Ihre Meinung zu: Unions-Fraktionssitzung: Laschets nächste Machtprobe

28. September 2021 - 15:15 Uhr

In der Union wächst nach der schweren Wahlniederlage der Druck auf CDU-Chef Laschet. Ein erstes Kräftemessen könnte es heute in der Fraktion geben: Kommt es zu einer Wahl gegen Laschets Willen?

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Kommentare

Laschet bleibt bis 15. Mai 2022 Ministerpräsident in NRW

Das Geschwätz von gestern
One-Way Ticket nach Berlin hat er schon vergessen

Denn nur der Wähler kann Armin aus dem Amt jagen :-)

Arme CDU , das gibt ein Wahldebakel

Wenn Laschet so weiter macht

Wenn Laschet so weiter macht hat er bald in der CDU überhaupt nichts mehr zu melden.
Er sollte Anstand zeigen und der SPD und Scholz zum Wahlsieg gratulieren , so wie es Herr Söder getan hat.
Mit seiner "Bockiges Kind" Methode schadet er sich selber am meisten.

///"Wir haben keinen Anspruch

///"Wir haben keinen Anspruch auf Regierungsverantwortung", sagt nun CDU-Vize Volker Bouffier. Der klare Auftrag liege bei SPD, Grünen und FDP, befand auch JU-Chef Tilman Kuban. ///
.
Was für Luschen.
Wo bleibt da der Gestaltungswille ? Selbstverständlich könnte die CDU/CSU mit Grünen und FDP regieren. Es kommt doch nur auf die Einigung auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag an.

Nagelprobe zur Unzeit

Tatsächlich wäre jetzt wohl ein schlechter Zeitpunkt, personelle Konsequenzen zu fordern. Ein Lascht auf Abruf wäre in Verhandlungen stark geschwächt, falls die Ampel doch nicht das erhoffte Signal des Aufbruch sein sollte.

Es bestünde auch die Gefahr, eine Richtungsentscheidung vorwegzunehmen, ohne entsprechende Aufarbeitung des Wahldebakels.
Das machtbesessene Fossil Merz könnte seine Chance wittern, ganz unabhängig davon, dass mit ihm natürlich kein Neuanfang verbunden wäre, sondern ein Rechtsruck und eine Marktradikalisierung. Die CDU würde in der Mitte verlieren und könnte höchstens der AFD Stimmen wegnehmen.

Das beste wäre wohl, Brinkhaus wiederzuwählen und Laschet als Parteichef noch eine Weile zu tolerieren, bis tatsächlich ein paar Jüngere sich zu Wort melden. Laschet könnte dann einem geeigneten Neuen das Feld überlassen, wenn er die Größe hat.
Spahn ist angeschlagen und Röttgen als Außenexperte wird in D nicht wirklich gebraucht, weil wir dabei kaum Spielraum haben.

@ 16:29 von Karl Klammer

"Arme CDU , das gibt ein Wahldebakel"

Naja, mein Mitleid hält sich in Grenzen, ist doch die CDU selbst schuld. Politik oft gegen den Wunsch des Volkes, wenn man so manche Umfrage mit der Politik abgleicht.

Ansonsten halte ich nicht so viel von Spekulationen (wovon der Artikel voll ist), einfach mal abwarten wie sich was entwickelt.

Die zwei Fehler der CDU!

1. Laschet war eine totale Fehlbesetzung. Er hat das Auftreten eines Karnevalsprinzen und strahlt nicht aus. Er hat kein Charisma.
2. Das eigentliche Kernthema des CDU/CSU ist die Frage der Inneren Sicherheit, spielte aber keine Rolle im Wahlkampf. Kriminalität und Migration waren nie Themen im Wahlkampf, spielen aber gerade für die Menschen im Osten eine ganz entscheidende Rolle.

Warum "Wahlniederlage"?

Warum ist 2. Platz schlimmer, als 3. oder 4.?

Jetzt erstmal abwarten, was die Koalitionsverhandlungen ergeben. Und wie lange sie dauern werden ...

Mir tut armin Laschet

leid.
er wird nun von allen Seiten geprügelt, aber niemand getraut sich, die wahre Verursacherin des Desasters zu benennen.
Es war eindeutig Angela Merkel, die aus Gründen der unumschränkten Macht den aussichts- und erfolgreichsten Kandidaten zum Parteivorsitz und damit in Folge auch zum Kanzlerkandidaten verhindert hat.
Sie wusste sehr genau, dass sie mit einem CDU-Vorsitzenden Merz ihre Machtspielchen und Alleingänge nicht mehr hätte durchziehen können.
Darum, hat sie zunächst die schwache AKK und danach den noch schwächeren Armin Laschet installiert.
Anders kann ich den Vorgang nicht nennen.

Die Parteisoldaten, die sich nun beklagen, sind ihr in der Mehrheit gefolgt, trotz der vielen Warnungen vor allem aus den Parteiverbänden der Südländer.
Selbst schuld lautet mein Urteil.

Der Artikel liest sich ja echt spannend.

Dass die CDU derart viele angeblich für den Fraktionsvorsitz geeignete Leute aus dem Hut zaubert, mag man nach diesem Wahlergebnis kaum glauben.

Die Frauen sind aus, die wenigen tragen ja bereits wichtige politische Verantwortung.
Noch.

Herr Brinkhaus hat doch nach dem, was ich davon mitbekommen habe, immer klare Kante gezeigt und für Zusammenhalt gesorgt, was auch noch eine Weile während des Wahlkampfes zu klappen schien, als der aufmerksame Beobachter bereits ahnte, dass die Sache mit Herrn Laschet als Kanzlerkandidaten nicht zum gewünschten Ergebnis führen würde.

Dafür kann Herr Brinkhaus aber nichts, und der Vorschlag von Herrn Laschet, ihn erst einmal kommissarisch, also “für vorübergehend“ zum Fraktionschef zu küren, ist einmal mehr ein Zeichen seiner fortgesetzten Fehlentscheidungen.

@Werner40

"Was für Luschen.
Wo bleibt da der Gestaltungswille"

Vielleicht verwechseln Sie "Gestaltungswille" mit Machtgier um jeden Preis.
Eine abgestrafte CDU, die 16 Jahre Zeit hatte, alles zu gestalten und offensichtlich damit den Wähler nicht überzeugen konnte, die sollte sich tatsächlich neu sortieren und mal die anderen machen lassen.

Natürlich könnte es irgendwie klappen, dass Laschet doch noch Kanzler würde, aber welches fatale Signal würde man damit an die Wähler übermitteln?
Egal was wir wählen, die machen doch eh, was sie wollen, zB.
Das muss nicht sein.
Die Demokratie ist seit geraumer Zeit von vielen Seiten unter Beschuss. Da muss man nicht noch ein weiteres Messer hineintreiben, nur um die Eitelkeit einiger alter Männer zu bedienen.

Wenn Laschet so weiter macht

Er ist ein Bockiges Kind sonst gar nichts

@ Am 28. September 2021 um 16:51 von KarlderKühne

>>Die zwei Fehler der CDU!

1. Laschet war eine totale Fehlbesetzung. Er hat das Auftreten eines Karnevalsprinzen und strahlt nicht aus. Er hat kein Charisma.
2. Das eigentliche Kernthema des CDU/CSU ist die Frage der Inneren Sicherheit, spielte aber keine Rolle im Wahlkampf. Kriminalität und Migration waren nie Themen im Wahlkampf, spielen aber gerade für die Menschen im Osten eine ganz entscheidende Rolle.<<

In Westdeutschland ist der Migrationshintergrund in der Bevölkerung bei 29,1 %, während er in Ostdeutschland bei nur 8,2 % liegt. Und den bundesweit niedrigsten Ausländeranteil hat mit zwei Prozent der sächsische Erzgebirgskreis, bei denen, wohlgemerkt, die Afd einen Anteil von knapp 30 % der Erststimmen hatte.

Wieso spielt eigentlich die Migration im Osten so eine große Rolle?

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

@16:46 von AlterSimpel

"Das machtbesessene Fossil Merz könnte seine Chance wittern, ganz unabhängig davon, dass mit ihm natürlich kein Neuanfang verbunden wäre, sondern ein Rechtsruck ..."
So leid es mir tut, aber ich denke, genau das wäre vielleicht ein Weg für die "neue" CDU, wieder zur alten CDU zu werden.
Strauß sagte einmal "rechts von der CSU ist die Wand". Dieses merkelsche Rumlavieren der letzten Jahre, immer in die Richtung, wo es opportun erschien- egal ob es grüne Themen (Atomausstieg, Klimawandel, Refugies Welcome) oder rote Themen (Elterngeld, Herdprämie, Mindestlohn) und v.A.m., hat nicht nur die Parteienlandschaft verwaschen, sondern auch der CDU ihre Kernkompetenzen Innere Sicherheit, Wirtschaft, konservative und christliche Werte... genommen.
Dazu hat Merkel 16 Jahre lang, noch alle hoffnungsvollen Parteimitglieder weggebissen.
Ja warum denn also nicht der AFD die Stimmen nehmen und den anderen wieder deren Themen überlassen?
Hat doch die 60 Jahre davor auch funktioniert als Volkspartei.

@KarlderKühne

„ 2. Das eigentliche Kernthema des CDU/CSU ist die Frage der Inneren Sicherheit, spielte aber keine Rolle im Wahlkampf. Kriminalität und Migration waren nie Themen im Wahlkampf, spielen aber gerade für die Menschen im Osten eine ganz entscheidende Rolle.“

Fragt man sich allerdings warum den Menschen im Osten das so wichtig ist. Wenn man sich den Anteil der Menschen ohne deutschen Pass anschaut, ist der im Osten verschwindend gering, mit deutschen Pass, aber Migrationshintergrund sieht es wahrscheinlich ähnlich aus.

@ Werner40, um 16:30

Das mit den “Luschen“ haben Sie schon mal geschrieben.

Vielleicht nehmen Sie einfach einmal zur Kenntnis, dass es der CDU nicht möglich ist, den Unterkiefer vorzuschieben und zu beschließen, mit FDP und Grünen einfach so einen Koalitionsvertrag zu basteln.

Laschet möchte das ja, doch wenn Sie hier die Artikel & Kommentare verfolgt haben, müssten Sie mitbekommen haben, dass sowas nicht mit hochgekrempelten Ärmeln geht.

Naja mit Verantwortung und

Naja mit Verantwortung und Konsequenzen ziehen haben Politiker es ja heute nicht mehr so. Es gab mal Zeiten da wären bei so einem Wahlergebnis der ganze Vorstand ohne Fragen zurück getreten.

/// Am 28. September 2021 um

///
Am 28. September 2021 um 17:00 von AlterSimpel
....
Vielleicht verwechseln Sie "Gestaltungswille" mit Machtgier um jeden Preis.
...
Natürlich könnte es irgendwie klappen, dass Laschet doch noch Kanzler würde, aber welches fatale Signal würde man damit an die Wähler übermitteln?
Egal was wir wählen, die machen doch eh, was sie wollen.........///
.
Jeder Politiker will Macht, um Gestalten zu können. Ansonsten hat er seinen Beruf erfehlt.
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Egal, was wir wählen ? Nein, überhaupt nicht. Dieses Wahlergebnis z.B. hat eine völlig neue Herausforderung zur Bildung einer neuen Regierung ergeben.

Der Herr

sollte endlich seinen Hut nehmen, und anderen das Feld überlassen, die CDU hat es verbockt. Und er sollte auch gleich paar andere noch mit in die Rente nehmen.
Söder kann die Verhandlungen um eine Koalition auch machen, wäre sogar einfacher, und vielleicht erfolgreicher.
Ein Kanzler Laschet will niemand haben, außer der Herr Laschet selber, so lange er wie ein Kind festhält, wird das nichts, der muss aus der Schusslinie genommen werden.
Am Ende wäre Schwarz/Rot mit Söder die bessere Option, können ja Gelb dazu nehmen.
Damit wenigstens einer auf das Geld aufpasst, was jetzt immer großzügig vergeben wurde.

@KarlDerKühne um 16:51

>> Die zwei Fehler der CDU!
1. Laschet war eine totale Fehlbesetzung. Er hat das Auftreten eines Karnevalsprinzen und strahlt nicht aus. Er hat kein Charisma.
2. Das eigentliche Kernthema des CDU/CSU ist die Frage der Inneren Sicherheit, spielte aber keine Rolle im Wahlkampf. Kriminalität und Migration waren nie Themen im Wahlkampf, spielen aber gerade für die Menschen im Osten eine ganz entscheidende Rolle.<<

Ein weiteres sehr wichtiges Thema für D, was aber im Wahlkampf keine Rolle gespielt hat - und da sind die Medien maßgeblich mit schuld - ist die Positionierung von D zu China, Russland, etc., also die Außenpolitik zu Staaten, die heikel betrachtet werden, aber eine gewichtige Rolle für uns darstellen (China v. a. in wirtschaftlicher Hinsicht). Das hätten die Moderatoren in den Triells auch zum Thema machen müssen, weil es für uns essentiell ist.
Aber nein, viel zu viel Innenpolitik, soziale Absicherung, Klima, …
naja, mit außenpolitischen Themen gewinnt man halt keine Wahlen.

Gegen Laschets Willen?

Ich glaube nicht, dass in dieser Partei noch ein Mensch überhaupt das macht, was Laschet sagt. Als Vorsitzender der CDU ist er gescheitert.

@ Treualp1

"Wenn Laschet so weiter macht Er ist ein Bockiges Kind sonst gar nichts" Am 28. September 2021 um 17:03 von Treualp1

*

Bockige Kinder sind wohl eher diejenigen, die jetzt irgendwelche Machtproben anstreben. Die werden nicht halt machen nur wenn Laschet aufgibt, sondern machen dann untereinander weiter.

Politik ist eigentlich Teamarbeit, einer mag den Vorsitz haben, aber der hat nicht die absolute Macht. Nur muss es schlicht immer einen Moderator geben, damit es nicht drunter und drüber geht.

Oh Gott, lass Hirn regnen!

Wir leben in einem Land, wo immer mehr Menschen sich mit haarsträubenden Begründungen nicht an Regeln halten.
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Früher hieß es: "Gemeinwohl vor Eigenwohl!". Dieser Satz (siehe Corona-Debatte) wurde ins Gegenteil verkehrt: "Eigenwohl = Gemeinwohl!".
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Ebenso galt früher, dass der Wahlsieger das Vorrecht der Koalitionsverhandlungen hat, doch 1. meinen viele, die Union mit der Lusche Laschet habe das gleiche Recht, nein, sogar 2. die beiden kleineren (Grüne + FDP) verhandeln erst mal, bevor sie überlegen, ob Jamaika oder Ampel besser sei.
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Gratulation zu diesem Geeier, das allerdings NICHT verboten, aber doch peinlich ist.

@ Werner40

Selbstverständlich könnte die CDU/CSU mit Grünen und FDP regieren. Es kommt doch nur auf die Einigung auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag an.

Postenkleberei bis zum Abwinken. Und dieses Land winkt mittlerweile nur noch ab, wenn Laschet kommt. Selbst für die Unionswähler war er in der Umfrage der ARD ja eher ein Hindernis als eine Hilfe im Wahlkampf.

Nein, so nicht. Man muss auch merken, wenn Schluss ist.

und was ist von Schäuble zu hören?

Von einem CDU-Granden hört man dieser Tage interessanterweise nichts: Wolfgang Schäuble. Dass er es war, der Söder in der entscheidenden Sitzung mit all einem persönlichen Gewicht aus Prinzip als Kanzlerkandidat verhindert hat, ist bekannt. Dass er dadurch die Wahlschlappe der CDU vermutlich ebenso entscheidend mitverursacht hat - geschenkt. Aber dass er dadurch die konservativen Wähler in den Neuen Bundesländern in die Arme der AfD getrieben und dort den blauen Flächenbrand befeuert hat, wiegt schwer. Ein alter Mann der Alten Republik - er sollte endlich gehen.

17:00 von harry_up

«… dass die Sache mit Herrn Laschet als Kanzlerkandidaten nicht zum gewünschten Ergebnis führen würde.

Dafür kann Herr Brinkhaus aber nichts, und der Vorschlag von Herrn Laschet, ihn erst einmal kommissarisch, also “für vorübergehend“ zum Fraktionschef zu küren, ist einmal mehr ein Zeichen seiner fortgesetzten Fehlentscheidungen.»

Ich vermute mal sehr, man wird sich auf etwas Zeitraum zwischen "kommissarisch" und der regulären Wahlperriode 1 Jahr für den Fraktionsvorsitz einigen. So was wie 8 Monate. Wäre erst mal Mr. Brinkhaus bis dahin ohne "kommissarisch". Verschiebt man nur den regulären Wahltermin für Fraktionsvorsitz.

Nach 8 Monaten ist auch nach der LTW-NRW. Verliert die CDU auch noch NRW in 2022, und Mr. Laschet sein BL. Dann kann er sowieso einpacken, oder NRW bleibt CDU-BL. Dann kann er im Sommer 2022 Fraktionsvorsitzender werden. Eventuell.

In der Unionsfraktion sind nun 45/196 von CSU statt 46/246.
Mehr Einfluss der Lederhosen, aber weniger für die Rheinländer.

Göttliche Fügung

Laschet scheint zu glauben, dass die CDU das höhere Recht für sich in Anspruch nehmen kann, unabhängig vom Wahlergebnis die Regierung zu stellen.

Laschet las et.

Es wird Zeit der Realität ins Auge zu sehen und anzuerkennen "verka...."

David Séchard 16:51 @KarlderKühne

Danke Herr Sechard für den kleinen Hinweis zum Anteil der Bewohner ohne deutschen Pass in Ostdeutschland:

"Wieso spielt eigentlich die Migration im Osten so eine große Rolle?"

Die Antwort für die Nachkommen oder auch die älteren Semester im sprichwörtlichen "Tal der (charakterlich 'autoritär-strukturierten') Ahnungslosen" ist schlichtweg:

Mangel an Bildung & Weltoffenheit, die geistige Abschottung gegenüber anderen, anders Aussehenden und der Konsum von Desinformation in (a)sozialen Medien.

Genau diese Geisteshaltung nun "bedient zu bekommen" von einer demokratischen Volkspartei (CDU) ist etwas zuviel verlangt.

Die Union ist auf diesem Gebiet (zum Glück!) schon weiter. Wenn nicht, wäre sie in urbanen Zentren bei Wahlen vollkommen unwählbar und vielleicht unter 5%.

Fremdenfeindlichkeit, Gleichsetzung von Migration mit Kriminalität (wie von Rechtsaußen betrieben) sind keine Werte, die von demokratischen Parteien auch noch per Wahlprogramm befördert werden dürfen.

Jamaika ist besser für Deutschland

Deutschland steht in der Tat vor großen Richtungsentscheidungen. Wollen wir Wohlstand und Wachstum weiter behalten? Wollen wir ein Motor für den Fortschritt sein? Wollen wir mithalten können im Konzert der Großen, oder werden wir bedeutungsloser? Gehen wir den Weg der linken und grünen, hin zu mehr Sozialismus, hin zu mehr Umverteilung und zu weniger Eigentum..?

Wollen wir das was uns groß und stark gemacht hat verlieren? Die anderen Länder warten schon auf unsere klugen Köpfe.

Frankreich ist ein sozialistischeres Land als wir. Es hat dementsprechend mehr Probleme und mehr Schulden.

Wollen wir dahin? Besser geht es dort eher weniger als bei uns...

Union und FDP hegen die Grünen ein mit ihren Fantastereien. Damit könnten wir leben.

Rot-grün mit schwachem liberalem Wurmfortsatz, das schadet dem Land gewaltig. Und ich sehe auch deutlich mehr Gemeinsamkeiten zwischen Union und FDP, als zwischen SPD und Grünen.

Die Hälfte der grünen Wähler sind bürgerlich-konservativ.

Söder bereit als Kanzler für eine schwarz-grün-gelbe Koalition

Herr Söders Äußerung kann nur so verstanden werden:

Ich stehe als Kanzler für eine schwarz-grün-gelbe Koalition jederzeit bereit, lasse aber zunächst Herrn Scholz den Vortritt.

Ob die Grünen bei einem solchen Angebot von Herrn Söder als Kanzler nicht doch noch schwach werden, wenn ihnen die entsprechenden Posten angeboten werden?

Die FDP könnte einen noch fehlenden Druck vermitteln.

16:58 von DerVaihinger

Es war eindeutig Angela Merkel, die aus Gründen der unumschränkten Macht den aussichts- und erfolgreichsten Kandidaten zum Parteivorsitz und damit in Folge auch zum Kanzlerkandidaten verhindert hat.
Sie wusste sehr genau, dass sie mit einem CDU-Vorsitzenden Merz ihre Machtspielchen und Alleingänge nicht mehr hätte durchziehen können.
Darum, hat sie zunächst die schwache AKK und danach den noch schwächeren Armin Laschet installiert.
#
Ich sehe es genau so,Merkel wusste das es mit Merz für sie schwieriger geworden wäre.

Laschet kann einem schon Leid tun

Auch wenn viele in seiner Partei glauben, Ihm die Schuld für den Misserfolg geben zu können.

Der Misserfolg wurde sich gemeinschaftlich erarbeitet, durch die Skandale wie die Maskenaffären, schlecht arbeitenden Ministerien und handfester Selbstbereicherung. Die CDU hat sich nicht erst mit dem Wahlergebnis von der Regierungstauglichkeit verabschiedet.

Das er Versucht zu retten, was zu retten ist hat auch seine Vorteile, weil die Grünen und die FDP dadurch eine wesentlich bessere Verhandlungsposition haben. Gerade da die SPD nur durch den Kandidaten, nicht aber durch Ihre guten Leistungen oder Ihr Wahlprogramm die Wähler begeistert hat. Und auch die Verfehlungen von Herrn Scholz wiegen weit schwerer als ein Lachen im unpassenden Moment und ein falsch gefalteter Wahlzettel.

Ich hoffe daher, dass Laschet noch weiter durchhält und den möglichen Koalitionspartnern das maximale Verhandlungsergebnis ermöglicht !

@ covid-dingens

Die Hälfte der grünen Wähler sind bürgerlich-konservativ.

Dann passts ja super zur SPD und zur FDP.

16:43 von Werner40

«Was für Luschen.
Wo bleibt da der Gestaltungswille ? Selbstverständlich könnte die CDU/CSU mit Grünen und FDP regieren. Es kommt doch nur auf die Einigung auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag an.»

Entweder zaubern die Luschen was ganz umwerfend Tolles für das Land und für Grüne und FDP aus dem Hut, was die SPD so nicht kann.
Eher unwahrscheinlich.

Oder die Luschen leisten Überzeugungsarbeit mit Gestaltungswillen an den Grünen und an der FDP mit Knebeln und Fesseln. Eher verboten und strafbar.

@Erich78, 17:05

"egal ob es grüne Themen (Atomausstieg, Klimawandel, Refugies Welcome) oder rote Themen (Elterngeld, Herdprämie, Mindestlohn)"

Vielleicht zuerst einmal: Der Klimawandel ist kein "grünes" Thema. Er ist Realität für alle, und wenn Sie später christliche Werte fordern, dann gehört auch die Bewahrung der Schöpfung dazu. Menschen brauchen bewohnbaren Lebensraum.
Die Herdprämie war übrigens ein Lieblingskind der CSU.

"sondern auch der CDU ihre Kernkompetenzen Innere Sicherheit, Wirtschaft, konservative und christliche Werte..."

Die Wirtschaft ist immer gewachsen, das Land ist sicher. Wo also hat die CDU Kompetenzen verloren?

"Hat doch die 60 Jahre davor auch funktioniert als Volkspartei."

Nun ist das Volk und die Zeit eine andere geworden. Ich persönlich möchte nicht, dass die CDU sich in Richtung polnische Verhältnisse entwickelt.

Unions-Fraktionssitzung: Laschets nächste Machtprobe

Keine Machtprobe, sondern Verantwortung übernehmen und zurücktreten.

@ Jadawin1974

Laschet kann einem schon Leid tun. Auch wenn viele in seiner Partei glauben, Ihm die Schuld für den Misserfolg geben zu können.

Völlig zu Recht.
Und der HSV hat mir beim Abstieg auch leid getan. Aber es nutzt ja nix.

Laschet blebt nur ein

Laschet blebt nur ein sauberer Abgang. Alles abgeben und ab in Rente. Er ist komplett verbrannt. Für egal welchen Posten. Und da die CDU weiter die Augen vor der Realität verschließen will, können wir Scholz auch gleich zur zweiten Amtszeit gratulieren.

Das nenne ich mal einen Phoenix: gut gemacht, Olav.

Laschet blebt nur ein riner

Laschet blebt nur ein riner Tisch. Alles abgeben und ab in Rente. Er ist komplett verbrannt. Für egal welchen Posten. Und da die CDU weiter die Augen vor der Realität verschließen will, können wir Scholz auch gleich zur zweiten Amtszeit gratulieren.

Das nenne ich mal einen Phoenix: gut gemacht, Olav.

Laschets Auftritt am Sonntag kurz nach 18 Uhr war grenzwertig

Laschet hat die CDU-Position nicht nur vor der Wahl sondern auch vor allem direkt danach strategisch nachhaltig beschädigt. Er ist schlichtweg nicht kanzlertauglich.

Direkt nach 18 Uhr am Wahlsonntag als gerade mal Prognosen vorlagen o. die erste Hochrechnung glaubten seine Berater (Lipinski?) und er großmäulig auf die Bühne zu treten, um in dem Moment ausdrücklich einen Regierungsanspruch zu formulieren. Hinterher wollte er das so nicht gesagt haben. Hilfloses Zurückrudern.

Angesichts der sich abzeichnenden historischen Klatsche der CDU mit einer derartigen Tonlage aufzutreten zeugt von "Schröder 2005-Elefantenrunde-Format". Er hat die Union in dem Moment als unseriös, weltfremd, als nicht regierungsfähig erscheinen lassen.

Am nächsten Morgen wurde dies in den CDU-Gremien hinter verschlossenen thematisiert. Allen war klar (außer Laschet vllt.), ein gemäßigterer Auftritt Laschets hätte der CDU eine bessere Position nach evtl. gescheiterten Ampel verschafft für Jamaika-Verhandlungen

Am 28. September 2021 um 17:38 von schiebaer45

" Es war eindeutig Angela Merkel, die aus Gründen der unumschränkten Macht den aussichts- und erfolgreichsten Kandidaten zum Parteivorsitz und damit in Folge auch zum Kanzlerkandidaten verhindert hat.
Sie wusste sehr genau, dass sie mit einem CDU-Vorsitzenden Merz ihre Machtspielchen und Alleingänge nicht mehr hätte durchziehen können.
Darum, hat sie zunächst die schwache AKK und danach den noch schwächeren Armin Laschet installiert.
#
Ich sehe es genau so,Merkel wusste das es mit Merz für sie schwieriger geworden wäre. "

Dem würde ich mich anschließen, und in den blauen Zonen würde das jetzt auch ganz anders aussehen nach der Wahl.
Die wären sicher zum großen Teil Schwarz.

Die Einigung auf Brinkhaus ist da, für ein halbes Jahr

Mittlerweile ist die Einigung erzielt, dass Brinkaus (nur) für ein halbes Jahr antritt.
Die Union hat also darauf verzichtet, den CDU-Vorsitzenden gleich ganz zu demontieren.

Statt 'Klar Schiff' in Richtung Neuanfang zu machen, darf der Wahlverlierer Laschet jetzt doch mit an dem Versuch von Jamaika werkeln.

You hit the spot

Zitat: "Der CSU-Chef spielt hier eine etwas undurchsichtige Rolle. "
Das ist die Formulierung des Tages !
Köstlich!

Am 28. September 2021 um 16:58 von DerVaihinger

Sie wusste sehr genau, dass sie mit einem CDU-Vorsitzenden Merz ihre Machtspielchen und Alleingänge nicht mehr hätte durchziehen können.
Darum, hat sie zunächst die schwache AKK und danach den noch schwächeren Armin Laschet installiert.
__
Ich habe Frau Merkel als BK immer sehr geschätzt. Insbesondere ihre Unaufgeregtheit und ihre Unprätenziösität. Allerdings konnte ich weder die Installation von AKK und auch nicht die von Laschet wirklich nachvollziehen zumal das ja zu einem Zeitpunkt geschah, wo sie eine weitere Kandidatur bereits abgelehnt hatte. Da waren gar keine Machtspielchen mehr vonnöten. Sollte ihr, was ich eigentlich glaube, wirklich etwas an der Partei gelegen sein, verstehe ich nicht ihre Positionierung für Herrn Laschet, der imho den Löwenantel an dem Debakel der Union hat, auch wenn er mir jetzt schon langsam leid tut.

Am 28. September 2021 um 17:18 von Tada @ Treualp1

Politik ist schon lange kein Teamwork mehr. Eine Rückkehr zum Teamwork hat ansatzweise (wenn auch nur geringe) die SPD im Wahlkampf gezeigt , was auch mit zum Erfolg beitrug.
Selbst innerhalb der Parteien gab und gibt es viele Differenzen zwischen Basis und Vorstände.
Man muß einfach nur die vielen Artikel genau lesen und einige Aussagen in Kopf behalten.
Die Wähler sind nicht mehr so dumm alles für bare Münze zu nehmen.
Eine uneinige Partei erweckt kein Vertrauen

Das Erfolgsmodell der skandinavischen Demokratien strahlt

Die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland zeigen seit Jahren, wie eine erfolgreiche Synthese aus Soziademokratie, liberalem Bürgertum und wechselweise weiteren Partnern aus dem ökologischen Spektrum funktioniert.

Mit einer erfolgreichen Wirtschaft, einem florierenden Arbeitsmarkt, einem funktionierenden Sozialsystem und weitgehendem sozialen Frieden.

Nicht alles, aber vieles taugt zum Vorbild für Deutschland. Der 'nordische' Olaf Scholz hat also ein erprobtes Modell, das er zum Kompass für eine Ampel machen kann.

Derweil kann die Union sich in Ruhe erneuern.

@Giselbert, 16:48

Ich teile nicht Ihre Auffassung, dass die Union eine Politik "gegen den Wunsch des Volkes" gemacht haben soll. Noch vor wenigen Wochen schien die Union fast uneinholbar vorne zu liegen. Dann kamen viele handwerklich- linkische Fehler des Kandidaten Laschet und mit einem Mal kippten Stimmung und Umfragewerte. Man muss es leider so hart formulieren: Die Union hat auf das falsche Pferd gesetzt.

@covid-strategie

"Deutschland steht in der Tat vor großen Richtungsentscheidungen"

Ich weiß nicht, ob Sie's mitbekommen haben: die Wahl ist vorbei.
Nach der Wahl interessiert sich kein Politiker mehr für die Bürger, sondern jetzt beginnt der schmutzige Teil des Macht- und Postengeschachere, das für eine Demokratie eher peinlich ist.

"Wollen wir Wohlstand und Wachstum weiter behalten? Wollen wir ein Motor für den Fortschritt sein"

Offensichtlich wollen die Bürger das. Aber eben nicht mit der CDU, die dafür eher hinderlich war.

"Gehen wir den Weg der linken und grünen, hin zu mehr Sozialismus ..."

Das klingt stark nach der üblichen wirtschaftsliberalen Propaganda, reine Angstmacherei.
Schlagen Sie den Begriff einfach mal nach und dann schauen Sie, ob Sie irgendetwas "Sozialistisches" in den Wahlprogrammen von SPD oder Grünen finden. Um es vorweg zu nehmen: nein.

Der Ampel steht also nichts mehr im Weg, es sei denn, die FDP entdeckt endlich ihr politisches "Gewissen", was aber unwahrscheinlich ist.

Am 28. September 2021 um 18:01 von MRomTRom

" ie skandinavischen Länder Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland zeigen seit Jahren, wie eine erfolgreiche Synthese aus Soziademokratie, liberalem Bürgertum und wechselweise weiteren Partnern aus dem ökologischen Spektrum funktioniert. "

Lässt sich absolut nicht mit Deutschland vergleichen, erstens ist Deutschland Exportweltmeister, viel mehr Menschen und eine ganze hohe Bevölkerungsdichte.
Im Vergleich mit den Ländern, und auch ganz andere Möglichkeiten um Energie zu erzeugen.

Am 28. September 2021 um 17:21 von DeHahn

1. meinen viele, die Union mit der Lusche Laschet habe das gleiche Recht, nein, sogar 2. die beiden kleineren (Grüne + FDP) verhandeln erst mal, bevor sie überlegen, ob Jamaika oder Ampel besser sei.
__
Davon abgesehen, dass ich Herrn Laschet auch nicht als BK sehe, so hat es früher durchaus schon Verlierer als BK gegeben ( die waren allerdings von der SPD) und dass sich die Grünen und die FDP sich jetzt erstmal austauschen, ob Sondierungen überhaupt einen wirklichen Sinn haben, finde ich gut. Das können sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit machen, ohne dass man sich jedes Wort überlegen muss.
Entweder kommen sie zu dem Schluss, dass eine Zusammenarbeit möglich ist und unter welchen Umständen, oder eben nicht. Warum sollten sie das nicht ausloten. Diese Situation ist für alle neu, als 3er-Bündnis u.U. an der Regierung. Da kann man ruhig die ersten Gespräche ohne das Licht der Öffentlichkeit führen.

@ 17:41 von AlterSimpel

Zunächst haben Sie natürlich völlig recht, der Klimawandel ist kein Grünes Thema. Mir ging es aber gar nicht darum, dass der Klimawandel nicht uns alle und damit auch alle Parteien interessieren sollte, sondern Klimapolitik ist die ureigenste Kernkompetenz der Grünen und natürlich musste die Regierung Merkel hier aktiv werden. Es ging mir darum, dass bspw. der Atomausstieg so vehement und medienwirksam als CDU Politik verkauft wurde (wohlgemerkt in einer Hau-Ruck Aktion) nach Fukushima und der folgenden Landtagswahl in BW. Hier hat Merkel aus Opportunismus den Grünen ihr Hauptthema "geklaut".
Die Definition "christlicher Werte" ist jedermanns eigene Sache. Da ging es mir aber um die Wahrnehmung der Bevölkerung und in dieser, sind die eigentlichen Kernkompetenzen der CDU nun mal nicht Atomausstieg, Mindestlohn und einwanderungsfreundliche Politik, sondern innere Sicherheit, Wirtschaft...
So hat m.E. Frau Merkel die AFD sogar klar gestärkt und die SPD und die Grünen geschwächt.

Ich denke....

Ich (AfD-Wähler) sprach in meinem Bekanntenkreis die Empfehlung aus die Union zu wählen um rot-grün-rot (für mich ein Supergau) zu verhindern. Ob meine Ratschläge angenommen wurden weiss ich natürlich nicht? Je länger ich die Folgen des Wahlergebnisses vom WE nun verfolge umso mehr gelange ich zu dem Eindruck das die Union sich im desolaten Zustand befindet und die Zeit in der Opposition nutzen sollte um sich von innen aus zu erneuern. Röttgen (der blasse Mensch von dem kaum einer wahrnimmt das es ihn gibt) , Altmaier (steht wie keine anderer für den Merkel Kurs und damit weiter so) und leider auch Laschet (er ist im Wahlkampf sicherlich gewachsen, aber zu spät) gehören in Rente geschickt. Die Union muss zu Ihrem ehemals konservativen Profil zurückfinden denn die linke Flanke wird durch unsere künftige Regierung schon überbetont. Dazu gehören auch neue, junge Köpfe und die Union sollte die Zeit nutzen, solche Menschen aufzubauen und nicht zuletzt ein gutes Parteiprogramm generieren.

@covid-strategie

"Wollen wir Wohlstand und Wachstum weiter behalten? "

Bitte nicht schon wieder die Mär vom unendlichen Wachstum. Wo uns das hintreibt, muss man doch unterdessen nicht mehr erklären.

"Wollen wir ein Motor für den Fortschritt sein?"

Mit der CDU, dieser Altherren-Partei mit Denkstrukturen von 1950? Ist das Satire?

"Gehen wir den Weg der linken und grünen, hin zu mehr Sozialismus,..."

Nein, wir werden mit Sicherheit kein sozialistisches Land, aber eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes, ist längst überfällig. Wir haben in diesem Land über 20% an Menschen, die den ganzen Tag malochen und kaum ihre Miete zahlen können!

"Wollen wir das was uns groß und stark gemacht hat verlieren?"

Was hat uns denn groß und stark gemacht? Wohl eher unser ausufernder Dumpinglohnsektor zu Ungunsten unserer Nachbarn. Unsere Infrastruktur ist marode, unsere Kinder sitzen bei Minusgraden bei geöffneten Fenstern in der Schule und pünktlich fahrende Verkehrsmittel gibts auch nicht so oft.

Am 28. September 2021 um 17:51 von realitychecker

Angesichts der sich abzeichnenden historischen Klatsche der CDU mit einer derartigen Tonlage aufzutreten zeugt von "Schröder 2005-Elefantenrunde-Format". Er hat die Union in dem Moment als unseriös, weltfremd, als nicht regierungsfähig erscheinen lassen.

Am nächsten Morgen wurde dies in den CDU-Gremien hinter verschlossenen thematisiert. Allen war klar (außer Laschet vllt.), ein gemäßigterer Auftritt Laschets hätte der CDU eine bessere Position nach evtl. gescheiterten Ampel verschafft für Jamaika-Verhandlungen
__
Das ist zwar richtig, ist aber jetzt so lange debattiert worden, nun kann das mal gut sein. Ich glaube, Laschet war einfach in einer Ausnahmesituation. Die scheint er irgendwie nicht gut zu beherrschen (siehe sein Verhalten an der Ahr ). Man sollte jetzt anfangen, sich zu sortieren, aus den Fehlern versuchen zu lernen und abwarten, was die "Konkurrenz" gebacken bekommt und dann mit sich selbst in Klausur gehen.

Der Wirtschaft wegen eher Ampel oder Jamaika ?

Die Wirtschaftskompetenz der Union, die auf Ludwig Erhards Zeiten zurück geht, ist verblasst.

Die Sozialdemokratie hat in Deutschland über Jahre 'staatstragend' die Kärrnerarbeit gemacht. Den Ruhm hat, ob verdient oder nicht, meist der große Partner CDU eingeheimst.

Der wirtschaftliche Aufschwung der 2000er und der Rückgang der Arbeitslosigkeit geht zum Großteil auf die einzigen echten Wirtschaftsreformen der letzten Jahrzehnte zurück, die Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 auf den Weg gebracht hat. Auch zum Preis, bei der eigenen Wählerschaft in Misskredit zu geraten und Wahlen zu verlieren.

Die Sozialreformen mit Mindestlohn und Grundrente, welche den sozialen Frieden im Land erhalten, ist ebenfalls der Arbeit der SPD geschuldet. Industriepolitische Innovation zu treiben ist niemand mehr ein Anliegen, als der klassischen Industriearbeiterpartei SPD. Kombiniert mit Liberalismus und Ökologie hat die Ampel ein Fundament, das eher trägt als Laschet’s Jamaika.

Seine Abkehr von Merkel kam zu spät und zu unsicher

Laschet erlebt gerade, dass die CDU so ausgehöhlt ist, dass es nicht mehr möglich ist, die CDU aus der linken Ecke in die Mitte zu holen. Seine Ambitionen kamen zu spät, um Ostdeutsche zu überzeugen. Er galt lange als Merkeljaner. Söder ist grüner als es die CDU eigentlich verkraften würde.
Ich präferiere daher klar, dass die CDU in die Opposition geht, um sich erst mal auszurichten. Die FDP sollte das gleiche tun und die SPD mit Grünen eine Minderheitenregierung bilden lassen.
Die Gegengewichte von CDU/CSU/ FDP/ AfD wären dann so stark, dass man den größten Blödsinn der Rotgrünen verhindern könnte ( Schuldenunion, Steuererhöhungen, CO2-Kostenspirale, Enteignungen, etc.)

@17:41 von AlterSimpel

Nachtrag:
"Die Wirtschaft ist immer gewachsen, das Land ist sicher. Wo also hat die CDU Kompetenzen verloren?"
Auch damit haben Sie recht, aber ist das in den Köpfen der Menschen angekommen und auch im Bewusstsein der breiten Bevölkerung?
Denn nicht das Wachstum der Wirtschaft steht häufig im öffentlichen Interesse, sondern bspw. auch die definierte Armut. Die steigt nämlich auch Jahr für Jahr.
Netto vom Brutto im Verhältnis zur Inflation- auch hier ist die breite Bevölkerung nicht reicher geworden. Das Land ist sicher- ja sehe ich genauso, aber Menschen die Angst vor Überfremdung haben eben nicht.
Wie gesagt mir ging es in meinem Post nicht um wie etwas tatsächlich nachweisbarbar ist, sondern darum wie die gefühlte Realität und damit verbunden auch die gefühlte Realität der sog. Kernkompetenzen der CDU sind.
Laschet hat 2012 ja selbst gefordert, dass die CDU sich zurück zu dem Leitbild des christlichen Menschenbilds und der Wirtschaftspolitik als Kernkompetenz besinnen muss.

@ Adeo60

Ich glaube nicht, das Laschet das falsche Pferd war, eher die beiden Schwesterparteien die falschen Reiter.

Im übrigen gibt es nur zwei Parteien mit einem klaren Auftrag: Grüne und FDP. Und hätten die einen besseren Wahlkampf hingelegt, währe es noch schlechter für SPD und CDU ausgegangen.

Ich hege aber die Hoffnung, dass die SPD ihrer Linie treu bleibt und auch in dieser neuen Koalition sich selbst im Weg steht, so dass in 4 Jahren das bereinigt wird...

Tagesschau hinkt hinterher

Bei WEB.de gibt es schon news. Teile der Union möchten Herrn Söder die Koalitionsverhandlungen für Jamaika übertragen und ihn bei Erfolg zum Kanzler küren. Herr Laschet hat fertig, um es mit Trappatonis Worten zu sagen. Wer sich das Bild von Herrn Söder zu dem Artikel anschaut, sollte sofort erkennen, was da wirklich läuft.

Anstelle der FDP und der Grünen würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich in solche Verhandlungen eintreten würde.

Herrn Laschet empfehle ich, alle Ämter sofort zur Verfügung zu stellen und in Rente zu gehen. Er muss ja keine Angst vor Altersarmut haben.

Farbspiele

zur Rettung der Position von A.Laschet gibt es neben dem Beharren auf "Regierungsauftrag" mit Grün / Gelb noch eine andere Option: die Trennung von den bayuwarischen Quertreibern Seehofer und Söder und eine Regierungsbeteiligung bei SPD und Grün
Viel Vergnügen bei den demokratischen Bestrebungen

18:15 von eine_anmerkung. | Dann würden Sie weider CDU wählen

'Die Union muss zu Ihrem ehemals konservativen Profil zurückfinden (...). Dazu gehören auch neue, junge Köpfe und die Union sollte die Zeit nutzen, solche Menschen aufzubauen und nicht zuletzt ein gutes Parteiprogramm generieren.'

Dann würden Sie vom rechten Rand zurückkehren ins (christ-)demokratische Spektrum ?

Schon der Vorsatz ist lobenswert.

18:20 von yolo | Eine Verhinderungskoalition in der Opposition ?

'Die FDP sollte das gleiche tun und die SPD mit Grünen eine Minderheitenregierung bilden lassen. '

Ist nicht Ihr Ernst.

Sämtliche Akteure, also die Unternehmen, die Gewerkschaften, die Sozialpartner, die Verwaltungen, die EU-Partner und die Bündnispartner brauchen für ihre Planungen eine stabile Grundlage. Eine Minderheitsregierung die auf Tageszuruf regiert, würde dazu führen, dass niemand Entscheidungen trifft, Investitionen nicht getätigt werden und niemand über den Tag hinaus plant. Das wäre der Stillstand.

'Die Gegengewichte von CDU/CSU/ FDP/ AfD wären dann so stark, dass man den größten Blödsinn der Rotgrünen verhindern könnte

Noch einer, der Union, FDP und AfD so einfach mal 'addiert.'

Erstens würden sich die bürgerlichen Parteien schon aus demokratischem Prinzp nicht mit den Rechtsradikalen zusammentun und zweitens würden sie, wenn sie es denn täten, einen Großteil ihrer Wähler verlieren.

Vorschlag durchgefallen.

Laschet - aktuell

Jedem, dem jetzt seine Pfründe abhanden gekommen sind, sich erst jetzt gegen Herrn Laschet zu stellen, sei gesagt: Es wäre besser gewesen, sich nach all`den Pannen mit Herrn Laschet, sich bereits da gegen ihn zu stellen und den Mut aufzubringen, einen anderen Kanzler-Kandidaten zu nehmen.
Aber so lange man davon ausging, mit ihm doch noch zu profitieren, fanden sie alles i. O.
nur jetzt, wo einigen die Pöstchen abhanden gekommen sind, da kommt Gegenwehr.
Rückgrat sieht anders aus.
Aber Rückgrat bei Politikeren, das ist so eine Sache.

Laschet ist angeschlagen

und es ist nicht ausgeschlossen das er diese Woche nicht übersteht.Auch Kubicki sieht es so.

16:58 von DerVaihinger

"Es war eindeutig Angela Merkel, die aus Gründen der unumschränkten Macht den aussichts- und erfolgreichsten Kandidaten zum Parteivorsitz und damit in Folge auch zum Kanzlerkandidaten verhindert hat."

,.,.,

Klingt nach Hobby-Psychologie.

Da kennt man oft nur einen einzigen Motor:
die Macht.

Aus ihr erklärt man sich alles und jedes, und dann sogar noch "eindeutig".

@yolo, 18:20

Merkel ist noch immer die mit Abstand beliebteste Politikerin in Deutschland. Ich bin sicher, dass die Union bei einer weiteren Kandidatur eine deutliche Mehrheit errungen hätte. Derr Status als "Merkeljaner" dürfte Laschet also gerade nicht geschadet haben, eher seine Alleingänge gegen die Kanzlerin und Wankelmütigkeit in Sachen Corona. Auch die Zielsetzung, eine Politik für das bürgerliche Lager zu machen, war die richtige Strategie von Merkel. Nicht die Partei, sondern das Wohl der Bürger setzte sie an erste Stelle. Auch ich finde, die Union sollte sich in der Opposition neu formieren, aber bitte nicht in einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit mit der AFD. Diese Partei wird wohl noch stärker als bisher rechtsextremen Strömungen folgen und damit endgültig auf dem politischen Abstellgleis landen.

"Die Sozialreformen mit

"Die Sozialreformen mit Mindestlohn und Grundrente, welche den sozialen Frieden im Land erhalten, ist ebenfalls der Arbeit der SPD geschuldet. Industriepolitische Innovation zu treiben ist niemand mehr ein Anliegen, als der klassischen Industriearbeiterpartei SPD. Kombiniert mit Liberalismus und Ökologie hat die Ampel ein Fundament, das eher trägt als Laschet’s Jamaika".

Danke sehr MRomTRom, gefällt mir sehr Ihr Beitrag...

Persönlich hätte ich auch so gar keine Angst vor einer Ampel. Alle drei werden Kompromisse eingehen müssen und dann wird es für unser Land sicher eine gute Zeit.

Laschets nächste Machtprobe

Zum eingesten einer Niederlage brauch man nur Anstand und keinen Mut.

Mutig wäre wenn er für eine konservative Bundesregierung mit der FDP ohne RGR,s kämpfen würde.

@eine_anmerkung, 18:15 Uhr

Schön, dass Sie sich offensichtlich von der AFD abzuwenden scheinen. Die CDU verfügt tatsächlich über einige jüngere und äußerst kompetente Politiker, darunter vor allem Röttgen und Brinkhaus. Schlagfertig und eloquent, dazu mit einer gesunden Prise Humor und wohltuender Bürgernähe ausgestattet, könnten dies die Hoffnungsträger einer personell neu aufgestellten Union sein. Dazu Merz, der als Kanzler zu sehr polarisiert hätte, aber ein ausgewiesener Wirtschaftsfachmann ist und der durchsetzungsstarke Söder. Aus meiner Sicht wäre dies die richtige Mischung, um den Markenkern der Union zu stärken, zugleich aber auch für Aufbruchstimmung zu sorgen. Ich hoffe, dass die Wirtschaft bis dahin intakt bleibt, der Kampf gegen den Klimawandel vor allem breite globale Allianzen findet und Themen wie Rentenreform, Digitalisierung u.a. kraftvoll angepackt werden. Die FDP könnte der Taktgeber sein.

19:05 von Adeo60

"Wankelmütigkeit" oder Flexibilität?
"Betonköpfe" ("Basta!" "Alternativlos", ..) gibt es genug in der Politik. Es kommt also immer auf die Sichtweise an.
Die CDU bietet einfach vielen konservativen Menschen nicht mehr die Heimat, genau wie die SPD nicht mehr uneingeschränkt für dn Ausbau des Sozialstaats steht.
Mir wäre ein deutlich konservativeres Profil der CDU und ein linkeres der SPD auch lieber. Dann hätte man die Wahl, eine echte Wahl.
Das Sterben langsame der "Volksparteien" hat seinen Grund.

RE: Adeo60 um 18:06; @Giselbert, 16:48

***Noch vor wenigen Wochen schien die Union fast uneinholbar vorne zu liegen. Dann kamen viele handwerklich- linkische Fehler des Kandidaten Laschet und mit einem Mal kippten Stimmung und Umfragewerte. Man muss es leider so hart formulieren: Die Union hat auf das falsche Pferd gesetzt.***

Ja, Ihrem Kommentar stimme ich zu und möchte noch ergänzen, dass das Störfeuer aus Bayern sein Scherflein zu A. Laschets Wahldesaster beigetragen hat. Wenn die CSU unter M. Söder Herrn Laschet quasi als 2. Wahl darstellt, was soll der Wähler davon halten. Und wie es scheint, geht Söders Kalkül gerade auf.

Gruß Hador

mir tut Laschet auch leid

aber nicht, weil er mir etwa sympathisch wäre, sondern weil ich allgemein ein mitfühlender Mensch bin und Ungerechtigkeit mir zuwider ist.
Für das Absacken der CDU ist keineswegs Laschet verantwortlich zu machen, auch wenn fast alle auf genau diesem Knochen herumkauen.
Ich führe es mehr darauf zurück, wie die Union als ganzes versagt hat. Über Monate reihte sich ein Skandal an den anderen, jeder einzelne geignet, die Verkommenheit dieser Partei so offen zutage treten zu lassen, dass keiner mehr sie übersehen konnte. Steuerverschwendung in gigantischem Ausmaß (Scheuer), Fehlentscheidungen aufgrund von Inkompetenz (Spahn), ungenierte Selbstbereicherung (Löbel, Nüsslein, Amthor, die Asserbaidschan-Connection), alles in so geballter Form, dass sich eben viele Wähler angewidert abgewendet haben. Und eine Partei, die es nicht mal für nötig hält, das aufzuarbeiten.
Laschet hätte nix mehr retten können, selbst wenn er kein so schwacher Kandidat gewesen wäre.

18:15 von eine_anmerkung.

umso mehr gelange ich zu dem Eindruck das die Union sich im desolaten Zustand befindet und die Zeit in der Opposition nutzen sollte um sich von innen aus zu erneuern.
#
Das meine ich auch. Nach 16 Jahren Merkel Union ist eine von Innen her Erneuerung sehr angebracht.Zudem würde ich raten eine Kanzlerschaft auf 2 Regierung Perioden zu begrenzen.

19:16 von werner1955 | Das tut Laschet ja

'Mutig wäre wenn er für eine konservative Bundesregierung mit der FDP ohne RGR,s kämpfen würde. '

Also für eine konservative Bundesregierung kämpft er seit Wochen. Dafür hat er bei den Wahlen 24,1 % bekommen.

Das reicht nicht für die Bildung einer Regierung.
Wenn er die Liberalen dazu nimmt, auch nicht.

Damit ist der Kampf für diese Variante durch, sehen Sie auch so.

auch wichtig

Da ich eine "rote Karte" erhalten" hatte, versuche ich es noch einmal, unter Weglassung des (vermutlich) Beanstandeten.

TS: "Nach 16 Jahren an der Macht droht der Union die Opposition. Oder?"

Ich meine, das ist doch eine sehr honorige Position und spielt eine wichtige Rolle in einer Demokratie.

19:12 von hobbitsfreundin | Denke ich auch

'Persönlich hätte ich auch so gar keine Angst vor einer Ampel. Alle drei werden Kompromisse eingehen müssen und dann wird es für unser Land sicher eine gute Zeit.'

Denke ich auch.

Es ist Zeit für einen Wechsel und einen neuen Start zu ambitionierten Zielen in der Industriepolitik, dem Klimaschutz und dem sozialen Ausgleich.

... die nächste Mutprobe ?

Die CDU sollte sich nun zurücknehmen und beim Personal mal die Weichen besser einstellen ! Man sieht von denen doch nur die ständige Weiterentfernung vom Volk und eine Menge Arroganz mit einem ständigen Füllen der Taschen !

18:58 von tausendschön

«… nur jetzt, wo einigen die Pöstchen abhanden gekommen sind, da kommt Gegenwehr.»

Diejenigen, denen "die Pöstchen" abhanden gekommen sind, das sind die, die nicht wieder in den Bundestag gewählt wurden. Die Gefahr, nicht gewählt zu werden, besteht immer, wenn sich wer zur Wahl stellt.

Fängt schon in der Grundschule an bei der Wahl zum / zur Klassesprecher/in.
Will man das nicht, stellt man sich erst gar nicht zur Wahl.
Sondern sich besser gleich an der Frittenbude an.

Um ihre Futtertröge zu füllen, müssen die ganzen Pöstchenverlustigen nun wieder zum Fressnapf gehen (oder zu einem anderen Tierfutterladen). Nix isses mehr mit Nichtstun in Saus und Braus im Bundestag.

Sowieso völlig unverständlich, dass sich nicht zu jeder Wahl mind. mehrere Millionen darum balgen, auch durch nichts anderes als Sitze im Bundestag platt sitzen sich die Goldene Nase für Nichtskönnen zu verdienen.

CDU / CSU hatten A. Laschet als Kanzlerkandiat gewählt.
Das ist dann so, ob das Mr. X passt oder …

17:35

natürlich werden die grünen die morgengabe der cdu/csu nicht ablehnen können. sie bekommen schliesslich die erste bundespräsidentin auf dem goldenen brettchen kredenzt. und das auch dann, wenn es der ARD nicht passt

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