiben ?

Inkl. Enteignungen & Vernichtung von Habitaten bedrohter Tier- & Pflanzenarten , lokalen Nahrungsgewinnungsflächen & Ortschaften, die seit fast 1000 Jahren Menschen eine Heimat bieten?

siehe:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/erneut-klage-wegen-umsiedlung-...

Auszug:
"Ein Landwirt aus Erkelenz-Lützerath will gegen seine drohende Enteigung wegen des heranrückenden Tagebaus klagen."

- Ort 1168 erstmals in Urkunden erwähnt
- Dieser Landwirt hat Getreidefelder
-Lebensraum Bechsteinfledermaus

um 18:00 von Palma der Witz

um 18:00 von Palma
der Witz des Tages
gerade China mit der traditionellen Heilmedizin ist für das Aussterben und Ausrotten von tausenden Tierarten verantwortlich

->

1.
Wenn man China erwähnt, muss man auch
Vietnam, Kambodscha und Japan erwähnen.

2.
Das Problem ist der Schwarzmarkt.
Die meisten TCM-Organisationen in China lehnen Produkte von bedrohten Tierarten ab.

3.
TCM ist breiter gefächert & man kann einiges positives für sich mitnehmen. Wie z.B. Akkupunktur oder Chi Qong / Tai Chi.

*TCM = Traditionelle Chinesische Medizin

Allein schon das Bild ...

... mit den Flaggen ist eine Schande für die Welt - denn China ist neben Indien der größte Umweltverschmutzer und damit auch der größte Artenvernichter!

Am 13. Oktober 2021 um 21:23 von KeinedemokratieBRD

Sie wissen schon, das wenn sie in Deutschland eine alte Art retten wollen und verbreiten z.,b bei Freunden , selbst als Geschenk, kriminell nach dem Gesetz sind und bis zu 25000 Euro Strafe zahlen können?
Ersatzweise wie bei allen Geldstrafen Haft, wenn nicht bezahlbar.
Das nicht der Markt und die Natur regelt was wächst sondern eine Hanbdvoll Agro Konzerne.
Die nur eines im Sinn haben. Früchte mit langer Haltbarkeit, extrem schnelles Wachstum um transportiert werden zu können usw.. Geschmack da keine Rolle spielt.
Das alles dann nur mit Chemie erreichbar

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um 21:23 von

um 21:23 von KeinedemokratieBRD
"
Allein schon das Bild ...
... mit den Flaggen ist eine Schande für die Welt - denn China ist neben Indien der größte Umweltverschmutzer und damit auch der größte Artenvernichter!
"

Das Bild ist doch großartig.
Wenn einem der beiden "größten Umweltverschmutzer und damit auch der größte Artenvernichter!" die Situation bewusst wird, aktiv wird & aufruft zum mitmachen, dann sollte man doch mitziehen, statt reflexartig in eine Antihaltung zu verfallen.

Der Bau der "Grünen Mauer" im Kampf gegen den "gelben Drachen" betreibt China schon seit 40 Jahren.
Das größte Aufforstungsprogramm der Welt.
& "letzens" 10 neue Nationalparks gegründet.

Und Indien so ?
Und wir so ?

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