Ihre Meinung zu: Bund beschließt Milliardenprogramm für Gebäudesanierung

22. September 2021 - 15:09 Uhr

Im vergangenen Jahr hatte der Gebäudesektor die Klimaschutzziele verfehlt - nun wurde nachgebessert. Das Bundeskabinett hat eine Aufstockung des Programms zur Förderung energieeffizienter Gebäude um 5,7 Milliarden Euro gebilligt.

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Kommentare

Wohin ging/geht das und wie?

In dem Bericht steht:

"Verwiesen wird darin unter anderem auf 62 "Wasserstoff-Großprojekte", die mit insgesamt acht Milliarden Euro gefördert würden."
und

"Wir haben in vielen Bereichen große Projekte auf den Weg gebracht"

In dem Bericht fehlen leider Hinweise darueber, wo genau die Gelder denn eingesetzt wurden/werden sollen.

Juhu!

1. Mehr Umsatz im Bausektor
2. Mehr Umsatz bei den Mieten
= Wachstum

3 Tage vor

der Wahl, beschließt man solche Summen, stellt sich mir die Frage, wo kommt auf einmal das viele Geld her.
Wir hatten die Jahre vor der Pandemie nie Geld für irgend etwas, haben uns in Pandemie hoch verschuldet, und das Geld ausgeben, geht weiter.
Um welche Gebäude geht es den, wer sind die Nutznießer, oder wer kann so etwas beantragen.
Da ich nur Mieter bin, wäre es interessant wo das Geld hingeht, denn Vermieter sind in Deutschlands Städten bei den Mietpreisen, nicht gerade arm.
Und wenn so etwas am Gebäude gemacht wird, dann steigt auch die Miete, hab zumindest noch etwas anderes gehört.
Andere Dinge nach der Dämmung aber schon.

Darf ein Vermieter der die

Darf ein Vermieter der die Sanierung gesposored bekommen hat, deswegen eigentlich die Miete erhöhen? Man wohnt ja in einem "tolleren" Haus. Der Vermieter hat aber nichts dazu beigetragen.
Normalerweise müssten sogar die Nebenkosten sinken.
Allein, ich glaub nicht dran

schön und gut..

aber wer wie ich mit Denkmalschutz zu tun hat, bekommt Aussendämmung nicht genehmigt...

Und eine funktionierende Heizung rausschmeissen, nur weil Fördergelder winken macht auch keinen Sinn..

Übrigens: China will bei grüner Energie …

Übrigens las ich heute: China will im Ausland keine Kohlekraftwerke mehr bauen und Entwicklungsländer bei grüner Energie helfen. - Na ja , immerhin; es gibt Hoffnung, dass man auch auf internationaler Ebene noch mehr machen kann.

Also: unsere Bemühungen sind _kein_ Tropfen auf dem heissen Stein !

Bund beschließt Milliardenprogramm für Gebäudesanierung...

Und bedeutet das jetzt, daß Mieter durch eine energetische Sanierung nicht weiter finanziell belastet werden ? Oder dürfen die Besitzer von Gebäuden die finanziellen Mittel des Bundes nehmen und es wird nicht weiter darauf geachtet ? Dann würde das Programm Vermietern und Bauunternehmern zu gute kommen....

Die meiste Wärme geht beim

Die meiste Wärme geht beim Lüften verloren. Da bringt eine noch stärkere Dämmung nicht mehr viel. Besser wäre eine Förderung von elektrischen Energiespeichern, denn „ grüner Strom “ ist nicht grundlastfähig.

Bender..16:40 Uhr..

"Darf ein Vermieter der die Sanierung gesposored bekommen hat, deswegen eigentlich die Miete erhöhen? Man wohnt ja in einem "tolleren" Haus. Der Vermieter hat aber nichts dazu beigetragen."

Solche Beihilfen übernehmen nie die ganze Rechnung, sondern nur einen Teil davon.

Von meiner momentanen Fassadenrenovierung in Höhe von 17.500 Euro übernimmt unsere Stadt aus Denkmalschutzmitteln ganze 7%..

Den Rest darf man schön selbst bezahlen

schon wieder schaffen wir Probleme für morgen

Die Dämmstoffindustrie wirds freuen. Wann lernen wir endlich dazu?. Der komplizierte Fassadenaufbau mit verputzter Dämmung und Zwischendämmung schafft die Probleme von morgen hinsichtlich Taupunkt und späterer Entsorgung.
Wir haben es ausprobiert- die Einsparungen sind auf den Papier deshalb viel höher. Die Kosten sind immens.
Bei Hitze und Kälte(Wintersonne ) hilft auch Wärmebeharrung= Gebäudemasse . Altbauten haben das oft.
Gleichzeitig bauen wir immer mehr Glas in die Fassaden.
Inovation ist angesagt. Erst in die Forschung investieren statt in halbgarer Programme.
Einzig einen Kesseltausch mit Hydraulikabgleich und Effizienzpumpen halte ich z.Z. für sinnvoll. Dazu braucht es kein Förderprogramm, das macht jeder Hausbesitzer oder Vermieter. Denn die Mieter schauen auch auf die Nebenkosten.

Da werde ich gleichmal

bei meinem Hauseigentümer als Mieter nachfragen wann er denn endlich gedenkt das Hausdach mit Isolier Material zu versehen.Im Sommer ist es in der Wohnung viel zu warm,im Winter zu kalt.

@BauerTom 16:08 wo geht das Geld hin

In Elektrolyse-Apparate (2 GW bzw. 17,5 TWh pro Jahr) und Verbundsysteme (Leitungen). In TWh ausgedrückt liegt der Wasserstoffbedarf bei mehreren hundert TWh/a.

Wärmedämmung

Das verstehe ich nicht, da werden Milliarden als Förderung in die Dämmung von Wohnungen gesteckt und der Mieter darf dann höhere Mieten bezahlen, die durch die Einsparung von Heizkosten nie raus kommen!

Meiner Meinung sollten diese Milliarden dort in der Welt ausgegeben werden wo am meisten CO2 eingespart wird, z.B. in Entwicklungsländern.

Dort erreicht man die 10fache Einsparung, denn was nützt es wenn wir die Ziele erreichen und andere nicht.
Macht die heiße Luft dann bei unseren Grenzen halt frei nach dem Motto "stopp die Ziele wurden eingehalten".

Hätte ich ein Gebäude, das

Hätte ich ein Gebäude, das saniert werden müsste , würde ich mir bestimmt keinen Sondermüll an die Fassade bappen.
Wir wissen jetzt schon nicht, was aus dem ganzen Styropor an den Wänden werden soll.
Jetzt ein wenig Energie sparen und dafür mit Tonnenweise Microplastik bezahlen?
Keine gute Idee.

Wir haben eh schon viel zu viele Bauauflagen.
Noch ein paar mehr, dann wird gar nichts mehr gebaut.
Das ist dann bestimmt gut für die Umwelt.

@Werner 40 17:17

Salzspeicher wie NaOAc (Trihydrat) tun es auch und sparen den Umweg über den Strom, da direkt mit Solarthermie zu koppeln.

matthias

"Solche Beihilfen übernehmen nie die ganze Rechnung, sondern nur einen Teil davon."

Selbst bei 100% eigenleistung ist eine Sanierung kein Grund, die Miete zu erhöhen.

Dieses Geld muß der Vermieter über die Jahre mit der Miete eingenommen UND angespart haben. Wagnis und Gewinn gilt auch hier.

Und da ich mit Geld bezahle, das zu 100% den Anforderungen genügt, kann ich auch eine Wohnung erwarten, die zu 100% dem technischen standart genügt.

@Werner40 17:17

"Die meiste Wärme geht beim Lüften verloren."

Nein.
Höchstens, wenn Sie falsch lüften.

"Besser wäre eine Förderung von elektrischen Energiespeichern, denn „ grüner Strom “ ist nicht grundlastfähig."

Kein entweder-oder, sondern sowohl-als-auch.

Eine Förderung von Energiespeichern (muss nicht elektrisch, kann auch Speicherung von bspw. Wärme sein) ist selbstredend auch erforderlich.

Am 22. September 2021 um 16:40 von Bender Rodriguez

Zitat: Darf ein Vermieter der die Sanierung gesposored bekommen hat, deswegen eigentlich die Miete erhöhen?

Dazu sollten Sie einmal §559a BGB lesen.

omg

Ich überlege gerade:
Sind Schulen nicht auch Gebäude? -.-

Mit diesen 5,7 Mrd. € einfach mal alle(!) Schulen sanieren? oO

@ rr2015

Wir haben es ausprobiert- die Einsparungen sind auf den Papier deshalb viel höher. Die Kosten sind immens.

Das war einmal. Eine moderne Wärmedämmung ist hoch effizient und ökologisch sinnvoll.


Bei Hitze und Kälte(Wintersonne ) hilft auch Wärmebeharrung= Gebäudemasse . Altbauten haben das oft.

Wärmebeharrung sagt man schon seit mindestens 30 Jahren nicht mehr. Heute sieht die Technik ganz anders aus als Sie sie kennen.

@ Bender Rodriguez

Der Vermieter hat aber nichts dazu beigetragen.

Wo haben Sie gelesen, dass die Förderung alle Kosten übernimmt?

Zum Thema gibt es einen …

… passenden Artikel in der heutigen FAZ, allerdings kostenpflichtig. Der Titel lautet „Teure Energiesanierung“. Es geht um ein Gutachten für die Verbraucherzentrale und u.a. heißt es dort:

… Erfasst werden rund 41 Prozent der gesamten Wohnfläche von Ein- und Zweifamilienhäusern bis Baujahr 2009. Das ernüchternde Ergebnis: Rein wirtschaftlich betrachtet, lohnt es sich auch auf absehbare Zeit nicht, die Altbauten energetisch auf Vordermann zu bringen. Die Investitionskosten sind, gerechnet auf einen Zeitraum von 25 Jahren, durchgängig höher als die eingesparten Energiekosten. …

Bund: Mrd. für Gebäudesanierung

Nicht nur bei "Modernisierung" unter Rubrik
Energieeffizienz bleibt manch Altbau z.B. aus der Kaiser-Wilhelm-II-Zeit
(Anm: nicht schön genug zum Ausbau der inhärenten Mietwohnungen und Nutzung dann als Luxus(eigentums)wohnungen, falls sich dort einstige "Arbeiterwohnungen" ohne Stuck o.ä. verbergen) simpel auf der Strecke, um "von Außen her" quasi Schönheitsreparaturen auch zum Kaschieren von Bauschäden mittels Rhi-Gipsplatten usw. zu erfahren.
Flott fällt ab und zu dann bei Altbauten der Denkmalschutz dem divers parteiübergreifend verbreiteten Denk-mal-vor-und-nach-Schutz zum Opfer.

Der Produktionsfaktor Boden bedarf unstrittig der "Reform" (inklusive "Dienstwohnungen-Komplex" u.a. " in Regie u.a. der beiden "notleidenden Kirchen" in Deutschland).
-Jedoch: Es sah einst in der sogenannten 3. Welt in diversen Ländern nie gut aus, falls in Regie der Führungsetage der Faktor Boden reformiert wurde - oder diese Reform gelassen wurde.
Ob der Mensch aus der Geschichte lernt?

Wunderbar

Dass die Politik sich um Gebäudesanierung kümmert.
Die deutsche Politik tut was für das Land.....
In allen Bereichen.
Klasse!!!!!

Fehlt

noch die Förderung privater Windräder. Dann klatsch ich mir eines in meinen Garten.
Im Ernst, offenbar sind wir Deutschen nur zum Umwelt schützen bereit, wenn sich der Staat an unseren Kosten beteiligt.
Kann man auch ganz gut an den Verkaufszahlen für E-Autos und Plug-in-Hybriden ablesen.
Ohne hohe Förderung wären das weiterhin Ladenhüter.
Armselig, irgendwie.

Gutes Programm

Möglicherweise gibt es Schwächen und man kann es natürlich nicht jedem rechtmachen. Außerdem muss man einen fairen Ausgleich zwischen Mieter und Vermieter finden. Unterm Strich ist dieses Programm für energetische Gebäudesanierung gelungen und ein guter Beitrag unserer Politik zur ökologischen Zukunft.

@Thomas D. 17:59

Seltsam, Prognos kommt zu einem anderen Ergebnis.
Da erwirtschaftet die Energieeinsparung sogar noch einen Teil der im Laufe der nächsten Jahrzehnte ohnehin anfallenden Instandhaltungskosten.

Was mich zu der Frage bringt: Von welchen Energiepreissteigerungen sind die Autoren der FAZ-Studie ausgegangen? Und wurde bei den Kosten berücksichtigt, dass im Laufe mehrerer Jahrzehnte ohnehin mal etwas an der Fassade zu machen wäre?

17:53 von Jürgen Hodentöfer

ok
aber Verbundbaustoffe bleiben ein Problem es sei dann man hat hinterlüftete / getrennte Fassaden. Aber auch da bleibt die Entsorgung.
Privat habe ich die höchste Energieeinsparung (35%) mit einer Hypokauste erzielt die Sonnenenergie im Fußboden speichert einfach Physik nutzen, im Sommer kühl im Winter warm.-Das alte Rom lässt grüßen .
Auch die Solaranlage auf unserem Dach bringt mehr als erhofft.

Wärmebeharrung versteht man aber besser als Amplitudendämpfung und Phasenverschiebung. Übrigens so lange bin ich noch nicht Rentner im Osten ist das Wort verständlich und geläufig.

Am 22. September 2021 um 16:43 von Bernd Kevesligeti

„Und bedeutet das jetzt, daß Mieter durch eine energetische Sanierung nicht weiter finanziell belastet werden ? Oder dürfen die Besitzer von Gebäuden die finanziellen Mittel des Bundes nehmen und es wird nicht weiter darauf geachtet ?
Dann würde das Programm Vermietern und Bauunternehmern zu gute kommen....“

„Im vergangenen Jahr hatte der Gebäudesektor die Klimaschutzziele verfehlt - nun wurde nachgebessert.“

Es geht nicht um Mieter oder Vermieter,
es geht um Klimaschutz.

Jeder muss für den Klimaschutz bezahlen.

Klimaschutz gibt es nicht umsonst,
geht jeden an.

In unserer Kleinstadt,

ältere, nicht gedämmte Wohnung 80 qm,
Baujahr 70ger Jahre 850€/Monat, + Umlagen

moderne, gedämmte, gleich große Wohnung, Klimaanlage,
Baujahr 2020, 1.600€/Monat, + Umlagen.

"Im vergangenen Jahr hatte

"Im vergangenen Jahr hatte der Gebäudesektor die Klimaschutzziele verfehlt - nun wurde nachgebessert. Das Bundeskabinett hat eine Aufstockung des Programms zur Förderung energieeffizienter Gebäude um 5,7 Milliarden Euro gebilligt.
"

Immerhin funktionieren in Deutschland noch so Sachen wie Korruption & Lobbyismus.

Der Löwenanteil ALLER Parteispenden im vergangenen Jahr stammt aus den Immobiliensektor.
Fast 80% aller Spenden an die CDU stammen aus dieser Branche!

Bei Baulöwen und Immobilienunternehmer wie
Christoph Gröner (800.000 Euro an die CDU) & Christoph Alexander Kahl (300.000 Euro an die CDU) müssen die Sektkorken - sorry, unter deren Niveau - Champagnerkorken knallen.

Ein Hoch auf die Sicherung von Arbeitsplätzen für CDU-Parteispendenzähler.

Will einer mit dem "Klimaschutz-Argument" kommen?
Union blockierte Vermieter-Beteiligung an CO2-Umlage

Nee, ...

... ich pack mein Haus bestimmt nicht mit Sondermüll ein.

Und mit überteuerten natürlichen Materialien auch nicht. Wände dämmen bringt so gut wie nichts (Wärme steigt nach oben).
Die immensen Kosten einer Fassadendämmung von 40.000 Euro und mehr amortisieren sich nie.

Die Mieter, die das nicht selbst entscheiden dürfen, können einem leid tun. Die zahlen "Modernisierungszuschläge" von mehreren 100 Euro für eine Heizkostenersparnis von 10 Euro (jeweils pro Monat).

Blinder Aktionismus.

@17:34 von schiebaer45

//Da werde ich gleichmal
bei meinem Hauseigentümer als Mieter nachfragen wann er denn endlich gedenkt das Hausdach mit Isolier Material zu versehen.Im Sommer ist es in der Wohnung viel zu warm,im Winter zu kalt.//

Geht mir in meiner Dachwohnung nicht anders. Die ursprüngliche Dachisolierung (irgendein Füllstoff hinter Alufolie) wurde vor einigen Jahren von Mardern völlig zerstört. Der Schweinkram liegt immer noch auf dem Boden herum. Die Miete wurde trotzdem erhöht. Grund: Anpassung an den Mietspiegel. Natürlich ohne Anpassung an den allgemein üblichen Wohnkomfort. Das geht schon seit Jahren so.

17:56 von Jürgen Hodentöfer

Wer sagt denn sowas? Ich frage mich nur, warum ich die Sanierung als Mieter bezahlen soll? Was habe ich davon? Der Vermieter soll gefälligst dafür sorgen, daß sein Produkt den Ansprüchen genügt. Im Urlaub bekommen wir ja auch keine Ente oder Käfer als Mietwagen.

16:34 von DeHahn

"1. Mehr Umsatz im Bausektor
2. Mehr Umsatz bei den Mieten
= Wachstum"

Bestimmt lässt es sich auch so hintricksen, dass man die Förderung kassiert und die Mieten extra noch erhöht. Juhu-juhu!

@18:53 von derkleineBürger

//Immerhin funktionieren in Deutschland noch so Sachen wie Korruption & Lobbyismus.//

Stimmt. Und die Champions auf diesem Gebiet werden - allen Umfragen zum Trotz - auch die kommende Wahl gewinnen.
Es ist wirklich zum Verzweifeln.

//Will einer mit dem "Klimaschutz-Argument" kommen?//

Gab's da nicht mal diesen Werbeslogan "Die tun was"? Manche Menschen glauben das.

@DeHahn, 16:34

„1. Mehr Umsatz im Bausektor
2. Mehr Umsatz bei den Mieten
= Wachstum“

Ob „Wachstum“ gut oder schlecht ist, kommt ganz drauf an, was da wächst. Um bei diesem Beispiel zu bleiben: die Lebensqualität aller durch die Verfügbarkeit von ausreichend bezahlbarem Wohnraum in einem lebenswerten Umfeld oder nur die Mieten für die Mieter und die Geldgewinne für die (in den meisten Fällen gewerblichen) Investoren?

von Werner Kraus 18:42

Das ist es ja gerade, der Klimaschutz. Und die Kosten werden also nach unten dekliniert. Wohl auch dann, wenn es eine Zulage vom Bund gibt und der Gebäudesektor seine Klimaschutzziele verfehlt....

@19:26 von Nettie @DeHahn, 16:34

//Ob „Wachstum“ gut oder schlecht ist, kommt ganz drauf an, was da wächst.//

Gerade im Hinblick auf Wohnungsbau spielt es auch eine Rolle, wo etwas wächst. Für 'klimafreundliches' Bauen die letzten verbliebenen Moore zupflastern?

Da frage ich mich eher, warum z.B. Supermärkte - kleine ebenso wie große - immer im Bungalowstil - in der Gegend stehen müssen. Und natürlich mit großer Parkflächen ohne auch nur einen Grashalm. Warum nicht mehrstöckig mit Wohnungen über dem Markt? Statt Parkplatz Tiefgarage und statt Asphalt Grünanlage?

Sanierung im Gebäudesektor

Na, dann fangt mal an mit Einkaufsmärkten und Werkhallen und Bürohäusern, ich lach jetzt schon.

Falsche Vorgaben für Dämmungen

Bei so gut wie allen Gebäuden ist die Speicherfähigkeit der dahinter liegenden Wand bei Dämmungen von 10 cm zu 100% erfüllt, daher bringen die höheren Vorgaben der KFW nichts.

@19:30 von Bernd Kevesligeti von Werner Kraus 18:42

//Das ist es ja gerade, der Klimaschutz. Und die Kosten werden also nach unten dekliniert. Wohl auch dann, wenn es eine Zulage vom Bund gibt und der Gebäudesektor seine Klimaschutzziele verfehlt....//

Na klar, Daimler hat doch vorgemacht, wie es geht:

***Mitten in der Corona-Pandemie erhöht der Autobauer Daimler, trotz immenser Kurzarbeitgelder, seine Dividende.*** (ZDF 31.03.2021)

Am 22. September 2021 um 16:40 von Bender Rodriguez

Normalerweise müssten sogar die Nebenkosten sinken.
Allein, ich glaub nicht dran
__
Die NK sinken dann, wenn die Modernisierung hilft sie einzusparen z.B. durch eine moderne Heizanlage, bessere Dämmung ect.
Nebenkosten sind Gelder, die Dritten zustehen und die der Vermieter im Laufe des Jahres bezahlen muss in Form von Öl, Gas Wasser vom Energielieferant, Grundsteuer Müllabfuhr gem. Bescheiden der Stadt, Versicherungen gem. Rechnung. Welche Kosten vom Vermieter an den Mieter und in welchem Umlageschlüssel weitergegeben werden können ist gesetzl. festgelegt. Der Mieter hat das Recht, jede Rechnung und jeden Beleg einzusehen und zu prüfen. Auch, wenn es immer mal wieder behauptet wird, an den Nebenkosten kann und darf der Vermieter nichts tricksen und keinen Gewinn machen !

wieder einmal erstaunlich

was manche Leute so schreiben. Die Sanierungskosten können umgelegt werden bis zu einer def. Höhe. Die Heizkostenersparnis wird häufig geringer sein in anderen Fällen ist die Miete eh schon überteuert. Letzteres ist ein ganz anderes Problem.
Taupunkte liegen nach Sanierung in der Aussendämmung. wo da ein Problem sein soll weiss ich nicht. Ebenso ist bei korrekt ausgeführter Dämmung keine Hinterlüftung erforderlich. Würde ja auch die Dämmung ad absurdum führen. Lüftungsanteil am Wärmeverlust ist bei Altbauten natürlich nicht der Hauptanteil und Gebäudemasse hilft auch nur über einen kurzen Zeitraum.
Ich habe mit geringem Aufwand eine Verringerung der Heizkosten um 80% erreicht.
Das wirkliche Problem bei dem Programm, ist der Mangel an Fachkräften, der von der Groko ignoriert wird. Da braucht es eine Ausbildungsinitiative. Geld verbaut keine Dämmung sondern HandwerkerInnen.
Auch der "Sondermüll" ist Quark, da PU sich zu 100% recyclen lässt.

18:31 von DrBeyer

@Thomas D. 17:59

Seltsam, Prognos kommt zu einem anderen Ergebnis.
Da erwirtschaftet die Energieeinsparung sogar noch einen Teil der im Laufe der nächsten Jahrzehnte ohnehin anfallenden Instandhaltungskosten.
Was mich zu der Frage bringt: Von welchen Energiepreissteigerungen sind die Autoren der FAZ-Studie ausgegangen?

4% p.a.

(Schwierig, wenn man nicht den ganzen Artikel kopieren kann, irgendetwas wichtiges fehlt dann …)

… Verfasser sind zwei renommierte Experten für energetische Gebäudesanierung: Eberhard Hinz aus Darmstadt und sein Heidelberger Kollege Andreas Enseling. (…) Unterstellt wird dabei, dass die Energiepreise jedes Jahr um vier Prozent steigen. Keine Rolle spielt es für die Wirtschaftlichkeitsberechnung, ob der höchste Effizienzstandard (KfW 55) oder eine weniger anspruchsvolle Norm angestrebt werden. Die Kosten dafür lägen relativ eng beieinander, heißt es in dem Gutachten. (…)

Wertsteigerungen durch die Modernisierung blieben unberücksichtigt.

Weingasi1

Die NK sinken dann, wenn die Modernisierung hilft sie einzusparen z.B. durch eine moderne Heizanlage, bessere Dämmung ect."

Und genau daran glaube ich nicht.

Am 22. September 2021 um 19:46 von Anna-Elisabeth

Da frage ich mich eher, warum z.B. Supermärkte - kleine ebenso wie große - immer im Bungalowstil - in der Gegend stehen müssen.
__
Weil diese Art des Bauens wesentlich billiger ist. Sind ja häufig nur ein wenig "aufgehübschte" Hallen. Ohne Fenster, meist im Fertigbausystem. Fenster sind eher unzweckmäßig und gibt es wenn überhaupt nur in den Pausenräumen. Diese Art Supermärkte trifft man meist ausserhalb der Ortschaften und sind nur zu diesem Zweck errichtet worden. Bei (Super-)Märkten innerhalb von Ortschaften, die allerdings meist kleiner sind, befinden sich häufig auch Wohnungen. Da es aber in vielen Städten Pflicht geworden ist, Parkplätze in Relation zur Supermarktgröße vorzuhalten, ist es natürlich billiger ausserhalb einen Markt zu erschliessen und warum sollte man in eine teure Tiefgarage investieren, die meist wesentlich unbeliebter ist und zusätzlich Kosten verursacht, wie Lüftung, Strom uvm. Also, Ihre Fragen sind alle sehr einfach und logisch zu beantworten.

Am 22. September 2021 um 17:38 von Michael O

Meiner Meinung sollten diese Milliarden dort in der Welt ausgegeben werden wo am meisten CO2 eingespart wird, z.B. in Entwicklungsländern.
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Vermutlich verfügen diese Entwicklungsländer garnicht über diese Milliarden, damit sie damit sie CO2 damit einsparen könnten, wobei m.M. Entwicklungsländer relativ wenig CO2 produzieren.
__
Das verstehe ich nicht, da werden Milliarden als Förderung in die Dämmung von Wohnungen gesteckt und der Mieter darf dann höhere Mieten bezahlen, die durch die Einsparung von Heizkosten nie raus kommen!
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Um die Förderung zu erhalten, muss der Vermieter/Eigentümer erst einmal investieren. Durch die Investion erhält seine Immobilie einen "Mehrwert", der ihm u.a. ermöglicht, seine Immobilie besser zu vermieten. Den Mieter interessiert der END-preis.

@Anna-Elisabeth, 19:46

„Gerade im Hinblick auf Wohnungsbau spielt es auch eine Rolle, wo etwas wächst. Für 'klimafreundliches' Bauen die letzten verbliebenen Moore zupflastern?

Da frage ich mich eher, warum z.B. Supermärkte - kleine ebenso wie große - immer im Bungalowstil - in der Gegend stehen müssen. Und natürlich mit großer Parkflächen ohne auch nur einen Grashalm. Warum nicht mehrstöckig mit Wohnungen über dem Markt? Statt Parkplatz Tiefgarage und statt Asphalt Grünanlage?“

Berechtigte Fragen. Genau die unbedingte Notwendigkeit der Beachtung dieses ökologischen Aspekts und dessen integraler Einbeziehung in die Planung der städte- und landschaftsbaulichen Infrastruktur meine ich hier mit „in einem lebenswerten Umfeld“ („… die Lebensqualität aller durch die Verfügbarkeit von ausreichend bezahlbarem Wohnraum in einem lebenswerten Umfeld oder nur …“).

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