Ihre Meinung zu: CDU-Personaldebatte: "Es geht nicht um die Person Armin Laschet"

7. Oktober 2021 - 19:41 Uhr

Ein Jamaika-Bündnis ist für ihn noch nicht vom Tisch - das machte CDU-Chef Laschet deutlich. Neu ist, dass er sich dafür notfalls vom Parteivorsitz zurückziehen würde. Erst einmal will er aber das schlechte Unionswahlergebnis aufarbeiten.

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Kommentare

Na endlich!

Endlich, daß Laschet und die CDU einsehen, daß sie wegen ihrer mittelalterlichen Ansichten zurecht die Wahl verloren haben und dahin gehören, wo sie hingehören, in die Opposition.

>>Laschet verwies auf ein von

>>Laschet verwies auf ein von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak erarbeitetes Maßnahmenpaket, das Konferenzen mit den Landesverbänden, eine "Ostkonferenz" - ein Treffen mit den ostdeutschen Landesverbänden - im November, eine Kreisvorsitzendenkonferenz und eine interne Kommission zur Aufarbeitung vorsehe. Es müsse genau analysiert werden, was in den vergangenen Jahren schiefgelaufen sei und wo man besser werden müsse.<<

Ja, aber Zeit für solche Analysen hat eine künftige Regierung nicht. Es stehen Aufgaben an, deren Umfang so riesig ist, dass kein Platz ist für Nabelschau und Tänzchen vorm Spiegel um die eigene Achse.

Und bei "was in den vergangenen Jahren schiefgelaufen sei", nicht vergessen, zu gucken, WER 'schiefgelaufen' ist. Manche Probleme haben nämlich Namen.

Die Würfel sind gefallen

Die Würfel sind gefallen - es wird aller Voraussicht nach eine Ampel-Regierung geben, nicht anders sind die Aussagen der Hauptakteure GRÜNE und FDP zu deuten. Die bedeutet aber auch, dass die CDU den Gang in die Opposition antreten und sich vor allem personell neu ordnen muss. Die Partei verfügt über genügend kluge Köpfe, um sich dem Wähler mit eigenen Vorschlägen für die Zukunftsgestaltung und einer kritisch-konstruktiven Oppositionsarbeit zu empfehlen. Man kann der neuen Bundesregierung, ganz gleich wie sich diese letztlich zusammensetzt, nur viel Glück wünschen. Da sollte dann Parteidenken auch zunächst einmal zurückstehen.

Es ist in sich logisch, dass

Es ist in sich logisch, dass Laschet nicht zurücktritt, solange es eine Minimalchance auf Jamaika gibt, denn die Union muss bis dahin rudimentär aufgestellt bleiben. Lediglich Söder interessiert das nicht, weil er an seiner eigenen Karriere postLaschet interessiert ist und sonst an sehr wenig. Sollte es dann zu Jamaika-Verhandlungen kommen, was Gott verhüten möge und die Grünen nicht mitmachen, würde als erstes der Unionskandidat abgeräumt.

CDU Probleme !

Man kann es auch richtig kompliziert machen, wieder viel reden und reden, und dabei vergessen, dass die Programme und etliche Personen in der CDU und CSU für das Desaster verantwortlich sind. Ich frage mich, wann wachen all die Genossen auf, und erkennen, dass alles mal kräftig entstaubt werden müsste.
Wenn nun irgend wann ein neuer Vorsitzender da sein sollte, wäre es echt gut, wenn der von allen unterstützt und nicht gleich wieder ein Hauen und Stechen los geht, weil all die vielen Lobbyisten nicht mit der Wahl zufrieden sind.
Da tut es gut, wenn die CDU/CSU in der Opposition ist, und sich in Ruhe sortieren kann.

21:20 von Adeo60

Man kann der neuen Bundesregierung, ganz gleich wie sich diese letztlich zusammensetzt, nur viel Glück wünschen.
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letztlich ist ihr Glück
auch unser aller Glück

21:20 von Adeo60

haben sie denn eine ahnung, wer die verhandlungen an bild durchgestochen hat? es kann doch nur einer der 10 verhandlungsführer der cdu sein. fdp/grüne schliesse ich da aus. und söder ist zu abgebrüht, um damit seine einzige chance doch noch zu versauen, wenn die charismatische frau esken meint, aussenminister werden zu können

Es rächt sich...

dass die Cdu schon länger keine Aufarbeitung von Fehlern und Niederlagen angegangen ist. Genau genommen war schon das Ergebnis der letzten Bundestagswahl kein tolles. Nur der völlig verpatzte Wahlkampf von Martin Schulz und eine sehr gütige merkelfreundliche Presse hat das einigermaßen verschleiert. Hoffen wir, dass das den erforderlichen Generationswechsel antreibt. Eine inhaltliche Entscheidung, ob wieder konservative, wirtschaftlichsfreundliche oder eine Weiterentwicklung des eher modernen, linken Kurs a la Merkel steht nun auch an. Ein Aussitzen wird wohl dieses mal nicht funktionieren.

Ein Jamaika-Bündnis ist für ihn noch nicht vom Tisch

- das machte CDU-Chef Laschet deutlich.
Neu ist, dass er sich dafür notfalls vom Parteivorsitz zurückziehen würde
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hätte er das vor einigen Wochen getan.
Wer weiß,
wie die Wahl dann gelaufen wäre !

... egal der Fisch ist geputzt

Die richtige Antwort

Laschets Statement um 19 Uhr :
Entzückend zu sehen, wie Moderator und Kommentator der Unterkiefer runter fiel - denn diese Propheten waren ja sicher, daß Laschet seinen Rücktritt bekanntgeben würde.Hat er aber nicht. Die Szene zeigt die ganze Zeitverschwendung mit diesen "nicht vorhersagbaren Prognosen".
Noch alberner die Fragen auf den Pressekonferenzen - obwohl die Generalsekretäre klipp und klar gesagt hatten, daß sie nichts sagen würden.
Aber zu Laschet selbst : er habe die volle Rückendeckung der Partei für seine Vorschläge. Wie hat er das hinbekommen - nach den vorangegangenen Rufmordkampagnen ? Der Mann hat mehr Fähigkeiten als manche hochgelobte Figur der Union.
Im übrigen bin ich der Meinung : die FDP gehört in die Verbannung.

@21:20 von Adeo60

//Die Würfel sind gefallen - es wird aller Voraussicht nach eine Ampel-Regierung geben, nicht anders sind die Aussagen der Hauptakteure GRÜNE und FDP zu deuten.//

Alles andere wäre der Mehrheit der Wähler wohl auch kaum vermittelbar, jedenfalls nicht, wenn man sich die Umfrageergebnisse von heute vor Augen hält.

//Die bedeutet aber auch, dass die CDU den Gang in die Opposition antreten und sich vor allem personell neu ordnen muss.//

Richtig. Opposition ist Mist (wer hatte das noch gesagt?),
aber keine Schande. Im Gegenteil, sie ist das Salz in der Suppe bzw. sollte es sein.

Cdu Problem Analyse von traumfahrer

Das Problem war doch eher, dass die Cdu lange überhaupt kein Programm und nur sehr vage Positionen in aktuellen Themen hatte. Die Cdu stritt noch Monate über Personen als alle anderen schon ein neues, geschärftes Programm. Erst in den letzten Wochen vor der Wahl warf Laschet erste inhaltliche Schlagworte und ein notdürftig zusammengestelltes Wahlteam ins Rennen. Dafür sind 24% der abgegebenen Stimmen fast viel. Die altbackene Rote-Socken-Comeback-Kampagne hat noch ein wenig geholfen.

Aufarbeitung, neu ordnen

Gut, bisher glaubte ja noch ein großer Teil der CDU/CSU an eine Jamaika Koalition, aber trotzdem Frage ich mich wer soll es Aufarbeiten, wer neu Ordnen , wenn genau die welche dafür verantwortlich sind immer noch das Wort führen.
Es gab mal Zeiten da ist man noch am Wahlabend zurück getreten nach so einer Schlappe und hat den Weg frei gemacht für ein Neuanfang.
Wenn ich jetzt die aktuelle Führungsriege der CDU betrachte sieht es nicht nach Neuanfang aus. Eher nach abwarten in der Gewissheit in vier Jahren wird man eh wieder gewählt.

Ist doch gut so - die CDU

Ist doch gut so - die CDU wird sich personell und programmatisch erneuern; das können sie in der Opposition machen und stehen der neuen Regierung, einer Ampel, nicht im Wege.
Auch vor nicht langer Zeit war die SPD am „Abgrund“, hat dank Scholz jetzt eine gute Perspektive.
In der Politik, an der Macht, geht’s nun mal so zu - war schon immer so.

Jetzt müssen SPD, die Grünen und FDP auch zeigen, dass sie eine Koalition schmieden können.

Armin Pattex

Armin Laschet müsste eigentlich Armin Pattex heißen, denn er klebt mit aller Macht an seinem Stuhl und möchte seine Parteiposten nicht kampflos aufgeben obwohl er auf verlorenen Posten steht. Nur wer sagt es ihm, dass er aufgeben soll?

Von jetzt 72 Jahren Bundesrepublik Deutschland

war die Union bis jetzt 53 Jahre an der Regierung und hat den/die Kanzler/in gestellt.
19 Jahre war die Union in der Opposition.
Davon die längste Zeit von 1969 bis 1982.
Damals habe sogar ich 1983 die CDU unten Helmut Kohl gewählt.
Mit dem Alter bin ich dann gewechselt zu rot/grün.Habe mich dann mehr und intensiver mit den Dingen beschäftigt.

Eines finde ich nicht gut…

Laschet hat tapfer gekämpft und sich wacker geschlagen und im Wahlkampf unverblümt bei den Gegnern den Finger in die Wunde gelegt (siehe die Weigerung von Scholz ein rot-grün-rot-Bündnis abzulehnen was Laschet Ihm vorwarf). Er war nicht mein Favorit für die Union, aber er hat sicherlich das bestmögliche aus der Situation und seiner Person herausgeholt und das sollte (denke ich) Anerkennung finden? Auch ist sein ungebrochener Glaube an eine Regierungsbeteiligung alles andere als vom Tisch denn ich persönlich glaube das es zwischen der FDP und den Grünen nicht gehen wird? Zu weit liegen diese Parteien in Kernthemen auseinander. Eines finde ich jedoch nicht gut von Laschet. Das Festhalten an den Grünen. Mir persönlich wäre es am liebsten wenn die Grünen ganz draußen wären weil ich bei denen nichts Gutes für die Zukunft unseres Landes im Anflug sehe. Besser wäre dann auf die SPD und die FDP als Koalitionspartner zurückzugreifen.

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