Ihre Meinung zu: Jagd vor Färöer: Empörung über Tötung von Delfinen

15. September 2021 - 20:11 Uhr

Die Tötung von mehr als 1400 Delfinen vor den Färöer Inseln hat für Entsetzen und Kritik gesorgt. Die Regierung der Inseln verteidigt die Jagd - die Tiere seien effektiv getötet worden. Von Sofie Donges.

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Kommentare

Tradition?

Tradition ist OK.
Aber 1400 Tiere?

Ich glaube mit traditionellen Methoden wäre solche Anzahl gar nicht möglich gewesen. Früher sind sicher auch gelegentlich Fischer dabei gestorben.

Was soll das?

Wird das Delphinfleisch gegessen?
Gibt es zu viele Delfine?
Gelten die Delfine als Konkurrenz zur Fischerei?
Oder wird einfach hirn- und herzlos eine blutige Tradition durchgezogen? nach dem Motto: "Wir treiben was hinein und schlachten es ab."

Kann es mir mal jemand erklären?

Abstoßende Barbarei

Die Tötung dieser Tiere ist die abstoßendste Barbarei, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Unglaublich diese Bilder. Wozu Menschen, die wohlsituiert sind und denen es gut geht, doch fähig sind.

Bestie Mensch

Was anderes fällt mir schon anhand der Bilder einfach nicht ein!
Frage mich nur, warum so viele Tiere abgeschlachtet wurden, obschon diese kaum verzehrt werden können? Im Akrtikel bleibt die Frage ja offen.

Jedenfalls ein abstoßendes Massaker, aber Mensch tut das auch seinesgleichen ohne mit der Wimper zu zucken an! Bestie Mensch, töten was zu töten geht, ob Mensch ob Tier!

Skaale findet, es bräuchte in

Skaale findet, es bräuchte in der Diskussion mehr Differenzierung: "Es ist wie ein Schlachthaus im Freien. Man sieht das Blut, das Meer ist rot gefärbt, man sieht die Todeszuckungen der Wale. Aber was passiert denn im Schlachthof? Das Gleiche, aber verborgen hinter dicken Mauern. Schweine sind auch sehr intelligente Tiere. Deshalb ist es moralisch besser, Walfleisch zu essen als Schweinefleisch."

Den letzten Satz mal ein wenig außen vor gelassen, denn was hat (tatsächliche) Ernährung mit Moral zu tun ? Aber sonst würde ich dem zustimmen. Was in den Schlachthöfen passiert, wollen wir wahrscheinlich gar nicht wissen. Unsere Fischstäbchen-Fabriken, die in fremden Meeren wildern, sind uns sicher viel lieber als Bilder von aufgeschlitzten Delfinen und Blut. Aber ist das nicht tatsächlich ehrlicher ?

Immer auf die anderen zeigen,

aber das entspricht unseren Werten:

Pro Tag werden hierzulande laut Statistischem Bundesamt im Schnitt mehr als zwei Millionen Tiere geschlachtet - darunter 1,7 Millionen Hühner, 151.000 Schweine und 94.000 Puten.

20:28 von Beate Z.

meinst du, im schweinestall oder bei der herstellung der martinsgänse geht es freundlicher zu?

Es sind schreckliche Bilder

aber der Mensch isst überwiegend Tiere und das schlachten ist überall gleich schrecklich.Aber denke ich daran wenn ich mir die Wurst auch das Grill lege? Nur hier bei den Delfinen wurden zu viele getötet wie es heist und das Fleisch kann nicht alles verwertet werden.Das darf nicht sein.

Tiere mit Intelligenz, mit Verstand, mit viel Blut

In den letzten Jahren wurden in Deutschland täglich zwischen 150.000 und 220.000 Schweine getötet bzw. geschlachtet, waren an die 50 bis 60 Millionen im Jahr.

Beate Z. & Carina F

***Abstoßende Barbarei*** und ***Bestie Mensch***

Ne Nummer weniger empört hätte auch gereicht.

Sicher kein schönes Bild, aber was in den Tierställen, beim Transport und beim Tötungsbetrieb in der industriellen dt. Fleischindustrie abgeht, ist kein Vergleich zu dem Leid der Delphine vor Føroyar.

Zudem sind die Verantwortlichen dort auch nicht glücklich über den Fang, das sie normalerweise auf Grindwale aus sind.

Gruß Hador

@ Carlos12, um 20:26

“Kann es mir mal jemand erklären?“

Der Artikel beantwortet Ihre Fragen.

Nur - das wird Sie, wie auch mich, nicht zufriedenstellen.

Ich finde diese Abschachterei schlicht zum Kotzen, da kann mir niemand mit mit Tradition kommen.

RE: schiebaer45 um 20:44

***Nur hier bei den Delfinen wurden zu viele getötet wie es heist und das Fleisch kann nicht alles verwertet werden.Das darf nicht sein.***

Da haben Sie recht, nur behaupten dies die Aktivisten von Sea Shepherd. Ob dem so ist bleibt abzuwarten und nicht vorschnell zu urteilen, wie es Aktivisten so gerne tun.

Gruß Hador

Erschreckend die Anzahl

Wenn es schon Tradition ist und alles gleichberechtigt verteilt wird. Warum hat man dann nicht Vernunft walten lassen zu stoppen als man die benötigte Anzahl gefangen hat? Alle anderen wieder ins freie Meer gelassen.
So sind alle Empörung der Verantwortlichen über das Massaker nichts wert und Schuldige sollten zur Verantwortung gezogen werden
Aber ich befürchte es wird nichts passieren sind ja "nur" Tiere und nicht das Klima, traurig wie einseitig Umweltschutz gesehen wird

@20:28 von Beate Z.

//Abstoßende Barbarei//

Die richtige Beschreibung.

***Dass die Tiere dieses Mal besonders gelitten hätten, weist Jakob Vestergaard im Interview mit lokalen Medien entschieden zurück. "Ich habe die Verantwortlichen vor Ort, die ich kenne, gefragt, und sie haben gesagt, dass alles gut gelaufen ist. Natürlich dauert es etwas, so viele Delfine zu töten, aber jeder einzelne Delfin wurde effektiv und schnell getötet."***

Diese Argumentation des Fischereiministers hätte auch von Frau Klöckner stammen können.

//Wozu Menschen, die wohlsituiert sind und denen es gut geht, doch fähig sind.//

Die gehen morgen in den Freizeitpark und schauen mit Vergnügen den Delfinen bei ihren antrainierten Kunststücken zu.

Grauenhaft!

Grauenhaft! So was gibt es in Japan ja auch.
In Färöer wird der Fisch anscheinend verspeist, in Japan glaube ich zu wissen nur getötet, weil die Delphine „Konkurrenten“ zu den Fischern gibt.
Diese bestialische Art, man die Bilder kaum anschauen.
Da schämt man sich, Mensch zu sein.

Ekelhaft!

Da fehlt mir absolut der Zugang, um so eine Respektlosigkeit vor dem Leben zu tolerieren.

Auch diese hervorgehobene "Effizienz" beim Abschlachten ekelt mich an. Das muss schon eine perverse Art von "Spaß" sein, sich mit solchen Massakern zur simplen Befriedigung seiner Überlegenheit an diesen Tieren zu vergehen.

Mit Nahrungssicherung hat das doch nicht im Entferntesten etwas zu tun. Dieses angerichtete Schlachtfeld wird doch kaum noch sinnstiftend zu verarbeiten sein.

@ um 20:40 von sonnenbogen und andere

Respekt. Alle Daumen hoch für Ihre Antwort.
Hatte gerade auch die Statistik der Schweineschlachtungen allein in Deutschland aufgerufen.

Aber beim Durchschnittsbürger mit liebster Freizeitbeschäftigung "Grillen" hört bei Flipper wohl der Spaß auf.

@20:44 von schiebaer45

//Aber denke ich daran wenn ich mir die Wurst auch das Grill lege?//

Ich weiß, das klingt jetzt doof, aber seit einiger Zeit tue ich das tatsächlich. In meiner Kindheit war es bei uns zu Hause üblich, sich vor und nach dem Essen per Tischgebet beim 'lieben Gott' für Speis und Trank zu bedanken. Das habe ich nun ersetzt mit einem kurzen Gedanken an die Tiere, die ich verspeise.
Zugegeben: Beim Wurstaufstrich bin ich noch nicht auf die Idee gekommen.

Gruß

20:26 von Carlos12

«Was soll das?
Wird das Delphinfleisch gegessen?
Gibt es zu viele Delfine?
Gelten die Delfine als Konkurrenz zur Fischerei?
Oder wird einfach hirn- und herzlos eine blutige Tradition durchgezogen? nach dem Motto: "Wir treiben was hinein und schlachten es ab."

Kann es mir mal jemand erklären?»

Delphine stehen als Raubtiere an der Spitze der Nahrungskette in den Meeren. Dort, wo es Weiße Haie gibt, werden auch Delphine evtl. zu Beutetieren.
Anderswo aber nicht.

Delphinfleisch gilt mancherorts als Delikatesse, ist aber auch eher mit Schadstoffen belastet als bei Fischen, die nicht an der Spitze der Nahrungskette stehen. Jeder Räuber frisst sich die Schadstoffe aus den Kleineren addiert rein. Nicht so klug, Delphinfleisch zu essen.

In Japan gibt es solche Delphinjagd mit in Buchten treiben + dann abmetzeln auch (Bucht von Taiji). Jagdsaison startet 31.08. Jahresquote ist ± 800.
Nach Fukushima will niemand mehr Delphin essen.

Auswahl von Weibchen für Delphinarien ist auch Ziel.

RE: Wanderfalke um 21:00

***Da fehlt mir absolut der Zugang, um so eine Respektlosigkeit vor dem Leben zu tolerieren.***

Dann frage ich Sie persönlich, ob Sie Vegetarier sind. Das was Sie in dt. Kühltheken bekommen, hat tausendfach mehr gelitten als diese Delphine. Die hatten wenigstens ein gutes Leben -selbstbestimmt und frei- ohne Qualen bis zu ihrem Tode.

Gruß Hador

Nöh @ 20:51 von Hador Goldscheitel

>>> Ne Nummer weniger empört hätte auch gereicht. >>>

Aus Ihrer Sicht, aus meiner definitiv nicht!

>>> Sicher kein schönes Bild, aber was in den Tierställen, beim Transport und beim Tötungsbetrieb in der industriellen dt. Fleischindustrie abgeht, ist kein Vergleich zu dem Leid der Delphine vor Føroyar. >>>

Da haben Sie sicherlich recht, ich kann nur den Kauf von Fleisch u Fisch vermeiden/nicht verzehren.
Was in Mastbetrieben usw geschieht, stößt mich genau so ab, und wie gesagt, mehr außer den Kauf u Verzehr zu vermeiden, kann ich leider nicht tun!

@20:42 von Karl Maria Jose... 20:28 von Beate Z.

//...meinst du, im schweinestall oder bei der herstellung der martinsgänse geht es freundlicher zu?//

Das meint sie ganz sicher nicht. Nur weil wir in unseren Tierställen bzw. Tierfabriken Barbarei zulassen, muss man ja die Tötung der Delfine - die hier das Thema sind - nicht unbedingt milder betrachten.

Na ja...

ob die Schleppnetz Fischerei und die Industrielle Ausbeutung der Meere besser ist?
Wird nur leider viel zu Selten darüber berichtet, diese Bilder sind Grausam-aber wenn wir ehrlich sind ist der ganze Industrielle Fischfang ein Grauen...
Nur werden uns diese Bilder viel zu selten gezeigt und der Fisch im Tiefkühlregal der Supermärkte gaukelt uns vor das alles in Ordnung sei, dem ist aber schon lange nicht mehr so...

RE: Wolf1905 um 20:59

***Diese bestialische Art, man die Bilder kaum anschauen.
Da schämt man sich, Mensch zu sein.***

Auch Ihnen rate ich die Videos der Tierschutzaktivisten anzuschauen, die in dt. Tierställen gedreht wurden.
Oder besuchen Sie doch den Metzger Ihres Vertrauens und schauen Sie ihm bei seinem Handwerk zu. Und dann rechnen Sie mal hoch, was bei Tönnies & co. so abgeht.

Die Herstellung von Fleisch ist, auch für mich, ein grauenhafter Akt, den ich sicher nicht ausüben könnte. Daher habe ich auch mit der Anglerei aufgehört und mit der Jagd erst gar nicht begonnen.
Aber jene, die dies jetzt ausüben als sonstwas zu beschimpfen, halte ich für nicht gerechtfertigt.

Gruß Hador

Werte @ 20:40 von sonnenbogen

>>> aber das entspricht unseren Werten: >>>

Meinen nicht! Ihren?

>>> Pro Tag werden hierzulande laut Statistischem Bundesamt im Schnitt mehr als zwei Millionen Tiere geschlachtet - darunter 1,7 Millionen Hühner, 151.000 Schweine und 94.000 Puten. >>>

Ja übertrieben und sinnlos viel! Wenn man bedenkt, wie viel davon ggf auch noch im Müll landen wird.

Ich bin sehr traurig und wütend!

Unerträglich ist diese Massentötung!
Persönlich liebe ich Delfine! Und wer diese zu Töten versucht, ist im Bereich, mich sehr zu verletzen!
Das wird bald für viele unklare Folgen haben, ungeachtet zu der Natur.

Ich bin sehr traurig und wütend!

An Magic.Fire

"Aber ich befürchte es wird nichts passieren sind ja "nur" Tiere und nicht das Klima, traurig wie einseitig Umweltschutz gesehen wird"

Was soll das denn? Meinen Sie denn, dass Menschen, die sich aktiv für Tier- und Artenschutz einsetzen, sich nicht für den Klimaschutz engagieren? Die Schnittmenge zwischen beiden Bewegungen dürfte riesig sein.
Ihre Behauptung kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

„Effektives“ Gemetzel

Dass es nach Recht und Gesetz abgehalten wird, macht es nicht besser („[der zuständige Minister für Landwirtschaft und Fischerei der Färöer] verwies auf gesetzliche Vorgaben für die Jagd, beispielsweise bräuchten alle Jäger Lizenzen“).

Der Parlamentsabgeordnete „findet, es bräuchte in der Diskussion mehr Differenzierung: "Es ist wie ein Schlachthaus im Freien. Man sieht das Blut, das Meer ist rot gefärbt, man sieht die Todeszuckungen der Wale. Aber was passiert denn im Schlachthof? Das Gleiche, aber verborgen hinter dicken Mauern. Schweine sind auch sehr intelligente Tiere“

Stimmt, was er da sagt. Macht‘s aber auch nicht besser.

„Die traditionelle Waljagd auf den Färöer-Inseln steht seit Jahren in der Kritik.
>> Ob die internationale Aufmerksamkeit dieses Mal etwas verändern wird, bleibt abzuwarten“

Wäre gut, wenn sie das täte. Nicht nur für die Delfine.

RE: Wanderfalke um 21:00

So sehr ich Ihre Kommentare regelmäßig schätze, hier liegen wir wirklich weit auseinander.
Wie können Sie den Menschen dort Spaß beim Töten der Tiere, Überlegenheitsgefühle und Befriedigung unterstellen ?
Sie meinen also ein dt. Schnitzel wäre für die Menschen dort besser als ein Grindwal-/Delphinsteak ?
Ich finde das ganz schön anmaßend.

Gruß Hador

Re : Beate Z. !

Es gibt leider auch noch andere Länder, die Wale und Delphine heute noch töten, weil es angeblich Tradition ist. Irgend wie scheint der Mensch, bzw. manche in speziellen Ländern nicht aus einer uralten Tradition aussteigen, um Mitgeschöpfe zu schützen. Da fehlt in meinen Augen schon immer jegliche Respekt, sowie auch der Anstand und Moral.
Grundsätzlich ist auch bekannt, das der Mensch das schlimmste, brutalste und rücksichtsloseste Raubtier auf der Erde, und wird dies auch immer sein.
Dann am Sonntag in die Kirche rennen und beten, ist mehr als Heuchelei schlimmster Art !

Ausschließen

Die Färöer Insel sofort von jeglichem Zugang zu EU vorteilen Geldern ect. ausschließen. Die haben nichts über das Thema Sterben in unseren Meeren gelernt. Die Meere gehören nicht irgendeinem Staat sie sind weil für uns als Menschheit als ganzes wichtig Allgemein Gut.
Der Vergleich mit schlachten von Schweinen im Schlachthaus
ist, so schlimm auch das ist, total daneben. Da werden in der Regel keine Wildtiere sonder Zuchttiere, das natürlich viel zu oft unter unwürdigen Bedingungen, geschlachtet.
Hier werden, wenn wir so weiter mach, noch die letzten ihrer Art wie in anderen Fällen ausgerottet.

20:57 von Anna-Elisabeth

«Die gehen morgen in den Freizeitpark und schauen mit Vergnügen den Delfinen bei ihren antrainierten Kunststücken zu.»

Wie das auf den Färöern ist … habe ich keine Ahnung.

Der kleine Fischerort "Taiji" auf der Hauptinsel Honshū in dieser wunderschönen kleinen Bucht ist The World's Hotspot für Delphinarien aus aller Welt, um Delphine einzukaufen für ins Delphinarium rein tun. Das macht viel, viel mehr Geld pro gefangenem Delphin als das tote Tier als Fleischverkauf.

Dieses Delphingemetzel ist auch in Japan noch legal. Aber die zulässigen Fangquoten werden immer geringer. Vor einigen Jahren gab es einen Dokumentarfilm in Zusammenarbeit mit "Sea Shepard" über das Treiben in Taiji. Bekannt geworden in Japan sind 2 ehemalige Fischer, die jahrzehntelang in Taiji teilnahmen, und sich nun (im TV) für ein Jagdverbot einsetzen. But lobby is mighty.

Saison ist immer vom 31.08. bis 01.03. Selektiert vor der Bucht werden besonders hübsche weibliche Delphine zum Verkauf an die Delphinarien.

um 21:06 von Anna-Elisabeth @20:44 von schiebaer45

In meiner Kindheit war es bei uns zu Hause üblich, sich vor und nach dem Essen per Tischgebet beim 'lieben Gott' für Speis und Trank zu bedanken. Das habe ich nun ersetzt mit einem kurzen Gedanken an die Tiere, die ich verspeise.

#
Das kenne ich von zu Hause auch,das Mittag Gebet und Abends dann: Lieber Gott mach mich fromm,das ich in den Himmel komm.
#
Sorry,nun bin ich vom Thema abgekommen,zurück zu den Tieren die nur das töten was sie auch auffressen und da ist der Mensch doch ein wenig anders.
Gruß

RE: Carina F um 21:12 Nöh @ 20:51 von Hador Goldscheitel

Wenn Sie auf Fleischkonsum verzichten ist dies nur konsequent.
Aber sich über die Menschen dort jetzt zu empören um dann morgen sich den Braten in den Ofen zu schieben, halte für heuchlerisch, was ich Ihnen durch Ihren Verzicht ausdrücklich nicht zum Vorwurf mache.

Die Menschen dort haben Ihre Tradition, die Tiere haben nur kurz gelitten und das Fleisch wird verteilt und gegessen. Ich kann da nur wenig Verwerfliches finden. Ganz anders sieht das bei uns aus.

Gruß Hador

Ist Gier besser als Tradition?

"Aber was passiert denn im Schlachthof?"

Dieser Frage kann man in einem Land, das die industrielle Massentierhaltung perfektioniert hat und jährlich 2,3 Millionen Tonnen Schweinefleisch exportiert, nur wenig entgegensetzen. Der giergetriebene Massenmord ist mindestens genauso widerlich wie das traditionelle Abmetzeln von Meeressäugern.

Aber bald ist ja Wahl und wir haben es in der Hand, zumindest bei uns etwas zu ändern. (Mein Gefühl sagt mir allerdings, dass das nicht passiert.)

@21:22 von Becherchen @An Magic.Fire

//"Aber ich befürchte es wird nichts passieren sind ja "nur" Tiere und nicht das Klima, traurig wie einseitig Umweltschutz gesehen wird"

Was soll das denn? Meinen Sie denn, dass Menschen, die sich aktiv für Tier- und Artenschutz einsetzen, sich nicht für den Klimaschutz engagieren? Die Schnittmenge zwischen beiden Bewegungen dürfte riesig sein.
Ihre Behauptung kann ich in keinster Weise nachvollziehen.//

Dass die Schnittmenge beider Bewegungen riesig ist, davon bin ich überzeugt. Schließlich kann man beides auch gar nicht getrennt voneinander betrachten. Dennoch denke ich, dass vielen Menschen, die (wie ich) gerne Fleisch essen, das Thema Klima präsenter ist, als der Tierschutz. In diesem Sinne habe ich auch den Kommentar von Magic.Fire verstanden.

Re : Hador Goldscheitel !

Dass in den Tierställen, beim Transport von Tieren, oder beim industriellen Schlachten das Leid der Tiere nicht wirklich an erster Stelle steht, ist zum größten Teil auf das Versagen der Politik zu verdanken, die zwar seit Jahren immer wieder auf Missstände hingewiesen, aber zu sehr sich von Lobbyisten und Firmeninteressen beeinflussen lässt.
Was jetzt vor dieser Insel passierte, sollte überhaupt nicht stattfinden, egal ob Delphine oder Grindelwale. All die Tiere im Meer haben eine wichtige Rolle, und so manche Art ist gefährdet, durch die Überfischung, durch den weg geworfenen Beifang. Dann meine ich, die "Jäger" hätten den Unterschied sehen können, sogar müssen. Da sie es nicht taten, gehe ich von brutaler Barbarei aus, weil diesen Menschen es egal war, was sie abschlachten. Da gibt es nichts zu verteidigen !

21:24 von Nettie

"Wäre gut, wenn sie das täte. Nicht nur für die Delfine."

Der landwirtschaftliche Ertrag auf den Färöern ist sehr gering. Wir haben es auf dem Kontinent damit viel besser erwischt. Mit diesem Fleisch decken die Bewohner der Inseln einen Teil ihres Nahrungsbedarfs, seit Jahrhunderten. Wie ich gelesen habe, wird es nicht exportiert. Ganz anders verfahren wir in Deutschland z.B. mit Schweinefleisch. Wir produzieren weit über unseren Bedarf, um Exporterlöse und die Unternehmen um höhere Gewinne zu erwirtschaften (auch günstigeres Break-Even über die hohe Menge).

Bevor ich den Bewohnern dieser Inseln vorschreiben würde, welche Tiere sie töten und essen sollen, bin ich dafür, dass wir zuvor in Deutschland aufhören, Fleisch zu essen. Ich kenne kein Tier, dass nicht vorher - bevor wir es mit Genuss verzehren - gelebt hat. Meinetwegen hört Deutschland sofort auf, Schweine zu züchten und in einigen Monaten welche zu essen. Dann reden wir mit den Menschen der Färöern, würde ich vorschlagen.

Es ist in meinen Augen eine

Es ist in meinen Augen eine offene Frage, ob das gesteigerte Bewusstsein sowohl für Tierwohl wie auch für die systemischen Bedingungen für Fleischerzeugung global eine Veränderung herbeiführen können.
Solange unsere Discounter mit € 1,99-Schnäppchen für Billigstfleisch punkten können, bleibe ich da sehr skeptisch.

Traditionell @21:38 von Hador Goldscheitel

>>> Aber sich über die Menschen dort jetzt zu empören um dann morgen sich den Braten in den Ofen zu schieben, halte für heuchlerisch, ...>>>

Das ist es auch, bin ich ganz Ihrer Meinung!

>>> Die Menschen dort haben Ihre Tradition, die Tiere haben nur kurz gelitten und das Fleisch wird verteilt und gegessen. Ich kann da nur wenig Verwerfliches finden.>>>

Steht ja im Artikel, die Menge an getöteten Delphinen können die Bewohner der Insel kaum verzehren.

>>> Ich kann da nur wenig Verwerfliches finden. Ganz anders sieht das bei uns aus. >>>

Beides ist für mich verwerflich und auch "Tradition" kann egal wie alt babarisch sein! Aber hey als Langzeit Veganerin ist mein Standpunkt eben so auf emotionaler Ebene.

Gruß zurück

um 21:18 von Hador Goldscheitel

,,...Die Herstellung von Fleisch ist, auch für mich, ein grauenhafter Akt, den ich sicher nicht ausüben könnte. Daher habe ich auch mit der Anglerei aufgehört und mit der Jagd erst gar nicht begonnen.
Aber jene, die dies jetzt ausüben als sonstwas zu beschimpfen, halte ich für nicht gerechtfertigt."

Jeder Mensch kann durch sein Konsumverhalten das hier umfassend bezeugte Leid von Tieren peu à peu beseitigen, wenn sich, wie dieses Beispiel drastisch zeigt, ,,Traditionen" als die dumpfe Reproduktion von kaum noch verstandenen Bräuchen vor den Kameras entblößt oder zu ähnlich dumpfer Gewohnheit der Vollsättigung ausgeprägt haben mit der Tendenz zur Überproduktion und einer Herstellung, die längst die Schwelle der Inhumanität gegen Tiere und Menschen überschritten hat. Es gibt immerhin ein steigendes Bewusstsein dafür, wenn es auch noch lange nicht ausreicht um in Wirtschaft und Politik eine Abkehr zu erwirken von dieser Barbarei. Deswegen soll geschimpft werden, zu Wasser und an Land.

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