Kommentare

"kompromisslose und mitfühlende Darstellung"

Das passt für mich eigentlich nicht zusammen.

kompromisslose = also nur mein Meinung
mitfühlende = ich höhre und kümmere mich um alle Seiten.

Herzlichen Glückwunsch an

Herzlichen Glückwunsch an Abdulrazak Gurnah! Seinen Roman "Schwarz auf weiß" habe ich vor Jahren gelesen, er hat mich sehr berührt und mir nochmal die Augen geöffnet für die Schatten des Kolonialismus, die bis in unsere Zeit reichen.

Der 73-Jährige wurde auf Sansibar geboren

und lebt seit dem Ende der 1960er-Jahre in Großbritannien.
--------------

mal nachgefragt !
seit Ende der 60er - also seit 65 Jahren in GB,
heißt er verließ Afrika mit 7 Jahren.
Was für einen Bezug hat er denn zu diesem Kontinent,
vom Hörensagen seiner Eltern/Großeltern ?

Herzliche Glückwünsche! Und

Herzliche Glückwünsche!
Und dass es in Deutschland, hier im Forum, gleich wieder Kommentare der Art „was will er denn, er hat ja keine Ahnung“ usw. aus der rechten äh sorry „freidenkenden“ Ecke gibt finde ich zum fremdschämen.

@Sisyhos3 In sein Heimatland zu reisen

In sein Heimatland zu reisen ist durchaus eine Möglichkeit, nochmal aus seiner Wahlheimat heraus andere Länder zu besuchen - So auch sein ursprüngliches Heimatland.

Sie haben sich übrigens Verrechnet - Er hat erst mit 17 Jahren sein Heimatland verlassen. Und die 1960er Jahre gehen bis 1969.

14:46 von Eu-Schreck

„was will er denn, er hat ja keine Ahnung“ usw. aus der rechten äh sorry „freidenkenden“ Ecke gibt finde ich zum fremdschämen.
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.
mein Zitat :
>Was für einen Bezug hat er denn zu diesem Kontinent,
vom Hörensagen seiner Eltern/Großeltern ?<

das war - wenn sie mich meinen - eine Frage
nicht mehr aber auch nicht weniger !
und "fremdschämen", tun sie was sie nicht lassen können

Zu Sysiphos 3 um 14.34

Tja. Rechnen will gelernt sein.

Gratulation!

Erfreulich, dass die Jury wieder weiter in die Welt hinaus schaut bei der Auswahl des Preisträgers. Mir war der Autor bislang kein Begriff, aber durch den Nobelpreis ist meine Neugier geweckt. Dass der Preisträger bei genauerer Betrachtung seiner Lebenszeit eher als Europäer durchgehen könnte, stört ja nicht, Hauptsache, seine Literatur ist authentisch und taugt was. In Deutschland gibt es auch etliche regionale Kulturpreise für „regionale“ Künstler. Doch meistens heißt es dann: „… lebt und arbeitet heute in Berlin…“ ;-))

Richtiges Thema zur richtigen Zeit

„Die Schwedische Akademie lobte seine [des aus Tansania stammenden Schriftstellers Abdulrazak Gurnah] "kompromisslose und mitfühlende Darstellung der Folgen des Kolonialismus".

Denn ohne kompromisslose Menschlichkeit und Ehrlichkeit - und der Wahrnehmung und Anerkennung der Fakten und der offenen und vorbehaltlosen Auseinandersetzung damit - kommt die ganze Menschheit nicht weiter.

@ werner1955 14.15

Der Literaturpreis geht in diesem Jahr an den tansanischen Schriftsteller Abdulrazak Gurnah. Er erhält den Preis "für sein kompromissloses und mitfühlendes Durchdringen der Auswirkungen des Kolonialismus und des Schicksals des Flüchtlings in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten".

Verstehen Sie jetzt?
Es ist allles andere als ein Gegensatz, kompromisslos die entsetzlichen Auswirkungen und Folgen des Kolonialismus aufzuzeigen und mitfühlend mit dem Schicksal der Betroffenen zu sein.
Ich schlage Ihnen vor, einmal ein Buch von Abdulrazak Gurnah zu lesen....

Ich gratuliere Abdulrazak Gurnah herzlich zum Literaturnobelpreis. Sie auch?

14:34 von Sisyphos3

«mal nachgefragt !
seit Ende der 60er - also seit 65 Jahren in GB,
heißt er verließ Afrika mit 7 Jahren.
Was für einen Bezug hat er denn zu diesem Kontinent,
vom Hörensagen seiner Eltern/Großeltern ?»

Wie häufig ist / war er in seinem Erwachsenenleben auf Sansibar / in Tansania / in Afrika? Vielleicht kennt er auch einen anderen Afrikaner, der regelmäßig nach Afrika fährt, und ihm was über Afrika erzählt.

So was soll es geben … so wird es gesagt.

Zu Sisyphos 3 um 15.08

Es gibt im Leben zuweilen auch Fragen, die man nicht unbedingt beantworten muss. Ihre gehoert dazu.

Wikipedia verrät es genauer

Der Herr ist 1948 geboren und 1968 nach Großbritannien gezogen. Wenn man mit 20 seine Heimat verlässt, darf man dort durchaus verwurzelt sein und bleiben, auch wenn man den größeren Teil des Lebens woanders verbracht hat.
(diese Randdiskussion ist fast ein bisschen peinlich)

Von mir auch herzlichen Glückwunsch an diesen mir bisher unbekannten Autoren!

15:21 von Grossfamilienberater

aber trotzdem arbeitet sich fast jeder daran ab. man will halt was schreiben, zu dem vollkommen unbekannten. ok, unsere alleswissende hat schon vor vielen jahren sein buch gelesen und ist deshalb nun so einfühlsam

Kult um den Kolonialismus

Zitat: "Der aus Tansania stammende Schriftsteller Abdulrazak Gurnah erhält den diesjährigen Literaturnobelpreis. Die Schwedische Akademie lobte seine "kompromisslose und mitfühlende Darstellung der Folgen des Kolonialismus"."

Mit dem Kult, den man in Europa und Afrika hinsichtlich des Kolonialismus von anno dazumal betrieben wird, kann ich nicht viel anfangen.

Auf der einen Seite (Europa) wird er zur moralischen Selbstgeißelung betrieben.

Auf der anderen Seite (Afrika) wird er in einem Anflug von Opfermentalität betrieben, um zum Einen für eigene Probleme im Land und für die versäumte Entwicklung des Landes einen Sündenbock zu haben und ja nicht fürs eigene individuelle Handeln Verantwortung zu übernehmen und zum Anderen Ansprüche ggü. Europa geltend zu machen.

Von beiderlei Geschichtsklitterung halte ich nichts und schaue lieber nüchtern auf die auf Vor- und Nachteile, die Afrika aus dem Kolonialismus entstanden sind, aus einer historischen Perspektive.

Ab wann ist man verwurzelt?

Ich war knapp 9 Jahre alt, als ich 1945 mit Mutter und Großmutter infolge der Beneschdekrete aus meiner Heimat vertrieben wurde. Ich fühle mich ihr aber immer noch verbunden, verwurzelt mit vielen schönen Erinnerungen!

15:58 von Blitzgescheit

Auf der einen Seite (Europa) wird er zur moralischen Selbstgeißelung betrieben.

Auf der anderen Seite (Afrika) wird er in einem Anflug von Opfermentalität betrieben,
-----------------
.
sie haben es genau auf den Punkt gebracht !

Mir verschlägt es fast die

Mir verschlägt es fast die Sprache, was man hier an in Fragen verpackte Abqualifizierung des Schriftstellers Abdulrazak Gurnah oder auch an nivellierenden Plattitüden zum Kolonialismus lesen muss. Ich empfehle wirklich, sich die Zeit zu nehmen, über die Erzählungen der Romanfiguren Gurnahs Einblick in die Geschichten und die Verstrickungen des Kolonialismus zu nehmen.

Schön. Ein Preis. Und für

Schön. Ein Preis.
Und für sowas zu tiefst subjektives, wie Literatur.
Die anderen Nobelpreise sind ja für irgendwas gut.
Aber Literatur?
Aber trotzdem Glückwunsch. Wird ein nettes Buch sein. Ob es gut ist, werden die Einnahmen zeigen.

15:59 von atratos

so ging es meinen Eltern auch (als sie aus ihrer "Heimat" vertrieben wurden)
Mit der Zeit wurden die Erinnerungen immer rosiger ...
wobei zurück wären sie nie wieder gegangen
Was das ganze doch eigentlich (für mich) relativiert

Ich frage mich was die in einem Buch geschrieben hätten

Cyber für 97

"ch übrigens Verrechnet - Er hat erst mit 17 Jahren sein Heimatland verlassen. Und die 1960er Jahre gehen bis 1969."

Es ging mit 1nC los.
Demnach gingen die 60er von 61 bis 70.
Bis Kaiser Willhelm den Quatsch beenden wollte

Wurde alles zu Silvester 1999 durchgekaut.

16:11 von SinnUndVerstand

haben sie das Buch gelesen ?

16:13 von Bender Rodriguez

Ob es gut ist, werden die Einnahmen zeigen.
--------------

keine Angst
auf jeden Fall werden diese jetzt exponentiell steigen

AfD-Presseabteilung I

"..Von beiderlei Geschichtsklitterung halte ich nichts und schaue lieber nüchtern auf die auf Vor- und Nachteile, die Afrika aus dem Kolonialismus entstanden sind, aus einer historischen Perspektive. [...]"

Dann möchte ich Ihnen mal aufzeigen, wie Ihre nüchterne Betrachtung tatsächlich aussieht. Mit einem Post von Ihnen noch unter einem anderen Ihrer zahlreichen Nicks:

"Am 21. März 2018 um 19:47 von BreiterBart
Gutes Stichwort: Südafrika!

Gutes Stichwort: Südafrika!

[...] Mal davon abgesehen, dass diese rassistischen Greueltaten gegen weiße Farmer in aller erdenklichen Art und Weise verabscheuungswürdig sind, die schwarzen Rassisten in SAfrika schneiden sich dabei selber ins Bein: schließlich waren es die weißen Farmer, die seit dem 17. Jhrd. das Land aufgebaut haben, es kultiviert haben und ohne deren Produktivität in der Landwirtschaft die Schwarzen in SAfrika nicht in dem Wohlstand und mit der sicheren Lebensmittelversorgung leben könnten."

15:58 von Blitzgescheit

>>... Von beiderlei Geschichtsklitterung halte ich nichts und schaue lieber nüchtern auf die auf Vor- und Nachteile, die Afrika aus dem Kolonialismus entstanden sind, aus einer historischen Perspektive.<<

Sie sehen also auch Vorteile des Kolonialismus bei den Opfern. Ich erspare mir eine naheliegende Frage.

Ihre Einlassung macht allerdings deutlich, dass der Kolonialismus furchtbar tiefe Spuren nicht nur bei den Opfern hinterlassen hat, die noch längst nicht überwunden sind.

16:23 von Anderes1961

Geschichtskittung ....

einfach man Zahlen anschauen :
Ausfuhren vor und nachdem die Landreform in Simbabwe abgeschlossen war

16:06, Sisyphos3

>>15:58 von Blitzgescheit
Auf der einen Seite (Europa) wird er zur moralischen Selbstgeißelung betrieben.

Auf der anderen Seite (Afrika) wird er in einem Anflug von Opfermentalität betrieben,
-----------------
.
sie haben es genau auf den Punkt gebracht !<<

Nein.

„Blitzgescheit“ hat ein Zerrbild gezeichnet, das mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat und an dem er sich abarbeitet. Jeder, der sich ein klein wenig mit der Materie beschäftigt hat, weiß das. Wer sich allerdings in schuldbewusster Abwehrhaltung übt, der weiß das nicht und bejubelt Äußerungen wie die obige, weil sie machen, daß er sich besser fühlt.

Ich brauche so etwas nicht, denn ich fühle mich ohnehin gut.

Zu Karl Maria José .. um 15.35

Ich stimme Ihnen zu. Es kommt doch auf den Schriftsteller und das, was er zu Papier gebracht hat, an. Ich kenne einige Literaten, die ausserhalb ihrer Werke eine politische Position vertreten, die ich nicht teile, die aber Geschichten geschrieben haben, die ganz grandios waren. Ich wuerde mich ja selber geisseln, wenn i ch aus "politischen Gruenden " ihre Werke ignorieren wuerde.

16:11, SinnUndVerstand

>>Mir verschlägt es fast die Sprache, was man hier an in Fragen verpackte Abqualifizierung des Schriftstellers Abdulrazak Gurnah oder auch an nivellierenden Plattitüden zum Kolonialismus lesen muss. Ich empfehle wirklich, sich die Zeit zu nehmen, über die Erzählungen der Romanfiguren Gurnahs Einblick in die Geschichten und die Verstrickungen des Kolonialismus zu nehmen.<<

Unsere üblichen Verdächtigen werden das nicht tun. Denn sie lesen ohnehin meist keine Bücher. Wodurch sich zumindest teilweise deren grobschlächtiges, ressentimentgeladenes Weltbild erklären lässt.

@ 16:17 von Sisyphos3

Es gibt mehrere Bücher des Autors, vor Jahren habe ich "Schwarz auf weiß" gelesen, wie ich oben gesagt habe. Das Buch erschien in einem kleinen Verlag, den es leider nicht mehr gibt. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich das bald ändert. Und ich freue mich darüber.

Dass Sie einstimmen in die üble Verdrehung des Kolonialismus zur "Selbstgeißelung der Europäer" und quasi zum Segen der Afrikaner enttäuscht mich dagegen. Obwohl, wenn ich überlege, was man von Ihnen hier so liest...

14:34 von Sisyphos3

"Was für einen Bezug hat er denn zu diesem Kontinent, vom Hörensagen seiner Eltern/Großeltern ?"

Sein Bezug: Seine Eltern und Großeltern kommen dort her. Er ist dort geboren und hat seine Jugend dort verbracht.

Das ist jetzt nicht so schwer zu erkennen, oder?

15:35 von Karl Maria Jose...

"aber trotzdem arbeitet sich fast jeder daran ab. man will halt was schreiben,"#

Ja, man will halt was schreiben zu verbrämtem Rassismus.

Liebe Mitkommentierende,

Liebe Mitkommentierende, wollen wir wirklich das Forum hier den 2, 3 Provokateuren überlassen, die die Bühne belegen wollen,
oder kehren wir zurück zur Entscheidung des Nobelpreis-Komitees, die einen hervorragenden sprachsensiblen erzählmächtigen Autor ehrt, der in seinen Figuren Geschichte und deren Spuren in einzelnen Menschen lebendig werden lässt, und mit ihm darauf hinweist, wie politisch relevant Romanliteratur sein kann?
Ich bevorzuge zweiteres.

16:25, proehi

>>Ihre Einlassung macht allerdings deutlich, dass der Kolonialismus furchtbar tiefe Spuren nicht nur bei den Opfern hinterlassen hat, die noch längst nicht überwunden sind.<<

So ist es.

Kolonialismus ist ein System, das bei allen Beteiligten tiefe Spuren hinterlässt. Und deren Nachfahren. Bis ins x-te Glied. Wie hoch die Zahl x ist, das wird die Zukunft zeigen und ist jetzt noch nicht abzusehen.

„Blitzgescheit“ ist allerdings der hier oft von ihm verkündeten Meinung, daß mit dem (offiziellen) Ende des Kolonialismus auch all seine Folgen simsalabim hastdunichtgesehen verschwunden sind.

Einfach so.

Ganz von selbst.

@ 16:41 von fathaland slim

Bisher war ich eher auf dem Stand, dass die "üblichen Verdächtigen" keine Gedichte kennen. Meinen Sie, die lesen wirklich gar nichts? Das wäre ja fürchterlich. Aber es würde einiges erklären...

@Am 07. Oktober 2021 um 16:37 von fathaland slim

Zitat: "„Blitzgescheit“ hat ein Zerrbild gezeichnet, das mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat und an dem er sich abarbeitet. Jeder, der sich ein klein wenig mit der Materie beschäftigt hat, weiß das. "

Na, dann erzählen Sie mal.

Ich bin ganz Ohr!

Zitat: "Wer sich allerdings in schuldbewusster Abwehrhaltung übt, der weiß das nicht und bejubelt Äußerungen wie die obige, weil sie machen, daß er sich besser fühlt."

Um mich in "schuldbewusster Abwehrhaltung üben" zu können, müsste ich ja den Kolonialismus von annodazumal zu verantworten haben oder sonstwie irgendetwas damit zu tun haben.

Darüber hinaus sehe ich den Kolonialismus nicht durchweg negativ. Er war eine Entwicklung / Phase der damaligen Zeit und hat neben dem historischen Unrecht auch einen enormen Entwicklungsschub und Fortschritt in die kolonialisierten Länder gebracht.

Ansonsten könnte man als Deutsche über die französische, römische, hunnische, russisiche Besatzung Deutschland ebenfalls sich ad Infinitum abarbeiten.

16:41 von SinnUndVerstand

Dass Sie einstimmen in die üble Verdrehung des Kolonialismus
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was tue ich ?
ich fand die beiden Betrachtungsweisen von 15:58 von Blitzgescheit erwähnenswert !

>>1. Auf der einen Seite (Europa) wird er zur moralischen Selbstgeißelung betrieben.
2. Auf der anderen Seite (Afrika) wird er in einem Anflug von Opfermentalität betrieben<<

nicht mehr nicht weniger

@Bender Rodriguez um 16:30

>> Schön. Ein Preis. Und für sowas zu tiefst subjektives, wie Literatur. Die anderen Nobelpreise sind ja für irgendwas gut.
Aber Literatur? Aber trotzdem Glückwunsch.
Wird ein nettes Buch sein. Ob es gut ist, werden die Einnahmen zeigen. <<

Mit diesem Post zeigen Sie, dass Sie aber auch gar nichts vom Nobelpreis für Literatur verstehen - machen Sie sich darüber mal schlau, warum ein Schriftsteller solch einen Preis - den besten Preis für Literatur - erhält.
Im Übrigen: ob die Verkaufszahlen für ein Buch gut oder schlecht sind, hat gar nichts mit dem künstlerischen Wert eines Buches zu tun.

@Sisyphos3

"Von beiderlei Geschichtsklitterung halte ich nichts und schaue lieber nüchtern auf die auf Vor- und Nachteile, die Afrika aus dem Kolonialismus entstanden sind, aus einer historischen Perspektive."

Sie können oder wollen offensichtlich nicht verstehen: Der unappetitliche Post des Userkontos, daß ich zitierte, ist genau die Sichtweise, die Abdulrazak Gurnah völlig zu Recht anprangert. Es geht nicht um Zahlen, es geht um Menschen.

@ Bender Rodriguez, 16:13

Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde Ihren Beitrag irgendwie
- kulturbanauserisch.

Das Wort steht nicht im Duden.

@Am 07. Oktober 2021 um 16:25 von proehi 15:58 von Blitzgescheit

Zitat: "Am 07. Oktober 2021 um 16:25 von proehi
15:58 von Blitzgescheit
>>... Von beiderlei Geschichtsklitterung halte ich nichts und schaue lieber nüchtern auf die auf Vor- und Nachteile, die Afrika aus dem Kolonialismus entstanden sind, aus einer historischen Perspektive.<<

Sie sehen also auch Vorteile des Kolonialismus bei den Opfern. Ich erspare mir eine naheliegende Frage."

Klar.

Die Vorteile des Kolonialismus der kolonialisierten afrikanischen Staaten bestehen in einem Entwicklungs- und Zivilisationssprung, den diese STaaten in Form von Krankenhäusern, Universitäten, Straßen, Infrastruktur, Bahnlinien, Produktivitätssteigerungen, Rehctssystem etc. erfahren haben. Es waren dt. Sprachwissenschaftler, die das Erlernen des Kisuaeli systematisch erfasst hatten.

Das werden Ihnen auch viele afrikanische Historiker so bestätigen.

16:13, Sisyphos3

>>15:59 von atratos
so ging es meinen Eltern auch (als sie aus ihrer "Heimat" vertrieben wurden)
Mit der Zeit wurden die Erinnerungen immer rosiger ...
wobei zurück wären sie nie wieder gegangen
Was das ganze doch eigentlich (für mich) relativiert

Ich frage mich was die in einem Buch geschrieben hätten<<

Haben Sie schon einmal etwas von Siegfried Lenz gehört? Oder Günter Grass?

Beides Schriftsteller.

Beides Heimatvertriebene. Aus Ostpreußen.

@SinnUndVerstand

"
Am 07. Oktober 2021 um 16:47 von SinnUndVerstand
Liebe Mitkommentierende,

Liebe Mitkommentierende, wollen wir wirklich das Forum hier den 2, 3 Provokateuren überlassen, die die Bühne belegen wollen,
oder kehren wir zurück zur Entscheidung des Nobelpreis-Komitees, die einen hervorragenden sprachsensiblen erzählmächtigen Autor ehrt, der in seinen Figuren Geschichte und deren Spuren in einzelnen Menschen lebendig werden lässt, und mit ihm darauf hinweist, wie politisch relevant Romanliteratur sein kann?
Ich bevorzuge zweiteres."

Ich bevorzuge beides. Den Provokateuren zu widersprechen ist für mich mindestens genauso wichtig wie die Ehrung von Abdulrazak Gurnah. Denn es kann nicht angehen, die rassistischen Ansichten von Provokateuren unwidersprochen stehen zu lassen. Das ist mindestens genauso gefährlich wie die Äußerungen selbst, darüber sind sich fast alle Soziologen einig. Sieht man auch daran, was in den sozialen Medien passiert, wenn Hass und Hetze unwidersprochen bleiben.

16:13, Bender Rodriguez

>>Aber trotzdem Glückwunsch. Wird ein nettes Buch sein. Ob es gut ist, werden die Einnahmen zeigen.<<

Es ist bestimmt kein nettes Buch. Ob es ein gutes Buch ist, das misst sich ganz gewiss nicht an den Einnahmen.

Glückwunsch an den Preisträger

Ein Literat, der sich Verdienste um das Verständnis zwischen den Kontinenten, Völkern und Kulturen erworben hat.

@AfD-Presseabteilung I

"ie Vorteile des Kolonialismus der kolonialisierten afrikanischen Staaten bestehen in einem Entwicklungs- und Zivilisationssprung, den diese STaaten in Form von Krankenhäusern, Universitäten, Straßen, Infrastruktur, Bahnlinien, Produktivitätssteigerungen, Rehctssystem etc. erfahren haben. Es waren dt. Sprachwissenschaftler, die das Erlernen des Kisuaeli systematisch erfasst hatten.

Das werden Ihnen auch viele afrikanische Historiker so bestätigen."

Genau. Sklaven sollen es ja schon immer richtig gut gehabt haben. Sie hatten zu Essen, ein Dach über dem Kopf. Auch dafür werden Sie sicherlich einen Historiker finden, der Ihnen das bestätigt.

Ihr Schönreden und verharmlosen von Kolonialismus und darüber hinaus Ihre eigene Selbstverharmlosung ist sehr leicht durchschaubar.

@ 17:06 von Anderes1961

Sie haben natürlich völlig recht; den Widerspruch gegen solch unsägliche Provokationen und Verdrehungen zu Kolonialismus und seinen Wirkungen formuliere ich selbst ja auch.
Mir war nur wichtig, dass die Würdigung des mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Schriftstellers Abdulrazak Gurnah nicht unter die Räder gerät.

16:47 von SinnUndVerstand

>>Liebe Mitkommentierende, wollen wir wirklich das Forum hier den 2, 3 Provokateuren überlassen, die die Bühne belegen wollen, ...<<

Sie haben recht, aber manchmal lässt man sich halt hinreißen. Wie will man auch sinnvoll auf Beiträge antworten die so klingen, als sei Kolonialismus ein Segen für die Unterdrückten, Ausgebeuteten oder gar Versklavten gewesen.

Eine Begegnung auf Augenhöhe mit gegenseitiger Bereicherung aus freien Stücken wäre für diese Leute offenbar keine Option gewesen. Der Kolonialismus ist offensichtlich noch nicht überwunden.

Eine nicht ganz unbekannte

Eine nicht ganz unbekannte Person hat einmal ueber den zuweilen vllt. etwas schwierigen und von Missverstaendnissen gepraegten literarischen Austausch ueber kulturelle Grenzen hinweg geschrieben : "Kenner vergeben mit Einsicht, Liebhaber, weniger gestoert durch solche Maengel, nehmen das Dargebotene unbefangen auf" ....und Ignoranten kommen erst gar nicht dahin (Anm.d.U.). Lieber Meister Goethe, verzeihen Sie mir bitte dièse etwas platte Ergaenzung (Zitat aus West-Oestl. Divan, erlaeuternde Einleitung S.2).

@SinnUndVerstand

"Am 07. Oktober 2021 um 17:40 von SinnUndVerstand
@ 17:06 von Anderes1961

Sie haben natürlich völlig recht; den Widerspruch gegen solch unsägliche Provokationen und Verdrehungen zu Kolonialismus und seinen Wirkungen formuliere ich selbst ja auch.
Mir war nur wichtig, dass die Würdigung des mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Schriftstellers Abdulrazak Gurnah nicht unter die Räder gerät."

Ja, ich habe mir schon gedacht, daß Sie dies so meinten. Aber dennoch, dieser Widerspruch ist leider notwendig. Auch auf die Gefahr hin, daß eine Diskussion kippt, oder in eine Richtung läuft die nicht gewollt ist. Deswegen schreibt Abdulrazak Gurnah seine Bücher. Könnte man verquere Ansichten über Kolonialismus einfach übergehen und unwidersprochen stehen lassen, bräuchte er sich nicht so viel Mühe zu geben um zu widersprechen.

Wenn man verhindern will, daß eine Diskussion kippt, müßte die Moderation bei provokanten Posts einfach den Stecker ziehen. Das geht aber nicht, wegen Meinungsfreiheit.

Der Kolonialismus hat soziale Strukturen nachhaltig zerstört

Der Grund, warum der Kolonialismus bis heute negativ wirkt, liegt in der nachhaltigen Zerstörung der sozialen Strukturen der afrikanischen Gesellschaften. Das lässt sich nicht in Jahrzehnten wieder reparieren.

Die Kolonialmächte waren mit ihren Besatzungstruppen und Verwaltungsbeamten der einheimischen Bevölkerung zahlenmäßig bei Weitem unterlegen.

Also zerstörte man die inneren Strukturen der Gesellschaften und ersetzte Häuptlinge, Stammesräte und Älteste durch willfährige Kollaborateure.

Zudem wieglte man Stämme und Völkerschaften gegeneinander auf.

Die Grenzziehungen der Kolonialmächte nach ihrem Gutdünken tat ein Übriges, um Streit über Generationen vorzuprogrammieren.

Diese Bürde liegt immer noch über Afrika.

@ Blitzgescheit 15.58

Mir fehlen tatsächlich die Worte...bzw. die, die mir einfallen, würden nicht veröffentlicht.

Ich hoffe, andere Forist*innen sind stärker.

@ SinnUndVerstand 16.11

Gerade habe ich dem Blitzgescheiten schon meine Fassungslosigkeit mitgeteilt.

Ihnen danke ich für Ihre klaren Worte.

18:45 von Wohlergehen @ blitzgescheit | Wozu darauf eingehen ?

'Mir fehlen tatsächlich die Worte...bzw. die, die mir einfallen, würden nicht veröffentlicht.
Ich hoffe, andere Forist*innen sind stärker.'

Wozu ? Die randständigen Meinungen zu den Themen Kolonialismus, Sklaverei und Rassismus aus dieser Randgruppe sind schon bei mehr als einem Beitrag überrepräsentiert. Wieso sollte man soviel Energie und Kommentarplatz dreingeben, anstatt sich dem Nobelpreisträger und seinem Werk zu widmen ?

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Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

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