Ihre Meinung zu: Pleitewelle bei britischen Energieversorgern

8. Oktober 2021 - 14:39 Uhr

Auch in Großbritannien steigen die Gaspreise rasant. Das trifft nicht nur Verbraucher. Eine Reihe von Versorgungsunternehmen ging bereits pleite. Imke Köhler erklärt die Gründe für diese Entwicklung.

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Kommentare

Zehn Gasversorger sind in den letzten Wochen bankrottgegangen

wenn man jetzt noch eine Info hätte wie viele Gasversorger es bei den Briten so gibt
100 oder 100.000
könnte man sich vielleicht ein gescheites Bild machen über das Ausmaß

CO2-Abgabe im Januar nicht erhöhen!

Dann hoffen wir mal, dass die Versorger bei uns solider aufgestellt sind...

Trotzdem wird die Heizrechnung für diesen Winter kräftig steigen. Und im Januar kommt die Erhöhung der CO2-Abgabe dazu.

Diese Abgabe soll dazu dienen, durch Verteuerung den Verbrauch zu senken. Das erledigt jetzt aber schon der Marktpreis. Sie soll nicht dazu dienen, Verbrauchern finanziell den Hals zuzudrücken. Wenn die Bundesregierung (egal welche!) einen Funken Anstand hat, setzt sie diese zusätzliche Verteuerung aus, bis die Marktpreise wieder normale Level erreicht haben werden.

Die Pleitewelle britischer

Die Pleitewelle britischer Gasversorger macht einmal mehr deutlich, wohin uns rein kapitalistischer Verdrängungswettbewerb in Bereichen der Grundversorgung führt.

Ich mache die Heizung nur

für eine halbe Stunde am Morgen an, um die Kälte zu vertreiben,
------------

also bei 18 ° in London aktuell (tagsüber) ist es ja so schlimm noch! nicht
und aktuell nicht in Rente zu gehen, hat 2 entscheidende Vorteil
Das Einkommen ist höher und im Betrieb ist im Gegensatz zur Wohnung geheizt

nicht nur in Great Britain, auch bei uns

...“ begann die Vorgeschichte zur Pleitewelle 2015, als sich sechs große Energieversorger 90 Prozent des Marktes teilten. Um für mehr Wettbewerb zu sorgen, empfahl das Energieministerium den Verbrauchern, den Anbieter zu wechseln. Im Internet boomten Vergleichsportale, auf denen sich günstige Anbieter prominent platzieren konnten.“

Nicht nur in Großbritanien, so läuft es auch bei uns. Noch im letzten Jahr empfahl die Bundesnetzagentur, die Preise der Energieanbieter zu vergleichen und evtl zu wechseln.
Einige Anbieter haben langfristige sehr günstige Verträge angeboten. Inzwischen steigen aber die Preise, so dass schon einige Anbieter in die Grätsche gegangen sind und von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Da hat man dann den Sommer über kaum etwas verbraucht und treu und brav seine Rechnung bezahlt, aber jetzt, wo der Verbrauch steigt, da wird man rausgeschmissen.
Es gab dazu eine Verbrauchersendung, ich habe den Titel leider nicht mehr parat.

Das könnte auch in Deutschland passieren

Falls die Versorger nicht schnell genug mit den Preiserhöhungen hinterher kommen.

Wer ist schuld daran ?

Manche meinen, „der Russe“ sei schuld.

Ich glaube eher, dass das Dauerversagen der EU-Kommission schuld ist.

Dieses ganze Konzept der Diversifizierung und Kontrolle des europäischen Gasmarktes hat nun zu chaotischen Zuständen und Mangelwirtschaft geführt.

Dabei liefert sogar noch zusätzlich Aserbaidschan Erdgas nach Europa. Was politische Einflussnahme auf die Politik angeht, toppt Aserbaidschan Russland bei weitem!

Der Winter wird spannend!

Vielleicht sollte man noch einmal darüber nachdenken ob es klug ist die Lieferungen über Nord Stream II weiter zu torpedieren.

Hatte ich schon

gelesen als der erste Pleite ging, Problem sind die kurzen Verträge beim Einkauf, der ist zur Zeit sehr teuer.
Es sind also eher Langfristige Verbindungen und Lieferverträge die einen guten und auch stabilen Preis garantieren.
Es kommt also auf die Einkäufer an, bei uns ist auch der CO2 Preis der noch oben drauf kommt, ob es in GB so was gibt, weiß ich jetzt nicht.
Ich bin auf die neuen Heizkosten echt gespannt, die Nebenkosten sind so schon extrem hoch.

Am 08. Oktober 2021 um 16:07 von SinnUndVerstand

Die Pleitewelle britischer Gasversorger macht einmal mehr deutlich, wohin uns rein kapitalistischer Verdrängungswettbewerb in Bereichen der Grundversorgung führt.
__
Sie wollen aber jetzt bitte nicht proklamieren, dass der Staat der bessere Energieversorger ist, oder ? Vielmehr ist der Staat der v.a. der Preistreiber in der Kette.
Mir schwant zumindest für viele, Böses !

@ 16:39 von weingasi1

So? Der Staat ist der Preistreiber? Wie kommen Sie denn darauf? Haben Sie nicht gelesen, woher der Preisanstieg kommt (Urkapitalistisches Prinzip der Preissteigerung durch Angebot und Nachfrage) und was die Pleitewelle begünstigt hat (windige auf Lowprice setzende Startups, die nicht solide aufgestellt waren). Natürlich ist der Staat nicht der bessere Energieversorger, aber der Staat hat die Aufgabe, in Bereichen der Grundversorgung nicht alles den Marktmechanismen zu überlassen.

Warum wird eigentlich nie

Warum wird eigentlich nie erklärt, warum das Zeug teurer wird?
Weder steigt die Nachfrage, noch gab es extreme Lohnsteigerungen in den Förderländern. Man musste auch nicht komplett neue Felder erschliessen. Und Putin dreht NICHT an der preisschraube.
Warum wird das Zeug dann teurer? Durch
Steuern und zwischenhändler.

Emphatieloses Gebrabbel

@um 16:08 von Sisyphos3

Das Beispiel in diesem Artikel steht doch nicht nur für eine Frau. Millionen sind in Europa davon betroffen. Schön für sie , dass es es ihnen besser geht als den Betroffenen.
Das emphatielose Gebrabbel über Menschen die ihren Ruhestand nicht antreten können weil ihnen das Geld dazu fehlt können sie sich sparen.

@16:39 von weingasi1

>> Sie wollen aber jetzt bitte nicht
>> proklamieren, dass der Staat der
>> bessere Energieversorger ist, oder ?

Ähh, daß private Unternehmen die schlechteren(!) Energieversorger sind, haben diese die letzten Jahre und Jahrzehnte doch hinlänglich bewiesen. -.-

16:24, Möbius

>>Vielleicht sollte man noch einmal darüber nachdenken ob es klug ist die Lieferungen über Nord Stream II weiter zu torpedieren.<<

Wer tut das denn?

16:48 von Bender Rodriguez

«Warum wird eigentlich nie erklärt, warum das Zeug teurer wird?
Weder steigt die Nachfrage, noch …»

Die Nachfrage nach Heizen steigt immer jedes Jahr.
Wenn ab Anfang Oktober der Spätsommer zu Ende geht.

Mehr kalt draußen = mehr heizen drinnen.

16:08 von Sisyphos3

«und aktuell nicht in Rente zu gehen, hat 2 entscheidende Vorteil
Das Einkommen ist höher und im Betrieb ist im Gegensatz zur Wohnung geheizt.»

Wer nie in Rente geht, und immer 24 Stunden pro Tag durcharbeitet, hat es dauerhaft warm im Betrieb. Das Bett kann man dann auch verkaufen, weil man es nicht mehr braucht.

Der Boris wird auch das

wieder mit kessen Sprüchen und Haarewuscheln richten! Bis die Bürger diese Methode endlich durchschaut haben, werden noch einige Milliarden den Bach runter gehen. Aber keine Sorge, wir werden, wie einst die Amerikaner mit D, mit GB Mitleid haben und Care-Pakete schicken.

17:08 schabernack

"Mehr kalt draussen = mehr heizen drinnen...."

Und inzwischen gilt auch, sehr heiß draussen = um so mehr Kühlung innen.
Beides braucht viel Energie,

@draufguckerin - nicht nur in Great Britain, auch bei uns

Ja, der Brexit wirkt

Im gegensatz zu Britannien hat man auf dem Festland
eine EU Norm umgesetzt und Gasspeicherkapazitäten geschaffen.

Auch hat man in der EU ein Gasnetzverbund mit Langfristigen Lieferungen/mengen

In Britannien kann man nur live zu aktuellen Tagespreis
Gas Kontigente kaufen :-)

@schabernack, Zitat: "Die

@schabernack,
Zitat:
"Die Nachfrage nach Heizen steigt immer jedes Jahr.
Wenn ab Anfang Oktober der Spätsommer zu Ende geht.
Mehr kalt draußen = mehr heizen drinnen."

Und deswegen kollabiert jeden Winter der Energiemarkt?
Hä?
Ist wohl ein bissel "zu kurz" die Erklärung - zumal die Importuere mit ihren Lieferanten (wie BP oder Gasprom) Langzeitverträge mit festen Preisen haben.
Was ich sehe -> ein für den Kapitalismus typischen Verdrängungskampf der die Kunden der zur Pleite getriebenen Versorger zu den "Siegern" bringt.
Also nix neues - kennt man schon seit den Zeiten von Karl Marx - kann man in dessen "Kapital" nachlesen.

Es war die EU, die mit Gas Politik machen wollte

Nun sieht man die Kehrseite der Medaille, auch in GB.

Sagten die Grünen nicht im Wahlkampf, man bräuchte nicht mehr Gas ?

Aus Methan kann man auch Wasserstoff machen, was auch großtechnisch passiert (zB Synthesegas).

Eine Wasserstoffwirtschaft zB in der Stahlindustrie setzt auch ökonomisch gangbare chemische Reaktionswege zum Wasserstoff voraus.

Ohne Methan (also Erdgas) wird das schwierig.

Sollte sich der Preisanstieg fortsetzen, könnte das zu weiteren Rückgängen bei der Industrieproduktion führen.

Haben die Europäer nicht vorgesorgt? Warum hört man nichts über die Ukraine? Oder sind da die Speicher auch leer?

@SinnUndVerstand 16:47

Das urkapitalistische Prinzip von Angebot und Nachfrage haben Sie in jedem System, im Sozialismus nennt es sich dann Schwarzmarkt. Wenn viele etwas wollen von dem wenig lieferbar ist, haben Sie auf irgendeine Weise immer steigende Preise. Das aktuellste Beispiel war der Mietendeckel in Berlin, da wurden dann teilweise Umschläge mit steuerfreien Einmaleinnahmen angeboten. Aber was würden Sie denn in diesem Fall als Staat machen, um die Marktmechanismen auszusetzen? Wir können ja kaum unsere Armee nach Russland oder Norwegen schicken um billiges Gas zu erzwingen.

Schabernack

Das ist wahrlich unschlüssig.
Dann müsste das jedes Jahr so sein und wäre keine Meldung wert.

Innovation durch Staatliche

Innovation durch Staatliche Preistreiberei sage ich dazu nur!

die Ursache des hohen ölpreises ist schon Gewohnheit,

so dass sie schon quasi überhaupt nicht mehr erwähnt wird. Dabei ist eine wesentliche Ursache eine künstliche abgesprochene Verknappung der Liefermengen.

Den Briten geht es trotzdem gut

Kaum ist der Brexit durch häufen sich diese "Katstrophenmeldungen" über die angeblich schlechte Lage in England. Das war zu erwarten, denn der Mainstream u. seine Medien haben den Brexit immer noch nicht verdaut u. fürchten offenbar Nachahmungseffekte.

Der Brexit ist in meinen Augen aber ein voller Erfolg. Dass LKW-Fahrer fehlen ist der beste Beweis: plötzlich gibt es auf dem Arbeitsmarkt mehr freie Stellen als Bewerber! Genau das war ja auch eines der Ziele des Ausstieges. Und Lieferschwierigkeiten für die verschiedensten Produkte hat es immer mal gegeben, auch in EU-Ländern (siehe Chipmangel). All das wird aber in kürzester Zeit behoben werden.

Am Ende werden die Briten durch den Brexit aber deutlich mehr Geld in der Tasche haben. Sorgen mache ich mir nur über jene fleißigen Euro-Staaten, die mit ihren Steuermilliarden dauerhaft Pleitestaaten "retten" müssen.

17:18 von schabernack

ich schrieb Zitat:
"aktuell" nicht in Rente geht
und es macht doch sicherlich schon einen kleinen Unterschied ,
8 ... 10 Stunden am Tag nicht heizen zu müssen

@SinnundVerstand um 16:47

Die Preiszusammensetzung für Benzin (Datum kenne ich nicht, bei 1,45 € pro Liter schon etwas älter).
Quelle: https://www.bft.de/daten-und-fakten/benzinpreis-zusammensetzung
.
Verkaufspreis 1,45 €
Tankstellennettopreis 0,48 €
Allerdings ist zu berücksichtigen, daß auch Steuern bei der Förderung, Raffinierung und Transport anfallen.

@17:37 von Möbius

>> Eine Wasserstoffwirtschaft zB in der
>> Stahlindustrie setzt auch ökonomisch
>> gangbare chemische Reaktionswege
>> zum Wasserstoff voraus.

Deshalb setzen die ja auch keine Gas-, sondern Induktionsöfen ein. -.-

17:40 von Bender Rodriguez / @schabernack

«Das ist wahrlich unschlüssig.
Dann müsste das jedes Jahr so sein und wäre keine Meldung wert.»

Das ist komplett logisch und Lebenserfahrung von 1.001 Generationen von Heizern:

Zum Winter hin wird es immer kälter, und der Heizer heizt.
Was er im Juni und Juli nicht tat aus gutem Grund.

Gas kann man als Mieter oder Wohnugseigentümer nicht in Tanks bei sich zuhause lagern zum Heizen. Die Ölheiheizer kaufen ihr Heizöl immer besser außerhalb der Heizperiode. Dann gibt es den Kram billiger zu kaufen.

So richtig gut erklärbar ist das nie, warum Öl und Gas zu verschiedenen Zeitpunkten mal so und mal so viel mehr kosten.

@18:02 von Bernardo Caupis

>> Sorgen mache ich mir nur über jene
>> fleißigen Euro-Staaten, die mit ihren
>> Steuermilliarden dauerhaft Pleitestaaten
>> "retten" müssen.

Gut, daß Sie das Wort 'retten' in Anführungszeichen gesetzt haben.

Ich erkläre Ihnen das mal:
Griechenland brauchte 10 Mrd. €. Darauf haben die Banken gesagt: "Gut, für 8% Zinsen."
Darauf hat Dtl. gesagt. "Halt Stop, wir zahlen doch nur 2%. WIR leihen das Geld."
Und dann hat Dtl. das Geld mit 5% Zinsen an Griechenland weiterverliehen und damit 300.000.000 € Gewinn gemacht.
Tolle Hilfe, oder?

Inflation in GB 1% niedriger als in Deutschland

Also: alles gut im Vereinigten Königreich.

Tatsächlich wundert mich auch der einseitige Fokus des Artikels auf GB.

In der EU sieht die Situation nicht weniger dramatisch aus.

Ist vielleicht „Brexit Blues“. Da die Briten ausgetreten sind, MUSS es ihnen einfach schlecht gehen.

Mit Russland läuft es auch so. Ich habe außer einmal auf KiKa noch nie in den letzten 20 Jahren einen positiven Beitrag der ARD über Russland gesehen.

Das gibt zu denken. Dabei dreht sich die Welt weiter. Und Deutschland ist nicht ihr Nabel !

Die Revolution frisst ihre Kinder

"Privatisiert", haben sie gesagt, "dann wird alles effizienter, besser und billiger". Vorneweg lief eine gewisse M. Thatcher, die dieses neoliberale Modell aus Privatisierung und Deregulierung einführte, welches dann andere Neoliberale wie Schröder und Merkel kopierten.

Börsen lassen sich durch Angebotsverknappung recht leicht manipulieren. Das muss gar nicht vom Anbieter kommen: Oft spekulieren Zwischenhändler, oder auch nur Broker, die mit Derrivaten handeln. Und auch dort waren die Briten natürlich ganz weit vorne:
National betrachtet trifft es schon die Richtigen. (Sozial natürlich immer die Falschen.)

Der Gashandel war lange Zeit durch sehr lang laufende Verträge zu Fixpreisen bestimmt. Ursprünglich haben die sogar den Ölpreis ignoriert, Gas kostete immer das Gleiche. Alte, eingesessene Versorger haben solche Verträge auch immer noch.
Und wenn wir jetzt etwas gelernt haben, dann sollten wir wohl auch wieder dahin zurück.

@SinnUndVerstand um 16.47 Uhr, Angebot und Nachfrage

Preisanstieg durch "windige, auf Lowprice setzende StartUps, die nicht solide aufgestellt waren" - das ist richtig. Aber was das "urkapitalistische Prinzip der Preissteigerung durch Angebot und Nachfrage" angeht: Da sehe ich bei uns eine staatliche Mitbeteiligung bei denjenigen, die die Energie verknappen ( z.B. durch Abschalten von Kraftwerken), bevor die Alternativen ausgereift und verfügbar sind.

Mich würden die absoluten Gaspreise in GB im Verhältnis zu den Preisen in Deutschland interessieren. Angeblich sollen doch in Deutschland die Preise am höchsten sein. Dazu habe ich in dem Artikel nichts gefunden.

@ M. Höffling

CO2-Abgabe im Januar nicht erhöhen!

Die CO_2 Abgabe ist im Grunde doch sinnvoll. Das ist ja nur Ablenkung, was Sie hier starten.

18:38, saschamaus75

>>@18:02 von Bernardo Caupis
>> Sorgen mache ich mir nur über jene
>> fleißigen Euro-Staaten, die mit ihren
>> Steuermilliarden dauerhaft Pleitestaaten
>> "retten" müssen.

Gut, daß Sie das Wort 'retten' in Anführungszeichen gesetzt haben.

Ich erkläre Ihnen das mal:
Griechenland brauchte 10 Mrd. €. Darauf haben die Banken gesagt: "Gut, für 8% Zinsen."
Darauf hat Dtl. gesagt. "Halt Stop, wir zahlen doch nur 2%. WIR leihen das Geld."
Und dann hat Dtl. das Geld mit 5% Zinsen an Griechenland weiterverliehen und damit 300.000.000 € Gewinn gemacht.
Tolle Hilfe, oder?<<

Und das tollste ist:

Das Geld kam nicht einmal dem Land zugute, sondern seinen Gläubigern, deren Einlagen damit gerettet wurden.

Klasse, nicht wahr?

Zitat: "Aus Methan kann man

Zitat:
"Aus Methan kann man auch Wasserstoff machen, was auch großtechnisch passiert (zB Synthesegas). "

und so "nebenbei" entsteht dabei auch CO2
genau deshalb ist dieser Wasserstoff keinerlei Verbesserung z.B. bei Autoantrieben

Wasserstoff aber mit Hilfe von regenerativer Energie (via Elektrolyse) zu gewissen (Norwegen macht dies seit Mitte der 1930er Jahre) benötigt man einen sehr neidrigen Strompreis um hier wirtschaftlich konkurrieren zu können (Mitte der 1990er Jahre war lag der bei 0,04 DM/kWh)
--
das gilt aber auch für die Gewinnung von Alu oder Titan mittels Reduktion im Elektroofen

@ KarlKlammer um 17.32 Uhr, Gasspeicherkapazitäten

"Im gegensatz zu Britannien hat man auf dem Festland
eine EU Norm umgesetzt und Gasspeicherkapazitäten geschaffen.

Auch hat man in der EU ein Gasnetzverbund mit Langfristigen Lieferungen/mengen".

Ja, das ist richtig, die Verträge gibt es. Aber werden die immer eingehalten?
Zum Thema Gasversorgung schreibt Frank Doll in der WiWo am 20.8.2021 unter der Überschrift "So leer sind die Gasspeicher":
"Normalerweise sind die europäischen Erdgasspeicher in dieser Jahreszeit gut gefüllt im Vorfeld der nächsten Heizperiode. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Gründe: In Europa sorgte der lange Winter für leere Lagerbestände. Zudem lieferte Russland, der wichtigste Lieferant Europas, in diesem Jahrweniger Erdgas." Ich finde das beunruhigend.
Was Deutschland betrifft, gibt es in dem Artikel einige sehr interessante Grafiken bezügl. der Vorräte.

Wenn ich noch daran denke, wie sehr die Ukraine von der künstlichen Verknappung betroffen war ...

Das ist doch nur ein

Das ist doch nur ein vorübergehender Effekt und es geht den Briten seit dem Brexit doch viel besser, wo sie doch jetzt alles selbst entscheiden können, also außer den Gaspreisen vielleicht und das Militär hat doch gerade sowieso wenig zu tun, da kann es doch mal die Belieferung der Tankstellen übernehmen. Sicher werden sich massenhaft ausländische LKW-Fahrer melden, für das 3 monatige Arbeits- und Visumsangebot...
Boris ist ein Populisten-Chaot ohne Strategie.

@ Möbius

Inflation in GB 1% niedriger als in Deutschland

Das hat aber nur mit der MwSt Delle in Deutschland zu tun. Bereinigt ist die Inflation in Deutschland sogar noch etwas niedriger.

@19:31 von draufguckerin

>> Wenn ich noch daran denke, wie sehr die
>> Ukraine von der künstlichen Verknappung
>> betroffen war ...

Sie meinten wohl eher:
Wenn ich noch daran denke, wie sehr die EU von dem alljährlich im Winter begangenen Erdgasdiebstahl durch die Ukraine betroffen war... -.-

In der Bibel habe ich

In der Bibel habe ich gelesen, daß historische, fast prähistorische Staaten als Reaktion auf eine "unerklärliche" Teuerung der lebensnotwendigsten Versorgungsgüter reagiert haben, indem sie Vorratslager für sieben Jahre anlegten.
Fürsorge für das hilflos den wirtschaftlichen, aber auch klimatischen Erschwernissen ausgelieferte Volk scheint heutzutage ausser Mode zu sein. Man muss sich nur mal die irrsinnigen Abgaben vor Augen führen (CO2, EEG, 19 Prozent Umsatzsteuer, ...), die der Staat aufgrund der Teuerung noch zusätzlich erhebt. Und bei anscheinend leeren Gasspeichern bezweifele ich, daß die zur Versorgung für die nächsten sieben Jahre reichen, ob da nun Naturkatastrophen oder politischer Unwille entweder östlicher oder westlicher Mächte die Ursache wären.

Am 08. Oktober 2021 um 17:02 von fathaland slim

" >>Vielleicht sollte man noch einmal darüber nachdenken ob es klug ist die Lieferungen über Nord Stream II weiter zu torpedieren.<<

Wer tut das denn? "

Also ich kann mich schon noch erinnern, das es auch jetzt noch einige gibt, denen das ein Dorn im Auge ist, neuste Idee die ich gelesen habe, in der Ampel ist auch interessant.
Die Trasse läuft also noch nicht, das wird noch ein langer Akt, und ob das wird, bleiben noch viele Zweifel.
Die Auflagen die noch dazu kommen, sind nicht ohne, ob sich das am Ende lohnt, fraglich. Aus einem einfachen Wirtschaftlichen Projekt, wurde ein politisches gemacht, hab jetzt mal einen langen Artikel in der Wirtschaft gelesen, war interessant.
Also bis Gas fließt, fließt noch viel Wasser den Rhein runter.

@ saschamaus75

Wenn ich noch daran denke, wie sehr die EU von dem alljährlich im Winter begangenen Erdgasdiebstahl durch die Ukraine betroffen war... -.-

Fallen Sie bitte nicht auf Falschmeldungen von RT herein.

/// Am 08. Oktober 2021 um

///
Am 08. Oktober 2021 um 18:38 von saschamaus75
..........
Und dann hat Dtl. das Geld mit 5% Zinsen an Griechenland weiterverliehen und damit 300.000.000 € Gewinn gemacht.
Tolle Hilfe, oder?///
.
Zinsgewinne wurden Griechenland gutgeschrieben.

@Ken Jepson, 19.25 Uhr - Ideologie schadet meistens

" 'CO2-Abgabe im Januar nicht erhöhen!'

Die CO_2 Abgabe ist im Grunde doch sinnvoll. Das ist ja nur Ablenkung, was Sie hier starten."

Also ich habe meine Forderung begründet, und das nicht schlecht, meiner Meinung nach. Und Sie?

Wie gesagt: Die Lenkungswirkung hoher Preise ist möglicherweise sinnvoll. Die ist aber durch hohe Marktpreise schon üppig gegeben, da muss man nicht noch draufsatteln. Erst recht nicht mit einem "Weil ich das so will, basta".

Derlei ideologische Verstocktheit - befürchte ich - könnte bei den Grünen dominieren. Und wie so oft, wenn Ideologie über Argumente gestellt wird, droht dadurch ernster Schaden für viele Leute.

Deshalb nochmal:

Keine CO2-Abgabenerhöhung zum ersten Januar!

@19:49 von Zuschauer49

"In der Bibel habe ich gelesen, daß historische, fast prähistorische Staaten als Reaktion auf eine "unerklärliche" Teuerung der lebensnotwendigsten Versorgungsgüter reagiert haben, indem sie Vorratslager für sieben Jahre anlegten."

Erdgas zählte damals sicher nicht zu den lebensnotwendigen Gütern. Darüber hinaus war die Weltbevölkerung deutlich geringer als heute. Die deutschen Erdgasspeicher, die schon weltweit zu den größten gehören, können bei vollem Füllstand 28 % des Jahresverbrauchs decken. Sieben Jahre zu speichern wäre also absolut illusorisch (und auch gar nicht sinnvoll).

19:45 von saschamaus75 @19:31 von draufguckerin

ich finds wunderbar, wie offen heute hier wieder unterschiedliche meinungen ausgetauscht werden

18:07 von Sisyphos3 / @schabernack

«ich schrieb Zitat:
"aktuell" nicht in Rente geht
und es macht doch sicherlich schon einen kleinen Unterschied ,
8 ... 10 Stunden am Tag nicht heizen zu müssen.»

Der Termin zum Renteneintritt ist kein Termin wie der nächste Besuch im Zoo, den man mal einfach so verschiebt, weil es draußen oder zuhause zu kalt ist.

Niemand außerhalb Ihrer Phantasiewelt kommt auf die Idee, zu sagen, ich gehe aber erst dann in Rente, wenn es wieder wärmer ist, und das Gas zum Heizen wieder billiger.

Strommarkt

Wir brauchen mehr Markt beim Strom. Wenn die Sonne scheint und der Wind bläst sollte Strom für den Endkunden günstig sein. Hierdurch brauchen wir weniger Speicher und Reservekraftwerke. Diese marktwirtschaftlichen Anreize würden sich für Erzeuger und Verbraucher positiv auswirken. Leider sind wir davon weit entfernt. Die Folge - weiter steigende Strompreise.

@19:59 von Ken Jepson

>> Fallen Sie bitte nicht auf Falschmeldungen
>> von RT herein.

Also wenn, dann waren es Falschmeldungen von Tagesschau, Heute, Spiegel und Focus. -.-

Das Problem ist, das Ganze ist jetzt schon ein Jahrzehnt (2008-13) her und die Menschen sind nunmal leider sehr vergesslich.

P.S.: Diese Diebstähle waren überhaupt erst der Grund, NordStream2 zu planen und zu bauen.

@ Bernardo Caupis, um 18:02

Sitzen Sie zuweilen am Tisch mit Boris Johnson?

Das Fehlen von LKW-Fahrern (und auch von Schlachtern, weshalb die Schweine teilweise schon gekeult und verbuddelt oder vielleicht verbrannt werden) als Erfolg zu verkaufen - das müssen Sie 1:1 von ihm übernommen haben.

@ Saschamaus75

Die Ukraine mag einige Fehler haben, aber Gas stehlen tut sie mit Sicherheit nicht. Und mit Nordstream hat das gar nicht zu tun. Nordstream steht jetzt übrigens wieder auf der Kippe, weil die Grünen jetzt vermutlich in die Regierung kommen und das Projekt stoppen.

„Geschäftsmodelle“, die auf dem Schneeballprinzip beruhen

gehen immer pleite

Spätestens dann, wenn das Wirtschaftsgut, mit dem dabei „gehandelt“ wird nicht mehr verfügbar ist (aus welchen Gründen auch immer) ist Feierabend. Von nichts kommt schließlich nichts.

Statt frieren und verzichten (wovon im Falle der fossilen Energiequellen, um die es hier geht immerhin die Umwelt profitiert) wäre es allerdings auch eine gute Option, sich vom Preisdiktat der Lieferanten besagter fossiler Energiequellen frei zu machen und in klimafreundliche Energieerzeugung zu investieren bzw. alles zu tun, damit diese Energiequellen schnellstmöglich zur Verfügung stehen.

16:48 von Anderson

was enthält denn dieser Artikel an Informationen ?
Der Großhandelspreis vervierfachte sich
steht irgendwo um wieviel sich der Preis dadurch für den Endverbraucher erhöhte ?

Jahrelang lag der Ölpreis bei 20 US$ pro Barrel, dann stieg er mal auf 120 US% bevor er auf 100 US$ verharrte
und gelegentlich wieder auf 40 US$ fiel
hat der Spritpreis sich auch so verändert an der Tankstelle, zwischenzeitlich mal versechsfacht ?
entsprechend werte ich solche Artikel, Populismus pur

08. Oktober 2021 um 20:07 von M. Höffling

Die ist aber durch hohe Marktpreise schon üppig gegeben, da muss man nicht noch draufsatteln.

Das ist gar kein freier Markt. Bei den fossilen Brennstoffen gibt es Förderabsprachen und so eine Lenkungswirkung von der Seite der Produzenten her. Man könnte es Kartell nennen, aber irgendwie macht man das nicht (Fördersicherheit ist wichtiger und bla).
Es wurde beschlossen die Förderung bis Mitte Dezember zu erhöhen, also ist das Angebot vorhanden und die CO2 Abgabe kann erhöht werden. :-)

08. Oktober 2021 um 21:16 von leider geil

Der Gasdiebstahl war ein Vorwurf von Russland und der hatte sich wohl in gewisser Art bestätigt, sonst wäre die Reaktion der EU wohl etwas anders ausgefallen. Sehr viele Medien berichteten darüber und es wurde Politik auf dieser Basis gemacht.
Saschamaus irrt sich nur bei der Leitung.
Nordstream war das Projekt um den Gasdiebstahl aus der Ukraine zu vermeiden.
Nordstream II hatte mich selbst überrascht und da weiß ich auch den politischen Konstruktionsgrund nicht so wirklich (wahrscheinlich Versorgungssicherheit).

@ fathaland slim

Das Geld kam nicht einmal dem Land zugute, sondern seinen Gläubigern, deren Einlagen damit gerettet wurden.
Klasse, nicht wahr?

Wenn mir jemand Geld leiht, damit ich meine Schulden zurück zahlen kann, dann kommt mir das Geld natürlich nicht zugute. Das würde ja auch niemand erwarten.

Pleitewelle bei britischen Energieversorgern...

Vielleicht auch eine Folge von Deregulierung. Von zu wenig Unterlegung mit Eigenkapital. Dann steht da ja auch nichts davon, wie viele Energieunternehmen es dort gibt.

Und die Problematik der rapide steigenden Gaspreise könnte auch mit dem abgehen von
Langzeitverträgen zu tun zu haben, zugunsten des Handels an Energiebörsen.

@leider geil um 21:16

>> Die Ukraine mag einige Fehler haben, aber Gas stehlen tut sie mit Sicherheit nicht. Und mit Nordstream hat das gar nicht zu tun. Nordstream steht jetzt übrigens wieder auf der Kippe, weil die Grünen jetzt vermutlich in die Regierung kommen und das Projekt stoppen. <<

Ob die Ukraine Gas stiehlt, kann ich nicht beurteilen.
Aber eins ist sicher: durch die Nordstream Pipelines wird bald Gas fließen; Frau Schwesig hat immer betont, dass MV auf die Realisierung bzw. Fertigstellung dieser Pipeline besteht - und da wird die SPD keine Abstriche machen, da bin ich mir sicher (und befürworte auch die Inbetriebnahme dieser Pipeline).

@20:43 von alleeinstein

"Wenn die Sonne scheint und der Wind bläst sollte Strom für den Endkunden günstig sein. Hierdurch brauchen wir weniger Speicher und Reservekraftwerke."

Energie wird aber rund um die Uhr gebraucht und nicht nur, wenn gerade der Wind weht oder die Sonne scheint.

um 21:29 von IckeDette

>>
Bei den fossilen Brennstoffen gibt es Förderabsprachen und so eine Lenkungswirkung von der Seite der Produzenten her. Man könnte es Kartell nennen, aber irgendwie macht man das nicht (Fördersicherheit ist wichtiger und bla).
<<

Ich kenne niemanden, der beispielsweise die OPEC nicht als Kartell bezeichnen würde. Sie ist nämlich ganz offiziell eins.

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