Ihre Meinung zu: Durch eine Kooperation steigt Aldi ins Müllgeschäft ein

7. Oktober 2021 - 10:56 Uhr

Vor kurzem gab Aldi die Zusammenarbeit mit Interseroh+ bekannt, im Januar 2022 soll die Kooperation beim Recyceln losgehen. Damit steigt Aldi nach Lidl ebenfalls ins Müllgeschäft ein. Von Lilli Hiltscher.

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Kommentare

Das bietet sich förmlich an!

Wie heute berichtet wurde, werden in D 50% der Lebensmittel weggeschmissen. Da bei vielen nur das MHD abgelaufen, die aber noch gut sind, lassen die sich gewiss noch für "neue" Produkte verwenden. Eine Win-Win-Situation für ALDI.

Müllgeschäft bei Aldi

Klingt nach einer guten Idee, um Ressourcen zu schonen und damit zusätzlich Profit zu machen.
Mich würde interessieren, was sich bei Aldi in Sachen Bezahlung der Angestellten und Produktionsbedingungen in Zulieferbetrieben getan hat.

@ DeHahn 12:12

Ich stimme Ihnen zu. Für Aldi rechnet sich Kooperation langfristig. Das in Deutschland 50 Prozent der Lebensmittel weggeworfen wird ist schon traurig, während wo anders in der Welt gehungert wird . Eine Verschwendung sonders gleichen.

Wie kommt der Müll wieder zu Aldi?

>>> Bis Ende 2022 wollen die Aldi-Discounter alle Eigenmarken-Verpackungen recyceln <<<
.
Aldi will seine eigenen Verpackungen wieder Recyceln. Und diese von vorneherei so produzieren, damit sie wiederverwertet werden können. Schön und gut, aber wenn ich das bei uns im Hausmüll, Papiertonne und Wertstofftonne entsorge, übernimmt das das örtliche Abfallunternehmen. Die sortieren das doch bestimmt nicht für Aldi aus und karren das dann zu Interseroh+
Würde doch nur über ein Pfandsystem funktionieren, oder nicht?

@12:12 von DeHahn

"Wie heute berichtet wurde, werden in D 50% der Lebensmittel weggeschmissen."

Sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich Sie korrigiere, aber das ist so nicht ganz richtig. Es werden ca. ein Drittel aller Lebensmittel vernichtet. Das sind in Deutschland 12 Mio. Tonnen und davon werfen die Deutschen Privathaushalte ca. 50 % weg. Der Rest fällt schon vorher an. Und in den 50 % sind auch Dinge wie Knochen und Schalen enthalten, also ungenießbare Sachen. Dennoch ist es natürlich ein Unding so mit Lebensmitteln umzugehen, zumal sich dies auch in der CO2-Bilanz bemerkbar macht, denn diese Lebensmittel müssen ja hergestellt und transportiert werden.

"https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/lebensmittelverschwendung/studie-lebensmittelabfaelle-deutschland.html"

Wer soll die zu recycelnden Verpackungen denn sammeln?

Ich lese etwas, von "Verpackungen sammeln".
Wer soll die Verpackungen denn sammeln?

Ich gehe davon aus, dass es nicht die Kunden der Supermärkte sind.
Denn das würde kaum funktionieren.

Wie aus den Wahlergebnissen erkennbar ist, ist "grüne Politik", also Umwelt- oder Klimaschutz bei den Wählern nicht arg gefragt, so dass die Bereitschaft der Kunden zu einer Mitwirkung an dieser Idee der Supermarktketten sicher stark begrenzt ist.

@ DeHahn, um 12:12

“Das bietet sich förmlich an!
Wie heute berichtet wurde, werden in D 50 % der Lebensmittel weggeschmissen.“

Hab ich da was falsch verstanden?

So wie ich lese, geht es um das, was drum ist, nicht was drin ist.

Obwohl das Wegwerfen von Lebensmitteln auch für mich ein Unding ist, wenn die nicht verdorben sind; und das sind Sie durchweg nicht am Tag des Ablaufs des M I N D E S T -HD.

Bei dem vielen Plastik, das

Bei dem vielen Plastik, das man bei Aldi mitgeliefert bekommt, ist das naheliegend.
Der grüne Punkt war ja nur eine Erfindung um Müll teurer zu bekommen. Das geht heute
einfacher mit neuen Müll-Satzungen.
Wollte man am Problem was ändern, hätte man das leicht machen können. Die Lobby verhindert aber kleinere Läden. Und einen Schritt zurück zu machen, in eine Zeit, als es Brot beim Bäcker in Papier gewickelt gab. Und der Metzger die Wurst in gewachsen Papier einrollte. Als es Gemüse und Obst noch einzeln gab.
Wohl dem, der noch eine gut sortierte Innenstadt hat und nicht jeden Mist von außerhalb, aus der "Mall" , mit dem Auto rankarren muss.

Recycling hat höhere Gewinnmarge als beim Lebensmittelverkauf

ALDI greift quasi der kommenden regulierung der Ampel vor:-)

Gerade bei Non Food muß gehandelt werden.
Man verkauf massenhaft z.B E-Ware mit Lithium Ionen Akkus
als der Fachhändler (FDP Lobby) und braucht keine extra
Akku Rücknahme Gefäße.

Ebenso wie der ist das ein niedriger Lohn Versandhändler

Wer zahlt die Endsorgung?
Die Gemeinden (Steuerzahler) mit ihren Bauhöfen

Klammer... 13:00uhr

Hessische Fragewort mit 2 Buchstaben;
HÄ?
Mit ein wenig subtext könnte man vielleicht irgendwas verstehen.

Verpackungen ganz zu füllen wäre auch ein Anfang

Wenn nicht die halbe Packung bei vielen Produkten leer wäre, um möglichst viel Werbefläche auf der Verpackung zu haben und dem Verbraucher mehr Inhalt vormachen zu wollen, würde schon mal weit weniger Verpackung anfallen. Wäre nicht nur der Umwelt geholfen, wäre auch billiger. Ständig hört man, dass die Rohstoffpreise steigen, aber für (zu viel) Verpackungsmaterial scheint kein Preis zu hoch.

keine guten Voraussetzungen für den Umweltschutz

"Eine Tonne recyceltes PET kostet tatsächlich deutlich mehr als neues PET."

Das sind wahrlich keine guten Voraussetzungen, dass das recycelte Material auch genutzt wird.

Irgendwo gibt es da in vielerlei Hinsicht eine Schieflage, - Einwegrasierer sind günstiger als nur der Einsatz von Mehrwegrasierern - Ohrenstäbchen aus Kunststoff sind günstiger als aus Pappe ....

Hat zwar nichts mit Verpackung zu tun, passt aber doch irgendwie zum Thema. Vor kurzem war mein Rücklicht defekt, Auswechseln des Leuchtmittels Fehlanzeige, konnte die ganze Rückleuchte wegschmeißen, vom horrenden Preis ganz abgesehen.

um 12:45 von Mischpoke West

"Schön und gut, aber wenn ich das bei uns im Hausmüll, Papiertonne und Wertstofftonne entsorge, übernimmt das das örtliche Abfallunternehmen. Die sortieren das doch bestimmt nicht für Aldi aus und karren das dann zu Interseroh+"
.
Aldi sammelt den Müll ja auch nicht selbst ein, sondern durch ein Sub-/Tochterunternehmen. Bei uns im Landkreis hat PreZero das Müllgeschäft von SUEZ übernommen, und PreZero gehört zu Lidl...

@ Mischpoke West

"Verpackungen ganz zu füllen wäre auch ein Anfang"

Taten sagen mehr als Worte: Wenn die Legislative wirklich gegen Umweltverschmutzung vorgehen wollte, wären diese Mogelpackungen längst verboten.

Aber sinnvoller, als aus der Beseitigung von „Müll“ ein Geschäft zu machen wäre generell immer noch, ihn ganz zu vermeiden.

@ Stefan T

>>> Aldi sammelt den Müll ja auch nicht selbst ein, sondern durch ein Sub-/Tochterunternehmen. <<<
.
Das ist klar. Ich schrieb ja auch "... und karren das dann zu Interseroh+" <<<
Interseroh+ ist der Recycler von Aldi. Aber Aldi verkauft deutschlandweit, und überall sind andere Abfallunternehmen aktiv. Wie kommt das zusammen? Die werden ja nicht für jeden Discounter eine eigene Sortieranlage haben.

@ Nettie

>>> ..., ihn ganz zu vermeiden. <<<
.
Müll komplett zu vermeiden?
Sagen Sie wie das gehen soll, der nächste Nobelpreis wäre Ihnen sicher.

Ob Aldi oder Lidel

fast alle Waren sind mit Folie eingewickelt. Da könnte schon einmal vlel an Müll eingespart werden.

um 12:12 von DeHahn

""Das bietet sich förmlich an!
Wie heute berichtet wurde, werden in D 50% der Lebensmittel weggeschmissen. Da bei vielen nur das MHD abgelaufen, die aber noch gut sind, lassen die sich gewiss noch für "neue" Produkte verwenden. Eine Win-Win-Situation für ALDI.""

In Deutschland werden schon lange keine 50% Lebensmittel mehr weggeworfen.
Allein was die Tafel an Lebensmitteln unter den Leuten verteilt, mit abgelaufenem MDH, oder Obst und Gemüse das noch verwertbar ist.
Bei diesem Bericht geht es um Verpackung!
Wenn ich nur schaue wieviel Plastikmüll bei uns in der Küche anfällt, könnte für Aldi ein gutes Geschäft werden. Einer wird das ja bezahlen müssen.

@ schiebaer45

>>> ... fast alle Waren sind mit Folie eingewickelt. <<<
.
Haben die Discounter aber nicht exklusiv. Selbst bei unserem Dorfmetzger gibt es tlw. verschweißte Wurstwaren und Konserven. Auch für eigene und vor Ort hergestellte Lebensmittel benötigt es so was für die Haltbarkeit. Die Alternative wäre es, jeden Abend wegzuwerfen was in der Auslage liegt. Wäre noch schlimmer.

12:45 von Mischpoke West

"Würde doch nur über ein Pfandsystem funktionieren, oder nicht?"
*
Kann mir kein anderes System vorstellen, das effektiver als ein Pfandsystem ist,
aber dann für alle,
nicht nur für Lidl und Aldi.
Die Firmen, die beim Verpackungs-Pfandsystem nicht mitmachen, können sich einen schlanken Fuß machen,
auf Kosten von Lidl und Aldi.

Da braucht es gesetzliche Vorgaben, für alle Betriebe,
die Ihre Produkte mit Verpackungen an die Kunden bringen,
nur so wird es gehen,
wie beim PET-Flaschenpfand!

Aldi und Müllgeschäft

"Denn wer verspreche, Verpackungen aus recyceltem Material herzustellen, zahle meist drauf..."

Ein weiterer Versuch, die teilweise erheblichen Preissteigerungen in der letzten Zeit bei Aldi zu erklären???

13:17 von Giselbert

"Vor kurzem war mein Rücklicht defekt, Auswechseln des Leuchtmittels Fehlanzeige, konnte die ganze Rückleuchte wegschmeißen, vom horrenden Preis ganz abgesehen.
*
Ich habe zwar schon von vielen unsinnigen Dingen gehört
und auch solche schon gesehen.
Dass aber wegen einem defekten Leuchtmittel
die Lampenarmatur eines Fahrzeugs ausgewechselt werden muss, habe ich noch nicht erlebt!
Um welches Auto handelt
es sich?

13:56 von Mischpoke West

Bei den Lebensmitteln gebe ich Ihnen Recht.Da sind aber auch noch andere Artikel wie z.B. Haushalte Waren die auch oft mit Folie umwickelt sind. Das meine ich muss doch nicht sein.

Hinter der Kulisse

Was wir als Verbraucher und Einkaufende sehen, ist ja nur ein kleiner Teil des Mülls.

Kauft jemand der Leser hier eine Dose Bohnen mit einer Beule, wenn nebendran noch eine Schöne steht? Das passiert, wenn eine Palette mal schnell umkippt.
Bei Konserven hat man da wenig "Schwund", bei Joghurt, Glasflaschen oder Spiegelschränken ist die Verlustquote höher...

Täglich fahren LKWs jeden Aldi Markt an.
Damit die Laster nicht so viel Luft anliefern, werden natürlich die Paletten so hoch als möglich gepackt.
Was da an PET-Folie (sog. Wickelfolie), Einwegpaletten aus Kunststoff, Plastikbändern und Kartons anfällt, dürfte grob geschätzt 25% des angelieferten Volumens ausmachen.

Nicht jeder Aldi ist groß genug, um täglich einen ganzen Laster voll zu bestellen, der mit so verkeilter Ware ankommt, daß nichts umfallen kann und leer wieder wegfährt. Also muß jede einzelne Palette gesichert werden, als ob sie alleine stünde.

12:12 von DeHahn

Da bei vielen nur das MHD abgelaufen,
............
was wollen sie damit machen ?
kauft die noch jemand !

13:48 von schiebaer45

fast alle Waren sind mit Folie eingewickelt. Da könnte schon einmal vlel an Müll eingespart werden
-------

noch viel zu wenig

wenn ich mir anschaue wie Waren (Obst Gemüse) begrapscht werden,
sollte man das Zeug dreifach einpacken, mindestens

Am 07. Oktober 2021 um 14:29 von Sisyphos3

Zitat
Am 07. Oktober 2021 um 14:29 von Sisyphos3
12:12 von DeHahn
Da bei vielen nur das MHD abgelaufen,
............
was wollen sie damit machen ?
kauft die noch jemand !

Zitat Ende

ja, ich.
Lidl und Rewe haben hier in der Gegend (keine Ahnung, ob das überregional ist) "Grabbeltische" mit reduzierter Ware knapp am MHD oder drüber.
Wenn man sich klarmacht, daß da "mindestens haltbar bis" und nicht "sicher tödlich ab" draufsteht, kann man für den täglichen Verbrauch sogar noch Geld sparen.

@ Sisyphos3

>>> was wollen sie damit machen ?
kauft die noch jemand ! <<<
.
Klar, warum nicht? Zum halben Preis natürlich. Vor allem getrocknetes wie Nudeln oder Reis. Selbst Milchprodukte wie Joghurt sind noch wochenlang nach MHD einwandfrei. Hackfleisch würde ich jetzt auch nicht mehr kaufen. Fleischprodukte haben allerdings meist ein "zu verbrauchen bis" und kein MHD. Da ist es anders.

Durch eine Kooperation steigt ALDI ins Müllgeschäft ein....

Dabei liegt die Betonung natürlich auf Geschäft.
Die Besitzer von Aldi Süd und Aldi Nord sowie Lidl, die sowieso zu den reichsten Deutschen gehören. Schon vor der Corona-Krise wurde das Privatvermögen von Dieter Schwarz (Lidl) mit 41,5 Milliarden Euro veranschlagt (Stand September 2019). Mit der Corona-Krise dürften jene noch reicher geworden sein (Umsätze).

Verpackungsmüll geht alle an

Der Erzeuger von Waren mit Verpackungsbedarf kann schon am Anfang die Stellschraube neu justieren. Dass Aldi die Müllentsorgung und den Wertstoffkreislauf unterstützt, ist gut. Müll ist schließlich nicht nur unbrauchbares Zeugs, sondern enthält auch viele geldwerte Rückstände. Gerade Einwegverpackungen werden heute wieder mehr aufgebracht als vor einigen Jahren. Die Diskussionen um Büchsen, Getränkedosen, Plastik sind schon mal hitzig geführt worden. Dann kam der Gelbe Sack und andere Zwischenlösungen. Nun aber erleben manche bereits gelöste Problemverpackungen eine Renaissance und wieder fangen wir an zu diskutieren. Nichts gelernt -Oder nur eine Generationenwissenslücke? Eigentlich habe ich erwartet, dass Müllthemen der Vergangenheit bereits beendet sind. Nun beginnen wir von vorn. Ich bin skeptisch, wie lange dieses Projekt Wertstoffkreislauf aufrecht erhalten wird. Die Kunden selbst, also wir alle, sind damit nicht aus der Verantwortung entlassen, Müll zu vermeiden!

@ schiebaer45

>>> Das meine ich muss doch nicht sein. <<<
.
Nein, bei solchen Produkten gehört eine Umverpackung wirklich verboten. Ich denke aber der Verbraucher will das, sonst würde das nicht gemacht. Damit sein gekauftes Produkt ja von niemandem vorher angefasst wurde. Für viele vielleicht ein Merkmal das daß Produkt auch wirklich neu ist. Und wenn es nur um eine Klobürste geht ... Gut, die wollte ich auch neu haben ;)

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