Kommentare

@ 9:42 frosthorn (geschlossener Treat)

Schön von Ihnen zu lesen! Ich teile Ihre Befürchtung nicht, dass wir Jamaika bekommen. Den Wähler*innen ist nicht vermittelbar, dass ein Kandidat, der die Union nicht hinter sich bringen konnte und dessen Union mit -9% historisch schlecht abschnitt, die Regierung führen kann oder soll. Andererseits ist für mich offen, als wer Olaf Scholz sich entpuppt, denn ich fürchte, dass viele der Wähler*innen, die für ihn votierten, doch eher keine Veränderung wollen und deshalb Merkels Vizekanzler gewählt haben.
Das schlechte Abschneiden der Linken hat mich überrascht; es hat m.E. viel damit zu tun, dass deren Botschaft verzerrt wurde durch die Kampagne, die Linke als pure Enteigner*nnen und als außenpolitisch unzuverlässig darzustellen.
Übrigens werde ich nicht bleiben. Es gibt ein Leben ohne 'Meta', ich engagiere mich in einem Feld, das ohne die Beleidigungen und Diffamierungen, die es hier gab, auskommt. Ich hatte aber versprochen, mich zum Wahlergebnis nochmal zu melden.
Alles Gute Ihnen!

"Scholz sieht Auftrag für Rot-Grün-Gelb"

Den sehe ich allerdings auch. Jedenfalls falls der Wählerwille bei der Regierungsbildung eine Kategorie ist.

Kanzlerfrage

Das ist aber nicht der einzige Auftrag der Wähler . Wenn wir die Prozentzahlen sehen, wäre hier auch eine SPD geführte große Koalition ein gangbarer Weg.
Wer keinen Kanzlerauftrag hat ist Herr Laschet.

Union in die Opposition

Man sollte keine Zeit verlieren und klare Entscheidungen treffen. Die Union ist der eindeutige Verlierer dieser Wahl. Mit Verlierern koaliert man einfach nicht. Sie werden in der Opposition Zeit haben ihre Partei neu zu formieren. Werteunion muss z.B. abgeschafft werden. Ein Kanzlerkandidat wie Laschet geht auch absolut nicht. Er kann nicht einmal den Wahlzettel richtig halten. CDU/CSU ist aktuell nicht regierungsfähig.

Rot-Grün-Gelb? Ist genauso schlecht wie eine GroKo

Die SPD u. die Grünen haben völlig andere Wahlprogramme wie die Parteien rechts der MItte, also Union, FDP oder AfD.
Mit der FDP zu koalieren, ist also vergleichbar mit einer Koalition aus SPD u. Union.
Die Folgen werden sein, dass SPD und Grüne ihre Ziele nicht erreichen können, weil die FDP diese blockieren wird.
Dass Lindner sehr stur sein kann, weiß man seit 2017.

Es ist sehr schade für unser Land, wenn es weitere 4 Jahre einen Stillstand aushalten muss.
Klimapolitik kann man dann auch abhaken, weil die FDP völlig andere -naivere- Vorstellungen davon hat.

So wird das also wieder nichts.
Schade.

Frage in die Runde:
Angenommen man wollte eine Minderheitsregierung aus SPD, Grüne u. ggf. Linken anstreben:
Kann die Linke, die mit 4,9 % der Stimmen nur über ihre 3 Direktmandate in den Bundestag kommt, überhaupt eine Koalition
eingehen?
Wenn ja, würden nur noch 5 Stimmen zur Mehheit fehlen, die Habeck sicher mehr gehabt hätte, wenn er Kandidat der Grünen gewesen wäre.

Enttäuschend

Wie schafft es eine Partei, die hauptsächlich Politik für reiche und Großunternehmen macht, so viele Stimmen zu bekommen?

Rechnet der durchschnittliche Deutsche mit einem sicheren Lotto Gewinn bei der nächsten Ziehung?

Sollten sich die Grünen

oder die FDP dazu entschliessen sich mit der „Verliererpartei“ und seinem weit unbeliebten Kandidaten Laschet einzulassen, haben sie die Stimmung unter dem Wahlvolk nicht verstanden:
Die Mehrheit der Wähler möchte Herrn Scholz als Bundeskanzler.

Beide Möchtegern-Kanzler...

...sollten vielleicht erst mal darüber nachdenken, dass sie jeweils nur von etwa einem Sechstel der Wahlberechtigten gewählt wurden.

Anders ausgedrückt: Beide wurden von über 80% der Leute NICHT beauftragt. Da den Wählerwillen für sich zu reklamieren, grenzt schon an pathologisch.

Wer wird Kanzler

Es wäre schlecht, wenn beide großen Parteien nicht den Kanzlerposten beanspruchen würden. Schließlich sind sie dafür angetreten und schließlich soll die Zukunft der Parteien damit gefestigt werden. Was die Grünen und Liberalen vorziehen, bleibt wirklich abzuwarten. Die werden schon Zeit verstreichen lassen, um ihren Wert zu heben und Zugeständnisse zu bekommen. Beide wissen letztendlich, dass sie mit in der Regierung sitzen werden. Die CDU und CSU aber stehen vor der wichtigen Frage, ob ihre Einigkeit und die Person Laschet reichen, den Anspruch aufrecht zu erhalten. Am meisten freuen sollte uns alle: mehr als 70 Prozent Wahlbeteiligung haben zu dem Ergebnis geführt. Das ist für mich der größte Erfolg einer Demokratie. Die Parteienkoalition- und Regierungsbildung werden nun ausgehandelt. Und die rechten wie linken Parteien sind außen vor. Man wollte eine gesunde Mitte, die hat man nun. Die Parteien selbst sind nun am Zuge und müssen Vertrauenswürdigkeit beweisen.

ich kanns nicht mehr hören

Einen klaren "Regierungsauftrag" gebe es. Auftrag von wem? Von "dem Wähler", dem großen Unbekannten? Offensichtlich wollten fast die Hälfte der Wähler keine solche Regierung. Und Auftrag an wen? An die Ampel? Wer sagt das? Das einzige, was feststeht, ist, dass der gewählte Bundestag in dieser Zusammensetzung einen Auftrag bekommen hat. Für die nächste Legislaturperiode.
Es erscheint Scholz logisch, dass die Parteien, die Stimmen dazu gewonnen haben, auch die Regierung stellen müssen. Nach welcher Logik? Ist jetzt beim Hundert-Meter-Lauf derjenige der Sieger, der auf den letzten zehn Metern am meisten aufgeholt hat?
Der von A. Laschet herbeifantasierte Regierungsauftrag ist einfach nur lächerlich. Aber das ist der von O. Scholz ebenso, und er sollte sich nicht auf die gleiche dümmliche Stufe stellen.
Meine Güte, einen halben Tag nach der Wahl, und es nervt jetzt schon.

Rot Schwarz durchaus eine Option

Allerdings sollte man sich die "Kleinen" anhören, was sie bereit sind zu geben und ob es eine stabile Regierung in diesem Dreierbündnis geben kann.

Zugeständnisse ja aber im Rahmen der erzielten Ergebnisse.

Bei den Nehmerqualitäten sollte

die CDU sich in der Regierungsbildung versuchen.
Dabei sein ist alles, Aufholjagd bis fast vor die Ziellinie.

Das wirklich Frustrierende

War das wir einen Wahlkampf im Trump Stil gesehen haben.
Ich hätte nicht gedacht das so etwas in Deutschland verfangen kann.
Kein Vorwurf an Scholz und die SPD, die schließlich trotzdem einen Sieg für seriöse Politik davontrugen. Und das Obwohl sie, als sie in den Umfragen stieg, massivsten unter Feuer genommen wurden

Aber das bisher als Qualitätsmedien betrachtete sich an den Internet-Bullshit Campagnen mit einer wahren Lust an Inhaltsloser Zerstörung des Politisch ungewollten beteiligten war beschämend.

Das auf Ausländische Beeinflussen (Bestimmt wieder Putin) abzuwälzen wäre zu billig wenn Satire-sendungen mehr Politische Inhalte bringen als die "Seriösen" Formate weil diese sich ausschließlich an nachweislichem Unsinn abarbeiten.

Eine Interne Aufarbeitung ist das Mindeste was jetzt folgen muss; zumindest ein Summarischer "Fakten-Check zum Umgang mit Wahlkampf" währe zu begrüßen.

Nun das entspricht dem Wählerwillen...

diese Wahl ist schon ein Fanal, die Wähler wollen tatsächlich einen sozial-ökologischen Neoliberalismus.
Das passt ins Bild einer 2/3 Gesellschaft,
der Neoliberale Kapitalismus ist Alternativlos.
Es wird dem Klima und der Umwelt zwar nur wenig nutzen aber sei es drum es geht voran...

12:28 von bolligru: Es war eine Personalwahl

< Alt bekannt:
Leider wählen die Menschen nicht Parteien und deren Programme, sondern Menschen und zwar nach Sympathie, Aussehen und Ausstrahlung. >
Dies zeigte sich bei dieser Wahl besonders.

< Bärbocks Wahl zur Parteivorsitzende war ein Riesenfehler der Grünen. Habeck kommt einfach besser an, wirkt kompetenter und sympathischer. >
Auch dem stimme ich zu. Habeck ist schon lange in der Rangliste der beliebtesten Politiker sehr weit vorne. Baerbock lag stets einige Plätze hinter ihm.
Außerdem sieht er gut aus u. wird aufgrunddessen bei Frauen zusätzlich "punkten".
< Wären Wagenknecht und Gysi als Zugpferd eingesetzt worden, das Ergebnis wäre zweistellig ausgefallen. >
Vielleicht haben sich beide nicht aufstellen lassen? Gysi ist nicht mehr der Jüngste. Aber er u. Wagenknecht wären die "Zugpferde" der Linken gewesen.

@bolligru, 12:28

Leider wählen die Menschen nicht Parteien und deren Programme, sondern Menschen und zwar nach Sympathie, Aussehen und Ausstrahlung.

"Nö, Quatsch", kann ich da nur sagen. Bei mir war und ist das definitiv nicht so. Sonst hätte ich diesmal überhaupt keine Stimme abgeben dürfen.

@bolligru um 12:28

Habeck wäre genauso mit Unsinn zuggekübelt worden wie es Barbock geschah, bei gleichem Medienverhalten wäre das selbe Ergebnis dabei rausgekommen.
Wagenknecht hat es vorgezogen ihre eigne Partei zu bekämpfen und gerade durch ihre Mediale Dauerpräsenz den Absturz herbeigeführt.

Und Wahrscheinlich hat Laschet sogar noch mehr für die Union rausgeholt als mit irgendeinem anderen Kandidaten drin gewesen wäre; das seine Konkurrenten mehr Verluste in der Mitte bedeutet hätten hat ja zu seiner Aufstellung geführt.

Willy Brandt und Helmut Schmidt

haben uns in gezeigt, dass auch der Zweitplazierte zum Kanzler gewählt werden kann, man muss sich nur mit dem Koalitionspartner oder den Koalitionspartnern einigen. Helmut Kohl wurde einst mit 48 Prozent kein Kanzler, weil die klar Zweitplazierte SPD eine Koalition mit der FDP bildete.

Ich werde auf alle Fälle mal

Ich werde auf alle Fälle mal mehr Lohn aushandeln müssen. Denn die Ampel wird extrem teuer. Grün wird Energie zum Luxusgut machen und Lindner wird sehr viel Geld nach oben transferieren .
Aber dringende Themen werden sicher ignoriert. Rente, Pflege etc ? Dazu gibt es kein Konzept.

Laschet will auch Kanzler werden

Union will an Laschet festhalten - der wagt Jamaika-Vorstoß!
Habe ich vorhin gelesen, ist wohl seine letzte Chance!

12:21 von andererseits

"Das schlechte Abschneiden der Linken hat mich überrascht; es hat m.E. viel damit zu tun, dass deren Botschaft verzerrt wurde durch die Kampagne, die Linke als pure Enteigner*nnen und als außenpolitisch unzuverlässig darzustellen."

Mich hat es sehr gefreut. Politisch hat Die Linke nichts zu bieten was zu überzeugen vermag. Da wundert es wenig, wenn nur die o.g. Schlaglichter hängen bleiben.

Kräftiger Linksruck

"Die Nähe zur SPD ist nun wirklich größer als zur Union", sagte Michael Kellner, der Bundesgeschäftsführer der Grünen. Ja, so ist es. Damit zeichnet sich ab, dass Deutschland um einen kräftigen Linksruck nicht herumkommen wird. Olaf Scholz wird Bundeskanzler, und seine Genossinnen und Genossen vom SPD-Bundesvorstand, die sich im Wahlkampf so sorgfältig im Hintergrund gehalten haben, werden aus der Deckung auftauchen und ihm schon sagen, was sie unter einem linksgeführten Deutschland verstehen. Und die FDP? Sie wird sich krampfhaft um den Erhalt der Interessen ihrer Klientel bemühen, wird aber gegen die linke Übermacht aus SPD und Grünen in der Bundesregierung nicht viel ausrichten können.

Wenn dann Lindner das Heimatministerium übernimmt ....

Eine Ampel mit Lindner als Finanzminster wäre fatal für die SPD und die Grünen.

Aber man könnte doch das Heimatministerium aus dem Innenministerium ausgliedern und Lindner dann zum Heimatminister machen?
Dann wäre er zufrieden und die Gegenseite womöglich auch.

12:22 von Nettie

Wichtig ist, wie die Grünen und die FDP darüber denken. Darauf kommt es an. Deshalb werden sich auch zunächst die Vertreter dieser beiden Parteien treffen.
Werden diese sich einig, so gibt es entweder Jamaika oder die Ampel. Bei letzterem wird die FDP vermutlich nicht mitspielen, bei Jamaika bin ich mir nicht sicher, ob die Grünen mitspielen, scheint mir aber möglich.
Zur Erinnerung: Es war die FDP, die letztes mal nicht mitspielen wollte.
Auch wird die CDU alles tun, um Laschet als Kanzler durchzusetzen. Es ist die einzige Chance, die sie haben. Da sind weitgehende Zusagen vorprogrammiert.
"Klappt es nicht mit dem Nachbarn", so bekommen wir eine Neuauflage der GROKO.
Darüber, was "Wählerwille" ist, kann man lange streiten. Einige Wähler wollten "den schönen Christian", andere mehr Sozialleistungen, wieder andere eine andere Migrationspolitik, viele wollten "mehr Umwelt", wieder andere raus aus der Nato,....
Am Ende wählten viele wohl einen Kandidaten, der ihnen am sympathischten war.

um 12:28 von bolligru…

Bärbocks Wahl zur Parteivorsitzende war ein Riesenfehler der Grünen. Habeck kommt einfach besser an, wirkt kompetenter und sympathischer.
Das Desaster der Linken liegt ebenfalls an derer Unwillen, dies zu akzeptieren. Wären Wagenknecht und Gysi als Zugpferd eingesetzt worden, das Ergebnis wäre zweistellig ausgefallen.
Alt bekannt:

Leider wählen die Menschen nicht Parteien und deren Programme, sondern Menschen und zwar nach Sympathie, Aussehen und Ausstrahlung.

Was sie in ihren Ausführungen eindrucksvoll bestätigen. Ich jedenfalls wähle Ziele und Inhalte. 1980 stand Strauß zur Wahl. Damals wählte ich die SPD. Danach nur noch Grüne. Die jetzigen Umweltprobleme waren schon damals absehbar.

Da kann ich Ihnen mal @ 12:27 von Orfee

>>> Man sollte keine Zeit verlieren und klare Entscheidungen treffen. Die Union ist der eindeutige Verlierer dieser Wahl. Mit Verlierern koaliert man einfach nicht. Sie werden in der Opposition Zeit haben ihre Partei neu zu formieren. Werteunion muss z.B. abgeschafft werden. Ein Kanzlerkandidat wie Laschet geht auch absolut nicht. >>>

Gelassen zustimmen, da haben Sie eindeutig mal recht!

12:21, andererseits

>>Das schlechte Abschneiden der Linken hat mich überrascht; es hat m.E. viel damit zu tun, dass deren Botschaft verzerrt wurde durch die Kampagne, die Linke als pure Enteigner*nnen und als außenpolitisch unzuverlässig darzustellen.<<

Ich glaube nicht, daß das der Grund ist. Ich sehe ihn eher in der Stärke der SPD. Viele Linkswähler werden sie wohl gewählt haben, auch wegen Saskia Esken, Norbert Walter-Borjans und Kevin Kühnert. Man darf nicht vergessen, daß die Linke, historisch betrachtet, Fleisch vom Fleische der SPD ist. Sie konnte nur so stark werden, weil die SPD sich von vielen ihrer Kernpositionen verabschiedet hatte. Hier wird ja immer behauptet, die Union wäre nach links gerückt. Was dabei völlig übersehen wird, ist, daß die Geschichte der SPD der letzten Jahrzehnte die eines kontinuierlichen Rechtsrucks ist. Sollte sich die SPD jetzt wirklich auf ihre Wurzeln besinnen, dann würde die Linke überflüssig.

Mal sehen.

OT: Bitte bleiben Sie uns doch zumindest ab und zu erhalten.

Chance vertan

Ein schreckliches Ergebnis. Es zeigt einmal mehr, das Mittelmass und Zaghaftigkeit beim Waehler in Deutschland den Ton angibt, derweil die Linkophobie insbesonderen aus den Reihen der CDU dem Schubkraft gab. Eine wirkliche Revolution mir der Linken haette es gebraucht, und die Chance ist vertan. Was immer jetzt kommt laueft auf ein "Weiter so" hinaus.

Die Union. Muss jetzt mal mit

Die Union. Muss jetzt mal mit dem groben Besen durch die Reihen gehen und den ganzen Ballast, den Merkel hinterlassen hat, beseitigen. Und dann muss man sich um fähiges Personal kümmern. Es ist ja kein vorzeigbarer Kandidat da. Selbst wenn irgendwie Jamaika ginge, wen will die Union ins Kabinett bringen? Lauter Amateure. Niemand mit Gewicht.
Und dann darf kein Parteichef wieder so viel macht bekommen, wie Merkel. Sie hat die CDU komplett entkernt. Und Nachwuchs komplett verhindert.
Die Union ist momentan nicht regierungstauglich.
Die SPD halt auch nicht.
Da gibt's Scholz. Und wen noch?

12:24 von Bullok: Keine sinnvollen Koalitionen in Sicht ...

< Das ist aber nicht der einzige Auftrag der Wähler . Wenn wir die Prozentzahlen sehen, wäre hier auch eine SPD geführte große Koalition ein gangbarer Weg.
Wer keinen Kanzlerauftrag hat ist Herr Laschet. >
Rechnerisch bzw. mathematisch ist das möglich.
ABER:
Kaum ein Wähler der SPD hat die SPD gewählt, damit diese sich nochmals auf eine große Koalition einlässt.
Das weiß Scholz auch nur zu gut.

Ampel, GroKo oder gar Jamaika sind für mich keine sinnvollen Koalitionen, weil die Parteien darin so extrem gegensätzlich sind und das wirkt bremsend und blockierend auf die Politik.

Abbildung des Wählerauftrages

Scholz verwies er auf die sozialliberale Koalition in den 1970er Jahren sowie auf die rot-grünen Regierungsjahre zwischen 1998 und 2005. "Jetzt gewissermaßen eine sozial-ökologisch-liberale Koalition zu bilden, hat also Grundlagen in der Geschichte der Regierungstätigkeit in Deutschland und ist auch genau das, was man tun muss, wenn man dafür sorgen will, dass in Deutschland die Zukunftsaufgaben aufgegriffen werden, die vor uns stehen."
---
Damit hat er völlig Recht und bildet meiner Meinung nach den Wählerauftrag ab, so gut es eben geht.

Und wenn ich als Liberaler die grüne Kröte gern schlucke, da ich nun mal weiß, dass es durchaus respektable andere Meinungen als meine gibt, werden die Grünen sich wohl auch mit etwas liberaleren Gedanken als einer obsoleten Verbotskultur anfreunden können.

Wichtig - vor allen anderen Themen - ist der sozial gerechte Überbau der gesamten deutschen Politik; also passt Scholz' Aussage zur Koalition.

PS: Willkommen zurück, "andererseits"!

Kungelei

Kann Herr Laschet nur kungeln?
Da erzählt er doch heute morgen, dass er direkt in der Nacht lange mit Chritian Lindner geredet hat - offensichtlich gegen dessen Wunsch, und gegen jeden Anstand als grandioser Wahlverlierer. Die Grünen will er fangen, indem er ihnen eine gemeinsame Wahl eines grünen Kandidaten/einer grünen Kandidatin zum Bundespräsidenten in Aussicht stellt.
Wer sollte noch Grüne wählen, wenn sie so eine Hinterzimmerzuschanzpolitik mitmachen? Aber in CDU-Kreisen ist so etwas offensichtlich üblich und soll wohl "in Zukunft" so bleiben.
Mit diesen Vorgaben soll nun eine "Zukunftskoalition" gebildet werden.
Im Wahlkampf hat Laschet nur Entscheidungen der Vergangenheit herausgestellt, und das CDU-Ergebnis für Wähler unter 30 ist 11%.
8 von 9 jungen Wählern wollen also von dieser Partei nichts wissen, von den jüngeren noch nicht Wahlberechtigten ganz zu schweigen. Warum wohl?

Es könnte so sein @ 12:30 von dito

>>> Wie schafft es eine Partei, die hauptsächlich Politik für reiche und Großunternehmen macht, so viele Stimmen zu bekommen? >>>

Wiel möglicherweise "Angehörige" dieser Unternehmen (incl Angestellte/ArbeiterInnen) und ganz viele konservative WählerInnen (vermutlich ü60) welche sich Null für Politik interessieren noch informieren!
Eben doch diese Partei gewählt haben?

>>> Rechnet der durchschnittliche Deutsche mit einem sicheren Lotto Gewinn bei der nächsten Ziehung? >>>

Sehen Sie auf die Gewinne der Lottoanbieter!

um 12:33 von Tinkotis

Beide Möchtegern-Kanzler...
...sollten vielleicht erst mal darüber nachdenken, dass sie jeweils nur von etwa einem Sechstel der Wahlberechtigten gewählt wurden.
Anders ausgedrückt: Beide wurden von über 80% der Leute NICHT beauftragt. Da den Wählerwillen für sich zu reklamieren, grenzt schon an pathologisch.

Was schlagen sie vor. Eine Befragung der Nichtwähler?

12:21 von andererseits

"Übrigens werde ich nicht bleiben. Es gibt ein Leben ohne 'Meta', ich engagiere mich in einem Feld, das ohne die Beleidigungen und Diffamierungen, die es hier gab, auskommt."

.-.-.

Es gibt hier aber meines Wissens nur einen einigen User, der Sie auf boshafteste und tückischste Weise diffamiert.

Das wird leider mitunter aber von der Moderation toleriert.

Das verscheucht natürlich User, die Qualität besitzen.

klaren Regierungsauftrag ?

Möglich und ist auch eine Regierungsauftrag für eine gute konservative Regierung mit der FDP.

@Nettie um 12:22

>>> "Scholz sieht Auftrag für Rot-Grün-Gelb": Den sehe ich allerdings auch. Jedenfalls falls der Wählerwille bei der Regierungsbildung eine Kategorie ist. <<<

Das haben Sie absolut richtig erkannt! Der „Wählerwille“ ist abgegeben, und jetzt kommt der „Parteienwille“; die Grünen und die FDP müssen sich entscheiden, mit wem sie ihre Punkte besser umsetzen können - mit der SPD oder mit der Union.

Übrigens wurde ja kein Bundeskanzler gewählt, sondern nur Parteien; klar ist, dass die SPD die Wahl gewonnen hat, aber ca. 75% haben sie nicht gewählt - so klar ist das.
Wenn man berücksichtigt, dass Scholz einen klaren Vorsprung in den Umfragewerten hatte zu Laschet, ist dieses Ergebnis für die SPD sogar ernüchternd! So viele wollten Laschet nicht als Kanzler, und trotzdem ist die Union nur 1,5%-Punkte hinter der SPD - das ist schon überlegenswert!
Ich denke, die Union wird den Grünen mehr entgegenkommen als die SPD der FDP - und Jamaika ist relativ möglich.
Wird nicht vielen gefallen…

@09:45 von Blitzgescheit (Vorgängermeldung)

Sie offenbaren ein dickes Defizit in Ihrem Demokratie-Verständnis: In Thüringen wurde keine Wahl rückgängig gemacht, der 5%-FDP-Mann erkannte zu spät, dass er auf die demokratieverhöhnende Finte der Höcke-AfD hereingefallen war, die geschlossen den eigenen Kandidaten nicht wählte und stattdessen Kemmerich wählte, der vorher jede Zusammenarbeit mit den flügeldominierten Rechtspopulisten ausgeschlossen hatte. Mit dieser Posse wollten Höcke und co das Parlament lahmlegen und beschädigen; der Plan ging nicht auf. Unsere Demokratie ist dafür zu stark.
Dieses gescheiterte Ränkespiel als Vorlage zu nehmen, es könnte jemand die Bundestagswahl rückgängig machen, unterschreitet selbst Ihr gewohnt niedriges Niveau.
Die drei Parteien, die Stimmenzuwachs verzeichnen, werden unter Scholz die neue Regierung bilden. Welches Profil und welche vorrangigen Projekte es dabei geben wird, werden die Verhandlungen zeigen. Ohne engagierten echten grünen sozial ausgeglichenen Klimaschutz wird es nicht gehen.

Naja..........

Es gibt aber noch eine Möglichkeit wenn keine Einigung zur Koalition zustande kommt und niemand die AfD will: Neuwahlen.

Sehe keine wirklichen Sieger

Natürlich sind 5 % Punkte Zugewinn schon eine Menge. Und über 8 % zu verlieren, muss man auch erstmal schaffen! Und dennoch: hat die SPD wirklich gewonnen? Oder die Grünen? oder die FDP?

Wir reden hier bei der SPD von 25 %! Bei Grünen und FDP 15 bzw 11 %! Das sind doch keine wirklich grandiosen Ergebnisse. Das sind Trippelschritte. Da kann ich doch nicht jubeln, als hätte ich gerade im Lotto gewonnen.

Gerade SPD und Union müssen sich dringend fragen, ob das wirklich der zukünftige Anspruch sein soll. Denn ob man auf Dauer so regieren kann oder will, ist angesichts der Herkunft beider Parteien doch wohl fragwürdig. Spinnt man das Rad dann noch weiter, würde das in Hinblick auf die regierungsunfähigen Linken für die Zukunft bedeuten, dass es immer nur zwischen Ampel und Jamaika und im Notfall einer GroKo hin- und hergeht! Wo bleibt da noch ein Markenkern wie unter SPD/Grünen und Union/FDP?

Wer will das denn schon?

CDU und die Hinterzimmer

Hat die CDU die Wahl verloren oder die Hinterzimmer-Funktionäre, die der Auffassung waren, der Kandidat wäre egal und es würde schon reichen. Wenn jetzt endlich nach 16 Jahren Duckmäuserei in der CDU sich endlich Mal wieder neue Köpfe trauen die Laschet-Befürworter bei der Verantwortung zu packen, dann hätte die Wahlniederlage Laschets auch was Gutes. Vielleicht kommt die Revolte bereits jetzt und die Verhandlungen werden gar nicht mehr von Laschet geführt. Das Wählerpotential der Union ist weitaus größer als das was Laschet erreicht hat, er muss weichen. Dann könnte es noch zu einer Jamaika kommen. Mit Herrn Laschet sehe ich dafür keine Chancen.

"Klarer Auftrag"?

Naja, wir sollten bitte bedenken, dass die Differenz zwischen CDU und SPD gerade mal 1,6 % ausmacht.
So eindeutig als Gewinner steht da eigentlich keiner da.
Wenn es so etwas wie einen "Wählerwillen" gibt, dann klingt der im übrigen für mich eher nach Großer Koalition unter SPD-Führung.

12:34 von frosthorn

Volle Zustimmung. Wie das die Wähler entscheiden können, wer mit wem koaliert, erschließt sich mir nicht.

Bevor mit SPD oder Union verhandelt wird,

werden sich erst einmal Grüne und FDP zusammensetzen.

Denn ohne diese beiden Parteien wird es keine Bundesregierung geben, und letztendlich wird es wohl auf eine Ampel hinauslaufen.

Nicht meine Traumkonstellation.

Aber andererseits werden so auch die Marktradikalen eingebunden, die einer rotgrünroten Regierung das Leben ungeheuer schwer gemacht hätten. Auch mithilfe der Macht der veröffentlichten Meinung.

Demokratie lebt vom Kompromiss und kann manchmal sehr anstrengend sein.

12:33 von Tinkotis

"Da den Wählerwillen für sich zu reklamieren, grenzt schon an pathologisch."

Psychopathogisch.. weil Psychopathen... das duerfte es exakter treffen, sozusagen wissenschaftlich, wenn man Psychologie als Wissenschaft sieht. Ich mach keinen Witz. Prozentual gesehen findet man mehr Psychopathen in der Wirtschaft und in der Politik als in der allgemeinen Nachbarschaft.

@frosthorn

"Einen klaren "Regierungsauftrag" gebe es. Auftrag von wem? Von "dem Wähler", dem großen Unbekannten?"

Auftrag von Wählern, weil die Union deutlich weniger Stimmen bekommen hat. Söder' s Alleingänge bei der Pandemie gingen auch nicht. Immer mit der Einstellung - in Bayern kochen wir unser eigenes Süppchen. Ohne Absprache mit anderen Ländern. Bei der CSU muss auch eine Führung her, die etwas von teamwork versteht. Söder muss weg. Laschet kann sein Wahlzettel nicht halten. Der muss auch weg. Maaßen hat bei der CDU/CSU nichts zu suchen. Daran sollte die Union arbeiten und das als Opposition.

@Der Lenz, 12.37

"Inhaltslose Zerstörung des politisch Ungewollten" im Internet?
Wären Sie so nett mich aufzuklären, was genau Sie da meinen?

Reguerungsautrag

Eigentlich haben die meisten Wähler wieder eine GroKo gewählt - nur in anderer Zusammensetzung.

Aber ich bin auf alle Verhandlungen gespannt.

@ 12:33 von Tinkotis

Selbstverständlich steht es der stärksten Partei zu, einen Regierungsauftrag aus dem Wählervotum abzuleiten. Dass die Regierungsbildung unter veränderter Parteienlandschaft mit neuem Proporz unter 4 demokratischen Parteien, deren Zustimmung sich um +/- 10 Prozent unterscheidet, und zu der es 3 unterschiedliche Parteien braucht (die csu subsumiere ich unter die cdu), eine neue veränderte Situation darstellt, mit der alle verantwortungsvoll umgehen müssen, ist für Demokraten hoffentlich selbstverständlich.

12:35, V.Scho

>>Rot Schwarz durchaus eine Option<<

Dann würde die SPD aber aufhören zu existieren. Sie würde das nicht überleben. Einziger für mich positiver Effekt einer solchen Koalition wäre eine gewaltige Stärkung der Linken bei zukünftigen Wahlen.

@ frosthorn Re: ich kanns nicht mehr hören

Ich auch nicht. Regierungsauftrag an eine Partei die 88,5% der Wähler NICHT haben will oder an eine Partei die von 85,2% der Wähler NICHT gewählt wurde? Und Auftrag an wen? An die Ampel? Wer sagt das? Der Klüngel der sich zusammen setzt und für sich besten Chancen aushandelt. Ein Geschachere um Macht und Pöstchen am Wählerwillen vorbei.

12:37 von Der Lenz: Wahlkampf war nicht ehrlich seitens d. Union

Sie kritisieren die fiesen Methoden im Wahlkampf.
Mir ist dazu besonders negativ aufgefallen, dass in der letzten Woche des Wahlkampfes Laschet, Söder u. Merkel mit üblen u. oft unwahren Behauptungen gegen die "roten Socken" u. gegen einen "Linksruck" agierten und bei den unentschlossenen Wählern damit Ängste vor "Links" schürten.
Diese psychologisch wirksame Masche hat der Union in allen vorigen Wahlkämpfen bei den Unentschlossenen zu Stimmen verholfen.
Bedenkt man, dass diese Politiker Vertreter von "christlichen" Parteien sein wollen, so ist dieses unseriöse Verhalten besonders abschreckend und anrüchig.

Wäre ich Vertreter der Partei der Linken würde ich überlegen, ob die Wahl nicht anfechtbar ist, sobald ich eine (2 oder 3) erfundene Behauptung7en beweisen könnte.

12:24 von Bullok

>>Das ist aber nicht der einzige Auftrag der Wähler.<<

Nun, EIN Wählerauftrag ist sicher auch die Minister zu entsorgen die (offensichtlich) versagt haben. Da wären sicher Herr Scheuer, Herr Altmann, Frau Klöckler und Frau Karliczek zu nennen.
Ich habe die Wahl nicht als Ergebnis für eine Partei sondern gegen Personen verstanden.
Die Groko unter Führung der CDU/CSU hat einfach zu lange den Kapriolen dieser Minister zugeschaut.

@ 12:21 von andererseits

Was den Wahlkampf der dLinke angeht, überzeugten sie mich sozial politisch, aber ihre Argumente zum Thema äußere Sicherheit waren dagegen…. (Da sind mir ja sofort bessere eingefallen )

von andererseit "Übrigens werde ich nicht bleiben. "

Das finde ich sehr schade, weil ich Ihre Beiträge sehr interessant fand.

Alles Gute!

um 12:30 von dito

"Wie schaff, da sich die Grünen dann als t es eine Partei, die hauptsächlich Politik für reiche und Großunternehmen macht, so viele Stimmen zu bekommen?"

Mir erscheint die Antwort nicht so schwierig. Es gibt noch sehr viele, die an den Erfolg eines extrem wirtschaftsorientierten Kurses glauben wollen.
Und da schien ihnen die FDP die beste Wahl.
Deshalb erscheint mir eine Koalition mit der SPD und den Grünen nahezu unmöglich. Anderseits scheint mir auch eine Koalition von CDU/CSU mit Grünen und FDP eigentlich unmöglich, da sich die Grünen dann als opportunistische Kanzlermacher präsentieren würden.
So etwas nennt man Dilemma.

12:27 von Orfee

"Werteunion muss z.B. abgeschafft werden. "

Warum?

@andererseits um 12:21

>>@ 9:42 frosthorn: Ich teile Ihre Befürchtung nicht, dass wir Jamaika bekommen. Den Wähler*innen ist nicht vermittelbar, dass ein Kandidat, der die Union nicht hinter sich bringen konnte und dessen Union mit -9% historisch schlecht abschnitt, die Regierung führen kann oder soll.<<
-> der Wählerwille ist nicht mehr im Fokus; jetzt zählt, was die Parteien umsetzen können.

>> Das schlechte Abschneiden der Linken hat mich überrascht; es hat m.E. viel damit zu tun, dass deren Botschaft verzerrt wurde durch die Kampagne, die Linke als pure Enteigner*nnen und als außenpolitisch unzuverlässig darzustellen.<<
-> das hat die Linke selbst verschuldet!

>> Übrigens werde ich nicht bleiben. Es gibt ein Leben ohne 'Meta', ich engagiere mich in einem Feld, das ohne die Beleidigungen und Diffamierungen, die es hier gab, auskommt. <<
-> austeilen konnten Sie aber auch! Aber manches, was von anderen kommt, ist wirklich „grenzwertig“.
Ihnen alles Gute!

SScholz sieht klaren Regierungsauftrag für Rot-Grün-Gelb

Naja ob die gelben wollen, sei mal dahingestellt. Die wollen auf Grund ihres Klientels, sicherlich nur mit schwarz.
Die Grünen stehen trotzalledem im Dilemma. Rot wäre vielleicht besser, aber gelb will zu schwarz, somit dürften die Grünen wie in allen bisherigen Regierungskoalitionen hinten runter fallen und ihre Klimaziele, wie vor 20 Jahren klar verfehlen.

16/17%

Etwa 16-17% der Wahlberechtigten haben je für rot oder schwarz gestimmt - sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

Wie schön war es, als Politiker Verantwortung übernahmen

Und nach einer verlorenen Wahl, speziell nach so einen Erdrutsch, ihren Hut nahmen.
Heute ist jeder Gewinner mit "Mandat vom Wähler"
Rechnerisch ist vieles möglich, praktisch wünschen aber wie alle Umfragen zeigen die Mehrheit der Wähler eine Scholz geführte Regierung.
Es wird bei vielen Diskussionsbeiträgen vergessen, das eben auch sicher nicht wenige der Ideologie folgend gegen ein rein linkes Bündnis gewählt haben aber eben trotzdem ein Wechsel der Spitze wollen.
Dazu, auf Grund der Spezifität der Ausgleichsmandate bekommt die CSU drei Plätze mehr welche nicht ausgeglichen werden und auch nicht verrechnet.
Bei diesen Wahlausgang nicht unerheblich.
Wenn es schnell gehen soll und Umweltschutz höchste Priorität hat, finden sich Grüne und SPD schnell.
Dann kann die FDP beweisen, wie wichtig ihnen wirklich sozialer Umweltschutz ist. Wenn nicht dann halt Minderheitsregierung und der Wähler sieht sehr schnell, wer was blockiert. Dazu bedarf es nur Transparenz der Debatten +Abstimmung

Ampel ist wie Stillstand ohne CDU

Ich fürchte, dass sich die Interessen von FDP und Grünen gegenseitig aufheben und am Ende nur die SPD bleibt, deren Stärke ich beim Mitschwimmen verorte.

Den dringend nötigen Wechsel sehe ich leider nicht kommen.

@FritzF - 12:35

"Bei den Nehmerqualitäten sollte die CDU sich in der Regierungsbildung versuchen.
Dabei sein ist alles, Aufholjagd bis fast vor die Ziellinie."

Was heißt hier "Nehmerqualitäten"?
Die Union sitzt auf einem dermaßen hohen Ross, dass wenn sie uns schon den großen Gefallen tut sich zur Wahl zu stellen, sie dann auch gefälligst in die Regierung gehört.
Oder wie es CSU Star-Kämpfer Söder zum Ausdruck brachte "Er habe keinen Bock auf Opposition".

Und wenn 8,9 Prozentpunkte miese und Platz 2 nach einer Wahl für die Union noch als Auftrag zur Regierungsbildung gesehen werden, dann sollte man nach dieser Berechnungsart als CDU auch gleich die Regierungsbildung in Berlin und Meck-Pomm übernehmen.

@27. September 2021 um 12:21 von andererseits

"Es gibt ein Leben ohne 'Meta', ich engagiere mich in einem Feld, das ohne die Beleidigungen und Diffamierungen, die es hier gab, auskommt. Ich hatte aber versprochen, mich zum Wahlergebnis nochmal zu melden."

Ich kann Ihnen versprechen, dass ein gewisser Abstand und das Beschäftigen mit anderen Dingen wichtig und für den ein oder anderen gar heilsam sein kann, aber nicht mehr von Ihnen zu hören, fände ich wirklich schade. Bleiben Sie uns lieber erhalten, man muss nicht immer etwas schreiben. Glauben Sie mir!
Ich wünsche Ihnen in jedem Fall alles Gute!

Am 27. September 2021 um 12:22 von Nettie

"Scholz sieht Auftrag für Rot-Grün-Gelb"

Den sehe ich allerdings auch. Jedenfalls falls der Wählerwille bei der Regierungsbildung eine Kategorie ist.
__
Es wird die Koalition geben, bei denen die "Regierungsmacher" also jeweils Grüne bzw. FDP den für sie grösstmöglichen Nutzen ziehen können. Das war noch nie anders. Bei keiner Partei, deshalb liegt m.M. eine Regierungsbildung noch in weiter Ferne. Ich bin mit der Wahl ziemlich zufrieden. Mit einem Kanzler Scholz kann ich leben und RRG wurde verhindert. Die Linke quasi zur Bedeutungslosigkeit zusammengeschrumpft. Die Union hatte einfach den falschen Kandidaten und nicht die falsche Politik, denn Herr Scholz ist von der Politik der CDU unter Frau Merkel nun wirklich nicht weit entfernt und wenn die Parteispitze mit Esken u. Borjans nun zusehr auf "linke Politik" drängen, dann könnte es sehr gut auch zu Jamaika kommen. Mit recht, denn für linke Politik gibt's nun mal keinen Auftrag.

um 12:38 von unbutu77

"diese Wahl ist schon ein Fanal,, das die Wähler wollen tatsächlich einen sozial-ökologischen Neoliberalismus.
Das passt ins Bild einer 2/3 Gesellschaft,
der Neoliberale Kapitalismus ist Alternativlos.
Es wird dem Klima und der Umwelt zwar nur wenig nutzen aber sei es drum es geht voran..."

Wie kommen sie zu der Ausage einer 2/3 Gesellschaft?
Wenn sie davon ausgehen, dass der Neoliberalismus alternativlos ist, so haben sie wohl Recht, wenn sie feststellen, dass ein effektiver Klimaschutz dann keine Chance hat.
Ja, es geht dann wohl voran in denAbgrund.

@12:34 von frosthorn

"ich kanns nicht mehr hören
Einen klaren "Regierungsauftrag" gebe es. Auftrag von wem? Von "dem Wähler", dem großen Unbekannten? Offensichtlich wollten fast die Hälfte der Wähler keine solche Regierung. Und Auftrag an wen? An die Ampel? Wer sagt das? Das einzige, was feststeht, ist, dass der gewählte Bundestag in dieser Zusammensetzung einen Auftrag bekommen hat. Für die nächste Legislaturperiode."

Sonneborn von "Die Partei" hatte es mal so ausgedrückt... Wir haben einen klaren Regierungsauftrag erhalten – allerdings von sehr wenigen Wählern ;-)

@Margitt. um 12:30

>> Frage in die Runde:
Angenommen man wollte eine Minderheitsregierung aus SPD, Grüne u. ggf. Linken anstreben: Kann die Linke, die mit 4,9 % der Stimmen nur über ihre 3 Direktmandate in den Bundestag kommt, überhaupt eine Koalition
eingehen?
Wenn ja, würden nur noch 5 Stimmen zur Mehheit fehlen, die Habeck sicher mehr gehabt hätte, wenn er Kandidat der Grünen gewesen wäre. <<

Und Sie glauben, dass die SPD und die Grünen sowas mitmachen würden, was Sie da fragen??? DAS wäre politischer Selbstmord! Und KEINESWEGS der Wählerwille - nicht mal 5% der Wähler möchte die Linke in einer Regierung haben!

Auch Ihr erster Teil Ihres Posts ist für mich nicht nachvollziehbar: Sie wissen anscheinend schon, wie die nächsten vier Jahre laufen.

Es wird dem Klima und der Umwelt zwar nur wenig

von unbutu77 @
Das ist bei den 2% von uns auch unwichtig. Wir sorgen mit riesigen Hilfzahleungen dafür das viel andere Ländern Ihre Wirtschft besser und Umweltgerechter ausrichten können.

Wenn wir es jetzt schaffen eine konservative Regierung mit der FDP zu bilden hat Europa , die Welt und unsere leistungsbereiten Steuerzahler und Rentner noch eine möglichkeit Zukunft zu gestalten.

Schweden, Dänemark machen uns mit guten Erfolgen vor wie Sozialpolitik und Laufzeitenverlängerungen der AKWs und Abschaltung alter Kohle gute Erfolge erzielen.

Wenn wir das auch so machen ist es "Greta" auch nicht mehr möglich uns als "Klima....." zu bezeichnen.

Herr Scholz, rot-grün-gelb

Herr Scholz, rot-grün-gelb wäre super!

12:21 von andererseits

«Übrigens werde ich nicht bleiben.»

Dann muss man das ja ausnutzen … plus Ihnen all the Best.

«Ich teile [die] Befürchtung nicht, dass wir Jamaika bekommen.»

Die teile ich auch nicht. Die Union hat zu sehr eins auf den Deckel der Prozente gekriegt. Ja sogar die CSU in Bayern, und den Wahlkreis München-Süd haben die Grünen als einzigen von 46 dem Erbpächter CSU entrissen. Im Gegenzug machen die 45 CSU-Direktmandate den BT nun noch mal fetter an Sitzzahl.

Das hilft aber nichts. Armin Laschet ist zwar ein verbindender Verhandler, aber durch den Wahlkampf zu sehr persönlich Gerupftes Huhn. Auch die Koalitionäre Grüne und FDP müssen beachten, wie stark der Kanzler in seiner Partei ist.

«Das schlechte Abschneiden der Linken hat mich überrascht …»

Hat mich gar nicht überrascht, habe ich genau so geahnt.
Meine taktische Stimme für die Linken hat nicht zu 5,0% geholfen.
Mit 3 Direktmandaten sind sie max. knapp am Raus aus dem BT vorbei geschrammelt.

Sie waren ungeschickt.

Einen Regierungsauftrag hat, ...

.. wer eine regierungsfähige Mehr- oder Minderheitsregierung hinbekommt.
Ungeachtet vom Sieg der SPD kann das durchaus "Jamaika" sein. Der bloße Sieg ohne eine Mehrheit sagt im Grunde garnichts.
Was wenn sich Grün - Gelb nicht einigen kann?
Bei den gestrigen Verhältnissen ist alles offen, ... lediglich "Vorteil Schulz".

Am 27. September 2021 um 12:30 von dito

Wie schafft es eine Partei, die hauptsächlich Politik für reiche und Großunternehmen macht, so viele Stimmen zu bekommen?

Rechnet der durchschnittliche Deutsche mit einem sicheren Lotto Gewinn bei der nächsten Ziehung?
__
Nein, aber der vernünftige Bürger hat glücklicherweise erkannt, dass es für das eigene Wohlergehen in fast allen Fällen eine starke Wirtschaft braucht. Der Staat war noch nie der bessere Unternehmer, Banker, Investor oder Bauherr, deshalb sind die Linken quasi bedeutungslos, was letztlich für alle gut ist. Von der fragwürdigen Aussenpolitik mal ganz zu schweigen.

Das wirklich Frustrierende ?

von Der Lenz @

Für mich ist diese Wahl ein toller Erfolg.
Ich habe zwei von meien 3 persönlichen Wahlziele vollkommen erreicht.

Kein grüne Kanzlerin und keine RGR Regierung.

Wenn jetzt noch konservatieve Politiker mit der FDP eine gute demokratische Regierung vollkommen ohne RGR bilden könnte ich sehr ruhig in die Zukunft schauen.

@Der Lenz um 12:37

>> Das wirklich Frustrierende War das wir einen Wahlkampf im Trump Stil gesehen haben.
Ich hätte nicht gedacht das so etwas in Deutschland verfangen kann. <<

Sorry, ich habe einen anderen Wahlkampf erlebt - wer hatte denn Ihrer Meinung die „Trump Rolle“ übernommen? Sie meinen vermutlich Laschet? Also da habe ich was anderes erlebt.

Aber Sie müssen jung sein, wenn Sie sowas schreiben: frühere Wahlkämpfe mit Brandt, Wehner, Schmid, Strauß, Barzel, Kohl und Schröder, um auf Bundesebene zu bleiben und nur einige zu nennen, haben Sie dann nicht miterlebt.

Am 27. September 2021 um 12:32 von OlliH

Die Mehrheit der Wähler möchte Herrn Scholz als Bundeskanzler
__
Ich glaube, die Mehrheit wollte nicht Herrn Laschet als Kanzler. Der sogenannte "Wählerwille" spielt aber NACH der Wahl, und das war schon immer so, kaum noch eine Rolle. Derjenige wird es machen, der es schafft, eine Regierungskoalition zu bilden. Im Grunde ist also ausser RRG noch fast alles offen. Vllt gibts eine neue Groko unter Scholz.
Wäre nicht das Schlechteste.

@ 12:37 von Der Lenz

Dem kann ich nicht folgen. In meiner Wahrnehmung ging es um viele relevante Themen, der Wahlkampf war von daher inhaltsreicher als mancher zuvor. Allerdings hängt das natürlich auch vom eigenen Blickwinkel ab: Wer die hochgeputschten Skandälchen um Nebensächlichkeiten im Lebenslauf zur Schicksalsfrage stilisiert, kann an den entscheidenden Frage einer dringend notwendigen echten Klimapolitik, an einer Wende in Verkehrs- und Energiepolitik und an einer sozial gerechten Neuordnung des Miet- und Wohnungsmarktes natürlich vorbeischauen.
Ich zähle Sie ausdrücklich nicht zu dieser genannten Gruppe.

CDSU

Wann wird denn endlich einmal diese alberne Trennung in angeblich 2 Parteien abgeschafft? Jeder weiß, dass es in Wirklichkeit eine Partei ist, alles andere ist bayerische Folklore, die sonst niemand braucht.
Und: hauptsächlich durch diese bayerische Ausnahme entstehen die vielen Überhang- und Ausgleichsmandate.

@um 12:30 von Margitt.

"Kann die Linke, die mit 4,9 % der Stimmen nur über ihre 3 Direktmandate in den Bundestag kommt, überhaupt eine Koalition
eingehen?"
Bestimmt kann sie das. Auch eine Minderheitsregierung SPD/Grüne unter Duldung der Partei die Linke.
Aber diese Regierung wäre zum Scheitern verurteilt, weil CDU/CSU und FDP gemeinsam mit der AfD alles abschmettern würden.
Etwas ähnliches wäre auch der CDU/CSU und FDP (Schwarz/Gelb) möglich, unter Duldung der AfD. Daß die CDU/CSU oder FDP damit ein Problem hätten, ist unwahrscheinlich . Immerhin ist die AfD aus diesen beiden Parteien heraus entstanden,sozusagen ein Eigengewächs. Vllt. sogar ein Wunschkind? Aber auch diese Koalition stände vor einer geballten Gegenmacht. Kein Lager kann eine Mehrheit für sich verbuchen.

Ansonsten gebe ich ihnen recht, ein "Neuanfang" oder Politikwechsel ist mit der FDP unmöglich, die Wahl war/ist mehr oder weniger für die Katz. Es bleibt alles beim Alten. Für einige ist das eine tolle Nachricht, für viele ein Dilemma.

Am 27. September 2021 um 12:33 von Tinkotis

Anders ausgedrückt: Beide wurden von über 80% der Leute NICHT beauftragt. Da den Wählerwillen für sich zu reklamieren, grenzt schon an pathologisch.
__
Und was sollte jetzt Ihrer Meinung nach passieren ? Eine absolute Mehrheit ist ganz ausgeschlossen. Hat es glaube ich in den 60ern zuletzt gegeben. Das heisst, seit dem hat es keinen Kanzler mehr gegeben, der eine Mehrheit in der Bevölkerung hatte.

-naivere- Vorstellungen

von Margitt. @

Hatten die RRGs die hoffen mit einer Regierung die Ausbeutung und Bevormundung für leistungsbereite Arbeitnehmer und Rntner vorgesehen hatten und Reichen Ihren Zweitwagen als E-PKW finzieren an die macht zu kommen.

>>>Angenommen man wollte
ein demokratische Regierung von CDU/AFD und FDP bilden.

Dann hätte unserer Land die gute möglichkeit zu einem Grundlegenden guten Wandel.

Chance für progressive und soziale Klimapolitik

Ich sehe tatsächlich große Chancen mit einer Ampelkoalition den Zukunftsfragen unseres Landes zu begegnen. Ob das in jedem Fall in meinem Sinn ist, wird sich zeigen. Ich bin bin aber überrascht wie sympathisch der Gedanke an eine progressive und sozialökologisch ausgewogene Politik mir ist. Das hatte ich vor der Wahl so gar nicht auf dem Schirm. Was Wahlkampfgetöse so alles vernebelt.

27. September 2021 um 12:38 von unbutu77:
Wenn man jedes neue Regierungsbündnis von vornherein schlechtredet, ohne das irgendwie im Ansatz bekannt ist, wie es sich aufstellen möchte, kann man auch grundsätzlich alles schlecht reden und verächtlich machen. Daher meine Empfehlung an Sie: Warten Sie doch erstmal ab, wohin die Verhandlungen führen. Hinterher kann man sich immer beschweren, vorher ohne Basis von Erkenntnis ist das eher sinnbefreit.

ballast abwerfen

koalition mit der fdp? - was wird denn aus der erhöhung des mindestlohns und all den anderen sozialen forderungen? fdp und grüne sollten wissen das auch eine groko möglich ist, die ja bei den wählern nicht so unbeliebt ist. wenn die union erst einmal ballast abgeworfen hat (erste anzeichen dafür gibt es ja schon) und andere köpfe in die erste reihe rücken, kommen grüne und fdp sicher auf den boden der tatsachen zurück.

12:34 von frosthorn

«Ich kanns nicht mehr hören.
Einen klaren "Regierungsauftrag" gebe es. Auftrag von wem …
Meine Güte, einen halben Tag nach der Wahl, und es nervt jetzt schon.»

So dürfen Sie das nicht sehen, sonst sind Sie bis Weihnachten durchgehend dauergenervt.

Man kann es auch anders sehen: Grüne und FDP habe gemeisam den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Die beiden suchen sich dann den Kanzler aus. Zwar für Deutschland ungewohnt und somehow strange. Aber so isses real.

Von außenstehend ungenervt hat schon eher die stimmenstärkste Partei das Kanzlerheft in der Hand. Das ist auch in anderen Ländern mit noch mehr Parteien und Koalitionsmöglichkeiten so. Dreiparteienkoalition ist was ganz Neues für Deutschland. Das müssen Politiker und Wähler erst mal üben.

Oberste Maxime dabei sei: so frühzeitig fertig koalieren, dass man Weihnachts- und Neujahrsansprache der Frau im Hosenanzug als Immer-Noch-Kanzlerin verhindern kann.

Das Weihnachtsgeschenk an die ganze genervte Wählerschaft.

Koalition

Heißt Kompromisse eingehen müssen. Unser Wahlrecht führt zurecht nicht zu einer Situation, wo nur der Gewinner entscheidet.
Das wissen die Parteien, jede muss bereit sein, die ein oder andere Kröte zu schlucken, um eine Regierung zustande zu bekommen.
Man schaue mal, was im Ausland alles möglich ist, kürzlich wurde in Norwegen und Island gewählt. Dort gab, und wird es wohl auch weiterhin geben, es Koalitionen wie sie hierzulande undenkbar sind. Hat aber funktioniert. Die können es.

13:25 von weingasi1

«Im Grunde ist also ausser RRG noch fast alles offen. Vllt gibts eine neue Groko unter Scholz.
Wäre nicht das Schlechteste.»

Käme die GroKo SPD / Union, könnte die SPD auch gleich den Self Destruction Button drücken, so es den bei Politischen Parteien gibt.

@ werner1955 um 13:22

>Für mich ist diese Wahl ein toller Erfolg.<

Das ist schön für sie, aber es geht ja nicht um das Ergebnis, sondern die mittel.

13:26 von Wolfes74

Mir ging es mit meiner Frage primär darum, ob die Linken, wenn sie nur über die Direktmandate in den BT kommt, dann dieselben Rechte hat, wie eine Partei, die durch Überschreitung der 5%-Hürde in den BT kommt.
Dass es zu keiner Minderheitenregierung kommt, glaube ich auch.
Damit wäre man zu sehr abhängig von Dritten.

Nur ist für mich ene Koalition mit der FDP wenig sinnvoll.
Schade, dass es so gekommen ist.

Es wird kommen wie es kommen

Es wird kommen wie es kommen muss.
Die Grünen werden sich nicht mit der FDP einigen, wen sie zum Kanzler "krönen".
Es bleibt dann nur der Ausweg in die große Koalition.
Gute Nacht Deutschland

13:02, Klabautermann 08

>>@ frosthorn Re: ich kanns nicht mehr hören
Ich auch nicht. Regierungsauftrag an eine Partei die 88,5% der Wähler NICHT haben will oder an eine Partei die von 85,2% der Wähler NICHT gewählt wurde? Und Auftrag an wen? An die Ampel? Wer sagt das? Der Klüngel der sich zusammen setzt und für sich besten Chancen aushandelt. Ein Geschachere um Macht und Pöstchen am Wählerwillen vorbei.<<

Sie scheinen sowohl mit den Prinzipien der parlamentarischen Demokratie, die zugegebenermaßen anstrengend sein kann, als auch mit denen der Mathematik zu fremdeln. Wie Sie auf Ihre Zahlen kommen, erkenne ich jedenfalls nicht. Wie dem auch sei, daß eine Partei die absolute Mehrheit holt, diese Zeiten sind definitiv vorbei. Und da muss man eben Koalitionen eingehen, die eine Mehrheit im Parlament hinter sich vereinen. So bildet sich dann der Wählerwillen ab. Ja, Demokratie kann, wie ich schon schrieb, anstrengend sein.

@ 12:21 von andererseits

Man darf wirklich gespannt sein, wie SPD, Grüne und FDP die wahrscheinlich anstehenden Koalitionsverhandlungen angehen: Habecks Linie, dass Grüne und FDP mit gegenseitigem Respekt ausloten, was geht, und dann mit der SPD sehen, auf welche großen Projekte man sich verständigen kann, scheint mir sehr zielführend und von Verantwortungsübernahme geprägt.
Ihre Einschätzung zur Linken teile ich nicht ganz: Da haben schon innerparteiliche Querelen wie im Saarland oder auch die Grunsatzdiskussionen, wofür die Linke denn eigentlich steht, ihren Beitrag geleistet.
P.S. Ich schließe mich den Wünschen anderer an, hier doch zumindest ab und zu wieder etwas von Ihnen zu lesen.

@ derdickewisser um 13:01

"Wären Sie so nett mich aufzuklären, was genau Sie da meinen?"

Den ganzen Fakenews shitstorm inclusive "Plagiatsjagd" wo Zitierregeln noch nie galten.

Harpdart

Am 27. September 2021 um 13:25 von harpdart
CDSU
Wann wird denn endlich einmal diese alberne Trennung in angeblich 2 Parteien abgeschafft? Jeder weiß, dass es in Wirklichkeit eine Partei ist, alles andere ist bayerische Folklore, die sonst niemand braucht.
Und: hauptsächlich durch diese bayerische Ausnahme entstehen die vielen Überhang- und Ausgleichsmandate."

Als würde sich daran was ändern, wenn in Bayern die Union CDU heißen würde.
Und die bayerische Folklore ist stets beliebt, wenn es an die Länderfinanzausgleichszahlungen geht.
Nur zwei Länder stehen besser da, als Bayern.
Daran sollte man denken, bevor man irgendwas als Folklore abkanzelt.

@Das wirklich Frustrierende 12:37 von Der Lenz

"War das wir einen Wahlkampf im Trump Stil gesehen haben.
Ich hätte nicht gedacht das so etwas in Deutschland verfangen kann."

Es verfängt leider überall zu Lasten demokratischer Tugenden.
Wie ist sonst das ausgeuferte 'Querdenkertum' oder
die wieder mal von Lass et angefachte
'rote Socken-Kampagne ' zu verstehen.

Da sind selbst die 'Ösis' weiter.
Die haben gerade in Graz die KPÖ zur stärksten Fraktion gemacht.
Nachdem der lokale Klüngel von ÖVP/FPÖ es etwas 'übertrieben' hatte.
Die Ösis waren in dieser Frage schon immer unverkrampfter - KPÖ vor ÖVP und FPÖ

13:17 von Wolf1905

< Und Sie glauben, dass die SPD und die Grünen sowas mitmachen würden, was Sie da fragen??? DAS wäre politischer Selbstmord! Und KEINESWEGS der Wählerwille - nicht mal 5% der Wähler möchte die Linke in einer Regierung haben! >
Nach den Umfrageergebnissen war vor der Wahl die Zustimmung zu RRG deutlich über 5 %. Denn immerhin ist nur mit RRG eine effektive Klimapolitik möglich.
Denn Union u. FDP sind daran nicht sonderlich interessiert bisher.

Die fehlende Mehrheit für RRG ist das größere Problem.

@12:35 von FritzF

>> Aufholjagd bis fast vor die Ziellinie.

Sie meinten wohl eher:
Den Anschlußtreffer erzielen, wenn der Schiri das Spiel schon längst abgepfiffen hat? oO

Ampel vs. GroKo

um 12:30 von Margitt:
"Rot-Grün-Gelb? Ist genauso schlecht wie eine GroKo
Die SPD u. die Grünen haben völlig andere Wahlprogramme wie die Parteien rechts der MItte, also Union, FDP oder AfD."
.
Zunächst einmal werden abgestimmte Sondierungsgespräche geführt. Und die finden nicht als Erstes zwischen der SPD und den Grünen statt, sondern zwischen Grün und Gelb. Und wenn die grünen und gelben Hörner einwenig zurechtgebogen wurden, dürfte an eine der größeren Parteien herangetreten werden. Wäre zumindest nicht unclever.
Und die übriggeblieben Hörner der Drei müssen dann nochmal etwas abgewetzt werden.
Und da sehe ich doch eher die SPD als bevorzugte Partei für die beiden "Kleinen" und nicht die Union, die allein schon wegen des sehr miserablen Ergebnisses für mich als abgewählt gilt.
.
"Mit der FDP zu koalieren, ist also vergleichbar mit einer Koalition aus SPD u. Union."
.
Die FDP wird auf jeden Fall der Bremsklotz in der Ampel-Koalition sein. Da braucht es noch ordentlich Öl drauf.

13:28, werner1955

>>-naivere- Vorstellungen
von Margitt. @

Hatten die RRGs die hoffen mit einer Regierung die Ausbeutung und Bevormundung für leistungsbereite Arbeitnehmer und Rntner vorgesehen hatten und Reichen Ihren Zweitwagen als E-PKW finzieren an die macht zu kommen.

>>>Angenommen man wollte
ein demokratische Regierung von CDU/AFD und FDP bilden.

Dann hätte unserer Land die gute möglichkeit zu einem Grundlegenden guten Wandel.<<

Sie haben Recht.

Aber wahrscheinlich anders, als Sie denken.

Denn käme es zu einer solchen Regierung wie von Ihnen gewünscht, dann könnte es sein, daß die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl die absolute Mehrheit holen würden. Diese nächste Bundestagswahl könnte dann sehr rasch kommen, denn die Halbwertszeit der von Ihnen favorisierten Koalition ließe sich wohl eher in Wochen als in Monaten bemessen.

Am 27. September 2021 um

Am 27. September 2021 um 12:55 von Robert Klammer
Naja..........
Es gibt aber noch eine Möglichkeit wenn keine Einigung zur Koalition zustande kommt und niemand die AfD will: Neuwahlen"

Es gibt keine Neuwahl.
Sollte dieser Fall eintreten, würde einfach der nächste Bundestag gewählt.

SPD MISSVERSTEHT WAHLERGEBNIS

Offenbar will die SPD mit aller Macht eine Legende um das Wahlergebnis stricken! Wahr ist zunächst, dass die SPD deutlich Wählerstimmen gewonnen hat. Fakt ist aber auch, dass die Wähler keine Entscheidung über die mögliche Regierung, die das Parlament durch die Wahl des Bundeskanzlers bestimmt, getroffen haben! Nach Entscheidung der Wähler kann das Parlament jetzt entscheiden, ob es einen Kanzler Scholz oder eine Kanzler Laschet in das Amt wählen möchte! Diese Entscheidung wird entschieden davon abhängen, ob die SPD begreifen wird, dass sie nur mit einer Politik "Olaf Scholz" wieder Volkspartei und Regierungsführer werden kann! Bisher hat ihm die SPD sogar wegen seiner Politik die Parteiführung verwehrt, jetzt will sie ihm das Land anvertrauen? Da muss der Wähler doch jetzt schon befürchten, dass die SPD ihn genauso wie ihre verstoßenen Kanzler Schmidt und Schröder behandeln wird, notfalls nach einer kurzen Schonfrist! Hat Deutschland das wirklich verdient, verehrtes Parlament?

13:25 von harpdart

"Wann wird denn endlich einmal diese alberne Trennung in angeblich 2 Parteien abgeschafft? Jeder weiß, dass es in Wirklichkeit eine Partei ist, alles andere ist bayerische Folklore, die sonst niemand braucht.
Und: hauptsächlich durch diese bayerische Ausnahme entstehen die vielen Überhang- und Ausgleichsmandate."

Die entstehen weil die CDU in Bayern CSU heißt? oder doch eher so:

"Wenn in einem solchen Wahlsystem eine Partei in den Wahlkreisen mehr Mandate erringt, als ihr gemäß dem Ergebnis der Verhältniswahl zustehen würden, erhält diese Partei so viele Überhangmandate, wie sie Direktmandate mehr hat, als ihr Sitze nach der Verhältniswahl eigentlich zustehen." aus Wikipedia

@Bobinho

""Werteunion muss z.B. abgeschafft werden. "
Warum?"

Damit die CDU/CSU wieder koalitionsfähig wird und wieder eine Chance hat an die Regierung zu kommen.

Wird nix! @13:28 von werner1955

>>>Angenommen man wollte
ein demokratische Regierung von CDU/AFD und FDP bilden.>>>

>Dann hätte unserer Land die gute >möglichkeit zu einem Grundlegenden >guten Wandel. >>>>

Ja in eine schlechte Version der 50er!
Aber zum Glück würde jede Koalitionsversion, welche AfD enthalten würde, auf sehr, sehr großen Wiederstand in der Bevölkerung führen!
Bis auf Rechte natürlich.

@schabernack re @frosthorn

Danke für den Versuch, mich zu trösten. Ich möchte es noch mal anders ausdrücken.

Kaum ist gewahlt, erkennen schon mindestens zwei Kandidaten einen "klaren Regierungsauftrag" für sich, ein Dritter, der gar nicht zur Wahl stand, stellt fest, dass eine Regierung "vom Wähler abgestraft" worden sei, die es gar nicht gegeben hat.

All das ist so lächerlich, dass ich schon darauf warte, dass, ist erst mal ein Kanzler vom Bundestag gewählt, der Unterlegene sich zum "Kanzler der Herzen" erklären wird.

Was für ein Theater. Was für Darsteller.

@ Margitt. um 13:02

"Laschet, Söder u. Merkel mit üblen u. oft unwahren Behauptungen gegen die "roten Socken" u. gegen einen "Linksruck" agierten und bei den unentschlossenen Wählern damit Ängste vor "Links" schürten."

Da mag nicht sehr wahrhaftig zu sein und in der nähe offener Lüge, aber zumindest handelt es sich um Politische Inhalte.
Ja, rechte wollen keine linke Regierung und warnen davor das diese keine rechte Politik machen
surprise, surprise.

Aber wovor die warnten hätte mich gefreut, so wie das Warnen linker vor Rechter Politik für mich ebenfalls legitim ist.

Ud vor allem Politiker die offen ihre Position verteidigen sind legitim

Das hört aber natürlich bei Parteipolitisch geprägten Staatsanwälten die den Sinn ihrer Amtshandlung falsch darstellen auf.

Das versteckte bekämpfen durch fäalschbehauptungn jenseits des Politischen durch dritte "unbeteiligte" also vorgeblich "Neutrale" ist allerdings ein anderes paar Schuhe

Schnittmenge zu klein?

Mindestlohn von 12 Euro?
Mit der FDP?
Ich lach mich schlapp.
Die Schnittmenge von Gelb/Grün/Rot ist auch sonst denkbar klein.
Dennoch ist die Ampel ist gut möglich, denn Lindner, Habeck und Scholz definieren den Politikbegriff eher so wie die Groko.
Politik ist danach nicht so sehr das Lösen von Problemen oder das Definieren konkreter Ziele, sondern das Formulieren von Projekten, die man in einem Koalitionsvertrag dann niederschreibt.
Das erfordert eine möglichst gefühlige, konnotative Kommunikation, die auf gute Stimmung und seriösem Anschein ausgerichtet ist .
Das können die Herren Lindner, Scholz und Habeck. Mir wird jetzt schon ganz wohlig.

12:43 von Louis2013

>< Kräftiger Linksruck

"Die Nähe zur SPD ist nun wirklich größer als zur Union", sagte Michael Kellner, der Bundesgeschäftsführer der Grünen. Ja, so ist es. Damit zeichnet sich ab, dass Deutschland um einen kräftigen Linksruck nicht herumkommen wird. Olaf Scholz wird Bundeskanzler, und seine Genossinnen und Genossen vom SPD-Bundesvorstand, die sich im Wahlkampf so sorgfältig im Hintergrund gehalten haben, werden aus der Deckung auftauchen und ihm schon sagen, was sie unter einem linksgeführten Deutschland verstehen. Und die FDP? Sie wird sich krampfhaft um den Erhalt der Interessen ihrer Klientel bemühen, wird aber gegen die linke Übermacht aus SPD und Grünen in der Bundesregierung nicht viel ausrichten können.<<

,.,.,

Jetzt verschweigen SIE aber, was Sie unter "links" überhaupt verstehen.

Manche verstehen ja alles, was links der AfD ist, bereits als "links".

13:28 von werner1955

«Angenommen man wollte
ein demokratische Regierung von CDU/AFD und FDP bilden.»

«Dann hätte unserer Land die gute möglichkeit zu einem Grundlegenden guten Wandel.»

Es kann gar keine Demokratische Regierung mit den Antidemokraten von der AfD geben, die sowieso nur Aleinherrschaft wollen würden in ihrer Welt der nun 10,3%.

Aber das Zehntel würde die anderen neun Zehntel so sehr gerne zwingen, erst man das Gute-Wandel-Gesetz zu verabschieden für das Zehntel der Nacht- und Schlafwandler.

Klare Sache, die Gewinner-Parteien haben den Auftrag

Es ist genauso einfach, wie Olaf Scholz es gesagt hat:

Die SPD wurde stärkste Partei und die 3 Parteien, die deutlich Wählerstimmen gewonnen haben, können daraus den Auftrag für sich ableiten, eine Regierung zu bilden.

Die Union hat mit ihrem Kanzlerkandidaten Laschet eine bittere Niederlage mit historischem Stimmenverlust eingefahren. Daher setzt sich nicht nur draußen im Land sondern auch bei den Gremien der Union so langsam die Einsicht durch, dass sich daraus kein Regierungsauftrag ergibt.

Das Endergebnis steht

Mehr auch nicht, hineininterpretieren hin & her . Nicht nur Scholz , Baerbock & Lindner brauchen Schnittmengen , auch Kubicki , Kühnert & Hofreiter und genau dies könnte ewig
dauern und doch nie gelingen. Bei aller SPD Parteidisziplin.
Gelb passt irgendwie nicht wirklich in die Rot -Grüne
Partnerschaft , ist sich dessen längst bewusst und nur mit Steuervorteilen & Klientelerleichterungen befristet zu trösten.

@werner1955

"
Am 27. September 2021 um 13:28 von werner1955
-naivere- Vorstellungen

von Margitt. @

Hatten die RRGs die hoffen mit einer Regierung die Ausbeutung und Bevormundung für leistungsbereite Arbeitnehmer und Rntner vorgesehen hatten und Reichen Ihren Zweitwagen als E-PKW finzieren an die macht zu kommen.

>>>Angenommen man wollte
ein demokratische Regierung von CDU/AFD und FDP bilden.

Dann hätte unserer Land die gute möglichkeit zu einem Grundlegenden guten Wandel."

Ja. Da haben Sie womöglich Recht, vorausgesetzt man würde die Koalition aus zwei demokratischen Parteien mit einer Partei, in der ein völkisch-rassistischer Grundgedanke vorherrscht wie der AfD, als gut betrachten. Das tut aber nur die AfD.

Alle demokratischen Parteien haben sich schon seit langem darauf geeinigt, mit der AfD in keiner Weise zusammenzuarbeiten. Und das ist gut so. Denn die Mehrheit der Wähler hält das für richtig.

die Union unter Laschet will kein Mensch ...

die einzige wählerakzeptable Regierungsbeteiligung wäre eine GK unter SPD-Kanzlerschaft, sobald die CDU/CSU Laschet losgeworden ist; dieser müsste verantwortlich zeichnen; als Klüngeltypus par excellence denkt der natürlich nicht daran: schön, dann geht es mit der CDU verdienterweise noch weiter bergab

12:47 von Bender Rodriguez

" Die Union. Muss jetzt mal mit dem groben Besen durch die Reihen gehen und den ganzen Ballast, den Merkel hinterlassen hat, beseitigen. Und dann muss man sich um fähiges Personal kümmern. Es ist ja kein vorzeigbarer Kandidat da. Selbst wenn irgendwie Jamaika ginge, wen will die Union ins Kabinett bringen? Lauter Amateure. Niemand mit Gewicht.
Und dann darf kein Parteichef wieder so viel macht bekommen, wie Merkel. Sie hat die CDU komplett entkernt. Und Nachwuchs komplett verhindert.
Die Union ist momentan nicht regierungstauglich.
Die SPD halt auch nicht.
Da gibt's Scholz. Und wen noch?"

,.,.,

Ja: und wen noch?

Den typischen Meckerdeutschen, der ohne Sinn und Verstand alle Politiker runterbügelt, weil er nicht differenzieren kann.

Demnächst Grün-Rot-Gelb? Wie

Demnächst Grün-Rot-Gelb? Wie die Gelben gehen sogar zu den Grünen, nur um mal wieder an die Macht(=leere Menge) zu kommen? Naja, wir Alten wissen ja, dass endgültig seit Genscher die Gelben kein Gewissen haben…

@Wolf1905 um 13:24

"- wer hatte denn Ihrer Meinung die „Trump Rolle“ übernommen? Sie meinen vermutlich Laschet?"

Nein, das würde ich nicht sagen.
Die Parteien waren, mit kleinen Ausrutschern wie dem Einsatz der Staatsanwaltschaft zu sugestionszwecken, Relativ Fair.

Was neu war war der Info-Müll-Wahlkampf der jenseits der Politiker-reden stattfand, ja diese sogar übertönte weil sich der Journalismus nicht mehr um diese "langweilige" Standardshow interessierte sondern lieber, während der Rede, Twitter folgte oder über Twitter über Facebook-quatsch redete um das Ergebnis dann in Pressekonferenzen aufzuarbeiten durch an jeglichem Politischen Inhalt vorbei gehenden Fragen.
Das, der Info-Krieg im Netz, ist es was dieser Wahlkampf mit dem von Trump, und den Quaardenkern etc gemeinsam hat.
Das überanstrengt offensichtlich die Medienkompetenz der Presse.

Ich habe einige der von ihnen aufgelisteten Wahlkämpfe erlebt, aber das da oben war neu.

15:08 von Der Lenz

Man darf schon warnen, wenn man dabei die Wahrheit sagt und diese nicht verdreht.
Mir ging es um eindeutig falsche Behauptungen- Nur gegen solche könnte man sich evtl. wehren.

"Wären Wagenknecht und Gysi

"Wären Wagenknecht und Gysi als Zugpferd eingesetzt worden, das Ergebnis wäre zweistellig ausgefallen."

Frau Wagenknecht war Spitzenkandidatin in NRW und Herr Gysi hat in Berlin ein Direktmandat gewonnen?

15:06 von Orfee

"Damit die CDU/CSU wieder koalitionsfähig wird und wieder eine Chance hat an die Regierung zu kommen."

Sie ist koalitionsfähig. Außerdem ist sie die Partei die am meisten regiert hat.

'Ersatz-Erfolg‘ am rechten Rand: Addition, die nicht aufgeht

Im blau-rechten Dunstkreis wird nach einem Ersatz für das ausgebliebene Erfolgserlebnis gesucht. Wenn schon Stimmenverluste zu verbuchen sind, dann wird Trost darin gesucht eine ‚linke Mehrheit‘ verhindert zu haben.

Allerdings stimmt die dazu benutzte Addition hinten und vorne nicht. Da werden dann unbesehen die Stimmen von Union, FDP und AfD zu einer fiktiven Mehrheit zusammengezählt. Die gibt es aus zwei Gründen nicht:

- CDU/CSZU und FDP schließen als demokratische Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD aus.
- Diese Mehrheit würde auch numerisch nie zustande kommen, weil die erstgenannten mehr als die Hälfte ihrer Wähler verlieren würden, wenn sie mit der AfD paktierten bzw. die Stimmen erst gar nicht bekommen würden.

Ergo: das Addieren ist sinnlos.

Wählerauftrag?

um 12:33 von Tinkotis"
... Anders ausgedrückt: Beide wurden von über 80% der Leute NICHT beauftragt. Da den Wählerwillen für sich zu reklamieren, grenzt schon an pathologisch."
Ganz und gar nicht.
Nur diese beiden haben sich aus meiner Sicht überhaupt für das Kanzleramt qualifiziert.
Baerbock unterstelle ich Unerfahrenheit, um Deutschland zu führen.
Und von den beiden wird einer Kanzler werden.
Und Laschet hat zum einen Teil sich selber aus der K-Frage herausmanövriert und zum anderen Teil hat die CDU/CSU tölpelhaft selber für schlechte Stimmung bei den Wählern gesorgt.
Nur Scholz blieb unaufgeregt.
Ob man das als Wählerauftrag hindefinieren kann ist eine Sache. Das Scholz Kanzler wird ist aber schon fast unausweichlich, möchte man wirklich kein "weiter so".

Klarheit schaffen

Der Wähler hat eindeutig die SPD mit Olaf Scholz beauftragt, die nächste Bundesregierung zu stellen. Damit hat Karnevalsprinz Laschet nichts zu tun. Und wenn die FDP schlau ist, sich zu profilieren, dann nur in der Ampelkoalition.

14:56 von Margitt.

«Mir ging es mit meiner Frage primär darum, ob die Linken, wenn sie nur über die Direktmandate in den BT kommt, dann dieselben Rechte hat, wie eine Partei, die durch Überschreitung der 5%-Hürde in den BT kommt.»

Bzgl. mit anderen Parteien zur möglichen Regierungsbildung koalieren = ja.

Kommt Partei (x) nur über die "Grundmanatsklausel" im Wahlrecht in den BT mit < 5,0% der Stimmen. Kann sie keine "Fraktion" bilden mit den mind. 3 Mandaten, sondern nur eine "Gruppe".

Gruppen haben weniger Rechte im Parlament bzgl. Anträgen, Anfragen an die Regierung u.ä. als Fraktionen das haben. Gruppen können sich Fraktionen als "Fraktionsgemeinschaft" anschließen, und dann haben auch Gruppen alle Rechte wie Fraktionen.

Herr Laschet stellt nur einen

Herr Laschet stellt nur einen Unterschied von 24 % CDU zu SPD mit 25 % heraus . Findet bei dem Herrn denn keine Beachtung das die CDU annähernd 9 % verloren hat , gegenüber der SPD die 5% dazu gewann ?

@13:25 von harpdart

Die Überhangmandate würde es auch geben, wenn die Direktmandate von einer CDU in Bayern anstelle der CSU gewonnen würden. Die Ausgleichsmandate gibt es , weil das BVerfG das Grundgesetz so interpretiert hat. Im Gegensatz zu vielen Länderverfassung ist im Grundgesetz die Anwendung des Verhältnisswahlrechtes nicht fest vorgeschrieben. Hätten wir in Deutschland das Mehrheitswahlrecht wären solche Hinterzimmerentscheidungen die jetzt zum Debakel bei der CDU Geführt haben gar nicht möglich. Die Listenheinis sind immer abhängig von der Parteiführung des jeweiligen Bundeslandes. Direktkandidaten haben die Wähler zu Hause hinter sich und müssen vor Niemanden kuschen.

Am 27. September 2021 um 13:25 von harpdart

Und: hauptsächlich durch diese bayerische Ausnahme entstehen die vielen Überhang- und Ausgleichsmandate
__
...und diese entstehen ja quasi durch Direktmandate, dank derer die Linke, die sich ja Ihrer grossen Wertschätzung erfreut, überhaupt noch im BT vertreten ist, was MICH dann ärgert ;)
Im Grunde gleicht es sich also wieder aus.
Ich vermute mal, dass Sie sich ein anderes Ergebnis gewünscht haben. Ich mir auch, wenngleich ich damit gerechnet habe, dass Herr Laschet es nicht schafft. Nun, wir werden sehen, was daraus wird.
Dass es allerdings Wähler gibt, die aufgrund dieses Ergebnisses nun ihren Lebenswandel ändern wollen, ich glaube, das ist uns beiden zu hoch. Es gibt genügend andere schöne Dinge, an denen man sich erfreuen kann. Ärger über Wahlergebnisse gehören sicher nicht dazu. Ich sehe das ganz relaxed.
RRG wirds nicht geben, die Gefahr ist gebannt und alles andere ist beherrschbar.

13:02 von Klabautermann 08

<< @ frosthorn Re: ich kanns nicht mehr hören
Ich auch nicht. Regierungsauftrag an eine Partei die 88,5% der Wähler NICHT haben will oder an eine Partei die von 85,2% der Wähler NICHT gewählt wurde? Und Auftrag an wen? An die Ampel? Wer sagt das? Der Klüngel der sich zusammen setzt und für sich besten Chancen aushandelt. Ein Geschachere um Macht und Pöstchen am Wählerwillen vorbei."

,.,.,

1. Was ICH nicht mehr hören kann, ist die Dauerunterstellung, dass es Politikern nur um Macht und Pöstchen geht.
Letztlich ist das brutale Diffamierung.

2. Was genau ist denn IHRER Vorstellung nach "der" Wählerwille?

3. Der Wählerwille existiert überhaupt nicht.
Nur eine Einzelperson kann einen Willen haben.

Der sog. Wählerwille ist eine errechnete Instanz, mit notgedrungen fehlerhaften Zahlen.

12:56 von derdickewisser | Eindeutiger als 2005

'Naja, wir sollten bitte bedenken, dass die Differenz zwischen CDU und SPD gerade mal 1,6 % ausmacht.
So eindeutig als Gewinner steht da eigentlich keiner da. '

Eindeutiger als 2005, dem Beginn der Kanzlerschaft von Angela Merkel. Bei der Bundestagswahl 2005 betrug der Unterschied zwischen Union und SPD sogar nur 1 % und dennoch war für alle Beteiligten abgemacht, dass damit die Kanzlerschaft an die CDU gehen sollte.

So kam es dann auch, obwohl die SPD zum wiederholten Mal die Option für RRG gehabt hätte, diese aber nie gezogen hat.

@Bender Rodriguez

"
Am 27. September 2021 um 12:47 von Bender Rodriguez
Die Union. Muss jetzt mal mit

Die Union. Muss jetzt mal mit dem groben Besen durch die Reihen gehen und den ganzen Ballast, den Merkel hinterlassen hat, beseitigen. Und dann muss man sich um fähiges Personal kümmern. Es ist ja kein vorzeigbarer Kandidat da. Selbst wenn irgendwie Jamaika ginge, wen will die Union ins Kabinett bringen? Lauter Amateure. Niemand mit Gewicht...."

Pauschales draufhauen auf Politiker durfte ja nicht fehlen.

Wenn man das so liest, könnte man glauben Sie verschaffen Ihrer Enttäuschung darüber Luft, daß die Union Sie als fähiges Personal nicht gefragt hat. Obwohl... ach nichts, ich habe nur laut gedacht.

Am 27. September 2021 um 15:26 von schabernack

Kommt Partei (x) nur über die "Grundmanatsklausel" im Wahlrecht in den BT mit < 5,0% der Stimmen. Kann sie keine "Fraktion" bilden mit den mind. 3 Mandaten, sondern nur eine "Gruppe".

Gruppen haben weniger Rechte im Parlament bzgl. Anträgen, Anfragen an die Regierung u.ä. als Fraktionen das haben. Gruppen können sich Fraktionen als "Fraktionsgemeinschaft" anschließen, und dann haben auch Gruppen alle Rechte wie Fraktionen.
__
Danke, Schabernack ! Heute wieder was gelernt. Das wusste ich nicht.

15:14 von Anderes1961

"Alle demokratischen Parteien haben sich schon seit langem darauf geeinigt, mit der AfD in keiner Weise zusammenzuarbeiten. Und das ist gut so. Denn die Mehrheit der Wähler hält das für richtig."

Bin ja mal gespannt wie lange das anhält. Ich kann mich noch gut erinnern, an Schlagzeilen wie diese:

"„Mit der Linkspartei wird es nie eine Zusammenarbeit auf Bundesebene geben“ (Peter Struck, SPD)"

Erst waren die Grünen, dann die LINKE die Schmuddelkinder mit denen keiner spielen wollte. Aber irgendwann springt mal einer über seinen Schatten und nach und nach wird die Ablehnung verwässern.

Es ist, wie es ist

Das Ergebnis steht fest. Laschet ist der klare Verlierer. Er hat das schlechteste Ergebnis der Union bundesweit zu verantworten, er hat als MP auch die Mehrheit in NRW versemmelt und nicht einmal in seiner Heimatstadt hat die Union ihr Direktmandat wiedergewonnen.

Irgendwer wird regieren müssen und wenn man nicht wieder eine Groko will, dann bleibt nur einer der beiden Dreier. Und egal ob Jamaika oder Ampel - in einer der beiden "kleinen" Parteien werden viele Wähler und Mitglieder unglücklich sein. Die FDP wurde nicht primär gewählt um eine Ampel zu machen und viele Wähler der Grünen sind keine Fans von Union und FDP.

Also egal was kommt, Kröten müssen geschluckt werden.

Wir sollten alle für Jamaika

Wir sollten alle für Jamaika sein. Eine SPD unbeaufsichtigt im Kanzleramt wäre nicht gut. Der Gau wäre rrg gewesen. Das haben die Wähler ja zum Glück komplett abgelehnt.
Und das Wichtigste bei dieser Wahl war, dass Angie nicht mehr weitermacht. Sie hat die Parteien gelähmt.
Jetzt kann mit dem Frühjahrsputz in den Parteien begonnen werden. SPD und CDU werden davon profitieren und bei der nächsten Wahl zusammen 75% der Stimmen holen.

Herr Scholz

Wenn ein Mann so vergeßlich ist ,wie Herr Scholz , reicht es denn trotzdem zum Regieren? Denn die Arbeitslosenlüge ist ja allein auf seinem Mist gewachsen und bis zur Stunde nicht korrigiert worden ! Er hat die Umbenennung der Arbeistlosen vorgenommen und so zum EU-Eintritt falsche Daten geliefert ! Denn plötzlich hatten wir nicht 5,5 Millionen Arbeitslose sond nur noch 2,4 Millionen und der Rest hieß dann : die Unvermittelbaren ! Das wird er auch schon vergessen haben. So sind sie.......

RE: andererseits um 12:21; @ 9:42 frosthorn

***Das schlechte Abschneiden der Linken hat mich überrascht;...***

Heute früh hatte ich erst einmal einen Schreck bekommen, als ich die 4,9 % bei den Linken sah. Dann wwurde mein Lächeln wieder etwas breiter, als ich von den drei Direktmandaten las.
Die Gründe dafür sind sicher vielfältig.
Die Linke ist nicht mehr der "Schrecken der Nation" und hat diese Position der AfD abgetreten, die ihrerseits nun die Protestwähler binden.

Was sicherlich auch ein Grund für die Verluste angeführt werden kann, waren die gefühlt unzähligen Trielle. Da hat sich das dt. Fernsehen regelrecht als Wahlhelfer hervorgetan. Soviel Sendezeit bekamen die "Nichtkanzlerkandidatenparteien" nicht. Sicherlich ein Nachteil.

Gruß Hador

@Margitt. um 15:19

Die Wahrheit ist recht dehnbar.
Denken sie nur an das was Frau Wagenknecht so als Wahrheit ventiliert: Die faktisch aber nicht gerichtsfest falschen Behauptungen die die Linke versenkten kamen nicht alle von ausserhalb.

Ich bin ja bei ihnen, nur ist das sozusagen "Normal"

15:29, Sausevind

>> Der Wählerwille existiert überhaupt nicht.
Nur eine Einzelperson kann einen Willen haben.

Der sog. Wählerwille ist eine errechnete Instanz, mit notgedrungen fehlerhaften Zahlen.<<

Genauso ist es.

Das wird aber von vielen nicht verstanden. Vorrangig von denen nicht, die ihren eigenen Willen als den Wählerwillen betrachten.

Es gibt durchaus so einige Menschen, die mit der Demokratie überfordert sind.

75% möchten etwas anderes. Nur was?

m 12:55 von Wolf1905:
"... klar ist, dass die SPD die Wahl gewonnen hat, aber ca. 75% haben sie nicht gewählt - so klar ist das."
.
Dann aber bitteschön gilt das für die CDU doppelt: fette 8,9% Verluste insbes. durch Abwanderung an die SPD ist schon mehr als nur eine Ohrfeige. Und obendrein ein historisch schlechtes Ergebnis.
.
" Wenn man berücksichtigt, dass Scholz einen klaren Vorsprung in den Umfragewerten hatte zu Laschet, ist dieses Ergebnis für die SPD sogar ernüchternd!"
.
Eben genau nicht. Der klare Vorsprung mag zwar ein wenig geschmolzen sein, die Ernüchterung dürfte aber ganz bei der CDU/CSU liegen. Denn 75% wollen definitiv keine schwarz-geführte Regierung mehr.

@ Margitt. um 12:30 von Margitt.

>Kann die Linke, die mit 4,9 % der Stimmen nur über ihre 3 Direktmandate in den Bundestag kommt, überhaupt eine Koalition
eingehen?<

Aber ja, kann sie.

>Wenn ja, würden nur noch 5 Stimmen zur Mehheit fehlen, die Habeck sicher mehr gehabt hätte, wenn er Kandidat der Grünen gewesen wäre.<

4, wenn man sich mit dem SSW einigen kann;-)

Aber nein: Habeck wäre genauso demontiert worden. Offene Lügen gehen immer, muss ja nur was hängen bleiben, so haben sie ja auch Barbock klein gekriegt.

12:46 fathaland slim

"Man darf nicht vergessen, daß die Linke, historisch betrachtet, Fleisch vom Fleische der SPD ist"
Das ist zum Großteil richtig, aber da gab es wohl noch andere Zuströme, die nicht von der SPD sind, die auch m.E. ein Grund für die geringere Akzeptanz der Linken sind. Es tut mir leid, dass die Linken fast aus dem Bundestag verschwunden sind, obwohl ich es so befürchtet hatte. Denn sie vertreten Menschen, die sonst keine so ausschließliche politische Vertretung haben. Allerdings hatte ich auch einen ähnlichen Schwund von AFD zu CDU erwartet. Dort scheint es einen Stammwählerkern zu geben.

15:26 von schabernack: Direktmandate bei den Linken

Die Partei kommt aber nicht nur mit den 3 Direktmandaten in den BT, sondern mit allen anderen Listenmandaten auch, oder?

Es würde ja wenig Sinn machen, wenn nur die Inhaber der Direktmandate dann in den BT kämen.

Laschet - für sich, nicht für das Land

Das Festhalten von Laschet an der Regierungsbildung hat mehr mit der Absicherung seiner Parteikarriere als mit der Perspektive auf das Land zu tun. Die Sondierungen sollen ihn davor schützen, von der CDU zur Rechenschaft gezogen zu werden.

MP Kretschmer/Sachsen:

"Ich sehe einen klaren Wählerwillen, der deutlich gemacht hat: Die Union ist dieses Mal nicht die erste Wahl", sagte Kretschmer dem MDR. Das Wahlergebnis sei ein Erdbeben und habe eine deutliche Wechselstimmung gegen die CDU gezeigt. Das müsse man sich ganz klar eingestehen. Ihm erschließe sich deshalb die Haltung im Adenauer-Haus nicht, von einem Regierungsauftrag zu sprechen. "

CSU-Chef Markus Söder (...) betonte,

'dass die Union nach dem Absturz bei der Bundestagswahl keinen zwingenden Anspruch auf die Regierungsführung erheben könne. Die Union sei auf Platz zwei und nicht eins gelandet, es gebe daraus keinen Anspruch auf die Regierungsführung.'

Laschet spielt für sich, nicht für das Land

12:33 von Tinkotis

ZItat:"Anders ausgedrückt: Beide wurden von über 80% der Leute NICHT beauftragt. Da den Wählerwillen für sich zu reklamieren, grenzt schon an pathologisch."

Dann darf Ihrer Meinung nach nur jemand KanzlerIn werden, der mindestens 50,1% der WÄHLERINNEN-Stimmen hinter sich hat? Da dürften wir in unserer parlamentarischen Demokratie mit sechs Parteien im Bundestag lange auf eine Regierung warten...

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