Kommentare

Alles „auf Effizienz zu trimmen“ ist immer dann sinnvoll,

wenn es dazu dient, Menschen vor Hunger und als Belastung empfundener Arbeit zu bewahren, „Flächenverbrauch“ zu vermindern und so Ressourcen zu schonen:
„… Gewächshaus, in dem alles auf Effizienz getrimmt ist: Tomaten wachsen auf keimfreier Steinwolle, um Krankheiten fernzuhalten. Jede Pflanze wird individuell mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Alles vollautomatisiert, überwacht von einem Computer. "Wenn man hier in den Niederlanden zum Beispiel Tomaten im Freien anbaut", meint Campen, "kann man, wenn man es gut macht, vielleicht fünf Kilo Tomaten pro Quadratmeter ernten. Wenn man sie in einem solchen Gewächshaus anbaut, kann man mindestens 60 Kilo erreichen. Man braucht also viel weniger Fläche, um große Mengen zu produzieren"

Wie gesagt, WENN es tatsächlich dazu dient, bzw. die o.g. Ziele sich mithilfe dieses Prinzips überall auf der Welt und nicht nur in niederländischen Gewächshäusern erreichen lassen. Denn (Lebens-)Qualität muss grundsätzlich immer Vorrang vor Quantität haben.

Wüste

Soll ja möglich sein, so fern man es bewässern würde.

Nahrungsmittel

Vielleicht grenzt man auch mal die große Auswahl etwas ein, damit nicht am Ende zuviel wieder im Müll landet.

Saisonalität austricksen?

Bisher finde ich gut, dass Gemüse und Obst eine bestimmte und begrenzte Saison haben. Wie Erdbeeren und Spargel. Okay, meine Tomaten werden immer erst reif, wenn meine Gurken und mein Salat fast durch sind - nicht ganz optimal - aber so ist das dann halt.

Alternative?

"Aufgrund der hohen Energiekosten, besonders für die Speziallampen, sei es allerdings unwahrscheinlich, dass diese Form des Anbaus bei den derzeitigen Marktpreisen wirtschaftlich wirklich wettbewerbsfähig ist. Deswegen wird in solchen vertikalen Farmen bisher vor allem Basilikum oder Salat angebaut. Das lässt sich schnell kultivieren und damit auch schnell verkaufen. Fraglich ist bloß, ob Blattgemüse in 2050 tatsächlich zehn Milliarden Menschen ernähren kann."

Wieviel erneuerbare Energie würden wir künftig benötigen? Millionen von e-Autos laden, Handy laden, PC, Bitcoins generieren, würde vielleicht bedeuten alle 200 mtr. ein Windrad bundesweit zu installieren? Tolle neue Welt. Bei 10Mrd.Menschen 2050 wird man nicht umhinkommen, sich über Genprodukte Gedanken zu machen. Von Blattsalat werden vielleicht Hasen satt..

Um was geht

es in dem Artikel eigentlich? Um die Überbevölkerung und das Problem alle Menschen weltweit, auch in Zukunft, zu ernähren oder um das Dilemma, was eigentlich nur wir und die anderen ‚reichen‘ Staaten kennen, nämlich z.B. Erdbeeren im Winter?
Das eine ist tatsächlich ein Problem und nicht mal eben so zu beantworten, das andere ist eine Art Wohlstandsanspruch, dass ich immer das bekomme, was im Moment gerade möchte. Dazwischen liegen Welten.

Welches ist die Zukunft der Landwirtschaft

"Keine schmutzige Hände mehr, keine lange Arbeitszeiten, keine schwere Maschinen".
Statt dessen,nur noch kapitalintensive Grossbetriebe, hohe Investitionen, Automatisierung der Körperliche Arbeit und Logistik. Und auch das wurde weniger erwähnt totale Konzentration der Landwirtschaftsproduktion auf einige wenige Gebiete, sprich Länder, die in der Lage sind dies durchzuführen.
Am Beispiel Tomatenproduktion würde es bedeuten das auf 1 qm statt 5 jetzt 60 KG produziert werden , also Verlust von 90 % der Anbaufläche.
Vor einige Tagen berichtete der Deutschlandfunk das 40% der bereits existierende Anbaufläche NICHT für die Nahrungsmittelproduktion verwendet wird sondern für die Energieproduktion, also Agro-Öl und Gas Ersatz. Dies da es billiger sei. ( Grüne Energie ??) Andererseits wissen wird das die Unterernährung deutlich zunimmt. Jetzt planen wir noch die Beschäftigung der Unterernährten weg zu nehmen. Statt Gewinnmaximierung für wenige multinationals ist besser anders vorzugehen.

Mit (Blatt)Gemüse ksnn man ...

sicher nicht die Weltbevölkerung satt ernähren, zumal ich bei Gemüse aus den Niederlanden - im Gegensatz zu Käse aus Holland - den Geschmack und Nährwerte vermisse.

Es wird künftig unabdingbar..

.. sein, dass die Menschheit dazu übergeht, alternative Formen der Nahrungserzeugung zu entwickeln. Das Wissen ist ja bereits vorhanden, in Form von Gentochnolgie. Natürlich gibt es Träumer, welche glauben die Evolution der Menschheit, welche sich seit tausenden von Jahren vorwärts entwickelt hat, mal eben 2021 zu stoppen oder gar zurückzufahren. Das halte ich für naiv. Gentechnologie ist die Zukunft, wenn man 10 Mrd. Menschen ernähren will. Auch wenn es manch grünen Ideologen nicht ins Konzept passt. Es geht immer weiter vorwärts, egal in welchem Bereich. Ist so und wird auch so bleiben. Des Menschen Gen ist nicht für Rückschritt programmiert..

ganz super !

Pflanzenhaltung fast genauso wie Masssentierhaltung bei Schweinen und Rindern ! Wo bleibt der Aufschrei der Botaniker ? Auch Pflanzen sind Lebewesen.

Alternativvorschlag: nicht erst die Pflanze wachsen, blühen und Früchte entwickeln lassen. Das dauert viel zu lange. Man könnte sicher auf ähnlichem knappen Raum auch gleich das Fruchtfleisch in Nährlösung wuchern lassen. Das würde auch etliche Pflanzenkrankheiten und Probleme mit Schädlingen umgehen. Und ebenso eine geeignete Pilotierung für die lokale Versorgung erster Marskolonien sein.

Man muss nicht alles tun, was man tun kann...

"Es ist uns egal, ob es November oder Dezember ist: Wir wollen Erdbeeren, obwohl Erdbeeren ein Sommerprodukt sind."

Mir vergeht eher der Appetit auf Erdbeeren, wenn ich beim Einkaufen diese riesigen, blassen Erdbeerdinger im Plastikmantel sehe. Die Tomaten sprechen mich auch nicht an.

Da ich keinen Hunger leide, ist mir Qualität wichtiger als eine permanente Verfügbarkeit. Man muss nicht alles tun, was man tun kann...

Volle Kraft voraus?!

"Das Ganze verbunden mit einem extrem hohen Energieaufwand."

Das Konzept verkauft sich als fortschrittlich, scheint aber das Gegenteil von nachhaltig zu sein. Das ist nicht die Zukunft, die wir brauchen.

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