Kommentare

Probleme gibt´s überall

Im Osten, klar bröckelt gelegentlich hier und da der Putz von den Häusern
andererseits wenn ich mir einige Städte im Westen so anschaue
mit was für Problemen die so zu kämpfen haben
Meine Eindrücke/Erfahrungen sind nicht repräsentativ
aber der Osten hat sich schön gemausert

Hab den Artikel

mit Interesse gelesen.
" Beim "Summer of Pioneers" kamen 2019 fast 30 junge Menschen nach Wittenberge, um zu wohnen und zu arbeiten. Die Hälfte lebe jetzt dauerhaft in Wittenberge und entwickele mit ihren Ideen die Stadt weiter, berichtet Bürgermeister Hermann. "

Jetzt stellt sich mir die Frage, als was arbeiten die Jungen Menschen dort. Ich kenne zwar die Stadt nicht, aber viele große Firmen scheint es ja nicht zu geben, sonst wären ja nicht die Hälfte der Bewohner weg.
Wäre doch interessant, als was man dort arbeiten kann, für viele andere Junge Menschen die Familie gründen wollen, und Wohnraum suchen der bezahlbar ist.

Nicht überall die gleichen Sorgen

Die Probleme sind nicht überall gleich.
Hier in Salzgitter ist die Überforderung der kommunalen finanziellen Möglichkeiten auch sehr groß, um es einmal so auszudrücken.
Anders als in Ostdeutschland gibt es aber deutlich messbare Zuwanderung, besonders aus dem arabischen Raum und aus Staaten, die relativ weit östlich liegen.
Trotz aktueller Bedarfszuweisung von acht Millionen € durch das Land sind hier den eigentlich notwendigen Integrationsmaßnahmen finanzielle Spielräume gesetzt, die oft als zu eng angesehen werden.
Gerade für junge Menschen fehlen Jugendtreffs und Jugendzentren.
Besonders der CDU ist es aber gelungen, Kandidaten unter 22 Jahren in die Ortsräte zu bringen. Das hat auch Vorbildcharakter.

einige Städte im Westen ?

von Sisyphos3 @
Das kann ich nur bestätigen.
Als Bürger von NRW brauchen wir nur mal nach Duisburg oder das Ruhrgebiet zu schauen. Nur Not und Elend.

Auch sind fast alle Rheinbrücken von Köln bis Emmerich so Marode das abgerissen werden müssen.

Wie man an den schönen alten Häusern auf der Abbildung (die früher vermutlich grau in grau waren) sehen kann. Wobei zur Attraktivität natürlich auch eine den Bedürfnissen der Bürger gerecht werdende Infrastruktur (Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Anbindungen etc.) gehört:

"Den dunklen Vorhersagen einer künftigen Verödung hat auch die Kleinstadt Stendal in Sachsen-Anhalt getrotzt.
Ihr Oberbürgermeister: "Nachdem wir über viele Jahre Schulen geschlossen und abgerissen haben, bauen wir jetzt eine neue. >> Das heißt, die Demografie, die uns vor 15 Jahren vorhergesagt wurde, stimmt nicht mit der heutigen Realität überein"

Leider herrscht andernorts offenbar eher Resignation vor: „Die meisten Bürgermeister beklagen eine prekäre Finanzlage (...)"

Die Folge: „Die Abwanderung junger Menschen sei deutlich zu spüren“

Es lohnt sich also, die zur Schaffung eines lebenswerten Umfelds nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen und so Verfall zu stoppen.
Denn von nichts kommt auch nichts.

Aber es ist auch

vieles schon besser bzw. auf den Weg gebracht worden .Ich sehe es jedes mal wenn ich meine Verwandtschaft in Jena oder Lutherstadt Wittenberg besuche. Aber wenn ich über die Dörfer fahre dann muss dort noch viel saniert werden. Dort wandern die jungen Leute ab.

Bei diesem Tempo ...

wird es in den ostdeutschen Bundesländern in 300 Jahren kaum noch Städte geben, denen man die Ausblutung ansehen wird. Aber eine hübsche, wenn auch nichtsnützige, Rechtfertigung für all die Fehler kurz nach der Wiedervereinigung ist es trotzdem.

Beim "Summer of Pioneers"

Beim "Summer of Pioneers" kamen 2019 fast 30 junge Menschen nach Wittenberge, um zu wohnen und zu arbeiten. Die Hälfte lebe jetzt dauerhaft in Wittenberge und entwickele mit ihren Ideen die Stadt weiter, berichtet Bürgermeister Hermann.

Es kamen fast 30, die Hälfte blieb. Also 14. Topmeldung...
14 Leute sind in Wittenberge geblieben (weil fast mietfrei wohnen und arbeiten können).
Typisch deutsches `Vorzeigeprojekt´, das bestimmt von diversen Ministern besucht worden ist. Piefigkeit feiert sich selbst.

Grundsätzlich ist ja gut, wenn Städte versuchen, den Untergang zu verhindern und dafür auch neue und innovative Wege gehen. Mann muss aber auch nicht jedes Kaff erhalten, nur weil es mal da stand. Es gibt einfach Gegenden ohne Perspektiven. Was auch völlig okay ist. Da kann man dann zwar irgendwelche schnell erfundenen Bundesbehörden hin verlegen oder auch mit temporär mietfreiem Wohnen locken, aber das eigentliche Problem bleibt ja.

@wenigfahrer um 17:21

>> Jetzt stellt sich mir die Frage, als was arbeiten die Jungen Menschen dort. Ich kenne zwar die Stadt nicht, aber viele große Firmen scheint es ja nicht zu geben, sonst wären ja nicht die Hälfte der Bewohner weg.
Wäre doch interessant, als was man dort arbeiten kann, für viele andere Junge Menschen die Familie gründen wollen, und Wohnraum suchen der bezahlbar ist. <<

Im Bericht steht u. a. „… Leerstehende Fabrikgebäude wurden in luftige Co-Working-Spaces umgewandelt…“ - in solchen Flächen arbeiten oft Start-ups in Teams zusammen. Ich vermute mal, es wird sehr viel online und digital gearbeitet, und dazu benötigt man für die Räume „nur“ eine sehr gute IT-Netzanbindung. Wenn diese Start-ups mit größeren Firmen in Projekten zusammenarbeiten, dann v. a. online.

18:43 von WM-Kasparov-Fan

in 300 Jahren
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Wer kann denn so weit in die Zukunft planen.
Wer weiß wie die Situation sich in 20 .... 30 Jahren darstellt, gar in 50 Jahren

Großstadtmüdigkeit oder absurde Mietpreise?

"Profitieren von der Großstadtmüdigkeit"

Die ländlichen Regionen profitieren meiner Meinung nach von den absurd hohen Mieten in den Großstädten als der Unlust auf das Großstadtleben. Wer das nicht mag, zieht schließlich gar nicht erst hin.

20:46 von Nachfragerin

verstehen sie warum ein Mensch beispielsweise in den Moloch Berlin zieht ?
Ich nicht
aber ich muß ja auch nicht alles verstehen

Großstadtmüdigkeit..?!

Also die habe ich schon seit über 20 Jahren. Mittelzentren sind irgendwie beschaulicher und haben auch im Grunde alles zu bieten, was eine Großstadt ausmacht. Nur eben 2-3 Nummern kleiner.

Und wem es da immer noch zu hektisch ist, der geht noch weiter in die Peripherie.

Heutzutage wo das Internet überall ist und man gerne wieder etwas mehr Grund hat. Und auch in diesen Regionen gibt es neue Infrastruktur und nicht zuletzt inzwischen auch: neue Wohnungen.

Gut. Mir persönlich liegt da die Schweizer Grenzregion mehr. Aber auch in der Nähe von bspw. Leipzig kann man ganz gut leben und wohnen…

In Baden-Württemberg hat jedes Dorf

einen Weltmarktführer. Da ist es natürlich einfacher und besser zu leben.

Zumal die nächste Stadt meistens gar nicht so weit weg ist und die Infrastruktur insgesamt gut ist.

Das ist wohl auch im Osten das Geheimnis des „Erfolges“, zumindest mancherorts.

Tradition und Tourismus können auch was bieten.

Man kann aus fast allem etwas machen. Man muss es nur wollen und jemand haben, der so etwas voran treibt…

Neulich war ich paar Tage in Kroatien. Da gibt’s auch mächtig Aufbruchstimmung.

Selbst in einigen eher ländlichen Regionen.

Am 06. Oktober 2021 um 18:50 von Wolf1905

" Im Bericht steht u. a. „… Leerstehende Fabrikgebäude wurden in luftige Co-Working-Spaces umgewandelt…“

Entschuldigung, aber ich konnte und kann mit den Auswärtigen Begriffen nicht so richtig was anfangen, hatte oder hätte das nicht mit Arbeit verbunden.

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