Kommentare - Grüne in Sondierungen: Werben um die FDP, Zweifel an der Union

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Sondierungen !

Für mich ist klar, nur die Grünen, die SPD und FDP sollten miteinander reden und eine verträgliche Linie für alle finden.
Die CDU hat klar die Wahl verloren, da gibt es nichts zu beschönigen, und schon gar nicht durch die Hintertür wieder an die Macht zu kommen.
Aber auch die FDP muss sich deutlich bewegen und erkennen, auch andere haben Ideen. Hoffentlich wird dies den Gockeln der FDP bald klar.

"Der ganze Laden ist

"Der ganze Laden ist offensichtlich null vorbereitet auf die Zeit nach Merkel."

Da hat sie vollkommen recht. Selbst wenn grüne und FDP Jamaika wollten, mit wem würde man verhandeln? Es gibt keinen Kopf, keinen der das Sagen hat.

Deshalb müssen wir jetzt 8 Jahre Ampel hinter uns bringen, bis die Union sich wieder aus dem Würgegriff Merkels befreit hat.
16 Jahre Alternativlosigkeit machen eben lethargisch. Das schüttelt man nicht eben mal so ab.

Und wer weiß? Vielleicht wird die Ampel ja ganz gut für Umwelt, Rente, Pflege, Löhne, Außenpolitik, energiesicherheit, ...?
Dann kann sich die Union von mir als Wähler verabschieden. Die letzten 16 Jahre waren nicht besonders. Dazu bekomme ich zu wenig Geld.
Ich bin zuversichtlich

Ich finde Parteien überholt.

Ich finde Parteien überholt. Es gibt Dinge zu beschliessen? Man bringt sie zur Abstimmung ein und jeder soll gefälligst sein eigenes Gewissen bedienen. Auch finde ich es unerhört, dass man den Bundestagsabgeordneten ein prächtiges Salär zahlt, damit sie unabhängig sind, und später landen sie dann in einem Konzern und dieser profitiert einerseits von der Bewerbung in der Politikzeit (stille Interessensvertretung) und von den in der Politik geschlossenen Kontakten usw.. Wer Politiker wird, dem sollte lebenslang verboten werden, nach der Politikzeit irgendwo anders zu arbeiten. Ich kenne schon die Gegenargumente. Aber die sind widerlegt, weil man die Politiker - wie oft soll man das wiederholen - sehr gut bezahlt werden, mit lebenslanger Pension eben um diese Art von Korruption zu verhindern. Man muss ja nicht Politiker werden, wenn man Unternehmer sein will.

Der Test

Dann wird sich wohl erweisen, wie ernst es den Grünen mit dem Klima ist.

Es ist mehrfach von den Grünen gesagt, dass die Einführung eines allgemeinen Tempolimit eine wichtige Klimamaßnahme ist, die so gut wie keine Kosten verursachen wird und damit sofort eingeführt werden kann.
Wenn die Grünen sich dies in einem Koalitionsvertrag wegnehmen lassen, glaube ich denen gar nichts mehr in Bezug auf Klima und sozialem Ausgleich der Klimakosten.

Gleiches gilt für mich für SPD und Grüne, beide haben eine Bürger-Versicherung versprochen, damit Krankenhäuser, Renten und Pflege gesichert werden.
Nur deshalb haben beide ihre Stimmen bekommen.

Es geht tatsächlich um Respekt und Vertrauen -

und darum, dass man „sich nicht unbedingt lieben muss“, aber Respekt die Grundlage jeder konstruktiven Zusammenarbeit ist, nicht nur in der Politik

Und die setzt wiederum Realitätssinn, also die Bereitschaft, Fakten als solche zu erkennen (und anzuerkennen) voraus. Was der Bundessprecher der Grünen Jugend hier sagt:
"Die Klimakrise den Profitlogiken und Wachstumszwängen zu überlassen, die uns in diese Krise erst geführt haben, ist keine Option"
ist, wie sich in der Realität inzwischen zur Genüge erwiesen hat, offensichtlich Fakt und nicht Meinung.

touché

"Die Klimakrise den Profitlogiken und Wachstumszwängen zu überlassen, die uns in diese Krise erst geführt haben, ist keine Option", betonte [Georg] Kurz.

Das ist der Punkt. Und ich halte es für illusorisch, dass die FDP zu etwas anderem bereit sein wird. Denn auf der anderen Seite wartet schon die Union darauf, genau diesen Weg (Pofitlogiken und Wachstumszwänge) mit den Liberalen gemeinsam fortzusetzen.
Das Schreckgespenst der "Unbezahlbarkeit" des Klimaschutzes wurde ja gerade von der FDP in den letzten Jahren immer wieder heraufbeschworen. Die Tatsache, dass jeder Euro, den wir heute nicht investieren, sich jedes Jahr vervielfacht, wird dabei entweder elegant verschwiegen oder, sogar von manchem Foristen hier, lächelnd zum Problem der Jüngeren erklärt, dass die eben selber lösen müssen. Mit Simsalabim-Techniken, die schon irgendwie kommen werden.

Eines der großen Klimaprobleme

ist der Markt selbst. Man muss nur an die aktuellere Verordnung zur Reparatur von elektrischen Geräten der EU denken. Da wird vorgeschrieben Ersatzteile für alles zu haben oder Module. Da wird dann aus dem Waschmaschinenlager ein Modul mit Trommel gefertigt was man zur Reparatur kaufen kann. Völlig unnötig und Ausnutzung des Gesetzesrahmens wenn nur das Lager kaputt ist. Kostet dafür mehr und hilft der Wirtschaft.
Wer auf die heilenden Kräfte des Marktes schwört vergisst das viel Schaden nur dadurch entstanden ist.
Apropros: Das Reparaturgesetz ist nicht freiwillig vom Markt eingeführt worden. Eher im Gegenteil.

FDP und Grüne geht nicht zusammen, da sie konträre Ziele verfolgen. Was bei der Sondierung rauskommen soll ist mir völlig unklar.

Naja..........

Es ist gleich wer nun an die Macht kommt, der Bürger bezahlt das und hat nichts davon. Die Gewinner sind die Postenjäger in allen Parteien, außer CDU - die sind durch. MM

Werben um die FDP, Zweifel an der Union

Die Zweifel an der Union hatte ich schon seit Jahren. Jetzt wird der Weizen vom Spreu getrennt und man sieht, was übrig bleibt. Hinzu kommt auch, das die CDU/CSU auch um ihre Spenden teilweise bangen muß wenn sie nicht mehr an der Regierung teilnehmen, da es heißt Gürtel enger schnallen. SPD, Grüne und FDP tuen gut daran, alles mögliche zu erreichen um wirklich eine gute Regierung zu Stande zu bringen, das sind sie jetzt den Wählern schuldig. Nichts ist unmöglich und wer ein Wille hat, kann auch mitreden.

Konzentration auf die Sachthemen ist schon mal ein guter Anfang

Eines ist klar: egal welche Koalition zustande kommt, wird es immer Themen geben, die einen Teil der Wähler und der Parteien nicht vollständig zufrieden stellt. Wie auch bei der Vielfalt ?

Wenn aber Grüne und FDP es hinbekommen, dass sie sich auf sinnvolle Kompromisse in den Kernpunkten Wirtschaft/ Arbeitsplätze/Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz und Sozialpolitik einigen, dann ist das ein guter Start.

Die Richtung muss nach vorne gehen.

Populisten

Dass die Klimawende ohne Einschränkungen nicht klappt, wissen unsere Volksvertreter vermutlich fast alle. Ich nennen das Verschweigen und den Verweis auf kommende technische Wunder Populismus. Nach uns die Sintflut?
Dann wird die übliche Ausrede "das konnte ja keiner wissen" (Finanzkrise, Fukushima) niemand mehr glauben.

@Rodriguez, 08:34 Uhr

Wenn die CDU eine Jamaika-Koalition anstrebt, aber offensichtlich nicht in der Lage ist, eine Terminierung für ein rasches Gespräch mit der FDP zustande zu bringen, dann spricht dies tatsächlich Bände. Offensichtlich besteht noch Klärungsbedarf, wer mit welchem Mandat in diese Gespräche gehen soll. Ich denke, dass aufgrund des Wahlergebnisses und dem Negativtrend der letzten Wochen die Union die Rolle als Opposition grds. annehmen sollte, es sei denn, dass FDP, GRÜNE und SPD sich nicht auf eine Ampel verständigen können. Im übrigen bin ich allerdings nicht Ihrer Ansicht, dass Deutschland 16 Jahre "Alternativlosigkeit" erlebt hat. Unserem Land und seinen Bürgern geht es grundsätzlich gut. So hatte die /Union bis vor wenigen Monaten einen klaren Vorsprung in den Umfragewerten. Es war die - leider - falsche Wahl des Kanzlerkandidaten und dessen Fehler bzw. Ungeschicklichkeiten, die letztlich den Wahlsieg gekostet haben.

08:42 von Robert Klammer| Das ist demokratieferner Brei

'Es ist gleich wer nun an die Macht kommt, der Bürger bezahlt das und hat nichts davon.'

Das sind die demokratiefernen Pauschalurteile von Leuten, die mit dem Parlamentarismus und den demokratischen Gepflogenheiten einer vielfältigen Gesellschaft nix anfangen können.

Wie soll man über solche themen- und sinnfreien Meinungsbekundungen diskutieren ? Gibt doch keinen Anhaltspunkt.

@30. September 2021 um 08:42 von Robert Klammer

Ihre Meinung entspricht der Sage, dass demokratisch gewählte Volksvertreter nur "Postenjäger" seien. Es ist meiner Meinung nach auch nur eine Form der Verächtlichmachung unserer demokratischen Prinzipien.
Schade.

Grüne in Sondierungen: Werben um die FDP, Zweifel an der Union..

Ein Selfie mit Lindner und grünes Lob für die FDP.
Da scheinen die inhaltlichen Gegensätze zwischen den beiden Akteuren ja nicht so groß
zu sein.
Man kann das so charakterisieren: Die einen fahren SUV. Und die anderen, bauen, wo sie bereits mitregieren, die Autobahnen dafür aus (A661 und A66 in Frankfurt). Mehr unter ´Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn´.

08:42 von Robert Klammer

Zitat:"Es ist gleich wer nun an die Macht kommt, der Bürger bezahlt das und hat nichts davon. Die Gewinner sind die Postenjäger in allen Parteien"

Deutlicher hätten Sie Ihre Politikverachtung nicht formulieren können. Nur mal so als Frage: Gibt es in ihrer Gegend keine Polizeiwache? Haben Sie Anschluss an das öffentliche Straßennetz? (Nach Belieben ergänzen) Und Ihre "Postenjäger" sind gewählte VolksvertreterInnen, die jetzt den verfassungsmäßigen Auftrag haben, eine Regierung zu bilden.

Träumerle

"Die CDU hat klar die Wahl verloren, da gibt es nichts zu beschönigen, und schon gar nicht durch die Hintertür wieder an die Macht zu kommen."

Aha. Die Union hat verloren? Mit mehr Stimmen, als Grüne oder FDP? Wieso sollen diese "suoerverlierer" dann Ampel machen?
Die Logik hinkt nicht nur.
Merkst Du selber, oder?

Nach 16 Jahren braucht die Union eine Pause

Diese verzweifelten Versuche von Armin Laschet, sich trotz historischer Wahlniederlage doch noch zum Kanzleramt durchzuwursteln, schadet der Union mehr als es ihr nutzt.
Selbst wenn er damit doch irgendwie durchkäme.

Die Demokratie lebt auch vom Wechsel und der ist nach 16 Jahren CDU-Kanzlerin jetzt einfach angesagt. Angela Merkel hat einiges gut gemacht, anderes nicht. Nun geht es darum, in den wesentlichen Themen von Gesellschaft und Wirtschaft mit neuen Schwerpunkten zu starten. Dafür muss sich die Ampel jetzt aufstellen.

08:41 von frosthorn

«Das ist der Punkt. Und ich halte es für illusorisch, dass die FDP zu etwas anderem bereit sein wird. Denn auf der anderen Seite wartet schon die Union darauf, genau diesen Weg (Pofitlogiken und Wachstumszwänge) mit den Liberalen gemeinsam fortzusetzen.»

Nur Union und FDP gemeinsam können alleine gar nichts fortsetzen, selbst wenn sie das wollen würden. Ohne die Grünen geht keine Regierung, es sei denn, noch mal GroKo. Das wird aber nicht geschehen.

Trotz weniger Prozenten als mal erhofft, haben die Grünen gute Karten.
Kein Royal Flash, aber das bessere Blatt als alle anderen Parteien.
Es geht kein: "Weiter So" … und dazu wird es auch nicht kommen.

Eben so wenig kann die FDP mit gar nichts anders bei Steuern (oder noch Steuern gesenkt) ihr Phantasialand an Inverstitonen in Digitales, Bildung, Infrastruktur & Co. bezahlen. Das ist das, was irgendwer kürzlich treffend: "Voodoo" nannte.

Weder FDP noch Union sind die Zampanos, die nun bestimmen, wie Regierungspolitik ab 2022 wird.

Marktvertrauen der Gelben

TS: >>Die Grüne Jugend warnt allerdings vor zu viel Vertrauen in den Markt - und die Liberalen.<<
Weiterhin ist die Reden von der alten"Leier der wundersamen Kräfte des Marktes".

Das sehe ich auch so.

"Die Klimakrise den Profitlogiken und Wachstumszwängen zu überlassen, die uns in diese Krise erst geführt haben, ist keine Option", betonte Kurz."

Klingt logisch, nur befürchte ich, die Grüne Jugend könnte eine unangenehme Überraschung erwarten. Die "alte Leier" könnte - obwohl mit dem Klima bekanntlich nicht zu verhandeln ist - die "Musik" erheblich mitbestimmen.

Wer für die "Krise" (?) verantwortlich sei ...

Zitat: ""Die Klimakrise den Profitlogiken und Wachstumszwängen zu überlassen, die uns in diese Krise erst geführt haben, ist keine Option", betonte Kurz"

Bevor der an Lebens- und möglicherweise an Berufserfahrung nicht sehr reiche grüne Junge über Dinge schwadroniert, wo sein Wissen offenkundig begrenzt ist, sollte er sich einmal damit befassen, dass in marktwirtschaftlichen Ländern, die Umwelt jährlich besser wurde - gerade die Luftqualität. Ebenso sollte er ein Geschichtsbuch in die Hand nehmen, um zu lernen, in welch schlechtem Zustand Sozialisten und Kommunisten die Umwelt zurückgelassen haben. Ich denke da an den Ostblock, Soviet-Union oder an die DDR, wo ganze Landstriche um Bitterfeld etwa als ökologische Sanierungsfälle hinterlassen wurde oder dass ein Trabbi gigantofaktisch mehr an Schadstoffen emittieren als eine S-Klasse oder 7er-BMW.

@Karl Klammer, 8:42

Es ist gleich wer nun an die Macht kommt, der Bürger bezahlt das und hat nichts davon

In einer Volkswirtschaft bezahlt immer der Bürger für alles. Das ist so banal, dass man es gar nicht mehr erwähnen muss. Und da steckt auch keinerlei Ungerechtigkeit drin.

@Traumfahrer um 08:31

>> Für mich ist klar, nur die Grünen, die SPD und FDP sollten miteinander reden und eine verträgliche Linie für alle finden.
Die CDU hat klar die Wahl verloren, da gibt es nichts zu beschönigen, und schon gar nicht durch die Hintertür wieder an die Macht zu kommen.
Aber auch die FDP muss sich deutlich bewegen und erkennen, auch andere haben Ideen. Hoffentlich wird dies den Gockeln der FDP bald klar. <<

„Aber auch die FDP muss sich bewegen … Gockeln der FDP…“ - genau solche Aussagen, wie Sie es machen, werden die FDP dazu bewegen, nicht einer Ampel zuzustimmen!
Wo schreiben Sie, dass sich auch „die Gockel und die Hennen“ der Grünen und der SPD zu bewegen haben?
Sie meinen, die FDP habe gefälligst zuzustimmen, weil sie die wenigsten Stimmen bekommen haben?
Ich als FDP Wähler möchte haben, dass die FDP so viele wichtige Punkte aus ihrem Programm in einer Regierung durchbekommt - dafür habe ich sie gewählt! Ich habe keine Ampel oder Jamaika gewählt!

Union keine Option

"Bereits für Samstag hatte die FDP eigentlich ein Treffen mit der Union geplant ... das könne aber aus Sicht der Union wohl nicht so stattfinden. "Jetzt muss man schauen, wann das genau sein wird..."
Zeigt einmal mehr, wie verfahren die Situation bei der Union ist: ausser Stande, selbst eine Woche nach der Wahl gesprächsbereit zu sein.
Da mag man gerne Laschet die Schuld für's Wahlergebnis geben, aber den wirklichen Bärendienst hat ein ganz anderer der Union erwiesen: Söder und seine Selbstüberschätzung, begonnen bei der mißlungenen Anerkennung Laschets als Kanzlerandidat. Seine Unzufriedenheit als Verlierer zum Kanzlerkandidaten hat er bei jeder sich bietenden Gelegenheit deutlich hervorgehoben. Auch nach der Wahl sein Statement vor der Presse, man müsse dem Gewinner auch gratulieren. Ein klarer Affront gegen Laschet. Als Politiker i. d. Öffentlichkeit hat er sich vollends disqualifiziert.
Auch die CDU hat ihr Scherflein dazu beigetragen, indem sie erkennbar nicht hinter Laschet steht

Adeo ". Im übrigen bin ich

Adeo
". Im übrigen bin ich allerdings nicht Ihrer Ansicht, dass Deutschland 16 Jahre "Alternativlosigkeit" erlebt hat. Unserem Land und seinen Bürgern geht es grundsätzlich gut. So hatte die /Union "

Von einem Dir hätte ich auch nichts anderes erwartet.
Grundsätzlich gut? Im arrhythmetischen Mittel vielleicht. Den Menschen geht es immer schlechter. Alles wird sinnlos teurer. Und das stets ausschließlich zu Lasten der untern Hälfte.
Dass man dafür nicht gewählt wird, hat mit dem Kandidaten nichts zu tun.
Es wurde alles als alternativlos durchgezwungen. Es gab ja auch nicht viele Möglichkeiten, um von unten nach oben zu verteilen. Dankt Merkel für das Debakel.

@schabernack, 9:04

Nur Union und FDP gemeinsam können alleine gar nichts fortsetzen, selbst wenn sie das wollen würden. Ohne die Grünen geht keine Regierung

Abwarten. Sie mögen mich für einen Paranoiker halten, aber die von so einigen Foristen hier immer wieder ins Spiel gebrachte Schwarz-Gelb-Blau-Koalition ist m.Mn. noch lange nicht vom Tisch. In Thüringen hat man ja schon geübt.

Und ohne die FDP geht auch keine andere Regierung, warum also sollten ausgerechnet die Grünen die "besten Karten" haben?

Nachtrag @30. September 2021 um 08:42 von Robert Klammer

Mir ist gerade noch etwas aufgefallen und ich möchte das doch etwas schärfer angehen. Ihre Behauptung:
" Es ist gleich wer nun an die Macht kommt, der Bürger bezahlt das und hat nichts davon."

Das entspricht eigentlich schon der Verschwörungserzählung insbesondere moderner Faschisten, dass alle Parteien, außer die selbst bevorzugte natürlich, nur ein Schauspiel veranstalten zu finanziellen Ungunsten des Bürgers.
Der Wille zur Macht um des politischen Gestaltens Willen, ist maßgeblich um politische Interessen zu vertreten. Das ist eines der Grundprinzipien der Demokratie.

Allerdings kann ich, angesichts der missglückten Wahlrechtsreform mehrheitlich durch CDU/CSU gewollt, auch ein bisschen Verständnis für solche Äußerungen aufbringen.
Ich hoffe auf eine Ampelkoalition, die auch dieses selbst geschaffene Problem löst.

08:42 von Robert Klammer

«Es ist gleich wer nun an die Macht kommt, der Bürger bezahlt das und hat nichts davon.»

Die Bürger bezahlen das immer, weil die Bürger der Staat sind. Anders kann man das gar nicht bezahlen, aber man muss für mehr Beteiligung der Unternehmen und der sehr Wohlhabenden sorgen.

«Die Gewinner sind die Postenjäger in allen Parteien, außer CDU - die sind durch.»

Auch Sie gehören zu denen, bei denen man sich nach Wahlen immer fragt, warum sie nicht längst selbst Politiker sind, und den überbezahlten Job für Postenjäger, Fleischtrögebesetzer, und Luschen Sesselplattsitzer nicht längst selbst machen.

Deutschland hat eine 'Arbeitsdemokratie'

Das heißt, es gibt viele Tausend Menschen, die sich in politischen Ämtern und in Körperschaften engagieren, um Sachthemen erledigt zu bekommen. Nicht nur im Bundestag, sondern auch in Gemeinderäten, Kreistagen, Landtagen und Regionalparlamenten.
---
In Sachthemen muss man sich einarbeiten und Expertise bekommen. Egal ob Finanzen, Wirtschaft und Sozialpolitik oder kommunale Versorgungswirtschaft, Krankenhauswesen und Bau von KITAs.
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Populistisches Geschwafel und ideologische Parolen führt zu keinen Ergebnissen für die Bürger. Deswegen ist die Sachdebatte der Parteien jetzt und später im BT für alle anderen auch eine Richtschnur für ihre Arbeit vor Ort.
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Das müssen sich SPD, FDP, Grüne und Union jetzt vor Augen halten.

Schafft DEU sich ab?

Eigentlich ist das gesamte Wahlergebnis ein Witz:
"Volksparteien", die keine mehr sind, weil sie jeweils nur rund 25% der Stimmen erhielten und dann bestimmen letzlich zwei kleine Parteien, wie es weitergeht.
Ausgerechnet FDP und GRÜNE, die die wenigsten Gemeinsamkeiten haben, geben den Ausschlag!
Deutschland hat gewählt und ist dabei sich selbst abzuschaffen.
Das einzig Positive am Wahlergebnis war, dass eine RGR-Regierung rechnerisch nicht möglich ist.

Am 30. September 2021 um 09:08 von R. B.

"Klingt logisch, nur befürchte ich, die Grüne Jugend könnte eine unangenehme Überraschung erwarten. Die "alte Leier" könnte - obwohl mit dem Klima bekanntlich nicht zu verhandeln ist - die "Musik" erheblich mitbestimmen."

Ja, könnte sein; die Frage ist nur ob dann eventuell wieder Farbbeutel fliegen.... oder ob die Gegner eines faulen Kompromisses dann auch wieder zu den Linken abwandern.

Zum Erfolg verdammt

um 08:34 von Bender Rodriguez:
"Und wer weiß? Vielleicht wird die Ampel ja ganz gut für Umwelt, Rente, Pflege, Löhne, Außenpolitik, energiesicherheit..."
Man soll zwar die mögliche Koalition nicht vor deren getaner Arbeit loben, aber sie haben ja auch keine andere Chance.
An Erfolgen gerade zu den sozialen und umweltpolitischen Themen kommt man ja kaum noch vorbei. Auch außenpolitisch kann es ja nur besser werden.
Ich warte noch auf die Schlagzeile "Zum Erfolg verdammt", denn die Marschrichtung zu allen wichtigen Themen ist klar. Der Weg mag steinig aber nicht unbezwingbar sein.

Man wird sehen

@ 08:40 von kurtimwald
"Wenn die Grünen sich dies in einem Koalitionsvertrag wegnehmen lassen, glaube ich denen gar nichts mehr in Bezug auf Klima und sozialem Ausgleich der Klimakosten."

Ich gehe mal von einer starken Flexibilität der Grünen aus. Aber das ist nur meine Annahme.

Auf jeden Fall besteht darin eines der damaligen "Jamaika-Probleme".

Herr Lindner in einem Gastbeitrag (fdpbt.de, Sept. 2019), überschrieben mit:
"Im Gewand scheinbarer Progressivität wird Umerziehung gefordert"
Ich erinnere mich, dass bei den Sondierungen ... Anton Hofreiter, nicht bereit war, einen Kompromiss mitzutragen ... Er habe sein ganzes Leben gegen den Satz „freie Fahrt für freie Bürger“ Politik gemacht, sagte er zur Begründung. Die Offenheit verdient demokratischen Respekt .... sie ist aber zugleich Ausdruck einer kollektivistischen Haltung. Für Liberale stehen aber die Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen im Mittelpunkt allen Handelns – so unterschiedlich und vielfältig sie auch sein mögen.

Wie Recht sie doch hat

Ich sehe im Moment nicht, dass man die Union für sondierungsfähig halten könnte, geschweige denn für regierungsfähig", sagte sie den Funke-Zeitungen. Das gelte unabhängig davon, wer auf Seiten der Union die Verhandlungen führt. "Der ganze Laden ist offensichtlich null vorbereitet auf die Zeit nach Merkel - und auch nicht auf die drängenden Aufgaben in unserem Land", sagte Göring-Eckardt.
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Und hinter der CDU steht immer noch Merkel die die Fäden in der Hand hat.

Der Rechtspopulismus nimmt ab, wenn die Parteien liefern

Der Kontrast wird gerade augenfällig: FDP und Grüne, aber auch Union und SPD bereiten sich auf die Verhandlung über Sachthemen vor.

Die Rechtspopulisten betreiben interne Nabelschau und fallen im Gezänk darüber, wieweit nach rechts sie noch marschieren wollen, übereinander her.

Es wird immer einen Kernel von Leuten mit einem manifest rechtsradikalen Weltbild geben. Für die ist die AfD da. Aber um Lösungen für die Themen der Bürger müssen sich die Demokraten kümmern. Das müssen sich die Verhandler jetzt klar machen.

Recht hat er....

"Die Grüne Jugend warnt allerdings vor zu viel Vertrauen in den Markt - und die Liberalen. "Hinter dem frischen Image der FDP steckt aber leider bisher nur die alte Leier der wundersamen Kräfte des Marktes", sagte der Bundessprecher der Grünen Jugend, Georg Kurz, der Nachrichtenagentur dpa. "Die Klimakrise den Profitlogiken und Wachstumszwängen zu überlassen, die uns in diese Krise erst geführt haben, ist keine Option", betonte Kurz."

Hätte nur noch nachschieben sollen: "Herr Lindner, überlassen Sie bitte Sondierungsgespräche und Koalitionsverträge lieber den Profis."

@Blitzgescheit um 09:09

Auch wenn ich nicht Wähler „ihrer“ Partei bin (die soviel ich vermute die AfD ist), finde ich Ihren Post um 09:09 treffend.
All die jungen Leute gut situierter Eltern, die gerade durch das jahrzehntelange Wirtschaftswachstum profitiert haben und hier in Wohlstand mit vielen Annehmlichkeiten leben können, kritisieren die wirtschaftliche Entwicklung der Vergangenheit mit den - natürlich auch vorhandenen - Folgen. Die sollten sich mal in Länder umschauen, denen die wirtschaftliche Entwicklung keinen Wohlstand wie hier erbracht hat - was sagen da die Jugendlichen dazu?
Sollen sich die Jugendlichen mit guten fortschrittlichen Ideen und Lösungsvorschlägen einbringen - wie bei den Grünen und der FDP - das kann zu weiterer positiver Entwicklung führen. Parteien wie die SPD und die CDU, die auf eine Wählerschaft mit vielen Rentnern basiert (und dieser Anteil nimmt ja demoskopisch zu), werden eher auf „ein weiter so“ setzen - wobei da natürlich auch nicht alles völlig falsch ist.

08:37 von OrwellAG

//Wer Politiker wird, dem sollte lebenslang verboten werden, nach der Politikzeit irgendwo anders zu arbeiten. Ich kenne schon die Gegenargumente. Aber die sind widerlegt, weil man die Politiker - wie oft soll man das wiederholen - sehr gut bezahlt werden, mit lebenslanger Pension eben um diese Art von Korruption zu verhindern.“

Man sollte keinen Neid aufkommen lassen. Es ist auch das Salär, das dazu beiträgt, dass eine gewisse Qualität bei den Bewerbern für den Bundestag vorhanden ist. Wenn u.U. nach 4 Jahren Bu-tag der Karriereweg eingeschränkt, hat das keine Attraktivität mehr.
Auch der Job des Bundeskanzlers, eine Top-Manager-Aufgabe, ist klar unterbezahlt, vor allem, wenn man Vergleiche zieht mit Top-Manager-Einkommen in der Wirtschaft.

@Adeo60 - Es geht nur Ampel

Jede Koalition mit der wahlprogrammlosen CDU
ist derzeit Alternativlos

Ein FDP Lindner kann kein zweites mal Bätschi sagen
und die FDP als unwählbar dastehen lassen.

Eine CSU wird niemals es zulassen das es zu Jamaika kommt,
denn man will Söder als nächsten Kanzler.

Augen auf bei der Partnerwahl.

Wer vor Jahren bereits den Schuss nicht mehr gehört hat, ist heute vermutlich ein Pflegefall, mit dem es sich nicht gut und gerne leben lässt.
Sie kennen das.

@R. B., 9:29

Für Liberale stehen aber die Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen im Mittelpunkt allen Handelns

"Für Liberale", dem könnte ich sogar noch folgen. Aber ganz gewiss nicht für die FDP. Da habe ich in meinem langen Leben noch nie erkennen können, dass meine (ich bin ja auch ein einzelner) Bedürfnisse und Wünsche im Mittelpunkt gestanden hätten.
Und wir sind nun mal kein Volk von Hoteliers, Apothekern, Zahnärzten und Achitekten.

Die Union

sollte so viel Anstand haben und endlich begreifen, dass sie nichts mehr in einer Regierung zu suchen haben, aber gar nichts.
Reiner Machterhaltungstrieb ist die einzige verbliebene Konstante in dieser Partei.
Ich bin kein SPD-Wähler, aber sie haben die Wahl für sich entschieden, alleine schon wegen einer Glaubwürdigkeit, welche die Unionsparteien in keinster Weise haben.

Nehmen wir an Laschet wird Kanzler

Das gäbe bis zur nächsten Wahl ein Hauen und Stechen. Die die Armin Laschet nicht als Kanzler wollen, wären enttäuscht, ja, sie würden es als ungerecht empfinden. Die Folgen für die Union wären verheerend und unüberschaubar. Jetzt hat Armin Laschet nur eine Wahl verloren, bei der nächsten Wahl würde die Union abgestraft.

Neue Ideen braucht das Land!

Warum muß es eigentlich immer eine "Koalition" sein?
Wenn es dazu kommt, weil alles passt, schön. Doch warum denkt man nicht auch mal über eine Minderheitsregierung nach?
Einige Ideen, z.B. die Bürgerversicherung der SPD, haben doch dank Grünen und Linken und vielleicht noch einigen Abweichlern anderer Fraktionen durchaus eine Mehrheit.
Tatsächlich sollte man im Parlament nach all den Jahrzehnten der Existenz der BRD sich vielleicht endlich mal weniger für die "Partei", dafür mehr für die Bürger interessieren und entsprechend handeln.
Koalitionsverträge sind angesichts der anstehenden Aufgaben, die seit Jahren "ausgesessen" oder wegdiskutiert und verschlimmbessert werden, für den Bürger wohl eher unwichtig.
Und die Parteigranden und -soldaten sollten sich vielleicht mal darauf besinnen, für das Volk dazusein und nicht umgekehrt.

Stürmische Zeiten

um 08:42 von Robert Klammer:
"Es ist gleich wer nun an die Macht kommt, der Bürger bezahlt das und hat nichts davon."
Was Sie anhand der zukünftigen Politik in unserem Land dann noch belegen müssten.
Da Sie das aber jetzt noch nicht können, ist es eben nicht egal, wer an die Macht kommt.
Zur Zeit zeichnet sich ab, dass die Beteiligten der möglichen Ampel-Koalition schon einiges an Gehirnschmalz in die Waagschale werfen müssen, um nicht allzu viele ihrer Ideen ad acta legen zu müssen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass genau diese Konstellation einer künftigen deutschen Regierung genau jetzt richtig ist und zum Erfolg für viele Themen, die Deutschland bewegt, führt. Denn wie im Windkanal muss jetzt jede Ecke und Kante genau betrachtet und windschnittig gemacht werden, um möglichst geringe Reibungsverluste zu erzielen. Denn uns stehen stürmische Zeiten entgegen. Und Windschatten ist gerade sehr rar.

Die Krux liegt in der Wahl des dritten Partners

für FDP/Grüne. Bei den Sachpunkten kann man Kompromisse machen. Ein Beispiel zum Programmpunkt keine Steuererhöhung(FDP),kräftige Steuererhöhung(Grüne).Dann kann man als Kompromiss sagen: wir machen ein bisschen Steuererhöhung. Anders ist die Lage bei der Präferenz des 3. Koalitionspartners. Die FDP sieht mehr Nähe bei der CDU, die Grünen sehen mehr Nähe zur SPD. Eine Entscheidung ist in der Weise wie bei dem Steuerbeispiel nicht möglich: Denn die Entscheidung kann ja nicht lauten, wir machen ein bisschen SPD Kanzler und ein bisschen CDU Kanzler.

09:17 von frosthorn / @schabernack

«Abwarten. Sie mögen mich für einen Paranoiker halten, aber die von so einigen Foristen hier immer wieder ins Spiel gebrachte Schwarz-Gelb-Blau-Koalition ist m.Mn. noch lange nicht vom Tisch. In Thüringen hat man ja schon geübt.»

Ganz sicher halte ich Sie・nicht・für einen Paranoiker.

Die Blauen haben gerade begonnen, sich mit der neuen Fraktion im Bundestag selbst zu zerlegen. Ist erst der Anfang, der Mythos größte Oppositionspartei ist auch den Bach runter, egal wer die Regierugsparteien werden.

Die AfD war schon immer ein desolater Haufen von Möchtegernegroßen, die noch nie was konnten. Sollten Union und FDP mit dem Geschnatter im Hüherhaufen AfD im Bund koalieren wollen. Können beide nach Neuwahlen in max. 2 J. gemeinsam in die Opposition zur neuen Regierung RG oder RRG gehen. Self Destruction Button.

«Und ohne die FDP geht auch keine andere Regierung, warum also sollten ausgerechnet die Grünen die "besten Karten" haben?»

Weil auch das länger als 4 J. Fragestellung ist.

um 09:22 von Hansi2012

"Das einzig Positive am Wahlergebnis war, dass eine RGR-Regierung rechnerisch nicht möglich ist."
.
Besonders positiv am Wahlergebnis fand ich, dass eine politik- und regierungsunfähige Partei wie die AfD ein schlechteres Ergebnis als bei der letzten BTW erzielt hat und es absolut niemanden gibt, der mit diesen "Politikern" zusammen arbeiten will.

Wenn ich das so lese

werden meine Zweifel immer größer, man nimmt sich sonst immer Monate Zeit, und jetzt wird schon gemeckert wenn es mal paar Tage nicht weiter geht.
Man spricht ja auch zuerst mit dem Größeren Partner, ob der will, und setzt sich dann an den Tisch.
Ich sehe die Ampel noch nicht, Grün und Gelb passen nicht zusammen, mir fehlt die Vorstellungskraft dazu, und dann noch Klimawandel der Sozial sein soll, wo alle Kosten sich erhöhen.
Wie das für den Bürger ausgeglichen werden soll, ist mir ein Rätsel, bei dem Schuldenberg, der nächste Winter kommt bestimmt.

Vermisse Merkel jetzt schon

Wäre Bundeskanzlerin Merkel wieder angetreten hätte die CDU Ganz klar gewonnen. Herr Söder hätte die Nachfolge antreten sollen

@30. September 2021 um 09:30 von schiebaer45

Ihrem Schlussfazit muss ich zum Teil widersprechen. Nicht Frau Merkel zieht im Hintergrund "die Fäden". Die CDU ist als Sammelbecken konservativer Wähler und Anhänger natürlich bestrebt an der eigenen politischen Aufstellung nie zu viel zu verändern. Das ist immer Kern konservativpolitischer Ausrichtung.

Vermisse Merkel jetzt schon

Wäre Bundeskanzlerin Merkel wieder angetreten hätte die CDU Ganz klar gewonnen. Herr Söder hätte die Nachfolge antreten sollen

KGE soll ja Bundespräsidentin

werden, dabei dachte ich schlimmer als mit Steini geht's nicht.

09:29 von R.B.

//"Im Gewand scheinbarer Progressivität wird Umerziehung gefordert"
Ich erinnere mich, dass bei den Sondierungen ... Anton Hofreiter, nicht bereit war, einen Kompromiss mitzutragen ... Er habe sein ganzes Leben gegen den Satz „freie Fahrt für freie Bürger“ Politik gemacht, sagte er zur Begründung. Die Offenheit verdient demokratischen Respekt .... sie ist aber zugleich Ausdruck einer kollektivistischen Haltung. //

Nein, es ist keine kollektivistische Haltung, sondern die Aufforderung zur Regulierung, um Gefahren für das Gemeinwohl abzuwehren. Die ach so geliebte Freiheit ist ja nicht grenzenlos, sondern sie wird eingeschränkt und relativiert durch die Gesetzgebung.

@ Stefan T

>>> ... und es absolut niemanden gibt, der mit diesen "Politikern" zusammen arbeiten will. <<<
.
Und was hat sich da jetzt im Vergleich zur letzten Wahl geändert?
Und was hat das mit dem Wahlergebnis zu tun?
Hätte ein besseres Ergebnis daran was geändert?
Nichts, nochmal nichts, und nein.
Hauptsache einen rausgehauen, auch wenn es nicht Mal zum Artikel passt.

partielle Abwanderung?

@ 09:24 von sonnenbogen

(betreffend die FDP und deren Vetrauen in die Kräfte des freien Marktes)

Sie schrieben:

>>"Klingt logisch, nur befürchte ich, die Grüne Jugend könnte eine unangenehme Überraschung erwarten. Die "alte Leier" könnte - obwohl mit dem Klima bekanntlich nicht zu verhandeln ist - die "Musik" erheblich mitbestimmen."

Ja, könnte sein; die Frage ist nur ob dann eventuell wieder Farbbeutel fliegen.... oder ob die Gegner eines faulen Kompromisses dann auch wieder zu den Linken abwandern.<<

An Farbbeutel glaube ich nicht, aber für diesen Fall an eine spürbare Abwanderung.
Sie treffen den (Zeit-)Punkt, der mich seinerzeit veranlasste, aus der Grünen-Partei auszutreten und mein Regionalmandat niederzulegen.

@ 09:09 von Blitzgescheit

Außer der von Ihnen gewohnten Herabsetzung auf persönlicher Ebene ("der an Lebens- und möglicherweise an Berufserfahrung nicht sehr reiche grüne Junge ") und der sattsam bekannten Schablonen ("Ostblock, Soviet-Union oder an die DDR") haben Sie nichts zu bieten? Wenn Sie schon auf die ökologische Katastrophe derer hinweisen, die alten dreckigen Technologien anhingen, wäre das doch der geeignete Zeitpunkt zur AfD-Selbstkritik eines fleißigen Kommentators.

Parteien und Koalitionen

Auch wenn das Ergebnis der Wahl manchem nicht passt. Die beiden großen Parteien haben die Stimmen bekommen und sind damit klar abgehoben von den anderen. Weder Grüne noch Liberale können sich auf den großen Wählerwillen der breiten Mehrheit stützen und müssen eine Koalition anstreben, wenn sie ein bisschen ihre Vorstellungen in der zu bildenden Regierung umsetzen wollen. Wenn sie es nicht wollen, dann ist eben die Oppositionsbank ihr Platz. Alle Parteien haben aber die Pflicht, an einer Regierungsbildung mit zu arbeiten. Und das Wunschkonzert eigener Wählerinteressen steht in diesem Moment gleichwertig neben dem der größeren Mehrheit für die eine oder andere große Partei. Wenn aber eine Regierung gebildet wird, stehen die Interessen aller Menschen in Deutschland obenan. Denn das ist Auftrag der Regierung, die Interessen aller zu bündeln und im Sinne aller zu entscheiden, Kompromisse zu schließen und Politik zu machen. So wird eine vernünftige Regierung entstehen.

Es kann nur besser werden

um 09:22 von Hansi2012:
"Schafft DEU sich ab?
... Ausgerechnet FDP und GRÜNE, die die wenigsten Gemeinsamkeiten haben, geben den Ausschlag!"
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Die AW auf ihre Frage heißt natürlich Nein".
Und für viele wichtige Themen von Grün u Gelb gibt es Millionen von Wählern. FDP und Grüne Genen hier ganz und gar nicht den Ausschlag. Nur ist es halt einfacher, ein grün-gelb abgestimmtes Konzept mit der SPD zu verhandeln, was ja nicht heißt, dass alles abgenickt wird oder die SPD sich fügen muss. Vielmehr muss daraus ein Dreier-Konzept geschmiedet werden, sodass alle sich mit Abstrichen darin wiederfinden.
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"Deutschland hat gewählt und ist dabei sich selbst abzuschaffen."
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Es ist doch unüberhörbar von allen Seiten postuliert worden: die Parteienlandschaft hat sich verändert. Abgeschafft wird nur das, was unserer Entwicklung bisher im Wege stand.
Ich sehe der Zukunft positiv entgegen.
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"... RGR-Regierung rechnerisch nicht möglich ist..."
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Eine RGR-Mähr.

08:42 von Robert Klammer

Die Gewinner sind die Postenjäger in allen Parteien, ...

Volltreffer!

08:34 von Bender Rodriguez

Und wer weiß? Vielleicht wird die Ampel ja ganz gut für Umwelt, Rente, Pflege, Löhne, Außenpolitik, energiesicherheit, ...?

Betonung liegt auf "Wer weiß?"

09:43 von sikgrueblerxyz | Das ist ein Ansatz

'Dann kann man als Kompromiss sagen: wir machen ein bisschen Steuererhöhung. Anders ist die Lage bei der Präferenz des 3. Koalitionspartners.'

Das ist ein sachpolitischer Ansatz.
- Die FDP kann durchsetzen, dass die Vermögenssteuer unterbleibt.
- Die SPD die Entlastung der unteren Einkommensgruppen durchsetzen.
- Die SPD und Grünen die gemäßigte Erhöhung der EkSt für die Top 10 % durchsetzen.
- Die FDP die Verhinderung der Erhöhung der Körperschaftssteuer durchsetzen.
- Die SPD die höhere Besteuerung von Kapitlaeinkommen.

Die Nähe von FDP zur CDU und der Grünen zur SPD (wobei ich da Zweifel habe, wenn ich an Kretschmann denke) ist ja nicht den Personen, sondern den Sachpositionen geschuldet. Wenn da Kompromisse gefunden werden, spielt das Thema 'persönliche Nähe' nicht mehr so sehr die Rolle.

09:52 von Augustus Cäsar

>>KGE soll ja Bundespräsidentin werden, dabei dachte ich schlimmer als mit Steini geht's nicht.<<

Auf diesen Spruch hat ein anderer Forist das Copyright.

@Am 30. September 2021 um 09:58 von SinnUndVerstand

Zitat: "Außer der von Ihnen gewohnten Herabsetzung auf persönlicher Ebene ("der an Lebens- und möglicherweise an Berufserfahrung nicht sehr reiche grüne Junge ""

Was stimmt an dieser Zuschreibung nicht?

Zitat: "der sattsam bekannten Schablonen ("Ostblock, Soviet-Union oder an die DDR") "

Offensichtlich nicht sattsam bekannt. Ansonsten würde man nicht ständig die Simsalabim-Hastdunichtgesehen-Zaubertricks der Grünen unkritisiert lassen und konkret nachfragen, durch welche Maßnahmen sie die angebliche "Krise" lösen wollen.

09:03 von MRomTRom

Diese verzweifelten Versuche von Armin Laschet, sich trotz historischer Wahlniederlage doch noch zum Kanzleramt durchzuwursteln, schadet der Union mehr als es ihr nutzt.

Laschet wird doch nicht von Trump gelernt haben?!

09:45 von wenigfahrer

//Ich sehe die Ampel noch nicht, Grün und Gelb passen nicht zusammen, mir fehlt die Vorstellungskraft dazu, und dann noch Klimawandel der Sozial sein soll, wo alle Kosten sich erhöhen.//

Grün und Gelb passen eigentlich nicht zusammen, richtig, aber aus Sicht der Grünen ist die Ampel die beste Konstellation, um die Interessen von Grün weitgehend durchzusetzen. In der Jamaika-Konstellation geht Grün unter!
Eine politische Täuschung wird da begangen, wo man angeblich „sozialverträgliche“ Maßnahmen gegen den Klimawandel im Plan hat. Allein die Versäumnisse der letzten 16 Jahre haben diese Kosten dramatisch in die Höhe getrieben. Der Exponent für die nächsten Jahre könnte nochmals größer werden.

Viel spricht gegen die Ampel

Als erstes haben Union, FDP und AfD eine Mehrheit. Linksgrün hat keine eigne Mehrheit. Dazu die Stimmen für die Freien Wähler und für andere Kleinparteien. Das sind auch keine Stimmen für linksgrüne.

Der Wähler will mehrheitlich keine linke Regierung.

Die SPD und die FDP, das passt nicht. Weder inhaltlich, noch personell.

In einer civey Umfrage:

„ Sollte die Bundesregierung Ihrer Meinung nach stärker gegen die Verschwendung von Steuergeldern vorgehen?
Ja, auf jeden Fall
94,1%
Eher ja
2,7%“

Die SPD ist die Steuerverschwendungspartei Nr. 1..

Ich zweifele ja schon lange an vielen meiner Mitbürger.

Union und FDP, insbesondere Laschet und Lindner, das harmoniert sehr gut. Habeck und Kubicki auch.

Es spricht also sehr viel gegen (!!) einen Kanzler von der SPD.

Am 30. September 2021 um 09:42 von Parsec

" Da Sie das aber jetzt noch nicht können, ist es eben nicht egal, wer an die Macht kommt.
Zur Zeit zeichnet sich ab, dass die Beteiligten der möglichen Ampel-Koalition schon einiges an Gehirnschmalz in die Waagschale werfen müssen, um nicht allzu viele ihrer Ideen ad acta legen zu müssen. "

Dann zeigen Sie mal eine Option zwischen Steuern erhöhen, und keine Steuern erhöhen ;-), oder zwischen Technologie Offenheit und Verboten auf.
Zwischen 35 Tausend für ein E-Auto, was 350 Kilometer fährt, und einem Benzinauto aus Osteuropa für 10, wo ich 750 Kilometer fahren kann mit der Familie.
Da besteht ein kleiner Unterschied, nicht jeder kann sich ein Zweitwagen leisten, sondern hat mühe einen billigen zu kaufen.
Gibt schon gehörige Unterschiede, nicht nur bei Parteien, sondern auch beim Bürger.
14 Prozent wissen was sie sich leisten können, was auch kein Problem für sie ist.
Aber die anderen können das so eben nicht, sonst hätten sie anders gewählt.

@ Makenta

>>> Wäre Bundeskanzlerin Merkel wieder angetreten hätte die CDU Ganz klar gewonnen. <<<
.
Gegenthese:
Hätte Merkel nicht alle fähigen CDU-Politiker in den letzten 16 Jahren weggebissen, hätte man einen vernünftigen Kanzlerkandidaten aufstellen können und ganz klar gewonnen.

Ich denke mit Merkel hätte die CDU trotzdem Verlusste eingefahren und wäre vielleicht ganz knapp vor der SPD gelandet. Viele CDU-Wähler scheinen mir mittlerweile auch merkelmüde zu sein. Es wurde höchste Zeit für ein Abdanken.

Was bin ich froh!

Wo nun gar schon der Herr Söder der SPD zum Wahlsieg gratuliert hat und möglicherweise eine "Ampel" droht, werden es die Medien nicht müde, Jamaika herbei zu reden! Zumal ja der "wunderbare" Jens Spahn die Jamaika-Klingelstrippe zieht und Kanzler werden möchte. Das ist mal ein "richtiger" Aufbruch, denn daran, wie er selbstbewusst und ohne mit der Wimper zu zucken sein Corona-Geeier vertreten hat, sieht man, dass der Kanzler kann, oder?

10:01 von rareri

«Die Gewinner sind die Postenjäger in allen Parteien, ...»

«Volltreffer!»

Was treten die auch zu Wahlen an. Unverschämtheit.
Volltreffer selbst versenkt wie die Piraten bei Asterix und Obelix.

@Am 30. September 2021 um 09:32 von Wolf1905

ZItat: "Auch wenn ich nicht Wähler „ihrer“ Partei bin (die soviel ich vermute die AfD ist), finde ich Ihren Post um 09:09 treffend."

Ihre Ablehnung der von mir favorisierten Partei sei Ihnen unbenommen. Ich frage Sie nur: welche andere Partei vertritt die von mir angesprochenen Positionen in dieser Klarheit und Prinzipientreue?

Das Politiker Bashing von

Das Politiker Bashing von Leuten ohne Leistungsnachweis und den Grün=Sozialismus Blödsinn muss man übersehen.
Richtig erkannt: die FDP muss erstmal ihren Zauberer auspacken, der Modernisierung und die Klimapolitik sozial gerecht finanziert. Wer weiß, was da noch an Alchemie verraten wird. Die „Freie“ Marktwirtschaft ist es jedenfalls nicht. Das einzig freie an diesem Modell ist die Lust zur Bereicherung Einzelner und das würde zu weiteren gesellschaftlichen Verwerfungen führen.
Es ist klar: Klimaschutz muss sein, sozial gerecht und damit mit Umverteilungen, wenn die FDP da nicht weiterkommt, wird es eher zu Neuwahlen als zu einer Koalition kommen. Bis dann muss dem Wähler aber klar werden, wer in diesem Land die Verantwortung für Modernisierungsstau hat.

10:01 von rareri | Finde ich gut

Die Gewinner sind die Postenjäger in allen Parteien, ...
Volltreffer!

Ich finde den Kontrast von Sachdiskussion und pauschalen Parolen wie dieser gegen 'die Politiker' immer hilfreich.

Für die Meinungsfindung von mitlesenden Leuten, die mit dem Gedanken spielen, mal die Populisten zu wählen. Die besinnen sich bei dieser 'Lektüre' und kehren schnell wieder zur Mitte zurück.

um 10:01 von rareri

>>
08:42 von Robert Klammer

Die Gewinner sind die Postenjäger in allen Parteien, ...

Volltreffer!
<<

Wollen Sie uns nicht noch verraten, bei welchem Wahlergebnis es weniger "Posten" zu vergeben gegeben hätte ? Oder warum bei anderen Ergebnissen weniger "Jäger" dagewesen wären ?

Es hat sich bei uns eine Kultur des Kritikunsinns entwickelt, die an Absurdität kaum mehr zu überbieten ist ? Was treibt Sie an ?

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