Kommentare - Medizin-Nobelpreis an Molekularbiologen Julius und Patapoutian

04. Oktober 2021 - 15:05 Uhr

Für ihre Entdeckung der Rezeptoren für Temperatur und Berührung im Körper haben die beiden Wissenschaftler David Julius und Ardem Patapoutian den diesjährigen Medizin-Nobelpreis erhalten.

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Kommentare

Druck- und Temperatursensoren in der Haut...

...sind ja bekannt.

Einen “Kältepunkt“ (-rezeptor) auf dem Handrücken kann jeder leicht bei sich selber herausfinden:
Einen stumpfen dünnen Gegenstand in den Kühli oder das Eisfach legen und nach ca.5 Min. mit dem Ende leicht über die Haut fahren.

An bestimmten Stellen merkt man deutlich die Kälte: Da befindet sich so ein Kältepunkt; fährt man nur 1 mm weiter, ist das Kältegefühl weg.

Geht mit Wärme genauso.

Es ist wohl so, dass sich diese Art Rezeptoren, auch für Druck bzw Schmerz, in weitaus kompliziertere “Rubriken“ aufteilen. Und w i e das entsprechende Gefühl z. B. in den druckempfindlichen Zellen genau ausgelöst wird, war bislang nicht bekannt.

Spannend, und ganz sicher zukunftsträchtig für medizinische Anwendungen.

Rezeptoren ...und Gefühle die man auch selbst manipuliert!

Heuer in 2021, gönne natürlich auch ich jeder Person global so viele Nobelpreise wie jeder mag. Jedoch... mal ehrlich: solange es nicht endlich darum geht die Reflektionen der Sonnenstrahlen zurück ins Weltall zu leiten bedeuten mir persönlich nicht wirklich die ach so großen Lobby- Preisbelobigungen sehr viel. Nicht mal, wenn ich selbst auch eine bekäme. Unabhängig von ohnehin stets individuellen Gefühlsausbrüchen. Manche sind verzückt von Katzen, andere ekeln sich davor. Und unabhängig von einstigen, sadistischen Tier- Versuchen um zu begaffen ob Äffchen Schmerzen erleiden wenn deren Pfötchen zertrümmert werden. Verbleiben Gefühle als Un - Konstante! Manche Leute mag man erst nach deren politischem Abdanken, zum Beispiel. Rezeptoren?... erhoffe auch ich seitens der jüngsten Preisträger... um sich gleichfalls für global gemeinsame Währungsreformen mit einzubringen! Damit endlich auch... Pioniergeist und Erfolge für die Klimathemen ""NOBEL"" einsetzen!
Individuelles:
Frau D. Brauer

Nobelpreis

Wissenschaft,das ist das,was Wissen schafft.
Im Gegensatz dazu “Querdenken“.
Das ist das, was Dummheit schafft.

Herzlichen Glückwunsch.

& GottseidankgibtesnochunabhängigeEntscheidungen.

Herzlichen Glückwunsch! (Und kleine Korrektur.)

Ich schließe mich den Gratulationen an. Ein Nobelpreis dürfte das höchstmögliche Ziel eines jeden Wissenschaftlers sein.

Es ist allerdings nicht ganz richtig, dass der Nobelpreis für die Entdeckung der Rezeptoren verliehen wurde. Die Rezeptoren kennt schließlich jeder Mensch seit seiner Geburt.

Neu erforscht wurden die (molekularbiologischen) Abläufe in den Rezeptoren. Wobei neu auch nicht ganz richtig ist: Die Veröffentlichungen von Herrn Patapoutian sind inzwischen 15 Jahre alt, die von Herrn Julius sogar über 20.

@Eifelyeti - Wissenschaft = Zweifeln

16:34 von Eifelyeti:
"Wissenschaft,das ist das,was Wissen schafft. Im Gegensatz dazu 'Querdenken'. Das ist das, was Dummheit schafft."

Sie irren. Eckart von Hirschhausen prägte den Satz: "Wissenschaft ist der aktuelle Stand des Irrtums".

Ein echter Wissenschaftler wird sich nie mit dem Erreichten zufriedengeben. Zweifeln ist der Motor des Fortschritts. Es ist "Querdenkern" wie Nikolaus Kopernikus oder Alfred Wegener zu verdanken, dass wir heute ein heliozentrisches Weltbild haben und von der Kontinentaldrift wissen.

Liebes Nobelpreiskomittee, ...

... so interessant die Ergebnisse beider Forscher sind: Hier habt Ihr einmal wirklich vollkommen das Thema verfehlt! Diese Entdeckungen gehören zweifelsfrei rein zur Biologie – sie haben mit Medizin nichts, aber auch gar nichts zu tun... Abgesehen davon: Es ist eine Schande, dass Ihr ausgerechnet 2021 keinerlei Covid-19-Impfstoffentwickler geehrt habt – die beiden stattdessen auserkorenen Biologen hätten auch noch bis in ein Jahr warten können, in dem keine Pandemie grassiert – ihre Thematik ist schließlich zeitlos relevant.......

@Nachfragerin

"m 04. Oktober 2021 um 16:47 von Nachfragerin
Herzlichen Glückwunsch! (Und kleine Korrektur.)

Ich schließe mich den Gratulationen an. Ein Nobelpreis dürfte das höchstmögliche Ziel eines jeden Wissenschaftlers sein.

Es ist allerdings nicht ganz richtig, dass der Nobelpreis für die Entdeckung der Rezeptoren verliehen wurde. [...]
Neu erforscht wurden die (molekularbiologischen) Abläufe in den Rezeptoren. Wobei neu auch nicht ganz richtig ist: Die Veröffentlichungen von Herrn Patapoutian sind inzwischen 15 Jahre alt, die von Herrn Julius sogar über 20."

Auch ich schließe mich der Gratulation an. Möchte aber dennoch widersprechen. Das höchste Ziel von Wissenschaftler:innen ist es zu forschen und die von gestellten Fragen zu beantworten. Wenn sie dafür auch noch den Nobelpreis erhalten, ist es erfreulich, aber ganz sicher nicht das Ziel. Schon gar nicht zum Beispiel für einen Mathematiker, der bekommt keinen Nobelpreis.Der bekommt die Fields-Medaille.

@Nachfragerin

"
Am 04. Oktober 2021 um 17:16 von Nachfragerin
@Eifelyeti - Wissenschaft = Zweifeln

16:34 von Eifelyeti:
"Wissenschaft,das ist das,was Wissen schafft. Im Gegensatz dazu 'Querdenken'. Das ist das, was Dummheit schafft."

Sie irren. Eckart von Hirschhausen prägte den Satz: "Wissenschaft ist der aktuelle Stand des Irrtums".

Ein echter Wissenschaftler wird sich nie mit dem Erreichten zufriedengeben. Zweifeln ist der Motor des Fortschritts. Es ist "Querdenkern" wie Nikolaus Kopernikus oder Alfred Wegener zu verdanken, dass wir heute ein heliozentrisches Weltbild haben und von der Kontinentaldrift wissen."

Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen. Deshalb sollte man es auch nicht für eine Gruppe verwenden, die dieses schöne Wort mißbrauchen für Verschwörungsschwurbeleien und Lügenmärchen. Querschwurbler oder Leerdenker paßt besser.

@Anderes1961 - Forschungsalltag

17:23 von Anderes1961:
"Das höchste Ziel von Wissenschaftler:innen ist es zu forschen und die von gestellten Fragen zu beantworten."

Ja gut. Da man als Wissenschaftler viel Zeit damit verbringen muss, seinen nächsten Geldgeber zu suchen, kann man den Forschungsalltag tatsächlich als Ziel sehen.

Ich meinte mit dem "Ziel" auch eher das Erreichen der höchstmöglichen Auszeichnung.

PS: Ich behaupte mal ganz dreist, dass die beiden Ausgezeichneten die Forschung koordiniert haben, aber selbst kaum (oder gar nicht) im Labor standen.

17:17 von jautaealis

Alles andere hätte mich hier auch gewundert.
Panik essen Gehirn auf.

@Nachfragerin

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Am 04. Oktober 2021 um 17:44 von Nachfragerin
@Anderes1961 - Forschungsalltag

17:23 von Anderes1961:
"Das höchste Ziel [...]"

Ja gut. Da man als Wissenschaftler viel Zeit damit verbringen muss, seinen nächsten Geldgeber zu suchen, kann man den Forschungsalltag tatsächlich als Ziel sehen.

Ich meinte mit dem "Ziel" auch eher das Erreichen der höchstmöglichen Auszeichnung.

PS: Ich behaupte mal ganz dreist, dass die beiden Ausgezeichneten die Forschung koordiniert haben, aber selbst kaum (oder gar nicht) im Labor standen.

Mir ist klar, was Sie meinten. Ja, Forschung ist auch die Suche nach Geldgebern. Möglich, daß Ihre Behauptung stimmt. Ich denke, daß die hin und wieder auch mal gerne im Labor gestanden haben.

Hinter den Preisträgern steht immer ein ganzes Team. Bestes Beispiel: Ligo: Physiknobelpreis 2017. Dahinter stand ein internationales Team Kontinentübergreifend von mehreren 100 Wissenschaftlern. Übrigens auch Queen-Gitarrist Brian May (Dr. der Astrophysik) war beteiligt.

@nachfragerin und @anderes1961

Also, die von Ihnen genannten waren Wissenschaftler.
Die "Querdenker" von heute hingegen kämpfen gegen die Wissenschaft.

Ich finde den Vergleich falsch.

@harpdart

"
Am 04. Oktober 2021 um 18:12 von harpdart
@nachfragerin und @anderes1961

Also, die von Ihnen genannten waren Wissenschaftler.
Die "Querdenker" von heute hingegen kämpfen gegen die Wissenschaft.

Ich finde den Vergleich falsch."

Lesen Sie meinen Beitrag von 17:38 Uhr (nochmal). :-)

@jautealis

"
Am 04. Oktober 2021 um 17:17 von jautaealis
Liebes Nobelpreiskomittee, ...

... so interessant die Ergebnisse beider Forscher sind: Hier habt Ihr einmal wirklich vollkommen das Thema verfehlt! Diese Entdeckungen gehören zweifelsfrei rein zur Biologie – sie haben mit Medizin nichts, aber auch gar nichts zu tun... Abgesehen davon: Es ist eine Schande, dass Ihr ausgerechnet 2021 keinerlei Covid-19-Impfstoffentwickler geehrt habt – die beiden stattdessen auserkorenen Biologen hätten auch noch bis in ein Jahr warten können, in dem keine Pandemie grassiert – ihre Thematik ist schließlich zeitlos relevant......."

Könnte es sein, daß Sie oberhalb des "Twitterblocks" aufgehört haben zu lesen?

Zitat aus dem Artikel: "Die Forschungsergebnisse der beiden Wissenschaftler werden genutzt, um Behandlungen für eine Reihe von Krankheiten zu entwickeln, darunter chronische Schmerzen."

Ist der erste Absatz unterhalb des "Twitterblocks".

@17:38 von Anderes1961 @Nachfragerin

//"Ein echter Wissenschaftler wird sich nie mit dem Erreichten zufriedengeben. Zweifeln ist der Motor des Fortschritts. Es ist "Querdenkern" wie Nikolaus Kopernikus oder Alfred Wegener zu verdanken, dass wir heute ein heliozentrisches Weltbild haben und von der Kontinentaldrift wissen."

Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen. Deshalb sollte man es auch nicht für eine Gruppe verwenden, die dieses schöne Wort mißbrauchen für Verschwörungsschwurbeleien und Lügenmärchen. Querschwurbler oder Leerdenker paßt besser.//

Ich habe mich auch immer über diese missbräuchliche Bezeichnung für diese "Verquerdenker", wie ich diese teils gefährliche Klientel bezeichne, geärgert.
Querdenken können, ist etwas durchaus Wünschenswertes. Nicht umsonst gibt es spezielle Hefte oder Spiele mit dem Titel: "Rätsel für Querdenker". Psychopathen, Narzissten oder besonders schlichte Gemüter waren nie die Zielgruppe für diese Rätsel.

@nachfragerin 17:44

Kann ich mir schlecht vorstellen dass die Beiden nur mit Delegieren an die ausgelobten Erkenntnisse gekommen sind. Und wenn sie schon selbst nicht mehr die(!) Praktiker waren werden sie es wohl aus früherer Erfahrung beurteilen können "wo die Säge klemmt" und was zielführend ist.

17:38 von Anderes1961

"Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen. Deshalb sollte man es auch nicht für eine Gruppe verwenden, die dieses schöne Wort mißbrauchen für Verschwörungsschwurbeleien und Lügenmärchen. Querschwurbler oder Leerdenker paßt"
*
Kopernikus, Wegener, Newton, Leibniz, u.a. waren
Rundumdenker und gehören zu den Gründern der modernen Lehren in den Wissenschaften!

Die Querschwurbler, Leerdenker
sind den damaligen Kirchenfürsten und ihren
(angeblich durch Gott) eingesetzten weltlichen Despoten sehr ähnlich,
die vehement alles ablehnten, was gegen ihren Kirchenkanon, den sogenannten christlichen Glauben sprach!

Nobelpreis des Jahrhunderts?

Wenn es sowas wie einen Nobelpreis des Jahrhunderts gäbe, dann hätte es Ligo verdient. Okay, ich bin vorbelastet als Astronomiefan. Dennoch, dieses Projekt ist

1. Ein wunderbares Beispiel für internationale Zusammenarbeit. Es wurde Kontinentübergreifend geforscht.

2. Ein wunderbares Beispiel für Ausdauer. Heinz Billing war der Erste, der in den 60er Jahren einen Gravitationswellendektor erfand, auf dessen Prinzip Ligo basiert. Er hatte geschworen erst zu sterben, wenn Gravitationswellen nachgewiesen wurden. Er hielt Wort. Wenige Monate nach dem ersten Nachweis durch Ligo verstarb Heinz Billing im Alter von 103 Jahren.

3. Ein wunderbares Beispiel für eine unglaubliche Leistung. Ligo ist quasi ein Lineal, daß Längenunterschiede mißt, die 1/4000 des Durchmessers eines Protons betragen. Ein Proton hat einen Durchmesser von 0,8 Fm= 0,00000000000000008 Meter. Niemand hätte es für möglich gehalten, daß das gelingt, außer den paar Verrückten, die dran arbeiteten.

@Anna-Elisabeth

"
Am 04. Oktober 2021 um 18:38 von Anna-Elisabeth
@17:38 von Anderes1961 @Nachfragerin

//"Ein echter Wissenschaftler wird sich nie mit dem Erreichten zufriedengeben. Zweifeln ist der Motor des Fortschritts. Es ist "Querdenkern" wie Nikolaus Kopernikus oder Alfred Wegener zu verdanken, [...]"

Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, [...] Deshalb sollte man es auch nicht für eine Gruppe verwenden, die dieses schöne Wort mißbrauchen für Verschwörungsschwurbeleien und Lügenmärchen. Querschwurbler oder Leerdenker paßt besser.//

Ich habe mich auch immer über diese missbräuchliche Bezeichnung für diese "Verquerdenker", wie ich diese teils gefährliche Klientel bezeichne, geärgert.
Querdenken können, ist etwas durchaus Wünschenswertes. Nicht umsonst gibt es spezielle Hefte oder Spiele mit dem Titel: "Rätsel für Querdenker". Psychopathen, Narzissten oder besonders schlichte Gemüter waren nie die Zielgruppe für diese Rätsel."

Sie rennen bei mir offene Türen ein. Danke für die Unterstützung.

@16:47 von Nachfragerin

//Ein Nobelpreis dürfte das höchstmögliche Ziel eines jeden Wissenschaftlers sein.//

Ganz sicher nicht. Wer in der Wissenschaft einen Preis als Ziel hat, hat das Ziel schon verfehlt und ist auch ansonsten nur zu bedauern.
Wissenschaft ist auch kein Talentwettbewerb, bei dem fleißiges Üben hilft.

@Anderes1961

"Lesen Sie meinen Beitrag von 17:38 Uhr (nochmal). :-)"

Doch, ich habe schon genau verstanden, wie Sie es meinten.
Nur, wenn Sie schreiben:
"Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen."
So, wie das Wort "Querdenker" aktuell verwendet wird in der Öffentlichkeit, würde ich es nicht rückwirkend im Zusammenhang mit diesen großen Wissenschaftlern gebrauchen.
Stellen Sie sich diesen Satz auf einer QD-Website vor...
Klimawandel-Leugner sehen sich auch in der gleichen Situation wie Galileo Galilei...

@spax-plywood - wissenschaftliche Karriere

18:42 von spax-plywood:
"Kann ich mir schlecht vorstellen dass die Beiden nur mit Delegieren an die ausgelobten Erkenntnisse gekommen sind."
> Nach meinen persönlichen Erfahrung halten die Chefs einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe den Laden am Laufen. Sie werben Gelder ein, knüpfen Kontakte zu anderen Forschungsgruppen, schlagen sich mit Papierkram herum, sind aber auch dabei, wenn wissenschaftliche Ergebnisse interpretiert werden müssen.

"Und wenn sie schon selbst nicht mehr die(!) Praktiker waren werden sie es wohl aus früherer Erfahrung beurteilen können 'wo die Säge klemmt' und was zielführend ist."
> Mein damaliger Chef bat mich mal ins Labor, um einem Gast ein Experiment zeigen wollte. Er selbst wusste aus den oben genannten Gründen nicht mehr, wie die Geräte zu bedienen sind.

Je höher man auf der wissenschaftlichen Karriereleiter klettert, desto weniger Zeit bleibt einem für die Forschungsarbeit. Die machen die Doktoranden und Postdocs.

@18:42 von spax-plywood @nachfragerin 17:44

//Kann ich mir schlecht vorstellen dass die Beiden nur mit Delegieren an die ausgelobten Erkenntnisse gekommen sind. Und wenn sie schon selbst nicht mehr die(!) Praktiker waren werden sie es wohl aus früherer Erfahrung beurteilen können "wo die Säge klemmt" und was zielführend ist.//

So ist es auch sicher nicht. Am Anfang steht wohl eine besonders kluge Fragestellung. Und besonders gute Wissenschaftler sind dann häufig auch die Ideengeber in einer Gruppe. Natürlich ist auch gute Teamarbeit wichtig. Man kann unmöglich alles alleine machen.

Allerdings lässt manch ein erfolgreicher Wissenschaftler dann doch mal den Dank an besonders wichtige Mitarbeiter vermissen. Da fällt mir prompt Otto Hahn ein, der Lise Meitner nicht nicht einmal erwähnte.

@harpdart

"
Am 04. Oktober 2021 um 18:58 von harpdart
@Anderes1961

"[...] Doch, ich habe schon genau verstanden, wie Sie es meinten.
Nur, wenn Sie schreiben:
"Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen."
So, wie das Wort "Querdenker" aktuell verwendet wird in der Öffentlichkeit, würde ich es nicht rückwirkend im Zusammenhang mit diesen großen Wissenschaftlern gebrauchen.
Stellen Sie sich diesen Satz auf einer QD-Website vor...
Klimawandel-Leugner sehen sich auch in der gleichen Situation wie Galileo Galilei..."

Im Gegenteil. Echte Querdenker sollte man auch als Querdenker bezeichnen. Es ist ein schönes Wort. Und treffend dafür, Probleme neu anzugehen.

Wir sollten aber nicht zulassen, daß das Wort von Querschwurblern mißbraucht wird für ihre kruden Verschwörungserzählungen. Da bin ich bei Ihnen.

Und Nein, meinen Satz möchte ich mir nicht auf einer Webseite der Leerdenker vorstellen:

„Heinrich! Mir graut's vor Dir." (Goethe).

@18:58 von harpdart @Anderes1961

//Nur, wenn Sie schreiben:
"Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen."
So, wie das Wort "Querdenker" aktuell verwendet wird in der Öffentlichkeit, würde ich es nicht rückwirkend im Zusammenhang mit diesen großen Wissenschaftlern gebrauchen.//

Das macht es doch so ärgerlich, dass gerade diejenigen, die die Sprache besonders gut beherrschen sollten - Journalisten also, hier so ätzend ungenau sind und damit Missverständnissen auch noch Vorschub leisten.

@harpdart (Nachtrag)

"
Am 04. Oktober 2021 um 18:58 von harpdart
@Anderes1961

"Lesen Sie meinen Beitrag von 17:38 Uhr (nochmal). :-)"

Doch, ich habe schon genau verstanden, wie Sie es meinten.
Nur, wenn Sie schreiben:
"Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen."
So, wie das Wort "Querdenker" aktuell verwendet wird in der Öffentlichkeit, würde ich es nicht rückwirkend im Zusammenhang mit diesen großen Wissenschaftlern gebrauchen.
Stellen Sie sich diesen Satz auf einer QD-Website vor...
Klimawandel-Leugner sehen sich auch in der gleichen Situation wie Galileo Galilei..."

Übrigens: Ein unschönes Beispiel dafür, wie die Bedeutung eines Satzes, aus dem Zusammenhang gerissen, ins Gegenteil verkehrt werden kann. Eine höfliche Bitte: Kürzen ja, natürlich, aber bitte nicht aus dem Zusammenhang reißen. Den entscheidenden Teil haben Sie weggelassen. Beim Zitieren immer den Sinn wahren. Kostet ein wenig Mühe, aber die lohnt sich.

@Anna-Elisabeth 18:56 @Nachfragerin

@Nachfragerin hat doch recht. Natürlich ist der Nobelpreis die ultimative Ehrung für einen Wissenschaftler (außer für Mathematiker, aber die haben ja die Fields medal).

Niemand versucht das „anzustreben“, das wäre auch vermessen. Aber versuchen etwas „nobelpreiswürdiges“ zu entdecken kann schon ein sehr starker Motivator sein. Manche haben tatsächlich erfolgreich auf den Preis hingearbeitet ohne diesen vielleicht ständig im Kopf gehabt zu haben (gibt schließlich noch unzählige andere, allerdings weniger prestigeträchtige Ehrungen).

Ada Yonats Strukturaufklärung von Ribosomen, Marie Curies Isolierung des Radiums waren Fleißarbeiten. Einstein hatte sich in Erwartung des Preises schon mal ein Haus in Caput bei Potsdam gekauft .. Novoselov und Geim wussten auch das sie den Preis für ihre Arbeit zur Diractheorie in Graphen bekommen würden etc. Der Entdecker des Streptomycins war ein Student des Nobelpreisträgers usw.

Wissenschaft, halt ...

@davidw.

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Am 04. Oktober 2021 um 18:48 von davidw.
17:38 von Anderes1961

"Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen. Deshalb sollte man es auch nicht für eine Gruppe verwenden, die dieses schöne Wort mißbrauchen für Verschwörungsschwurbeleien und Lügenmärchen. Querschwurbler oder Leerdenker paßt"
*
Kopernikus, Wegener, Newton, Leibniz, u.a. waren
Rundumdenker und gehören zu den Gründern der modernen Lehren in den Wissenschaften!

Die Querschwurbler, Leerdenker
sind den damaligen Kirchenfürsten und ihren
(angeblich durch Gott) eingesetzten weltlichen Despoten sehr ähnlich,
die vehement alles ablehnten, was gegen ihren Kirchenkanon, den sogenannten christlichen Glauben sprach!"

Eine interessante Perspektive, die mich zum Nachdenken anregt. Ja, da scheint was dran zu sein. Danke dafür.

18:58 von Nachfragerin @spax-plywood

//"Und wenn sie schon selbst nicht mehr die(!) Praktiker waren werden sie es wohl aus früherer Erfahrung beurteilen können 'wo die Säge klemmt' und was zielführend ist."

> Mein damaliger Chef bat mich mal ins Labor, um einem Gast ein Experiment zeigen wollte. Er selbst wusste aus den oben genannten Gründen nicht mehr, wie die Geräte zu bedienen sind.//

Verzeihen Sie, wenn ich jetzt pingelig werde. Auch wenn ich die Arbeit mit dem Mikroskop, den Kulturen, dem MRT oder dem Enzephalografen durchführe, so beruht mein Teil der Arbeit nur auf Vorgaben und ist somit kaum als wissenschaftliche Arbeit zu bezeichnen. Selbst dann nicht, wenn ich auch noch einen Teil der Auswertung übernehme. Allerdings kommen auch aus dieser "stummen Ecke" auch schon mal sehr gute Ideen, die dankbar aufgegriffen werden.

@Anna-Elisabeth

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Am 04. Oktober 2021 um 19:06 von Anna-Elisabeth
@18:42 von spax-plywood @nachfragerin 17:44

//Kann ich mir schlecht vorstellen dass die Beiden nur mit Delegieren an die ausgelobten Erkenntnisse gekommen sind. Und wenn sie schon selbst nicht mehr die(!) Praktiker waren werden sie es wohl aus früherer Erfahrung beurteilen können "wo die Säge klemmt" und was zielführend ist.//

So ist es auch sicher nicht. Am Anfang steht wohl eine besonders kluge Fragestellung. Und besonders gute Wissenschaftler sind dann häufig auch die Ideengeber in einer Gruppe. Natürlich ist auch gute Teamarbeit wichtig. Man kann unmöglich alles alleine machen.

Allerdings lässt manch ein erfolgreicher Wissenschaftler dann doch mal den Dank an besonders wichtige Mitarbeiter vermissen. Da fällt mir prompt Otto Hahn ein, der Lise Meitner nicht nicht einmal erwähnte."

Wissenschaftler sind auch nur Menschen. Und unter Menschen gibt es auch Rüpel. :-) Leider.

@Nachfragerin 18:58 Uhr: wenn der Student entdeckt ...

„ Je höher man auf der wissenschaftlichen Karriereleiter klettert, desto weniger Zeit bleibt einem für die Forschungsarbeit. Die machen die Doktoranden und Postdocs.“

Wie wahr.

Nur der Zusatz darf erlaubt sein, dass oft die Ideen und die eigentlichen Entdeckungen auch von Studenten kommen. Die Ehrung und evtl Patente etc. heimst dann aber meist der Professor ein.

Diese Kultur speziell in Deutschland ist nicht innovationsfördernd. Ergebnisse von Doktorarbeiten „gehören“ nach weitverbreiteter Auffassung heute dem Prof. Vor hundert Jahren war das noch ganz anders:

Albert Einsteins Dissertation ist eines seiner meistzitierten Werke, seine Doktorväter lange vergessen ...

@nachfragerin 18:58

Einem Josef Weber, der auch ein klein wenig an den hier schon erwähnten Gravitationswellen herumgeforscht hat, oder die beiden Spezis, die noch selbst ihre Antenne fegten weil sie die Hintergrundstrahlung für ein Artefakt hielten, war "Karriereleiter" sicher auch ein Begriff. Nur nicht so in dem Sinne wie heutzutage. Und Feynman, der nie Krawatten trug, beschäftigte sich hobbymäßig mit Radio- und Fernseh- Friemelei.

@Anna-Elisabeth

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Am 04. Oktober 2021 um 19:12 von Anna-Elisabeth
@18:58 von harpdart @Anderes1961

//Nur, wenn Sie schreiben:
"Ja, das stimmt, Kopernikus, Wegener, Newton, Leibnitz, das waren alles Querdenker, die neue Wege gingen."
So, wie das Wort "Querdenker" aktuell verwendet wird in der Öffentlichkeit, würde ich es nicht rückwirkend im Zusammenhang mit diesen großen Wissenschaftlern gebrauchen.//

Das macht es doch so ärgerlich, dass gerade diejenigen, die die Sprache besonders gut beherrschen sollten - Journalisten also, hier so ätzend ungenau sind und damit Missverständnissen auch noch Vorschub leisten."

Ist zwar bissel weit weg vom eigentlichen Thema, möchte aber trotzdem drauf antworten.

Nicht alle Journalisten sind so politisch korrekt, daß sie die offizielle Selbstbezeichnung dieser Gruppe verwenden, sondern klipp und klar das schreiben, was diese Menschen sind: Querschwurbler.

Es ist ein gutes Beispiel für false balance - wenn man als Journalist glaubt, "neutral" formulieren zu müssen.

Das Komitee ist immer für Überraschungen gut

Man will sich auch bewusst nicht vom Zeitgeist vor sich her treiben lassen.

Man hätte deshalb auch anders entscheiden können, zB die Forscher Kariko und Weissman für die Entwicklung des Konzepts (!) von mRNA Impfstoffen zu ehren.

Vielleicht das nächste mal ...die Pandemie ist ja noch nicht vorbei, Sahin hat für Frühjahr 2022 erstmal ein „Impfstoff-Update“ angekündigt, sozusagen Biontech 2.0.

@Möbius

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Am 04. Oktober 2021 um 19:17 von Möbius
@Anna-Elisabeth 18:56 @Nachfragerin

@Nachfragerin hat doch recht. Natürlich ist der Nobelpreis die ultimative Ehrung für einen Wissenschaftler (außer für Mathematiker, aber die haben ja die Fields medal).

Niemand versucht das „anzustreben“, das wäre auch vermessen. Aber versuchen etwas „nobelpreiswürdiges“ zu entdecken kann schon ein sehr starker Motivator sein. Manche haben tatsächlich erfolgreich auf den Preis hingearbeitet ohne diesen vielleicht ständig im Kopf gehabt zu haben (gibt schließlich noch unzählige andere, allerdings weniger prestigeträchtige Ehrungen).

[...] Hätte Ihren Beitrag gerne vollständig zitiert. Geht leider nicht, wegen der Länge. Nachfragerin, Sie und Ich, sind da doch völlig beieinander. Wollte nur was klarstellen, bevor jetzt jemand, angeregt vom Beitrag von Nachfragerin sich vornimmt: Ab Morgen arbeite ich für den Nobelpreis:-) Den kann man sich nicht erarbeiten, der fällt einem zu. Danke für Ihren Beitrag.

@Möbius

"Am 04. Oktober 2021 um 19:33 von Möbius
Das Komitee ist immer für Überraschungen gut

Man will sich auch bewusst nicht vom Zeitgeist vor sich her treiben lassen.

Man hätte deshalb auch anders entscheiden können, zB die Forscher Kariko und Weissman für die Entwicklung des Konzepts (!) von mRNA Impfstoffen zu ehren.

Vielleicht das nächste mal ...die Pandemie ist ja noch nicht vorbei, Sahin hat für Frühjahr 2022 erstmal ein „Impfstoff-Update“ angekündigt, sozusagen Biontech 2.0."

Was nicht ist, kann ja noch werden. Der Preis wird ja nicht zeitnah vergeben. Man darf nur vorher nicht sterben. Wenn man sich das vornimmt, gelingt das auch. So wie Heinz Billing. :-) Unglaubliche Geschichte, die mir nicht aus dem Kopf geht.

@19:27 von Möbius @Nachfragerin

//Nur der Zusatz darf erlaubt sein, dass oft die Ideen und die eigentlichen Entdeckungen auch von Studenten kommen. Die Ehrung und evtl Patente etc. heimst dann aber meist der Professor ein.//

Das stimmt leider auch.

Manche Nobelpreisträger mussten sich erst durchbeißen

Leider ist die heutige Wissenschaft oft sehr dogmatisch. Neue Ideen, noch dazu eventuell kommend von vorher hierarchisch tieferstehenden Kollegen, werden nicht selten mit einer feindseligen Ignoranz empfangen. Nach „oben“ hin wird gebuckelt, nach „unten“ getreten, wie überall eben.

Hartmut Michel, Harald von zur Hausen oder Daniel Shechtman sind nur wenige Beispiele für viele begnadete Forscher, die um ihre Anerkennung erst gegen das wissenschaftliche „Establishment“ kämpfen mussten.

@19:17 von Möbius @Anna-Elisabeth 18:56

//Niemand versucht das „anzustreben“, das wäre auch vermessen.//

Eben. Darum ging es doch.

//Aber versuchen etwas „nobelpreiswürdiges“ zu entdecken kann schon ein sehr starker Motivator sein.//

Vielleicht.

Wenn ich da aber an Andrew Wiles denke und seine Lösung des des Fermatschen Rätsels, bin ich sicher, dass der während der Arbeit an diesem Rätsel keine Gedanken an die Fields-Medaille verschwendet hatte, sondern einfach nur besessen von dieser Aufgabe war.
Allerdings sind hochbegabte Mathematiker wohl auch noch einmal ein besonderes Völkchen für sich.

@Anderes1961

"Übrigens: Ein unschönes Beispiel dafür, wie die Bedeutung eines Satzes, aus dem Zusammenhang gerissen, ins Gegenteil verkehrt werden kann. Eine höfliche Bitte: Kürzen ja, natürlich, aber bitte nicht aus dem Zusammenhang reißen. Den entscheidenden Teil haben Sie weggelassen. Beim Zitieren immer den Sinn wahren. Kostet ein wenig Mühe, aber die lohnt sich."

Ich bemühe mich darum und meistens klappt es.
In diesem Fall habe ich es tatsächlich mit Absicht getan, um zu zeigen, wie der Satz mißbraucht werden kann-;)) Das habe ich wohl nicht deutlich genug gesagt.
Ich ärgere mich auch immer wieder über den Namen einer gewissen Partei, weil ich dann an "Alternative Liste" denken muss...

@Anderes1961

"Eine interessante Perspektive, die mich zum Nachdenken anregt. Ja, da scheint was dran zu sein. Danke dafür."

Ihr Dank galt David., der es genau auf den Punkt gebracht hat. Paßt hervorragend zu meinem Beispiel Galilei, das ich aus diesem Grund erwähnte, ohne es näher zu erläutern.

Die Ligo-Story

Ich muß doch noch mal auf Ligo zurückkommen und auf den Grund, wieso dieses Projekt mich so faziniert.

Zum einen natürlich die wissenschaftliche Leistung.

Zum anderen ist Ligo eine tolle Geschichte; die ganzen Hoffnungen, Enttäuschungen, fabelhaften Stories rund um Ligo - wie die von Heinz Billing und Brian May dem Superstar als Rechenknecht, eingebunden als einer von vielen in einem weltumspannenden Experiment. Und die Geschichte von Albert Einstein, der vor 100 Jahren etwas vorhersagte, von dem man glaubte, daß es niemals bewiesen werden könnte.

Es ist ein Projekt, das geradezu nach einem abendfüllenden Spielfilm schreit. Mit Geschichten, die sich kein Autor jemals ausdenken könnte. Geschichten, die das Leben schrieb.

Ein letztes Wort

Schade, dass die beiden Preisträger ihre Forschungen nicht schon früher abgeschlossen haben. Vielleicht könnte mir das helfen. Meine Hände kann ich nur noch sehr eingeschränkt gebrauchen. Nicht nur die Feinmotorik ist fast weg, bestimmte Dinge kann ich nicht mehr fühlen oder ertasten. Ich weiß nicht, ob die Wäsche schon getrocknet ist, für mich fühlt sie sich immer feucht an, genau wie meine Hände, die in Wirklichkeit staubtrocken sind.
Da stimmt irgendwas im Nervensystem nicht mehr und soweit ich das verstehe, war das so ungefähr der Forschungsgegenstand.
Mein Glückwunsch an die Preisträger.

Zum anderen Thema:
Querdenker:
"Person, die sich in ihrem Denken nicht an die üblichen Denkweisen hält" (Wortbedeutung.info)

Also eigentlich ein neutraler Begriff. Man kann die zuvor benannten Wissenschaftler rückwirkend(!) so bezeichnen, aber nicht unbedingt davon ausgehen, dass "Querdenken" immer etwas positives sein muss.

@Anna-Elisabeth

"Wenn ich da aber an Andrew Wiles denke und seine Lösung des des Fermatschen Rätsels, bin ich sicher, dass der während der Arbeit an diesem Rätsel keine Gedanken an die Fields-Medaille verschwendet hatte, sondern einfach nur besessen von dieser Aufgabe war.
Allerdings sind hochbegabte Mathematiker wohl auch noch einmal ein besonderes Völkchen für sich."

Hach, seufz. Fermats letzter Satz - auch so eine tolle Geschichte. Nur: bewiesen mit den Mitteln und dem Wissen, die Fermat damals zur Verfügung standen, hat den Satz immer noch keiner. :-)

@harpdart

"
Am 04. Oktober 2021 um 20:07 von harpdart
@Anderes1961

"Übrigens: Ein unschönes Beispiel dafür, wie die Bedeutung eines Satzes, aus dem Zusammenhang gerissen, ins Gegenteil verkehrt werden kann. Eine höfliche Bitte: Kürzen ja, natürlich, aber bitte nicht aus dem Zusammenhang reißen. Den entscheidenden Teil haben Sie weggelassen. Beim Zitieren immer den Sinn wahren. Kostet ein wenig Mühe, aber die lohnt sich."

Ich bemühe mich darum und meistens klappt es.
In diesem Fall habe ich es tatsächlich mit Absicht getan, um zu zeigen, wie der Satz mißbraucht werden kann-;)) Das habe ich wohl nicht deutlich genug gesagt.
Ich ärgere mich auch immer wieder über den Namen einer gewissen Partei, weil ich dann an "Alternative Liste" denken muss..."

Danke, für Ihre Erläuterung, dann hätte ich es doch so stehen lassen sollen, wie ich es zunächst geschrieben hatte: "Ein schönes Beispiel dafür,...." Hatte es aber dann doch in "Ein unschönes Beispiel dafür,...." geändert. :-)

@Anna-Elisabeth 20:02: Man versucht ein Problem zu lösen

Das kann sehr erfüllend sein.

Andrew Wiles nutzte in seinem Beweis des „Großen Fermat“ (also dessen Vermutung) m.W. elliptische Integrale, also eine recht moderne Anwendung.

Wenn man an so einer „harten Nuss“ knabbert, denkt man freilich nicht an mögliche Preise sondern ist ganz und gar fokussiert auf die Lösung des „Rätsels“. Anders geht das auch garnicht.

Es gibt nur sehr wenige Wissenschaftler, die dieses unglaubliche Gefühl kennen, als allererster etwas erkannt zu haben! Dazu gehört Idealismus und ein gewisses Maß an Weltfremdheit - in der heutigen Zeit nicht gerade Erfolgsfaktoren einer Karriere.

Viele Professoren sind heute deshalb auch nicht solche herausragenden Forscher, sondern eher Manager.

@20:55 von harpdart

//Zum anderen Thema:
Querdenker:
"Person, die sich in ihrem Denken nicht an die üblichen Denkweisen hält" (Wortbedeutung.info)//

Mir ist die erste (übliche) Duden-Variante geläufiger

1.)männliche Person, die eigenständig und originell denkt und deren Ideen und Ansichten oft nicht verstanden oder akzeptiert werden
BEISPIEL
er ist ein schlauer Kopf und ein Querdenker

2.)
Anhänger, Sympathisant der politischen Bewegung „Querdenken“, die sich insbesondere gegen staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie, gegen Impfungen u. Ä. richtet (und dabei auch Verschwörungserzählungen verbreitet)
BEISPIEL
Demonstrationen von Querdenkern aus dem ganzen Bundesgebiet

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